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Ein eigentümlicher Mond.

In dem Banne der Planeten unseres Sonnensystems stehen 27 Monde, die ihrem Zentralkörper dieselbe Seite zukehren wie der Mond der Erde. Alle Sterne, Sonne und Mond gehen für die Erde im Osten auf und im Westen unter. Wäre das nicht eigentümlich, wenn unser Mond sich hierbei entgegengesetzt verhielte? So ist es bei einem kleinen Monde der Fall, der den bekannten Planeten Mars umläuft. Dieser Trabant geht im Westen auf und im Osten unter, und etwaige Marsbewohner müßten eigen­artige Schauspiele erleben. Den Mars umkreisen zwei Monde, diePhobos" undDeimos", auf deutsch Schrecken" undFurcht", als Begleiter des Kriegsgottes, heißen. Der Mond Phobos, um den es sich hier handelt, wurde 1877 entdeckt und ist ein Sternchen der 10. Hellig- keitsklasse. Sein Durchmesser belauft sich auf nur 58 Kilo­meter; früher nahm man an, er betrüge kaum 10 Kilometer. Eine kleine Welt!

Unser Mond hat vom Mars einen Abstand von 9150 Kilometern und umkreist ihn in 7 Stunden 39 Minuten. Von der Oberfläche des Mars ist Phobos nur 5760 Kilo­meter entfernt. Da der Mars sich in 24% Stunden um seine Achse dreht, läuft mit seinen 7% Stunden der kleine Trabant schneller um seinen Zentralkörper als dieser rotiert. So muß es sich ereignen, daß er sich für einen Marsbewoh­ner im Westen erhebt und im Osten unter den Horizont sinkt; dieses findet zweimal an einem Marstage statt. Wie gesagt, dreimal wandert er an einem Tage um den Mars herum. So geht er z. B. des Morgens mit der Sonne auf, aber in entgegengesetzter Richtung und als Vollmond. Rasch niyjmt er an Größe ab, wird bald Neumond und geht zur Mittagszeit unter. Am Horizont erscheint er viel licht­schwächer als im Meridian, denn er ist im ersteren Falle weiter entfernt als im letzteren; man sieht ihn im Meridian als einen Stern, der im Durchmesser ungefähr viermal klei­ner als unser Monddurchmesser ist.

Der Anblick des Mars muß vom Phobos aus ein schön- ner sein, denn, falls der untere Rand der Marsscheibe auf dem Horizont steht, reicht ihr oberer Rand fast bis zur hal­ben Himmelshöhe. Der kleine Himmelskörper hat aber keine Bewohner, die sich an dieser Erscheinung erfreuen könnten! W.

Das Essen in Konserven.

Der Fabrikant aber seine Suppen nicht.

In Amerika hat man dieser Tage oen Multimillionär M. I. Dorrence zu Grabe getragen. Dorrence war lange Zeit Professor der Chemie an der Universität des Staates Massachusetts. Als Chemiker befaßte er sich viel mit der Konservierung von Lebensmitteln; Konserven spielen in den amerikanischen Haushalten eine bedeutend größere Rolle als bei uns in Europa, da die Amerikanerin keine große Freundin langen Kochens ist. Zur Zeit von Dorrences Lehr­tätigkeit kannte man nun in Amerika Fleisch-, Fisch-, Obst- und Gemüsekonserven, nicht aber konservierte Suppen, so daß es den Frauen nicht erspart blieb, die Suppe selbständig zu kochen. Der Professor witterte hier ein Geschäft, und um tiefer in die Praxis der Sterilisation einzudringen, legte er kurzorhand sein Amt nieder und ging als einfacher Arbeiter der Reihe nach in eine Fleisch-, eine Gemüse- und eine Obst­konservenfabrik. Seinem eifrigen Studium gelang der große Wurf: die Herstellung von Suppenkonserven. Nun konnten die Amerikanerinnen tatsächlich die ganze Mahlzeitnur zum Anwärmen" fix und fertig durch ihren Delikatessen- Händler beziehen. Sie haben es dem Erfinder gelohnt. Dorrence wurde im Laufe der Zeit einer der reichsten Män­ner der Staaten. Neben seinem Rezept und den Fabriken hinterläßt er seinen Erben ein nettes Sümmchen Geld und große Liegenschaften, darunter einige Hotels.

