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Keine Verlegung des Bußtages.

Bekanntlich hatte die preußische Staatsregierung, par- Mentarischen Anregungen folgend, die evangelischen Kirchcn- behörden in Prkußen förmlich ersucht, zur Frage einer Ber­legung des Bußtages von Mittwoch auf Sonntag Stel­lung zu nehmen. Wie soeben im Hauptausschuß des preußi- chen Landtages von Ministerialdirektor Trendelenburg mit­geteilt wurde, haben die sämtlichen befragten Kirchen die Ver­legung des Bußtages abgelehnt. Der Regierungsvertreter stellte fest, daß somit in dieser Sache nichts geschehen könne. Weiteste Kreise werden dieses Ergebnis, das dem ehrwürdigen Festtag seine besondere Stellung im Volksleben wahrt, be­grüßen.

Früh vor der Schule.

Don Stadtmedizinalrat Dr. med. Marloth-Leipzig.

Fritz war ein Langschläfer und konnte sich nicht rechtzeitig pus dem Bett finden. Das kam daher, weil er schwer einschlief und viel wirres Zeug träumte. Den Grund hier­zu fand ein Onkel, der gerade zu Besuch war. Fritz ging nämlich gleich nach dem Abendbrot schlafen, oft kaute er sogar noch während des Ausziehens. (Es hatte niemand daran gedacht, daß, die erste Verdauung des Abendbrotes eine gewisse Unruhe in Fritzchens Magen und Körper hervorrief. Von dieser Zeit an bekam Fritz sein Abendbrot mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Er hatte sich aber das lange Schlafen schon zu sehr angewöhnt, grn es besser machen zu können. DA mußte ihn die ältere Schwester mit dem nassen Schwamm aus dem Bett treiben. Zum Waschen war nickt viel Zeit. ,nock weniger zum Kaffeetrinken. Her oft lununteMstürzt wurdez mit dem Brot oder Brötchen in der Faust, den Schulranzen auf dem Rücken rannte er in die Schule. Ueberhaupt keine Zeit blieb übrig für das beinah wichtigste, was jeder gesund- . bleibende Mensch morgens vor dem Tageswerk verrichten soll. Es war kein wunder, daß Fritz verstopft und in unbe­haglichem Empfinden auf seiner Bank saß. Dick war er sowieso nicht, die Muskeln sollten erst stärker roerben. Das Rennen zur Schule mit dem schlechtgekauten „Unter- wegssrühstück" und der morgens ständig nicht entleerte Darm war seinem wachsenden Körper auch nicht dienlich. Es war kein wunder, daß er oft müde und schlaff auf seiner Bank, saß und nicht so gut aufpassen konnte, wie die ande­ren. Die Eltern konnten sich das nicht erklären; er war doch ein lebhaftes Kerld)en, der nicht dumm oder schüch­tern war. Wie Schuppen fiel es ihnen von den Augen, als sie in einem vortrag eines Elternabends folgende Schul­kinderregeln hörten:

Gib deinem Kinöe 1—2 Stunden vor dem Schlafengehen das Abenbbrot.

Latz es dabei sitzen, nicht umhergehen.

Wecke es rechtzeitig vor dem Schulbeginn.

Rm Kasseetifd} muß es in Gemütsruhe trinken und Kauen.

J^it für das Wichtigste (Stuhlgang) am Morgen muß da sein, ehe es in die Schule geht

Keinen Wettlauf zur Schule.

So kommt Fritz gut vorbereitet auf die Schulbank und kann gut qpspassen und lernen.

Bürgschaften sind Würgschaften,

so heißt es im Volksmunde, und nicht mit Unrecht, denn mancher iff schon, weil er als Bürge zusagte, an den Bettelstab gekommen. Der Freund hatte sein Wort gege­ben, konnte es aber nicht halten, weil die erhofften Gel­der ausblieben. Ihm hielt man sich an den Bürgen. Er ersuchte, die Summe auszubringen, es war nicht möglich. Und so brach auch über ihn das Unglück herein.

