Einzelbild herunterladen
 

?anH

Gamstag, den 26. Oktober 1929

(L Blatt)

81. Iahrg.

1.129

herunz M obet 'aut Ä r. not rs sch

ae itei, s Keti as. ' ig atz m bte<

ant VoUag:H.SbttajÄd SLHae* Sesthäst^'^chahofstr.L * f«nspr-.vr.i4y * postflhe^^p«»t^urtruM.rrrso

ftoin. wo U e LM, '3« .HBatti de bus

tliche Bekanntmachungen -andratsamt.

Sie«,

j jlr. 9561. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, ^«ÄJbis zum 1. n. Mts. zu berichten, welche Er- ahrungen bei der Eintragung zum Volksbegehren gemacht i Stet ^11 sind. Etwaige Verbesserungsvorschläge ersuche ich Gehend darzulegen.

f yen Termin ersuche ich genau einzuhal-

dabrr

Eruiz türniki

M h^ vsrstG EesH 'N ihre! rn U (lobten, te M ia;»

en.

I Schlüchtern, den 23. Oktober 1929.

Der Landrat. Dr. Müller.

Kreisausschutz.

j 14lr. 10860 F.

snentgettliche Sprechtage für Sprachgestörte in der Landestaubftummeuanstatt in Homberg

,ch den Facharzt für Sprachstörungen, Herrn Dr. med. oepfner in Kassel, finden in nächster Zeit wie folgt statt: n Sonnabenb, den 2. November

ich will iniris jen ai t bin? de m

7. Dezember

Sprachgestörte, die die Beratung des Facharztes in Spruch nehmen wollen, werden ersucht, dieses spätestens Wochen vor dem Sprechtag dem Kreiswohlfahrtsamt

e eim-mzuteilen unter Angabe von Hamen, Wohnort und ®e=

, burtstag, ferner zu welchem Sprechtag sie sich in homberg ^.Milden werden.

mg in

druck i. AK hteiW

:tt atz

| Müchtern, den 21. Oktober 1929.

Kreiswohlfahrtsamt.

llg. Ortskrankenkasse Schlüchtern.

Die Einzahlung der noch rückständigen Beiträge aus

!9 wird hiermit in Erinnerung gebracht.

eppent m Zahltagen für die Monate Juli, Arrgust und September t. n|

Lebetermine fi n tzM A a L^t In Steinau, am Mittwoch, den 23. Oktober

iuwB, d &E k

W vormittags 10 bis 4 Uhr nachmittags, in der Eckartschen Wirtschaft daselbst.

| 2. In Sterbfritz, am Mittwoch, den 30. Oktober 1929, oft nachmittags 3 bis 7 Uhr, in der Böhm'schen Gastwirt- Pst daselbst/

I 3. In Salmünster, am Mittwoch, den 6. November W, von vormittags 9 bis 12 Uhr, im GasthauseZum *1" daselbst.

[ 4. In Soden, ebenfalls am Mittwoch, den 6. November von nachmittags 1'/« bis 4'/z Uhr im GasthauseZur Mung" Wirtschaft Wolf, daselbst

zwar wie seither auch für alle den genannten Orten Wiegenden Gemeinden.

| An den Hebetermintagen am 23/10. und 6/11. bleibt i Kasse in Schlüchtern für E i n - und A u s z a h l u n g e n

iitgA

i/S Mosten.

Rückstände, die nach diesen Tagen noch verbleiben

Rhein' t Rückstände, die nach diesen Tagen noch verbleiben, Kassel' Wissen alsdann unverzüglich zur zwangsweisen Einziehung i M lelangen

rofessil AE iitgmt: :t Al»

| Die Herrn Bürgermeister bitten wir, dieses im Interesse F Gemeindeangehörigen, wie seither, auch ortsüblich be- Mmachen zu lassen.

Schlüchtern, den 16. Oktober 1929.

EL Der Vorstand der Allg. Ortskrankenkasse.

^tadt Steinau.

^Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Wählerlisten für die am 17. November 1929 stattfinden- M Wahlen zum Kommunalland- und Kreistag sowie zur Mütverordneten-Versammlung im Rathaus Kanzlei E Age lang und zwar vom 12. Ms emfchließlick M Oktober 1929, von 812 Uhr zu jedermanns Ein- M ^/gelegt sind und bis zum Ablauf der Auslegungs- K Einspruch gegen die Wählerlisten erhoben werden kann. b^den Sonntagen den 13. und 20. Oktober ^slegungsfrist von 1112 Uhr beschränkt. Jeder N^rechtigte, der die Wählerlisten für unrichtig ober ochtändig hält, kann dies bei dem Gemeindevorstand I R Niederschrift geben.

ptemau (Kr. Schlüchtern), den 1. Oktober 1929.

Der Bürgermeister: Dr. Kraft

Mgck onze^

18.1«: j" W

'Zoll- lischt stuck lls^ ,.40 61 eropl' . grii !s W smO mgck' 13.15: :agii# ;: $oi

er o® cesd»

19.3«:

i zck s u»i -0.3«:

0.3» «stell

Ih.. Fürst Dülow im Sterben?

u J''5 Rom berichtet wird, ist im Befinden des beut* bie k c» ^^^ers Fürst Bülow im Laufe des Donnerstag seit Astete Verschlimmerung eingetreten. Der Fürst liegt Mben Cn beladen besinnungslos. In den späten Abend- fod " ®^rbe Fürst Bülow von einem neuen Schlagan- M?"^ffen, der eine Lähmung verschiedener innerer 0r= Rafr,f ^ftursachte. Man befürchtet, daß der Kranke die überleben wird.

Zwei T-Züge zusammengestoßen. -~ Ein D-Zug Überfahrt das Haltesignal. Vier Tote. Viele Schwerverletzte.

Zugzusammenstotz.

Ueber ein Eisenbahnunglück bei Nürnberg teilt die Neichsbahndirektion Nürnberg mit:

Am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr fuhr der Ber­liner Schnellzug D 39 dem Münchener Schnellzug D 389 bei der Busfahrt aus der Station Reichelsdorf in die Flanke. Von der Neichsbahndirektion Nürnberg ist ein Hilfszug abgegangen. Die Station Reichelsdorf liegt auf der Strecke von Nürnberg «ach Treuchtlingen, etwa 8,4 Km. von Nürnberg.

Die Ursache. Die Opfer.

Zu dem D-Zug-Zusammeustoß bei Reichelsdorf ivird noch gemeldet: Nach den bisherigen Feststellungen ist das Unglück anscheinend dadurch entstanden, daß der Schnellzug D 39 beim Ausfahren aus dem Bahnhof Reichelsdorf das gesperrte Aus­fahrtsignal übersah und dem durchfahrenden Schnellzug D 389 in die Flanke fuhr, so daß die Lokomotiven und zwei Personen­wagen entgleisten.

Das Unglück hat bisher 4 Tote, 10 Schwerverletzte und 18 Leichtverletzte gefordert. Getötet wurden me Postassistenten Auer und Obermaier aus München sowie der Zugschasiver Stachel aus München. Von den Schwerverletzten sind nach den bisherigen Feststellungen einer ein Heizer, ein weiterer am Lokomotivführer sowie ein Spanier namens Mario Serrat. Sämtlich« zehn Schwerverletzte wurden in das Krankenhaus nach Nürnberg eingeliefert. Die Auftäumungsarheiten sind in vollem Gange.

Dr. Dorpmüller an der Unfallstelle.

Generaldirektor Dr. Dorpmüller hat seine Besichtigungs­fahrt im Bezirk der Reichsbahndirektion Nürnberg unter­brochen und sich sofort an die Unfallstelle in Reichelsdorf bei Nürnberg begeben. Er traf um 14 Uhr 30 Min. in Reichels- Ot'r. -^P. NepP»<M^i. ^M"t^}P* e »-"» vcm .-. ..iiUv^.<a.< -

gesandt.

Grotzfeuer auf einem Rittergut.

In der Nacht zum Donnerstag brach auf dem Rittergut Clevenow bei Grimmen ein Großfeuer aus. Es brannte der große Kuhstall bis auf die Grundmauern nieder. Durch die Rauchentwicklung gelang es nicht mehr, das Vieh aus dein brennenden Gebäude zu retten.

