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Börsen Hingerichiet.

Das Todesurteil in Köln vollstreckt.

Köln, 3. Juli

3ni Staatlichen Gefängnis Klingelpüh in Köln wurde um 6 Uhr früh das Todesurteil an Kürten vollstreckt. Bei der Hinrichtung waren anwesend der Düsseldorfer Ober­staatsanwalt, der Verteidiger Kürtens, die Leschlußstraf- kammer, um über Einwendungen sofort entscheiden zu können, serner der Strafsenat des Oberlandesgerichls, um über Beschwerden gegen Beschlüsse der Strafkammer enl- fcheiden zu können. Auch Ministerialral Dr. Weddigen vom Justizministerium und der Präsident des Ztrafooilzügsamks sowie einige Wissenschaftler waren anwesend.

Kürten hat seine letzte Nacht zusammen mit drei Geist­lichen, barunter seinem Beichtvater, einem Franziskaner­vater aus Düsseldorf. in voller Ruhe verbracht. Er hatte als Vergünstigung sich die Erlaubnis erbeten, Briefe schreiben zu dürfen. Er hat dann in der Nacht an alle Angehörigen 'einer Opfer Briefe geschrieben, in denen er mitteilt, daß er ; seine Taten bereue und die Angehörigen um Vergebung s bitte. Am Morgen vor der Vollstreckung des Urteils hat Kürten gebeichtet und kommuniziert. Vor der Hinrichtung, die mit einer aus der Franzosenzeit stammenden Guillotine von dem Magdeburger Scharfrichter Gödecke vollzogen wurde, fragte der Oberstaatsanwalt: „Peter Kürten, haben Sie noch einen Wunsch?" Kürten erwiderte gefaßt und ruhig: „Nein!" Kurz nach 6 Uhr war das Urteil vollstreckt.

Die amerikanischen Weliflieger am Ziel.

3n acht Tagen 15 Stunden 51 Minuten um die Well.

Reuyork, 3. Juli

Die beiden Weltslieger Post und Gatty sind um 1.45 j Uhr MEZ. auf dem Rooseveltfield glatt gelandet und haben . damit ihren Wellrundflug in acht Tagen 15 Stunden 51 • Minuten zurückgelegt. ' i

Ohrenbetäubender Jubel ertönte, als das weißschim- mernde Flugzeug „Winnie Mac" über dem Rooseveltfield erschien Die nach Zehntaufenden zählende Menge durch­brach den dichten Polizeikordon und umringte die Flieger, die buchstäblich aus den Menschenmassen herausgehauen werden mußten. Die beiden Flieger fuhren sofort nach Neu- nork, da sie völlig erschöpft waren. Während ihres ganzen Fluges hatten sie nur 15 Stunden geschlafen. Zu Ehren der Flieger findet die übliche Broadway-Parade zum Rat­haus statt, wo Bürgermeister Walker die erfolgreichen ' Flieger beglückwünschen wird.

Der Kommandant des „Poseidon" bestraft. Der Kom­mandant des englischen Unterseebootes „Poseidon", das in j der Nähe von Weihaiwei infolge Zusammenstoßes mit einem chinesischen Dampfer unterging, wobei 20 Menschen ihr Leben verloren, wurde von einem Kriegsgericht in London zur Entlastung von Bord und mit einem stren­gen Verweis bestraft. Dies bedeutet, daß seine militärische Laufbahn voraussichtlich zu Ende ist Das Gericht entschied, daß er durch seine Schiffsführung das Unterseeboot leicht­fertigerweise aufs Spiel gefetzt habe. — Auf dem britischen Kanonenboot „Folkestone", das sich zurzeit im Persischen Golf befindet, ereignete sich eine schwere Kessel-Explosion, bei der sieben Mann der Besatzung teilweise schwer ver­letzt wurden. Die Verletzten haben meistens erhebliche Brandwunden davongetragen, doch hofft man, alle am Le­ben erhalten zu können

Fünf Tote durch Flugzeugabsturz. In Hamilton im Staate Ontario stürzte ein Flugzeug ab. Fünf Per­sonen wurden getötet.

