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Aus dem Derwallungsbericht der Stadt Schlüchtern.

Die Verwaltungstätigkeit der Stadt Schlüchtern stand im Lerichtsjahre vorn 1. April 1930 bis 31. März 1931t wie fierr Bürgermeister Gaentzlen anhand des Verwaltungs- berichtes in der letzten Stadtverordnetensitzung bekannt gab, unter der schweren Wirtschaftskrise, von der Seid}, Staat und Gemeinden in gleichem Maße hart be­troffen war. In die große Zahl der Arbeitslo­sen, die im Reiche am Schlüsse des Jahres 1930 rund 4 Millionen betrug, waren auch im Kreise Schlächtern 181900 Arbeitslose eingerechnet, die bis zur Aufstellung der Geschäftsberichtes auf 1250 zurückgingen. Entsprechend ' diesen Zahlen erhöhten sich, auch im Kreise Schlächtern , die vom Lezirkssärsorgeverband unterstützten Wohlfahrts- : erwerbslosen, die sich aber bis zur Berichtszeit nicht rück- ; läufig bewegten, sondern mit 129 .(mit 386 Familienange­hörigen) registriert wurden. In Schlächtern selbst betrug die Zahl der Arbeitslosen bei Ausstellung des Geschäfts­berichtes 52, die Zahl der unterstützten Wohlfahrtserwerbs- losen 7 (mit 18 Familienangehörigen). Diese verhältnis- mätzig geringe Zahl dürfte sich daraus exgeben, daß die §nma Viktor Wolf jn anerkennender Weise trotz ihres Zortzuges nach Steinau noch Angestellte und Arbeiter aus Schlüchtern in annähernd früherer Zahl weiterbeschäftigt, während der Verwaltungsbericht weiterhin,auf die finan­ziellen Nöte der Gemeinden hinweist, läßt er andererseits die durch die Notverordnung vom 26. Juli und 1. Dez. 1930 geschaffenen Steuerquellen (erhöhte Viersteuer, Ge­tränkesteuer, Burgerfteuer) erkennen, die zu einer Senkung der Realfteuern beitragen sollen. Um einen weiteren Aus» gleich der Gemeindefinanzen zu schaffen, ist in Aussicht genommen, den Gemeinden in 1932 wieder das Z u - schlagsrecht zur Einkommensteuer zu geben. Da­durch wird erhofft, daß eine gerechtere Verteilung der Ge- meindelasten Platz greifen wird. Die durch die Notverord­nung bedingte Senkung der Beamtem und Angestelltenge­hälter sowie Arbeiterlöhne haben den Etats der öffentlichen . Hand wohl Erleichterungen beim Personaletat gebracht, dafür aber der Wirtschaft in keiner Weise genutzt, da die llauskrast weiter Kreise der Bevölkerung geschwächt wor­den ist. Eine brennende Frage in Deutschland ist die Rege­lung des Zinsproblems. Dauernder Kapitalschwund und überhohe Reparationen, dazu die bedauerliche Kapital» flucht ins Ausland, haben zu einer Zinshöhe geführt, die jede Gesundung des Wirtschaftskörpers unterbindet. Ueber die Lage der Landwirtschaft ist zu berichten, daß der Sommer und Herbst 1930 vom Juli ab fortgesetzt un­beständiges und regnerisches Wetter brächte. Trotzdem er­zielten die Landwirte bei den Körnerfrüchten eine Durch­schnitts-, bei den Hackfrüchten eine gute Ernte. Die preise für die Produkte, insbesondere bei den Kartoffeln waren im Verhältnis zu den gesteigerten Gestehungskosten niedrig und standen in einem Mißverhältnis zu den Kosten der ülunaeuweben-^tl^ andel und Gewerbe hatten unter den wirtschaftliche LEsaltnissen 'überhaupt,^fowie^ unter der durch Gehalts- und Lohnabbau geschwächten llauskrast und unter der Geldnot zu leiden. Die Bautä­tigkeit war im Berichtsjahr gering. 3 Wohnbauten wurden im Rohbau fertig gestellt (2 von private, 1 von dem Hessenheim"). Auf die Gestaltung der Steuerzu- schläge war von wesentlichem Einfluß der Fortfall der Gewerbesteuer der Fa. Viktor Wolf, der Rückgang der 5teuerüberweisungen und die durch, die katastrophale Lage auf dem Holzmarkt bedingte Wenigereinnahme an Holzgeld. Da im Berichtsjahre die Steuern nur sehr schleppend ein- gmgen, war die Stadt gezwungen, fortgesetzt laufende Kre= bite.zeitweise 120 000 Mk.. in Anspruch zu nehmen.