Bezeichnend nicht so sehr für den Haushalt Dorrence wie für die Suppenkonserve ist es, daß Dorrence nicht duldete, daß von den Erzeugnissen der eigenen Fabrik etwas auf seinen Tisch kam. Er muß ja schließlich gewußt haben warum! Man erzählt sich ähnliche Dinge von anderen Fa­brikanten der amerikanischen Lebensmittelbranche.

Aus der Hochblüte der Claque. Die russische Tänzerin Lydia Kyasht, die einst auf der Londoner Barietsbühne Triumphe feierte, schreibt in ihren Erinnerungen über die Claque, die in jener Zeit allmächtig war:Es war eine systematische Organisation, die die Künstler zwang, jede Woche einen Prozentsatz ihrer Gage dem Chef der Claque zu überlassen, wofür dieser den gewünschten Beifall und die ebenso beliebte abendliche Ovation der Verehrer am Büh­neneingang garantierte. Wenn ein Künstler oder eine Künstlerin etwa 40 Pfund Sterling in der Woche verdiente, so erwartete man von ihnen, daß von dem Honorar 30 Schil- sing oder zwei Pfund Sterling in der Woche der Claque überwiesen wurden. Zeigte sich ein Künstler jedoch ab­geneigt, die geforderte Summe zu zahlen, so nahm die Claque für die Abweisung Rache, indem sie die Vorstellung durch Pfeifen störte, wenn sie es nicht oorzog, die ganze Nummer dadurch zu ruinieren, daß der Beifall an der fal­schen Stelle einsetzte. * Zu meiner Zeit war der Chef der Claque ein schnurrig aussehender Franzose mit schwarzen haaren und herabfließendem Vollbart, der einen schäbigen schwarzen Anzug und einen fettigen, weichen Hut trug. Er versicherte mir, daß er derunvergleichlichen Lydia" einen begeisterten Empfang zu dem bescheidenen Preis von einem Pfund Sterling wöchentlich garantieren könnte, und es blieb mir in der Tat nichts übrig, als auch wich diesen Zah­lungsbedingungen zu unterwerfen."

Wieviel Beamte kommen in den Besitz der Pension?

Das Landeskartell Lippe des Deutschen Leaniteubnndes bat über diese Frage eingehende Berechnungen eingestellt. Zu den Jahren 19001930 sind 540 Beamte aus dem Staatsdienst ausgeschieden. Von diesen wurden 291 oder ?3,89 Prozent pensioniert, 155 oder 28,70 Prozent starken M Dienst und 94 oder 17,41 Prozent schieden aus sonstigen Gründen aus. Es haben also nur etwa» mehr als die Hälfte ber Beamten die Pensionierung überhaupt erlebt. Hiuler- bliekcnenbezüge wurden nur an 127 Personen oder 22,59 Prozent ausgezahlt. Von den unter Gewährung von Ruhe- Walt Pensionierten oder von den im Dienst verstorbenen samten; an deren Hinterbliebene Versorgungsbezüge ge* labst wurden, sind durchschnittlich 39 Dienstjahre, 4 Monate Mo 20 Tage zurückgelegt worden. Bemerkenswert ist die ssteße Sterblichkeit der pensionierten Beamten in den ersten Jahren ihrer Pensionierung. Von oen 174 im Ruhestand Wordenen Beamten starken im 1. Jahre 21, im 2. Jahre V. im 3. Jahre 14. Nur 39 Beamte lebten 10 und mehr ^ahr, im Ruhestand.

Christliche Inge«d feiert ei« goldenes Inbiliinm.

Am 2. Februar 1931 begann die größte christliche Ju= gendorganhation der Welt ihr goldenes Jubiläum. vier Millionen Mitglieder des Jugendbundes für Entschiedenes Christentum feierten den Tag, da vor 50 Jahren durch Pastor D. Francis E. Clark der Jugendbund im Psarr- Hause der Williston-Gedächtniskirche in Portland (Amerika) ins Leben gerufen wurde. Der Zweck des Bundes sollte sein:Crnftes Thristenleben unter den Mitglieoern zu ver­breiten, ihre gegenseinge Bekanntschaft zu fördern und sie brauchbar zu machen zum Dienst für Gott."

