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V. Blatt)
Dienstag, den 17. September 1929
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81. Jahrs.
1 Etliche Bekanntmachungen
^.„dratSamt.
Z.-Nr. 8091.
Nach Mitteilung des Herrn Veterinärrats
^P^ yjvt. ouy vuia? UBmeuung vev j^errn xserertrmrtüts das ^h Reich sind noch mehrere Fleischbeschauer und Trichinen- tad) ^ufr des Kreises mit der Einsendung ihrer Tagebücher das Jahr 1928 im Rückstand. Ich ersuche deshalb die ™ trtfii Bürgermeister für die a l S b a l d i g e Einsendung der t soll» treffenden Tagebücher zu sorgen.
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, das Jahr 1928 im Rückstand
Ich ersuche deshalb die
Mlüchtekrh den 14. September 1929.
Der Landrat. 3. D.: Schultheis.
Mr. 8127. Die Herren SchulvcrbandSvorstcher bezw. Wrmeister werden an die alsbaldige Einsendung der Be- ^ebühren für die Wetterkarten erinnert.
Schlüchtern, den 12. September 1929.
Der Landrat. 3. D.: Schultheis.
N Kreisausschuß.
: Brk J.4lr. 4147 K. st. stuf Grund des Wahlgesetzes für die l E mmziallandtage und Kreistage vom 7. Oktober 1925 h ^ «setzsammlung S. 123) hat der Landesausschuß zur Heu= abe ob» ahl des Kommunallandtags für den Regierungsbezirk ie Fi« iifel, die vom Staatsministerium auf Sonntag, den 17. E roember 1929 anberaumt worden ist, am 6. d. Mts. ,un,tiJ [genbes beschlossen:
i. Die Einwohnerzahl des Regierungsbezirks Kassel (kauft! läuft sich nach dem amtlichen Ergebnis der letzten Volks- ragstd )(ung vom 16. 3uni 1925 (einschließlich des ehemaligen
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lldeckischen Gebietsteils) auf 1 138 433. stuf eine Doll= jl von je 25 000 Einwohnern entfällt nach § 3 des Ge
sgesüHes ein Bbgeordneter. Zum Kommunallandtage für den »^'Eliierungsbezirk Kassel sind daher 45 Bbgeordnete zu ihlen.
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2. Gemäß § 11 Bbsatz 3 des Gesetzes wird der Kreis kßld mit bem Kreise Schlächtern, der Kreis Homberg i dem Kreise Ziegenhain, der Kreis Hänfeld mit dem eise Fulda Land, der Kreis Kirchhain und der Kreis miaust arbura Stadt mit dem Kreise Marburg Land, der Kreis e iTtoifte und der Kreis der Eder mit dem Kreise des mbergs zu je einem Wahlbezirk vereinigt. stis wahl- r niMmde Behörde werden für diese Kreise bestimmt die eßausschüsse in Schlüchtern, Ziegenhain, Fulda Land, arburg Land und des Kreises des Eisenbergs.
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i;U jtj 2. stis Bezirkswahlleiter wird zur Führung der laufen- ch W 1 Geschäfte aemäß § 2 der Wahlordnung bestellt Landes- l Ztoehr, Direktor der Hessischen Brandversicherunqsan- st, in Kassel (Ständeplatz 17, Fernsprecher 555) als w Stellvertreter Landesrat von Hugo in Kassel. Dassel, den 6. September 1929-
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Der Landesausschuß: von Gehren.
®M veröffentlicht.
"Achtern, den 13. September 1929-
Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.
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Bekanntmachung.
Demäß § 37 der Wahlordnung für die Wahlen zu den 1 ^Mnallandtagen und Kreistagen vom 25. Juli 1929 h " Mterialblatt für die Preußische innere Verwaltung 1929 jgeS'i ^ fordere ich hiermit auf zur Erreichung von Vahl- WW- orWägen (Bezirkswahlvorschlägen) für die am 17. Bo« mber 1929 stattfindende Wahl zum Kommunallandtag r Regierungsbezirk Kassel. Es sind 45 Bbgeordnete r ,en Kommunallandtag zu wählen.
Die toablnorfd}läge sind dem unterzeichneten Bezirkswabl- 5 Andesrat Stoehr zu Kassel, Ständeplatz 17, spä - W am 23. Oktober 1 929 bis Mitternacht einzureichen. Eine telegraphische Erklärung gilt tot'ftlitbe Erklärung, wenn sie durch eine spätestens kitten Tage nach Bblauf der Frist eingegangene schrift- e. Erklärung bestätigt wird.
w den Inhalt der Wahlvorschläge enthält die ^o^^ Wg in den §§ 38 bis 43 folgende Bestimmungen: “ In den Wahlvorschlägen sollen die Bewerber mit - unb Vornamen aufgeführt und ihr Stand oder Beruf 'e ’vte Wohnung so deutlich angegeben werden, daß ihre Persönlichkeit kein Zweifel besteht. Sie sind in "Aarer Reihenfolge aufzuführen.
Die Wablvorschläge müssen von mindestens zehn ? heiligten, die beliebigen Wahlbezirken der Vrovinz it ^lirksverbandes, Landeskommunalverbandes) ange= , ” «önnen, unterzeichnet sein.