Mordanschlag. Im Büro der Schlaswagengesellschaft in Wien wurde ein Mordanschlag verübt. Der Wagen- , Wärter Kresa war in das Personalbüro vorgeladen worden, i um sich wegen einer Anzeige zu verantworten, die ein Kontrolleur wegen ungebührlichen Benehmens gegen ihn erstattet hatte. Nach kurzem Wortwechsel gab Kresa aus j den Vorstand des Personalbüros Walter einen Revolver- s schuß ab und brächte ihm eine lebensgefährliche Verletzung bei. Dan drückte der Attentäter die Waffe zweimal gegen seinen Kopf ab und verletzte sich schwer. — Ein zweiter glücklicherweiier erfolgloser Attentatsversuch wurde in der Kanzlei des Rechtsanwalts Dr. Orenstein verübt. Ein Al­tersrentner der Gemeinde Wien, gegen den der genannte Anwalt in einem Kündigungsprozeß die Gemeinde vertre­ten hatte, erschien in der Kanzlei. Während er auf den Anwalt wartete, gab er plötzlich aus einem Revolver drei Schüsse ab, die aber sämtlich in die Luft gingen. Er stellte . sich dann selbst der Polizei.

Schweres Militärautounglück in Ungarn. In A11= ofen überschlug sich aus noch unbekannter Ursache ein ; Lastauto, das mit Soldaten von einem Sportfest heimkehrte. Die Soldaten stürzten in einen acht Meter tiefen Graben. ! Der folgende Kraftwagen stieß mit aller Wucht auf das 1 vor ihm liegende Fahrzeug auf. Von den 71 Soldaten der beiden Wagen wurden 32 verletzt, davon mehrere lebens­gefährlich.

Die Leiche eines Deutschen aus dem Bahnkörper bei Metz gefunden. Auf den Schienen des Bahnhofs Groß- Hattingen bei Metz wurde die vollkommen verstümmelte Leiche eines Mannes gefunden, dessen Papiere auf den Na­men Werner Lintz aus Trier lauten. Lintz soll den Zug verlassen haben, um an seine Eltern zu telefonieren. Zeu- ' gen erklären jedoch, daß sich der Deutsche das Leben ge­nommen habe, wegen einer Frau, namens Ketty, deren Bild in der Tasche des Toten gefunden wurde. Die französischen i Unteriuchungsbehörden wollen in der Tasche ferner ein ) Mitgliedsbuch des Stahlhelm gefunden haben. Aus Auf- i Zeichnungen, die die französische Presse als äußerst wichtig i bezeichnet, soll hervorgehen, daß der Stahlhelm in Trier nicht nur Nacht- und Tagesmärsche veranstaltet, sondern auch im Handgranatenwerfen ausbilde

Verzweiflungstat eines kranken. Eine furchtbare Ver­zweiflungstat beging ein 34jähriger Arbeiter in Sanft Etienne. Seit Jahren schwer leidend, hatte der Unglück­liche jede Hoffnung aus Heilung aufgegeben und deshalb den Entschluß gefaßt, seinem Leben ein Ende zu machen. In den Morgenstunden begab er sich in das Schlafzimmer j seiner siebenjährigen Tochter und tötete das Kind durch eine Kugel in den Kopf. Dann richtete er die Waffe gegen sich selbst und machte auch seinem Leben ein Ende. In einem an seine abwesende Frau hinterlassenen Bries erklärte er, daß er sein Leiden nicht länger habe ertragen können und es vorgezogen habe, sein Kind mit in den Tod zu nehmen.

Bunter Wochenfpiegel.