Der Jugendbund, der mit 57 Mitgliedern begann, nahm einen unerhört schnellen Aufschwung. Bereits fünf Jahre später zählte man 850 Bünde mit 5 000 Mitgliedern. Bei der 8. Weltbundtagung des Jugendbundes für L. L., die vom 5. bis 10. August 1930 in Berlin in den Ausstellungs­hallen am Kaiferdamm ftattfand, waren 35 Kationen ver­treten. Diese Tagung, an der auch 2 Mitglieder aus un­serem Kreise teilnahmen, gestaltete sich zu einer machtvollen Kundgebung für Entschiedenes Christentum.

In Deutschland ist der Jugendound für Entschiedenes Thristentum seit 1894 beheimatet. Auf Veranlassung von Herrn Pastor Blecher-Berlm-Friedrichshagen, damals Kan­didat in Bielefeld, wurde der erste deutsche Jugendbund für E. L. in Salzuflen von Herrn Pfarrer Hobbing ins Leben gerufen.

Der Jugendbund für L. L. ist heute mit seinen rund 1 500 Bünden und etwa 50 000 Mitgliedern in Deutschland die drittgrößte evangelische Jugendorganisation.

Der deutsche verband des Jugendbundes, an dessen Spitze seit 20 Jahren Pfarrer Schürmann, der jetzige Bundesdirek- tor steht, umfaßt 21 Landesverbände. Jm Jahre 1926 wurde ein großes, prächtig gelegenes, früheres Sanatorium in Woltersöorf bei Erkner-Mark als öundeshauptstelle erworben, weil das bisherige Bundeshaus in Bertin-Fried- richshagen den Anforderungen nicht mehr genügte. 20 Sekretäre und Sekretärinnen des Reichsverbandes und der einzelnen Landesverbände besuchen und beraten die einzel­nen Bünde und leiten Keugründungen in die Wege.

Seit 1924 wird neben dem Dienst der Reisesekretäre eine rege Missionsarbeit unter der deutschen Jugend durch Jugendzelt-Vorträge getrieben. Der Deutsche Jugendbund­verband besitzt 3 Wanderzelte mit zusammen 4000 Sitz­plätzen, die im Sommerhalbjahr in verschiedenen Städten der Jugendgewinnung dienen. Trotz planmäßiger Gegen- arbeit von freidenkerischer Seite sind sie meist bis auf den letzten Platz besetzt.

Insgesamt gingen aus den Reihen des Jugendbundes bisher über 4000 hauptamtliche Missionsarbeiter für das In- und Ausland hervor, Pfarrer, Missionare, Prediger, Diakone und Diakonissen. Jm letzten Jahre waren es allein 434 Jugendbündler, die in einen derartigen Dienst eintraten.

Ruch der Jugendbund für Entschiedener Thristentum wird, im verein mit anderen chrWichen Bestrebungen, dem sittlichen Zersetzungsprozeß in unserem Volk, sowie der systematischen Los-von-Gott-Bewegung entgegenarbeiten und an seinem Teil Licht in die Finsternis dieser Seit zu bringen suchen.

Gedlandk«Mvier«ttg «om Hofe aus.

Auf Antrag des Deutschen Landkreistages hat die Deut­sche Rentenbank-Rreditanstalt zur Förderung der Gedland- Kultivierung durch Linzeibesitzer vom Hose aus namhafte Kredite zur Verfügung gestellt, und zwar der Landesbank für Westfalen in Höhe von 150 000. RM. und der pro- vinzialbank Pommern in Höhe von 185 000 Rm. Die Darlehen sind zu pari auszahlbar und mit 7 °,o zu ver­zinsen. Als Darlehnsnehmer und Träger des Rreditver- fahrens treten in beiden Provinzen die beteiligten Landkreise auf._ Das Reichsernährungsministerium hat für die Kredite die Zinsverbilligung des Reichs mit der Maßgabe gewährt, daß der letzte Darlehnsnehmer (b. h. der Einzelbesitzer) auf die Dauer von 5 Jahren nicht mehr als 4°/o Zinsen nebst einem geringen Verwaltungskostenbeitrag zu tragen hat. Die Darlehen dürfen ausschließlich zur Gedlandkultivie- rung vom Hofe aus verwendet werden. Das einzelne Kulti= vierungsdarlehen ist auf einen Betrag von 300 RM. je Hektar bemessen. Anträge sind an den Vorsitzenden des Rreisausschusses zu richten.

