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Mitteilungen lokalen Jntereffes aus dem KreiSgebiet sind für diese Rubrik erwünscht.

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Bekämpfung der Kornkäfer.

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per Kornboden als Lagerraum für das Getreide oer« ^nt die größte Aufmerksamkeit, sollen die auf ihm ge- eaerten Werte nicht durch scheinbar unsichtbare Wesen Art oder doch stark gemindert werden. Bevor das lisch gedroschene Getreide auf den Boden gebracht wird, H dieser in jeder Beziehung einwandfrei und sauber ^ Dazu genügt es nicht, mit dem Besen lediglich den an ^ Decke, Wänden, Fenstern und Boden liegenden Schmutz Mbehren. Wenn dies geschehen ist, gilt es vor allem die gelinge zu beseitigen, die in den Ritzen verborgen nur yuf warten, ihre vernichtende Arbeit aufnehmen zu Men. Neben den Mäusen, die auch zu einem reichlichen Irozentsatz an den Schäden, die auf dem Kornboden ent- beteiligt sind, sind zu nennen der Kornkäfer, der Mem sehr ähnliche Reiskäfer und die Kornmotte. Der Kornkäfer ist ungefähr 4 Millimeter lang und hat eine ^arzbraune Farbe. Tr bohrt die Getreidekörner an StaÜ W Mt sie hohl. Auch seine Larven leben in den Kör« i. 3h j[rn und höhlen diese aus. Der weiße Kornwurm frißt * , Mails die Körner aus und verspinnt dann die losen chalen, von denen er etwa immer 10 bis 30 Stück zu- Menwebt. Der Wurm entpuppt sich darin und kriecht tishe'i m Frühjahr als Motte aus. So leicht man diese Schäd- i linge vernichten kann, so ist es doch oft erstaunlich,' in M großen Mengen sie trotzdem auf den Getreidespei- iern auftreten. Manche Kornhaufen, besonders solche, lange nicht umgeschaufelt und deshalb wenig durch- ^ istet sind, wimmeln geradezu von Käfern.

Die Chemische Industrie stellt uns zwei Mittel zur A Perfügung, mit deren Hilfe man diese Schädlinge ohne , H Mühen restlos beseitigen kann. Zunächst ist als iorbeugungsmittelGrodyl" zu nennen. Zur Entwesung tg b^ ir Lagerräume wird zunächst ein Teil Grodyl mit neun in bei eilen Düngerkalkmilchlösung verrührt. Mit dieser Mi- mch tag sind nach Entleerung und Säuberung des Getreide- " Habens: Wände, Decken, Balken, Böden usw. zu bestrei-

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tunbe. en, ebenso Spalten, Fugen und Ritzen gründlich aus«

>^örbe chritzen. Ein Kilo Grodyl reicht aus zur Behandlung von toa 4050 (Quadratmeter Fläche. Nach 1224 Stunden

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!jt man ein Häufchen insektensreies Getreide auf dem loben aus, in welches sich nach einigen Tagen etwa noch

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«handene Kornkäfer usw. verkriechen. Findet man solche or, so ist die Behandlung solange zu wiederholen, bis Hei b keine Insekten mehr bemerkbar machen. Danach kann is Getreide wieder auf den Speicfyer gelagert werden.

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$ür bereits mit den genannten Vorratsschädlingen be- iHenes Getreide ist ein anderes Mittel, Areginal genannt, > verwenden. Das Getreide wird in diesem Falle zunächst

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chchalb der Lagerstätte gereinigt, der Abfall abgebrüht ai verfüttert. Daraus stellt man das Areginal in flachen Idolen (Tellern) aus das auf Spitzhaufen gebrachte Ge- reibe und deckt das ganze mit einer bis zum Boden eichenden dichten Wagenplane oder dergleichen ab. Die icklich ch entwickelnden schweren Gase durchziehen dann den merhaufen und töten in 68 Stunden sämtliche Schäd­ig. Für einen Kubikmeter Getreide genügen im all«

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«inen 100150 ccm. (r/10s/2o Liter) Areginal.

