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Die Londoner Konferenz.

Langsamer Fortgang.

Der bekannte Pariser Zeitungsvertreter Pertinax stellt tn einem Bericht an denDaily Telegraph" in gewisser Ueber­einstimmung mit einem allerdings wesentlich vorsichtiger gehal­tenen Konferenzbericht derTimes" fest, daß in den englisch- französischen Besprechungen im Zusammenhang mit der Flotten- konferenz in zwei Punkten ein Uebereinkommen erzielt wor­den sei:

1. Für Schlachtschiffe und Unterseeboote soll eine unver­änderliche Tonnage festgesetzt werden, das heißt Banverzichte in einer der beiden Klaffen zugunsten der Erhöhung der an­deren Klaffen sind verboten; 2. die Handlungsfreiheit bleibt auf Kreuzer unter 10 000 Tonnen und Zerstörer beschränkt. Pcr- tinax erklärt weiter, daß die Schwierigkeiten trotzdem immer noch sehr groß seien. Insbesondere stehe die Höhe der Übertrag» baren Tonnage noch nicht fest.

Der diplomatische Mitarbeiter desDaily Telegraph" greift die französischen ^Bestrebungen auf, eine Erhöhung der Quote für Frankreich zu verlangen und bezeichnet einen Hin­weis dieser Art an die übrigen Abordnungen als eine Be­drohung der ganzen Verhandlungsgrundlage der Konferenz, Es handelt sich dabei um die bereits mehrfach festgestellten Pläne, daß Frankreich erstens unter keinen Umständen bereit sei, Italien Gleichheit zuzugestehen, zweitens die Wiedertro- lebung des englisch-frar^ösischen Flottenkonchromiffes von 1928 anstrebe, in erster Linie mit dem Ziel einer Erhöhung der französischen Quote. Eine besondere Gefahr dieser Bestrebungen sieht der Mitarbeiter darin, daß Macdonald sich in seiner über­großen Aengstlichkeit, die Konferenz aus einer gefährlichen Zu­spitzung zu retten, die sich aus einer glatten Mlehnung der französischen Forderungen ergeben könnte, schon jetzt zum Rach- geben oder zu Zugeständnissen veranlaßt sehen könnte. Bereits jetzt seien Anzeichen dafür vorhanden.

Die taktischen Erfolge Tardieus, die nationalen Bedürfnisse seines Landes als Grundlage für die Verhandlungen in den Vordergrund zu rücken und die Erörterung des französischen Planes arrf Sicherung einer gewissen Handlungsfreiheit inner­halb der begrenzten Schiffsklassen Serben als gefährlich be­zeichnet.

Reichswehrminister Gröner über die Abrüstung.

Reichswehrminister Gröner hat einem amerikanischen Pressevertreter eine Unterredung über die Frage der Abrüstung und insbesondere über die Stellung Deutschlands zur Leeab­rüstung und zur Londoner Konferenz gewährt. Zunächst wies Gröner darauf hin, daß Deutschland bei jeder Gelegenheit seine Bereitwilligkeit ausgesprochen habe, alle Maßnahmen, die einer wirksamen Abrüstung dienen könnten, soweit es in seinen Kräften stehe, tatkräftig zu unterstützen. Dieser Standpunkt gälte gleichermaßen für die Land» wie für die Seeabrüstung. Daraus sei zu entnehmen, daß Deutschland auch allen Bestreoungen zu einer Seeabrüstung zu kommen, die wärmsten Sympathien schenke, obgleich es an der Londoner Konferenz nicht unmittel­bar mitwiäe.

Auf die Frage, welche Bedeutung die deutschen Kriegsschiff­bauten für die Seeabrüstung hätten, erwiderte Gröner, daß unsere Flotte durch den Vertrag von Versailles deshalb radikal abgerüstet worden sei, um eine allgemeine Beschränkung der Rüstungen aller Nationen einzuleiten. Deutschland baue Kriegs­schiffe nur deshalb neu, um die alten Schiffe zu ersetzen. Es ser irreführend, wenn man unseren Panzerschiffneubau mit den 10 000-Tonnen-Kreuzern der Mächte vergleiche, die den Vertrag von Washington unterschrieben hatten, denn das, Panzerschiff habe als die einzige schwere Schiffsklasfe der deutschen Marine natürlich ganz andere Aufgaben als die Kreuzer der anderen Nationen.