Bei der am 10. (Oktober 1930 stattgefundenen Perso- nenstandsausnahme wurde eine orts anwesende Be­völkerung von 3456 Personen gezählt. Nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 16. Juni 1925 betrug die Bevölkerung 3213 Personen, fodaß ein Zuwachs von 243 Einwohnern zu verzeichnen ist.

JmStanbesamtsregister wurden im Jahre_1930 insgesamt 87 Geburten, 21 Eheschließungen und 55 (Lobes» falle verzeichnet.

Während in der Tätigkeit der Stadtvertre­tung in 1930 der Magistrat in 48 Sitzungen 552 Sachen Erledigte, wurden durch die Stadtverordnetenversammlung m 18 Sitzungen 95 Sachen bewältigt.

3u der Tätigkeit und dem personalstand der Haupt­verwaltung muß entgegen willkürlichen Behauptungen be­werbt werden, daß am 1. April 1914 bei der Haupt­verwaltung vorhanden waren: 2 Beamte (einschl. Bürger» wEerh 3 Gehilfen und 1 Lehrling, zus. 6, daß dagegen am April 1931 trotz der 10 suchen Arbeitslast.nur vorhanden wd: 3 Beamte (einschl. Bürgermeister), 1 Assistent, 2 Ge- Wii und 1 Lehrling, zus' 7. Außerdem erledigt der

Stadtbauamt beschäftigte Aushilfsangestellte die Kanz- üiarbeiten für das Stadtbauamt, die früher von der Kanz-

. Von der Wasserkuppe. (Der zwölfte Rhön-Segel- Iteg.) Wenn auch die Teilnehmerzahl für den am 22. ult beginnenden zwölften Rhön-Segelflug noch nicht fest» W so darf doch heute schon mit einem ganz außerordent- Interesse des Auslandes gerechnet werden, das sich lOcv stärker als im Vorjahre als Beobachter cmfteUcn wird, uamentlich in England, das als einziges außerdeutsches «no auch für eine aktive Teilnahme in Betracht kommt, W sich has Interesse für den motorlosen Flug so ver- W daß sich eine größere Reisegesellschaft zum Besuche der "Iserkuppe während des Wettbewerbs angemeldet hat.

der bereits gemelbeten erhöhten Preissumme, die f . Slüge zur Verfügung steht, hat lautFlugsport", neueste Nummer ausschließlich dem Scgelflug wid- - das Reichsverkehrsministerium ein Motorflugzeug ge­

lei der Hauptverwaltung erledigt wurden. Andererseits kommt in Betracht, daß 1 Gehilfe wöchentlich an 2 Nach­mittagen dem Leiter der Staatlichen Ausbauklassen und der Lateinschule zur Verfügung geheilt werden muß. Bei der Stadtkasse sind insbesondere durch die monatliche Er­hebung der staatlichen Hauszinssteuer, der staatlichen und städtischen Grundvermögenssteuer sowie der sonstigen Ab­gaben und Einnahmeposten, nicht zuletzt auch durch die Führung der Rasse f ür die Staatlichen Aufbau Klassen und die mit der Wirtschaftslage zusammenhängenden Schwierig­keiten bei der Erhebung selbjh die Arbeiten um mindestens das JO12 fache gegen die Vorkriegszeit gestiegen. Wenn der Stadtkämmerer die Arbeiten vor dem Kriege allein bewältigen konnte, so ist dies heute unmögliche Mit nur 2 Gehilfen und einem Lehrling die Arbeit ju bewältigen ist unr möglich, wenn das personal '"freiwillig zahlreiche Ueberstunden leistet und auf einen Teil seines Urlaubs verzichtet. Aehnlich liegen die Verhältnisse beim Stadt­bauamt. Durch den Bau von 40 Wohnungen, den Schul- Hausbau, den Bau der Badeanstalt usw. müssen neben den laufenden vielseitigen Aufgaben erst wieder die Baupolizei- sachen in Ordnung gebracht, insbesondere die vielen in Rückstand gekommenen Bauabnahmen erledigt werden. Da­zu kommt, daß dem Stadtbauamt durch die Aufhebung der Wegeaufseherstelle weitere Aufgaben zugewiesen worden sind, die auch in Zukunft den dem Bauamt überwiesenen Rushilfsangestellten nicht entbehrlich machen werden.

