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Wär' nicht das Auge sonnenhaft, könnten wir das Licht erblicken? nicht in uns des Gottes eigne Kraft, könnt' uns Göttliches entzücken?

(I. W. v. Goethe)

Wie

Lebi

Wie

Der gute Hauswein.

Die gröbsten Fehler werden bereits im Anfang durch unsachgemäße Vorbehandlung der Früchte und Fruchtsäfte gemacht. Stets sollten die Früchte gründlich gewaschen und oon Stielen, Blatt- und Blütenresten befreit werden. Unter allen Umständen ist jedoch die Berührung des Fruchtsaftes mit Metallen 311 vermeiden, da die Getränke sonst miß­farben oder durch giftige Metallverbindungen ungenieß­bar werden.

Nur eine Edelweinhefe kann eine reine weinige Gä­rung einleiten, so daß der Wein frei von unbekömmlichen Fuselölen bleibt und ein reines Bukett erhält. Die Frucht­säfte sind mit Wasser zu verdünnen, um die starken Frucht­säuren zu lindern. Zucker soll nicht nach Belieben, sondern bem verwendeten Weinhefestamm entsprechend, hinzuge­fügt werden, so daß das Getränk auch in der Alkoholstärke weinähnlich wird.

Ehe die Weinhefe dem Most zugesügt wird, ist sie an- zukeimen und zu vermehren. Nur eine in frischer Entwick­lung und starker Sprossung befindliche Weinhefe wird die im Most von Natur aus enthaltenen Millionen wilden Hefen unschädlich machen. Während der Gärung ist das Gärgefäß mit einem einwandfreien Glasgärverschluß luft­dicht zu Hallen, weil Luftzutritt die gefährlichsten Weinkrank- heiten, wie Essig-, Kahm- und Schimmelbildung fördert.

Nach Beendigung der Gärung, die bei einer gleichmäßi­gen Temperatur von 20 bis 30 Grad Celsius verlaufen soll, muß der Wein wenigstens 3 Monate zur Klärung in den, Keller gestellt werden. Dann aber gönne man dem Getränk extra noch einige Monate Flaschenlagerung, denn genau wie beim Traubenwein bauen sich erst bei längerer Lage­rung die köstlichen Bukett- und Aromastofte aus.

Im Allschluß sei noch eine Vorschrift für einen köst­lichen Johannisbeerwein angegeben:

12 Pfund Johannisbeeren werden entstielt, zerstampft oder zerkleinert und in einer Emaillefchüssel mit 2 bis 3 Litern kochendem Wasser übergossen. Nach dem Abkühlen auf. Zimmertemperatur kommt eine tags zuvor angekeimte Sherry-Weinhefe hinzu. Das Gefäß bleibt nunmehr 24 Stunden gut verdeckt warm stehen. Nach dieser Zeit wird abgepreßt und der Saft in eine 10 Literflasche gefüllt. Man löst nun 7 Pfund Zucker in kochendem Wasser auf und gibt davon nach dem Abkühlen ein Drittel in die Gärflasche. An den nächsten zwei Tagen kommt der Rest hinzu. Nunmehr wird mit Wasser aufgefüllt und unter Gärverschluß ver­goren. Bei guter Gärwärme ist das Getränk nach 6 bis 8 Wochen vergoren. Dr. H.

Koch-Rezepte.

Apfelgelee. Man wäscht und zerschneidet die Fall- äpfel, entfernt «tiele, Blüte und wurmige Stellen, bedeckt sie knapp mit Wasser und läßt sie unter häufigem Um» rühren aufkochen. Dann läßt man den Saft durch ein Tuch laufen, wiegt ihn ab und kocht ihn mit % PfutW Zucker

M Galten der Vergangenheit.

Originalroman von Maria Harling.

i7 -, (Nachdr. Derb.)

