Ihn Fahre Reichslan-bunb.
Die Jubiläumstagung.
Der Reichslandbund, der in diesem Jahre auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann, trat am Montag in Berlin im Zirkus Busch zu seiner Jahrestagung zusammen. Der Präsident des Reichslandbundes,
Bürgermeister Lind,
M. d. R-, eröffnete die Tagung mit kurzen Begrüßungs- worten an die anwesenden Vertreter aus allen Teilen Deutschlands und gedachte der Toten des Jahres. 3m Anschluß daran führte er u. a. aus: Der Kuppelbau des Zirkus Busch ist schon aus den Gründungszeiten des Bundes der Landwirte die Tagungsstätte der deutschen Landwirtschaft, wenn es heißt, mit der Regierung über ihr Verhalten der Landwirtschaft gegenüber in-deutlicher Form abzurechnen. Heute ist der Kampf erheblich schwerer als einst, denn wir haben heute eine Regierung, die dem politischen Einfluß der Parteien untersteht. Der Parlamentarismus verhindert fachliche Arbeit. Mit Stolz erkläre ich heute, wie ich es schon im Februar 1903 getan habe: Es gibt in der deutschen Landwirtschaft keinen Osten und keinen Westen, sondern es gibt nur einen im Verzweiflungskampf um seine Existenz geschlossen kämpfenden Berufsstand.
Nach einem Rückblick auf die letzten zehn Jahre Agrarpolitik gelangte der Redner zu folgenden Forderungen: Wir verlangen sofortige Hilfe auf den ungeschützten Gebieten. Deutschland ist durch eine zehnjährige verkehrte Politik wirtschaftlich zugrunde gerichtet. Durch die Erfüllungs- politik, gegen die der Reichslandbund immer in schärfster Ablehnung stand, ist unsere gesamte Wirtschaft, einschließlich der Landwirtschaft, nicht nur des Betriebskapitals beraubt, sondern schwere Eingriffe in die Substanz haben stattgefunden. Wir f:nb ein Sklavenvolk in der Hand unserer Feinde! Wir Landwirte, die wir gewohnt sind zu kämpfen, ergeben uns nicht willenlos dem Untergänge! Unsere Parole heißt: Kampf für die Erhaltung auf freier Scholle, Kampf für den Wiederaufbau unserer Wirtschaft, Kampf für ein neues Deutschland, in dem ein freier Bauernstand Platz hat!
Vräsident Graf Kalckreuth, der dann sein Hauptreferat hielt, führte u. a. aus: Heute, am Tage seines zehnjährigen Bestehens, steht der Reichs-Lano- bund mitten in dem schwersten Kampfe, den er je zu bestehen hatte.
Schon das Jahr 1929 hatte der Landwirtschaft einen Gesamtverlust von 1,5 Milliarden gebracht. Das Jahr 1930 31 wird ein Mehrfaches dieses Verlustes ergeben.
Zehn Monate sind seit dem historisch bedeutungsvollen Tage der Osterbotschaft des Reichspräsidenten verflogen. Das Kabinett Brüning hat manches für die Erhaltung der deutschen Landwirtschaft getan; aber der Erfolg ist ihm versagt geblieben.
Auf dem Gebiete der Getreideproduktion ist der Druck der Auslandsware von der Reichsregierung im ganzen mit Erfolg abgeschwächt worden. Wenn trotzdem für die deutsche Landwirtschaft nicht auskömmliche Preise erzielt worden sind, so liegt die Ursache in der Versäumnis eines Ausgleichs des inneren Markles. Auf dem Gebiete von Milch und tierischen Erzeugnissen hat die Reichsregierung es bisher nicht nermodit, sich die notwendige Bewesungs- freiheit durch ein Ermächtigungsgesetz zu verschaffen. Der anscheinend immer stärker unter dem Einfluß einseitiger Erportindustrieinteressen geratene Reichsverband der deutschen Industrie hat in den letzten Wochen kein Mittel unversucht gelassen, der Landwirtschaft hier Steine auf den Weg der Rettung zu legen.
