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m (Amtliche Bekanntmachungen

über chDndratsam't.

S . ij.ülr. 10522. Die Ortspolizeibehörden werden hier- auf die unter Ziffer 644 des Regierungsamtsblattes Suf» 46 1929 veröffentlichte viehseuchenpolizeiliche klnord- MneutiXng aufmerksam gemacht.

AS^Iüchtern, den 22. November 1929.

lüsßn ß Der Landrat: Dr. Müller.

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bie bahnhofsstraße in Schlächtern wird wegen wasser- MgLarbeWn von der Fuldaer- bis zur Lotichiusstraße p 28. und 29. d. Mts. für den gesamten Fuhrverkehr sperrt. I II

Übertretungen werden nach der Straßenverkehrsord- h Dom 24. September 1926 (Beilage zum Regierungs­blatt Nr. 40/ 1926) bestraft.

lZchlüchtern, den 27. November 1929.

Der Landrat: Dr. Müller.

Kreisausschuß.

Freiwillige Sanitätskolonnen.

IJ.-Rr. 182 R. K. Am 24. d. MtS. ist in Schlächtern M freiwillige Sanitätskolonne für die Stadt und die be-

hen, mij garten Landgemeinden gebildet worden, die bis jetzt aus och Wi

Mitgliedern besteht. Die Ausbildung der Mitglieder

Die deutsche Steuerlast.

Eine Schicksalssrage für die deutsche Wirtschaft."

In einem aufsehenerregenden Artikel berechnet dasBerl. Tageblatt" unter der UeberschristDie Schicksalsfrage der deutschen Wirtschaft", daß 70,7 v. H. der deutschen Erzeugung vom Fiskus beschlagnahmt werden. Es wird die Steuerrech­nung einer normalen deutschen offenen Handelsgesellschaft wie folgt ausgemacht: Vom Einkommen gehen 40 v. H. für Ein­kommensteuer, 11,1 v. H. für Gewerbesteuer, 6,6 v. H. für Umsatzsteuer, 5,5 v.H. für Vermögenssteuer, 2 9 v. H. für Jndustriebelastung, 2,4 v. H. für Kirchensteuer, 2 2 v. H. für Hauszins- und Grundsteuer, zusammen 70,7 v. H. des Ein­kommens für alle Steuern. Die Wirkung dieser Steuerlast auf die Preishöhe ist bei den vielen Stadien und Steuer- zugriffsstellen, durch die eine Ware geht, ehe sie den Kon­sumenten erreicht, unschätzbar groß.

Hier liegt der Grund für unsere ungenügende Konkurrenz­fähigkeit in der Ausfuhr, für mangelnden Absatz im Inland, für "Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne. Im Abbau dieser Lasten, die die Wirtschaft nehmen, liegt das wirkliche Interesse der Arbeiterschaft, aber nicht in dem Ideal der hohen Be­steuerung des reichen Unternehmers. Viele ahnen, daß bei aller Unabänderlichkeit unserer Reparationspflicht die ungeheure Steuerlast wesentlich erleichtert werden könnte durch eine gute Finanzpolitik daß Fmanzsystem und Finanzpraxis in Deutsch­land noch heute so jammervoll schlecht sind, wie sie es mit Kriegsausbruch wurden und wie sie es auch vorher schon in mancher Hinsicht waren.

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UM Sonntags von 35 Uhr nachmittags durch Herrn in. Rat Dr. Stern im hiesigen Kreistagssaal statt. Zum brer der Sanitätskolonne ist der Maurermeister Herr An- as Möller in Elm gewählt worden. Es ist erwünscht, i sich die Mitgliederzahl der Kolonne noch weiter erhöht. Äonen, die gewillt sind, der Sanitätskolonne beizutreten

d sich im Kolonnendienst ausbilden zu lasten, werden ge- I m, sich bei mir oder bei Herrn Maurermeister Andreas jugc « Wer in Elm anzumelden. Der erste Unterricht findet am Mag, den i. Dezember d. Is. nachnuttagS 3 Uhr statt. Schlücbtern, den 25. November 1929.

