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Rt. 50 v. Blatt)

Samstag. den 25. April $931

83. Jahr«.

Amtliche Bekanntmachungen.

L a n d r a 1 s a m t.

6. VII Nr. 524. Nach Anhörung der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer des Bezirks habe ich zu Sachverständigen im Sinne des § 35 Abs. 5 der Ge­werbeordnung für alle Zweige des Baugewerbes für die Zeit vom 1. April 1931 bis 31. März 1934 ernannt ober wieder ernannt:

A. Für handwerksmäßige Betriebe:

1. den Maurermeister August Kipp in Kassel, Wilhelms-

Die Eintragungen zum Volksbegehren-

36 Prozent in Ostpreußen, 4,51 Prozent in Köln.

Berlin, 24. April.

In Ostpreußen wurden insgesamt 502 812 Stimmen für das Volksbegehren, also 36 v. H., abgegeben. Das Er­gebnis kann sich noch um einige Tausend erhöhen verschiedenen Kreisen noch Ortschaften ausstehen.

i, da aus In Köln

Die letzte Woche

Häher-Allee 118,

2. den Zimmerobermeister (Emil Gehrhardt Leipzigerstraße 21,

3. den Maurerobermeister Wendelin^el Florengasse 14,

4. den Zimmermeister Hermann Wildhack in Gisselbergerstr. 47,

in Kassel,

in Fulda,

Marburg

5. den Zteinmetzmeister Philipp Heinrich Kreis in ©ein-

B.

1.

2.

3.

4.

5.

Hausen,

Für nicht handwerksmäßige Betriebe: den Maurermeister August Kipp in Kassel, Wilhelms- höher-Allee 118 (s. auch Abschnitt A), den Bauunternehmer Rudolf Friede in Kassel. Stil= lingstratze 5, den Bauunternehmer Hugo Reising in Marburg, den £anbesbaurat Manß in Hanau, den Bauunternehmer Heinrich Mommel in Fulda, Löherstraße 25.

Ferner habe ich zum Sachverständigen für das Elektro- stallateurgewerbe. insoweit dasselbe handwerksmäßig be= eben wird, für die gleiche Zeit den Elektroinstallateur, bermeister Richard Herbold in Kassel, Iägerstraße 13, ieberernannt.

Die Heranziehung der einzelnen Zackverstäudiaeu Agabe von Gutachten hat nach meinen Rundverfiigungen m 24. 3uni 1907 A II © 628 und 18. August 2d A VII 1441 a zu erfolgen.

Kassel, den 10. April 1931.

Der Regierungspräsident.

haben sich nach vorläufiger amtlicher Meldung insgesamt 24 281 Personen, oder 4,51 v. H., eingetragen.

Der Stahlhelm teilt weiter mit:

In Pommern-Grenzmark Posen-Westpreußen trugen sich 578 000 Personen ein. Ferner liegen dem Stahlhelm Ergeb­nisse aus einer Anzahl von Städten vor, u. a.: Erfurt 32 329 (35 v. H.), Groß-Frankfurt a. M. 48 000 (14 v. H.), Wies­baden 18 000 (18 v. H.), Kassel 20 000 (18 v. H.), Hannover 46 500 (14,3 o H.), Lüneburg 4925 (24 v. H.), Pyrmont 1640 (44 v. H.), Eisleben 6266 (42,7 v. H.), Nordhausen 5836 (23 v. H.), Naumburg 10 593 (53 v. H.), Zeitz 7344 (30 o. H.), Stettin 32 481 (17,1 v. H.), Stolp bisher 11 596 (44 v. H.).

Um dir Krotpreiserhöhung.

TNL. Berlin, 24. 4. ((Eigene RTelbung). Als Ergeb­nis der gestrigen Verhandlungen im Reichsernährungs- minifterium über die Brotpreisfrage erklärt die Berliner Läckerinnung, wie die Germania berichtet, daß das Mini­sterium aufgrund der von den Bäckern gegebenen Kal­kulation den Berliner Brotpreis als berechtigt angesehen und keine Debatte über die Frage der Preisspanne stattge- funden habe. Irgendwelche bindenden Erklärungen seien von keiner Seite abgegeben worden. Die Bäcker haben sich bereit erklärt, das vom Reichsernährungsministerium pro­pagierte Konsumbrot in stärkerem Maße herzustellen und anzubieten, um so den versuch zu machen, ob es vom Publikum gefragt und gekauft wird.

