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A-Nr. 8103. Unter Bezugnahme auf die Bekanntinach- Hgen in den Kreisblättern Nr. 40 von 1899 und Nr. 41 w 1903 die Wandergewerbescheine betreffend, ersuche ich «Ortspolizeibehörden, die Anträge auf Erteilung von Wan- ^ewerbescheinen für daß Kalenderjahr 1930 baldigst hier- 1 einzureichen.

Zugleich bestimme ich gemäß Ziffer 65 Schlußsatz der Mrungßanweisung zllr Gewerbeordnung vom 1. Mai 904 Sonderbeilage zum Regierungsamtßblatt Nr. 24 it 1904, daß sämtliche Anträge auf Erteilung von iendergewerbescheinen für das Kalenderjahr 1930 aus n Städten Schlüchtern, Steinau, Salmünster und tb Soden nach Muster A und B des Antrags- mulars zu behandeln sind. Im übrigen sind die Anträge der fntchändler und Kesselflicker pp. stets nach Maßgabe i Muster A und B des Antragformulars zu prüfen. Alle den Antragsformularen enthaltenen Fragen müssen be­wertet werden; ein Strich statt der Antwort genügt nicht, (6 ist es nicht zulässig, die Frage einfach zu durchstreichen, if die richtige und ausreichende Beantwortung der Frage 9, ireffs des Unterhalts der Kinder, ist besonders zu achten, ittrUnterhalt" ist nicht allein die Bestreitung der Be- iHzungskosten, sondern die Wartung, Pflege und Erziehung r Kinder überhaupt zu verstehen.

Die Wandergewerbescheine müssen mit der Photographie I Inhabers, gemeinsame Wandergewerbescheine mit den­ken des Unternehmers, wenn ein Unternehmer nicht vor­igen ist, mit der eines Mitgliedes versehen 1 Verben. Die Äographie muß ähnlich und gut erkennbar sein, eine Kopf- $ von 1,5 Zentimeter haben und darf in der Regel nicht

im allgemeinen eine ausreichende Heildosiö dar, nur in ver­späteten Fällen werden 20 Cctm. gebraucht werden. Der Preis für das Fläschchen beträgt z. Zt. 2.50 RM. Der Ver­sand erfolgt unter Nachnahme des Betrages.

Im Regierungsbezirk Kassel wird Kreuzotterserum auch in den KrankenanstaltenHerz-Jesu-Heim" in Fulda undBerta- Krankenhaus" in Tann (Rhön) verfügbar gehalten.

Schlüchtern, den 16. September. 1929.

Der Landrat. 3. D.: Schultheis.

J.-Nr. 8173. Zur Beschaffung guter, für die örtlichen Verhältnisse geeignete Obstbäume für Volksschullehrer, so­wie $ur Anlegung von Obstgärten für die Schulen sind der Regierung in Kassel in geringem Umfang Geldmittel zur Verfügung gestellt worden. Indem ich den Herren Lehrern des Kreises hiervon Kenntnis gebe, ersuche ich mir etwaige Anträge auf Bewilligung einer Beihilfe bis spätestens 15. Januar n. Js. einzureichen.

Schlüchtern, den 14. September 1929.

Der Landrat. Dr. Müller.

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als 5 Jahre sein. Die Ortspolizeibehörde hat Vor- Zuname der betreffenden Person auf der Rückseite der ographie zu vermerken. Nach den im Amtsblatt der

zierung zu Gaffel von 1912 Nr. 40 Ziffer 876, veröffent-

>ttn ministeriellen Bestimmungen muß jeder Wanderge- war Betreibende vor Stellung deß Antrages auf Erteilung

tf Wandergewerbesebeines die in feinem Wandergewerbe- liebe Beschäftigten, soweit er sie von Ort zu Ort mit sich

J.-Nr. 8335. Der Landweg MottgeröAltengronau wird von Montag, den 23. bis einschließlich Sonnabend, den 28. d. Mts. für alle Fuhrwerke gesperrt. Der Verkehr ist über SterbfritzNeuengronau zu leiten.