Die Hauptvorteile dieser chemischen Bekämpfungsmittel nb die Ungefährlichkeit für Menschen und Haustiere, wie ihre gute Wirksamkeit. Beide Mittel sind durch die in- md VerkaussgesellschaftHessenland" zu beziehen.

Dr. Goetz-Kassel-

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Wetter bericht. Den kalten Luftwaffen, die seit Mag über unser Gebiet strömen, sind etwas wärmere und M feuchtere gefolgt, wobei es im nordwestlichen Deutschland " liärferer Bewölkung und vielfach auch zu leichten Nieder- Ggen gekommen ist. Die nordwestliche Luftströmung, in Mn Bereich diese Trübung eingetreten ist, wird aber mit " weiteren Ostwärteverlagerung des Hockdruckgebietes ab< d^n und damit Aufheiterung eintreten. Die Besserung ?kb zunächst einige Jett anhalten, da die lebhaftere Zyklonen- W*it sich ziemlich weit im Norden abfpielt. Vorhersage Montag Abend: Aufheiterung, meist trocken, etwas wär- ^/ nach Osten drehende Winde. Witterungsaussichten bis Dienstag Abend: Vorübergehende Bewölkungszunahme, je- M meist trocken.

2er Witterungsumschlag. Die lang anhal- ungewöhnliche Hitzeperiode, die besonders in den letz- "J *" ücht Tagen unermeßliche Ströme Schweißes forderte, ^ruk' seit Freitag durch kalte Luftmassen eine Änderung erfahren, wir uns nun im Bereiche erträglicher Temperaturen Wen. Hoffentlich wird es nicht kühler oder gar kälter, W Anzeichen dafür bestehen. Nämlich aus Amerika Wt die Nachricht, daß auf die unerträgliche Hitze der letz« nunmehr eine von Südwesten nach dem mittleren fortschreitende Kältewelle gefolgt ist, die innerhalb ^.zwei Tagen Temperaturveränderungen von etwa 30 Grad W gebracht hat. Aus dem Staate Wyoming werden reiche Schneestürme gemeldet. In einigen Gegenden ist Zoll Schnee gefallen. Auch in Nebraska herrschen Temperaturen.

.^prachenpflege. Le Traducteur, französisch-deut- sd Sprachlehr- und Unterhaltungsblatt, das dem Sprach« ikoen die denkbar besten Hilfsdienste zu leisten vermag , bei seiner Vielseitigkeit auch recht unterhaltsam ist, sei '' angelegentlichst empfohlen. Probeheft kostenlos durch ^erlag des Traducteur in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Vorbereitung der Kommunalwahlen. In ^ Mitgliederversammlung 'in Hanau am 5. September [ie Sozialdemokratische Partei Stellung genommen zu ^ ^vorstehenden Kommunallandtagewahlen. Es ist be« mit den Kreisen Wetzlar, Hanau Stadt. Hanau und Schlüchtern eine gemeinsame Liste aufzustellen,

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die es ermöglichen soll, dem südlichen Teil des Regierungs­bezirks Kassel eine stärkere Vertretung als seither zu ver­schaffen. Geplant ist die Aufstellung des Landrats Kaiser als Spitzenkandidat und Vertreter des Landkreises Hanau, an zweiter Stelle kommt ein Vertreter aus Gelnhausen, an dritter aus Wetzlar, an vierter aus dem Bezirk Stadt Hanau und an fünfter Stelle ein Vertreter aus Schlüchtern.

