orte u olgen?
Sparen! Sparen! Sparen! Ob sie nun L den Poung-Plan wettern, die Herren Miker und Wirtschaftler, oder ihn in alle imincl heben — -* sie kommen auf jeden immer zu dem gleichen Resultat. Es muß
nein Ä soll auf jeden Fall gespart werden.
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Aber die heutige Zeit, diese Generation, die
Inflation erlebte, ist des Sparens über- Hg. Früher gab es noch Leute, die an Dichhölzern sparten und genau auszurechnen
,, „ ^teu, was sie sich dann nach 20 Jahren dafür a (ijten konnten. Sie sind dünn gesät. Die An- sind gestiegen, trotz der schlechten Zeiten, sersag! öie Argumente, mit denen diese Steigerung te Sd « Einzelnen begründet wird, sind schwer zu
des 8 mz L ld A t mitii
erlegen. Wenn es schon kein Huhn im Topf pann soll sich der schwer arbeitende Mensch m heute wenigstens die Butter aufs Brot ijten können. . .
Nun — der Notruf Sparen! Sparen!
wären als die eigenen. Den Bauern, der das täte, würde man für einen Idioten halten. Aber die Volksgemeinschaft als Ganzes tut es wahrhaftig. Obwohl doch jeder einzelne für sich sicher überraschend klug ist. . .
Deutschland hat — weil wir schon bei den Eiern sind — im Jahre 1928 für sage und schreibe 846 Millionen Mark Eier, Milch, Butter und Käse aus dem Ausland importiert. Warum? Weil im Inland nichts oder wenig für die Steigerung der eigenen Produktion getan wird oder aber, weil der Verbraucher die ausländische Ware für bester hält als die inländische. Der Verbraucher ist von der fixen
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Südfrüchte . Zucker . . - Kaffee . . - Fleisch, Speck
Butter , Käse . , Eier . . Wein und
Die Stuppe
Most
jpaten!, der heute ergeht, richtet sich auch gar Hier ii j(f|t an die kleinen, bescheidenen Genießer des
nach
Jötags. Das wäre auch eine falsche Speku- Kd Mwn. Denn dieser „Genießer" genießt in den
ir ich iarbei
leisten Fällen doch nur das, was unbedingt «wendig ist, wenn die körperlichen und see- Wn Kräfte halbwegs frisch bleiben sollen
' M |t tan er unter die Grenze dieser Notwendig- lit geljt, wird er zwar noch immer nicht ver- aust« ungern, aber seine Leistung wird geringer anbei! in Und den Rechenkünstler möchte ich sehen, best x ti die verminderte Leistungsfähigkeit eines engen Volkes einer Mehrausgabe für gewisse nadjbt ebene« und Genußmittel vorzieht! Es kommt
erlang
milich nicht darauf an, den Bedarf des Durch-
jenn i hittsmenschen — und von diesem, nicht von eit bt in paar Schlemmern ist die Rede — einzu- ssen il frönten, denn es geht ja auch gar nicht um
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1013
1926
Immer größer wird die Einfuhr auslän- Uier Kraftfahrzeuge, obwohl die eigene ss Wusfrie leistungsfähig genug ist, um den. erruft Warf zu decken. Das „Vergnügen" mancher tandk Wie, ausländische Wagen zu fahren, ge- fte ® ™det die Existenz von 450 000 deutschen st «heitern und Angestellten.
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Fahren beängstigend passiven Handels- miiz ausdrückt. Das heißt, es wird viel mehr M '^^s ausgeführt; das Geld kommt nicht ins nitiin” M> es bleibt nicht einmal darin, es strömt " unzähligen Mlliiarden über die Grenzen ins "Ausland. Es ist--„zum Fenster hinaus Torfen"!
