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Abbildung 4 $i8bütte (Durchschnitt».
Wird mit Stroh oder Rohr emgedeckt. Die Sohle liegt 30 cm über dem Gelände und besteht aus Rundhölzern mit einer Schicht Reisig darüber, und auf diesem eine Lage Latten zur Aufnahme deS Eises Das durchsickernde Schmelzwasser wird durch ein Tonrohr sort- geführt. Eine Umpflanzung der Anlage mit schnell wachsendem Strauchwerk und die Anordnung einer Wasserrinne ist zu empfehlen
Maßnahmen gegen das Versohlen der Stuten.
Von Dipl.-Landwirt Paul Bank.
Bei der Frühgeburt der Stuten muß man unterscheiden zwischen einem „seuchenhaften Versohlen" und einem durch äußere Umstände veranlaßten Verwerfen. Sie kann zu jeder Zeit der TrächtigKeit und sogar so frühzeitig eintreten, daß äußerlich hiervon nichts bemerkt wird. In solchen Fällen wird dann gewöhnlich angenommen, daß die Stute überhaupt nicht ausgenommen hatte.
Ungefähr bis zur 6. Woche entwickelt sich das Junge fast vollständig von eigener Substanz. Dann beansprucht seine Fortentwicklung aber eine völlig gesunde Gebärmutterschleimhaut. War diese nun von der letzten Geburt her noch nicht in Ordnung, so zeigt sich der Schaden meistens 6 bis 12 Wochen nach dem letzten Decken. Denn die in der Schleimhaut noch befindlichen Bakterien haben zwar die Befruchtung des Eies nicht verhindert, aber in der Gebärmutterschleimhaut einen Katarrh hinterlassen, so daß das Junge infolge mangelhafter Ernährung zum Absterben kommt und ausgestoßen wird.
Eine Ausspülung der Gebärmutter mit entsprechenden Mitteln wird meistens die Ursache dieses Verfohlens — Schmutz und Eiterbakterien — beseitigen, so daß die Stute beim nächsten Rossen wieder gedeckt werden kann und sicher auch aufnehmen wird.
Etwas ganz anderes ist das eigentliche seuchenhafte Verwerfen, das durch einen Para- typhusbazillus hervorgerufen wird. Durch diesen Erreger des seuchenhaften Verfohlens können durch Übertragung unter Umständen alle tragenden Stuten eines Bestandes verwerfen.
Dabei ist besonders zu betonen, daß die Übertragung in der Hauptsache von Stute
/ qejioiimicit »1'7 »*%* t»»«rrO »«i t- ä>ciu> ' bie t-lnicrfnctjung ber (Seinren flüssig Kett gabt“ reicher Hengste in stark verseuchten Bezirken hat ergeben, daß in den Samen der Erreger der Seuche nicht vorhanden war. Selbstverständlich ist aber sofort nach jedem Deckungsakt die Rute des Hengstes mit einer warmen Desinfektionslösung abzuwaschen, und die äußere Übertragung des Ansteckungs- stoffes zu verhüten.
Dagegen wird der Seuchenerreger von Stuten, die oerfohlen, beim Ausstoßungsakt und noch einige Zeit nachher in großen Mengen im Stalle verstreut. Die An- steckungskeime leben im Darm, wandern dann auf dem Blutwege in die Gebärmutter und rufen hier eine Entzündung der Schleimhaut und der Eihüllen hervor, die schließlich zur Loslösung der Frucht führt. Bei dem nun eintretenden Verwerfen erfolgt durch das abgestorbene Fohlen, durch die Eihüllen, das Fruchtwasser und den manchmal wochenlang anhaltenden Scheidenausfluß eine ganz außerordentliche Verunreinigung des Stalles. Bleibt die Stute im Stalle stehen, so nehmen alle anderen Tiere von der verschmutzten Spreu den Erreger auf, der dann den oben beschriebenen Weg nimmt und auch bei diesen nach einiger Zeit das Verwerfen hervorruft.
Auch in einem bisher gesunden Stall kann die Seuche durch eine zugekaufte Stute, die erst kürzlich versohlt hat und noch immer die Erreger ausscheidet, eingeschleppt werdm. Dann aber auch kann die gesunde Stute durch einen Hengst angesteckt werden, wenn er am gleichen Tage eine andere erst kürzlich seuchen- hast versohlte Stute gedeckt hat und nachdem nicht mit einem Desinfektionsmittel gewaschen wurden.