Männerverein vom Roten Kreuz Schlächtern. Der Vorsitzende: Dr. Müller.

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Bekanntmachung.

Mr. 10344. Zufolge Ermächtigung des Herrn Regie- tzr-Präsidenten zu Kassel, wird an den drei letzten Zonn-

,m vor Weihnachten und zwar am 8. Dezember bis zu ptunben und am 15. und 23. Dezember bis zu 8 Stunben ßöoch nicht über 18 Uhr (6 Uhr nachmittags) hinaus ' Gewerbebetrieb in offenen DertzaufssNNen freigeaeben Ml ^ gleichzeitig die Beschäftigung von Gehilfen. Lehrlingen li« Ä & Meitern mit der Maßgabe zugelassen, daß die für

' hauvtgvttesdienst festgesetzte Pause einzuhalten ist. ^chlüchtern, den 18. November 1929.

Der Landrat. gez. Dr. Müller.

SaS Essener Explosionsm glück.

Die Ursache noch nicht geklärt.

Der Polizeibericht über das Explosionsunglück in Essen am Weberplatz teilt mit, daß drei Personen getötet worden sind, während 21 Personen verwundet in Krankenanstalten Aufnahme fanden. Nach den Mitteilungen der zuständigen Stellen in einer Pressebesprechung hat sich die Ursache des Unglücks noch^immer nicht feststellen lassen. Die Ermittlungen ^sburch .sehrerschtzMt, daßib« ^mfunuHt.^ der nn dem zerstörten Marktgebäude ein Haushaltswaren­geschäft betrieb, seine beiden Söhne und zahlreiche andere Per­sonen, die vielleicht wertvolle Angaben machen könnten, verletzt und zum größten Teil vernehmungsunfähig sind.

Festzustchen scheint, daß der Explosionsherd im Keller des Gebäudes liegt. Der Zustand t 3 Geschäftsinhabers Löwenthal, der eine schwere Gehirnverleßung erlitten hat, ist außerordent­lich bedenklich, desgleichen das Befinden seines Sohnes, dem beide Deine abgenommen werden mußten. Das Befinden der übrigen Verletzten wird den Umständen entsprechend als gut bezeichnet.

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®nb veröffentlicht.

winau, den 26. November 1929.

Der Magistrat: Dr. Kraft.

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^'Mle Leichen der drei Koblenzer Zahnärzte

I gefunden.

_a Vi z, 26. Rod. Seit vergangenen Mittwoch wurden M öOjährjgg Zahnarzt Dr. klrthur Salomon, die 28 säh- M oahnärztm Dr. Elfriede Heinzmann und der 28 säh- p Zahnarzt Dr. Karl ITlener'aus Koblenz. die an einer Mtteversammlung in Mainz teilnahmen und abends bei Hebel die Rückreise nach Koblenz mit dem Auto vermißt. Fieberhaft forschte man nach dem Der= Vermißten. Man rechnete mit einem Unglücks- L verbrechen lag aber auch im Bereich der Mög- ^an suchte den Rhein zwischen Mainz und Kob= W r mit mehreren Booten ab und auch im Taunus stellte r mit Hilfe der Förstereien Nachforschungen an. Ruf Taniaffung des Bürgermeisters von Frei-weinheim wur- aua; in der Gemarkung Frei-Weinheim Nachforschungen

5 dem Ruto angestellt.' Heute nachmittag 5,45 Uhr man an der Rnleqeftelle der Rheindamvfer, unge- ^0 Mieter vom Ufer entfernt, beim Rbsuchen des bekE das Ruto mit den drei Insassen. Die Leichen Ä l i °uf den Frei-Weinbeimer Friedhof gebracht. Die ist verständigt. Man nimmt an, daß auf dem Wege von Mainz nach Roblenz bei ! aelheim, statt geradeaus zu fahren, rechts abbog

p'tz. der Straße nach Frei-Weinheim, die unmittelbar -mv endigt, im Nebel in den Rhein fuhr.

