Der Segen der Welhnachtsarbeiten.
Von Prof. Dr. G. Junge.
Nach den Weihnachtsferien will die Schule nicht gleich schmecken. Zu schön war es doch, den ganzen Tag auf der Eis- oder Rodelbahn zu verbringen und nach Herzenslust mit den neuen Geschenken spielen zu können. Das beginnende Vierteljahr ist ja auch das schwerste von allen. Erstens ist es das längste, und dann steht doch die Versetzung bevor, auf unzählige Klassenarbeiten und Prüfungen ist zu rechnen.
Nun, Ferien und Schulzeit werden sich nie ganz ausgleichen lassen, so wenig wie Berg und Tal oder Sommer und Winter. Aber ein wenig von weihnachtlicher Freude und Geschäftigkeit läßt sich doch hinüberretten in die langen Wochen der jetzigen Schularbeit, und dazu möchten wir eine kleine Anleitung geben. Fast noch schöner als die Weihnachtszeit selbst, war für viele Kinder die wochenlange Vorbereitung, in der allerhand heimliche Arbeiten ausgeführt wurden. Die Mädchen saßen bei ihren Handarbeiten, auch wohl beim Malen und Tuschen. Die Knaben hatten zu kleben und zu tischlern, oder ein elektrisches Wunderwerk nahm die Kräfte in Anspruch. Sicherlich war ja die Freude am Schenken ein Antrieb bei diesen Arbeiten, aber mächtiger wirkte doch der kindliche Spieltrieb, die Freude, mit den Händen etwas Schönes und Nützliches zu schaffen. Dieser Trieb nach Beschäftigung wird durch die heutige Schule leider nur unvollkommen befriedigt, und darin liegt eine tiefe Wurzel aller Schulverdrossenheit.
Ein gesundes Kind will ganz gern fleißig sein, aber die Arbeit darf nicht ausschließlich im Lernen und Schreiben bestehen, wie es die Schule verlangt. Die Hände möchten auch etwas tun. Wie stark dies » Bedürfnis ist, das haben Versuche französischer Schulärzte gezeigt. Kinder, die in der Schule schlecht mit- kamen, unaufmerksam und unruhig waren, wurden auf eine ganz besondere Art behandelt: sie mußten regelmäßig mehrmals in der Woche gymnastische Uebungen machen und ebenso regelmäßig Bastelarbeiten > in Pappe oder Holz, wie wir sie als Weihnachts- : arbeiten kennen. Der Erfolg war nach wenigen Wochen eine deutliche Besserung des ganzen Zustandes, auch des Verhaltens in der Schule. Die Spannung in den Gliedern, die früher zu zappeliger Unruhe in der : Schulstunde geführt hatte, war jetzt auf eine gesunde : und befriedigende Art gelöst worden.
k Aus der gleichen Erkenntnis heraus, daß das Kind Bewegung aller Glieder braucht, der Hände ganz besonders, haben ja viele Schulen neben dem s Turnen auch schon die Knabenhandarbeit eingeführt. . Die skandinavischen Länder sind darin vorangegangen, und der dortige Name Slöjd für diese Uebungen ist in der ganzen Welt bekannt. Ueberall, wo die Slöjd- Unterweisung eingeführt ist, war sie eine Quelle der Freude für die Kinder wie für die Lehrer und Eltern. Wenn nun aber unsere Schule hierin versagt odev nicht genug tut, dann können wir Eltern doch auch unseren Kindern einige Anleitung geben, zwar nicht gerade zu kunstgerechter Werkarbeit, aber doch zu aller- **“i*ettb Heine» Atintfrgrij^en, biM^tuunenil^cr eine» MrMB F für restelr?MteN^nrerricht bieten. Wir können, je nach dem Alter der Kinder, ihnen Faltübungen mit Papier vormachen, oder ihnen zeigen, wie ein Bogen Papier sauber mit Linien versehen wird, wie lose Blätter sich mit Faden und Nadel zu einem Heft verbinden lassen Auch im Kleisterkochen, im Umgehen mit Tischlerleim oder mit dem Lötkolben werden die Kinder unsere dankbaren Schüler sein, falls wir Eltern selbst etwas davon verstehen.