Das seuchenhafte Versohlen erfolgt hauptsächlich im 7., 8. und 9. Monat der TrächtigKeit und meist plötzlich und unerwartet. Andere Merkmale, daß es sich um das seuchenhafte Versohlen handelt, gibt es nicht. Deshalb muß die Ursache des Verwerfens durch eine besondere Untersuchung festgestellt werden. Ergibt diese, daß es sich um das seuchenhafte Versohlen handelt, so sind zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung sofort Maßnahmen zu treffen. Denn wenn erst eine weitere Ausbreitung der Seuche im Stalle erfolgt ist, so kann man mit einem Verbleiben derselben auf 2 bis 3 Jahre rechnen Ein so langes Auftreten kann man heute durch wiederholtes Impfen aller Stuten des Bestandes zu Anfang der nächsten TrächtigKeit und im 5. oder 6. Monat verhindern. Einen Erfolg kann aber auch diese Schutzimpfung nur dann bringen, wenn gleichzeitig durch peinlichste Sauberkeit dafür gesorgt wird, daß die tragenden Stuten nicht immer wieder neuen Ansteckungsstoff aufnehmen müssen. Dazu gehört die vollständige Beseitigung aller Abgänge des Verfohlens, Entfernung der Streu des Standplatzes, auf dem die Stute verworfen hat und feine gründliche Desinfektion mit Kalkmilch unter Zusatz von Lysol oder Kreolin. Die noch trächtigen Stuten läßt man nach Möglichkeit in einem nicht verseuchten Stall abfohlen und das seuchenhaft versohlte Tier durch einen Tierarzt behandeln. Die Zulassung züm Hengst darf frühestens drei Monate nach der Fehlgeburt erfolgen, weil früher die Gebärmutter kaum keimfrei ist.
Als häufigste Ursache des keimfreien Ver- werfens kommen meistens von außen auf das Tier einwirkende Umstände in Betracht. Als solche sind zu nennen: Anrennen an Tier- pfostm. Hinstürzen. Stöße mit der Wagen-
<?lx-övtr, ' ,5ii y eO“ r y « >"--> i.uTgöoiicrnöe STralr- ben^egung unb Sugluft nad> «Säjrtntjen. 5Durxt> solche Einivjrkcmgen lösen sich die Frucht- hüllen oder die Gebärmutter wird zu vorzeitigen Wellenbewegungen veranlaßt und stößt das Fohlen aus. Ebenso können aber auch Fütterungsfehler das Verwerfen veranlassen, der Genuß von größeren Mengen von zu kaltem Wasser oder das Verfüttern von gefrorenen Kartoffeln und Mähren, ferner mit Rost, Brand- oder Schimmelpilzen befallenes Futter bewirken oft ein so gehäuftes Versohlen, daß man den Eindruck einer Seuche bekommt.
Eine durch solche Ursachen einsetzendo Frühgeburt zu verhindern wird meistens aussichtslos fein. Diel wichtiger ist es, von vornherein dafür zu sorgen, daß von den trächtigen Stuten alle schädigenden Einflüsse ferngehalten und dadurch diese Unglücksfälle verhindert werden.
W Verwendung manischer Gersie zu nutzbringender Mnertzaltung.
Von Hauptlehrer Bülow.
Immer wieder hört man von selten selbst der strebsamsten Landwirte Klagen über Unrentabilität der Geflügel-, besonders der Hühnerhaltung. Schon oft habe ich versucht, diese Einwände zu entkräften. Immer wieder muh betont werden, daß auch aus diesem Gebiete die Landwirtschaft Wege gehen muß, die einen Reingewinn aus der Hühnerhaltung sicherstellen. — Schon die Einrichtung der Ställe, die an dieser Stelle kürzlich so trefflich beleuchtet wurde, ist die erste Voraussetzung dafür. Aus meinen langjährigen Erfahrungen heraus muh ich auch heute wieder sagen, daß zum Teil in der Landwirtschaft eine Fütte- rungsweise des Geflügels üblich ist, die nicht als rentabel bezeichnet werden kann. Es bezieht sich diese Behauptung sowohl aus die Fütterungsart — ich weise nur daraus hin, dah es in vielen Höfen so gang und gäbe ist, dah die fütternde- Person gleich morgens eine Schwinge voll Körner den Hühnern ausstreut, ohne sich über das Verfehlte solcher Fütterungsart Gedanken zu machen — als auch auf die Futterzubereitung und Futterdarreichung.
