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Gchlüchterner Zeitung

2. Blatt

T Eine sensationelle Rede.

I Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, L F^ hielt aus Anlaß der Wiederkehr des Waffenstil'l- MbStaqes eine große Rede über Amerikas Friedenspolitik.

Ausführungen finden überall lebhafte Beachtung und Mr iencn daher eine ausführliche Wiedergabe.

1 Dotter führte eingangs aus, der Weg zum Frieden könne M verfolgt werden, wenn sich das Land in Verteidigungs- Miilchaft befindet. Die Zukunftsaussichten für den Frieden ' lrate größer als etwa vor einem halbem Jahrhundert.

trotzdem sei der heutige Friede ein bewaffneter Friede. M Ighl der bewaffneten Männer in der ganzen Welt be- « Vm einschließlich der alten Reserven auf 30 Millionen Er nahezu 10 Millionen mehr als vor dem Weltkriege Die

^s Flugzeuges und andere Zerstörungsmittel seien mächtiger als die im Weltkrieg benutzten Kriegswerk- Unter den verschiedenen Nationen herrsche immer noch W und Mißtrauen und es gebe zunächst keine Bürgschaft litt daß der Krieg nicht wiederkomme. Mit Befriedigung A müsse festgestellt werden, daß das System der alten tpsomatie durch freie offene Besprechungen ersetzt worden durch Besprechungen, deren Endziel die Sicherung des fiedens sei. Der Abschluß des Kellogg-Paktes sei der «ichnenvste Schritt auf diesem Wege.

Met noch sei viel Konfliktstoff vorhanden.Wir müs- uus darüber klar sein, daß es zwischen verschiedenen Län- xii viele ungelöste Grenzprobleme gibt. Wir müssen offen e Tatsache anerkennen, daß wir und alle andere Staaten5 ich in Zukunft in kleine oder große Auseinandersetzung'en rivickelt werden können. Das für die friedliche Regelung m Auseinandersetzungen bisher unter den Staaten ange- Wte System ist unzureichend. Amerika ist an allen Mstha- n interessiert, die geeignet sind, Streitigkeiten auf friedlichem lege zu regeln. Die europäischen Staaten sind durch den Böl- rbnnd übereingekommen, ihre Streitigkeiten auf friedlichem Wege beizulegen. Amerika habe es abgelehnt, diesen Weg zu Mchreiten, aber die Welt habe jetzt den Kellogg-Pakt. Der keifer müsse in. Zukunft im Scheinwerferlicht der Welt Wen und alle Reibungsflächen müßten beseitigt werden. Eine Wer Reibungsflächen sei das W e t t r ü st e n. Niemand tute leugnen, daß die Fortsetzung des Wettrüstens eine irbe auf dem Rücken aller Beteiligten darstelle.

I Der Präsident kam alsdann auf die Flottenver- Mndlungen zu sprechen, die eivgeleüet worden feien, um Parität mit England herbcizüführen. Er hoffe auf eine Wentliche Herabsetzung der Flottenstärken als eine Erleichte- Wng der wirtschaftlichen Lasten'aller Lander. Man müsse über Verringerung der Kriegsschiffe ein gemeinsames Abkom- Wn treffen. Er glaube nicht, daß sich eine Herabsetzung der Mistungen durch das Beispiel einer einzigen Macht erzielten Wen werde. Die Aufgabe der Verteidigungsbereitschaft fei Wange nicht gerechtfertigt, bevor die Staaten nicht ihre Frie-- Wsideale aus einer stärkeren Grundlage ausbauen könnten, nicht die Furcht, die gefährlichste aller nationalen Er- Irjiingen, sich durch einen langjährigen Beweis nationaler Wiechaftigkeit als grundlos herausgesteUt habe, bevor nicht W Meinung der Weltöffentlichkeit West Probejahre. über-, JjNen habe. Eine ausreichende Landesverteidigung erfordere , Äe militärische Stärke, die der der anderen Staaten en^ Wehe. Amerika wolle die Stärke seiner Flotte im Verhältnis Wder anderer Länder vermindern. Es sei Aufgabe der an- Mn, zu erklären, wie tief sie heruntergehen wollten. Für Werika sei keine Ziffer zu niedrig.

U Ein anderes Streitigkeitsmoment sei die sogenannte Frei- Wt der Meere. In dieser Frage wolle er folgende« Vor« Mag machen, der allerdings nicht etwa einen amtlichen Bor- Mag an irgend ein Land darstelle. Er würde alle Schiffe, die MjchlieUich mit Lebensmitteln beladen seien, Hospitalschiffeu Mchsetzen. Die Zeit sei gekommen, wo Frauen und Kinder Mt mehr ausgehungert werden dürften. Diese Waffe müsse »i Zukunft ausscheiden. Die Furcht vor einer Unterbrechung i« Lebensmittelzufuhren von Uebersee sei ein lästiger Faktor R die Nottenaufrüstung ausführender und einführender Mder geworden. Es liege deshalb im Interesse des Friedens, «nn man in Zukunft auf die Aushungerungspolitik als Miegswaffe verzichte.

Die Aufnahme in England.

