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Ar. 56

Gchlüchleraer Zeitung

3. Blatt

Vek Mu-m-r-er ^eind verhaftet.

Der Täter hat das verbrechen eingestanden.

Rom, 8. Mai.

Der Mörder des Berliner Geldbriefträgers Schwan, der arbeitslose Maurer Lrnsi Reins, ist in Genua verhaftet und auf die Polizei gebracht worden. Als ihm dort der Steckbrief -er Berliner Kriminalpolizei vorgelegt wurde, verlor er die Haltung und klappte auf feinem Stuhl zusammen. Er wurde anschließend in das Gefängnis abgeführt, wo er zur Verfügung der Berliner Polizei gehalten wird, bis die Aus- lieferungsformalltäten erledigt sind. Reins ist über Larvis, südlich von Villach in Körnten, nach Italien gekommen.

Die Ausflüchte des Briefträgermörders.

Auf der Piazza de Ferrari in Genua in einem Hotel, -essen Namen die Polizei verschweigt, um weitere Nachfor­schungen nicht zu erschweren, stellten Polizeibeamte im Gäste­buch die Anwesenheit eines jungen Deutschen fest. Als die Beamten sich ihm näherten, zeigte es sich, daß er die Merk­male des von der deutschen Polizei gesuchten Berliner Mör-

ders hatte. Auf der Quäftur -er 25jährige Ernst Reins m

wies sich der Ausländer als

. aus Berlin aus, trug also den Namen des Gesuchten. Der Kommissar teilte dem Verhaf-

feien mit, welche schwere Anklage gegen ihn schwebe, aber Neins leugnete energisch, an jenem Verbrechen beteiligt zu sein, und leugnete auch, aus Berlin zu stammen. Trotzdem ist Reins, der vor zwei Tagen nach Genua gekommen war, in Haft behalten worden in Erwartung genauer Informa­tionen seitens der deutschen Polizei, der die Verhaftung so« :fort telegraphisch mitgeteilt wurde. Bei der Durchsuchung des Zimmers und des Gepäcks des Verhafteten scheint die Polizei interessante Dokumente gefunden zu haben, die be­stätigen können, daß der Verhaftete der von der Polizei .gesuchte Mörder ist.

Auch die Schwestern erwischt.

Im. Laufe des Mittwochnachmittag brächte die Mord­kommission Dräger-Mielenz in Erfahrung, daß von den Ge­schwistern Reins im Laufe des Tages dreimal in Berlin telephonisch angerufen worden sei. Die beiden ersten An­rufe in der Wohnung der Mutter waren ohne Antwort ge­blieben. Daraufhin hatten die Geschwister nachmittags eine Person aus ihrem Bekanntenkreise angerufen und sich er­kundigt, ob etwas mit der Mutter vorgefallen war. Sie hatten die betreffende Person gebeten, daß man ihnen einen Brief, unter der Chiffre SEH. 13 Hauptpostlagernd Genua mit genauer Aufklärung schicken möge.

Da durch diese Telephonale einwandfrei feststand, daß die Gesuchten sich in Genua aufhielten, wurde die dortige Polizei in Kenntnis gesetzt, die die Verhaftungen noch am Abend durchführte.

Gleichzeitig wurden die Berliner Kommissare Mielenz und Dr. Meyer auf schnellstem Wege nach Genua entsandt. Beide haben Berlin -i» Flugzeug verlassen. Zurzeit finden in" Genua Vernehmungen der drei Geschwister durch die italie­nische Polizei unter Hinzuziehung deutscher Konsulatsbeam- ler statt.

Das Geständnis.

Eine weitere bei der Berliner Polizei eingegangene telephonische Mitteilung des deutschen Generalkonsulats in Genua besagt, daß Reins ein volles Geständnis abgelegt hat. Er gibt zu, den Mord sorgfältig vorbereitet und zu die­sem Zweck am 29. April das Zimmer bei der Frau Wö- dius gemietet zu haben.