Zum Glück gibt es jetzt auch mancherlei käufliches Spielzeug, das dem Trieb nach schöpferischer Betäti- gung entgegenkommt. Wenn sich eine farbige Modellier- masse wie Plastilin oder ein Baukasten zum Selbstherstellen von Maschinen unter den Weihnachtsgeschenken befindet, dann ist nicht einmal viel elterlicher Beistand nötig, das Kind wird bei einiger Phantasie oder Anregung durch seine Freunde schon allein weiter- - Wurmen.
. Früher meinte man, ein Hauptgewinn der Schule * der, daß die Kinder lernen, ihre natürliche Leb-- Haftigkeit zu unterdrücken, brav still zu sitzen und zuzuhören. Heute wissen wir, daß gerade das Still- srtzen dem Kinde unnatürlich ist und viel schwerer fällt als uns Erwachsenen. Wenn wir die Schultugend der ruhrgen Aufmerksamkeit dem Kinde erleichtern wollen, so ist es das beste Mittel, den doch immer vorhandenen Belvegungstrieb in harmloser Weise zu befris-
Wostir zahlen die Kraftfahrer Strafe?
Es ist nicht uninteressant zu erfahren, wieviel Strafmandate auf Grund der Verkehrsordnung vom Jahre 1929 von der Ber. liner Polizei verhängt worden sind. Es wurden erteilt 20 678 Srafmandatc wegen Uebertretung der Verkehrsordnung und der Droschkcnordnung, 12 988 wegen unvorschriftsmäßigen Fahren?, 5221 wegen ungenügender Nnnimernschildbeleuchtung, 3270 tocßeit falscher Schcinwcrferhcleuchtung, 2496 wegen rauchenden Auspfuff, 1516 wegen schnellen FahrenS, 1265 wegen fehlender Answeispapierc, 733 wegen Nichtabstellung des Motors beim Verlassen des Wagens, 1070 wegen Haltens in verbotenen Straßen, 488 wegen fehlender Kennzeichen, 438 wegen falscher , ,üinchtungsanzeigung, 431 wegen Befahren? von Straßen- oahnschienen, 240 wegen Nichtabgabe von Signalen, 98 wegen sicher Bereifung, 96 wegen Benützung von zwei Anhängern ohne Erlaubnis. Neben Vorschriften allgemeiner Art ist es vor ollem die Unterlassung der richtigen Beleuchtung der Fahrzeuge, die immer wieder Strafmandate notwendig macht.
Kassel. Die Landwirtschaftskammer Kassel verunstaltet am Montag, den 19. ds. Mts. im Ständehaus in Kassel einen eintägigen Lehrgang über Geflügelzucht. (Es referieren Dberlandwirtschastsrat Römer, hallcTröllwitz über „Betriebswirtschaftliche Fragen in der Geflügelhaltung", Tierzuchtinspektor Skalier, Hannover über«,,Mas muß der Landwirt unter den heutigen Verhältnissen von der Ge- flügcifütternng wissen?" und Tierzuchtinspektor Unthe, Kassel über „Beurteilung der Legehennen nach äußeren Merk- walen". killen sich für die Geflügelzucht besonders interessierenden Landwirten ist die Teilnahme an dem Kursus zu empfehlen.
stus Stadt, Kreis il Provinz
Mitteilungen lokalen AnrereffeS aus dem SreiSgeblet find für diele Rubrik erwünscht.
Der Januar.
Als erster Monat des neuen Jahres will der Januar festlich und würdig empfangen sein. Wieviel Wünsche und Hoffnungen, wieviel Zukunftsglaube und Zuversicht schließt doch der erste Tag des neuen Jahres ein. Auf dieser Kraft des Hoffens beruht zu einem großen Teil die Neujahrsfreude. wie überhaupt der Lebensmut des Menschen. Noch in der ersten Woche schließt der Januar mit dem Feste der heiligen drei Könige die stimmungsvolle und friedliche Weihnachtszeit ab Mindestens bis zu diesem Tage bleibt der Christbaum als schönstes Symbol weihnachtlichen Zaubers in der Stube, in vielen Familien wird der Baum aber auc, noch etwas länger behalten, gibt es doch nicht wenige Menschen. die aus dem lieben Anblick des geschmückten Lichterbaumes Trost und Aufrichtung auch im Alltag ziehen.