In der Nähe der Gerlachschen Wohnung trifft man aus Frau Hanna, die, ein großes Gebetbuch in der Hand, eben aus dem Nachmittagsgottesdienst kommt. In ihrer ganzen Aufmachung verkörpert sie ein Stück Altmllnster, denn allen Modeneuerungen zum Trotz trägt sie ihr schwarzes, spitzenbefetztes Kapotthütchen mit der dottergelben Roie, ihre altmodische Spitzenmantille und ihr Schwarzseidenes, in dem sie schon als Braut vor dem Altar gestanden. Die Jungens haben die stets so humorvolle alte Frau gerne, sie hängen sich neckend und lachend in ihren Arnn

Frau Hanna, was sagen Sie denn zu meinen Jungens? Alle aufgestiegen, da darf ich doch stolz sein!" sagt Frau Fontanus und das Mutterglück leuchtet ihr aus den Augen.

Die Alte lachte verschmitzt.Ach Gott, kein Kunststück, wenn man so 'nen klüftigen Fontanuskopf hat!"

Ja, meinst du denn, unsere Köpfe wären von anderer Art? Denkst wohl, es wären echt münsterische Dickköpse, da könnte der Lehrer mit dem Nürnberger Trichter alles hineingießen?" ulkt Paul, der Tertianer.

Nürnberger Trichter? Kenn ich nicht. Wir holen unsere Trichter bei Elfers auf der Telgter Straße, doch so einen für die Köpfe haben die nicht," erwidert Frau Hanna gelassen. .

Sag mal, Hanna, wo bist du in der Schule gewesen? Tu hast wohl Holländ'sch gelernt?"

Ha, Paul, bist du en naseweiser Junge! Ich bin doch en Münsters Kind, meine Wiege stand innen Wurdelpott. So, nu weiß unser Jungsken nich, wo das ist?"

Nee, Hanna, hab' keinen Schimmer!" erklärt Paul allen Ernstes.Das mußt du mir erklären."

Das will en Münster'scher Junge sein und weiß mch einmal, wo der Wurdelpott ist. Weißt du denn die Engel­schanze?" '

Hanna, laß dich doch von dem Luftikus nicht an« schmieren, er weiß ganz genau, daß du den Werspohl meinst, erklärte der Oberprimaner Egon. ~ '

Paulemann, was bist du vor en ,schlimmer xsungeJ Aber warte, nun versteckt Hanna die Ostereier so gut, daß du keines finden kannst!"

Nein, Hannchen, das tust du mir nicht!" Eins wenig­stens legst du mir auf die alte Stelle!" bettelte Paul, an­scheinend ganz zerknirscht. .

Weiß noch nicht!" sagt Hanna, schon halb versöhnt. Ihrem Paulemannn kann sie nichts abschlagen.

Aber nun sind wir da, putzt euch tüchtig die Leine A sonst schimpft Emma, sie hat alles so fein gebohnert.

Ja Hanna wie sollen wir denn das machen. A ir gehen doch auch nicht mit den Beinen auf der Erde, sondern

auf 1 Pfund Saft 2 Stunden lang ein unter gleichzeitiger Beigabe von etwas Zitronenschale und Vanille.

Aal in Fleischbrühe. (Für 6 Personen.) Ein starker, gut gereinigter und gehäuteter Aal wird in Stücke ge» schnitten, die man mit Salz bestreut und ^ Stunde fort» stellt. Dann spült man die Stücke nochmal ab und legt sie in 1 Liter dünne Fleischbrühe, welche man sich am besten aus 2 Maggi's Fleischbrühwürfeln herstellt, der man etwas Muskatblüte, Pfeffer, 1 Nelke und 2 bis 3 Löffel Madeira hinzufügt. Hierin müssen die Aalstücke leise garkochen, was in ungefähr 15 bis 20 Minuten geschehen ist. Wenn die Stücke herausgenommen sind, wird die Brühe durch ein Sieb gerührt, mit einigen feingehackten Sardellen und 10 bis 12 Tropfen Maggi's Würze gewürzt und über die in tiefer Schüssel geordneten Aalstücke angerichtet.

praktische Winke.

Heidelbeerflecke aus Weißzeug werden am mühelosesten durch aufgerührte saure Milch und Nachspülen mit lauwar­mem Wasser entfernt.

Kirschflecke aus Weißzeug werden durch Auswaschen mit Seife und nachherigem Eintauchen in Milch, in der sie über Nacht liegenbleiben, bis zum nächsten Tag vollständig ausgezogen.