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1926 1927
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1928
i$° wuchs die Arbeitslosigkeit in Deutsch-
. “ seit dem Jahre 1924, weil so und so
Millionen für Importware, also an aus-
Wische Arbeiter bezahlt wurdenl
Darüber gibt es gar keinen Zweifel; es ,'ö importiert werden! Kein Land der Welt ^ sich den Luxus erlauben, seine Grenzen zu ^n und nur das zu verbrauchen, was im '^en Lande erzeugt wird. So wie es keinen ^halt gibt, der all die vielfältigen Dinge, $ verbraucht, selbst herstellen könnte. Aber • vernünftig geleiteter Haushalt wird eben das einkaufen, was er wirklich nicht selbst r*9en kann. Es wird keinem Bauern ein« S-bie Eier beim Nachbar zu kaufen, nur b^fon Hennen sie um einen halben Zenti- größer legen, oder weil er es stch auch R ^bildet, daß des Nachbars Wer größer
(in Mill. RM., im Jahre 1928 . 252.6
34.3
. 310.0
. 166.2
. 435.5
. 102.7
. 294.3
72.8
1668.4
Fertigwaren weist folgende, ganz oder teilweise entbehrliche
Einfuhr aus:
Kunstseide ...»
Garn aus Wolle . .
„ aus Baumwolle
Gewebe aus Seide, Kunsts. „ aus Wolle . . . „ aus Baumwolle .
Kleidung und Wäsche . .
Schuhwaren, Lederwaren Kautschukwaren . - . . Papier, Papierwaren . . Farben, Lacke.....
(in Mill. RM.) im Jahre 1928
Sonstige chemische Fabrikate. Ton- und Porzellanwaren . Älas und Elaswaren . . . Musikinstrumente . . , . « Kinderspielzeug . . . « «
116.8
226.0
255.5
58.3
94.8
149.7
24.8
66.6
38.2
29.0
41.6
108.8
18.4
32.5
7.5
3.4
So viele Milliarden trägt das deutsche Volk über die Grenzen, anstatt sie in der eigenen Heimat zu verwenden, zum eigenen Vorteil nutzbringend anzulegen.
lose Personen, Verbände in Bewegung gesetzt worden. Aber der Schlüssel ist immer der gleiche. Man muß den Hebel beim Verbraucher ansetzen. Der Verbraucher muß davon überzeugt werden, daß ein deutsches Ei ebenso gut wie ein dänisches Ei, ein deutscher Schuh ebenso gut wie ein tschechischer, ein deutsches Auto ebenso gut wie ein amerikanisches. Der Verbraucher hat es in der Hand, zu sparen, ohne sich einzuschränken, durch eine überaus einfache und klare Ueberlegung.
Alles weitere kommt dann von selbst. Denn das gesamte Wirtschaftsleben ist auf dem
IQ28
1266.9
Muß das sein, meine Damen? Die Einfuhr ausländischer Toilette-Artikel nimmt gigantische Ausmaße an. Die wohlhabenden Leute von anno 1913 waren weitaus bescheidener.
Idee besessen, daß ein „dänisches Trinkei" bester sei als ein deutsches, obwohl es doch auch nur von einer Henne gelegt wird, und obwohl der Weg von der deutschen Henne zum Verbrauchs kürzer ist, als der über die Grenze. HeK Parker Eilbert, der ein guter Rechner ist, hat ausgerechnet, daß Deutschland jährlich allein an Eiern und Milchproduktion eine Milliarde er- sapren könnte, wenn es sich redlich im eigenen Lande ernähren würde.
Und dann ist da die unselige Geschichte mit dem Weizen. Auf deutschem Boden gedeiht Roggen, im Ausland Weizen. Der deutsche Roggen würde ausreichen, um den Inland- bedarf an Brot zu decken. Aber der deutsche Verbraucher meint, er müsse unbedingt Weizen-
1928
1927
Gesamtsumme im Jahre 1928 3816.0 Mill. RM.
Der allergrößte Teil dieses Imports ist durchaus überflüssig. Er ließe sich durch Produktion im eigenen Lande ersetzen. Milliarden
MILLIONEN RM.
betrug die Einfuhr von und Bier im Jahre 1928.
Spirituosen,
Wein
1913
Müssen wirklich 650 Millionen für fremde Obstsorten ins Ausland gehen?
brot verzehren, obwohl ihm jeder Arzt beweisen kann, daß Roggenbrot bekömmlicher, gesünder .nahrhafter ist. Nun wird also der teure Weizen aus dem Ausland herbeigeschafft, und der deutsche Roggen wird zum bedeutenden Teil als — Viehfutter verwendet!
