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Roman von Zr. Lehne der Marianar Newert «MBHHBH@gBMHMBHHHHBBBBBS@B**HBHBHBB

Fortsetzüng 16 (Nachdruck verboten.)

Durchdrungen von der Weihe der Stunde, gelobte sie sich, gegen die sündige Leidenschaft anzukämpfen sie wollte den ihr über alles teuern Iustus nicht ent­täuschen, sie wollte ihm ein treues Weib werden!

Als sie an Iustus' Arm vom Altar schritt, traf sie ein Blick aus Siegfrieds Augen, so heiß und sengend, - es sie durchschauerte, und auch beim Hochzeitsmuhl wichen seine Augen nicht von ihr.

Sie stand Qualen aus- mit ihrer Selbstbeherrschung war sie am Ende.

Mechanisch sprach, antwortete, lächelte sie, hörte die Trinksprüche, stieß mit -er Gräfin an.

Siegfried hielt ihr sein Glas entgegen.

Wenn du es wüßtest, was Bangen heißt,

Wenn du es wüßtest, du kämest zu mir"

In heißen, bebenden Lauten schlug seine Stimme an ihr Ohr. Sie wagte nicht, ihn anzusehen- unwillkürlich zog sie den Schleier fester um sich, sich vor seinen vor­wurfsvollen, leidenschaftlichen Blicken zu schützen.

Das Glas schwankte bedenklich in ihrer Hand, so daß sie einige Tropfen des Rotweins, den sie trank, verschüttete wie Blutstropfen lagen sie auf -er weißen Sei-c -es Kleides.

Und dann war es Zeit, sich zur Abreise zu rüsten. Iustus gab ihr einen Wink.Mütterchen möchte dir gern helfen- es ist dir -och recht? Ich werde inzwi­schen nach meiner Wohnung fahren, mich umkleiden, und hole dich dann ab!"

Sie nickte erblassend, unfähig, ein Wort zu sprechen.

Als sie sich nach ihrem Zimmer begeben wollte, stand an einem Absatz der Treppe plötzlich Siegfried vor ihr. Sie erschreckte. Seine Augen glühten sie an.

Warum erschrickst du, Marianne? Fürchtest du dich vor mir? Ich wollte dir nur noch Glück auf die Reise wünschen auf die Reise mit einem andern! Ich hatte es mir anders gedacht wenn du nicht so seige ge­wesen wärest" stieß er fieberhaft erregt hervor, warum hast du nicht den Mut zum Glück gehabt! Ich gehe dennoch nicht aus deinem Wege, Marianne!" Er griff nach ihrer Hand und preßte seine brennenden Lippen darauf. Ihre unbeschreibliche Süße über- wältigte ihn. Sie zitterte am ganzen Körper.Mein bist du!" flüsterte er.

Mein Gott, Siegfried was wollen Sie denn noch? Bitte, gehen Sie!" Geängstigt blickte sie sich nm- es war niemand da. Schnell hastete sie an ihm vorbei, die Stufen hinauf. Bor der Tür ihres Ankleideranmes stand die rundliche Gestalt -er Schwiegermutter, ihrer harrend. Sie stürzte förmlich auf sie zu.

Mütterchen!"

Bitterlich weinend klammerte sie sich an die gute alte Frau, wie einen letzten Halt und Trost suchend.

Mache mir meinen Jungen weiter so glücklich, wie er fetzt schon ist, mein liebes Kind!" flüsterte Frau Rotlanöer ergriffen, während sie Marianne den Brautkranz und Schleier abnahm. Dann half sie ihr in das Reisekleid und den weiten, bequemen Mantel.

Da hörte man schon Iustus' Stimme vor der Tür, -er, anklopfend, um Einlaß bat.

Wir sind gleich fertig, mein Junge komm' nur herein!" sagte Frau Rotlander, die Tür öffnend.

Marianne war gerade im Begriff, den Hut aufzu- setzen, so daß sie einer Liebkosung, die sie jetzt nicht hätte ertragen können, entging.

An seinem Arm schritt sie dann die Treppe hin­unter: die Knie drohten ihr zu versagen.

