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Ichlüchtemer Zeitung

Krets-Kmwblatt * Ulltzemeines amtlich erKuzetHee für 6m Kreis Ächlüchtem

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Nr. 64 (1. Blatt) Donnerstag, den 28. Mai 193) 83. Jahrs.

1»."^ÜÜX""

Amtliche Bekanntmachungen

KreisausfAutz.

Z.,Rr. 2566 K. A.

Ketr. Ergebnis der Eberkörung am 6. und 7. Mai 1931.

Bei der um 6. und 7. Mai d. Js. vorgenommenen Eber- ikung sind folgende Tiere der nachgenannten Besitzer angc- irt worden:

sich selbst zu solider Kassen- und Haushaltsführung erzieht und daher kaum jemals in ernste Verlegenheit kommen wird.

3 m Allgemeinintereffe bitte ich deshalb die Kreisbevol- kerung dringend, namentlich bei den Geschäften des täg­lichen Verkehrs auf pünktliche Zahlung bedacht zu fein und

dadurch aus eine allgemeine Senkung

hinwirken zu helfen.

Schlüchtern, den 20.

des

Preisstandes

ld.

Itr.

Name d.Besitzers:

Wohnort:

Dhr- Nr.

Bemerkncngen

I

Stadt

Schlüchtern

5266/2?

2

//

1561

3

Gell, Gustav

Hundsrück

191

4

Harmschfegcr

Salmünster

188

Stadt

Bad Soden

1161

6

Roth, Gutobcs.

Ahlersbach

1504

7

Fuß

Altengronau

11

8

Gemeinde

Bellings

i3712

9

F

Breitenbach

161

geb. bis 1. 8. 31

0

Räder

Breuningö

13910

geb. bis 1. 8. 31

1

Derselbe

1506

geb. ab 1. 7. 31

2

Simon

1137

nicht für Breit» nings verwendb.

Gemeinde

Elm

vorbehaltl. der Leibringg. des klbftammungsnachw.

4

Gundhelm

6l50

Nachbesichtigung im kjerbst d. 3s.

5

W

Herolz

191

6

Jakob, Witwe

Heubach

1141

Dieselbe

1136

8

Gemeinde

Hintersteinau

1501

geb. bis 1. 8. 31

9

191

0

Schreiber

Hohenzell

1147

1

Dorn

114'

2

Derselbe

i557

3

Gemeinde

Jossa

1641

4

*

Kreffenbach

Vorbehalt!, der Beibringg. des Kbstammungsnachw

5

Simon

Lindenberg

I5f

nicht für Bellings verwendbar

6

Gemeinde

Marborn

208

geb. bis I. 9. 31

7

Schreiber

Marjoß

I3720

6

Gemeinde

Mottgers

114

9

Jäger

Neuengronau

I397

geb. bis 1. 8. 31

0

Gemeinde

Niederzell

15P

I

2

V

Keim

n

190

Ijo5

nicht für Nieder-

zell verwendbar

5

Müller

Oberkalback

1 39g

4

Genieinde

Oberzell

139

5

Reinhards

187"

6

Romsthal

208

7

*

Sannerz

1191'

geb. bis 1. 8. 31

8

Erziehungsheim

1642

9

Ruppel

Sarrod

So2

0

Genieinde

Seidenroth

1 57t

1

Sterbfriy

1J33

2

Hau

Ulmbach

207

4

Hcid Heil

»

20S

So1

nicht für Ulmbach

verwendbar

5

Möller

Uerzell

|6

ssullmann

Uttrickshausen

681

7

Gkmrindc

Dollmerz

1552

*

Wallroth

188

9

Weichersbach

>55'

u

Weiperz

13913

1

Arenenbach

Zuntersbach

Vorbehalt!, der Beibringg. des klbstnmmungsnachw.

^dratSamt.

^r. 9. Aus Kreisen des Handels und Gewerbes wird "^rdingz vielfach Klage darüber geführt, daß das kau- c Publikum nicht selten Zahlungsfristen bis zur Dauer wahres beanspruche und dadurch den Wareib und ^"Umsatz ungemein erschwere. Ist das gewohnheitsmä- borgen schon in normalen Zeiten als Unsitte zu keim» . «inen, so wird es in Zeiten großer Geldknappheit zu wirtschaftlichen Krebsschaden und zu einer unerträg.

W Belastung für jeden Gewerbetreibenden, der die lau- -(.cn Mittel zur Fortführung seines Geschäfts dringend be J?t. Da die Zinsverluste irgendwie ausgeglichen werden K nötigt das ächuidenmachen ihrer Kunden die Ge

, .Ererbenden geradezu, sich durch Hinaufsetzen der Preise ir'°$ zu halten, und vereitelt somit den Volkswirtschaft- stwgend gebotenen Preisabbau. Der Verbraucher hat Mbft den Schaden, ganz abgesehen davon, daß Borgen i'Wn und unwirtschaftlichen Kaufen und sonstigen WMu verführt und damit oft den wirtschaftlichen Ruin bchuldenmachens vorbereitet, während der Karzahler

I.-Rr. 3629. Gemäß

Mai 1931.

Der Landrat:

Ziffer II Abf. 1

Dr.

der

Müller.

im Märzheft

1924 der Zeitschrift für das ländliche Fortbildungsschulwesen veröffentlichten Grundsätze für die Unterstützung ländlicher Fortbildungsschulen aus Staatsmitteln ersuche ich die Her­ren Bürgermeister derjenigen Gemeinden, in denen Fortbil­dungsschulen eingerichtet sind, mir bis spätestens zum 1 5. In. Mts. die Anträge auf (Erlangung einer Staatsbei- Hilfe für das Rechnungsjahr 1931 '52 einzureichen.

Aus den Anträgen müssen die Namen der Lehrer, des Schulleiters, die voraussichtliche Schülerzahl, die Zahl der Unterrichtsstunden, die Nufwendungen für Lehrmittel usw. hervorgehen.

Die genaue und pünktliche Erledigung dieser Verfügung mache ich den Herren Bürgermeistern zur besonderen Pflicht, verspätet eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.

Schlüchtern, den 21. Mai 1931.

Der Landrat. 3. D.: Duwe.

I.-Nr. 4054. Der Herr Preußische Minister des Innern teilt mit, daß entsprechend § 6 Abf. d der preußischen Ver­ordnung vom 29. Juni 1929 (Gesetzsamml. $. 79) über das öffentliche Flaggen Ziffer 5 der für das Reich gel­tendenRichtlinien" jetzt folgende Fassung erhalten hat:

Die: ji»

ei>. et bei Eintritt der Dunkelheit.

Schlüchtern, den 21. Mai 1951.

Der Landrat. 3. v.: Duwe.

Stadt Schlüchtern.

Bekanntmachung

Es besteht Veranlassung, barauf hinzuweisen, daß die von der Stabt Schlüchtern der hiesigen Einwohnerschaft,311m Bleichen und Trocknen der Wäsche zur 'Verfügung gestell­ten Rafenplähe zu anderen Zwecken nicht benutzt und be­treten werden dürfen. Insbesondere ist das Ausklopfen von Teppichen, wie überhaupt jede Schmutz und Staub ver­ursachende Tätigkeit auf den öffentlichen Bleich- und Wäschetrockenplätzen verboten. Wer sich künftig derartige Rücksichtslosigkeiten zuschulden kommen läßt, hat neben strafrechtlicher Verfolgung den Ausschluß von der Benutz­ung der öffentlichen Bleich- und Wäschetrockenplätze zu gewärtigen.

Schlüchtern, den 26. Mai 1951. (

Der Magistrat. Gaenßlcn.

Prof. Pickardt» Stratofphärcttfiug.

Augsburg, 26. 5. Professor Pickardt ist heute früh 5.56 Uhr auf dem Stratosphäkm-Ballonflugplatz gestartet. Bei fast windstillem Wetter erhob sich der Ballon ohne jede Schwierigkeit und schlug die Richtung nach Rordost ein. Mit der Füllung des Ballons war "bereits gestern um 25 Uhr begonnen worden. Um 5 Uhr war der Ballon start­bereit. Trotz der frühen Morgenstunden hatten sich etwa 1000 Zuschauer eingefunden. Die Absperrung auf dem Flug­platz wurde streng durchgeführt. Selbst die Pressevertreter durften nicht an die Gondel herantreten. Um 5.20 Uhr bestieg Pickardt mit feinein Assistenten ^ie Gondel, die nach kurzer Verabschiedung verschlossen wurde. Der Ballon fliegt unter schweizerischer Flagge. Pros., pickardt glaubt, daß der Ballon in größerer Pöhe die Richtung nach Süd­west ändern wird. i

Der Völkerbund tagt wieder am 7. September.

Genf, 27. Mai. Der gcschäftssührende Präsident ves Völkcrbundsrales, Dr. Lurtius, hat die Volkerbunds- versammlung zu Montag, 7. September, einberusen.

Polens Regierung tritt zurück.

Warschau, 27. Mai. 3n einer Sitzung des Gesamt- kabinetts wurde der Beschluß gefaßt, daß das Kabinett seine Demission einreicht.

In portugiesischWftafrika.soll, wie eine unbestätigte Meldung besagt, eine Revolution ausgebrochen sein.

Ueber Thieago ist am Mittwoch ein Flugzeug, das einen neuen Typ barftellte und einen Rekord überbieten wollte, abgestürzt. Sämtliche vier Insassen wurden getötet.

Zwei-Milliarden-Anleihe für uns.

Erwägungen der Gläubigermächte.

London, 27. Mai.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Herold" meldel, daß jetzt die Frage einer internationalen Anleihe in Höhe von zwei Milliarden Mark für Deutschland ernst­lich erwogen werde, die durch England, Frankreich und Italien zu garantieren wäre. Verantwortliche Kreise er­achteten dies als die einzige Möglichkeit, um einen Zu- fammenbruch des Poungplans und der Reparationszah­lungen zu verhindern.