Wir geben hier eine Uebersicht über die Einsuhr der wichtigsten Warengruppen im Jahre 1928. Sie entstammt, wie die anderen Angaben, der sehr instruktiven Broschüre des Dr. Otto Merstedt „Exportförderung und Einfuhrbeschränkung", in der schwierige Wirtschaftsprobleme in einfacher, fast volkstümlicher Form erläutert werden«
Lebensmittel und Getränke:
Einfuhr
Warengattungen (in Mill. RM.)
int Jahre 1928
Weizen 501.4
Mehl, Graupen *. a. . . . 15.3
Küchengew. (Gemüse) , . . 138.9
Obst . ........ 225.1
und wieder Milliarden könnten erspart werden, denn Geld, das im Lande bleibt, ist erspart, erspart für die Gesamtnation, erspart aber auch für den Einzelnen, besten Wohlstand mit dem Wohlstand des Gesamtvolkes wächst.
Man kann diesen überflüssigen Import in verschiedene Kategorien einteilen. In entbehrliche, ersetzbare und überflüssige Waren. Ersetzbar ist z. B. der Weizen — eben durch den Roggen. Ersetzbar sind Südfrüchte — durch inländisches Obst; ersetzbar ist der amerikanische Apfel — durch den heimischen Apfel. Ueber- flüssig sind zahlreiche Luxuswaren, Toilette- Artikel usw. Entbehrlich z. B. englische Stoffe, die in durchaus ähnlicher Qualität auch in
Deutschland hergestellt werden.
Man hat ausgerechnet, daß Wareneinsuhr im Werte von 3000
durch eine bis 4000 M.
1927
1928
1927
1Q13
MilllONEN«*'
390
MILLIONEN RM
846 Trillionen Reichsmark wanderten 1928 für Eier und Milchprodukte ins Ausland, während die eigene Landwirtschaft Not leidet.
„Dienst am Kunden" aufgebaut. Für den Verbraucher wird heute importiert, und für den Verbraucher wird man nicht mehr importieren, wenn er es nicht haben will. Für den Verbraucher wird man die Produktion steigern, verbessern, neu schaffen, sobald nur der Bedarf einmal vorhanden ist.
80 Prozent aller Einkäufe gehen durch die Hände der deutschen Frau. Sie ist die größte wirtschaftliche Macht im Staate; es liegt an ihr, Milliarden zu sparen oder Milliarden zu vergeuden. Die deutschen Frau«, sollten es sich bei jedem Einkauf überlegen, ob es wirklich notwendig ist, in diesem oder jenem Fall ausländische Ware zu kaufen. Und sie sollten immer dann darauf verzichten, wenn diese Ware durch die ähnliche, gleichwertige oder in den meisten Fällen wohl auch bessere deutsche Ware ersetzt werden kann. Es gibt sicherlich zahlreiche Dinge, die aus dem Ausland kommen müssen, aber sie bilden nur einen Bruchteil der insgesamt importierten Ware.
Was hier auf beschränktem Raum mit Worten nicht gesagt, bewiesen, erläutert werden kann, das mögen unsere bildlichen Darstellungen tun. Sie sind ein zwingender und einleuchtender Appell: Kauft, fordert deutsche Waren; ihr spart für euch! . >
je ein Deutscher arbeitslos wird. Das ist ein ganz ungeheuerliches Verhältnis
Fast sechs Millionen Paar Schuhe kamen 1928 über die Grenzen. Warum? Weil viele Käufer der Meinung sind, ausländische Ware märe „vornehmer". Die deutsche Schuhindustrie wurde dadurch ruiniert, der größte Teil der Schuh-Arbeiter brotlos gemachtl
Wie kann dem abgeholfen werden?
Zahllose Broschüren, Artikel, Denkschriften statt 86« das gleiche LhMN geschrieben; »ahl-
aller Einkäufe gehen durch die Hände der deutschen Frauen. An ihnen liegt es also, zu verhindern, daß Milliarden aus dem deutschen Volksoermögen zum Fenster hinausgeworfen werden.