Seuischlauds Fleischverbrauch.

Etwa 52 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung.

Bekanntlich ergab die Viehzählung vom 2. Dezember 1929 einen Rückgang fast aller Großviehbestände. Die Vermutung, daß diese Minderung, insbesondere des Rindvieh­bestandes, zurückzuführen sei aus eine wesentliche Erhöhung der Schlachtungen von Rindern, wird bestätigt durch die in diesen Tagen vom Statistischen Reichsamt veröfftlichten Ziffern über die beschaupflichtigen Schlachtungen des Jahres 1929.

Verglichen mit dem Vorjahre ergibt sich im Jahre 1929 als auffallendste Erscheinung eine sehr starke Abnahme der Schweine­schlachtungen. Die Ziffer der beschauten Schwesneschlachtungen fiel von rund 19.5 Millionen im Jahre 1928 auf rund 17.2 Mil­lionen im Jahre 1929; das ist ein Rückgang um rund 12 v. H. Diesem Rückgang der Schweineschlachtungen steht eine verhält­nismäßig gleich hohe Zunahme der Schlachtungen von Ochsen und Bullen (zusammen 12.3 v. H.), von Kühen (etwa 9.3 v. H.) und von Jungrindern um 15.7 v. H. gegenüber. Mit den Ziffern von 1929 erreichen die Schlachtungen an Rindern den höchsten Bestand seit der Kriegszeit.

Nach amtlicher Schätzung beträgt die aus den beschau­pflichtigen Schlachtungen für das Jahr 1929 anfallende Fleisch­menge rund 28 Millionen Doppelzentner. Zu diesen beschauten Schlachtungen kommen noch die Fleischmengen aus den Haus­schlachtungen, die sich schätzungsweise auf 3.95 Millionen Doppelzentner belaufen, so daß sich im Jahre 1929 eine Ge- samtfleischerzeugung aus Jnlandsschlachtungen von rund 32 Millonen Doppelzentnern ergibt. Zur Errechnung des ge­samten Fleischverbrauches der deutschen Bevölkerung müssen weiterhin noch 1.09 Doppelzentner Auslandsfleisch (ohne tierische Fette) hinzugerechnet werden, die im Jahre 1929 als Mehreinfuhr von Fleisch über die deutsche Ausfuhr hinaus in Deutschland verbraucht worden sind. Daraus ergibt sich, daß insgesamt im Jahre 1929 rund 33 Millionen Doppelzentner Fletsch oder 0.6 Millionen Doppelzentner weniger verbraucht worden sind als im Jahre 1928.

Auf den Kopf der Bevölkerung bezogen ergibt sich für das Jahr 1929 eine durchschnittliche Fleischquote von 51767 Kilo­gramm. Von dieser Menge entfielen 30.62 Kilogramm auf SchweineMsch und 19.52 Kilogramm auf Rind- und Kalb­fleisch. Die noch verbleibende restliche Kopfquote von 1.53 Kilo­gramm verteilt sich auf 0.70 Kilogramm Schaffleisch, 0.20 Kilo­gramm Ziegenfleisch und 0.63 Kilogramm Pferdefleisch.

Von der gesamten verfügbaren Fleischmenge des Jahres 1929 entfiel mehr als die Hälfte, nämlich 19.57 Millionen DopMzentB.r = 59,3 v. H. allein auf Schweinefleisch und

Mütterchen folgte ihnen und half ihnen in öie Wagen. Vom Saal her klang fröhlich Musik. Mit einem unbeschreiblichen Blick hafteten Mariannes Augen auf den hellerleuchteten Fenstern ihres Hauses dort, wo man die Schatten der tanzenden Paare vorübergleiten sah dort war auch er! Sie legte die Hand auf das hochklopfende Herz.

Begleite uns nach der Bahn, Mütterchen!" bat Marianne, und glücklich über diese Aufforderung stieg die alte Dame ein.

Iustus war gerührt, als er sah, in welch bewegter Weise Marianne von seiner geliebten Mutter Abschied nahm. Er war ihr unaussprechlich dankbar für die Liebe, die sie der alten guten Frau entgegenbrachte.