Rassel. _(Rbge[agte Landbundtagung.) Die alljähr­liche große Eagung des Rurhessischen Landbundes muß in diesem Jahre ausfallen. Die schwere wirtschaftliche Kot, in der sich die Landwirtschaft befindet, macht es vielen, besonders weiter von Rassel weg wohnenden Landwirten unmöglid), die Mittel für die Teilnahme an einer solchen Tagung aufzubringen. Aus diesem Grunde mußte jener schwerwiegende Beschluß gefaßt werden.

Frankfurter Sch Ia ch tv ie h ma r kt vom 2. 2. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1255 Rindern, darunter 236 Gchsen, 93 Bullen, 511 Ruhen, 319 Färsen, ferner 374 Kälbern, 26 Schafen und 5617 Schwei­nen. Bezahlt wurde: Gchsen a 1 4650, 4245, 3841. Bullen a 4548, 40 44, Ruhe a 3941, 55- 38. 3034, 2529, Färsen 4751, 4346, 4042, Kälber 5761, 52 56, 4551, Schweine a 4850, 4951. 4951, 5052, 48 50. Marktverlauf: Rinder und Schweine ruhig, Kälber und Schafe langsam, Schweine im Verlauf lebhaft.

Warum wärmt uns das Bett?

Run, das tut es überhaupt nicht, sondern wir wärmen es. Wir strahlen stets Wärme aus. Das Bett hält dieselbe zurück und strahlt sie schließlich wieder zu uns hin aus, so daß es uns in ihm bald behaglich wird. Dabei ist zu beachten, daß die Decken usw. an sich schlechte Wärme­leiter sind und nach außen keine Wärme abgeben. Dies gilt ganz besonders von den leichten Federbetten, zwischen deren Daunen viele Lufträume sind, die bekanntlich die Wärme besonders zurückhalten. SL

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Februar.

Die sichtbare Verlängerung des Tages hat in alter Zeit dazu verleitet, den auf den 2. Februar fallenden Tag von Mariä Lichtmeß als den Tag anzusehen, an dem sich Winter und Sommer begegnen. Besonders in Deutschland galt der Peterstag am 22. Februar als erster Frühlingstag, der das Ende der kalten Jahreszeit bedeutet.

In der Tat fehlt es häufig nicht an den Zeichen, daß die Natur die Fesseln des Winters abzustreifen beginnt Die Weiden öffnen ihre Blattknospen, die Haseln und Erlen stäuben, die Schneeglöckchen heben ihre Köpfchen empor, und Leberblümchen und Seidelbast beginnen zu blühen. Auch die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. Scheint die Sonne, dann kommen Dungkäferchen, Erdwanzen und Bienen hervor, ja, man kann schon auf die Schmetterlinzs- jagd gehen und, wenn man Glück hat, den großen und klei­nen Fuchs wie den gelben Zitronenfalter erbeuten. Frösche, Kröten, Wassersalamander werden beweglich, und die Hechte beginnen zu laichen.

Daß es bergauf und der Sonne entgegengeht, zeigt auch die wachsende Zahl der zurückkehrenden Vögel. Der erste dieser Frühlingsboten ist der Star, wenn er auch nicht vor dem 24. zu erscheinen pflegt. Ihm folgen Rohrammer, Rotschwänzchen, Edelfink, Srorch und Wanderfalke, ja, mit­unter stellt sich im Februar auch die Waldschnepfe ein, un­bekümmert um die offizielle Vorschrift, die sie erst am Okulitage fällig werden läßt. Ein Zeichen, daß der Früh­ling naht, ist es auch, daß uns einzelne unserer gefiederten Wintergäste, wie die Nebelkrähe, verlassen, weil es ihnen schonsüdlich" wird.

So fröhlich man auch diese Frühlingsboten begrüßt, so dürfen sie uns doch nicht darüber hinwegtäuschen, daß wir vorerst noch mitten im Winter stehen und auch bei günstiger Wettergestaltung gegen Rückschläge nicht gesichert sind. Denn im Volksglauben galt und gilt der Februar als der kälteste Monat des Jahres. Aber auch der Februarkälte weiß der Volksmund das Beste abzugewinnen, erhofft doch die Bauernregel von großer Kälte ein gutes Erntejahr. Aber mag der Februar uns auch unwirsch und kalt kommen, so verzeiht man ihm das in dem sicheren Bewußtsein, daß die Tage seiner Macht gezählt sind.

Lichtmeß.