78 Stück Rindvieh, darunter drei Zuchtbullen, fanden in den brennenden Stallungen den Tod. Sämtliche Heu- und Strohvorräte wurden gleichfalls ein Opfer des Brandes. Der Brandschaden ist zum größten Teil durch Versicherung gedeckt.

Entschließung des Radikalen Parteitages.

- Reims, 24. 10. (WB) Der Radikale Parteitag hat eine angenommene LntschUeßung durch eine zweite er­gänzt, in der ein Mindestprogramm für eine politische Vereinigung der Regierungsparteien entwickelt wird. Au­ßenpolitisch werden darin folgende Forderungen aufge­zählt: Durchführung der t^aager Abkommen, Fortsetzung der Annäherungspolitik mit Deutschland und der (Entente mit der englischen Demokratie, Vorbereitung des europäi­schen Staatenbunbes, Förderung des Völkerbundes und der Schiedsgerichtsbarkeit sowie der Abrüstung.___

Schwerer BesahungSrwifchenfall." "

Landau (Pfalz). In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde hier in der Llacisstraße der 39 Jahre alte Lokomotivführer Ludwig Vollenhals von einem fran­zösischen Besatzungssoldaten überfallen. Der Franzose suchte seinem Opfer die Brieftasche aus der inneren Rocktasche zu entreißen. Als ihm dies jedoch nicht gelang, zog er sein Seitengewehr und versetzte Vollenhals drei schwere Stiche in den Unterleib, die Hüfte und den Oberarm, so daß die­ser zusammenbrach. V. konnte sich mit vieler Mühe in eine nahe gelegene Wirtschaft schleppen und die dort an­wesenden Leute von dem Vorfall verständigen. Die sofort aufgenommene Verfolgung blieb jedoch erfolglos. Die deut­schen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Nach den Angaben des Ueberfallenen handelt es sich um einen französischen Unteroffizier.

Die Neuyorker Effektenbörse hatte am Donnerstag einen Großkampftag. Unter panikartigen Verkäufen wichen die Kurse innerhalb des Börsenverlaufes bis zu 50 Dollar. Der Aktienumsatz erreichte mit 12 881 000 Stück einen noch nie verzeichneten Umfang. Die bisherige Höchstziffer lag bei ca. 6 Millionen Aktien.

Line mit 52 Personen besetzte Eisenbahnfähre, die auf dem Michiansee bereits seit Mittwoch überfällig war, ist untergegangen. An dem Verlust der Fähre ist nicht mehr zu zweifeln, da die Leichen verschiedener Personen aufge- fischt worden sind, von denen man bestimmt weiß, daß sie sich- auf der Fähre befanden.

Zum Volksbegehren.

Die Einzeichnungsfrist für das Volksbegehren neigt sich dem Ende zu. Am 29. Oktober werden die Listen ge­schlossen. Schon jetzt läßt sich aber sagen, daß das Begehren einen positiven Erfolg nicht haben wird. Die nach der Reichs- verfassung nötigen 4,1 Millionen Unterschriften werden nicht zusammenkommen. Wer die Volksstimmung einigermaßen kannte, ist von diesem Ergebnis nicht überrascht. Besonders bemerkenswert scheint es uns, daß die Zahl der Eintragenden im besetzten Gebiet ganz geringfügig ist. Man schätzt dort die im Doungplan zugestandene vorzeitige Räumung eben doch höher ein, als es die Kreise tun, die hinter dem Volksbegehren stehen. Am Dienstag und Mittwoch hatte sich auch der Staats­gerichtshof in Leipzig mit dem Volksbegehren zu befassen. Die preußische Regierung hatte bekanntlich ihren Staatsbeamten untersagt, sich für das Begehren einzusetzen, weil dessen Para­graph 4 die Reichsminister, die einen neuen Reparationsver­trag unterzeichnen, als Landesverräter unter Anklage stellen will. Die deutschnationale Fraktion des Preußischen Landtages hatte diesen Erlaß als verfassungswidrig bezeichnet und des­halb Klage gegen die preußische Regierung erhoben. Außerdem wollte sie, daß der Staatsgerichtshof eine einstweilige Verfü­gung erlasse, die es der preußischen Regierung untersagt, ihre Beamten weiterbin an dem Eintreten für das Volksbegehren zu hindern. Nach zweitägiger Verhandlung hat der Staats­gerichtshof den Erlaß einer solchen einstweiligen Verfügung abgelehnt. In der Hauptsache, nämlich in der Frage, ob der Standpunkt der preußischen Regierung verfassunqswidria ist, wird erst später entschieden.

