!ut bei er! ben ein 111c daß be
en,-
M »lle Kn
nt- da- icht rar
Schlüchtemer Zeitung Kreis-Kmtsblatt * Mgemmnes amtlicherKazeigev für ßm Kreis Schlächtern tmikvaö v«üatz:H.St>rüML Söhne* <^chSft^^ahlchofftk.6 * srrnspv.Nr.i^* Poststtze^N:skeautcsuvtaLlr.0s«,
Nr. 43 st. Blatt)Donnerstag, den 10. April 1930 82. Iahrg.
°" Amtliche Bekanntmachungen
ise,
in
ün
tcl ei- us
xaudratsaWt.
Vernichtung von Stimmzetteln aus dem zweiten Volksentscheid.
— I c 319. Nachdem das Wahlprüfungsgericht beim Reichstag die Abstimmung bei dem Volksentscheid vom L22. 12. 1929 für gültig erklärt hat, können die bei den
rte |
Gemeinden lagernden Stimmzettel aus dieser Abstimmung als Altpapier verwertet werden. Das gleiche gilt für die den Abstimmungsleitern s. St. zugegangenen Tintra- gungslisten aus dem Volksbegehren „Freiheitsgesetz" und für die aus dem nachfolgenden Volksentscheid bei den Ab= stimmungsleitern verbliebenen Abftimmungsmaterialien der 5timmbezirke.
I Berlin, den 23. März 1930.
Der Minister des 3nnern.
" Erlaß 00 m 2 5. 3 u I i 1 924, betr. Belehrung über Feueranlagen beim Abkochen d'urch ei 1 Wandergruppen — III E 1337/24 —
p- M In der letzten Seit mehren sich die Nachrichten darüber, daß Wandergruppen zum Zwecke des Abkochens offene ’i Holzfeuer im Walde angezündet und dadurch Waldbestände gefährdet oder in einigen Fällen sogar vernichtet haben.
te W ®an3 abgesehen davon, daß Feueranzünden im Walde nach § 40 des Feld- und Forstpolizeigesetzes und, wenn es sich um gefährliche Stellen im Walde handelt, nach § 368 r Rr. 6 des Strafgesetzbuches strafbar ist, und daß außerdem der Täter und seine Angehörigen für allen Schaden haftbar n, gemacht werden, der durch einen Waldbrand entsteht, muß m in allen an Wanderungen beteiligten Kreisen noch mehr Der- ' |änbnis dafür geweckt werden, daß durch solches fahrlässiges Mhalten dem Volksvermögen schweren Schaden zugefügt Mör der bei öe^Keutigen überaus ernsten Lage de-Starrte» Iunbebingt vermieden werden muß. Wir ersuchen daher die Sugendpflegerf-pflegerinnen, Lehrer, Schulvorstände, Schul- räte, Vereinsleiter und andere leitende Persönlichkeiten anzu- । halten, daß von ihnen im Unterricht und bei Wanderführer- | ielrgängen regelmäßig darauf hingewiesen wird, daß die ß jugendlichen Wanderer beim Feuermachen in der Nähe eines Waldes äußerste Vorsicht zu beobachten und auch sonst alle / behördlichen Anordnungen bei ihren Wanderungen peinlichst I befolgen haben.
। Zugleich im Namen des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. 3. v.: Scheidt.
' »I-Nr. 3046. Die Ortspolizeibehörden des Kreises mache auf den Erlaß des Herrn Ministers des Innern vom »März 1930 — I M H — M. Bl. t. V. S. 287 von / betr. Führungszeugnisse zum Eintritt in die Reichs- besonders aufmerksam.
^klSchlüchtern, den 7. April 1930.
Der Landrat. 3. D.: Schultheis.
M.3.-Nr. 2892. Die Ortspolizeibehörden und Landjägerei- KMnten werden auf den tm Ministerialblatt i. Verw. S. von I930 enthaltenen Erlaß vom 29. März d. Js. 12^0/34 —, betr. Aufhebung des Verbots von Ver- Wnlungen und Umzügen vom 16. Januar d. Js., auf- Msam gemacht. (Siehe auch meine Verfügung vom ‘ d. Js. — Nr. 496 — Schlüchterner Zeitung
24.
