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Zänkische Lugend.

Da haben sich an einem Abend in Berlin ein paar hundert Jungen zusammengefunden, haben ihren Haß und ihre Feindschaft durch eine solenne Keilerei ausgetragen, die säst eineStraßenschlacht en miniature darstellte. An sich nichts Besonderes, wird man sagen, denn die Jugend hat sich früher auch gekeilt, eine Straße ist gegen die andere mobi- tisiert worden, und Latten und Knüppel spielten eine nicht unbeträchtliche Rolle. Und doch, die Jungenklooperei von einst trug ein anderes Gepräge als die der Gegenwart. Man betrachtete das Ganze mehr als ein Kriegsspiel, in dem es galt, seinen Heldenmut und seine Kräfte zu beweisen, heute keilt die Jugend im Ernst. Sie hat buchstäblich schon hassen gelernt, hassen gelernt von den Großen, die sich aus politischer Gegnerschaft befehden, oder die ihren Brotneid durch gar zu häßliche Methoden zu erkennen geben. Die Jugend hat heute, sobald sie das schulpflichtige Alter erreicht xhat, schon eine Ueberzeugung, die sie nicht mit der kindlichen Naivität sondern mit einer Art Fanatismus verteidigt. Sie ist zänkisch gegen jedermann, der sie etwa eines Besseren belehren wollte, sie ist zänkisch im Meinungsaustausch mit Eltern und Erziehern. Diese Rolle der Jugend ist doch immer­hin bedenklich, weil sie ein Beweis für die verkehrte Selb­ständigkeit der Jugend und für die Unbelehrbarkeit des Kindes ist. Warum sollen Kinder nicht schon eine Ansicht haben; dagegen wird niemand etwas sagen, aber die Ju­gend muß es sich gefallen lassen, daß diese Ansicht korrigiert wird, wenn sie falsch ist. Sie läßt sich aber nicht belehren, sondern sie tut alles das, was mit ihrer Denkungsart nicht übereinstimmt als veraltet, als überholt, ab. Wie oft hört man nicht gerade aus Kindermund, daß die Aelteren in ihren Ansichten hausbacken oder veraltet seien. Wie oft wird einem vorgeworfen, daß man mit der Zeit nicht mitgehe und dergleichen mehr. Das ist alles Fabuliererei. Die Jugend kann in den seltensten Fällen begreifen, daß sich höchstens das Gesicht einer Zeit, nicht aber das Wesen einer Zeit ändert. Die Jugend läßt sich durch den Schein trügen, und ' dieses Trugbild macht sie zänkisch, fanatisch, vielleicht sogar ;klassenkämpferisch". Und mit diesen Eigenschaften ist das , verlorengegangen., was sich die Jugend am längsten be­halten sollte: die Bescheidenheit und die Belehrbarkeit.

Gesund wie ein Fisch.

So sagt man oft, wenn man auf seine besonders gute Gesundheit Hinweisen will. Und weiß nicht, daß auch s Zische recht häufig von Krankheiten heimgesucht werden. , vielleicht hat man schon hin und wieder einmal in der Zeitung etwas von einer Seuche gehört, die in einem Fischwasser eine bestimmte Fischart ausrottete. Line so­genannte Furunkelase befällt oft Forellen und Lachsforel- . len, während die Karpfen einer blatternartigen Hautkrank­heit ausgesetzt sind. Es gibt im Fischreich nierenkrank heiten, Stoffwechselkrankheiten, ja auch das Fieber be- ; fällt nicht allzu selten unsere Flossentiere.Gesund wie ein Fisch im Wasser" ist also kein Seichen für besondere Ge- - sundheit.

Wetterbericht. Die Druckverteilung über Mittel- wwopa hat sich ziemlich ausgeglichen, wobei der verlud, tete Druckanstieg über dem Festland das Lustdruckgefälle mehr und mehr nordwestwärts richtet und so südliche Winde veranlaßt. Die Witterung wird sich daher in der nächsten Zeit etwas wärmer und im ganzen auch! etwas freund­licher gestalten als bisher, wenn auch ganz trockenes Wetter noch nicht eintreten wird. Vorhersage für Freitag: Wol­kig oder auch zeitweise aufheiternd, aber gegen Mittag noch immer Neigung zu lokalen Regenschauern, bei süd­westlichen Winden noch etwas Erwärmung. vorher- ! sage für Samstag und Sonntag: vorerst wärmeres, aber , noch nicht beständiger Wetter wahrscheinlich.