Am 1. Mai habe er den Geldbriefträger in das Zim­mer gelockt und ihn von hinten angefallen. Es habe sich ein harter Kampf entsponnen, bis Reins den Briefträger .durch einen Schlag mit dem Bleirohr niederstreckte. Der Mörder bestreitet entschieden, daß seine Schwestern etwas von der Tat gewußt hätten; er will jeder von ihnen 400 Mark von dem geraubten Gelde geschenkt haben. Eine Durchsuchung des Gepäcks der drei Geschwister ergab aber, daß unter den Sachen der Sophie Reins 1800 Mark oer« Ackt aufgefunden wurden. Bei Reins selbst wurden 1740

und 5 dänische Kronen vorgefunden.

Die Vernehmung der Schwestern.

Sie bestreiten jegliche Mitwisserschaft.

„ Die vorläufige Vernehmung der beiden Schive-- vern des geständigen Berliner Raubmörders Rerns durch die Genueser Polizeibehörden und die Berlrner Kommissare ist abgeschlossen worden. Beide Schwe­stern bestreiten, von dem Mord gewußt zu haben, wie auch Reins selbst erklärt, seine Schwestern von der Bluttat nicht in Kenntnis gesetzt zu haben. Gegen diese Darstellung spricht unter anderem der Umstand, daß vle ältere Schwester einen größeren Teil des Geldes.

sich trug. Die jüngere Schwester hat angegeben- den Eintänzer Erich Wiechel, unter dessen Namen und mit dessen Visitenkarten sich Reins in Berlin ein« Mietet hatte, seit längerer Zeit zu kennen. ES sep nicht ausgeschlossen, daß ihr Bruder die Visitenkarde ihr entwendet habe. F .

m „Wie man weiter erfährt, bleiben tzuf Antrag der 'Berliner Mordkommission alle drei Personeii '* Last. Ihre Auslieferung ist bereits auf diplo-^ nutischem Wege beantragt worden.

*,r Mutter nach dem Geständnis wieder freigelasse». m . Die Mutter der in Genua verhafteten Geschwister ™w ist von der Berliner Mordkommission wieder W freien Fuß gesetzt worden, da nun weder Verdun- wiuugsgcfahr, noch Fluchtverdacht mehr bestehen. Frau ^M hat inzwischen ein Teilgeständnis abgelegt. Sie zu, daß sie von dem geraubten Geld 80 ..<at.fi Or die Miete" abbekommen hatte. Sie gestand auch, Ö ße nach der Mordtat von den, Verbrechen ihres r,^lues aus seinem eigenen Mund Kenntnis erhalten Me. Da sie trotzdem das Geld genommen hat, hat sie f./strafbar gemacht. Gegen sie wirb daher ' "hren wegen Hehlerei eingeleitet werden.

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Das Vegräbnts des Briefträgers.

e, Die Beerdigung des ernt orteten Geldbriefträgers Schwan gestaltete sich au einer eindrucksvollen Kund-

gebung der Postbeamtenschaft. Mehrere tausend uni­formierte Postbeamte gaben dem Toten das Ehren­geleit. Auf der ganzen Strecke, die der Zug passierte, stand das Publikum dicht gedrängt. Vor dem Postz­amt W 30, an dem Schwan angestellt war, hielt betl Leichenwagen einen Augenblick zum stillem Gedenken. Dann bewegte sich der Zug weiter nach dem Gemeindo- friedhof Bahrstraße in Wilmersdorf, wo in den Abend­stunden die Beisetzung stattsand.

Eine neue Zelter-Plakette.

Nach einem Entwurf von Prof. Fritz Klimsch ist jetzt die Zelter-Plakette, die das preußische Kultus­ministerium an Chorgesangvereine zu Jubiläen und anderen, ähnlichen Gelegenheiten verleiht, neu ausge- sührt worden. Die Plakette, die in Silber und Bronze hergestellt wird, trägt den Kopf des Gründers der Singakademie.

„Gras Zeppelins" polarsahrt.