Der Karneval, der im Anschluß an die weihnachtliche Zeit anhebt, wird sich-in diesem Jahre angesichts der wirtschaftlichen Notstände in sehr bescheidenem Rahmen halten müssen Zwar dauert die Faschingszeit bis zum 18. Februar, aber es wird viele Leute geben, denen in der heutigen Zeit weder der Kopf noch der Geldbeutel nach faschingsmäßigen Vergnügungen steht. Zunächst wird einmal vor Mitte Januar von öffentlichen Faschingsveranstaltungen überhaupt Abstand genommen werden und was in den nächsten vier Wochen kommt, das wird sich wohl auch in engeren Grenzen als sonst zu halten haben.
Jahreszeitlich soll der Jaguar, der ja nicht umsonst auch Eis- und Frostmonat genannt wird, die kälteste Zeit des ganzen Jahres fein mit tiefem Schnee über den Fluren und scharfem Protest. Bis jetzt ist uns dieser Winter zwar sehr mild und nachsichtig entgegengekommen, es ist aber immerhin besser, der Januar bringt uns zur rechten Zeit einen rechtschaffenen Winter, als daß durch eine Witterungsver- schiebung die ganze Schwere der winterlichen Jahreszeit erst gegen das Frühjahr zu sich geltend macht.
Eine wahre Wohltat bringt uns der Januar mit dem zwar langsam aber doch merklichen Zunehmen des Tageslichtes. Etwa um eine Stunde verlängert sich der Tag und wenn es einmal gegen das Januarende geht, können wir am Nachmittag diese Verlängerung des Tages mit einem wirklichen Glücksgefühl wahrnehmen.
Möchte uns der Januar hineinführen in ein Jahr, das für den einzelnen, für die Familie und für bis deutsche Volk günstigere Schicksale bringt, als sie in vieler Beziehung sich an das nun ablaufende Jahr 1930 knüpfen!
Wetterbericht. Durch die Vereinigung mehrerer Teilwirbel des ausgedehnten europäischen Tiefdrucksystems zu einem kräftigen Wirbel, dessen Kern heute bei der Elb- mündung liegt, verstärkt sich die Südwestströmung an der Vorderseite des Wirbels. Infolgedessen erhielt auch unser Bezirk in der Nacht zum Sonntag Zufuhr tropisch-maritimer Luftmassen und es stiegen die Temperaturen sehr rasch und erheblich an, sodaß auch in den Gebirgen allgemein Tau- wetter eingctrr»M»-i^m»Snn tüailiäiäifciM jBMfah hnnr gen jetzt wieder kältere Luftwaffen zu uns vor und es wird unter Abkühlung zu Schauertäligkeit kommen. Vorhersage für Montag: Wechselnd bewölkt, einzelne Niederschlagsschauer (im Gebirge vielfach wieder Schnee), stärkere Abkühlung, westliche Winde. Aussichten für Dienstag: Noch unbeständig, doch zeitweise aufheiternd und nur vereinzelte Nieder- schläge, Nachtfrostgefahr, vorübergehend nördliche Winde.
Schutzabzeichen für Kriegsbeschädigte- Das seit längerer Zeit für Blinde, Taubstumme und Schwerhörige eingeführte Schutzabzeichen (gelbe Linde mit drei schwarzen Punkten) wird mit Genehmigung der zuständigen Stellen künftig auch als Abzeichen von schwerhirnverleKen Kriegsbeschädigten getragen.
Die Lage des Arbeitsmarktes im Bezirk des Arbeitsamtes hanau für die Zeit vom 16. bis 51. Dezember 1950. wie zu erwarten war, stieg die Ziffer 8er Arbeitsuchenden sowohl, wie der Unterstützungsempfänger in der Berichtszeit stark an- Hur wenige Berufsgruppen sind von der Steigerung verschont geblieben. Während die Zäh- lung am 16. Dezember 10717 Arbeitsuchende beiderlei Geschlechts ergab, wurden am 51. Dezember 12725, also über 2000 Personen mehr gezählt- Die Zahl der Haupt- unterstützungsempsänger erhöhte sich um 762 Personen, von 7246 am 16. 12. auf 8008 am 51. 12.