J Die Unterzeichner der Wahlvorschläge sollen ihren ^en die Bngaben ihres Standes oder Berufs und KWohnung beifügen.
A Die Unterschriften müssen bis zum stblauf der Ein- ^gsfrift (§ 37 Bbs. 2) vollzählig vorliegen: andernfalls J KAhlvorschlag unzulässig: eine Mängelbeseitigüng findet insoweit nicht statt.
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(4) Nach stblauf der Einreichungsfrist Kann eine Unterschrift unter dem Wahlvorschlage nicht mehr zurückgenommen werden.
§ 40. (1) Mit den Wahlvorschlägen sind einzureichen:
1. Die schriftliche Erklärung der Bewerber, daß sie der Bufnahme ihrer Hamen in den Wahlvorschlag zustimmen. Eine telegraphische Erklärung gilt als schriftliche Erklärung, wenn sie durch eine spätestens am dritten Tage nach stblauf der Frist (§ 37» stbf. 2) eingegangene schriftliche Erklärung bestätigt wird. Bet Abgabe dieser Erklärung ist Stellvertretung durch einen mit schriftlicker Vollmacht versehenen Vertreter zulässig, wenn der Bewerber nachweislich verhindert ist, die schriftliche Erklärung rechtzeitig einzusenden.
2. Die Bescheinigung des Gemeindevorstandes (Gutsvorstandes), daß die Bewerber am Wahltage das 25. Lebensjahr vollendet haben, Reichsangehörige sind, ihren Wohnsitz im Gebiete der Provinz (des Bezirksverbandes, Landesverbandes, Landeskommunalverbandes) haben und vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen sind.
3. Die Bescheinigung des Gemeindevorstandes (Gutsvorstandes), daß die Unterzeichner des Wahlvorschlages in die Wählerliste eingetragen oder mit einem Wahlschein versehen sind.
(2) Der Gemeindevorstand (Gutsvorstand) hat die Bescheinigungen auf Bntrag gebührenfrei auszustellen.
§ 41. Die Wahlvorschläge können eine beliebige Zahl von Bewerbern enthalten.
§ 42. (1) In jedem Wahlvorschlage muß ein Vertrauens- •mann und ein Stellvertreter bezeichnet werden, die zur ■stbgabe von Erklärungen gegenüber dem Provinzialwahl- leiter (Bezirkswahlleiter) bevollmächtigt sind. Fehlt diese Bezeichnung, so gilt der erste Unterzeichner als Vertrauensmann, der zweite als sein Stellvertreter.
(2) Erklärt mehr als die Ejälfte der Unterzeichner eines Wahlvorschlages schriftlich, daß der Vertrauensmann oder der Stellvertreter durch einen anderen ersetzt werden soll, so tritt dieser an die Stelle des früheren Vertrauensmannes oder Stellvertreters, sobald die Erklärung dem Provinzial- wahlleiter (Bezirkswahlleiter) zugeht.
§ 43. (1) Ieder Wahlvorschlag hat den Hamen der Partei oder Vereinigung, von der er aufgestellt ist, als Kennwort zu tragen.
(2) Werden in einem Wahlbezirk von Ungehörigen ein und derselben Partei oder Vereinigung oder in einem oder mehreren Wahlbezirken von verschiedenen Parteien oder Vereinigungen mehrere Wablvorschläge mit gleichem Kenn= wort ausgestellt, so beschließt, falls ein Mangel in dieser Beziehung nicht innerhalb der für die Mängelbeseitiguntz vorgeschriebenen Frist (§ 44) behoben wird, der Wahlausschuß darüber, ob einer und welcher der verschiedenen Wahlvorschläge das Kennwort zu führen berechtigt ist. Die übrigen Wahlvorschläge dürfen nur zugelassen werden, wenn Mängel hinsichtlich des Kennworts innerhalb der Mängel- beseitigungsfrist behoben sind.
Kassel, den 8. September 1929-
Der Bezirkswahlleiter für die Kommunallandtagswahl. Stöbr, Landesrat.
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3,=Hr. 4148 K. st. Wird veröffentlicht.
Schlüchtern, den 13. September 1929-
Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller-
Zuchtviehverstelgerung.
J.-N. 4161 K.A- Der Verband Kurbeffischer Fleckviebzück- ter veranstaltet am Mittwoch, den 2. Oktober dieses Jahres in Fulda, am Donnerstag, den 3. Oktober dieses Jahres inDersfeld und am Freitag, den 4. Oktober dieses Jahres in Treysa, vormittags 11 Uhr je eine Iuchtviehversteigerung. Neben einer Anzahl guter Fleckviehzuchtbullen kommen hierbei erstmalig auf allen Versteigerungen auch eine größere Anzahl Fleckviehkühe und Rinder zum Verkauf.
Die Herrn Bürgermeister des Kreises ersuche ich, die Viehzüchter auf diese Versteigerungen besonders aufmerksam zu »nachen.
Schlüchtern, den 13. September 1929.
Der"Vorsitzende des Kreisausschusses: J. V.: Preiß.