Uebertretungen werden nach der Straßenverkehrsordnung vom 24. September 1926 (Beilage zum Regierungsamts- blatt Nr. 40 von 1926) bestraft.

Schlüchtern, den 17. September 1929.

Der Land rat. J. V.: Schultheiß.

Das Bezirksamt Brückenau erläßt auf Grund des Nrt. 2 Ziff. 6 Pol. Str. G. B- in Verbindung mit § 7 der Min. Bek. v. 4. 1. 1872, die Sicherheit und Bequemlich­keit auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen betref- fend, fexner,MU Z J66 Ziffer 10 B. Str. G. B. und 3x1- I der VO. v. 6. 2. 24 (R®BL I S- 44 folgende

bezirkspolizeiliche Vorschrift:

Die Rhemlandkommisfion.

Verlegung nach Wiesbaden beschlossen. Franzosen für den Platzdienst" in Wiesbaden.

Wie aus Paris gemeldet wird, hat die interalliierte Kommission für die besetzten Gebiete endgültig den Beschluß gefaßt hat, ihren Sitz von Koblenz nach Wiesbaden zu ver­legen. In Wiesbaden sollen außer den Dienststellen der Interalliierten Kommissionnur sehr beschränkte Truppen- bestände" für den Platzdienst und dergl. bleiben. Die Räu­mung der zweiten Zone werde am 20. September beginnen und Ende November beendet sein.

Die Veröffentlichung der Londoner ZeitungDaily Expreß" über eine Besetzung Wiesbadens durch die ftanzösi- schen Truppen nach dem Abmarsch der Engländer hat in Paris eine außerordentliche Erregung hervorgerufen. In Pariser Kreisen gibt man zu verstehen, daß es sich bei den Truppen- Verschiebungen keineswegs um eine neue militärische Besetzung handele. Wenn die Rheinlandkommission von Koblenz nach Wiesbaden verlegt werde, so würden französische Truppen lediglich denPlatzdienst" in Wiesbaden versehen. Hierbei dürfte es sich nach französischer Auffassung um höchstens eine Kompagnie handeln. Diese Besetzung, so wird geflissentlich wiederholt, habe keinen verwaltungsmäßigen Charakter. Die Verlegung französischer Kavallerieregimenter nach Wiesbaden, wie sie derDaily Expreß" in Aussicht stellt, gehöre in das Reich der Fabel.

400 Mann nach Wiesbaden.

Der LondonerDaily Telegraph" schreibt, soweit in London bekannt sei, beabsichtige Frankreich, Wiesbadennur" mit einer Wache in Stärke von 400 Mann zu Ehren der Rhrin- landkommission zu belegen.

Im übrigen meint der Berichterstatter des Blattes, daß vom Bequemlichkeitsstandpunkte aus betrachtet für die Mit­glieder der Kommission Wiesbaden als Sitz der Kommission angenehmer sei als etwa Mainz oder Trier, aber vom poli­tischen Standpunkte aus sei die Wiederbesetzung, wenn sie auch nur in noch so kleinem Umfange erfolge, zweifellos unratsam.

Eine Aeußerung von deutscher Stelle.

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rm will, ihrer Zahl nach bei der zuständiaen Kranken- !e zur Krankenversicherung amnelben. Die Kassenbeiträge Hei der Anmeldung für die Zeit biß zum Abläufe der Weit deß Wandergeiverbescheineß oder mit Erlaubniß Kassenvorstandeö auch für kürzere Zeit an die Kranken- k im voraus zu entrichten. Ueber die empfangenen oder ödeten Beiträge stellt die Krankenkasse eine Bescheini- "g auß, welche der Gewerbetreibende bei Stellung deß (W auf Erteilung deß Wandergelverbescheineß der Orts- iHebörbe vorzulegen hat (M 459 Abs. 1, 460 Abs. 1 : Reichsversicherungß-Ordnung).

Die Ortßpolizeibehörden ersuche ich, diejenigen Personen, für daß Kalenderjahr 1930 Anträge auf Erteilung eines ^Gewerbescheines zu stellen beabsichtigen, wiederholt auf Webenden Bestimmungen aufmerksam zu machen und

>m eigenen Interesse zu empfehlen, sich alsbald die Miftßmäßige Photographie und die für die Arbeitgeber Mriebene Bescheinigung über die Zahlung der Kranken- Witräge zu beschaffen, bannt ihre Anträge keine 93ers ^n§ erleiden.