3n welche Länder braucht man keinen Sicht­vermerk? Bei Beginn der Neisezeit sei darauf hinge­wiesen, daß für die folgenden europäischen Länder kein Sichtvermerk mehr benötigt wird: Dänemark, Lngland, Tstland, Finnland, Holland, Italien, Jugoslawien, Lett­land, Luxemburg, Norwegen, Oesterreich, Portugal, Schwe­den, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn. Zur Ein­reise in diese Länder genügt also ein gültiger deutscher Reisepaß, während für alle übrigen europäischen Länder der Disumzwang, wenn auch teilweise in gemilderter Form, weiterbesteht.

Zur Frage der Fahrpreisermäßigung bei ver Reichsbahn. Der Verband der Hessen-Nassauischen Industrie- und Handelskammern hat in seiner Sitzung am Vlittwoch^ zu dieser Frage folgenden Beschluss gefaßt: Die andauernde zurückgehende Frequenz im Personenverkehr

Deutschen Reichsbahn ist nicht allein auf die ^ur herrschende ungünstige Wirtschaftslage zurückzusüh- ^n, sondern ist bedingt durch die zu hohen Fahrpreise. Angesichts des immer steigenden Wettbewerbs anderer Ver­kehrsmittel muß die Reichsbahn in ihrem eigenen In- Presse sobald als möglich Maßnahmen treffen, um den Reiseverkehr wieder in stärkerem Maße dem Schienen­weg zuzuführen. Die Reichsbahn erwägt zu diesem Zwecke w Herausgabe von Lezirkszeitkarten, während von der Geschäftswelt der Einrichtung der Kilometerhefte bisher aer Vorzug gegeben wird. Ein Urteil, welche Einrich- tong vom Standpunkt der Geschäftswelt den Vorzug ver- wnt, ist jedoch nur möglich, wenn die Preisermäßigungen und sonstigen Erleichterungen, die mit der beabsichtigten Herausgabe der Vezirkszeitkarten verbunden sind, bekannt« gegeben werden. Da die Angelegenheit eilt, richten wir daher an die Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn das dringende Ersuchen, die Bedingungen bezüglich der beabsichtigten Ausgabe von Lezirkszeitkarten sobald als Möglich bekannt zu geben, damit der Wirtschaft eine Stel­lungnahme möglich ist.

Sport. Am kommenden Sonntag, den 26; d. Mts. "agen die beiden Seniormannschaften des F. V. Schlächtern °uf dem SportplatzAutoiefe" Freundschaftsspiele aus. Um ' Uhr tritt die' heimische Ligareserve der 1. Elf des ?^- V. Rommerz gegenüber. Der Ausgang des Spiels W offen. Um 2,30 Uhr beginnt das Haupttreffen, das ^^stüchterns Ligaelf mit der 1. Elf des Sportvereins Pe­

tersberg im Kampfe sieht. Petersberg stellt z. 5t. eine schnelle und schuhfreudige Mannschaft, die b-icht Ueber« raschungen bringen kann. Spielt die heimische Hinter­mannschaft weiter in ihrer alten Form, wird sie ein schwer zu überwindendes Bollwerk sein. Schlüchterns Sturm vor allem muß am Sonntag mehr Durchschlagskraft zeigen, weim die Gäste eine Niederlage einstecken sollen. Nachdem die Eintrittspreise stark gesenkt worden sind, sollte jedem Fußballanhänger die Möglichkeit geboten sein, die beiden Treffen zu besuchen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 23. 4. Auftrieb: 60 Rinder, 1100 Kälber, 166 Schafe, 1477 Schweine. Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig, aus« verkauft: Schweine ruhig, ausverkauft. Preise für 1 5tr. Lebendgew.: Kälber b 6265, c 5661, d) 4555; Schafe a) 1. 4346, b) 3442.