In übereiltester Weise sind in der Nachinflationszeit im reinen Jndustrieerportinteresse eine Reihe von Handelsverträgen abgeschlossen worden, die gerade die intensivste Form deutscher Landwirtschaft, den Gemüse-, Garten- und Obstbau, sowie die Geflügelwirtschaft, der Schleudereinfuhr des Auslandes preisgeben. Nur durch Lösung dieser Bindungen ist es möglich, wirksamen Schutz zu schaffen. Sicher muß auch der sogenannte Genfer Zollsrieden, welcher versucht, diese unhaltbaren Zustände zu stabilisieren, ebenso wie der polnische Handelsvertrag von Deutschland ab- gelehnt werden.
Eine Uebersicht über das Gebiet der Zoll- und Handelspolitik zeigt also, daß der Auftrag des Reichspräsidenten, die Agrarmaßnahmen mit der Beschleunigung und in dem Umfange durchzuführen, daß der Landwirtschaft in allen ihren Betriebszweigen und für die Dauer die Lebensfähigkeit wiedergegeben wird, nicht erfüllt worden ist, obwohl die Möglichkeit zu seiner Erfüllung gegeben war.
Der Redner ging dann u. a. auf die Frage Der Roa genstützung ein und bemerkte dazu: Dadurch, daß die Reichsregierung unter Verzicht auf stärkeren Zwang der Bevölkerung zu Roggenverzehr in Form von Brot sich im wesentlichen daraus beschränkt^ den Roggen der Verfütte- rung an die Schweinemäster in Westdeutschland zuzufüh- ren, wurde ein starkes Notventil zur Verwertung unserer außergewöhnlich großen Kartoffelernte vorigen Jahres verstopft. Statt des Eosinroggens gehörten in erster Linie die im Osten hergestellten Kartoffelstöcken in den Schweinetrog der westlichen Schweinezüchter.
Wir wissen, daß das verarmte Volk von heute keine Ueberteuerung seiner Lebensmittel vertragen kann. Die Landwirtschaft erhält jedoch für die von ihr auf den Markt gebrachten Waren nur etwa 10 bis 11 Milliarden Mark. Der Verbraucher aber zahlt für dieselben Waren 25 Milliarden Mark.
Die Grüne Front hat in ihren Forderungen an den Reichskanzler verlangt, daß in dem gesamten Gebiet östlich der Elbe den Landwirten als erste und wertvollste Leistung der Osthilfe eine generelle, allgemeine Lasten- senkung in Höhe von drei Prozent des Einheitswertes gewährt wird. Eine solche generelle Lastenienkung ist die wichtigste Maßnahme eines wirkungsvollen Osthilfegesetzes.
Vier große Aufgaben
müssen sofort der Lösung entgegengeführt werden, wenn nicht Deutschland rettungslos der völligen Katastrophe entgegentreiben soll:
1. Rettung der Landwirtschaft vor dem völligen Erliegen. Mit Lösung dieser Aufgabe wird auch die heute vordringlichst erscheinende Aufgabe, Wiedereinschaltung der fünf Millionen Arbeitslosen in den Produktionsprozeß, am meisten gefördert werden;
2. Befreiung der deutschen Wirtschaft von den Fesseln des Poungplanes;
3. Abbau der die Hälfte des Arbeitsverdienstes des deutschen Volkes aufzehrenden Ausgaben der öffentlichen Hand;
4. Umstellung der gesamten sozialen Fürsorge aus ihrer heutigen Form, in der sie nicht nur einen Anreiz, sondern geradezu in vielen Fällen einen Zwang zur Arbeits- en ''-ma bedeutet.
Hin-enburg-Tekgramm an den Lanobuno.
Reichspräsident von Hindenburg richtete folgendes Telegramm an den Reichslandbund:
Habe» Sie vielen Tank für die freundlichen Grütze von der Reichslandbund-Tagung im Zirkus Busch, die ich herzlich erwidere. Die Rcichsrcgicrung, wie auch ich selbst, sind nach wie vor nach besten Kräften bemüht, jede Möglichkeit auszunuhen, um die Notlage der Landwirtschaft zu beseitigen. Wir rechnen hierbei auf die tatkräftige Mitarbeit »nd zielbewußte Selbsthilfe der Landwirtschaft und hoffen zuversichtlich, durch eine solche Zusammenarbeit wieder bessere Zeiten für die deutsche Landwirtschaft zu erreichen.
Große Anfragen.