Bei einem Vergleich mit den Schiffsklaffen anderer Mächte ergebe sich, daß die deutsche Flotte die Abrüstungsbestrebungen der Londoner Konferenz in keiner Weise stören könne, da sie den Flotten der dort verhandelnden Seemächte weit unterlegen sei. Was nun die Stellung Deutschlands zur Frage der Freiheit der Meere ang^e, so halte Deutschland an der seit mehr als einem Jahrhundert von den Vereinigten Staaten vertretenen Auffassung fest, daß die Sicherheit der neutralen Handelsschiff' fahrt im Kriege gewährleistet werden müsse.

Vor Ueberraschungen.

Paris, 27. Jan. Die pessimistische Stimmung, die in der französischen Presse in den ersten Tagen zum Ausdruck kam, ist bis jetzt nicht gewichen. Im Gegenteil hat der,Wortlaut des Fragebogens, den der Generalsekretär der Konferenz in den Abendstunden des Samstags an, die Mitglieder der einzelnen Abordnungen verteilt hat, die bestehende Unsicherheit nur noch mehr unterstrichen. Soweit es sich um die Einteilung der,ver­schiedenen Klassen handelt, glaubt man in der französischen Presse, daß die privaten Besprechungen dazu führen werden, ein Kompromiß zu finden, wonach man endgültig fünf Klassen annehmen wird. Was die Verteilung der Tonnage auf die ein­zelnen Schiffsklassen angeht, so hat sich England wohl bereit erklärt, eine Verminderung der für die großen Kreuzer vorge­sehenen Tonnage für kleine zuzugestehen, weigert sich aber auch, den entgegengesetzten Fall anzuerkennen.

Die Schwierigkeit sieht man augenblicklich darin, daß Eng­land nach wie vor darauf besteht, zunächst einmal den in Wa­shington aufgestellten Verteilungsplan anzunehmen, während Frankreich die Verteilung der Tonnage^nach dem Bedürfnis eines jeden Landes geregelt sehen will. Für die nächste Voll­sitzung erwartet man in der französischen Presse große Ueber­raschungen und ein erstes offenes Aufeinanderprallen der ver­schiedenen Anschauungen.

Spanien dementiert den Bau neuer Schlachtschisse,

Der spanische Marineminister erklärte dem Madrider Be- richterstatter derMorning Post", die von englischer Seite auf­gestellte Behauptung, Spanien wolle zwei neue Schlachtschiffe mit 38 Zentimeter-Geschützen bauen, sei völlig unrichtig

Die Regierung halte sich genau an das seit langem fest­stehende Bauprogramm, das den Bau von zwei Kreuzern des Washingtoner Typs vorsehe. Die Regierung studiere allerdings die Möglichkeit des Baues von drei modernen Schlachtschiffen, die jedoch nur als Ersatz für veraltete Schiffe in Frage kamen.

Nach Blattermeldungen aus Bombay soll durch das scharst Eingreifen der Behörden der Steuerstreik im Staat Kathiawar mit einem Fehlschlag geendet haben.

Die Blätter berichten, daß der New Porter Anwalt Lein Fräser als aussichtsreichster Anwärter für den Vizepräsidenten- Posten der Tributbank in Basel genannt werde. Geschäftsführender Direktor soll der Chef der wirtschaftlichen Abteilung der Bank von Frankreich, Pierre Quesnay werden»

Das Ende derManie Kervanles".

Allgemeine Trauer im Heimathafen.

Im Heimathafen Hamburg ist die Trauer über das tragische Ende des stolzen und beim Reisepublikum beliebten SchiffesMonte Cervantes" allgemein.