Schließlich ersuche ich die Ortspolizeibehörden sich die ^ltigste Bearbeitung der Anträge angelegen sein zu las- 1 ""d in allen Fällen, in welchen eine Erhöhung des Ersatzes gegen das Vorjahr angezeigt erscheint, dies bei W her Anträge zur Sprache zu bringen. Bei erstmali- wägen auf Erteilung von Wandergewerbescheinen ist

Die Bezirksstraße RupbobenZeitloss Kmtsgrenze wird wegen Walzarbeiten von Montag, den 23. 9. 1929 bis etwa 9. 11. 1929 für den Durchgangsverkehr mit Fahr­zeugen aller Art gesperrt.

Die Umleitung erfolgt über Bad BrückenauZünters- bachSchwarzenfelsMottgers.

§2.

Zuwiderhandelnde werden mit Geldstrafe bis zu 150 NMk. oder mit Haft bestraft.

Die Drtspolizeibehörden haben Vorstehendes ortsüb­lich bekannt zu geben und den Kraftfahrzeug- und Fuhr­werksbesitzern nachweislich zu eröffnen.

Brückenau, den 14. Sept. 1929. Bezirksamt.

Stadt Schlüchtern.

Bekanntmachung

In der Zeit vom 19. bis einschl. 23. September 1929 findet die Reinigung der Schornsteine in folgenden Straßen der Stadt statt: Hanauerstraße, Schloßgasse, Wassergasse, Kirchstraße, Sackgasse, Alte Bahnhofstraße und Höbäckerweg.

Schlüchtern, den 17. September 1929.

Die Polizeiverwaltung: Gaenßlen.

Wie von zuständiger Berliner Stelle mitgeteilt wird, ist ein Beschluß über die Verlegung der Rheinlandkommission von Koblenz nach Wiesbaden zur Zeit noch nicht gefaßt. Dennoch wird die Berlegung nach Wiesbaden als wahrschein-

ist ein

lich bezeichnet.

Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, daß außer einem Wachtkommando in Stärke von 100 Mann weitere Truppen nach Wiesbaden gelegt würden. Im Zusammenhang hiermit kann mitgeteilt werden, daß im Haag keinerlei Vereinbarungen über die Ersetzung der abrückenden englischen Truppen durch .französische Truppen in der dritten Zone getroffen worden und.

und Bon fall' zelt Von nbe. ein» Seit 9.10 inde der von von bei.

f an angemessener Steuersatz vorzuseblagen.

8ür den Handel mit edlen und unedlen Metallen ist noch yäonbere Handelsertaubnis erforderlich, die zunächst hier Anfragen ist. Die Nummer, das Datum und der Gel- ^^reich der ErlaubniSkarte ist auf dem Wandergewerbe- Mntragöformulat zu vermerken.

der Entgegennahme von Anträgen auf Ausstellung 1 Wandergewerbescheknen ersuche ich auch meine Verfüg- 1(11 bom 28. August 1924 Nr. 8089 Kreisamtsblatt '°7, vom 1. April 1925 Nr. 2728 .Kreis­et Nr. 42, vom 16. Mai^ 1928 Kreißblatt

und vom 01 beachten.

Schlüchtern, den 13. September 1929.

Stadt Stein au.

Bekanntmachung,

betr.: Eichung.

In der Zeit von, 18. bis 24. Oktober d. J. findet eine Nacheichung der Maße, Waagen und Gewichte im Saale zum weißen Roß" statt, zu der alle eichpflichtigen Ge­rätschaften vorzulegen sind.

Die genaue Eichzeit wird den Pflichtigen durch besondere schriftliche Mitteilung bekannt gegeben.

Nichtvorlage der eichpflichtigen Gerätschaften hat Be­strafung zur Folge.

Steinau, den 17. September 1929.

Die Polizeiverwaltung. Dr. Kraft

5. Juli 1928 Kreisblatr Nr. 82

Der Landrat. J. V.: Schultheiß.