Das Wetter war schlecht- kurz nur waren die Mi­nuten seines Aufenthaltes bemessen und -ann saß Mariaune mit Iustus allein im Abteil und fuhr ins Glück!

Ins Glück!

Ein bitteres Lächeln irrte bei diesen Gedanken um ihren Mund.

Ja, wenn ein anderer an Ihrer Seite gewesen wäre!

Die Gedanken jagten und überstürzten sich in ihr- schmerzlich zogen sich ihre Brauen zusammen- eine tiefe Falte stand auf ihrer Stirn.

Verwundert beobachtete Iustus seine junge Frau. Er sah wohl, - sie nicht schlief er sah es, wie es in ihrem Gesicht zuckte wie ihre Lider sich halb öff­neten und wieder schlössen? Was ging in ihr vor?

Und kein Wort hatte sie für ihn? Wollte sie ihm ausweichen? Hatte sie Furcht? Ein Rätsel war ihm ihr Wesen geworden.

Als der Zug an einer Station hielt, fuhr sie mit einem leisen Schrei zusammen.

Was ist dir, Marianne?"

Sie strich sich mit der Hand über die Stirn und versuchte ein Lächeln.

Verzeih, Just! Ich muß wohl geschlafen haben! Müssen wir schon aussteigen?"

Nein, Liebling, noch nicht! Wir haben noch eine knappe halbe Stunde Zeit." Er setzte sich neben sie, seinen Arm um sie legend, und wieder fühlte er ein scheues Zurückweichen.

Doch diesmal ließ er sie nicht. Er zog sie näher an sich heran und küßte sie auf den blassen Mund.

Ihre Lippen waren kalt und leblos. Er faste sie un­ter das Kinn und zwang sie, ihn anzuieheu. Tränen funkelten in ihren Augen. Sie schluchzte auf und barg ihr Gesicht an feiner Brust.

Ach, Iustus!" stammelte sie.

Er strich liebkosend über ihr 'ei-iges Haar.

Liebste!" sagte er leise und -rückte sie fester an sich. Doch er küßte sie nicht wieder. Wie sie ihn rührte in ihrer Angst! Sie legte die Arme um seinen Hals und schmiegte sich an ihn, als ob sie bei ihm Schutz su­chen wollte vor etwas, das sich drohend näherte.

Kein Wort mehr sprachen sie, bis der Zug hielt und sie aussteigen mußten.

Lustig tanzten jetzt die Schneeflocken in der Luft, und eine dünne weiße Schneeschicht deckte die Straße.

Sieh', Iustus, wie es schneit! Es scheint, daß es kälter geworden ist. Ach nein, bitte, lasse uns gehen! bat sie, als er nach einem Wagen Umschau hielt.Die Luft wirkt so erfrischend."

Er folgte ihrem Wunsch, nachdem er dem Hoteldie­ner die Sorge für das Gepäck übertragen.

Marianne zwang sich zu einer lebhaften Unterhal­tung, indessen ihre Gedanken -och ganz anderswo weilten bei Siegfried.

Ob unsere Hochzeitsgäste wohl noch beieinander sind?" fragte sie.

Sicher, Liebling. Vielleicht, daß einige der älteren Herrschaften inzwischen heimaeaangen sind die Ju-

mehr als ein Drittel, nämlich 12.47 Millionen Doppelzentner = 37.8 v. H. auf Rind- und Kalbfleisch. Gegenüber dem Jahre 1928 hat sich der Anteil der einzelnen Fleischsorten am Ge­samtverbrauch merklich zuungunsten des Schweinefleisches ver­schoben, das im Jahre 1928 allein 62.8 b. H. des gesamten Fleischverbrauchs deckte.

Die Andersen-Geburtstagsfeier in Kopenhagen

wurde eine wahre Jugendkundgebung für den dänischen Märchendichter. Etwa 70 000 Schulkinder hatten sich auf dem Rathausplatz versammelt, um den Märchenvorfüh­rungen beizuwohnen.