Aus dem Polizeibericht geht hervor, daß im Be» richtsjahre auf Ersuchen von Staatsanwaltschaften, Amts» anwaltschaften, Amtsgerichten, Polizeibehörden, Gendarme- riestationen usw. allein 320 Vernehmungen zu Protokoll genommen wurden.

Lei den Schlachtungen ist nach den amtlichen Beschaubüchern im Berichtsjahr ein Rückgang eingetreten. An Großvieh wurde geschlachtet 297 (1929: 396), Kälber 508 (497), Schweine 1615 (1814), Schafe 45 (46), Siegen 12 (51). während sich einerseits durch den Rückgang der Schlachtungen die wirtschaftliche Not weiter Volkskreise bemerkbar macht, ist nach Angabe der Metzger der Rück­gang auch darauf zurückzuführen, daß viele Landwirte auf den Dörfern das Fleisch selbst aushacken.

Die im Berichtsjahre eingegangenen 62 Bauanträge verteilen sich auf 3 Wohnungsbauten, 59 Um- und Er­weiterungsbauten, sowie sonstige Bauten verschiedener Art. Bauabnahmen erfolgten in 23 Fällen und brachten 332 Mk. Gebühren ein.

Die Freibank wird immer unbekannter und hat den guten Ruf der Vorkriegszeit verloren, da in der Be» richtszeit nur ein Teil einer Ruh verwertet wurde.

Die von vielen Protesten umgebene Ratten Vertil­

gung brächte der Stadt eine Kostenrechnung von 1601,40

UL-^iu. .-6 utz«2^m.chaire -die

der Auslegung des Präparates beschäftigten Arbeiter zu tragen. Die auf die einzelnen Gehöfte umgelegten Kosten beziffern sich auf insgesamt 1 888,50 Mk'. (242 Gehöfte a 2,75 Mk., 215 Gehöfte a 5 Mk., 13 Gehöfte a 8 Mk., 2 Gehöfte a 12 Mk-, 1 Gehöft a 20 Mk.).

Das Schulwesen in Schlüchtern hat dadurch eine Erweiterung erfahren, daß ab Ostern 1931 an der staatlichen Ausbauschule die 4. Klasse (Dberse- kunda) eröffnet wurde. Bei der Aufnahmeprüfung zur Untertertia konnten 12 Mädchen und 13 Knaben aufge­nommen werden. von diesen haben 13 ihren Wohnsitz im Kreise Schlüchtern und 12 außerhalb des Kreises. Aus der Obertertia der Lateinschule traten Ostern 1931 in die Untersekunda der Aufbauschule über 2 Mädchen und 4 Knaben. Insgesamt werden die 4 Klassen der Aufbau­schule seit Ostern 1931 von 40 Schülerinnen und 49 Schülern besucht.

Die Abrechnung für die neue Volksschule in Schlüchtern liegt nun vor. Die Gesamtkosten betragen: a) für das Hauptgebäude 214 566,80 Mk., b) für das Turnhallen- und Abortgebäude 78 832,99 Mk., (c für die Holzlagerhalle 490,79 Mk., d) für die innere Ein­richtung 35 059,12 Mk., zusammen 328 949,70 Ulk- In der Besetzung der Lehrerstellen ist im Berichtsjahre keine Aenderung eingetreten. Die. Zahl der Schüler betrug Ostern 1931 378 (191 Knaben, 187 Mädchen).

Die Lateinschule wurde im Berichtsjahr von durch­schnittlich 69 Schülern (innen) besucht. Die Frequenz der Schule ist zu Beginn 'bes Schuljahres 1931/52 folgende: Sexta (17 Knaben, 4 Mädchen), Quinta (15 Knaben, 12 Mädchen), Quarta (8 Knaben, 6 Mädchen), Untertertia (6 Knaben, 4 Mädchen). Davon wohnen in Schlüchtern 36, in anderen Orten des Kreises Schlüchtern 30, außer­halb des Kreises 6.

Die gewerbliche Berufsschule wurde durchschnitt­lich von 110 Schülern besucht.