„Große Ferien" — Gutes Reisewetter — Wünsche an dr. Reichsbahn - «Eile mit Weile" — 2 Millionen Menschen unterwegs.

Dieses Wochenende ist das Wochenende der Fenen- reisenden. Wer es sich irgendwie leisten kann, hat sich nun doch noch zur Reise entschlossen, und dieser Entschluß ist oft­mals kein freiwilliger. Die heutigen schweren Zeiten bean­spruchen in besonders hohem Maße Nerven und Gesundheit der Menschen, so daß die Erholungsreise kein Luxus, sondern eine absolute Notwendigkeit ist. Freilich wirkt sich auch im Reiseverkehr unsere schwere wirtschaftliche Not aus, aber so schlecht, wie es die Pessimisten dachten, ist der Anfang nun doch nicht gewesen. Allerdings spielte die Geldfrage bei der Wahl des Reisezieles eine große Rolle und sehr viele Kurorte haben eingesehen, daß mit hohen Kurtaxen und teuren Preisen keine Fremden anzu- locken sind. Man hat daher alles billigst kalkuliert und be­gnügt sich mit kleinem aber sicheren Verdienst. Besonders kleine Sommerfrischen sind stark gefragt.

Das Wetter zu Beginn der „Großen Ferien" läßt nichts zu wünschen übrig. Im Gegenteil scheint uns ähnlich wie Amerika eine Hitzewelle besuchen zu wollen.

Der geplagte Staatsbürger hat aber noch besondere Wünsche an die Reichsbahn, die sich speziell auf das Wochenende beziehen. Mit den „Großen Ferien" gewinnt das Wochenende erhöhte Bedeutung, besonders für die Stadtmenschen. Wer seine Kinder nicht zur Erholung weg­schicken kann, wer selbst auf die bescheidenste Reise verzich­ten muß, der will wenigstens während der Schulferien den Kindern zum Wochenende den ungetrübten Genuß der Natur verschaffen. Dazu sollte aber die Reichsbahn den Wunsch vieler nach weitherzigster Handhabung der Sonn- tags-Rückfahrtkarten-Ausgabeordnung erfüllen. Damit würde die Reichsbahn nur gute Geschäfte machen und zur Belebung des Geschäftes der örtlichen Ausflugsgebiete bei­tragen.

Es gibt aber auch Reisende, die sich von der Bahn un­abhängig gemacht haben und im A u t o oder mit dem M o= torrad das schöne Land durcheilen. Ihnen kann man für ihre Reise nur einen guten Rat geben: „Eile mit Weite". Erstens läuft man viel weniger Gefahr, Opfer des Unfalls zu werden, und zweitens verdoppelt die Weile den Genuß der Reise. Das Hotelgewerbe aber sollte sich vieler­orts daran gewöhnen, im Auto- oder Motorradfahrer nicht immer nur Krösusse zu erblicken, bei denen Geld keine Rolle spielt. Die Kosten für die Unterbringung des Wa­gens sind vielfach noch zu hoch. Schließlich will der Auto­fahrer für das Quartier des Wagens nicht mehr aus­geben, als er für sich selbst braucht. Dem Ferienreisenden kann man noch einige gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Vor allem soll man ein Frühaufsteher sein und lie­ber während der heißen Mittagsstunden noch etwas der Ruhe pflegen. Man halte auch in der Sommerfrische eine gewisse Ordnung ein und halte besonders Maß mit den Vergnügungen. Die ganze Erholung geht schließlich dabei drauf, wenn der Hausvater bis tief in die Nacht hinein mit seinen Reisebekannten täglich seinen Skat spielt, oder wenn man allzuviel von den gesellschaftlichen Genüssen der Sommerfrischen mitmacht. Sodann vergesse man nicht, an seine gewohnte Bequemlichkeit zu denken Man nehme nicht nur neue Kleidung mit, in der man sich nicht ungeniert be­wegen kann, weil man sie schonen muß, kurz und gut man übe die schwere Kunst, den Tag richtig zu genießen und halte sich während der Erholungszeit möglichst auch ge­schäftliche Belästigungen fern.