■, Oftmals ist es so mit Bürgschaften gegangen, dem einen haben sie alles genommen, den andern schwer ge­schädigt. Rber dieser Ausgang hätte sich auch manches Ulal vermeiden lassen. Man war zu vertrauensselig, zu leichtgläubig, und leistete Bürgschaft, wo man es nie hätte tun sollen; auf Erkundigungen würde man erfahren haben, der Hauptschuldner böswillig oder zahlungsunfähig sei.

Kann er im schlimmsten Fall den Betrag, für den er hingeben und verschmerzen, darf er mit einer sol- Gefälligkeit ja rascher bei der Hand sein, ist jedoch die Bürgschaft zu schwer für seine Schultern, als daß er allein tragen könnte, wenn es sein muß, dann soll «r die Pflichten gegen sich und seine Familie nickt zu gering veranschlagen.

3ur Gültigkeit des Bürgschaftsvertrages ist nach dem Gesetz schriftliche Erteilung der Bürgschaftserklärung cr- schderlich. verbürgen sich mehrere für dieselbe verbind- .chbeit, so haften sie als Gesamtschuldner, auch wenn die Bürgschaft nicht gemeinschaftlich übernehmen.

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Wetterbericht. Bei nur schwachen Luftdruckänderun- gen liegt immer noch ein Tiefdrucksystem über Mitteleuro-

dessen Bereich es stellenweise noch zu Niederschlägen Konunt. Anhaltender Luftdruckfall über Nordeuropa wird vbcr allmählich eine Verlagerung des Tiefs nach Norden verursachen und eine Luftzufuhr mehr von dem Dzean 9er bringen. Die Temperaturen steigen allmählich an. — Wrfage für Mittwoch: Meist bewölkt und vereinzelt leichte Niederschläge, Temperaturen ausgeglichen und ganzen noch kühl, östliche und nördliche Winde. — Aus« kalten für Donnerstag und Freitag: Noch wechselnd be= und geringe Neigung zu Niederschlägen, allmüh- Erwärmung bei nach West drehenden Winde».

5 u m Volksbegehren haben sich in Schlächtern busst eingezeichnet, das sind 10 Prozent der Wäh-

P e r so n e » n a d} r i ch t. Der seitherige Leiter der staat- Aufbaufchule und städtischen Lateinschule in Schlüch- Herr Studienrat Dr. Fenner, ist zum 1. Juli ds. 3s. Kter Ernennung zum Studiendirektor an das staatliche ^mafium in Weilt urg versetzt.

Ausbau des südwest deutschen Runbfunk = sendernetzes. Amtlich wird mitgeteilt: Der für Frank­furt a. M. bestimmte neue Rundfunksender wiro eine Telephonieleistung von 25 Kro. Haken und aus der bis­herigen Leipziger Welle 1157 khz (259,3 Mtr.) betrie­ben werden. Der Sender wird voraussichtlich zwischen Frankfurt a. M., Mainz und Wiesbaden ausgestellt wer­den. Das Beichspostzentralamt ist mit umfangreichen Mes­sungen zur Feststellung des günstigsten Senöerortes be­schäftigt. Der für Trier bestimmte Zwischensender wird eine Telephonieleistung von 2 Kn>. erhalten, also Q,3 Kro. stärker sein als der bisherige Kölner Sender,' er wird von Frankfurt aus mit der für Frankfurt in Ausjicht genom­menen neuen Welle (259,3 Mtr.) im Gleichwellenrund- funk betrieben werden. Der Kasseler Sender bleibt selbst­verständlich bestehen.

Stenographische Frühjahrsprüfung. Das Stenographische prüfungsamt der Snoustrie- und Handels­kammer Frankfurt a. tll.-hanau veranjtaltet am Sonn­tag, den 10. Mai 1931 vormittags 9 Uhr in der städti- schen Handelslehranstalt II Frankfurt a. M., Junghos- straße 18 die diesjährige Frühjahrsprüfung. Anmeloun- gen können bis Donnerstag, den 7. Mai 1931 bei der In­dustrie- und Handelskammer, Börje in der Zeit von 9 13 Uhr erfolgen.