Stadt Schlüchtern.
Bekanntmachung
stm Mittwoch, den 18. September 1929 wird das Obst von den städtischen Bäumen an Ort und Stelle öffentlich verkauft. Zusammenkunft vormittags 8 Uhr an der Gärtnerei Dörr.
Schlüchtern, den 16. September 1929-
Der Magistrat: Gaenßlen.
— stm Samstag waren in den vereinigten Staaten vier schwere Flugzeugunfälle zu verzeichnen, bei denen nicht weniger als 14 Personen den Tod fanden.
Nur den Charakter der Bötkerbundsmandate.
In der politischen Kommission der Völkerbundsversammlung gab es eine grundsätzliche Debatte über Die Frage, ob die Mandate zeitlich begrenzten oder dauernden Charakter hätten. Hierbei Prallten die Gegensätze sehr scharf auseinander. Besonders temperamentvoll, sprach der Vertreter Italiens, das vemnntlich seinerzeit bei der Mandatsverteilung Übergängen worden ist. Er vertrat mit Nachdruck den Standpunkt, daß nach den Bestimmungen des Völkerbundspaktes die Zuerteilung der Mandatsgebiete an England, Frankreich, Japan, Belgien und Südafrika nur einen nichtständigen Charakter trage. Es handele sich um einen Uebergang, der nach den Bestimmungen des Völkerbundspaktes geschaffen sei bis zur Erlangung der völligen Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Mandatsgebiete. Der Italiener lehnte schroff die Ausfas- »ab. als ob die großen Mandatsmächte volle Sou- nität auch über die Mandatsgebiete besäßen.
Diese Meinung wurde vom französischen Verrreter abgelehnt. Er betonte, daß zwar die Verwaltung der A. Mandatsgebiete (Palästina und Syrien) nicht von ständiger Dauer sei, da die Selbständigkeit und Unabhängigkeit dieser Gebiete bereits in absehbarer Zeit zu ermatten wäre. Dagegen wären die Mandatsgebiete B. und C. (afrikanische Mandatsgebiete und das Mandatsgebiet des Stillen Ozeans) eine ständige Einrichtung.
Im Namen der Mandatskommission lehnte der Schweizer Professor Rappard ausdrücklich diese Auffassung ab. Er erklärte, daß nach dem Geiste und den Bestimmungen des Völkerbundsvertrages
die Mandate nur eine vorübergehende Einrichtung seien, obwohl beute noch nicht vorauszusehen wäre, wie lange das Mandatssyst«in auftechterhalten werden müsse.
Der englische Vertreter erklärte, eine neue Ver- muutg 00er Neuregelung der Mandatsgebiete sei nur unter völliger Zustimmung sämtlicher alliierten Mächte einschließlich der Regierung der Bereinigten Staaten zulässig. Gegen diese Erklärung, die aNgemein starkes Aufsehen erregte, legte Staatssekretär v. Schubert einen förmlichen Generalprotest ein. Es handele sich hierbei um eine anh-^rdentlich schwierige politische und juristische Frage. Er müsse sich den Standpunkt der deutschen Regierung hierzu ausdrücklich vorbc» haltet». Schubert betonte sodann, daß er völlig mit der italienischen Regierung uöeremstimme.
Zeppelin besucht morgen Berlin.
Landung in Slaaken.
Der Start zur nächsten großen etwa 24 stündigen Deutsch- landsfahrt des Zeppelin findet laut Montagspost am Dienstag in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr statt. Die Fahrt ist hauptsächlich bestimmt, Hugo Eckener bei seiner Bnkunft in Hamburg mit dem Luftschiff zu begrüßen.
Da in Hamburg mit dem Luftschiff nicht gelandet werden kann, wird Eckener sofort mit der Bahn nach Berlin weiterreisen. Das Luftschiff kehrt ebenfalls nach Berlin zurück und wird hier landen, von Berlin aus wird Eckener die Weiterrese nach Friedrichshafen mit dem Luftschiff machen.
Die Ermittelungen über die Bombenanschläge.
Die Ermittelungen über die Bombenanschläge sind zu einem gewissen Bbschluß gelangt. Die Bombenattentate sind auf eine einheitliche politische Bewegung rechtsradikaler aktivistischer Kreise zurückzuführen. stis Mittelpunkt dieser Bewegung ist Berlin anzusehcn. von den 11 in Berlin verhafteten Personen werden 7 am Montagvormittag dem Richter vorgeführt werden vier sind entlassen worden- von den in stltona im polizeilichen Gewahrsam sich befindenden 24 Personen erscheinen 2a stark belastet.
— In Düsseldorf fand Sonntag ein proletarischer Kulturtag statt. Anläßlich eines Umzuges wurden verbotene Bbzeichen und Gegenstände mitgeführt, sodaß die Polizei einschritt. 3m ganzen wurden ca- 70 Sinterungen vorgenommen.
— stuf der Ueberfahrt von New Pork nach Therbourg ist an Bord des Passagierdampfers „Homeric" der amerikanische Millionär Marks verschwunden. Blle Nachforschungen waren bisher vergeblich.
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