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egaNS Der Seniorchef des alten bekannten Frankfurter »^Hauses E. Ladenburg, August Ladenburg, ist Dienstag I er von 73 Jahren gestorben.

Raubüberfall.

Berlin, 27. November. Einen ungewöhnlich testen Naubüberfall verübten drei Einbrecher in Vocklum (West­falen). Bei dem Kampf, der sich danach zwischen ihnen und der Polizei abspielte, wurde einer der Räuber erschossen, der zweite ergab sich. Man vermutet, daß es die Seiden in der vorigen Woche aus der Strafanstalt Buch entwichenen Sträf­linge Garde und Liesegang sind.

Durch Rauschgift in den Tod.

Bremen, 27. November. Dienstagmorgen fand ein Wäch­ter auf einer Bank im Wallerpark einen Toten und einen Sterbenden, die zu starke Dosen Heroin zu sich genommen hatten. Es handelt sich um zwei etwa 20jährige junge Leute, von denen einer Drogist war. Dieser hatte aus den Beständen seiner Drogerie ein Fläschchen Heroin unbefugt entnommen und war auf den Gedanken gekommen, die ihm aus Romanen bekannte einschläfernde Wirkung dieses Rauschgiftes an sich selbst auszuprobieren. Er erzählte seinem Freunde von der Sache und bewog diesen, den Versuch mitzumachen. Der Ster­bende versuchte noch, mühsam und stoßweise die Geschichte mit dem Heroin zu erzählen. Sein Zustand ist hoffnungslos.

Die Agrarzollvorlage der deutschen Reichsregierung.

Berlin, 27. November. Von amtlicher Seite wird eine ausführliche Darstellung der Regierungsvorlage zur Erhöhung der Agrarzölle veröffentlicht. Zur Befestigung der Getreide­preise sollen bewegliche Zölle eingeführt werden. Als NornmI- getreide,Zölle für Getreide sollen die geg

v, .....gegenwärtigen autonoinen

Zölle gelten. Für die Verfütterung des Roggens soll ein stär­kerer Anreiz gegeben werden. Für dessen Verbilbgung sollen 20 Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden. Die Regelung soll nur für 1930 gelten. Das Wesen der Einfuhr­scheine soll neu geregelt werden. Die Zölle für Vieh werden neu festgesetzt werden.

Um den Ladenschluß am 24. Dezember.

Berlin, 27. November. Die socialdemokratische Reichs­tagsfraktion hat einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach offene Verkaufsstellen, auch solche von Konsum- und ähnlichen Ver­einen, am 24. Dezember nur in der Zeit von 7 Uhr morgens v^ 5 Uhr nachmittags für den Geschäftsverkehr ginnet sem dürfen. Diese Regelung soll auch für Verkaufsstellen gelten, in denen keine Arbeitnehmer beschäftigt werden. Die Rege­lung soll bereits für den diesjährigen Heiligen Abend in Kraft treten.

Banktrache.

Die in der letzten Zeit stark zugenommene Zahl der Vaukinsolvenzen hat eine äußerst starke und bedenkliche Vertrauenskrise Hervorgsrusen. In Süd-, Mittel- und Nord­deutschland und auch anderen Teilen des Reiches haben solide Bankfirmen ihre Zahlungen eingestellt. In den mei­sten Fällen sind die Bankinsolvenzen in der Ungunst der wirtschaftlichen Lage zu erblicken. Obwohl durch Groß­banken eine Stützungsaktion versucht wurde, konnte aber die Zahlungseinstellung dieser Privatbanken nicht vermie- iben werden. Ueber die Befriedigung der Gläubiger ist noch nichts Bestimmtes zu sagen. Die fast zur Tagesordnung gehörenden Bankkrache dürften den Sparer an die Schrek- Kenstage der Inflation erinnern, wo er seine ,,münbeb sicheren Einlagen" zu einem Nichts schwinden sah. Mit den jüngsten Vorkommnissen ist fein vertrauen aufs neue erschüttert, was sich aus dem Ansturm des Publikums auf die betreffenden Bankhäuser erklärt, du den schon in der vorigen Woche genannten Banhm'olr enten der Bank­firmen Bürkle u. Eo. Freiburg i. B., R- Bauer Frank­furt a. M., Anbre u. Herzog Kassel werden in dieser Woche bekannt die Zahlungseinstellungen der Banken Fiorino u. Sichel Kassel, Mar Müller Gotha, H. Schirmer Kassel, Max Sichel u. Eo. Düsseldorf, Gtto Meine Han­nover und Julius Blank Hannover. In Kassel hat sich der G. D. A. an den Regierungspräsident gewandt mit der Bitte, sofort eine Nachprüfung der Geschäftsführung der kleinen Banken anzuordnen und das Ergebnis zu veröf­fentlichen. Ein solches Verfahren liegt nicht nur im In­teresse der in den Meinen Banken beschäftigten Ange­stellten, sondern im Interesse der Beruhigung der Wirt­schaft und nicht zuletzt der Institute selbst. Die starken Abhebungen in den letzten Tagen, die zum Teil völlig unbe­gründet sind, gefährden die Existenz der Meinen Banken lauf das Schwerste. Sie werden sofort aufhören, wenn atlmea Nachweis eine 0 . Fup-