Der Attfenthalt Alfans XUL in England

Mit der Rückkehr des Reichskanzlers aus dem Osterurlaub ist auch in die innere Politik neues Leben gekommen. In der langen politischen Ferienzeit hat sich ziemlich viel angesammelt, so daß das Kabinett bei der Wiederaufnahme seiner Arbeiten ein gerütteltes Maß von Beratungsstoff vorfindet. Vor allem sind es das Arbeits­losenproblem und die Forderungen der Landwirtschaft auf erhöhten Zollschutz, die eine Entscheidung des Reichs­kabinetts erforderlich machen. Die Erwerbslosenfrage dürfte die Regierung allerdings voraussichtlich erst Anfang Mai beschäftigen, da die Brauns-Kommission ihr Gutachten noch nicht fertiggestellt hat, dagegen wirb das Kabinett zu den Zollwünschen der Landwirtschast schon in den allernächsten Tagen klare Stellung nehmen müssen. Die Reichsregierung steht hier zweifellos vor einer schweren Entscheidung, da die Meinungen über die Zweckmäßigkeit der Zollerhöhungsvor- schläge, die der Reichsernährungsminister Schiele auf Grund des kürzlich vom Reichstag verabschiedeten Ermächtigungs­gesetzes dem Kabinett zur Genehmigung unterbreitet hat, in der Öffentlichkeit weit auseinandergehen.

Gutachten nach

Die Landwirtschaft besteht darauf, daß ihr der schon lange zugesagle Schutz der landwirtschaftlichen Ede! Produkte endlich gewährleistet wird. Der Reichs- landbund fordert deshalb in einem Schreiben an den Reichskanzler vor allem eine beträchtliche Erhöhung des Butterzolls Und der Zölle für alle übrigen Molkerei- produkle im Zusammenhang mit der Erhöhung der Zollsätze für Vieh und Fleisch, Speck und Schmalz, Geflügel, Hafer

und Hülsenfrüchie. Mii besonderem Nachdruck fordert das Schreiben die Beseitigung der Zollbindungen für Eier, Obst. Wein, Gemüse und Holz und die E-rhöhung der Zollsätze hierfür. Es ist bekannt, daß der Reichsernährungsminist sich einen großen Tek dieser Forderungen zu eigen gemadit hat, während auf der anderen Seite Reichsarbeitsministe-

er

rium und Reichswirtschaftsministerium den Zollforderungen

Schieles entschiedenen Widerstand entgegen^

etzen, da sie ijenfjantrel a:s

Hr. 5253. Wird veröffentlicht.

Die VrtZpolizeibehörden werden um Beachtung der letzt­zeichneten Bestimmungen ersucht.

Schlüchtern, den 20. April 1931.

Der Landrat. I. D.: Dume.

T-Nr. 3379. Der Herr Kreismedizinalrat wird am Sreitag, dem 8. Mai b. 3s. von 9 Uhr ab im hiesigen Kreisläufe Sprechstunde halten.

ächlüchtern, den 23. April 1931.

Der Landrat. 3. D.: Duwe.

T-Nr. 3557. Die Herren Bürgermeister werden zu einer Besprechung dienstlicher Angelegenheiten auf Donners- lag, den 30. April 1931 vor mittags 9 Uhr in |

Sitzungssaal des hiesigen Kreishauses ringsladen. $blüd)tern, den 21. April 1951.

Der Landrat: Dr. Müller.

Stadt Schlüchtern.