In diesen heißen Tagen ist bei allen Wochenendlern die Badehose Trumpf und die Hauptsehnsucht aller Reisen­den gilt dem Wasser oder den schattigen Wäldern Der innerdeutsche Reiseverkehr hatte eine schwere Krise durch- zumachen, um so erfreulicher ist es, daß die Berichte übet die Ergebnisse der Vorsaison im großen und ganzen zuver­sichtlich lauten. Aus vielen Hauptreisegebieten lammen Mel­dungen über zufriedenstellenden Besuch. Man nimmt auch an, daß das Eingreifen H o o v e r s zugunsten Deutschlands im letzten Moment noch anregend auf die Ferienreisenden gewirkt hat. Wenn die Besserung unserer Lage auch nur sehr langsam vorwärtsschreiten wird, und wenn die Zei- ten auch noch fern sind, wo sich fetter Deutsche seine Er­holungsreise gönnen kann, so schätzt man aber doch die Personen, die sich während der „Großen Ferien" auf Rei­sen begeben, auf 1,5 bis 2 Millionen. Das ist eine recht stattliche Völkerwanderung und beweist zugleich, welch- große wirtschaftliche Bedeutung den „Großen Ferien" zu- kommt.

Wir wollen hoffen, daß auch in diesem Jahre der wirt­schaftliche Erfolg dieser Zeit nicht ausbleibt. Wir wünschen allen, die zu den glücklichen Ferienreisenden gehören, eint recht gute Erholung. Man soll die „Großen Ferien" unt den Urlaub sehr ernst nehmen. Die Erholungszeit soll ben Körper und dem Geist neue Spannkraft für ein langes schweres Arbeitsjahr geben. Jörg.

Zwei französische Militärflugzeuge abgestürzt. Die französische Militärfliegerei wurde von ^roei schweren Un­fällen betroffen, die den Fliegern das Leben kosteten. In B o u r g fing ein Jagdflugzeug in der Luft Feuer und stürzte brennend ab. Der Führer wurde vollständig ver­kohlt neben seinem Apparat aufgefunden. In Lyon stürzte ebenfalls ein Militärflugzeug ab und ging dabei in Flammen auf. Der Führer verbrannte.

Bombenanschlag aus ein italienisches Arbeitsamt in Paris. Auf ein italienisches Arbeitsvermittlungsbüro in Paris wurde ein Bombenanschlag verübt, durch den vier Italiener lebensgefährlich verletzt wurden. Die Polizei ist der Auffassung, daß es sich nicht um einen politischen An­schlag. sondern um einen Racheakt handelt.

^u^eugungtüct bei Bad Renndors. Eine Sportflieger­maschine aus Frankfurt an der Oder, die von dem Piloten Roedler geführt wurde, ging bei C o b b e n s e n, nahe Bad Nenndorf, nieder, um Benzin einzunehmen, das von Han­nover an Ort und Stelle geschafft wurde. Nach dem Wie­deraufstieg geriet die Maschine in dem bergigen Gelände in die Abwinde und wurde dadurch zur unfreiwilligen Landung auf einem Scheunendach gezwungen. Dabei ging die Ma­schine, deren Flügel beim Aufschlagen abbrach, rest­los zu Bruch, während der Führer auf das Scheunendach zu sitzen kam, ohne irgendwelchen Schaden zu nehmen.

MMM-N'MWM.

Frankfurt a. M. «ab Kassel (Sübiucftftm!).