rung und das erforderliche Refervekapital nachgewisfen wird.

Raffel, 26. Nov. Heute nachmittag traten unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten und in Anmefenbeit des (Oberbürgermeisters und des Bürgermeisters der Stabt Kassel die leitenden Präsidenten der Reichsbank und der Landes- Kreditkasse und die Leiter der in Kassel ansässigen Groß­bankfirmen zusammen, um Maßnahmen gegen b e im Kasse­ler Bankpublikum ausgebrochene Beunruffgung zu bespre­chen. Die anwesenden Bankleiter kamen über ein, künftig sich über die Stützung s lider Bankfirmen, die durch eine ungerechtfertigte Panikstimmung bedroht werden, von Fall zu Fall zu einigen. Es muß aber von der Bevölkerung erwartet werden, daß sie zur Besonnenheit zurückkehrt, und nicht durch eine ungerechtfertigte Erregung und durch überstürzte Abhebungen die Lage unnötig verschärft.

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Ueber das vermögen der Doberaner Raiffeisen- Kasse ist am Montag das Konkursverfahren eröffnet wor­den. Durch den Zusammenbruch sind hauptsächlich kleine Gewerbetreibende und Beamte betroffen.

Schweres Grubenunglück in Hamborn.

Duisburg-r-Bamborn, 26. 11. (W. B.) Heute abend zwischen 6 und 7 Uhr ereignete sich auf der Schacht­anlage 37 der Thvssenschen Gewerkschaften in Hamborn ein schweres Grubenunglück. Durch Wassereinbruch ging ein Teil der Strecke zu Bruch. Eine Rnzahl Bergleute wur­den verschüttet. Bisher wurden vier Tote und acht ver­letzte festgestellt. Ein verunglückter wird noch vermißt.

Räumung von Hailar. - Die Stadt in Brand gesteckt.

Washington, 26. 11. (W. B.) Nach einer heute hier eingegangenen Meldung aus Eharbin hnk der Gouver­neur von Heilungkiang den Militärbehörden von Hailar Befehl gegeben, beim Abtransport sämtlicher Amerikaner aus der Stadt mitzuwirken, wie weiter berichtet wurde, ist von den chinesischen Behörden Befehl gegeben worden, Hailar niederzubrennen. Im Thinesenviertel hat die Brand­legung am 25. bs. Mts. begonnen.

Rektor und akademischer Senat der Universität Frankfurt haben die Hochschulgruppe Frankfurt a. M. des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes we­tzen Beleidigung der Universität, die in einem am 21. Und 22. 11. von dieser Gruppe verteilten Flugblatt ent­halten sind, verboten.

Die Nankingregierung hat an den DölMrbimb und die Mächte ein Telegramm gerichtet, in dem sie gegen das Vorgehen der fomjetruffifchen Truppen protestiert und Maßnahmen fordert, um der vorsätzlichen Verletzung des Kellogpaktes Einhalt zu tun.