Schluß folgt

stiftet, das als nationaler preis nur für deutsche Segelflie- gergruppen ausgeschrieben ist. Der preis wird derjenigen Gruppe zugesprochen, die eine bei Wettbewerbsbeginn be» stehende Rhön-Höchstleistung überbietet unb nach Ansicht bes Preisgerichts eine 'überragende Gesamtleistung nach Flugcrgcbiiissen, Führerbeteiligung und Bauleitung erzielt hat. Der hessische Staatspräsident schreibt zur Förderung des Segelflugs einenNehring-Gedächtnispreis" als Wan­derpreis aus, der gleichfalls nur für reichsdeutsche ober her deutschen Kulturgemeinschaft angehörenden Segelflieger offen ist. Der Preis wirb jeweils am Todestage Nchrings, am )6. April, demjenigen Flugzeugführer zugesprochen, der während der Dauer der Ausschreibung die höchste anerkannte Höhe über Start mit einem motorlosen Flug­zeug erreicht hat.

flus Stadt, Kreiß und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Grüße von der Reifet

Wer einen großen Freundes- oder Bekanntenkreis hat der erhält jetzt von allen möglichen Seiten Kartengrüße aus der Sommerfrische. Eigentlich sollte man sich darüber freuen daß es doch Menschen gibt, die auch jenseits ihrer vier Pfähle an uns denken. Wir sollten jene bunten Ansichts­postkarten nicht achtlos überlesen, um sie dann einfach zu zerreißen, sondern wir sollten sie alle hübsch sammeln, um uns nachher, wenn wir irgendwo in der Sommerfrische verweilen, geziemend revanchieren zu können. Und trotz­dem kann man all diesen Postkartengrüßen kein größeres Interesse abringen. Das liegt nicht an uns, das liegt auch nicht etwa daran, daß uns der Absender diese Karte nur sandte, um uns ein bischen neidisch zu machen, sondern das liegt daran, weil alle diese Reisegrüße nach einem bestimm­ten Schema angefertigt sind.Die herzlichen Grüße sendet Ihnen von hier" das ist ausschließlich des geschwungenen Namenszuges der ganze Text, den die farbenfreudige Karts ziept. Wenn es ganz hoch kommt, schreibt eventuell noch je­mand dazu:Hier ist es wundervoll!" oderDas Wetter ist prächtig!", aber weiter kann sich kein Mensch aufschwin­gen. Man darf als entfernterer Bekannter natürlich nicht einen ganzen Reisebericht verlangen, man begehrt nicht zu erfahren, wie oft dieser oder jener, am Tage ein erfrischen­des Bad nimmt, oder was die Speisekarte geboten hat Aber ein bischen mehr Herzlichkeit, ein bischen mehr Ab­wechslung, das kann man schließlich schon verlangen. Sind denn alle Kartenschreiber so geistesarm, daß sie sich auf ein und dieselbe Forme! festlegen müssen? Die herrliche Natur, in der sich doch alle Sommerfrischler befinden, sollte die meisten Menschen doch ein wenig anregen. Wenn jemand z. B. schreibt: Bon sonnigen Hügeln und schattigen Tälern des wunderschönen T. sendet Ihnen anläßlich einer Wan­derung mit viel Humor,, recht freundliche Grüße Ihr Ber­liner Kollege Herbert Müller!" so wird man von der Karte viel mehr haben, man wird sie viel intensiver stu­dieren, als mit dem Text:Die herzlichsten Grüße von hier". Auch ein Postkartengruß soll keine bloße Formsache sein, sie soll erstens den Daheimgebliebenen erfreuen, unb wenn der Gruß herzlich ist, dann soll auch die ganze Karte von Herzen kommen! Die Ansicht muß auch nicht immer das Kriegerdenkmal oder das Rathaus fein, sondern eine selbst- verfertigte Aufnahme aus der Natur erfreut unser Herz Zehnmal mehr! K.

Trichinen und Trichinenschau.