Jeden Werttag wiederkehrende Programmnummern: 5.55

■ Wettermeldung, anschließend Morgengymnastik 1; 6.30 Mor- I gengymnastik II; 7.30 Konzert; 8.30 Wasserstandsmeldung; 11.50 Zeitangabe; 12 Schallplatte«; 12.40 Nachrichten; 12.55 Nauener Zeitzeichen; 13.05 Schallplatte« (Forts.); 13.50Nach- richten; 14 Werbekonzert; 15.05 Zeitangabe, Wirtschaftsmel­dungen; 16.20 und 18 Wirtschaftsmeldungen; 16.30 Nach­mittagskonzert; 19.10 Zeitangabe.

Sonntag, 5. Juli: 7 Hamburger Hafenkonzert; 8.15 Evangelische Morgenfeier; 9.15 Stunde des Chorgesangs; 10.30" Bachkantate; 11.15 (von Mainz) Enthüllung des Stre- semann-Ehrenmals; 12.10 Schallplatten; 13.50 Zehnminuten- dienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden; 14 Stunde des Landes- 15 (vom Nürburgring) Großer Preis von Deutsch­land für Motorräder; 16 Konzert; 18 „Siedlungen im Saar­gebiet", Vortrag; 18.25 „Die dunklen Sterne", Vortrag; 18.50 „Musik und Gesellschaft", Vortrag; 19.20 Landwirt­schaftlicher Wetterdienst, Sportnachrichten; 19.30 Für große und kleine Kinder; 20.30 Abschiedkonzert Franz Völker; 22.15 Nachrichten; 22.35 Tanzmusik.

Montag, 6. Juli: 15.15 Gießener Wetterbericht; 15.20 „Wohlfahrtspflege und Einzelverantwortung", Vortrag: 15.50 (von Frantfurt) Sommersport im Stadion; 18.15 „Berufs- reportage", Vortrag; 18.45 „Anton Bruckner", Vortrag; 19.15 Englischer Sprachunterricht; 19.45 „13 Dramen in einer Stunde"; 20.30 Vierte Symphonie von Bruckner; 21.30 „Die Großstadt geht schlafen", Hörfolge; 22.20 Nachrichten; 22.40 Tnnwiiüf. „ , _ __ Dienstag, 7. Juli: 15.15 Gießener Wetterbericht; 15.20 Hausfrauemiachmittag; 18.15 „USA. — Einblick in den Schnürboden ihrer Außenpolitiker", Vortrag; 18.45 „Alfred Wegencr zum Gedächtnis", Vortrag; 19.15 „Arbeitsmarkt- 'entlastung durch Lohnsenkung", Vortrag; 19.45 Italienisch« Musik; 21 Hörer contra Störer, Hörspiel; 21.45 Komposi- tionsstunde Paul Groß; 22.30 Nachrichten; 22.45 „Den Nacht- regen rmüchm br-m in MKodrmna.

Börse und Handel.

Berlin, den 2. Juli 1931.

i • Effektenmarkt. Die heutige Börse notierte zu Beginn wieder etwas schwächer, doch hielten sich die Kursrückgänge in engen Grenzen, sie lagen gegen den Schluß des Vor­tages ein bis zwei Prozent niedriger. Die noch unge­klärte Lage über den Ausgang der Pariser Verhandlungen wirkte verstimmend auf die Börse. Die Umsätze waren iur gering. Im weiteren Verlaufe neigte die Tendenz zu einer Befestigung Die Lage am Geldmarkt war un= ■ verändert steif. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Privatdis- ■ tont 7 Prozent.

Devisenmarkt. International wenig Veränderungen, ; Schweiz erholt, Spanien schwächer.

Dollar: 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund: i 20,474 20,514, holl. Gulden: 169,33 169,67, ital. Lira: i 22,04 22,08, Belga (Belgien): 58,66 58,78, dän. Krone: 112,70 112,92, norw. Krone: 112,69 112,91, frans. Fran­ken: 16,475 16,515, tschech. Krone: 12,473 12,493, schweiz. Franken: 81,54 81,70, fpan. Peseta: 39,96 40,04. schwed. ; Krone: 112,86 1 13,08, öerr. Schilling: 59,18 59,30.