Nr.
»Schlüchtern, den 4. April 1930.
W Der Landrat: Dr. Müller.
Feiß Nußbaum in Ulmbach ist zum Aeltesten : Rogogengemeinbe Ulmbach bestellt worden. " Wchluchtern, den 5. April 1930.
der
V
Der Landrat. 3. D.: Schultheiß
j U E 654 v. Diejenigen Herren Bürgermeister, welche p M oer Erledigung meiner Verfügung vom 13. v. Mts- 480 (Kreisblatt Nr. 33), betr. die in der Seit " |^m U 7. 1928 stattgefundenen Musikaufführungen : I jü^^keiten, noch im Rückstände sind, werden an rjp^ige Erledigung erinnert.
HVuchtern, den 7. April 1930.
Der Vorsitzende des Versicherungsamts.
3. D.: Schultheis-
I Kreisausfchuß.
2066 R- A. Am Sonnabend, den 26. .f930, vormittags von 1 0 Uhr ab findet "Nüchtern an der Dreschhalle eine
Körung der Alhiegenböcke.
Mieser sind sämtliche bereits gehörten (alte n) Zie- w, deren erneute Anhörung gewünscht wird, vorzu-
führen. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dafür zu sorgen, daß die alten (gehörten) Böcke der Gemeinden vollzählig zur Vorführung gelangen.
Die Körung für Iungziegenböcke findet wie alljährlich auch in diesem Jahre im Monat September statt. Die frühere Abhaltung der Körung für Alt bocke soll den Zweck haben, eine unnötige Haltung der Böcke bis zum herbst im Falle der Bbkörung zu vermeiden. Bei der später stattfindenden 3 u n g-Ziegenbockkörung können Alt= böcke nicht zur Vorführung gelangen. Es ist deshalb unbedingt notwendig, daß bei der Körung am 26. d. Mts- sämtliche Alt-Böcke, deren erneute Anhörung gewünscht wird, vorgeführt werden.
Die Herren Bürgermeister ersuche ich, auf die vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise in ihren Gemeinden aufmerksam zu machen.
Schlüchtern, den 7. April 1930.
Der Landrat: Dr. Müller.
I.-Nr. 4057 F. Die Geschäftsstelle für Landaufenthalt von Stadtkindern in Hagen i. Westfalen hat bei der dort herrschenden großen Arbeitslosigkeit und Erholungsbedürf- tigheit zahlreicher Rinder gebeten, auch in diesem Iahre wieder eine Anzahl Rinder aus Hagen während der Sommermonate zur Erholung unentgeltlich im hiesigen Kreise unterzubringen.
Die Rreisbevölkerung bitte ich daher, die Unterbringung hagener Rinder im Kreise wie in den Vorjahren nach Kräften fördern zu helfen. Familien, die zur Aufnahme eines oder mehrerer Rinder bereit und in der Lage sind, wollen dies unter Angabe der genauen Anschrift, des Alters und des Geschlechts der gewünschten Rinder durch Vermittlung der Bürgermeisterei umgehend, spätestens 15. April ds. 3rs. hierher mitteilen. Schlüchtern, den 5. April 1930.
- ~ - Rre.iLmoh'fahr^ Dr. Müller.
Stadt Schlüchtern.
Bekannt m a ch u n g.
Das Reichsversicherungsamt hat unter dem 18. Februar 1930 einen zweiten Nachtrag zu den Unfallverhülungs- vorschriften der Hessen-Nassauischen landwirtschaftlichen Be- russgenossenschaft genehmigt. Ein Abdruck dieses Nachtrages liegt in der Seit vom 10. bis einfchl. 23- April d. 3s. im Rathaus — Zimmer Nr. 4 — von vormittags 8 bis mittags 12 Uhr öffentlich aus.