I Die große Rede des Präsidenten Hoover hat in England M günstigen Widerhall gefunden. DieTimes" legen stärke M Nachdruck darauf, daß die Frage der Freiheit der Meere, M Präsident Hoover in seiner Rede berührt habe, die Auf- Musamkeit von der praktischen Aufgabe der Seeabrüstung der Konserenz nicht ablenken dürfe.

tDaily Telegraph" geht auf die Hooversche Anregung, ff""em künftigen Kriege die Nahrungsmittelschiffe den Witalschissen gleichzustellen und sie wie die letzteren jeder MersuHung zu entziehen, näher ein. Die Anregung er- ernfach, aber auch der amerikanische Präsident wisse, Schwierigkeiten ihre Durchführung mit sich bringe.

| Starker Sturm über England.

Fischerei und Flugverkehr stillgelegt.

^Wtand ging ein heftiger Sturm hinweg, der von begleitet war. Während bereits zu Beginn Windstärken von 90 bis 100 Km. die Stunde nahm der Sturm nach Mitternacht Stärken Mird»> ; ^O^nn. die Stunde an. Große Befürchtungen h 10i"^^W^on gehegt, wo das englische Luftschiff Ankermast liegt. Das Schiff sowohl wie der k^ciren Ä ^^l vor kurzem einer Sturmprobe ausgesetzt lM "nährten sich aufs neue. Es waren alle Vorbereitun- Mte getroffen, daß,das Luftschiff sich losreißen

D gesamte Besatzung befand sieh an Bord.

'tci la^,,^,^" Sturm sind der Küstenverkehr und die Fischc- Muiuw» ' ^^ Kanaldampfer trafen mit großen Vcr- WteiA» . ®cr Flugverkehr mußte stillgelegt werden, betört ^"^honlinisn in Nord- und Mittelengland sind

| Großbankgründung in der BewuteAgeldwirtschaft.

13. November. Wie eine K-irrespondeuz erfährt, Wlbr.i^ ^^Aiandluugen, die im Anschluß an den Zusam- ^»^rschiedener Beamtenbanten mit der Dresdener wurden, am Dienstag ein endgültiges Er-

I

Um den Räumungstermin.

P'aris, 13. November. Wie der Vertreter derTele­graphen Union" erfährt, gibt man sich in Pariser unterrichteten deutschen Kreisen nach wie vor der bestimmten Hoffnung hin, daß die Räumung der dritte« Rheinlandzone bis zum 30. Juni erfolgen werde.

FMedeuNcede des Kammerpräsidenten Bouifson.

Paris^ 13. November. Kammerpräsident Bouisson hielt anläßlich der 11. Jahresfeier des Waffenstillstandes in Charle- ville eine Festrede, die von dem Gefühl für einen dauernden

Reichswirtschaftsminister Dr. Moldenhauer.

Der Aenmünsterer Sauernprozeß.

Das Urteil.

Nach vieltägiger Verhandlung wurde am Dienstag in dem großen Prozeß wegen der Bauernunruhen und Demon­strationen von dem Gericht in Neumünster (Schleswug- Holstein) das Urteil gefällt.

Es wurden verurteilt: Walter Muthmann wegen zwm- maligen Widerstandes gegen die Staatsgewalt ät einem Monat Gefängnis, Adam Roß wegen einmaligen Widerstands^ gegen die Staatsgewalt z« drei Wochen Gefängnis, »W Thietz wegen Widerstandes und Körperverletzung zu zwei Wochen Gefängnis, Max Bestmann wird fre,gesprochn Rudolph Jens wegen Beanttenbeleidigung zu 50 Mark Gelds­strafe verurteilt, Johannes Hell wird ftergesprocheu.

Frieden und für eine englisch-französische Verständigung tief durchdrungen wcrr. Bouiflon erinnerte an die Worte Briands in der Kammer, worin er dem Wunsche Ausdruck gab, daß die französischen Truppen das besetzte Gebiet mit Vertrauen und mit Herzlichkeit gegenüber der Bevölkerung verlassen möchten.^ Um einen dauerhaften Frieden zu sichern, müßten sich zwischen Frankreich und seinen östlichen Nachbarn gu!e Beziehungen anknüpfen, nicht nur zwischen den verschiedenen wirtschaftlichen Gruppen, sondern auch individuelle von Mensch zu Mensch.

Große Skandalszenen an der Berliner Universität.

Berlin, 13. November. Am Dienstagvormittag um 11 Uhr fand eine Protestkundgebung der Allgemeinen Deutschen Stu­dentenschaft statt. Der Grund dazu war die Erklärung des Rektors, alle Verhandlungen mit der Allgemeinen Teutschen Studentenschaft abzubrechen. Auf dem Hegelplatz versaminelte sich die Stude'nt-enschaft und zog dann unter Hoch- und Nieder- Rufen und Liedersingen durch den Lichthof in die Wandel- gänge. Im Vorraum kam es zu Zusammenstößen mit dort befindlichen Studenten anderer politischer Gesinnung. Einige Studenten wurden unter Gebrüll zum Fenster hinausge- worfen. iktach wenigen Minuten kam bereits Pölizei in die Universität. Dies wurde von den Studenten mit allgemeinen Pfuirufen und passivem Widerstand beantwortet. Unter der Teilung des Polizeikommandeurs Oberst Heimannsberg ver­suchten die Polizeibeamten, die Studenten aus der Universität hßnausKutreiben, was ihnen aber nicht gelang.

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