Der Vertrag mit der Hearstpresse abgeschlossen.

Berlin, 7. Mai.

Zwischen dem Luftschiffbau Zeppelin und der ameri­kanischen Hearst-Presse ist ein Abkommen abgeschlossen wor- den, wonach mit dem „Gras Zeppelin" eine wissenschaftliche Expedition in die Polargegend unternommen wird mit dem ausdrücklichen Zweck, einen versuch zu unternehmen, mit einer von Sir Hubert Wilkins int „Nautilus" unternom­menen Unterseeboot-Expedition in Verbindung zu treten, und sie, wenn möglich, an. oder in der Nähe des Nord­pol» zu treffen.

Dieser Flug wird ein Teil der wissenschaftlichen Luft- schiff-Expedition in die Arktis sein, die schon seit einiger Zeit geplant worden ist. Es ist beabsichtigt, die Frage zu klären, ob ein Luftschiff das geeignete Mittel ist, um Forschungs- expeditionen in die Arktis zu landen, sie zu finden und wie­der aufzunehmen oder Nahrungsmittel und Hilfe solchen Expeditionen zu bringen, die bereits unterwegs sind. „Graf Zeppelin" wird für den Notfall eine vollständige Polaraus- rüstung an Bord milführen einschließlich Schlitten, Boote, Kleidung, Vorräten usw.

Acht oder neun prominente Wissenschaftler und ark­tische Forscher, u. a. auch eine Frau, werden an dem Fluge teilnehmen. Deutschland, Amerika, England und die Sowjetregierung werden bei diesem Polarflug vertreten sein. Einschließlich der Besatzung werden wahrscheinlich 45 Personen an Bord des „Graf Zeppelin" sein. Der Start des „Graf Zeppelin" hängt von dem Fortschritt in Rich­tung auf den Nordpol ab, den Sir Hubert Wilkins im Un­terseeboot „Nautilus" macht. Da das Luftschiff weit schnel­ler ist als das Unterseeboot, wird es von seiner Basis, dem Franz-Josephs-Land, erst dann starten, wenn der „Nauti- lus" sich zwei Tage vom Pol entfernt befindet. Ulan glaubt, daß dies gegen Wille Juli der Fall fein wird. Hearft finanziert die Expedition.

Pessimismus der Wissenschaft.

Professor Sverdrup über den polarflug des Zeppelin.

Kopenhagen, 8. Mai.

Professor Sverdrup, der bekanntlich die wissenschaftliche Leitung der U-Boot-Expedition des Kapitäns Wilkins nach dem Nordpol übernehmen soll, hat sich folgendermaßen zu der Zeppelin-Expedition in die Polargegend geäußert: „Meine Meinung ist die, daß es sehr schwierig sein wird, eine Verbindullg zwischen dein „Nautilus und dem Luft­schiff zustande zu bringen. Das ist die eine Seite der Sache.

Aber im übrigen halte ich den Juli für eine ungünstige Zeit für das Luftschiff, denn diese Jahreszeit bringt viel Nebel und niedrige Wolken über dem Polarmeer, so daß die Navigation sehr schwierig sein wird und die Gefahr der Eisbildung vorhanden ist. Die Männer, bte diese Expedltwn vorbereiten, werden sich dieser Schwierigkeiten selbstverständ­lich bewußt sein und ebenso, daß es zweifelhaft fetn kann, ob die Fahrt so, wie sie jetzt geplant ist, durchgesuhrt werben sann. Aber es ist schon jetzt von großem Interesse, bei dieser fahrt sestzustcllen, ob der Zeppelin Menschen in die polar- aeaend befördern kann und ob das Luftschiff als Transport­mittel in den arktischen Gegenden benutzt werden kann. Aber der Trage, ob irgendeine Verbindung zwischen dem „Nau­tilus" und dem Luftschiff sich herstellen läßt, kann fein wtf- senschaftlicher Wert beigemessen werden.

Beide Fahrzeuge haben völlig verschiedene Aufgaben. Daß man ein derartiges Zusammentreffen am Pol statt- finden lassen will, kann in einzelnen Punkten vielleicht seine Bedeutung für die beiden Expeditionen bekommen.

Im großen und ganzen ist man über diesen Pessimis mus des Professors Sverdrup hinsichtlich der Verwendung Des Zeppelin-Luftschiffes im Polargebiet erstaunt, zumal a« rode der Monat Juli als besonders günstig für Luftschiffe angesehen wird.

Der Frankfurter Friede. ^

Zur Erinnerung an den 10. Mai 1871.

Schon am 26. Februar 1871 war in Versailles der Vorfriede zwischen Deutschland und Frankreich unterzeichnet worden, aber Jules Favre hatte den Vorfrieden mit dem Hintergedanken unterzeichnet, beim endgültigen Friedens- abschluh günstigere Bedingungen zu erreichen. Der Haupt- frieden sollte nach den Bestimmungen des Vorfriedens an einem neutralen Ort, nämlich in Brüssel, verhandelt werden, aber bevor die Verhandlungen eröffnet werden konnten, ereignete sich in Paris der bekannte Kommuneausstand, und man hegte in Deutschland ernste Befürchtungen, ob die fran­zösische Regierung auch das einhalten könne, was sie unter­schrieb. Die Verhandlungen, die schließlich am 24. März in Brüssel begannen, wurden von den Franzosen hingeschleppt, die noch immer auf eine Aktion der Neutralen hofften. So verstrich kostbare Zeit, und Ende April erwog es Bismarck ernstlich, ob er nicht in Uebereinstimmung mit der Kom­mune oder mit Gewalt Paris als Faustpfand besetzen solle, um endlich der Ungewißheit ein Ende zu bereiten.

Erst auf diese drohende Gefahr hin bat Jules Favre den Fürsten Bismarck um eine persönliche Unterredung, die der deutsche Reichskanzler mit einer Einladung nach Frank­furt a. M. beantwortete, wo er ab 6. Mai zu seiner Ver­fügung stehe. Bismarck war im Hotel „Zum Schwan" ab« gestiegen. Es war ein schweres diplomatisches Ringen, bas hier stattsand. Die französischen Vertreter waren außer Jules Favre der Abgeordnete Goulard und der Finanz- minister Pouyer-Ouertier. Besonders der französische Finanz­minister zeigte sich als ein gewandter Diplomat, dem es, oftmals mitten im Ernst scherzend, gelang, von Bismarck einige wichtige Zugeständnisse abzuringen, während Jules Favre immer Tränen der Rührung bereit hielt, etwas, was Bismarck bei diplomatischen Verhandlungen haßte.

Es galt, den Präliminarfriedensvertrag in einen defini­tiven Frieden zu verwandeln, ohne neue Opfer zu bringen. Der kostbarste Gewinn war Elsaß-Lothringen, aber beson­ders hart umkämpfte Streitpunkte waren das „Loch von Belfort" und die Kriegsentschädigung von. 5 Milliarden Franken. Bezüglich der Kriegsentschädigung gab Deutsch­land nicht nach, während Frankreich Belfort für sich retten konnte. Selbst das neutrale England bezeichnete die deutsche Milliardenforderung als maßlos, aber Bismarck erklärte, daß sie für Frankreich gut tragbar wäre. Er hatte sich nicht geirrt, Frankreich brächte die erforderlichen Summen mit größter Schnelligkeit auf. Innerhalb nur zweier Jahre hatte sich Frankreich von seiner Kriegsschuld befreit.

Der 10. Mai ist ein Ehrentag in der deutschen Geschichte, unb am Abend gab die Stadt Frankfurt dem Reichskanzler ein Festessen, bei dem der Oberbürgermeister Mnmm ein Hoch auf Fürst Bismarck, den Friedensstifter, ausbrachte. Der Friede von Frankfurt ist eine eingehende historische Betrachtung wert, und es reizt uns der Vergleich mit dem Frieden, den uns Frankreich 1919 aufgezwungen hat.