Die Keichsjugendwettkämpfe auf dem Acisbrunnen. Wie schon auf der ersten Seite dieser Zeitung bekannt gemacht ist, versammeln sich am Mittwoch, den 11. September die Schulen des Kreises Schlüchtern, um auch dieses Iahr ihre Kräfte im Dreikampf zu messen, und uns ihre schönen Spiele und Lieder vorzuführen». Die Knaben sollen vorerst zeigen, was sie im 75 Meter- Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen leisten, die Schulen mit ihren vier besten Läufern im Stafettenlauf um den Siegespreis ringen. Falsch wäre nun die Einstellung derer, die Interesse an dieser Veranstaltung haben, wenn sie zum Acisbrunnen wanderten, wie zu einem erbitterten Fußball- wettkampf oder in der Erwartung, hohnlachende Sieger und zähneknirschend Verlierer zu sehen. Wenns so wäre, müßte dieser Tag der Schulen mit ihrem kostbaren Gut wachsender Menschenseelen verfehlt sein. Nein! Der Wert dieses Tages liegt nicht im Gewinnen von Preisen, sondern im köstlichen Erlebnis des bewegten Körpers, in der An­spannung von Kräften der Muskeln, im wohligen Ge­fühl getaner Leistung, die Ueberwindung eigener Trägheit oder Unentschlossenheit oder auch Angst gekostet hat, im gemeinsamen Nachjagen nach einem vorgesteckten Ziel. Gerechtigkeit möge unser Urteil leiten, die nicht vergißt, das Schwache und Arme in manchem Menschenleib und mancher Kinderseele zu ersassen, wenn kleine Kraft der großen Aufgabe erliegt, Gerechtigkeit, die weiß, daß Schulen nicht deshalb schlechter sind oder weniger gut geführt, weil der Siegerpreis ausblieb, Gerechtigkeit, die Hand in Hand mit der Güte verstehend in jedes Kinderantlitz sieht, dem der Ernst der Aufgabe ahnend vorschwebt und sagen kann: Das hast du gut gemacht! Wenn wir so kommen, wird uns der Schülertag ein Tag der Freude. Und wenn Eure Kinder einen solchen Tag erleben, dann gehört Ihr, liebe Eltern, mit dabei, kommt also alle, sowie Ihr kommen könnt! K.

Indexziffern nach Dr. Moritz Elsas- Die Indexziffern über die kosten der Lebenshaltung sind bis zum 1. September auf 147,9 gestiegen; sie hielten am 1. Iuli auf 146,2 und am 1- Ianuar d. Is. auf 147,2. Die Gruppenindices betragen: Nahrung 145, Kleidung 164, Wohnung 123, Heizung und Beleuchtung 144, ver­schiedenes 190. Der innere Geldwert der Mark, an den kosten der Lebenshaltung gemessen, beträgt zur Zeit 67^2 Vorkriegspsennige und ohne Berücksichtigung der Miete 65y<. Da die Großhandelsindexziffern sich in diesem Iahr nicht erhöht haben, der Preisindex der Verbrauchsgüter im Großhandel sich sogar gesenkt hat, ist eine Steigerung der Lebenshaltungskosten vorerst nicht wahrscheinlich.

verdurstete Buchen. Wirft man einen Blick von der Stadt zum Stadtwald oberhalb der Eisenbahn, so bemerkt man verschiedene Komplexe, wo zahlreiche Buchen im vollständig braunen Herbstkleide dastehen. Dies ist keine Folge des nahenden Herbstes, sondern die seitherige ungewöhnliche Hitze hat den Bäumen das Grundwasser ent­zogen, sodass das Laub vorzeitig verdorrte. Sicher dürfte man diese Wahrnehmung auch noch in anderen Wald­distrikten machen.