Die Nachricht, daß sämtliche Passagiere und die Besatzung gerettet werden konnten, wurde mit größter Befriedigung aus­genommen, wenn auch wahrscheinlich nach den letzten Mittei­lungen mit dem Tode des Kapitäns Dreyer zu rechnen ist.

Kapitän Dreyer ist gebürtiger Blankeneser und stand im 56. Lebensjahr. Er war ein bewährter, erfahrener und belieb­ter Kapitän und bereits seit dem Jahre 1899 in den Diensten der Hamburg - Südamerikanischen Dampfschiffahrtsgesellschaft. Das Kommando derMonte Cervantes" hatte er seit dem März v. Js. inne.

Wie man noch im einzelnen erfährt, wurden die gesamten Lebensmittel von Bord derMonte Cervantes" noch rechtzeitig geborgen und nach Ushuaia geschafft worden, so daß für die Verpflegung der Schiffbrüchigen ausreichend gesorgt ist. Auch konnte der größte Teil des Gepäcks gerettet werden. Der Reederei dürfte durch den Verlust des Schiffes ein größerer finanzieller Schaden nicht erwachsen, da die Versicherung bei ersten Hamburger und Londoner Gesellschaften gedeckt ist.

Dreyers Tod bestätigt.

Berlin, 27. Jan. Nach den bei der Hamburg-Südamerika­nischen Dampfschiffahrtsgesellschaft eingegangenen Nachrichten bestätigt es sich, daß Kapitän Dreyer mit derMonte Cer­vantes" den Tod gefunden hat. Kapitän Dreyer hatte bis zum letzten Augenblick immer noch an der Hoffnung festgehalten, daß es ihm möglich sein werde, dieMonte Cervantes" freizube­kommen, obwohl die Untersuchungen im Schiffsraum ergeben hatten, daß das Riff, auf das der Dampfer gelaufen ist, fast das ganze Vorderschiff aufgerissen hatte. Es dürfte leider ausge­schlossen sein, das Schiff zu heben.

Die verunglückteMonte Cervantes".

Das Institut de France fit Berlin.

Ein französisches Propagandamittel?

Nach einer Korrespondenz, der wir die Gewähr für die Nachricht überlassen, beabsichtigt die französische Regierung gegen Ende des Jahres in Berlin einInstitut de France" zu errichten, dessen Leitung unter Umständen dem bekannten Sonderbeauftragten bei der französischen Botschaft, Professor Hesnard, übertragen werden soll, der in Frankreich als einer der besten Kenner Deutschlands gilt. Die Pläne für das Insti­tut sind dem Vernehmen nach bereits so weit gefördert, daß es die Räume übernehmen soll, in denen bisher das Berliner Büro des deutsch-französischen Studienkomitees untergebracht war.

In deutschen Kreisen hat diese Nachricht bereits starkes Aufsehen erregt, da man befürchtet, daß von französischer Seite das Ansehen, das sich das deutsch-französische Studien­komitee zu verschaffen gewußt hatte, zugunsten desInstitut de France" ausgenutzt werden soll, das selbstverständlich ein rein französisches Propagandainstitut sein würde.

Unglück in einer italienischen Kirche.

Zwei Tote.

Rom, 27. Januar. In der Hafenstadt Bari ereignete sich ein folgenschweres Unglück in der Kirche zum Heiligen Nico- iaus, an deren Ausbesserung zur Zeit gearbeitet wird.

Ein über dem Altar des Heiligen befindliches Baugerüst stürzte unverhofft zusammen und begrub sieben Arbeiter unter den Trümmern. Bei den Rettungsarbeiten konnte einer nur noch als Leiche geborgen werden. Ein Arbeiter erlitt einen Schädel­bruch, an dessen Folgen er starb.

3a einet kleiueu Konditorei...

Skandal bei einer Tonfilmaufführung in München.

Im Münchener Phöbus-Palast, wo der TonfilmIn einer kleinen Konditorei" in Erstaufführung vorgeführt wurde, gab es trotz des festlichen Rahmens der Veranstaltung einen Skandal und ein wüstes Pfeifkonzert, wie es bisher in München noch keinem Film und seit Menschengedenken auch keinem Bühnenwerk l ereilet wurde.