Amtliches Ergebnis nicht vor 6. November.

Wie aus Berlin gemeldet wird, hat die Reichsregierung die Wahlleiter der einzelnen Bezirke angewiesen, die Ergebnisse des Volksbegehrens bis zum 6. November nach Berlin mitzu- teilen. Ein vorläufiges amtliches Ergebnis des Volksbegehrens wird also frühestens am 6. November zu erwarten sein.

Keine Stellungnahme der Reichsbahn.

In der Berliner Presse waren Meldungen überReichs- Ov;?h uM kloltjgbc^reii^ Dazu wiro von Seiten der Hauptverwaltung der Reichsbahn folgendes mitgeteilt: Die Reichsbahn habe zu der Frage, ob die Teilnahme am Volksbegehren für Beamte der Reichsbahn freigegeben werden solle, oder nicht, keine amtliche Stellung genommen.

Die Behauptung, daß die Beamten der Reichsbahn keine Disziplinaruntersuchung zu gewärtigen hätten, wenn sie sich für das Volksbegehren 'einzeichnen, treffe nicht zu, ebenso wenig die Behauptung, die Reichsbahn habe es ihren Beamten frei'- gestellt, sich für das Volksbegehren einzutragen.

Der frühere bayerische Kronprinz gegen das Volks­begehren.

Reichstagsabgeordneter L ö i b l (Bahr. Volkspartei) teilt in einer öffentlichen Erklärung mit, daß der frühere Konprinz Rupprecht von Bayern das Ersuchen des Landesausschusses für das Volksbegehren, den Aufruf zu unterzeichnen, abgelehnt habe mit der Begründung, daß er den Weg des Volksbegehrens für verfehlt hatte.

Deutsche Bauernschaft zum Volksbegehren.

Die Deutsche Bauernschaft hat einen Aufruf gegen das Volksbegehren erlassen, in dem es u. a. heißt:

Diese mühsam erarbeiteten Erfolge der bisherigen Ver­ständigungspolitik sucht das Volksbegehren der Rechtsradi­kalen mit einem Schlage zunichte zu machen: es ruft die fremden Truppen an den Rhein zurück, es stürzt die deutsche Wirtschaft in unübersehbare Schwierigkeiten, es verhindert die sonst mögliche Entlastung des deutschen Steuerzahlers, insbesondere auch der Landwirtschaft kurz: es würde wenn erfolgreich ein politisches und wirtschaftliches Chaos größten Ausmaßes herbeiführen.

Die Deutsche Bauernschaft richtet deshalb an alle ihr angeschlossenen Verbände die Aufforderung, in eindring­lichster Weise auf ihre Mitglieder einzuwirken, daß sie ir­gend welche Betätigung bei der Vorbereitung und Durch­führung des Volksbegehrens mit Entschiedenheit ablehnen.

Jeder deutsche Bauer, der ehrlich an dem Wiederaufstieg unseres deutschen Vaterlandes mitarbeiten will, halte sich darum fern von einem derartigen volksverderbenden Trei­ben. wie dieses Volksbegehren es darstellt."

Geringe Einzeichnungen im besetzten Gebiet.

Koblenz. Am Mittwoch war die erste Woche der Einzeichnung für das Volksbegehren verflossen. Deutlich kommt dabei die Stimmung des besetzten Gebiets in den Linzeichnungsziftern in den größeren Stäbten und Orten des Bezirks Koblenz zum Ausdruck. In der Stabt Koblenz zeichneten sich bis Dienstag abend bei etwa 40 000 Stimm* berechtigten 400 für das Volksbegehren ein. 3n Neuwied sind 107, in Bopparb 31, in Bad Kreuznach 26, in Manen mit 9000 Stimmberechtigten 4 und in Weißenthurm eine Linzeichnung erfolgt. In Bacharach und in Lngers wurde bis Mittwoch abend überhaupt keine Linzeichnung vorge­nommen, auch in einer großen Zahl kleinerer Gemeinden ist bis jetzt keine Linzeichnung erfolgt.