Aus dem Preußischen Landtag.
— Berlin, 3. Februar 1931.
Bei der heute fortgesetzten Einzelberatung zur zweiten Lesung des
Wohlsahrts-Elals brächte eine schier endlose Reihe von Rednern ihre Sonder- wünsche vor. Nach stundenlanger Debatte war man mit dieser Materie fertig bis auf die Abstimmungen über die angefochtenen Titel, tue erst am Donnerstag erfolgen sollen. Es folgte sodann die zweite Beratung des Haushalts der
Handels- und Gewerbeverwaltung und der Porzellanmanufaktur.
Mit der Beratung verbunden waren Große Anfragen über den Bahnbau im Osten und die Ausbildung von Ge- wcrbelehrerinnen, sowie eine Anzahl von Anträgen des Hauptausschusses.
Handelsminister Dr. Schreiber, der sogleich nach den Darlegungen des Berichterstatters das Wort nahm, gab zunächst einen Ueberblick über die Einsparungen ini Handels- und Gewerbeetat und erklärte dann, auf die Wirtschaftsnot eingehend, unter Zustimmung des Hauses: Zu den Ursachen der Weltwirtschaftskrise gehört vor allem auch die während des Krieges neu aufgekommene industrielle Selbstversorgung vieler Völker. Verschärft wird diese Krise durch die auch wirtschaftlich verhängnisvolle Grenzziehung. Die Tausende von Kilometern neuer Grenzlinien sind der Weltwirtschaft wirklich nicht förderlich. Zahlreiche, insbesondere die neugeschaffenen Länder sind bemüht, alles selbst zu erzeugen, was sie brauchen und was früher von anderen Ländern bezogen wurde. Daß dabei Deutschland, das weitgehend interessiert ist am Güteraustausch, besonders berührt wird, ist selbstverständlich.
Zu den Ursachen der Wirtschaftskrise, so betonte der Minister dann weiter, gehöre aber auch die ungeheuer- schnell sich entwickelnde Technisierung der Wirtschaft, die die Erzeugung viel schneller vergrößere als sich die Abnahmefähigkeit steigern lasse.
Deutschland leibe besonders an der künstlichen Verknappung des ohnehin engen Kapitalmarktes durch die Reparationszahlungen. Unsere Wirtschaftslage werde gekennzeichnet durch s/4 Millionen Arbeitslose, durch Verdoppelung der Kurzarbeit gegenüber dem Vorjahre und durch Verdoppelung der geschäftlichen Zusammenbrüche gegen- > über der Vorkriegszeit.
Ueber die Möglichkeiten einer Arbeitsbeschaffung im großen Stile gäbe sich die Oeffentlichkeit vielfach falschen Vorstellungen hin. Hinsichtlich des Problems der Beschulung von arbeitslosen Jugendlichen gebühre der Berufsund Fachschullehrerschaft Dank für ihre unentgeltliche Mitarbeit. Beim Preisabbau könne die Regierung im wesentlichen nur systematisieren und Hemmungen beseitigen.
Besonders dringlich sei eine Herabsetzung der Tarife bei den öffentlichen Betrieben. Reichsbahn und Reichspost seien teilweise entgegengekommen; das Entgegenkommen der Elck- trizitäts-, Gas- und Wasserwerke sei erst recht völlig unzureichend.
Zum Schluß seiner Rede streifte Staatsminister Dr. Schreiber noch Fragen der Kreditpolitik, wobei er erklärte, die Zinsen könnten nur verbilligt werden durch die Pflege des Vertrauens in die Beständigkeit der deutschen Verhältnisse. Unsere Lage sei nicht hoffnungslos, auch könne mau Besserungszeichen erkennen. Die Verantwortungsbewußten ohne Unterschied der politischen Richtung müßten sich zusammenfinden gegen die Schwarzfärber und Abenteurer.
Abg. O st e r r o t h (Soz.) begrüßte die Ausführungen des Ministers. Es sei falsch, die Ursache, der Krise in einer Ueberspannung der Sozialpolitik zu sehen. Amerika kenne keine öffentliche soziale Fürsorge und habe dabei doch sieben Millionen Erwerbslose. Redner wünschte schließlich noch eine internationale Verständigung über die Kürzung der Arbeitszeit.