Ein viertelstundenlanges Gelächter, später Radau und am Schluß sogar Raufereien bewiesen, daß der Film wegen seiner technischen Unzulänglichkeit abgelehnt wurde. Das Ueberfall- kommando wurde alarmiert und eine Hundertschaft Schutzleute verteilte sich im Theater, um einzugreifen. Einige raufende De­monstranten wurden gewaltsam entfernt.

Auch Meineidsverfahren gegen Direktor Sauerbrey?

Frankfurt, 26. Jan. In dem verwickelten Prozeß der Ge- brü.der Gutbrod G. m. b. H., Frankfurt, und Südwestdeutsche Bank A. G. ist bekannt geworden, daß gegen Direktor Sauer­brey der Südwestbank, der in der nächsten Zeit von den Frank­furter Gerichtsbehörden erwartet wird, seinerzeit auch Steck­brief wegen Meineids ergangen war. Außer den sonst gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen kann also auch ein Verfahren wegen Meineides erwartet werden.

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Von Dr. Asdonk, Kassel.

Die Agrarkrisis, von der die deutsche Landwirtschaft nun schon seit mehreren Jahren heimgesucht wird, stellt zweifellos eine der stärksten Belastungsproben dar, der sie je^ ausgesetzt gewesen ist. Zahlreich sind die Mittel und Wege, die zur Besserung der Lage versucht worden sind. Es soll hier nicht den Gründen nachgegangen werden, weshalb diese Bestrebungen nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben, sondern die Frage untersucht werden, ob vielleicht durch eine Einschränkung der Produktion Wandel geschaffen werden kann.

Von den Agrarpolitikern wird die gegenwärtige Krisis als eine ausgesprochene Absatzkrisis bezeichnet. Ihre Ur­sache ist darin zu suchen, daß ausländische Staaten, die in | der Lage sind, landwirtschaftliche Produkte äußerst billig = zu erzeugen, den deutschen Markt mit fremden Agrar- erzeugnissen zu überschwemmen trachten. Professor Dr. Ritter sieht hierin den Hauptgrund,warum heute die meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu lohnenden Preisen nur : schwer abgesetzt werden können, obwohl die inländische Produktion nicht ausreicht, das deutsche Volk auf eigener Scholle zu ernähren." (Deutsche Tageszeitung" vom 7. Oktober 1929.) Eine Produktionssenkung würde somit den volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten widersprechen; I denn je weniger wir produzieren, um so mehr muß ein- : geführt werden. Eine Gesundung des Wirtschaftslebens - ist also auf diesem Wege undenkbar. Bei der engen Ver- s bundenheit der Landwirtschaft mit der Gesamtwirtschaft würde infolgedessen eine dahingehende betriebswirtschaft- & liche Einstellung für die Landwirtschaft außerordentlich be- h denklich sein. Ritter erblickt in einem Produktionsstillstand und erst recht in einem Rückgang wegen der dadurch be­dingten erhöhten Einsuhr einen erneuten Schaden für die heimische Landwirtschaft und fordert eine Produktions­steigerung und Einschränkung der Einfuhr mit allen Mitteln.

Um die Landwirtschaft hierzu in die Lage zu versetzen, ist eine wirtschaftspolitische Hilfe seitens des Staates nicht zu entbehren. Nach Lage der Dinge wird diese Hilfe frei, lich nur im begrenzten Umfange zu erreichen sein, so daß sie unbedingt ihre Ergänzung durch Maßnahmen der Selbst­hilfe erfahren muß. In betriebswirtschaftlicher Beziehung dürfte hierbei vor allem eine sorgfältige Prüfung der für die landwirtschaftliche Erzeugung in Betracht kommenden Betriebsmittel am Platze sein. Betriebsmittel, die im Ver­gleich zur Vorkriegszeit im Preise mehr gestiegen sind als die hauptsächlichsten landwirtschaftlichen Produkte, werden im allgemeinen weniger geeignet sein, die Produktion rentabel zu gestalten als solche, die dem landwirtschaftlichen L Preisniveau angepaßt sind. Zu letzteren gehören nament- L lich die künstlichen Düngemittel, die für die neuzeitliche Landwirtschaft in allen Ländern mit zum wichtigsten Be- triebsfaktor geworden sind. Nach den Angaben von Land- r Wirtschaftsrat Eckl in derZeitschrift für Pflanzen-1 ernährung, Düngung und Bodenkunde", Heft 11/29, kostete ] eine Hektar-Düngung von