D Ein schlesischcs Dorf wird abgebrochen. Das unweit von Hoyerswerda inmitten der Lausitzer Heide liegende Dorf B u ch w a l d e , ein Bauernhof von einstmals 43 Wirtschaften und fast 500 Einwohnern, soll gänzlich abgebrochen werden, um Kohlenflöze abzubauen. Sie wurden bereits vor zwanzig Jahren entdeckt, sollen aber erst jetzt nutzbar gemacht werden. Im Dorf sind bereits 31 Wirtschaften abgebrochen worden, die letzten zwölf werden in diesen Tagen folgen; das Schulgebäude wurde Ende März geschlossen. Die Buchwalder sind größtenteils nach der benachbarten Jndustriesiedlung W e r n i n g h o f f verzogen und arbeiten in den Brikettfabriken. Andere Besitzer haben sich in den Kreisen Görlitz und Lauban angesiedelt, um weiterhin Landwirtschaft zu treiben. Mit dem Abbruch des Dorfes wird such die HZde in diesem Bezirk absterben.

gen- ist sicher noch da! Doktor Graumann und Lutz und der Hauptmann v. Könnecke waren ja sehr fidel und hatten sich noch eine ganze Menge vorgenommen! Siegfried wird sicher singen! Er wurde ja von den jungen Damen angehimmelt, daß es schon nicht mein schön war. Nun ja, ein Opernsänger! Da sind sie alle schwach! Lili v. Herwig hat ihm den Hof gemacht, das eS allgemein auffiel--"

auch sogar dir? Hast du -as so genau 6e: obachtet?"

Die Frage sollte scherzhaft vorwurfsvoll klinge^ doch war der Ton nicht ganz echt.

Meine Marianne hat recht, sich zu wundern, das ich nicht nur für sie, sondern auch noch dafür ein Auge gehabt habe." Zärtlich -rückte er ihren Arm gegen den seinen und neigte sich gegen ihr Gesicht.

Oh, dein gefürchtetes Arztesauge, dem nichts ent­geht!" sagte sie hellauf lachend- das Gezwungene da­rin hörte er nicht- er freute sich, daß sie lachte.

Liebling, und meinem Arztesauge ist auch nicht entgangen, daß du sehr blaß und nervös bist gar nicht meine sonstige, immer ruhige Marianne!" be­merkte er zärtlich besorgt.

Sie blieb einen Augenblick still.

Ist das zu verwundern, Just?" fragte sie leise, nachdem ich gerade heute so allein ohne Eltern - an einem solchen Tage--" Ihre Stimme brach in Schluchzen.

Habe Vertrauen zu mir, meine Marianne! Ich kann die nachsühlen! Und ich denke ja nur an dein Glück!"

Ich weiß es, Iustus! Ach, du bist so gut!" flüsterte sie mit versagender Stimme.

Und denn waren sie schließlich doch vor kem Hotel angelangt sie schauerte zusammen immer mei« ier, die ganze Nacht hindurch hätte sie mit Iustus wandern mögen nur nicht mit ihm allein sein! Sie hatte diesen Augenblick ja immer noch mehr hinaus-, zuschieben gesucht aber nun ging es nicht länge: - und da war sie -och mit ihm allein in ihr^m Hotel­zimmer.

Willst du nicht ablegen, Marianne?" fragte er, als sie in Hut und Mantel reglos mitten im Zimmer stand.

Ich danke!" Sie schüttelte den Kopf.

Er beobachtete sie, wie sie daftand mit ineinander gestampften Händen und fest zusammengepreßten Lip­pen. Ihre Augen irrten unruhig umher, und als sie durch die offene Tür in das daneben liegende Schlaf­zimmer blickte, glitt ein solcher Ausdruck von Ver­zweiflung über ihr Gesicht, daß es ihn förmlich beäng­stigte. Zu rätselhaft war ihm ihr Wesen. Er faßte sie an beiden Oberarmen.

Marianne, sieh mich einmal an!"

Sie tat es, schlug aber vor seinem liebevoll for­schenden Blick die Augen wieder zu Boden.

Kind, was hast du nur? Dich quält etwas nein, widersprich nicht ich merke es dir ja an! Warum bist du so verschlossen? Hast du so wenig Vertrauen zu mir?"

(Zortsetzung folgt.)

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