^r. 820$. Bei der Staatlichen Universitätßapotbeke ,.ertin N 24, Mobijouplatz 6/9, ist eine Niederlage für Asches Serum gegen Kreuzotterbisse eingerichtet worden. " knanstalten, Institute, Aerzte usw. können von dieser >'bie etwa notwendig werdenden Serummengen gegen ^ung der Kosten unmittelbar beziehen. Ein Fläschchen löschn. Schlangengiftserum. Diese Menge stellt

Ueberfatt aus drei Kassenboten.

Zwickau, 18. September. Am Dienstagvormittag wurde in der Nähe des GasthofesGrüner Hof" an drei Kassenboten des Erzgebirges-Steinkohlen-Aktien-Vereins ein schwerer Ranbübersall verübt. Ein Werkbeamter hatte von der Werkkasse im Verwaltungsgebäude Werkgelder in Höhe von 86 000 Mark abgeholt, die in einem ztvcirädrigen Wagen von zwei Arbeitern als Schutzbegleiter transportiert wurden. In der Nähe des Gasthofes traten plötzlich zwei Automobilisten auf die Arbeiter zu, hielten ihnen Revolver vor nnd komman­diertenHände hoch!" Da in der Nähe keine Hilfe war, blieb den Ueberfallenen nichts weiter übrig, als der Aufforderung nachzukommen. Die Verbrecher zertrümmerten mit einem Beil den Deckel des verschlossenen Wagens, brachten die er­beutete Summe in das bercitstehendc Auto und fuhren uncr, kannt davon.

Besprechung über die englische Rheinlandräumung.

London, 17. 9. Generalleutnant Sir William Thrvai- te§, der Kommandeur der britischen Kheinlandtruppen, hatte heute im Kriegsministerium eine Besprechung über die Räumung. von gut unterrichteter Seite verlautet, daß ein genaues Verzeichnis der Bäumungsdaten fertig gestellt wor­den ist. Thwaites kehrte darauf nach Wiesbaden zurück.

Französische Goziallsien für Frieden und Abrüstung.

Nach pariser Blättermeldungen hat die Sozialistische Par­tei für die am 20. Oktober stattfindenden Senatswahlen einen Rufruf erlassen, in dem auf internationalem Gebiet eine kühne und kraftvolle^ Politik zur Organisierung des Friedens gefordert wird. 3u diesem Zweck^se die Ge- Heimdiplomatie endgültig beseitigt und die Gleichgewichts­und Bündnispolitik aufgegeben, der Völkerbund demokrati­siert und die allgemeine Abrüstung auf dem Wege der Schiedsgerichtsbarkeit herbeigeführt werden. Zur Vorberei­tung müsse Frankreich selbst die sechsmonatige Dienstzeit einführen. 3m Interesse des Friedens wird jedes koloniale Nbenteuer abgelehnt. Die Partei erklärt sich glücklich dar­über, daß sie die Räumung des Nheinlandes nicht mehr zu fordern brauche, da diese auf der Konferenz im Haag beschlossen worden sei und im nächsten Jahre durchgeführt werde. Damit sei dar größte' Hindernis gegen eine Ver­ständigungspolitik zwischen Deutschland und Frankreich be­seitigt und die beiden großen Rationen könnten mit glei­chem willen an der Befestigung des Friedens und der Vor­bereitung der vereinigten Staaten von Europa arbeiten.

Der Schnellzug MesfinaPalermo entgleiste bei der Einfahrt in den Bahnhof Gesso. Drei Eisenbahnbeamte wur­den getötet, 14 Personen verletzt. Der Unfall ist auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen.

Bei den Rufräumungsarbeiten auf der Grube St. Eharles bei Kleinrosseln hat man weitere^ vier Opfer der Bergwerkskatastrophe aufgefunden. Die Sahl der Todes­opfer ist damit auf 19 gestiegen.

Nach einer Blättermeldung aus Hannover ist der aus dem Femeprozeß bekannte Feldwebel Umhofer, der hier im Gerichtsgefängnis saß, aus der haft entlassen worden.