Bekanntmachung.

betrifft: Befreiung vom Dienst bei der pflichtfcucr- wehr für das Rechnungsjahr 1951. i

Ruf die Bekanntmachung des Magistrats vom 19. März 1931 Schlüchterner Zeitung vom 26. lllärz 1931 ü. 37 , betr. Stellung von Anträgen auf Befreiung vom RMt bei der Pflichtfeuerwehr für das Rechnungsjahr 21, wird nochmals hingewiesen.

. bie Frist zur (Einreibung der Anträge ist bis 3 0. PrÜ 193 1 verlängert worden.

wird heute schon darauf hingewiesen, daß Zeuerwehr- ()KllÜPflibtigc, die an einer nach dem 30. April 1031 fahndenden Uebung der Pflichtfeuerwehr ohne trif- '^u Entschuldigungsgrund nicht teilnehmen auch dann, das Loskaufgeld noch nachträglich, d. h. nach bereits .^"gefundener Uebung entrichtet wird, unnachsichtlich be= werden.

. j^Keftenten wirb daher nochmals nahegelegt, Anträge . 1 Befreiung vom Dienst bei der Pflichtfcuerwehr für uechnungsjahr 1931 bis spätestens 50. April 1931 ten Magistrat einzureichen.

schlüchtern, den 21. April 1931.

Die Polizeiverwaltung: Fenner.

Die Jmpfterminr sind a»f der 1. Kette de» S Plattes veröffentlicht

Alfons XIII. das AspIrechl zu gewähren sagte (Elpnes, die Frage des Asylrechtes sei nicht aufgeworfen worden. (Ein anderer Abgeordneter fragte ob Alfons einen Sichtver­merk gehabt hätte. Elynes antwortete, der König sei nach England in der gleichen Weise gekommen wie alle anderen Könige. Einige Abgeordneten der Arbeiterpartei fragten darauf: Und Trotzki?

Wildwest in Berlin.

Ein Dorfall. den man bisher nur in Thicago für möglich gehalten hätte, spielte sich am Donnerstag in Berlin ab. 12 Mitglieder des UnterweltvereinsHand in Hand" ver­suchten mit Gewalt in die Wohnung des Schlossers Soppa einzudringen, der früher Mitglied dieses Dereins war, sich aber jetzt von diesem zurückgezogen hatte. Soppa empfing aber seine Widersacher mit Revolverkugeln . sodaß diese eiligst die Flucht ergriffen. Ehe sie aber über das Trep­penhaus und den Hof flüchten konnten beugte sich Soppa aus dem Fenster und verhinderte ihre Flucht in dem er auch den Hof mit Schüssen bestrich. Dadurch gelang es dem Überfallkommando, acht Mann der Bande festzu­nehmen. Die übrigen waren über dir Dächer entkommen.

Nach einer Meldung aus Madrid hat der General- staatsanwalt ein Strafverfahren gegen General Martine; Anibc den Außenminister des Kabinetts Primo de Ri- vera, eingeleitet.

Infantin Jfabella die Tante Königs Alfons, ist am Donnerstag im Alter von 79 Iahren in Baris gestor- ben. Wegen ihres Gesundheitszustandes hatte sie in Madrid zurückbleiben müssen und war erst am vergangenen 'Sonn­tag, schwer krank, in Paris eingetroffen.

Nach Meldungen aus Tegucigalpa erlitten die Auf­ständischen von Honduras bei Thamelecon eine schwere Niederlage. Den Bunbestruppen gelang es in Ausnutzung des Sieges, San Pedro Sula wieder zu besetzen und damit die Bahnverbindung nach dem Hafen Puerto Tortes wie- derherzustellen. Rebellen die von San Salvador in Hon­duras einbringen wollten, wurden ebenfalls mit erheblichen Verlusten zurückgeschlagen.

Gegen den bisherigen Militärkommandanten her Provinz Santiago der Insel Tuba Major Senio Drtez, und gegen 15 weitere Personen ist ein Haftbefehl erlassen worden, der im Zusammenhang mit 44 geheimnisvollen Todesfällen steht, die in der letzten Zeit in der Provinz festgestellt worden sind. Der Adjutant von Tortez hat sich erschossen.