Nicht das Körner-, sondern Das Weichfutter einschließlich der Grünfütterung, sei stets das Rückgrat aller Hühnerfütterung. Wenn ich Landleuten gegenüber bisher meine Gedanken entwickelt habe, dann hörte ich in neun von zehn Fällen: „Ach, Kartoffeln können unsere Hühner fressen so vick wie sie wollen." Ja, das habe ich stets bestätigt gefunden Da liegen nun die gedämpften Kartoffeln, oft gar nicht oder, wenn es gut ist, mangelhaft gequetscht, in einer offenen Holzmolle, einem alten Ferkeltrog ober einem alten Topf. Da kommen wohl auch die Hühner und holen sich einige Kartoffelstücke heraus, um sie angepickt bald im Schmutz liegen zu lasten. Dah dieses Futter so voll verwertet wird, ist kaum möglich. Ein plötzlich hereinbrechender Regen verwandelt die angepickten Kartoffeln in einen schmutzigen Kartoffelwasserbrei. der dann nicht mehr gefressen wird — Wird es nicht jedem Hühnerbesitzer mög- sich sein, sich im Handel angebotene, verzinkte Futtertröge zu beschaffen? Auf je 20 bis 30 Hühner genügt, je nach Größe, einer. Ein Verscharren und Beschmutzen des Futters — zugleich eine wichtige Ursache zur Verbreitung übertragbarer Krankheiten — ist dadurch unmöglich. Ein Dach verhindert das Hineinregnen, die Gitterstäbe ein Drängeln der Hühner, und die ausziehbare Futtermulde ermöglicht ein leichtes Reinigen. Da solch ein Trog bei sehr pfleglicher Behandlung sehr lange reicht — ich besitze meinen schon über zehn Jahre —, macht er sich durch die Futterersparnis infolge vollkommener guter Kutterverwertung sehr bald bezahlt. Diese Tröge dienen also zur ordnungsgemäßen Darreichung des Weichfutters.
Das Weichfutter bedarf jedoch, um von den Hühnern freudig ausgenommen zu werden, einer sorgfältigen Zurichtung. Man denke doch ja nicht: Das Viehzeug frißt alles l Auch die Hühner sind
schreiben. 23a bleibt troft reid)lid)er Quteilung nie ' \ mal© etwas übrig. 53d) will gern verraten, rote \ ich das Futter bereite. Die frisch gekochten oder gedämpften Kartoffeln werden zunächst recht klein gequetscht oder gestampft, diese werden dann mit Kleie oder bester mit Schrot (im Winter am besten Maisschrot und Kleie) zu einem trockenen, krümeligen Brei vermischt. Um diesen noch schmackhafter zu machen, füge ich auf je zehn Hühner eine Handvoll gutes Fischmehl (Dorsch- mehl) oder Garnelenschrot hinzu.
Täglich erhalten meine Hühner auch je nach Vorrat eine bis zwei Hände voll selbst gemahlenes Knochenschrot oder Knochenmehl in das Weichfutter gemischt. Zur Bereitung desselben werden sämtliche Knochen des Haushaltes ausgehoben, getrocknet und dann in einer Knochenmühle gemahlen. Ich besitze für diesen Zweck eine kleine Knochenmühle für 36 RM, die aber in ihrer Leistung vollkommen befriedigt und auch die härtesten Rinderröhrenknochen zu einem weißen Mehl zermahlt. Eine größere Haushaltung wird gut tun, sich eine größere mit Handschwungrad oder mit Kraftbetrieb zu beschaffen. Welche große Bedeutung die Knochennahrung für die Hühner, besonders für die Eiererzeugung hat, das brauche ich an dieser Stelle nur andeuten, um damit auch zu beweisen, wie eine solche Knochenmühle wertlose Knochen, denn auch ein Hund wird die meisten Knochen nur obnagen und nicht auffressen, in eiererzeugende Futterwerte umformt.