Stadtverordnetenversammlung Schlüch- t e r n. Nach längerer Pause tagte am Montag Abend die Stadtverordnetenversammlung, zu der 11 Vertreter an­wesend waren. Die unter Punkt 1 vorgenommene Neuwahl des Schiedsmanns, der alle 3 Jahre neu gewählt werden muß, fiel die einstimmige Wahl aus den seitherigen Schieds- mann Herrn Stadtv. Vorsteher RIt. Zu Punkt 2: Der Nachtrag zur Stadtsparkasse, der 14 Tage lang zur Ein­sicht ausgelegen hat, fand einstimmige Annahme mit fol­gender Textänderung: Jn § 36 Absatz 4 soll vor die Worte „gemeinnützige Zwecke" das Wort ^einschließlich" gesetzt werden. Zu Punkt 3 wurden die Rechnungen der Stadtspar­kasse für die Jahre 1928 und 1929 genehmigt. Der Ueberschuß betrug für das Jahr 1928 nur 784,35 MK., während im darauffolgenden Jahr der Gewinn nach Rb= schreibung der Kursverluste 1671^63 MK. betrug. In einer weiteren Anfrage des Stadtv. Seibert, soll dem Spar- Kassenvorstand anheim gegeben werden, bei Aufstellung oes Etats die Ausgaben mehr einzuschränken, um größere Gewinne wie in den Vorkriegsjahren erzielen zu können. Herr Bürgermeister als Vorsitzender der Sparkasse gab hierauf bekannt bekannt, daß eine Personalverminderung nicht in Frage kommen könne, da die Sparkassen heute mehr als Bankinstitute zu betrachten seien und durch Neueinrichtungen wie Konto-Korrentverkehr usw. mehr Per­sonalaufwand nötig sei. Punkt 4 wurde von der Tagesord­nung abgesetzt, da sich der Magistrat in einer Sitzung noch besonders mit der Feststellung der Rechnungen der Stadtkasse für die Jahre 1925 bis 1928 befassen will. Zu Puma o wuroe vett^im, eiiw^ .....y ab 1. April einzustellen. Ein vom Finanzausschuß hierzu gestellter Antrag, daß Lehrlinge nach Beendigung ihrer Lehrzeit keinen Anspruch auf Meiterbefchäftigung machen können, wurde nach längerer, heftiger Debatte gegen 4 Stimmen angenommen. Jm Punkt 5 wurde als Beitrag zu den Kosten der am 13. bis 15. Juni in Schlächtern statt- sindenden Kreistierschau folgendes einstimmig beschlossen: Als Barzuschuß erhält der festgebende verein von der Stadt 300.— Mk., wo,von in erster Linie die Entschädigun­gen für Wiesengrundstücke abgegeben werden, sämtliche Stangen für Einfriedigung des Festplatzes und zum An« binden des Viehes werden leihweise zur Verfügung gestellt. Ferner stellt die Stadt 6 städtische Arbeiter für 6 Tage zur Arbeitsleistung unentgeltlich. Punkt 7: Die Festsetzung des Rubelobnes für städtische Arbeiter wurde in geheimer Si­tzung verhandelt. Unter Punkt Verschiedenes wurde durch Stadtv. Schultzki ungefragt, och das Behüten des Waldes durch die hiesige Schafherde erlaubt und auch berechtigt sei, da sich das Wild durch das hüten im Wald fortziehe und die Pächter zu Schaden kommen. Eine weitere An­frage des Stadtv. Seibert, wie lange das Behüten der Wiesen durch die Schafherde erlaubt sei, wurde dahin beantwortet, daß nach dem 1. April das Behüten der »Grundstücke strafbar sei. Eine weitere Anfrage des Stadtv. Walther, wieweit die Vorarbeiten des schon im vorigen Herbst geforderten Notstandsprojektes gediehen sei­en, beantwortete Herr Bürgermeister dahin, daß in aller Kürze die städtischen Körperschaften mit der Beschlußfassung über die Ausführung des Projektes sich befassen werden. Es handelt sich bei diesem Projekt um Fertigstellung eines Waldweges von der „Kohlgrube" nach bem »BührB. Bei Ausführung des Projektes würden mit dem 3300 Tagewerk den Arbeitslosen, Ausgesteuerten und Wohlfahrtsem- pfänger in unserer Stadt eine ^anz schöne Arbeitsgelegen­heit geboten werden. Nach Erschöpfung der Tagesordnung wurde die Sitzung gegen yL>12 Uhr geschlossen. — Am Freitag, den 24. April 1931, abends 8W Uhr findet eine Sitzung der Stadtverordneien-Versammlung mit »ach - stehender Tagesordnung statt. 1. Feststellung der Rech­nungen der Stadtkasse für 1927 und 1928 und Entlastnngs= erteilung, 2. Verschiedenes.

