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| flus Stadt, Kreiß und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Wclterberickt. Infolge der noch immer anhalten­den Vertiefung der großen, über Skandinavien liegenden Zv- klone ist die Wetterlage noch immer in Verschlechterung. Nachdem schon gestern bei anhaltendem Druckfall die Nieder- schlagetätigkeit sehr lebhaft war und in der Nackt zum Sonn­tag auch in unserem Bezirk sehr ergiebige Regenfalte nieder- gingen, werden sick heute bei neuem Barometerfall abermals starke Regenfälle fortsetzen. Erst wenn diese Verstärkung des Tiefdruckgebiets, die auf dauernden Barometerfall in den bo« ben Schichten der Atmosphäre beruht, wieder nachläßt, wer­den sich Perioden aufgeheiterten Himmels und kurzer Besse­rung ansteigen, doch bleibt auck dann die Gesamtwetterlage noch unbeständig und zu Schauern geneigt. Vorhersage für Montag: Nach weiteren verbreiteten Regenfällen vorüberge­hende Aufheiterung, aber noch Schauerneigung und im gan­zen Fortdauer des unbeständigen Wetters. Aussichten für Dienstag: Zunächst keine wesentliche Aenderung der Gesamt- wetterlage abzusehen, doch ist wieder ein Nachlassen der Re- genneigung wahrscheinlich.

Die Lage des Arbeit? marktes im Bezirk des Arbeitsamtes Hanau für die Zeit vom 1.15. 7. I931. Der Arbeitsmarkt hat sich in der ersten Hälfte des Monats Juli nur wenig geändert. Die Zahl der gemeldeten Arbeit­suchenden ist in der Berichtszeit von 12 156 auf 12250 ge­stiegen. In der Arbeitslosen-Dersicherung hat die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger um 151 abgenommen; in der Krisenfürsorge hat ein Zuwachs von 197 stattgefunden. Die Zahl der beim Arbeitsamt aberfannten Wohlfahrtser- werbslosen betrug am letzten Stichtag, Ende Juui, 3381.

Angst« (Einkäufe. wie uns mitgeteilt wird, nutzen Hausierer und Geschäftsreisende die zurzeit herrschende Fi- nanzkrise dazu aus, besonders bei den Dorfbewohnern vor« zusprechen und ihnen jegliche Waren zum Kauf anzubieten und mit der Bezahlung zu einem späteren Zeitpunkt vor« lieb zu nehme«. Diese Verkäufer haben zum Teil leichtes Spiel, da sie stark mit dem Angstgefühl der Einwohner um die Sicherheit der Währung rechnen. Demgegenüber muh immer wieder gesagt werden, daß wir uns weiter von einer Geld-Inflation denn je befinden. Man kann in den letzten Wochen wohl eine Waren-Inflation, d- h. ein starkes Ueberangebol in fast allen Waren beobachten, als gerade bei den Zahlungsmitteln das Gegenteil, eine Deflation oder große Verknappung eingetreten ist. Die Bngsteinkäu- fer sollten darum so klug sein und bedenken, daß diese Warenverkäufer ihre Waren nicht für Geld preisgeben, das in einigen Tagen seinen Wert verlieren würde. Wäh­rend der reguläre Waren- und Geldumsatz eine Notwen­

digkeit für das Wirtschaftsleben ist, müssen aber die Angst« einkäufe als bedenklich bezeichnet werden. Das Der trauen zur Währung muß besonders jetzt ein Gebot der Stünbe sein.

Die Sage des Einzelhandels im F ra n kfur- t e r Bezirk- wie die Einzelhandels-Gemeinschaft Hessen- Nassau (Süb) e. V. mitteilt, ist der Umsatz im Lebensmittel-, Cextil-, Schuh- und Haus- und Küchengeräte-Einzelhandel gegenüber den Vortagen bereits wieder wesentlich zurück­gegangen. Im Textil- und Schuhhandel liegt die Um« satztätigkcit nur noch wenig über dem Durchschnitt. Die erregte Stimmung scheint im wesentlichen in ein ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Die Lieferanten haben ihre Rei« senden verschiedentlich angewiesen, mit dem Verkauf ein« zuhalten und Dispositionen abzuwarten. Mit Ausnahme des Lcbcnsmittelhandels hält man im Kreise der Lieferanten zurück und wartet die Ergebnisse der nächsten Tage, ab. Da genügend Lagervorräte vorhanden sind, wird dieser Zustand, wenn er nur wenige Tage anhält, als erträglich bezeichnet- Preiserhöhungen sind nicht weiter zu verzeichnen gewesen-

Verurteilung von Rundfunk störern! wichtig für Besitzer von Hochfrequenz-Heilgeräten! Das Amtsge« richt Hannover hat unterm 14. Uovember 1930 gegen den Besitzer eines Hochfrequenz-Heilgeräts folgendes Ur­teil erlassen: Der verklagte wird verurteilt, das von ihm betriebene Hochfrequenz-Heilgerät so einzurichten, daß durch den Betrieb der Rundfunkempfang des Klägers nicht ge= stört wird. Die Kosten des Rechtsstreits werden dem Be= klagten auferlegt.

Fuld a. Zum Sckweinemarkt waren 181 Ferkel aufge« trieben. Ferkel bis zu 6 Wochen bezahlte man mit 5 RM., b'S zu 8 Wochen mit 10, bis zu 13 Wochen mit 15 RM. Der Handel war langsam, Es verblieb etwas Ucberstand. Am Buttermarkt kostete das Pfund Landbutter durchschnitt­lich 1.30 RM. Beste Qualität über Notiz. Für Eier be­zahlte man 8 Pf. pro Stück.

F u l d a. (Der Notlage des Volkes Rechnung tragend.) In der letzten Stadtvcroidnclcnsitzung wurde ein Schreiben des früheren Oberbürgermeisters Dr. Antoni an den Magistrat verlesen, in dem sich Dr. Antoni bereit erklärt, mit Rücksicht auf die steigende Notlage weitester Bevölkerungskreise auf einen Teil des ihm zustehenden Ruhegehalts freiwillig zu verzichten. Dr. Antoni will über die durch die Notverord­nung festgesetzten Abzüge hinauögehen und auf weitere 8 Proz. seiner Pension verzichten, sodaß die Kürzung des Ruhegehalts insgesamt 20 Prozent ausmacht.

WeKlar- Unter dem Verdacht der Unterichlagung im Amt ist ein DberseKretär des hiesigen Finanzamtes in Haft genommen worden. Es soll sich um Verfehlungen in Höhe von 700 bis 800 MK- handeln.

s. 5 aImünste r. (Auf bedenklicher Bahn.) Wegen Diebstahls hatte vor geraumer Seit der nunmehr 20 Jahr« alte Arbeiter ph- Sch. aus Bab ©rb, 3 Wochen Gefängnis erhellen. Diese Strafe wurde ihm durch Bewährungsfrist ausgesetzt. Während der Bewährungsfrist ließ er vor wei, leren strafbaren Handlungen jedoch nicht ab, sondern an beitetc mit einem Freunde einen an sich ganj raffinierten Plan aus. Line Jagdhütte in der Gemarkung Salmünftet hatte es ihnen an getan und am 12- Februar d. 3s. brachen sie, versehen mit einer Brechstange, zu dieser Jagdhütte auf- Warnungstafeln, die an der Jagdhütte angebracht waren und auf Selbstschüsse hinwiesen, vermochten beide nicht von ihrem Vorhaben abzubringen. Als sie die Ein­gangstüre mit dem Brecheisen erbrachen, ging ein Selbst- schütz los. 'von Schrecken erfaßt ergriffen sie jetzt die Flucht. Nur diesem Umstand hatten sie es zuzuschreiben, daß es bei einem Einbruchsversuch blieb- Das Amtsgericht Salmünster hatte Sch. wegen Einbruchsdiebstahl zu 9 M». naten Gefängnis verurteilt mit der Begründung, daß in bei Gegend von Salmünster die Unsicherheit in den Wäldern ständig zunehme- Gegen dieses Urteil legte der Vater der Sch- Berufung ein. Die Ferienstrafkammer Hanau ermä­ßigte die Strafe zwar auf 6 Utonate Gefängnis, braute jedock zum Busdruck, wenn sich der Angeklagte wieder einmal wegen einer derartigen strafbaren Handlung zu verantworten habe, er dann lediglich mit einer Zucht­hausstrafe bedacht würde.

Frankfurt a- IH. Das Verkehrsflugzeug D 1085, Führer Gßwald, welches um 17,20 Uhr auf dem Frank- furter Flughafen zum Flug nach Köln gestartet war, mußte am Samstag unmittelbar nach dem Start in den Schrebergärten an der Wiesbadener Straße infolge Ver­sagens des Motors landen. Sämtliche Insassen, die außer der Besatzung aus zwei Erwachsenen und einem Kinde bestanden, blieben unversehrt. Die Fluggäste setzten ihre Reife nach Köln mit der Bahn fort. Das beschädigte Flug- zur Instandsetzung demontiert und nach dem Flugplatz Rebstock überführt. Eine Uachvrüfung der Ursache, die zum Bussetzen des Motors führte, ist eingeleitet.

Groß-Gerau. ((Ein zweites Todesopfer.) Samstag nacht gegen 1 Uhr ist im Städtischen Krankenhaus zu Groß-Gerau der erwerbslose Hans Wemhöner. der bei oen blutigen Vorgängen am Donnerstag durch einen Lun- aenschuß schwer verletzt wurde, feinen Verletzungen erlegen. Damit hat die Bluttat ein zweites Todesopfer gefordert. Die Beerdigung des verstorbenen Wemhöner fand am Sonn« tag nachmittag gemeinsam mit der Beisetzung des am Don­nerstag getöteten Paul Hammer statt. 3m Bnschluß an^die Beerdigung kam es zwischen Kommunisten, deren Zahl auf 2000 geschätzt wird, und Polizei zu Zusammenstößen Es gelang der Polizei in kurzer Seit, die Menge zum Buseinandergehen zu veranlassen. Mehrere Siftierungen wurden vorgenommen.

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Schlüchtern, den 20- Juli 1931.

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