I Men für die weitere Entwicklung der Schlüchterner Vieh- l Okte berechtigt. Das aufgetriebene Material war zum Teil ausgezeichnet. Es mangelte jedoch noch an I iirivlirtigen Käufern, die man aber für die kommenden i^kte gerade wegen des hier gebotenen ausgezeichneten I Materials in steigender Zahl wird erwarten dürfen. — I pcr nächste Viehmarkt findet am 18. März 1930 statt.
p Geschäftliches.
25 Jahre Handelsschule Schlitzer, Fulba. Am 5- März kann die Privathandelsschule Schlitzer auf I ^ I^jährigeS Bestehen zurückblicken. In dieser kurzen Zeit I sich die Schule aus kleinsten Anfängen zu einem ange- i Mnen Institut entwickelt. Mit Energie und anerkennens- I ^rtem Schaffensdrang hat der Inhaber und Unterrichtsleiter, IM August Schützer, an dem inneren und äußeren Ausbau fMbeitet, tatkräftig unterstützt von feiner Gattin, Frau Gre- I Schlitzer. Da der 1905 aufgenommene Schulbetrieb rasch I irU^0/ mußte er schon am 1. Oktober 1909 aus dem setzi- I .cn Cafe „Reichspost" in das frühere Pult'sche Haus (Zen- I f^lpassage) in der Marktstraße übersiedeln. Die steigende Zahl | ter Schüler machte es bald notwendig, eine neue Lehrkraft I Pastellen. Während der Kriegszeit wirkte Frl. Handels- | j^rertn Luise Toepper an der Schule. Gerade während der I Küegejahre, in denen der Unterricht nur unter größten Schwie- I ^feiten aufrecht erhalten werden konnte, bewies die Handels- I sMle Schlitzer ihre Existenzberechtigung. Die Schule stellte I sich auch bereitwilligst in den vaterländischen Hilfsdienst. 9hne Gebühren zu verlangen, war man bestrebt, Kriegsbe- s schädigte, die wegen einer schweren Verletzung ihren Beruf ; nicht mehr ausfüllen konnten, für einen neuen Beruf vorzu- s bereiten.
Eine neue Periode in der Entwicklung setzte in der Nachkriegs- s zeit ein. Im Jahre 1920 wurde ein Hausgrundstück in der f Sturmiusstraße erworben und die Schule nach einem zweckmäßigen Umbau der Erdgeschoßräume dorthin verlegt. So . umfaßt die Schule heute neben dem Sprechzimmer drei Klassenzimmer und einen modernen Schreibmaschinenraum. |£em Unterrichtöleiter steht ein geschulter Lehrkörper zur Sei- s te. Während der Unterricht früher nur in „Kursen" stattge- : funden hatte, wird nach und nach der geordnete Klaffenun- j terricht nach anerkanntem Lehrplan eingeführt.
I Neben den allgemeinbildenden und Handelstechnischen Fä- l chern ist ein gründlicher Deutsch- und Rechtschreibeunterricht , |in den Lehrplan der Schule ausgenommen. Auch der fremd- f sprachliche Unterricht wird systematisch ausgebaut.
। I Die Privathandelsschule Schlitzer hat sich im Laufe der , f Jahre die Anerkennung der Bevölkerung errungen. Die Söh- , s ne und Töchter aller Berufe und Schichten besuchen in großer , i Zahl die Schule. Auch aus der Umgebung bis hinauf nach , ; Bebra und hinein in den Vogelsberg, in die Rhön und den > s Spessart kommen täglich zahlreiche Schüler in die Handels- r s schule nach Fulda. Außer der Jugend werden auch Erwach- , : jene in geschlossenen Abendkursen für ihren Beruf weiter ge- , i bildet. Im Laufe der 25 Jahre haben einige tausend Schü
ler und Schülerinnen die Privathandelöschule besucht und aus ihr das Rüstzeug für ihre Betätigung im praktischen Leben mit hinaus genommen. Sie werden sicher an dem rzjähri- gen Jubiläum der Schule freudigen Anteil nehmen. Dem Leiter der Schule darf man aus Anlaß des Jubiläums aufrichtig Glück wünschen. Möge sich die auf private Initiative entstandene Handelsschule in Fulda weiter entwickeln, aus daß sie stets eine allen Anforderungen entsprechende Bildungsstätte des Nachwuchses für das Handelsgewerbe bleibt.
Die Not der^Landmirtschaft.