Nicht minder wichtig ist auch eine Hackmaschine (einer Fleischmaschine — Wolf — ähnlich), die sich zum Zerkleinern von Rüben, Gemüse, faserigen Fleischresten, Fischresten, Fischköpfen, Fischgräten, kurz allen Hausabfällen eignet, um diese, so verändert und verdaulicher gemacht, zu verfüttern. — Diese Maschine ist wirklich das nützlichste Gerät für jeden Geflügelhalter, weil sie Stoffe, die sonst unverwendbar sind, in schnellster Weise zu bestem Futter verarbeitet.
Für die Grünfütterung, die auch unentbehrlich für den Erfolg ist, wäre ein Grünfutterschneider zum Zerkleinern aller Gräser usw., frisch und trocken, recht wünschenswert, ebenso wie im Winter ein Grünfutter- und Rübenkorb, mit einer Rübe oder einem Kohlkops gefüllt, an der Decke des Scharr- raumes hängend, nicht unentbehrlich für den sparsamen Landwirt ist, weil er das Futter bis zuletzt sauber und appetitlich erhält.
So manches von der Industrie hergestellte Gerät könnte hier im Interesse einer rationellen Hühnerfütterung Erwähnung finden: aber ich möchte es bei diesen Dingen bewenden lassen. Ich weiß sehr wohl, daß so mancher Landwirt sich schon überwinden muß, um eines oder einige dieser praktischen — ich will sagen dieser für eine rentable Hühnerhaltung unentbehrlichen — Geräte anzuschaffen, weil er nicht von der Voreingenommenheit los kann, daß die Hühnerzucht nichts einbringt. Ich konnte an dieser Stelle am Schluß des Legejahres eine genaue Aufrechnung der Ein- und Ausgaben meiner Hühnerhaltung geben; da ich Fallennester habe, ist es mir mög- sich, die Legeleistung jeder Henne sowohl als die Durchschnittsleistung aller Tiere zu prüfen Ich vermag jetzt schon zu verraten, dah bei den heutigen Eierpreisen das Resultat kein ungünstiges sein wird. — Daß ich neben einer rechten Zuchtauswahl, wozu die Ausmerzung aller schlechten, faulen Leger gehört, meine ziemlich günstige Bilanz nicht zuletzt einer sachgemäßen FUtterungs- weise und den genannten Geräten verdanke, wird auch der größte Pessimist auf diesem Gebiete nicht abstreiten können.
Neues aus Stall und Hof.
Zur Mast bestimmte Iungschweine soll der Landwirt so schnell wie möglich schlachtreif machen. Die Schweinepreise sind zur Zeit noch günstig und werden im neuen Jahr konjunktur- mäßig zurückachen Vor allem den Mafb- schweft»«» genügend Eiweiß im Futter geben in Gestalt von Fischmehl, Fleischmehl oder Magermilch. Dr. £tg.
Kaninchenhaltung. Es wird oft behauptet, daß Kaninchen, namentlich in der Stadt, einen unangenehmen Geruch verbreiten, und daß dadurch ihr» Haltung erschwert würde. Das ist
hommt "es auf öle nötise <S\.x\ftreu an. 2b\e . be^te <Siuntreu kür ben &anln.d)en^taU i^t ^.or^, 1 Torfmull oder Torfftreu. Man bringt in den Stall eine ziemlich dicke Schicht Torf und darüber eine Schicht Stroh. Durch den Torf werden die Ausdünstungen gebunden und es wird kein unangenehmer Geruch mehr empfunden, zumal wenn die von den Kaninchen häufig benutzten Stellen oft mit reinem Torf versehen werden. Ein- oder besser zweimal im Monat wird dann der ganze Stall gereinigt und mit einer Cellokresollösung ausgewaschen und darauf wieder mit neuer Streu versehen. Auf diese Weise wird der unangenehme Geruch verhindert. Der gebrauchte, mit Jauche und Dünger durchsetzte Torf wird am besten in einer Tonne aufbewahrt und im Garten verwendet, wo er besonders der Lockerung des Bodens dient. Kl.