Suppenslecke in Wollstoffen werden durch Abreiben mit einer Mischung von gleichen Teilen Benzin und Ter­pentinöl beseitigt. Es empfiehlt sich ein nachträgliches Aus­waschen der Stellen mit warmem Seifenwasser.

Schuh den spielenden Kindern!

Die Zunahme der Sittlichkeitsverbrechen.

Die Polizeipräsidien von Köln und Berlin wenden sich mit einem Aufruf und einer Bekanntgabe an die Bevölke­rung, die sich mit dem ausreichenden Schutz der Kinder gegen das immer weitere Ansteigen der Sittlichkeitsver- brechen befaßt. Es wird beobachtet, daß die Zahl der Sitt- lichkeitsverbrechen gerade während der Sommermonate immer ansteigt und daß sie in diesem Jahre eine besonders bedrohliche Höhe erreicht habe. Vielfach geschieht die Ver­führung der Kinder auf Spielplätzen, wo diese unbeaufsich­tigt von Eltern und Erziehern die Zeit verbringen. Süßig­keiten und Blumengeschenke, eventuell auch einige Geld­münzen sind zumeist die Lockspeise gewissenloser oder krank­hafter Männer. Vorsicht vor Herrenbekanntschaften! sagt der Polizeipräsident von Köln, und er will damit sa­gen, daß zumeist Männer es sind, die schulpflichtige Kna­ben und Mädchen für ihre schändlichen Zwecke zu gewinnen suchen. Nur ganz selten kommt es vor, daß sich ein weib­liches Wesen derartige Verfehlungen zu schulden kommen läßt. Es darf nicht verkannt werden, daß die Kinder häufig einen großen Teil Schuld an solchen Vorkommnissen ha­ben. Naschsucht und die Freude an Geschenken ist es, deret- wegen sich die Kinder selbst in Wiederholungsfällen willen­los den Verführern ausliefern. Man hat den Polizeibeam­ten und Parkwächtern nahelegt, ihr Augenmerk auf solch« Leute zu richten, die sich unter merkwürdigen Umständen an fremde Kinder heranmachen und ihnen Geschenke über» geben, um notwendigenfalls ihre Feststellung zu veranlassen. In den öffentlichen Parks wird jenen Sittlichkeitsverbrechern die beste Gelegenheit gegeben, ihre Opfer auszufuchen, wäh­rend das Verbrechen zumeist an einer abgelegenen Stelle des Parks begangen wird. Noch häufiger geschieht es, daß die Täter ihre kleinen Opfer mit zu sich in die Wohnung ' locken, weil sie sich hier vollends ungestört fühlen. Ange­sichts dieser traurigen Tatsachen scheint es ratsam, daß die

mit den Fußen", laßt sich nun der dritte des lustigen Klee­blatts hören.

Ei siehe da, unser Mäxchen weiß auch noch etwas. Es kommt, aber es kommt spät. Ich sag's ja, wenn der Max was sagt, wiegt jedes Wort en Pfund", kichert Frau Hanna mit boshaftem Spott.

Nee, Hanna, en Zentner, unter dem tut's Max nicht!" gibt Paul zurück.

Halt den Schnabel, Jungsken, sonst hol ich mirne Flöte, auf der schon sieben Jahre die Nachtigall gespielt hat, weißt, die kennt das Flöten."

Nee Hanna, das tu lieber nicht, da müßte ich ja heute noch tanzen lernen, denn wo gepfiffen wird, da muß auch getanzt werden."

Hanna, was haben Sie für drollige Einfälle?" lacht Frau Margret, die sich den Disput angehört hat.

Mutter, was meint denn Hanna mit der Flöte?" fragt Lieselotte.

Was sie damit meint? Eine Nute, von einem Strauch geschnitten, auf dem schon sieben Jahre die Nachtigall ge­sessen hat, der also gut ausgewachsen und kräftig ist. Ein echter münsterscher Ausspruch."

Na, Lieselotte, hast du aber ne lange Leitung!" spottet : Paul geringschätzig,daß Mutter dir das noch erklären : muß."

Ja, unser Lottchen ist auch kein Tertianer. Ich hab's ja gesagt, daß die Tertianer klüftige Koppe haben," ulkt Frau Hanna wieder.