Am Montag wurde die 39. Vollversammlung der Kur- hessisch-waldeckischen Landwirtschaftskammer im großen Sitzungssaals des Ständehauses durch den Vorsitzenden Rittergutsbesitzer und Landrat a. D. von Neudell-Lschwege mit einer mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache über die katastrophale Lage der gesamten Landwirtschaft eröffnet. In dieser von lebhaften Zustimmungsäußerungen begleiteten Ansprache hob Präsident von Keubell hervor, daß die heutige schwere Krisis der deutschen Landwirtschaft in der weltgeschichtlichen Entwicklung der Agrarproduktion ihren Grund habe, da auf der ganzen Linie eine Ueberzeugung vorhanden sei, die auf die preise drücke. Der Weg des Notprogrammes sei langsam, schwer und dornenvoll, denn es sei notwendig, daß die gesamte kleinbäuerliche Bevölkerung gewonnen werde und das sei nicht einfach. Es müsse überall Qualitätsware erzeugt werden und diese so billig an den Verbraucher herangebracht werden, daß das Ausland da nicht mehr mitkommen kann, hieraus ergebe sich schon, daß das Notprogramm ohne eine Ergänzung des Zollschutzes unwirksam bleibe, denn der Getreidebau, die Grundlage der Landwirtschaft, müsse durch Zölle geschützt und dadurch lebensfähig erhalten werden. Die schwerste Sorge bereite der Landwirtschaft das Roggenproblem; die Propaganda für das Roggenbrot müsse daher zu einer allgemeinen nationalen Bewegung werden. (Lebhafter Beifall.) Präsident von Keubell fand dann ehrende Worte für die Vertreter des Landes Waldeck, die zum ersten Male der Landwirtschaftskammervollsitzung angehören, nachdem sie die eigene Landwirtschaftskammer mit der Selbständigkeit ihres Landes aufgegeben haben. Dr. Allgeyer-^rank- furt hielt dann einen Dortrag darüber, wie es möglich sei, die Absatzbedingungen für die Landwirtschaft zu erforschen und darüber hinaus für die Landwirtschaft weitere Absatzmöglichkeiten zu finden. Dr. Gordes-Nassel sprach über die bisherige Durchführung der Notprogramme in Kur* chessen-Waldeck. Rn beide Vorträge schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache.
Es stimmt!
„Ist das nicht unerhört! Mir erzählte gestern der Emil, er habe sich die vier Monate, da er fort war, bei Verwandten aufgehalten. Jetzt erfahre ich zufällig, daß er im Gefängnis gesessen hat." — „Angelogen hat dich der Emil aber trotzdem nicht, denn seine Verwalten haben — ebenfalls im Gefängnis gesessen . . ."
„meiHSvuno' her Kriegsbeschädigte« u -Hinterbliebenen Kreisgruppe Schlüchtern
hält am Sonntag, den 9. März d. Js. 3 Uhr nachmittags im Saale der Scbreiber'schen Gastwirtschaft in Sterbfritz seine diesjährige Kreiskonferenz ab. Außer der vorgesehenen Tagesordnung, wird Kamerad N i t f ch e, Kassel einen Vortrag halten. Ferner sind außer den Delegierten der einzelnen Ortsgruppen, weitere Mitglieder des Reichsbundes willkommen. Die Kreisleitung.
Sozialdemokratische Partei
(Ortsgruppe Schlüchtern.)
Sonntag, den 9. März d. Js. abends 81/2 Uhr findet im „Hessischen Hof" eine Monatsversammlung statt, zu der alle Mitglieder erscheinen wollen. U. a. Vortrag über: „Die politische und wirtschaftliche Lage." Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung wird nochmals gebeten, vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand.
Turnverein Echluchtern.
Maskenball und Kreppelkränzchen betreffende Forderungen wolle man bis zum 9. ds. Mrs. anmelden. Wolf.
Donnerstag, den 6. März 1930, abends 8*/2 Uhr in der Turnhalle Sptelerfitznng. 1. Aufstellung der Mannschaft gegen Turngemeinde Fulda. 2. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich. Der Spielwart.
Fußballverein Schlüchtern
1910 e. D.
Donnerstag, den 6. März abends 81/, Uhr findet in der Turnhalle eine Generalversammlung statt. Tagesordnung wird in der Versamm
lung bekannt gegeben.
Donnerstag, den 6. März abends 77g Uhr ebenfalls in der Turnhalle des Turnvereins Hallentraining, woran alle aktiven Mitglieder teilnehmen müssen. Der Vorstand.
verantwortlich für den Inhalt: Zr. Steinfeld.
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Holzverkauf.
Die Gemeinde Ahlersbach verkauft Gamslag, den 8- März nach' mittags 172 übt ab in der Gastwirtschaft „Melchior Blum" nachstehendes Nutz- und Brennholz öffentlich meistbietend etwa:
25 Festmeler Kiefernstammholz
39 Raummeter Kiefernknüppel
255 „ Buchenscheit und Knüppel
500 , Buchenreis
170 „ Fichtenreiö.
Sehr gute Abfahrt.
Ahlersbach, den 4. März 1930.
Der Bürgermeister: Hach.
Bauholzverkauf da Gknmndc Hintechimii-RkiuhLk-s am Samstag, den S. März 1930 ab 10 Uhr vormittags bei Gastwirt „Lang" ungefähr 300 Festmeter Fichtenbauholzstämme.
Hintersteinau, den 2. März 1930.
Der Bürgermeister: Kempel.
Bekanntmachung.
Freitag, den 7. März 1930 sollen
um 11 Uhr vormittags in der Gastwirtschaft Kohlhepp in Hohenzell
1 Tisch, 1 Küchenschrank, 1 Kommode und
2 Kuhrinder
um 12 Uhr mittags in der Gastwirtschaft Iohs.
Kreß in Hellings
1 Kleiderschrank und 1 Kuhrind und
um 2 Uhr nachmittags in der Gastwirtschaft Heinbuch in Marjotz
1 Ausziehtisch
öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise versteigert werden.
Änobelod), Obergerichtsvollzieher in Steinau.
Die Jagdnutzung
bei Gemeinde Oberzell
soll am 11. März 1930 vorm. um 11 Ahr in der Gastwirtschaft „Karl Kühl tau" für die Zeit vom 1. Februar 1930 bis Zl. Januar 1936 verpachtet werden. Die Bedingungen werden vor der Verpachtung nochmals bekannt gegeben.
Der Jagdvorsteher: Behacker.