Danach vertagte der Landtag die Weiterberatung auf Mittwoch.
Drei Fragen Lord <Lecils.
Die Völker sollen über die Abrüstungsfrage entscheiden.
Die „Kölnische Zeitung" hatte unlängst angeregt, die Frage der Abrüstung den einzelnen Völkern vorzulegen und darüber ein Referendum abzuhalten. Zu dieser Anregung nimmt jetzt Lord Cecil im „Petit Journal" Stellung. Er führt aus, er kenne sehr wohl die verfassungsrechtlichen Schwierigkeiten, die einem solchen Plan entgegenstünden; aber er wolle ihm zustimmen, wenn die Fragestellung eine aufrichtige sei. Er schlage folgende Fragen vor:
1. Seid ihr bereit, eure Kinder in Massen töten oder verstümmeln zu lassen in einem Kriege, der durch eine Politik militärischer Rivalität zwischen gegen- einanderstehendest Völkergruppen hervorgerufen wird?
2. Seid ihr mit dem Zustand zufrieden, daß 250 Millionen Franken täglich in der ganzen Welt für die Herstellung und den Unterhalt von Waffen und Munition ausgegeben werden, während das Elend und die Arbeitslosigkeit drohen und es den Vereinigungen für soziale und religiöse Hilfstätigkeit an Mitteln fehlt?
3. Würdet ihr von eurer Regierung den bestimmten Beschluß verlangen, jedes Verfahren der Zusammenarbeit und friedlichen Beilegung der internationalen Konflikte zu unterstützen und eine derartige Vergeudung ihres Geldes zu unterbinden?
Erdbeben in Neuseeland.
Schwere Verluste an Menschenleben. — Die Stabs Castings in Flammen. — Hilfsschiffe bereits unterwegs.
London, 3. Februar.
Die östlich von Australien gelegene Inselgruppe New seeland, ein Teil des britischen Weitreiches, ist von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Die bisher vor, liegenden Meldungen sind spärlich und treffen nur auf drahtlosem Wege ein.
Der Herd des Bebens scheint die Hafenstadt Napie, aus der Nordinsel gewesen zu sein. Nach einer drahtlose, Meldung des Avisos „Veronica", der vor Napier liegt, js, die Lage sehr ernst. Nahezu jedes Steingebäude in Napier soll beschädigt sein. Zahlreiche Feuersbrünste sind aus gebrochen. Es ist zu befürchten, daß es schwere Verlust, an Menschenleben gegeben hat. Ein Rundsunkliebhaber im Staate Neuyork will einen Funkspruch aufgefangen haben, wonach in Napier allein 100 Todesopfer zu verzeichnen sei, sollen. In der südlich von Napier gelegenen Stadt Castings haben 21 Personen den Tod gefunden. Das Krankenhaus und das Schwesternheim stürzten ein und begruben meh. rere Bewohner unter den Trümmern. Die Stabs Castings steht in Flammen. Auch die Orte Waira, Waipukurau und Waipawa haben große Verwüstungen;, verzeichnen. Die Regierung von Neuseeland hat sofort eint Hilfsaktion eingeleitet. Die englischen Kriegsschisst „Diomebe“ und „Dunebin“ sind mit Aerzten, Kranken. Pflegerinnen und Verbandsmaterial von Auckland nach Napier in See gegangen. Man befürchtet, daß Tausend- von Einwohnern ohne Unterkunft sind. Lebensmittel sind dringend angefordert worden.
In der Erdbebenwarte in Sidney (Australien) wur- den am Dienstag früh Erdstöße von furchtbarer Stärk« verzeichnet, wie sie seit dem 17. Juni 1929 nicht wahr- genommen wurden. Die Stöße begannen um 8.51 Uhi morgens und dauerten zwei Stunden lang. Es kann sich ganz offenbar nur um Neuseeland handeln. Drahtlose Ve- richte von Schiffen bestätigen, daß auf der Nordinsel von Neuseeland schwerer Schaden angerichtet wurde. 3n Hawkes-Bay-Bezirk wurde eine Anzahl Brücken und Viadukte schwer beschädigt. Der Meeresboden bei Napm senkt sich; die Dampfer sind deshalb aufs offene Meei hinausgefahren. Eine Anzahl O e l t a n k s in Napier stehe« in Flammen. Die Telegraphenlinien sind zerstört.