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E l m. (Lokomotivführer-Jubiläum). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Ortsgruppe Fulda, reransial- tete am Sonntag abend im Kath. Gesellenhaus in Fulda eine Jubiläums- und Familienfeier, die zahlreich besucht war und einen harmonischen Verlauf nahm. Galt es dock vor allem neben geselliger Unterhaltung mehrere Beamte zu ehren, die 25 Jahre im Dienste der Reichsbahn stehen und den schweren und ücranhDortuiigsvolkn Lokomotiv­führerberuf ausüben. Aus Elm waren es die Herren Heinrich Uolker und Heinrich Sing hoff (Schlächtern), die die Glückwünsche bes Vorstandes vom Maschinenamt Fulda entgegennehmen konnten.

Wahlert. Es sei nochmals auf das am Sonntag Abend hier stattfindende Thorkonzerl des Gesangvereins Einigkeit hingewiesen. Der verein mit seinem bestens be­kannten Stimmenmaterial wird Thöre bekannter Meister (Kampf, Heuser, Baumann u. a.) sowie Volkslieder zu Gehör bringen. Die solistischen Darbietungen von Frl. Winterich aus Frankfurt a. M. werden dem Abend eine besondere Nctd verleihen.

Wächtersbach. Die in Berücksichtigung der Seu= chengefahr zeitweilig eingestellten stark beschickten und be­suchten Wächtersbacher Nutzviehmärkte werden nunmehr nach Erlöschen der Seuche im Kreis und in den Auftrirbsge- bieten mit dem ajni 29. April bs. tjs. stattfindende» Markt wieder ausgenommen.

Gießen. (3um Tode verurteilt). Das oberhessische Schwurgericht verurteilte am Dienstag nachmittag den 21 Jahre alten Landwirt Wilhelm Lehr aus Altenstadt we­gen Mordes an dem 19 Jahre alten Dienstmädchen Mar- tha Peppel aus Gber-Seemen zum Tode. Lehr hatte das Mädchen, das von ihm in andern Umständen war, am 4. Januar abends bei Ortenberg in die hochgehende Uidder gestoßen, um es auf diese Weise los zu werden. Das Mäd­chen war dabei in den Fluten umgekommen. Da nach bessi- scker Gesetzgebung eine Todesstrafe nicht vollstreckt wer­den darf, ist mit einer Umwandlung in lebenslängliche Zuchthausstrafe zu rechnen.

Frankfurt a. M. (Die Höchster Werkspionage). Eine in höchst abgehaltene Versammlung der sreigewerkschast- lichen Vertrauen-männer im Werk höchst der J. G. Far- beinndustrie nahm zu der Wcrkspionage-Asfäre Dienstbach und Genossen Stellung. Einmütig wurde das Verhalten des Betriebs- und Arbeiterrats in der Frage der gemelde­ten Entlassungen gutgeheißen. Ebenso- einheitlich wurde das Gebaren der R. G. ©. verurteilt, da es die Interes­sen der Arbeiterschaft der J. G. höchst aufs schwerste schädigt. In einer Entschließung verurteil: die sreigewerk- schastlich organisierte Arbeiterschaft die Werkspionage auf das entschiedenste. Von den bisher entlassenen 23 Arbei­tern gehören sechs dem Betriebsrat und einer nur dem Arbeiterrat an. Von den zur Ausrüstung in Betracht kom­menden Listennachfolgern für die Entlassenen sind nur noch vier im Werk beschäftigt.