Das Gelreidekorn ist kein toter Körper, sondern lebt und atmet, damit gehen aber Gewichtsverluste einher. Nun ist die Atmungstätigkeit abhängig von der Temperatur des Lagerraumes. Hohe Temperatur beschleunigt sie, niedrige setzt sie und somit auch die Gewichtsverluste herab. Nach diesen Feststellungen sind große Mühlen dazu übergegangen, ihre Getreidevorräte in großen, dichten, meist aus Metall hergestellten Behältern, den Silos, unter- zubringen, vorausgesetzt, daß es sich hierbei um gut ausgereifte, trockene, gut gereinigte, nicht von Pilzen befallene und schon etwas abgelagerte Ware handelt. In diesen Silos bleibt das Getreide, ohne je wieder gerührt zu werden, bis zum Verbrauch liegen und verliert hierbei an Gewicht und Güte so gut wie nichts. Wenn dagegen ein Getreide, wie es meistens auf dem Lande der Fall ist, im Haufen auf dem Speicher lagert, wo ungehindert Luft zum einzelnen Korn hinzutreten kann, dann fetzt verstärkte Atmung ein, und der Gewichtsverlust kann allein hierdurch sechs bis sieben Prozent betragen. Besonders stark ist dieser Verlust beim Mais, wo er bis ungefähr dreizehn Prozent ansteigen kann. Wird nun in einem geschlossenen Behälter, wie dem Silo, das Getreide nicht zu lange gelagert, so ist auch nicht zu befürchten, daß die Körner dadurch keimunfähig werden. Sicherer ist es in jedem Falle, sein Saatgut aber nicht dem Silo an- zuvertrauen, sondern es möglichst trocken und kühl auf dem Speicher zu lagern. M. W.
Neues aus Seid und Garten, Treibhaus und Vlumenzimmer.
Der beste Arzt ist die Borbeuge. Das gilt auch von der Unkrautvertilgung. Um der zu starken Unkrautverbreitung oorzubcugen, muß der Acker nicht nur richtig bearbeitet, sondern auch richtig gedüngt und bei Kalkmangel gekalkt werden. Schon in der Verbreitung und Mengeverteilung der Unkräuter hat der Landwirt ein einfaches Mittel, sich über den Kalkzustand seines Feldes ein Bild zu machen. Bekanntlich gibt es kalkliebende und kalkfeind- liche Unkräuter, und nach derem Vorkommen läßt sich auf den Kalkzustand des Bodens schließen. Genaueren Aufschluß gibt allerdings erst die Untersuchung durch eine Versuchsstation. Die Kosten sind in Anbetracht der Bedeutung so gering, daß sie kaum in Betracht kommen. Vielfach stehen in diesen Fragen die landwirtschaftlichen Schulen dem Landwirt gern mit Rat zur Seite. Sz.
Wipfeldürre der Obstbäume. Sie ist eine überaus häufige Erscheinung, der das allmähliche Absterben der Bäume, zum mindesten aber dauerndes Siechtum folgt. Den wenigsten Besitzern aber ist die Ursache bekannt, infolgebeffen zur Abwendung nichts geschieht. — Nachdem der Baum Jahre hindurch nach der Pflanzung gut gediehen ist, läßt er im Wuchs schnell nach. Besonders macht sich der Rückgang im Wipfeltrieb bemerkbar. Endlich beginnt der Baum vom Wipfel her ab- zusterben. Die Wipfelzweige zeigen Befall von der Schorfkrankheit, Kommaschildlaus, Rotpuste, Krebs, und der weniger Erfahrene ist geneigt, diese Erscheinungen als Ursache zu nehmen, obwohl es nur Folgeerscheinungen einer anderen Ursache sind. Diese ist ungenügende Mächtigkeit des Bodens. Die durchdringbare Tiefe des Bodens ist durch Ein-
touv^etn auf blefe <S.iulafttrunßön flogen, stirbt öle Äaubtrone oon oben her ab, unb bex ^an^e f8aum beginnt zu tr änteln. D'r^e hemmenden Einlage - rungen können aus Festen, versickertem Geröll, Ortstein (Raseneisenstein), sehr dichtem, fettem, daher undurchlässigem Ton oder endlich ständigem Grund- ober Schichtwasser bestehen. Entwässerung ober im Falle fester Einlagerungen Sprengung mit Romperit sind die einzigen Möglichkeiten der Abhilfe, wenn die Borbeuge durch Untergrunduntersuchung vor der Anpflanzung versäumt wurde. Es ist daher vor der Bepflanzung zu berücksichtigen, daß Birnen, Äpfel, Süßkirschen, die auf Wildling veredelt wurden, also gemeinhin Hoch- und Halbstämme, mindestens 120 bis 130 cm Mächtigkeit zum guten Gedeihen voraussetzen, ebensolche Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Reineclauden, Zwetschen 80 bis 90 cm, alle Zwergbäume aber mindestens 70 cm. Js.