Gerade vor hundert Jahren wurde zum ersten Male die Trichine im menschlichen Muskelfleisch beobachtet. Völ­lige Klarheit über ihre Gefährlichkeit brächte aber die furchtbare Trichinen-Epidemie in Hedersleben bei Qued­linburg, wo im Jahre 1865 über dreihundert Personen er» krankten, von denen hundert starben. Nunmehr war man sicher, daß bereits vorher zahlreiche Erkrankungen und Epidemien an Trichinosis vorgekommen waren, die man in ihrem Wesen nicht hatte erkennen können. Diese traurige Getvrßtz»ir. gab aber den Anlaß zu all den Maßnahmen, welche seitdem zur Bekämpfung dieser gefährlichen Krank­heit getroffen sind. Es ist oft darauf hingewiesen worden, daß jetzt nur selten Trichinen bei unseren Schweinen gefun den würden und daß deshalb die Trichinenschau eine über­flüssige Kostspieligkeit sei. Wer aber die fürchterlichen Fol­gen bedenkt, die durch den Genuß eines einzigen trichinösen Schweines entstehen können, wird sich für eine strenge Un­tersuchung einsetzen. Die Trichinenschau wird insbesondere in Norddeutschland, wo wegen der Nachbarschaft der öst­lichen Länder eine gewisse Einschleppungsgefahr besteht, streng durchgeführt. Sie ist verhältnismäßig einfach und kann von fachmännisch ausgebildeten Laien ausgeübt wer­den. Das Fleisch vorn Wildpret unterliegt ebenso wie das vom Geflügel nach demReichsgesetz betreffend die Schlacht­vieh- und Fleischbeschau" nicht der amtlichen Untersuchung: lediglich die Wildschweine -sind in die Trichinenschau einbe­zogen. Allerdings würde sich gerade für Bärenfleisch, so selten es auch bei uns ist, eine Trichinenschau wohl empfeh­len. Denn außer bei Schweinen wird die Trichine noch bei Ratten bei diesen vorwiegend ferner bei Mäusen, Katzen, Hunden, Mardern, Iltissen, Füchsen und Bären ge­funden. Gerade bei diesen letzten ist sie häufiger beobach­tet worden.

Die preußischen Sparkassen im Mai 1931.

Ende Mai dieses Jahres betrug der Bestand der Ein­zahlungen in den preußischen Sparkassen 6788,6 Millionen Reichsmark. Die Einzahlungen beliefen sich auf 360,1 der Zuschlag von Zinsen auf 0,6, die Auszahlungen auf 333,9, der Zuwachs im Mai also auf 26,2 Millionen Reichsmark. Aus die einzelnen Provinzen verteilt betrug der Bestand in Ber­lin 459,5 (Zuwachs0,8), in Brandenburg 490,7 (Zu­wachs 1,1), Hannover 830,3 (0,8), Hessen-Nassau 363,4 (1,8), Niederschlesien 409,5 (1,1), Oberschlesien 138,6 (1,0), Ost­mark 244,2 (1,1), Pommern 355,6 (2,3) Rheinland 1603 (10,6), Westfalen 1012,2 (5,2), Sachsen-Thüringen-Anhalt 572,9 (2), Schleswig-Holstein 292,4 (), Hohenzollernlande 16,3 () Millionen Reichsmark. Der Stand der Giro- usw. Einlagen Ende Mai d. Js. belief sich auf 905,3 gegenü^r 909,4 Millionen Reichsmark des Vormonats.

Die Zeit der längsten Tage. Am 21. März stand die Sonne in dem sogenannten Frühlingspunkt. Seitdem ist sie von Tag zu Tag über den Aequator weiter gegen Nor­den gewandert, so daß ihr Tagbogen am Himmel immer länger wurde und der Tag ständig zunahm. Am 22. Juni mittags tritt die Sonne in das Zeichen des Krebses und steht 23« Grad über dem Aequator. Dieser Punkt der Ekliptik heißt der Sommersonnenwendepunkt oder das Sommer-Solstitium. Die Sonne scheint hier in bezug aus den Aequator zum Stillstand gekommen zu sein und be­ginnt, sich ihm wieder zuzuwenden. Der astronomische Som­mer hat mit diesem Tage, dem längsten des Jahres, begon­nen. Im höchsten Norden der Erde geht die Sonne gar nicht mehr unter. 2« Monate haben die 'Bewohner von Hammerfest, der nördlichsten europäischen Stadt, Tag

preußische Südd. Klassenlotterie. Die Er­neuerung der Last zur 4. Klasse hat bis zum Montag, den 6. Juli d- Js. zu erfolgen, worauf wir unsere Leser' aufmerksam machen.