Die Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben werden aufgefordert, in diesen Nachtrag während dieser Seit Einsicht zu nehmen.
Schlüchtern, den 8. April 1930.
Die Polizeiverwaltung: Gaenßlen-
Stadt Stein au.
B e k a n n t m a ch u u g.
Der an dem Baugelände an den beiden Sechsfamilien- wohnhäusern an der Eisenbahn lagernde Sand von zK. 70 cbm. soll vom Freitag, den 11. ds- Mts. bis zum 18. ds. Mts- auf Bestellung der cbm. zu 3,50 RMK., so wie er liegt, verkauft werden.
Steinau, den 8. März 1930.
Der Magistrat: Dr. Kraft.
Die für Mittwoch geplante Fahrt des „Graf Zeppelin" wird nicht stattfinden. Die nächste Fahrt findet kommenden Samstag statt und wird als erste Passagierfahrt der hapag nach der Schweiz gehen.
Bei der Handelsgesellschaft Deutscher Apotheker in Breslau sind große Veruntreuungen aufgedeckt worden. Vier Angestellte der Firma haben im Laufe der Seit für 80 000 bis 120 000 Mark Chemikalien beiseite geschafft. Sie sind geständig.
— Die thüringische Regierung hat in dem Wunsche, daß der Streit zwischen dem Reich und Thüringen beigelegt werde, .sich mit dem Reichskanzler und dem Reichsinnenminister in Verbindung gesetzt.
— Die Berliner Polizei hat am Mittwoch eine vierte Geheimdruckerei ausgehoben. Dies ist die vierte links- radikale Druckerei, die in der letzten Zeit entdeckt wurde. Man fand außerordentlich umfangreiches Material verbotener Schriften und sonstiger Schriftstücke. Da die ganze Angelegenheit weitere Kreise zieht, wird nichts Näheres mitgeteilt.
3n Bilin bei Teplitz wurde in der Wohnung eines 60 Jahre alten Fabrikangestellten eine Falschmünzerwerkstatt ausgehoben. Es wurden u. a- auch Platten zur Herstellung, von falschen W=DoUar=Hoten gefunden. Der verhaftete behauptet ,die Fälschungen nur aus Sport betrieben, aber keine Falschstücke in den Verkehr gebracht zu haben.
Hilf Dem lohe bedroht.
Die Morningpost enthüllt. — Ein Verfahren gegen frühere Sowjet-Angestellte. — Schwierige Stellung der britischen Regierung. — Ein Legationsrat an der russischen Gesandtschaft in Stockholm abberufen. — Mit Revolvern empfangen. — Er bleibt.
Ein Verfahren gegen 20 Russen in London.
Die „Morningpost" berichtet in großer Aufmachung, daß etwa 20 in London lebende Russen, die bis vor kurzem Angestellte der sowjetrussischen Handelsvertretung in England waren, vom sowjetrussischen Generalkonsul Lytscheff mitgeteilt worden sei, daß sie sich als außerhalb der Gesetze stehend zu betrachten hätten.
In dem Brief, dessen Schluß in Faksimile dargestellt ist, werden die betreffenden früheren Angestellten aufgefordert, innerhalb von sieben Tagen nach Sowjetrußland zurückzukehren. Eine Verweigerung der Rückkehr würde dazu führen, daß sie der sowjetrussischen Staatsbürgerschaft entkleidet würden.
Die Verordnung vom 21. November 1929.
Weiter wird auf die Verordnung vom 21. November 1929 hingewiesen, in der es ausdrücklich heiße, daß die Verweigerung der Rückkehr nach Sowjetrußland als Uebertritt in das Lager der Feinde und dementsprechend als Verrat aufgefaßt werde und daß derartige Personen die Beschlagnahme ihres Vermögens und die Erschießung innerhalb von 24 Stunden nach Wiederbetreten sowjetrussischen Bodens zu gewärtigen hätten.
Vier Angestellte zum Tode verurteilt.
