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Amtliche Bekanntmachungen
Bekanntmachung.
->« Wegen vorzunehmender Abschlußarbeiten bei der Auf- ^^"^ Artung bleibt die
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Kreissparkasse
icht lt: um 7. bis zum 30. d. Mts. m |oll- F
Familien des Kreises den Hauptanteil an der Sammlung sichern wollen, werden gebeten, ihren Markenbedarf 00m lireiswohlfahrtsamt und den übrigen außerpostalischen Stellen anzufordern.
Schlüchtern, den 4. November 1929.
- Der Vorsitzende des Nreiswohlfahrtsamtes: Dr. Müller.
Regierung und Reichstag.
Bevorstehende Ernennung Curtius' zum Außenminister. — Wirtschaftsmrnisterinm an die Deutsche Volkspartei. — „Frei- Heitsgesetz" vor der Ratifizierung des Aoungplans.
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nachmittags geschlossen.
Schlüchtern, den 5. November 1929.
Der Vorsitzende des Vorstandes der Kreissparkasse: gez. Dr. Müller, Landrat.
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Kreisausschuß.
iI-Nr. 11249 Z.
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Die neuen r Wohlfahrtsbriefmarken t Bis zo. April i-zo gültig
Ertrag zur Kräftigung der Jugend
Jugendpflege.
I.-Nr. 11367 F. Die Geltungsdauer der behördlichen Bescheinigungen (auf hellblauer Karte) über die Aufnahme von jugendpflegetreibenden vereinen und Gruppen in die Liste der Iugendpflegevereine ist um ein Iahr verlängert worden. Die Erneuerung der Bescheinigungen für das Iahr 1930 ist also nicht erforderlich. Dieses gilt auch für die ausgestellten Führerausweise.
Insoweit Iujgendvereine und -Gruppen der staatl. Iu- gendpflegeorganisationen noch nicht angehören, aber beabsichtigen, dieser beizutreten, ist ein ,entsprechender Antrag bei dem Nreiswohlfahrtsamt, Abt. Iugendpflege, bis spätestens 25. d s. M ts. einzureichen.
Schlüchtern, den 7. November 1929.
Lreiswohlfahrtsamt, Abtlg. Iugendpflege.
Dr. Müller.
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Aufruf!
3u Gunsten der Deutschen Nothilfe sollen auch in diesem ihre wohlfahrtsbriefmarken zum Verkauf gelangen. Es mtM rden ausgegeben:
. seine 5 pfg. Marke, Wohlfahrtsaufschlag 2 Pfg-,
du -
aron' ^^ 8 Pfa Marke, wohlfahrtsaufschlag 4 Pfg., rwnt u!sPreis 12 pfg., Wappen von Lippe,
me 15 pfg. Marke, Wohlfahrtsaufschlag 5 pfg., tufspreis 20 pfg., Wappen von Lübeck,
E25 pfg. Marke, Wohlfahrtsaufschlag 10 pfg.,
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*=*■ lufspreis 35 pfg., Wappen von M.-5trelitz„
ndem tme 50 pfg. Marke, wohlfahrtsaufschlag 40 pfg., e. Du ufzpreis 90 pfg., Wappen von Sch.-Lippe. isstn,f ' ' " * " ' ' j
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Stadt Schlüchtern.
Bekanntmachung
Gefunden:'
1 Geldschein.
Schlüchtern, den 8. November 1929.
Die Polizeiverwaltung: Fenner.
Bekanntmachung.
Am Montag, den 11. November 1929, vormittags 8^/2 Uhr, wird auf dem Nathaus — Nanzlei — der Zchafpferch öffentlich verpachtet.
Schlüchtern, den 8. November 1929.
Der Magistrat: Fenner.
Geeignete Arbeiter aus der Stadt Schlüchtern, welche sich an der Holzhauerei im Stadtwald Schlüchtern beteiligen wollen, werden ersucht, sich am Montag, d en 1 1. November l92 9, vormittags 10 Uhr im Nathaus — Lanz- lei — zwecks Abschluß des Arbeitsertrages einzufinden.
Schlüchtern, den 6. November 1929.
Der Magistrat: Gaenßlen.
Weitere Bekanntmachungen über die Gemeindewahl in der Stadt Schlüchtern und Stadt Steinau siehe & Blatt.