Napier völlig zerstört.
Die Plötzlichkeit der Katastrophe. — Verändertes Aussehen der Küste.
Nach den letzten Meldungen aus dem Erdbeben- gebiet in Neuseeland gleicht die Stadt Napier ein« Ortschaft, die einer Beschießung durch schwere Artillerii ansgesetzt war. Die Erdstöße erfolgten in so rasche Reihenfolge und waren so heftig, daß im Nu alb Lichter erloschen. Dafür züngelten aus alle« Häufen Flamme», die die Stadt weithin erhellten. Um ein weiteres Umsichgreifen der Feuersbrunst zu verhindern, wurden die Ueberreste der brennenden Hansel dnrch Dynamit gesprengt.
" Die Schiffe im Hafen wurden nach allen Richtungen auseinandergetrieben. Einige von ihnen retteten sich auf die hohe See. Infolge der Schnelligkeit, mit der das Unglück hereinbrach, waren Tausend« von Menschen nicht imstande, irgendetwas von ihre: Habe zu retten.
Die Stärke des Bebens wird dadurch iHufirkrl, daß die Küste nach der Katastrophe ei» völlig verändertes Aussehen zeigte. Biete Klippen sind ganz oder teilweise ins Meer gestürzt. Bluff Hill, eiw über den Hafen von Napier ragende Höhe, stürzt fast völlig in die Bucht. Allenthalben fanden Erdrutsche statt.
In Auckland ging folgender Funkspruch des Be fehlshabers des Kriegsschiffes „Veronica" ^m:
,stBiu soeben von einer Besichtigung Napiers zu- rückgekehrt. Fast alle Steingebäude sind zerstört, zahl reiche Teile der Stadt brennen noch lichterloh. H«ir verte von Holzhäusern sind ebenfalls vernichtet wer den. Man befürchtet, daß die Verlustliste sehr grei ist. Es ist jedoch noch nicht möglich, die Zahl der OPft abzuschätzen. Die Wasserleitung der Stadt ist auß« Betrieb, und die Feuerwehr ist daher »icht ini stand« der Bräude Herr zu werden. Die Bevölkerung Ü ruhig, aber durch die Größe der Katastrophe schwel erschüttert. Ich habe Lebeusmitteldepots organisiert lasse die Straßen durch Polizeistreifen überwachen »«> habe Notlazarette errichtet. Obdachlose Frauen u«1 Kinder werden an Bord der „Veronica" genommen Die Erdstöße dauern fort."
Ueber 800 Todesopfer bei der Katastrophe.
Während von amtlicher Seite erklärt wird, ein* Feststellung der Zahl der Opfer lasse sich noch niA treffen, ist in privaten Meldungen von 800 und web« Todesopfern die Rede.
Napier liegt etwa 320 Kilometer nordöstlich von Wellington und zählt ungefähr 19 000 EinwolM
Die Beratung im Staatsrat.
Der Preußische Staatsrat beriet am Dienstag die Vor ™0e Zum preußischen Finanzausgleich für das Rechnung Whr 1931. Die Vorlage sieht mit Rücksicht darauf, daß W Veroronung des Reichspräsidenten für die Zeit von1 , 1032 ab eine gänzliche Umgestaltung des AB gleichs für Reich, Länder und Gemeinden in sichere Aussig ge|tellt hat, von einer grundsätzlichen Aenderung der berigen preußischen Bestimmungen ab. An wesentliche Aenderungen sieht sie nur zwei vor.
Zunächst wird vorgeschlagen ein Härteausgleich Gemeinden, die infolge der Auswirkung der relativen ranne einen besonders hohen Verlust an Ueberweisun^ aus. Der Einkommen- und Körperschaftssteuer erfahren
Nealsteuerbelastung insgesamt über dem Landes' DurdMcbiutt liegen. Es wird den zustündigen Ministern Vesugnis gegeben, die Rechnungsanteile solcher Geineind« zu erhöhen, daß sie rechnerisch 90 v. H. des letzte
• raPcs erhalten. — Zweitens sollen die Kreis- u" jiv??'"Zeuiumlugen auf die den Gemeinden eröffnete V»e gcrsteuer ausgedehnt werden können.