Die ganze Angelegenheit erhält noch besondere Bedeutung durch die Tatsache, daß nach Rigaer Meldungen der Oberste Gerichtshof in Moskau vier bisherige Angestellte der sowjetrussischen Handelsvertretung in London, die die Rückkehr nach Rußland verweigerten, bereits in Abwesenheit zum Tode ver-
Die „Morningpost" behandelt die Angelegenheit auch in einem Leitartikel und unterstreicht die schwierige Stellung der britischen Regierung, die auf der einen Seite diplomatische Rücksichten zu nehmen habe, während sie sich auf der anderen Seite betonst sein müsse, daß eine Auslieferung, wenn sie verlangt würde, gleichbedeutend wäre mit der Ueberlieferung auf die Schlachtbank.
Ein Legakionsrak abberufen.
Großes Aufsehen erregt ferner die plötzliche Abberufung deS Legationsrates an der Sowjetgesandtschaft in Stockholm Dmi- triewsky und ein hiermit im Zusainmenhang stehender Auftritt in der Sowjetgesandtschaft.
Dmitriewsky, der keine direkte Nachricht aus Moskau über seine Entlassung aus dem Amt erhalten hatte, wurde, als er sich in der russischen Gesandtschaft einfand, um einige ihm gehörende persönliche Dokumente, darunter ein Vorlesungs-Manu- skript, abzuholen, von drei Herren, und zwar einem Mitglied der Gesandtschaft, dem Leiter des sowjetrussischen Telegraphen- büros „Taß" und dein Direktor der Schwedischen Wirtschafts- Aktiengesellschaft empfangen, die alle drei, mit Revolvern in der Hand, dem Legationsrai den Zutritt in die Gesandtschaft verwehrten.
Der Grund der Abberufung.
Dmitrieivsky erklärt jetzt in der schwedischen Presse, daß er nicht beabsichtige, nach Rußland zurückzukehren, sondern sich seinen wissenschaftlichen Arbeiten, vor allem der Geschichtsforschung, zu widmen.
Seine Abberufung führt er darauf zurück, daß er sich in Moskau anscheinend wegen seiner Arbeit „Lenin und Rußlands Revolution" mißliebig gemacht habe. Das Buch sollte im Staatsverlag herauskommen, was jedoch nie geschehen sei, da das Manuskript angeblich abhanden gekommen sein soll. Dmitriewskp, der in Stockholmer wissenschaftlichen und Künstler- kreisen sich großer Wertschätzung erfreut, hat mehrere Wochen hindurch den erkrankten Sowjetgesandten Kopp Zertreten.
Neue Schwierigkeiten für die Regierung?
Berlin, 9. April. Die Aussichten des Steuerprogramms der Regierung sind nach wie vor ungewiß. Nach der Stimmung innerhalb der Regierungsparteien muß damit gerechnet werden, daß nach der Mineralwassersteuer und der Tabaksteuernovelle auch die Erhöhung der Biersteuer im Ausschuß abgelehnt werden wird. Das von den Fraktionen der Regierungsparteien vereinbarte Kompromiß in der Frage der Arbeitslosenversicherung ist jetzt als Initiativantrag der neuen Regierungsparteien ausge- arbeitet worden. Die Bayerische Volkspartei hat ihre Unterschrist abgelehnt. Es ist möglich, daß im Ausschuß darüber neue Schwierigkeiten entstehen werden.
— 264 deutsch-russische Flüchtlinge aus dem Lager Hammcrstein haben sich in Bremen cingeschisst, um nach Brasilien auszuwandern.
— Das deutsche Geschwader, das sich aus einer Kreuzersahrt nach dem Mittelmeer befindet, hat jetzt Bigo angclaufen. Mit dem spanischen Flaggschiff wurde ein Ehrensalut ausgetauscht.
— Aus einem britischen Zerstörer in Hongkong ereignete sich eine Explosion, bei der vier Matrosen getötet und mehrere verletzt wurden. Die Ursache des Unglücks konnte bis jetzt noch nicht sest- gestellt werden.