Unter den Htarienfeften der katholischen Rirche zählt Mariä Lichtmeß (2. Februar) zu den großen. Es führt auch den Kamen Maria Reinigung und wird seit dem 6. Jahrhundert begangen, und zwar 40 Tage nach Weihnach­ten, am 2. Februar. An dem Festlag findet unter An­lehnung an die Bibelstelle Lukas 2 Vers 62:Ein Licht zu erleuchten die Heiden" die Lichterweihe für das kommen­de Jahr statt. An manchen Drten wird zu Maria Licht­meß die Lichterprozession abgehalten. Der Tatsache, daß seit dem astronomischen Winteranfang die Tageslänge be­reits bedeutend zugenommen hat, und daß die Winterar- beit. im Hause durch die landwirtschaftlichen Verrichtungen^ im Freien verdrängt werden, wird in einem volkstümlichen Vers gedacht, der in einigen Gegenden folgendermaßen lautet:Lichtmeß, Spinne vergeß, und bei Tag zu Nacht !" Rnderwärts heißt er:Lichtmeß, Spinne vergeß,s Rädel hinter Tür, 's Rebmesser herfür!" Mariä Lichtmeß zählt auch zu den Lostagen: Echtes Winterwetter an Licht­meß bedeutet ein fruchtbares Jahr.

Wetterbericht. Der gestern bei Irland erschienene kräftige Tiefdruckwirbel hat einen kräftigen Ausläufer nach Süden zu entwickelt, der sich uns rasch genähert hat und heute früh bereits wieder neue stärkere Bewöl­kung hervorruft. Da jedoch das kräftige nordosteuropäische Hochdruckgebiet dem weiteren Gstwärts-Vordringen des Hauptwirbels erheblichen Widerstand entgegensetzt, so ist die Ausbildung einer Westwindwetterlage zunächst noch nicht wahrscheinlich. Immerhin wird es bei uns auch zu Niederschlag (vielfach in Schneeform) kommen, doch wer­den die Temperaturen keinen nennenswerten Anstieg er­fahren, sich vorerst aber wieder über dem Gefrierpunkt halten können. Die Weiterentwicklung der Wetterlage ist sehr schwer absehbar. Vorhersage für Montag: Wolkig bis bedeckt, zeitweise Niederschläge, Eempcraturen etwas über Null, lebhaftere, meist südliche Winde. Nussichlen für Dienstag: Meist bewölkt, nur noch vereinzelte Nieder­schläge, Temperaturen wenig geändert, in Richtung wech­selnde, zeitweise nördliche und östliche Winde.

Gehilfin nenprüfung im Modistinnenhand- werk. Diejenigen Lehrmädchen im Modistinnenhandwerk welche bis Ende' April d. Js. ihre Lehrzeit beenden, werden hiermit aufgefordert, die Anmeldung zur Gehilfinnenorü- fung spätestens bis zum 5. Februar d. Js. an die Vor- sitzende des Prüfungsausschusses, Frau Selma Gchs, i. Fa. Modesalon Hirschsprung, Hanau, Hammerstraße, zu richten. Der Anmeldung sind beizufügen, der Lehrverttag, eine Be­scheinigung des Lehrherrn und ein selbstgeschriebener Le­benslauf. _ _ .

Maggi - Film. Donnerstag, den 5. Februar läuft nackmittags 5 Uhr für Kinder und abends 8 Uhr für Erwachsene im Hotel zum Stern ein sehenswerter Film der Maogi-Gesellschaft. Er zeigt schöne Bilder aus dem Hegau und vom sagenumwobenen Hohentwiel und schildert dann den Werdegang der Maggi-Erzeugnisse von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum versand der Fertigprodukte. Leb­haftes Interesse erwecken die zahlreichen Spezialmaschi- nen, durch welche die einzelnen Erzeugnisse mit bewun- dernswerter Genauigkeit in Hygienisch einwandfreier appe­titlicher Weise hergestellt und verpackt werden, ohne daß Bände sie berühren. Die moderne, ausgedehnte Gutswirt­schaft und die riesigen Gebäude und Arbeitsräume fesseln allgemein. Der Beschauer lernt einen volkswirtschaftlich bedeutenden Industriezweig kennen der eine große Anzahl von Arbeitern und Angestellten beschäftigt. Nach dem Film werden Kostproben gratis verabreicht. Wir empfehlen un­seren Leserinnen und Lesern den Besuch; der Eintritt ist frei.