Neues aus Haus, Nüche und Keller.
Leichtes Entfernen der Oelfardenflecken von Fensterglas. Sind die Fensterrahmen gestrichen worden, so geht es ohne Farbenfpritzer niemals ab. Das Entfernen dieser Spritzer ist mitunter recht zeitraubend. Man kann es sich aber sehr erleichterzi, indem man einen Kupferpfennig zu Hilfe nimmt und damit auf der Scheibe herumreibt. Der Pfennig wird einfach mit dem Finger flach an das Glas gedrückt und kreisförmig in Bewegung gefetzt. Auf diese Weis« verschwinden die Farbspritzer und es entstehen keinerlei Kratzer im Glase. Tr.
Schollen in Weitzweinlunke. 1,5 kg möglichst große Schollen werden ausgenommen, gewaschen, abgezogen Man löst das Fleisch recht sorgsam von den Gräten, so daß man von jeder Scholle etwa vier Stücke erhält, die man leicht salzt und mit Zitronensaft beträufelt und ein bis zwei Stunden beiseite stellt. Fischhaut und Gräten kocht man unterdessen mit etwas Wurzelwerk in einem Liter leicht gesalzenen Masters aus. Die Fischstücke werden gerollt und zusammengebunden. Hierauf legt man sie in einen breiten Kochtopf in Butter und dunstet sie darin von allen Seiten an. Dann gießt man das Fischwasser dazu und eine halbe Flasche leichten Weißwein, gibt einige Pfefferkörner, zwei Gewürznelken, ein Kardamom, ein Lorbeerblatt, zwei Schalotten und eine in Scheiben geschnittene Zitrone dazu und läßt olles an heißer Stelle 10 bis 15 Minuten ziehen. Die Hälfte der Brühe gießt man durch ein Sieb in einen anderen Topf, gibt 50 bis 60 g Butter zu, quirlt einen knappen Eßlöffel Mondamin und zwei Eigelbe hinein, läßt die Tunke unter fortwährendem Schlagen mit der Schneerute bis zum Kochen kommen, nimmt sie vom Feuer und schlägt so lange weiter, bis sie dick ist. Man richtet sie über den Fischrollen an. Frau A. in L.
Äpfel lassen sich sehr sparsam schälen, wenn man sie mit kochendem Wasser übergießt und bis zu ihrer Abkühlung darin liegen läßt. Die Haut läßt sich dann ganz leicht abziehen, ohne daß das Mark an ihr hasten bleibt. Man braucht nur das Messer unmittelbar unter die Schale zu schieben und sie abzuziehen. Der Wohlgeschmack des Apfels wird durch dieses Verfahren kaum beeinflußt. Sz.
Bienenzucht.
Schimmel auf den letzten Waben im Wintersitz der Bienen findet sich meist in Kästen, die durch eine Glasscheibe hinten abgeschlossen werden. Wenn dies auch reckt bequem für den Imker ist, so ist es doch für die Bienen nicht angenehm. Jede Fensterscheibe zeigt uns, daß bei einseitiger Erwärmung die kalten Wasserdamvftcile der Luft sich in Form von Fensterschweiß absetzen. Diese Feuchtigkeit entsteht auch am Bienenfenster, rinnt nach unten und in der Feuchtigkeit entsteht Schimmel und Moder. Die letzten Waben werden morsch und unbrauchbar. Darum wird der Imker besser das Fenster durch eine gute Strohmatte, die nicht zu fest gepreßt ist, ersetzen. Sie hält durch die vielen Luftkanäle der Strohhalme warm, läßt aber die feuchte Luft abziehen, so daß die Waben trocken und sauber bleiben. Schm.