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SaNNerz. (Schadenfeuer.) Donnerstag Abenb gegen 11 Uhr brach im Backhaus des Herrn K. Paul Feuer aus, durch welches das Backhaus und ein angrenzender gro­ßer Schuppen mit Holzvorräten vernichtet wurde. Dem tatkräftigen Eingreifen der Grtsfeuerwehr sowie der Weh­ren von vollmerz, Sterbfritz und Weiperz war es zu ver­danken, daß das angrenzende Wohnhaus und die anderen Wirtschaftsgebäude vom Feuer verschont blieben. Da am Taae das Backhaus in Betrieb war. .nimmt man an, daß sich darin Feuerungsrückstände nochmals entzündet haben.

Als selb. (Seltene Jagdbeute.) Der Forstmeister Dr. Barth vom Forstamt in Grebenau hatte das außerordent­lich seltene Jagdglück, in den Waldungen bei Grebenau einen Auerhahn erlegen zu können. Das Tier wog 91/2 Pfund und hatte eine Länge von 97 Ttm. In Dberhessen kommt dieses sehr scheue Wild nur noch ganz selten vor.

Frankfurt a. M. vom 28. bis 31. Mai d. Jsj. tritt die Goethe-Gesellschaft in Weimar und Frankfurt a. M. zu ihrer alljährlichen Hauptversammlung zusammen. Nach einer geschäftlichen Sitzung am 28. Mai hält abends im Nationaltheater zu Weimar Professor Dr. Moser, Di« rektor der Staatlichen Akabemie für Kirchen- und Schul« musik einen Festvortrag überGoethe und dir neuere Musik". Anschließend findet ein Konzert nach Kompositio­nen Goethescher Dichtungen statt. Am 29. Mai findet in Frankfurt a. M. im Schauspielhaus eine Festvorstellung TIavigo" statt. Am 31. Mai vereinigt die Tagungsteil­nehmer eine Gedächtnisfeier an Frau Ajas Grab auf dem Peterskirchhof, vormittags geht ein Festakt im Kaisersaal des Römers vonstatten, wo Professor Dr. Friedrich Gun- dolf-Heidelberg überGoethes Kindheit" sprechen wird.

Frankfurt a. M. (Freiherr vom Stein-Feier.) Am 29. Juni wird in ganz Deutschland die hundertste Wieder­kehr des Todestages des Reichsfreiherrn vom und zum Stein, des Schöpfers der deutschen Selbstverwaltung, des Reorganifators Preußens, würdig begangen werden. Auch die Stadt Frankfurt wird des Ehrenbürgers der vordem -freien beutln 4i^£w4J4WUu^^

gedenken. Am Vortage des hundertsten Todestages des Freiherrn vom Stein, am Sonntag, den 28. Juni, wird mittags 12 Uhr in der Paulskirche eine Gedächtnisfeier stattfinden. Die besondere Bedeutung der Frankfurter Feier kommt dadurch zum Ausbruck, daß der Reichsminister des Innern Dr. Wirth überStein und der Reichsgedanke", und der preußische Minister des Innern Scoering über Stein als Reformator Preußens" sprechen werden. Im Anschluß an die Feier wird Oberbürgermeister Dr. Land­mann eine Gedenktafel enthüllen. Die Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden werden im Rnschluß an die Frank­furter Feier Montag, den 29. Juni, an der Reichsfeier in Nassau teilnehmen.

Gießen, vor dem Dberhessischen Schwurgericht Hand am Mittwoch als letzte Verhandlungssache in der zweiten Sitzungsperiode ein umfangreicher Prozeß wegen Abtrei« bung und Beihilfe statt, bei dem neben dem Hauptange­klagten Valentin Winkler von Gießen noch 6 weitere Angeklagte auf der Anklagebank erschienen. Die unter Ausschluss der ©Öffentlichkeit geführte Verhandlung dau­erte vom frühen vormittag bis spät in die Nacht hinein. Erst gegen 11 Uhr abends wurde das Urteil verkündigt, nach welchem der Hauptangeklagte Valentin Winkler wegen gewerbsmäßiger Abtreibung zwei Jahre Zuchthaus, ab­züglich 5 Monate Untersuchungshaft, und fünf Jahre Ehr­verlust erhielt, während feine Ehefrau wegen versuchter gewerbsmäßiger Abtreibung unter Gewährung mildern­der Umstände mit 8 Monaten Gefängnis, abzüglich 5 Monate Untersuchungshaft, bestraft wurde. Ein anderer Angeklagter erhielt wegen Leihilfe 4 Wochen Gefängnis, eine weitere Angeklagte wegen des gleichen v«.gehcns 50 Mark Geldstrafe. Gegen drei Angeklagte wurde wegen Mangels an ausreichenden Beweisen auf Frcispruch er­kannt. , ,