Produktenmarkt. Das Preisniveau für Brotgetreide - lag etwa zwei bis drei Mark niedriger als gestern, nur Roggen alter Ernte wird wenig angeboten und ist ziem­lich gehalten. Die späteren Angebote für Roggen setzten zwei bis drei Mark niedriger ein. Weizenmehl lag bei schleppendem Geschäft matt, von Roggenmehl werden auch nur die verbilligten Sorten umgesetzt. Für Hafer lauten die Gebote drei bis vier Mark niedriger. Von neuer Win - t er g erste liegen nunmehr verschiedene sehr gute Mu­ster vor; das Geschäft bleibt bei weiter nachgebenden Prei­sen schleppend.

Warenmarkt.

Mittagsbörse. (Amtlich.) Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilo, sonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Weizen Märk. 265-266 (am 1. 7.: 269-271). Roggen Märk. 212-214 (213-215). Braugerste -,- (-,-). Futter- und Jndustriegerste 175-198 (178-198). Hafer Mark. 161- 166 (165-169). Mais loko Berlin -,- (-,-). Weizenmehl 31,50-36,75 (31,75-37). Roggen­mehl 28,25-30,75 (28,50-31). Weizenkleie 12,75-13 (12,75-13). Roggenklele 11,50-11,75 (11,50-11,75). Raps —,— (—,—). Leinsaat —,— (—,—). Viktoriaerbsen 26—31 (26—31). Kleine Speiseerbsen —,— (—,—). Futter- erbsen 19-21 (19-21). Peluschken 26-30 (2&-30). Ackerbohnen 19—21 (19-21). Wicken 24-26 (24—26), Lupinen blaue 16-17,50 (16-17,50), gelbe 22-27 (22 >ns 27). Serradella neue —,— (—,—). Rapskuchen 9,30 bis 9,80 (9,30-9,80). Leinkuchen 13,30—13,50 (13,20 bis 13,40). Trockenschnitzel 7,50-7,70 (7,50-7,70). Srsa- schrey 12,40-13,20 (12,40-13,20). Kartoffelstöcken--

Kartoffelpresse,

Amtliche Kartoffelerzeugerpreise se Zentner waggon- frei ab märkischen Stationen (amtlich ermittelt durch di< Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg und Berlin): Erstlinge: 6,50— 7. Alles andere gestrichen.

Magerviehhof Bertiu-Friedrichsfekoe.

(Amtlicher Bericht vom 2. Juli.)

Auftrieb: 299 Rinder (darunter 274 Milchkühe, 25 Stück Jungvieh), 82 Kälber und 10 Lämmer.

Es wurden je nach Qualität gezahlt für das Stück: Milchkühe tut» hochtragende Kühe: 280—420 Mark.

Tragende Färsen: 260 — 370 Mark.

Jungvieh zur Mast: Bullen, Stiere und Färsen 35 bis 40 Mark für einen Zentner Lebendgewicht.

Marktverlauf: Sehr langsam bei gedrückten Preisen.

Pserdemarkt.

Auftrieb: 431 Stück. Preise je nach Qualität 200 bis 1100 Mark, Schlachtpferde 30 180 Mark.

Markt-Verlauf: Ruhig.

o Reisezweck: „Männerfang". Dieser Tage fiel einem Hamburger Hafenbeamten bei der Prüfung der Reisepässe eines aus Amerika kommenden Dampfers in dem Paß einer jungen Amerikanerin die Eintragung „Männerfang" als Reisezweck auf. Auf die Frage des Beamten, was sie damit sagen wolle, gab die Miß prompt zur Antwort, sie sei nach Europa gekommen, um dort unter der Männerwelt Muste­rung zu halten. Sie sehe nicht ein, warum sie das verheim- lichen solle. Dies allein sei der wahre Grund ihrer Reife, den sie doch ehrlicherweise angeben müsse.