An Berlin fand eine Besprechung von Vertretern des Zentrums und des Prälaten L e i ch t für die Bayerische Volkspartei beim Reichskanzler Müller statt. Der Reichskanzler gab dabei seiner Ansicht Ausdruck, daß Umänderungen in der Besetzung der Refforts durchaus nicht angebracht seien. Er beabsichtige vielmehr, im Einverständnis mit dem Reichspräsidenten, Dr. Curtius endgültig das Amt des Außen- ntinisters zu übertragen und der Partei die Benennung eines Kandidaten freiwerdende Reichswirtschaftsmintst ertum zu überlassen. Ueber die Pesonenfrage ist bisher nicht verhandelt worden. Man scheint jedoch der Volkspartei hierbei völlig freie Hand zu lassen. In der Besprechung der Führer der Regierungsparteien ist weiter vereinbart worden, den Reichstag vom^ 27. November ab ununterbrochen ^bis etwa zum 22. Dezember tagen zu lassen. Das Datum des 27. Novembers als Tagungsbeginn ist gewählt worden der Erwartung, daß bis dahin das amtliche Ergebnis des Volksbegehrens vorliegt. Das im Volksbegehren gefordert ^reiheitsgesetz" wird damit vor dem Reichst^ behandelt werden, ohne die Frage der erst nach der zweiten Haager Konferenz akut werdenden Ratifizierung desY oung Plane z abzuwarten. Die Abstimrnung zum Volksentscheid soll am 22. Dezember stattfinden.
der Kraae der Ehescheidu « gsres 0 rm, die im Straftech^sausschutz des 8ieichenrges «ir EntMung des Zentrums von den Beratungen und zu ernerProtefterklarangder Bayerischen Volkspartei geführt hatte, hat.der Re chskanzler r.i^psaat dak er ück inzwischen weiter um eine Verständigung bemühen will. Die Frage selbst soll j^och wer-
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briefmarkensorten sind oben bildlich dargestellt.
"Ußer den Briefmarken wird eine amtliche Bildpost- 'te mit eingedruckter 8 Pfg.-Marke zum Verkaufspreis 12 Pfg. zur Ausgabe gebracht. Ferner werden Markenden zum preise von 1,50 K^ ausgegeben.
Wohlfahrtsbriefmarken sind vollwertige amtliche erreichen, gültig zur Frankierung aller postsendun- nach dem In- und Ausland. Die Bildpostkarte, deren utseite ausschließlich für Mitteilungen frei ist, kann zu r oeit, auch bei besonderen Anlässen, wie 3. B. weih- Neujahr usw., verwendet werden.
er Wohlfahrtsaufschlag beträgt durchschnittlich 50% des nnterungsmerts.
Crträge aus dem Markenverkauf dienen der Linde- g materieller Notstände innerhalb des Kreises. In erster TK 'oll der Ertrag zur ergänzenden Lrholungsfürsorge "ren Speisungen usw.) für noch nicht schulpflichtige Kin= ^^B^nb^ sowie für schulentlassene Iugendliche ehn Wohlfahrtsbriefmarken gelangen ab 1. November zur Ausgabe: ihre postalische Gültigkeit erlischt 30. Iuni 1930.
®an\9^amte Einwohnerschaft des Kreises, Wohlfahrts- J^W r x ncn uud Wirtschaftsverbände, Innungen und frei- . erk, Beamten-, Angestellten- und Arbeiterschaft im Hinblick auf den guten Zweck der Zpendensamm- .^ser ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden Minü tatkräftig mitzuhelfen an der Verbreitung des " seinen ^^.. Wohlfahrtsbriefmarken. Nur wenn jeder, der ^" > an ^bältnissen nach irgendwie dazu in der Lage ist, es mL'^run9 dieses sozialen Hilfswerks mitwirkt, wird SL ¥ f”' d-II-» Zw-ck, 31, erteilen.
itbcit Md n W^stahrtsbriefmarken werden durch die Postämter nun ^ u ;Agenturen, außerpostalisch durch die Herren Schul- t‘eP ' "^"Meister und die Vereine der freien Wohlfahrt?- '^ r er durch das Ureiswohlfahrtsamt verkauft. Es i^BWMb-n^^' den Markenbedarf bei diesen Stellen um - Wie k ""^melden. Diejenigen, welche der Fürsorge- I ^^- den erholungsbedürftigen Kinbern mittelloser
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An die Herrn
Bürgermeister!
Die bei uns bestellten
Stimmzettel für die Gemeindewahlen kommen am Samstag zum Versand.
Soweit noch keine Bestellungen erfolgt sind, bitten wir umgehend um Nachricht, damit noch rechtzeitige Lieferung erfolgen kann.
Buchbruckerei H. Gteinfelb Söhne.