Egon steht schon unter der Haustür, er dreht sich lachend um.Kinder, nun aber die Beine abputzen!"

Ollen Schnickschnack!" erbost sich Frau Hanna.

Lachend drücken sich die Jungens an Frau Hannp vor­bei ins Haus, auch Frau Margret hat vom Lachen nasse Augen bekommen.

Es ist eine wilde Schar, Frau Hanna; Mutter solcher Rangen zu sein, ist einem kein Haar zu gut."

Ach Gott, Frau Professor, lassen Sie die Jungens. Jugend will sich austoben. Die wildesten Fohlen geben die besten Pferde."

Das weiß Frau Hanna wohl, sie hat nicht umsonst früher immer gerade die wildesten Jungens unter ihren Schutz und Schirm genommen!" neckt nun auch Doktor Hel­mut, der mit Lieselotte den Schluß gebildet hat.

Ei sieh, unser Doktor weiß auch noch was! Aber die alte Hanna kriegt ihr doch nicht klein. Nee, nee, der Walter Helmut, was der war, das war kein wilder Junge, der saß immer hinter den Büchern, das war so ein Stubenhocker."

Sie lacht ihm verschmitzt zu, dann rettet sie sich vor den wieder anstürmenden Jungens in die Küche.--

Norbert hat au Ostern eine Karte geschrieben. Er machte

Mutter, wenn sie irgend ^elt hat, auch in dem Park M Kind überwacht. Wenn das nicht möglich ist, muß das Kind aber so erzogen werden, daß es sich mit keinem Fremden- einläßt und von niemandem etwas als Geschenk annimmt. Eine energische und zielbewußte Erziehung in Verbindung mit warnenden Hinweisen muß genügen, um das Kind Don allen Bekanntschaften mit Fremden zuruckzuhalten. Daß in Verbindung mit den seelischen Schädigungen auch schwer« körperliche Schädigungen Hand in Hand gehen, wenn du Jugendlichen schon in so gewissenloser Weise behandelt und geschändet werden, das wird ja wohl jedem Vater und jeder Mutter klar sein. Die bereits vierzehn und fünfzehn- jährigen Kinder, bei denen man in letzter Zeit nun) häufig Notzuchtsversuche unternommen hat, kann man in dezenter Form ruhig über die ihnen drohenden Gefahren aufklaren Dann werden sich die Kinder wahrscheinlich Huten, sich mit Unbekannten einzulassen, selbst wenn ihnen noch so schon« Geschenke in Aussicht gestellt werden!

Keine Freunde der Unsterblichkeit

Die herzliche Freundschaft, die den Komponisten Karl Goldmark mit Brahms verband, hat den Schöpfer der Königin von Saba" in der Kampfzeit des Musikdramas nicht gehindert, in Wort und Schrift energisch für das Wert Richard Wagners einzutreten. Persönlich ist Goldmark mit Wagner jedoch nur ein einziges Mal in Wien zusammen­gekommen, und an diese erste und letzte Begegnung der beiden Opernkomponisten knüpft sich folgende hübsche Ge­schichte. Als er eines Tages auf der Ringstraße spazieren- ging, traf Goldmark den in Wien weilenden Wagner, der in Begleitung eines gemeinsamen Freundes auf dem Heim­weg begriffen war. Der Freund benutzte die Gelegenheit, um die beiden Musiker miteinander bekanntzumachen. Alle drei gingen dann in die Wohnung Wagners, der nicht müde wurde, sich in bitteren Worten über die widerlichen Verhältnisse, in denen er lebte, die Kabalen der Theater­direktoren und seine ewigen Geldnöte zu beklagen. Gold­mark hörte sichtlich gerührt zu und hielt es dann für an­gezeigt, tröstend zu bemerken:Aber Meister, finden Sie denn nicht Befriedigung im Bewußtsein der Unsterblich­keit?" Damit kam er aber übel an. Wagner geriet nur

noch mehr in Harnisch und rief erregt:Kommen Sie mir nur damit nicht! Unsterblichkeit! Auch Cherubini suchte man damit zu trösten, als er auf dem Sterbebette lag und durch­aus nicht sterben wollte!" Aergerlich entlud sich sein Unmut in dem Wort:Unsterblichkeit! Ich bitte euch, mich mit dergleichen schlechten Witzen zu verschonen!"