Winterhilfe des Kreises Schlächtern. Vom Vorstand der Kreisbauernschaft Schlächtern wird uns geschrieben: Bezugnehmend auf den in den beiden letzten Nummern dieser Zeitung erschienenen Aufruf weisen auch wir noch einmal auf die große Notlage hin, in die viele Familien unseres Kreises durch Arbeitslosigkeit gekommen sind und bitten unsere Berufskollegen, auch nach lllöglidp keit dazu beizutragen, daß unseren notleidenden Volksgenossen geholfen rverden kann. Wenn auch viele Landwirte selbst in sehr bedrängter Lage sind unb deshalb eine Geldspende nicht geben können, so kann doch jeder in Form von Naturalien, sei es Roggen, Weizen, Mehl, Brot usw. fein Scherflein beisteuern und dadurch mancher seiner Mitmenschen vor dem größten Elend bewahrt werden.
v. D. A. Am kommenden Sonntag, abends 8.50 Uhr, verunstaltet, wie wir hören, der v. D. A. (verein für das Deutschtum im Ausland) Ortsgruppe Schlächtern, in der Klosteraula einen „Deutschen Abend". Der Vortrag wird von musikalischen Darbietungen^ umrahmt sein. Näheres in der nächsten Hummer dieser Zeitung,
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 5. 1. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1421 Kindern, darunter 551 Gchsen, 122 Bullen, 495 Kühen, 442 Färsen, ferner 599 Kälbern, 108 Schafen und 5542 Schweinen. Bezahlt wurde: Dchsen al 51—54, 46—50, 41 45, Lullen a 50 55, b 45 49, Kühe a 42—45, 55—41, 50—54, 25—29, Färsen a 51—54, 46—50, 41 bis 45, Kälber b 70—74, 66—69, 60—65, Schafe a 45—48, b 58—44, Schweine a 60—62, 61—65, 62 bis
| 64, 61—65, 58—60. Lei allen Gattungen ruhiger Handel, Kinder und Schweine Ueberstand.
Bellings. (Feuer) Samstag vormittag gegen 10 Uhr wurde das Anwesen des früheren Bürgermeisters Löffert von einem Schadenfeuer heimgesucht, dem Scheune und Stallung bis auf die Grundmauern zum Opfer fielen. Durch das tatkräftige (Eingreifen der Feuerwehren insbesondere der Kreismolorspritze konnte das Wohnhaus gerettet werden. Die Entstehung des Feuers ist bisher noch unbekannt-
Salmünster. (Sanitätsrat Dr. Kraushaar tot!) Am zweiten Tage des neuen Jahres, nachmittags halb drei Uhr, brachten wir ihn zu Grabe- Die Fahne am Stadthause stand auf halbmast, um so dem Ehrenbürger den letzten Gruß zu entbieten. Aus allen Teilen des Kreises Schlüchtern waren die Leidtragenden nach Salmünster gekommen. Abgehärmte Frauen und Männer, denen man an- sah, daß ihnen der Krieg Wunden geschlagen, umstanden den Sarg ihres Helfers in bittersten Stunden. Abordnungen des Aerzteverbandes, der Keichsbahn, der Staats- und anderen Lehörden legten Kränze an dem Grabe nieder. Die städtischen Körperschaften, die er kurz vor seiner Todesstunde, am 50. Dezember abends 11 Uhr nach einer Stadtverordnetenversammlung mit eindringlichen Worten entließ, huldigten ihrem toten Freunde, indem sie durch den Bürgermeister das Lebensbild dieses hervorragenden Menschen der Trauerversammlung vor Rügen stellten. Der Gesangverein Sängergruß, dessen Mitbegründer und Ehrenmitglied er war, sowie der Musikverein Salmünster, den er ebenfalls stets förderte, ließen feierliche Ehoräle ertönen. Die Grabrede des Herrn Pfarrer schuf ein Bild des verstorbenen von überaus klarer Beschaffenheit: daß Sanitätsrat Dr. Kraushaar mit seinem inhaltsreichen Leben unauswifchbare Spuren seines Wirkens hinterläßt und somit sein Leben nicht auf Schall und Hauch gestellt war. Lei allen Leidtragenden brächte diese Trauerseier das Gelöbnis auf, seiner nie zu vergessen. Er ruhe in Frieden!