— In der Berliner Stadtverordnetenversammlung Kam es am Donnerstag bei der Debatte über den Fall Löß zu .Tumultszenen, in deren Verlauf zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten eine Prügelei entstand. Die Sitzung Mußte aufgehoben werden. Die Abstimmung über den kommunistischen Mißtrauensantrag gegen Oberbürgermeister Böß wird später vorgenommen werden.
— Der bei der Flugzeugkatastrophe am Mittwoch in England schwer verletzte Prinz von Schaumburg-Lippe ist Donnerstag gestorben. Die Zahl der Opfer des Unglücks beträgt somit sieben.
— In der französischen Kammer verlas Donnerstag nachmittag Ministerpräsident Tardieu die Negierungserklä- rung des neuen Kabinetts, hieran schloß sich eine längere Debatte, in deren Verlauf Franklin Bouillon u. a. ungemein scharfe Angriffe gegen Deutschland richtete.
— Nach den schweren Ausschreitungen an der Wiener Universität in den vergangenen Tagen und am Donnerstag hat das Lektorat beschlossen, die Universität und die Technische Hochschule bis auf weiteres zu schließen.
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Die Rechte der unehelichen Kinder vor
Nach einer längeren Begründung der Vorlage durch einen Vertreter des Reichsjustizministeriums trat der Ausschuß m die Einzelberatring des Entwurfes em Die Oundl^ende Bestimmung des Entwurfes besagt, daß dasiineheliche Kind im Verhältnis zu der Mutter und zu den Verwandten der Miltter die rechtliche Stellung eines chelichen Kindes haben soll Von Kommunisten und Sozialdemokraten wurde beantragt, daß das uneheliche Kind auch im Verhältnis zu dem Vater und zu beffen Verwandten die rechtliche Stellung eine? ehelichen Kindes haben soll. Nach längerer Aussprache wurde auf Antrag der Sozialdemokraten die Entscheidung über diese prägen vertagt, bis die übrigen Bestimmungen des Gesetzes erledigt sind. , .
Unverändert angenommen wurde die Bestimmung, daß als Vater des unehelichen Kindes gilt, wer die Vaterschaft gegenüber dem VormundschaftsgericA aneAannt hat oder in^ einer gegen ihn gerichteten Klage rechtskrastia als Vater fest- aestellt ist. Die Deutschnationalen haben beschlossen, sich bei allen Abstimmutigen der Stimme z« entölte«, solange das Zentrum au den Beratungen nicht mihrer.
Aus den Reichstagsaussihüffen.
Aus dem Rechwausschütz.
Der Rechtsauschuß des Reichstags setzte die Beratung der Reform der rechtlichen Stellung des unehelichen Kindes fort. Die Ze nt rums m itg lieder waren wieder im Ausschuß erschienen; der Reichsjustizminister wohnte denBeratungen bei. Jn derFaffung der Regierungsvorlage wurde u. a. beschloffen, daß als Vater gerichtlich festzustellen ist, wer der Mutter in der Empfängniszeit beigewohnt hat. Eine Feststellung soll aber auch bei nach- gewiefenem Geschlechtsverkehr nicht erfolgen, wenn die Mutter des Kindes aus dieser Beiwohnung nicht empfangen haben kann, oder wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen ein anderer dem Kinde unterhaltspflichtig ist. Diese RegLlung deckt sich im großen und ganzen mit den: geltenden Rechts- Mstand.
Aus dem Haushaltsausschutz.
Der Haushaltsausschuß des Reichstags genehmigte den zurückgestellten § 8a der Novelle zur Hans- tz a l ts 0 r d n u n g, der u. a. vorsieht, daß burd) das Haus- baltsgesetz jährlich festgestellt wird, bis zu welchem Betrag« Geldmittel zur Bestreitung außerordentlicher Ausgaben im Wege des Kredits beschafft tverden dürfen. Der Ausschuß stimmte dann den über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Rechnungsjahres 1928 und eines Teiles des Jahres 1929 zu.
Frankreich unterbricht die Räumung.
Paris, 8. November. Der „Populaire" bestätigt die Meldung des Sozialdemokratischen Deutschen Pressedienstes, wonach französische Regimenter des besetzten Gebietes, deren Abtransport bereits begonnen hatte, wieder in ihre Kasernen zurückbefohlen worden sind. Es ist nicht ausgeschloffen, daß der Besuch des Führers der französischen Rheinarmee beim Kriegsminister Maginot hiermit in Zusammenhang steht. Bei den Rückbeorderungen scheint es sich durchweg um Trupperi- teile der dritten Zone zu handeln.