^30 Kilogramm N in Form von 1,5 Doppelzentner schwefel saurem Ammoniak,

30 Kilogramm P2O5 in Form von 2 Doppelzentner Thomasmehl und

80 Kilogramm K2 O in Form von 2 Doppelzentner 40er Kalidüngesalz |

im Jahre 1913 RM. 59, I

im Jahre 1929* RM. 50.

Die durch diese Düngermengen erzielbaren durchschnitt-1 lichen Mehrerträge betragen bei Getreide 4 bis 6 Doppel-1 Zentner, bei Kartoffeln 20 bis 30 Doppelzentner, Esk ergibt sich eine Verzinsung

im Jahre 1913 bei Getreide von ca. 57 Prozent, Beil Kartoffeln von ca. 70 Prozent;

im Jahre 1929* bei Getreide von ca. 95 Prozent, beiD Kartoffeln von ca. 135 Prozent.

Der Reingewinn, der durch eine mit Kali-, Phosphor-D saure- und Stickstoffsalzen vorgenommene Düngung eti Zielbar ist, ist also in der Nachkriegszeit nicht geringer,» sondern höher geworden. Zweifellos rechnen die Dünge-I Mittel heute zu den billigsten Betriebsmitteln. Mit Recht | sagte daher Professor Haselhoff kürzlich auf einem land-I wirtschaftlichen Besprechungstag in Kassel:Was drückt,! sind nicht die Düngungskosten, sondern andere Lasten." | Durch ihre Preiswürdigkeit tragen die Düngemittel viel-I mehr dazu bei, die niedrigen Produktenpreise erträglicher I 3« gestalten, so daß ihre Anwendung betriebswirtschaftlich I eine Notwendigkeit ist.

* Stichtag 5. November 1929.

Ausschreitungen in einer Erziehungsanstalt.

Görlitz, 26. Jan. In der Erziehungsanstalt der Brüder-1 Gemeinde Zoar in Rothenburg-Lausitz kam es zu einer Aus-1 .ehnung der Erziehungsbesohlenen, die größeren Umfang an-1

so daß Landjägerei gerufen werden mußte, die die drei | Hauptradelsführer wegen Widerstandes verhaftete. Die Ruhe I wurde darauf wieder hergestellt,

Verschwörung in Indien?

London, 27. Januar. Die englische Verwaltung in Indien I hat nach Berichten aus Bombay bedeutsame Verschwörungen | aufgedeckt. Im nördlichen Teil von Bombay wurde eine Favri' | für die Herstellung von Bomben gefunden, die im Dienst einer | über ganz Indien ausgedehnten Verschwörung gestanden haben | soll. Im Zusammenhang hiermit sind 13 Personen verhaftet I worden.

Aufhebung von Haftbefehlen.

Berlin, 25, Jan. Die wegen der Bombenanschläge in SiW I bürg angeschuldigten Landwirte aus Hannover hatten sich 5" I Samstag vor der Strafkammer III des Landgerichts I in Berlin I zu verantworten. Keiner der sechs Angeschuldigten hat eine $c>. I tecktgung irgendwelcher Art an den Anschlägen zugegeben. Sti I des Verteidigers, dem sich der Vertreter der Ankln^ I ^schloß, verkündete das Gericht den Beschluß, daß fünf W ichuldigte, und zwar Amandus Vick, Luhmann, Becker, Mah^ [ und. Wieborg, mit der weiteren Untersuchungshaft zu schonen seien, wenn sie Sicherheiten zwischen 20 000 und M Reichsmark leisteten.