Wiesbaden. Der wegen Unterschlagung von mehre­ren Tausend Mark Mündelgeldern vom Dienst entlassene Landesobersekretär Baumgarten hat sich vorerst dem Zu­griff der Behörden durch die Flucht entzogen. Zur Zeit sind die Behörden damit beschäftigt, die Höhe der unter­schlagenen Summe festzustellen.

Lärmszenen im westfälischen Provinzial-Landtag.

Kurz nach Eröffnung der Sitzung des westfälischen Provinzial- landtages in Münster kam es zu Lärmszenen, als ein kommuni­stischer Abgeordneter auf den schweren Zusammenstoß zwischen Polizei und Komniunisten bei Hamm am Sonntag zu sprechen kam. Als der Präsident den Ausschluß des kommunistischen Redners von der Schung bekanntgab, wurden die Lärmszenen so stark. Vag der Präsident die Tribüne räumen lassen mußte. Der kommu­nistische Redner wurde aus dem Hause entfernt.

Kleine ..olitifche Meldungen.

Der neue deutsche Gesandte in Men. Der neue deutsche Ge­sandte in Wien. Dr. Rieth, ist Montag mittag in Wien eingetroffen

keine englische Aufenthaltsgenehmigung für Trotzki. Im eng­lischen Unterhaus nAtrbe am Montag gefragt, ob die Regierung Trotzki das Recht zugestehen wolle, als politischer Flüchtling in England zu leben. Der Innenminister verneinte die Frage.

Freie Schiffahrt nach den Azoren. Nach Niederschlagung des Alästandes auf den Azoren sind die Häfen für die Schiffahrt wieder geöffnet worden.

20 Leichtverletzte bei einem Eisenbahnunfall im Saar- gebiet Aus dem Bahnhof in Völklingen fuhr eine Rangicrlolomotive einem in Richtung Lebach ausfahrenden Personenzug in die Flanke. Der letzte, dicht besetzte Per­sonenwagen stürzte um. Etwa 20 Reisende wurden leicht verletzt.

Zusammenstöße zwischen Streikenden und Polizei. In Springe am Leister entstanden ernste Unruhen, als Arbeitswillige von Streikenden am Betreten der Räume der Stuhlfabrik, in der seit längerer Zeit gestreikt wird, gehindert wurden. Am Bahnhof kam es zu heftigen Zu- sanrnienstößen zwischen der Polizei und den Streikenden, wobei auch der Bürgermeister tätlich angegriffen wurde. Die Landjäger mußten schließlich von der Schußwaffe Gebrauch machen. Hierbei wurden ein unbeteiligter Arbeiter und der Führer der kommunistischen Streikenden durch Geschosse verletzt. Bon der Polizei wurde aus Hannover Hilfe angefordert, die die Ruhe wiederherstellte und neun Haupträdelsführer festnahm.

Fernsprechverkehr Moskau—Hamburg. I» den nächsten Tagen wird der Fernsprechverkehr zwischen Moskau und Hamburg über Leningrad eröffnet. Die Kosten eines Ge­sprächs von Moskau nach Hamburg belaufen sich auf 14 Mark und von Leningrad nach Hamburg auf fünf Mark

Belgischer Lehrer in Italien verhastet. Ein junger bel­gischer Lehrer namens Moulin trat eine Reise nach Italien an und kam nicht zurück. Jetzt wird amtlich bekanntgegeben. daß er in Italien verhaftet worden ist, ohne daß bisher die Gründe hierfür bekanntgeworden sind. Die belgische Regierung hat deshalb die Klärung der Angelegenheit auf diplomatischem Wege eingeleitet.

Doranreige!

Am Samstag, den 25. April b 3. findet im

Hotel zum Stern ein

=■ Tanzabend

statt.

(Näheres in nächster Nummer).