Der Gesetzentwurf über die Erteilung der Konfession tur Ausbeutung der Kohlenbahn Gberichlesien-Gdingen an die französisch-polnische Eisenbahngesellschaft wurde Don- nerstaq Abend in einer.gemeinsamen Sitzung des Finanz- und Verkehrsausschusse? des Seims in zweiter und dritter Lesung angenommen.

auch eine Verteuerung der allgemeinen Lebenshaltung be- f fürchten, die nach der Durchführung des Gehalts- und Lohn­abbaus untragbar fei. Auch die sozialdemokratische Reichs- f tagsfraktion ist bereits beim Reichskanzler vorstellig gewor- ] den. Sie wendet sich vor allem gegen die Brotpreis -

e r h ö h u n g . die in den letzten Tagen in einer ganzen ! Reihe von Großstädten erfolgt ist, obwohl die Reichsregie­rung vor der Verabschiedung des Zollgesetzes im Reichstag jugefagt habe, daß in den heutigen Notzeiten eine Erhöhung ! der Preise der wichtigsten Lebensbedürfnisse, insbesondere des Brotes, unbedingt vermieden werden müsse.

Auch in der Außenpolitik gibt es für die Reichs­regierung Arbeit in Hülle und Fülle. Wenige Stunden nach seiner Rückkehr empfing der Reichskanzler den ersten offiziel­len Besucher, den amerikanischen Botschafter S a ck e t t. Dieser Unterhaltung, um die Sackett vor seiner Urlaubsreife nach den Vereinigten Staaten nachgesucht hat, kommt erheb­liche Bedeutung zu, da die Gelegenheit zweifellos dazu benutzt wurde,' um die finanziellen Pläne, die zur Be­hebung der Wirtschaftskrise erwogen werden, gründlich durchzusprechen. Der Bekämpfung "der Wirtschaflsnot soll angeblich auch der neue Plan B r i a n d s dienen, der die Sanierung der Getreideüberschuhländer Europas durch die von einer Internationalen Agrar-Kredit-Bank zu gewähren­den Kredite vorsieht. Der autzerordentliche Eifer, den Frank­reich bei der Verfolgung dieses Zieles an den Tag legt und der seit dem Bekanntwerden des deutsch-österreichischen Zollabkommens sich noch verstärkt hat, läßt die Vermutung begründet erscheinen, daß hier wieder einmal die beliebte Politik der silbernen Kugeln gespielt wird. Frankreich hofft, durch eine möglichst enge Einbeziehung der oft- und südop europäischen Staaten in sein Kreditsystem Machtmittel gegen diese in die Hand zu bekommen, um sie nötigenfalls zu eine.» den französischen Interessen entsprechenden Wirtschafts­politik anhalten zu können. Im übrigen kann mit Fug und Recht bezweifelt werden, ob es möglich fein wird, die großen . Kreditmengen, die erforderlich wären, um eine wirklichc Besserung der Lage in den betreffenden Ländern zu erzielen, auf dem Anleihewege zu beschaffen. Die Rettung der kapitalschwachen Agrarstaaten durch die Agrar- Kredit- Bank ist kaum mehr als ein großer Bluff.

In Spanien ist nach der Abreise des Königs eine gewisse Beruhigung eingetreten. Die republikanische Regie­rung ist gegenwärtig mit der Vorbereitung der Cortes- Waylen beschäftigt. Das Parlament soll dann dem Lande eine neue Verfassung geben. Wahrscheinlich wird man als Staatsform die Bundesrepublik wählen, in die sich die Katalanische Republik am besten eingliedern läßt. Inzwischen hat auch Deutschland die neue Regierung in Spanien an­erkannt.

Zusammenstoß zweier Flugzeuge.

Der britische Vizeluftmarschall verun­glückt.

Der Vizemarschall der britische» Luftstreirkräfie Bcseghol. und Kliegerleutnant Roody fanden bei einem Zusammenstöß zweier Ktugzeuge den Tod. Sie Insassen des aüderen AlugzeugS kamen nach einer Mit» teitnng des Lnftfahrtministeriums unverletzt davon.