Heuba ch o. d. Khön. Außer mehreren erhebenden wohlgelungenen Weihnachtsfeiern, die in Heubach stattfanden, hatte sich diesmal zum erstenmal der neue Jugendbund unter Führung unserer Dorfdichterin Frl. Gertrud Gärtner zusammengeschlossen, um auch seinerseits das Weihnachts- wunder würdig verherrlichen zu helfen. Mit ganz besonderem Geschick hatte es Frl- Gärtner verstanden, die teils mühevollen Vorführungen mit Unterstützung des Herrn Lehrers Meister vorzubereiten. Den Schulsaal der oberen Schule hatte Herr Meister zur Verfügung gestellt und weihnachtlich zurichten geholfen. Die Darbietungen wurden nach einem kurzen Legrüßungswort von Frl. Gärtner, mit einem Vorspruch, den ein junges Mädchen übernommen hatte, eröffnet- Unter den mannigfachen Vorführungen wirkte ganz besonders weihevoll ein „lebendes Lild", das Jesuskindlein in der Krippe, ihm zur Seite Maria und Josef, 11 igfe^ Wr iMWWffaW -- ren, hatte Herr Lehrer Meister mit ganz besonderem Geschick die Violinbegleitung übernommen. Außer diesen ftim= mungsvollen Szenen kam auch-die Weihnachtsfreude zum Ausdruck in einem launigen Theaterstück, ebenfalls ein Weihnachtsspiel, in welchem auch die Herrenrollen in drolliger Weise von drei jungen Mädchen vorzüglich dargestellt wurden. Der Glanzpunkt des Abends bildete ein Schnee- flockenreigen, der von sechs weißgekleideten jungen Mädchen vorgeführt wurde. Der sonst übliche lange Haarschmuck konnte nicht zur Geltung gebracht werden, da manches schöne haar schon längst der Schere zum Opfer gefallen war. Der graziöse Reigen wurde ebenfalls mit violinbegleitung des Herrn Meister und Gesang der jungen Mädchen verherrlicht- Als sich der Vorhang zum letztenmal- schloß, war die Begeisterung für die talentvolle Führerin des Jugendbundes allgemein, und ihr gebührt unser aller Dank!
Fulda- Zum Schweinemarkt waren 295 Ferkel und 8 Läufer aufgetrieben. Es wurden bezahlt für Ferkel 16, 22 und 28 Mark, für Läufer 40, 50 und 60 Mark- Der Handel war schleppend,' es verblieb Ueberstand.
Mainz- hier wurde der 54jährige Photograph Ferdi- dinand Metz in der Küche seiner Wohnung erstochen ausgefunden. Als Täter wurde der Schwiegersohn verhaftet. Der verhaftete erklärte, als Motiv der Tat, daß er die Familie Metz von ihrem Drangsal befreien wollte- Er meinte damit den Ermordeten, der mit Kücksichl auf seine anormalen Eigenschaften ein wahres Verhängnis für seine Familie gebildet hatte.
Drücken au. Mit dem Abbruch der an den Anlagen des Georgisprudels zu Lrückenau-Stadt stehenden ,Mohrenmühle" wurde nunmehr begonnen, nachdem vor kurzem die letzten Mieter aus diesem Hause ausgezogen sind. Durch den Abbruch dieses alten Gebäudes werden die Anlagen des Georgisprudels bis zum Beginn der Kurzeil eine bedeutende Verschönerung erfahren.
Futzballverein Tchlüchtern
1910 e. D.
Mittwoch, den 7. Januar 19JO pünktlich abends 8 Uhr in der Se- minarturnbalk Training sämtlicher Mannschaften.
Der Vorstand.
Gremmels'scher Männerchor Schlüchtern.
Die Gesangstunde für den Männerchor findet nicht Dienstag- sondern Mittivoch abend S1 2 Uhr statt. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht.
Der Vorstand.
verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinseid.