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Säuglinge und Sommerhitze. Die heiße Jahreszeit be­droht das Sehen der Kinder im Säuglingsalter ganz beson­ders. Deshalb ist heute ein Mahnwort an die Mütter ange­zeigt. Die Ernährung an der Mutterbrust ist der beste Schutz gegen alle Erkrankungen der Säuglinge, auch gegen den so gefährlichen Brechdurchfall. Darum sollten in der heißen Jah­reszeit, wenn irgend möglich, die Kinder nicht ab gewöhnt wer- den. Die mit Kuhmilch ernährten Kinder sind 4m Sommer sehr gefährdet, weil die Milch leicht verdirbt und verdorbene Milch Durchfall verursacht. Sie muß daher vor dem Verder­ben geschützt, vor allem kühl aufbewahrt und gut zugedeckt werden. Milch vom vorhergehenden Tage gebe' man dem Säuglinge nie, wenn sie nicht auf Eis aufbewahrt war. An heißen Sommerlager! sollen die Kinder etwas weniger Milch erhalten als sonst; haben sie Durst, so gebe mau kleine Men­gen abgemachten Wassers. Auch die Kleidung der Säuglinge ist an heißen Tagen sehr wichtig. Ucberwürmung muß streng vermieden werden. Federbetten, Watte und Steckbett bringen Belästigung. Im Freien sei das Kind gleichfalls leicht beklei­det. Man bade es täglich und wasche es öfters mit kühlem Wasser als sonst. Ein Fliegenschleier behütet es vor Qualen und gesundheitlichen Gefahren. Jede Erkrankung der Kinder erfordert in der heißen Zeit doppelte Vorsicht. Darum frage man den Arzt, auch wenn es sich um geringfügige Krankheits­anzeichen zu handeln scheint.

Erste Maßnahmen bei Hitsschlägen. Man legt den Be­troffenen zunächst aus der Sonne an einen kühleren schattigen Platz, öffne die Kleider, lege kalte Kompressen auf. Bewußtlosen gebe man Ricchmittel, rufe sie an, versuche künstliche Atmung. Man üernKibc, den Betroffenen, selbst wenn sie es verlangen, zu trinken zu geben, rufe den nächsten Arzt herbei oder veranlasse die sofortige Verbringung ins Krankenhaus.

Ein Erlaß des provinzial-Lchulkollegium. Das Provinzial-Zchukkollegium hat in einem Erlaß an die nichtstaatlichen öffentlichen höheren Sdyulen der Provinz Hessen-Nassau nochmals eingehend den Anstaltsleitern zur Pflicht gemacht, für die Reinigung des Zchullebens von po­litischer Verhetzung und für die positive Erziehung der Tugend zur deutschen Nepublick sich einzusetzen. Es macht die einzelnen Anstaltsleiter und Lehrkörper verantwortlich dafür, daß die vorhandenen ministeriellen Bestimmungen richtig angewendet werden. Insbesondere wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Freiheit der Zchüler, außerhalb der Sdtule Vereinigungen anzugehören, deren Tätigkeit in dem genannten Sinne bedenklich erscheint, ihre Grenzen hat. Bis zum 1. Oktober ist anzuzeigen, ob an einer In­halt besondere Maßnahmen sich als notwendig erwiesen haben; außerdem ist über jeden Einzelfall zu berichten-,

Hinweis. Wer zinsfreies unkündbares hppotheken- geld zum Bauen haben will, beachte das betreffende In­serat in heutiger Hummer.

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Elm. Wegen ungenügender Besetzung fallen vom 1. Juli 1930 an aus: 1. P. 843 (W) zwischen Elm und Flieden ((Elm faib 5,24, Flieden an 5,38 Uhr), 3ug 843 verkehrt somit nur noch zwischen Flieden und Bebra und zwar zwischen Flieden und Fulda Werktags, zwhch'en Fulda und Bebra täglich. 2. p. 826 (W. außer v. S.) Fulda-Elm zwischen Flieden und Elm. (Flieden ab 18,14 und Elm an 18,25 Uhr).

Briefkasten.

W. W. M a r b o r n. Ihre Anfrage müssen wir dahin be­antworten, daß es sich bei den am 19. Juli beginnenden Ferien um Sommerferien handelt. Den Ausdruck Heuferien wendet man allgemein für die großen Ferien an, obwohl in dieser Seit das Heu schon längst unter Dach und Fach gebracht ist. Wenn die Landwirtschaft auf die Mithilfe der älteren Schulkinder in der Heumachzeit ange­wiesen ist, was nach unserer Erkenntnis auch der Fall ist, wäre der beste Weg, sich mit der oberen Schulbehörde ins Benehmen zu setzen, von der vielleicht eine anderweitige Regelung dieser Ferien getroffen werden kann.

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.

Arbeitsgemeinschaft ev. Pfarrer u. Lehrer.

Montag, den 23. Juni 3 Uhr nachm.: Vortrag von Pfarrer Spieß, Oberkalbach über: Volkserziehung aus reli­giöser Bindung (beleuchtet aus der Heidenmission).

Spieß, Pfarrer.

FutzbaUverein Schlüchtern 1910 e. V.

Mittwoch, den 18. Juni,1930 abends 9 Uhr im Vereinslokal Ur- bach S p i e l e r s i tz u n g sämtlicher Mannschaften. Tagesordnung: 1.

Jugendspiel vom vergangenen Sonntag betr. 2. Jugend­

spieltag am 29. Juni 1930 am Acisbrunnen. 3. Leicht­athletik betr. 4. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen der

Aktiven erwünscht. Der Spielausschuß.

Danksagung.

Für die vielen Beweise wohltuender An­teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen

Frau

Elisabeth W geb. Freund

sagen wir allen herzlichen Dank.

Schlüchtern, den t8. Juni 1930.

Namens aller Hinterbliedenkn:

Adam Zipf und Kinder.

Eintritt frei!

Dortrag in Schlüchtern am Freitag, den 20. Juni 1930, abends 8I2 Mr im Gasthof Hafner, Schlüchtern. Herr Rentmeister GechSler spricht über das Thema:

Wie erhalte ich zinsfreies, un­kündbares Bau- und Hypo- thekengeld in Verbindung mit einer pramienfreien Lebensver­sicherung durch die Deutsche Bau- und Wirtschafts­gemeinschafteV Köln, Richlerstr. 31a

In den letzten Monaten etwa 5 Millionen Reichsmark verteilt.

Alle behördl. Formulare liefert die

Burbdruckerei H. Steinfeld Söhne.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen am 15. August 1980 vormittags 10 Uhr an der Gerichfsstelle Zimmer Nr. 3 ver­steigert werden das im Grundbriche von Hintersteinau Blatt 448, Verzeichnis der Grundstücke Nr. 1 13 (eingetragene Eigentümer am 15. April 1930, dem Tage der Eintragung des Versteigerungsvermerks: Johann Andreas Unffer, Milchfuhrmann in Mntersteinav eingetragenen Grundstücke

Statt Karten.

Die Geburt ihres Sohnes

Gerhart

zeigen mit Dank und Freude an

Pfarrer Lic. Karl Spieß und Frau Hanna Spieß geb. Estor.

Oberkalbach, den 16. Juni 1930.

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