Auch Goldmarks intimer Freund, der Cellist David Popper, der nicht nur wegen seines virtuosen Spiels, son­dern auch wegen seines treffsicheren Witzes bekannt war, machte kein Hehl aus seiner skeptischen Auffassung von der posthumen Schätzung des Wertes eines Künstlers, als er einmal mit dem Freunde in Gmunden spazierenging. Als beide an der Gartenpforte der Villa, die Goldmark in Gmunden befaß, angekommen waren, bemerkte er sinnend: Du, Karl, wenn du einmal nicht mehr fein wirft, wird an dieser Villa eine Tafel angebracht werden." Goldmark wehrte bescheiden mit den Worten ab:Aber David, laß

mich gefälligst mit solchen Sachen in Ruhe!"Willst du mich nicht wenigstens ausreden lassen?" bemerkte Popper ernst.Du weißt ja noch gar nicht, was ich sagen wollte." Nun?"Ich wollte sagen: eine Tafel mit der Jn- schrift: Diese Villa ist sofort zu vermieten!"

mit seinem Freunde vom Niederrhein eine Tour in rheinischen Nebentäler.

Frau Edith hat die Karte stumm fortgelegt, aber ihl blasses Aussehen, ihr gedrückter, kummervoller Blick besage« mehr als Worte.

Am Nachmittag freilich, als Frau Margrets muntere

Schar um den Kaffeetisch sitzt, als, von Lieselotte herbei­geholt, auch Eva Marie sich anschließt, da verschwindet für kurze Stunden der grübelnde Blick aus Frau Ediths Singen, da kann sie herzlich lachen. Am Abend aber, als alle ge­gangen, als auch Rolf Eva Marie die kurze Strecke Heim- geleitet, da sitzt Frau Edith, in schmerzliche Gedanken ver­sunken, am Fenster und blickt mit heißen, sehnenden Auge hinaus in die träumerische Weichheit der mondhellen Früh­lingsnacht.

Noch fühlt sie den warmen Händedruck des einstige Geliebten, ihre Lippen ruhen fast andachtsvoll auf bet Stelle ihrer Hand, die vorhin sein Mund berührt. De bittende und doch ausmunternde Blick seiner guten Auge hat sie im tiefsten Herzen erschüttert.

Ach, um wieviel Glück hat sie sich selbst betrogen, da mals, als sie wähnte, in Glanz und Reichtum glückst werden zu können. Nun ist es zu spät, nun darf sie um de Seelenruhe ihres Sohnes willen niemals mehr an eigene Glück denken. Ob sie aber ihren Sohn wieder gewinnt? Ob sie ihn nicht verloren hat, trotz alledem? Diese Frag« quält sie unaufhörlich. Ach, daß ihr doch einmal Antwoi würde! Sie scheut sich, mit Norbert sich auszusprechen, den« den kühl verwunderten Blick, mit dem er sie schon einmal angeschaut, oder gar einen Blick verächtlichen Mitleids er­trüge sie von Norbert nicht wieder.

9.

.Im Hause des Justizrates Terborg steht das Baromete« ^turm, den ganzen Morgen schon. Eva Marie geht mit blasiem, verweintem Gesichtchen umher, die Tante Justst ratin, eine große, hagere Frau mit glatt gescheiteltem, noa vollem braunem Haar und harten, eckigen Gesichtszüger hat die schmalen Lippen fest zusammengekniffen, was ih« verein mit der ziemlich langen Rase ein raubvogei «rüg«, Aussehen gibt.

(Sortfe^ung folgt)

Vereins Drucksachen. arAm^no:ht"rIten, JM**, und Konzertpro. fltamitte, zirkuläre, Eintritlskarten.PIakate, «iplome, Tanzkarten und .Koniroller, Fest­schriften und alle anderen einschlügigen Drucksachen.

3u beziehen in guter Ausführung durch Buchbruckerei H. Gielnfelb Söhne Lchllichterner geitung.