. Der Fall der Weltmarktpreise und die wirtschaftliche Krise in Deutschland hätten eine Lage hervorgerufen, die man im Haag nicht vorausgesehen habe. Da Deutschland in Gold zu zahlen habe, so hätten sich die Lasten um 30 vom Hundert über den Betrag erhöht, den das Doung- Komitee als die höchste Grenze der Zahlungsfähigkeit Deutschlands festgesetzt habe. Hinzu komme noch der Fehl­betrag im Reichshaushalt. Es stehe außer Zweifel, daß die deutschen Minister in Chequers auf die Verzögerung der Durchführung des österreichisch-deutschen Zollabkom­mens Hinweisen würden, und daß daher Deutschland einen anderen Ausweg finden müsse. Deutschland könne zwar ein Moratorium für die ungeschützten Zahlungen fordern, aber es sei wahrscheinlich, daß Dr. Brüning lieber für eine vollständige Revision der Zahlungen in Höhe von 1620 Millionen Mark eintreten werde, die fast überwiegend nach Frankreich gingen. Selbst für den Fall, daß eine Re­vision verweigert werden sollte, sei es wahrscheinlich, daß Deutschland sich außerstande erklären werde, seine Gesamt- verpflichtungen oder auch nur einen Teil derselben beglei­chen zu können. Deshalb werde die Aufnahme einer Zwei- Milliarden-Mark-Anleihe für Deutschland erwogen, die zu einem niedrigeren Zinssatz herausgebracht werde und durch die anderen großen europäischen Mächte garantiert wer­den solle. Diese Frage werde durch das neue Komitee für internationale Anleihen geprüft werden.

Sollte bis zum Zusammentritt der Völkerbundsver- DM i jis:'n -M''"..^ i^m es kam.. zweifelhaft, daß dann Deutschland die Gläubiger­mächte van der Unmöglichkeit unterrichten werde, die vol­len Zahlungen zu leisten. Man könne mit der Erklärung eines Moratoriums kurz darauf rechnen, falls bis dahin keine neue Regelung erfolgt sei.

In Berliner politischen Kreisen wird hierzu erklärt, man könne in dieser Anleihe keineswegs eine Lösung der Schwierigkeiten und im besonderen der Reparationsfrage sehen. Was Deutschland brauche, sei keine Verlängerung des bisherigen Zustandes, mit Ausländsanleihen die Tri­bute zu bezahlen, sondern die Herabsetzung der Repara- tionssumme. Der Völkerbund könne das Reparations- problem nicht lösen. Im übrigen ist von dem Glan einer Zwei-Milliarden-Anleihe für Deutschland an Berliner amt­licher Stelle nichts bekannt.

Stellung und Ausbildung der Lehrer

Forderungen des Deutschen Lehrervereins.

Die Tagung des Deutschen Lehrervereins in Frankfurt am Main wurde nach Annahme von zwei Resolutionen ge­schlossen. In der Resolution zur Schul- und Beamtenpolitik heißt es u. a.:

Dringend ist ein Entscheid darüber, was unter der bestehenden Rechtslage" des Volksschulwesens in den einzelnen Ländern zu verstehen ist, sowie die Verabschie­dung des Reichsgesetzes über die Beamten rechte, das die in der Verfassung 'den' Beamten und Lehrern zugesickerten Rechte gegen "jeden Gesinnungsdruck und Willkür sichert.

In der Entschließung zur Lehrerbildung heißt es u. a.: Der Deutsche Lehrerverein hat wiederholt die ein­heitliche Regelung der Lehrerbildung durch ein Reichsgesetz verlangt: Vorbildung auf einer Hochschule und wissenschaft­liche Ausbildung durch mindestens sechs Semester Studium auf einer Hochschule. Die Loslösung der Lehrerbildung von der Hochschule (Hessen) und die Herabsetzung der Stu­dienzeit von drei auf zwei Jahre (Thüringen) hat alle Freunde der Lehrerbildung schmerzlich enttäuscht. Die Ver- trcterversammlung wendet sich mit Entschiedenheit gegen die in einer solchen Regelung zum Ausdruck kommenden rückschrittlichen Bestrebungen und fordert erneut eine reichsgesetzliche Regelung der Lehrerbildung nach den For- derunaen des Deutschen Lehrerveeins.

Nach mehr als 7stündiger Beratung wurde die Versamm­lung, die von insgesamt 508 Vertretern aus dem ganzen Reiche und von Oesterreich besucht war, nach der Erlebt- gung ber Tagesordnung geschlossen.

3m Anschluß wurde auf dem Messegelände die Pädago­gische AusstellungDas Vildungswesen in Frankfurt a. Main" mit einer kleinen Feier eröffnet.

Die Zahl der bei einem Brande eines Goldbergwer­ke? in hinterindien ums Leben gekommenen Menschen Hai sich auf 47 erhöht. 50 Personen werden noch vermiet.

Reichskanzler Dr. Brüning wird Ende dieser Woche die Vertreter der Beamtenschaft empfangen, um mit ihnen die Frage einer weiteren Gehaltskürzung oder einer Son« derbelaftung der Beamtenschaft zu besprechen.