Darmstadt. (Unterschlagung im, Amt.) Ein 38 zahn- ger Postassistent aus Dieburg hatte sich vor dem Bezirks­schöffengericht wegen Unterschlagung im Amt, Beseitigung von Urkunden und Urkundenfälschung zu verantworten. Der Beamte, der von der Schupo kam, ist seit 1928 bei der Post beschäftigt und hat etwa 1200 Mk. unterschlage». Er­würbe unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Zuchthausstrafe von PA Jahren verurteilt. Der Spar« und Darlehnskassenrechner von Nieder-Leerbach (Odenwald) wurde wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung und Be­trug zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Unred­lichkeiten und Letrugsfälle reichen bis in die Jahre 1926 zurück und betragen rund 22000 Mark.

A Gremmels'scher Männerchor 1W\ Schlächtern.

Heute (Freitag) abend gemischter Chor, Sonntag früh io Uhr Männerchor

Der Vorstand.

Förderung des Obstabsatzes.

Am Dienstag fand imGasthaus zum Löwen" in Schläch­tern eine Leiprequng zwecks weiteren Ausoaues der Or­ganisation des|t« und Gemtheao^atzes für ob südlichen Kreise des Regierungsbezirkes Hagel statt. Neben zayl- reichen Obstoau^achverstänolgen uno Vertretern der Land­wirtschaft aus den Kreisen Yanau, Gemharqen uno Schläch­tern waren auch bei der Besprechung Die Landräce oeq drei genannten Kreise zugegen, vie vom Kurqesstschen Verband ländlicher Oeiroqen^ajaften (Raif[ei,eri) emoeru- sene und vom Verbandsanwatt Schmioi-ttcqsel geleitete Versammlung sollte den Sweck haben, die von den Kreis« obstbauveceinen freiwillig aufgebri|fe.<e Gbstcerwerlung in den genossenschaftlichen Beprevungen von Rauchen auf« gehen zu lassen. Die Veranlagung H.erzu soll in zahlreichen Unzulänglichkeiten liegen, die sich in der bisherigen Art des ©b|t« und Gemlqeaosatz.es ergeben haoen. Ver zur besseren Verständlichmachung des Ubsatzes auf dem coe« nosienschaftsweg gehaltene Vertrag des Reiters der ©b|t« und (pemäjestelle beim Reichsveroand der deutschen land­wirtschaftlichen Genosstnschaslen, Direktor stenhaes s-Berlin, lief daraus hinaus, dag sich die Verwertungseinrichmng nicht auf den guten Willen der Erzeuger vercasten könne, sondern eine feste Bindung mit Lieserzwang verlange. Da­bei sei die Anlieferung von guter einwanosreier Ware die Hauptbedingung. Der Ab|ah in der Zemrale mäste dann nach dem holländischen Versieigerungssrsttem in Gegenwart des Erzeugers geschehen, um diesen an Ort und Stelle van der Notwenoigkeil guter (Qualität und Verpackung zu überzeugen. Obwohl man einer^ells diesen Ausführungen des genossenschaftlichen Abfa^es Anerkennung zollt, stehen andererseits Bedenken entgegen, die eine gewisse Scheu vor der Genossenschaft erkennen lassen. Deshab soll es vorerst bei der bisherigen Rbsatzregelung bleiben, indem die Erzeuger das Obst über die .örtliche Sammelftelle des Kreisobstbauvereins an die Zentralgenossenschast in Frankfurt a. M. liefern. Erst nach und nach |ohen die Erzeuger zu der Erkenntnis gelangen, daß nur ein ge­nossenschaftlicher Abfah den gewünschten Erftlg bringen kann. Bei dieser Zusammenkunft machte auch Obst­bauinspektor Leckel-Dberzwehren mteiefante Rusführun- ren über den Bestand an Gbstbäumen im Bezirk. Von 3^2 Millionen Gbstbäumen komme Hz des Ertrages für den Abfah nicht in Frage, sondern diene dem Bedarf des Erzeugers. Wenn man in einem Ertragsjahre nur 5 Kg. Obst für ein Baum ansetze, kämen außer dem Bedarf der Erzeuger noch 250300 000 Zentner zum Verkauf. Der Redner hob noch hervor, daß bei Neuanpftanzungen vor allem der Sortenfrage Beachtung geschenkt werden müsse, um die Gbstzüchter in Zukunft vor Schwierigkeiten zu bewahren. An die Referate, die eine Fälle wert­voller Anregungen gaben, schloß sich eine lebhafte Aus« spräche an, in der besonders auch die bereits auf diesen Gebiete von den verschiedenen Teilnehmern gewonnenen -ErfschrM»g«ui.auLgötallj«^ wurden. Das «Ergeews-der gut besuchten und äußerst anregend verlaufenen Tagung kann dahingehend zusammengefaßt werden, daß unter a.jgemei« ner Zustimmung bestimmte Richtlinien für die Weiterarbeit aufgestellt wurden, von benen man sich eine wesentliche Förderung des heimischen Obst- und Gemüsebaues ver­spricht.

^ücherscha«.

Der grüne Heinrich. Gottfried Keller. Herausge- geben von Prof. Dr. Philipp Witkop in 2 Halbleder-Vop- pelbänben. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin-Eharlotienburg 2.

GrimmelshausensSimplicissimus", GoethesWilhelm Meister", KellersGrüner Heinrich", sind die drei großen autobiographijchen Entwicklungsromane Deutschlands. Sie schildern in Verwandtschaft mit dem Lebenslaus ihrer Dich­ter die Entwicklung eines thpisch deutschen Menschen aus dumpfer Befangenheit durch Willkür und Wirrnis zu einer neuen, bewußten Lebenseinheit. Die Lebenseinheit des Grünen Heinrich" ist nicht nur die Einheit mit Gott (Simplicissimus) ober mit sich (Wilhelm Meister), sondern die Lebenseinheit mit seinem Volke, in Natur, Geschichte und Gegenwart.Das Gewissen und die Kraft" lautet Kellers Leitspruch. Wie sich Gewissen und Kraft in feiltet Künstlernatur entwickelten, hat er in diesem Roman mit großer Anschauung und anmutiger Kleinmalerei, mi. sieg­reichem Humor und tiefem Ernst der Selbstbeobachtung geschildert. Dies Hauptwerk des großen Schweizer Epiners legt der Volksverband der Bücherfreunde als das Kern­stück seiner Keller«Ausgabe in der sorgfältigen Bearüei.ung des bekannten Literarhistorikers Philipp Witkop seinen Hlitgliebern in zwei Halbleder-Doppelbänden vor. Wie bekannt, erscheinen in der Ruswahlreihe dieses Verbandes Einzelausgaben deutscher Klassiker, die sich im Laufe der Zeit zu Gesamtwerken zusammenfügen. Die Mitgliedschaft beim v. d. B. ist bei völlig freier Luchwahl kostenlos. Die künstlerische und technische Ausstattung ist bei allen v. d. L.-Erscheinungen hochwertig und mustergültig. Die Luchpreise sind erstaunlich gering. Ueber die Hieratische Vielseitigkeit dieses ältesten und größten Luchoerbandes Deutschlands unterrichten die neuesten Druckschriften, die die Hauptgeschäftsstelle Lerlin-Charlottenburg 2. Berliner Straße 42=43. jedem Interessenten unberechnet zustellt.

^4 §^3 . E? Schützen-Verein Schlächtern.

) Am Sonntag, den 26.

k April findet von nachmit« W n F taae 3 Uhr ab |kbuilfl*- '^^ schitker» statt, zu dem (yzSjPcJv nur alle Scdutzen erwarten.

j J Der Vorstand.