Gerade aus einem solchen Vergleich geht einwandfrei hervor, daß Bismarck einen dauernden Frieden wollte und auch berechtigte Gefühle der Gegner achtete. Das geht be­sonders aus seinen Erklärungen zum Friedensvertrag her­vor, die er am 12. Mai im Reichstag insbesondere über die Handelsbeziehungen abgab. Hierzu erklärte Bismarck wört­lich: „Eine andere sehr schwierige Frage war die der Han­delsbeziehungen. Die französische Regierung scheint den Handelsvertrag, den wir mit ihr geschlossen haben, lösen zu wollen und den bisher bestehenden Vertrag nicht wieder ins Leben treten zu lassen. Sie ist der Meinung, bafjbie ge­steigerten Einnahmen, deren sie bedars, durch gesteigerte Zölle wesentlich gefördert werden würden. Es ist meines Erachtens nicht tunlich, in den Friedensvertrag, der doch durch die Waffenerfolge des Krieges bewirkt ist, Handels­bestimmungen aufzunehmen. die der Souveränität eines großen Volkes unter Beschränkung ihres Gesetzgebungs- rechtes auferlegt werden würden. (Sehr wahrH. Ich habe deshalb auch nicht darauf bestanden und glaube auch nicht, daß die Maßregel praktisch gewesen wäre. Namentlich hab« ich befürchtet, daß eine so starke Verletzung des National- gefühls den Frieden frühzeitig stören würde."

Wer die Geschichte als ein Lehrbuch für die Gegenwart ansieht, als die Summe bei Völkererfahrungen, und wer aus diesen Erfahrungen zu lernen gewillt ist, für den gibt es eine interessante Parallele von dieser Behandlung von Han­delsbeziehungen zu dem heute aktuellen Problem der deutsch­österreichischen Zollunion. Es wäre gut, wenn sich auch Frankreich einmal daran erinnern würde.

In dieser Betrachtung ist nur ein Punkt hervorgehoben worden, aber es gibt zahllose hochinteressante Vergleichs- Punkte zwischen den Friedensverträgen von 1871 und 1919. Bei diesem Vergleich dürfen wir Deutsche mit Stolz beken­nen, daß der Frieden von Frankfurt, erzwungen nach bei­spiellosen Siegen, trotz mancher harten Forderungen kein Haßdiktat war und zu den Früchten des Sieges auch die schönste Frucht dauernden Friedens ernten wottte.

Was kostet der neue belgische Lesestigungsgürtel?

Der belgstche Kriegsminister beendete feine Rede über bte Berteidigung der Seenzen. Der ursprüngliche Plan ist in dem Sinne erweitert worden, daß ein Verteidigungsgürtel westlich der Maas errichtet werden soll. Die Befestigungen sollen auf der Linie Arlon—Bafiognc—Hoffalize—-HervS—Gouvy gebaut werden. Die­ser Verteidigungsgürtel schließt sich der Linie Ramur—Lüttich— Antwerpen—Gent an. Die Ausgaben hierfür werden 350 Mil­lionen Franken betragen, ferner 250 Millionen für schwere Artil­lerie. In der Aussprache bestätigte ein Sozialist, daß Deutschland unbewaffnet fei und keine Hilfsmittel besitze, um sich zum Kriege zu rüsten. Es fei geradezu verbrecherisch, mit der „deutschen Ge­fahr" zu drohen, um dadurch die Zustimmung zu den Militär- krediten zu erreichen.

Das Verbot der „Roten Fahne". Das Berliner Polizeiprän- bium teilt mit: Auf Grund des Gesetzes zum Schutze der Republik ist die in Berlin erscheinende Tageszeitung ..Die Rote Fahne" auf die Dauer von 14 Tagen mit sofortiger Wirkung bis zum 21. Mai b. 3. einschließlich verboten worden.

änaieneausffeUung Dresben 1931* eröffnet. Die International« Hygi«n«au»stellung m ©resten unwbe feierlich eröffnet.