Verweigerung von Ueberstunden ein Grund zur fristlosen Entlassung. Das Landes- arbeitsgericht Dessau hat entschieden, daß, falls ein Ar­beitnehmer die im Tarifvertrag vorgesehenen Ueberstunden verweigert, hierin eine beharrliche Arbeitsverweigerung im Sinne des § 123 der Gewerbeordnung liegt, die zur frist­losen Kündigung berechtigt. Dabei sei es gleichgültig, ob die Ueberarbeit als solche erforderlich war, da die Beurtei­lung dieser Frage allein der Betriebsleitung aus Grund ihres Direktionsrechtes zustehe. Die Zustimmung der Be­triebsvertretung auf Grund des § 96 des Betriebsrätege­setzes ist auch dann nicht erforderlich, wenn die Kündigung nicht fristlos, sondern unter Einhaltung der Kündigungs­frist erfolgt, sofern nur die vom Arbeitgeber behaupteten Tatsachen die fristlose Entlassung rechtfertigen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 9. 9- Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1693 Rindern, darunter 324 Ochsen, 112 Bullen, 727 Kühen, 498 Färsen, ferner 623 Kälbern, 74 Schafen und 4129 Schweinen. Bezahlt wurde: Gchsen a 1 5861, 5457, b 1 5053, Bullen a 5357, b 4952, Kühe a 46 49, b 4145, c 3540, d 3034, Färsen a 5862, 5457, c 4853, Kälber b 7680, c 7075, d 64 68, Schafe nich tnotiert, Schweine bd 8690, e 8487.

Salmünster. Herr Hegemeister Händler in Sal« münster wurde in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.

Fulda. Auf dem Schweinemarkt waren 332 Ferkel und 6 Läufer aufgetrieben. Die Preise für Ferkel betrugen 26, 34 und 42 Mk. Für Läufer wurden 70, 80 und 90 RM. bezahlt. Der Handel war schleppend. Es ver­blieb Ueberftand. Der nächste Schweinemarkt am 15. Sep­tember beginnt um 7 Uhr.

Fulda. (Ein Segelflieger im Gewitte»stürm abgestürzt.) Bei dem heftigen Gewittersturm, der am Donnerstag nach­mittag über die Rhön hinbrauste, ereignete sich auch auf der Wasserkuppe ein schwerer Unfall. Ein Jungflieger, der be­reits schöne und längere Flüge ausgeführt hatte, wurde vom Sturmwind überrascht und stürzte ab. Das Flugzeug wurde zertrümmert. Der Flieger selbst brach beide Fußgelenke. Nach Anlegung von Notverbänden wurde er in ein Fuldaer Krankenhaus gebracht.

H u n g e n. (Einbrecher in Oberhessen.) Nachdem erst vor etwa 14 Tagen einige gewerbsmäßige Einbrecher in Als- feld ein unliebsames nächtliches Gastspiel gegeben hatten, bei dem sie zum Teil ansehnliche Beute machten, ist in der

Nacht zum Samstag auch^ hier an zwei Stellen von zwei anscheinend gewerbsmäßigen Spitzbuben eingebrochen wor­den. Die Verbrecher drangen zuerst bei der Spar- und Darlehenskasse ein, wo sie aber nur etwa 4 Mark Wechsel­geld greifbar vorfanden. Bei dem darauffolgenden Einbruch bei dem Tierarzt Fröhlich erbeuteten sie etwa 400 Mark Bargeld, mehrere goldene Taschenuhren und eine Kassette mit Papieren, die später im Freien erbrochen vorgefunden wurden. Nach den Spitzbuben wird zur Zeit eifrig ge­fahndet. Man dürfte es hier mit denselben Einbrechern wie in Schlüchtern zu tun haben, die mit Motorrad von Ort zu Ort reisen.

Frankfurt a. M. (Gegen den Alkoholiemus.) In den Tagen vom n. bis 13. September findet hier im Volksbildungsheim, Eschersbeimer Anlage, die 40. Jahres­versammlung des Deutschen Vereins gegen Alkoholiemus statt. Hervorragende Persönlichkeiten wie Aerzte und Pfarrer, die einen erfolgreichen Kampf gegen den Alkoholismus füh­ren, werden Vorträge halten, die dazu beitragen sollen, daß aus sozialen und nationalen Gründen einem weiteren An­steigen der Alkoholgefahren und Alkoholschäden unbedingt Halt geboten wird. Zu allen Vorträgen sind Gäste herzlich willkommen.

Frankfurt a. M. (Zur Selbstbezichtung Hetts.) Der Kaufmann Ioseph Hett, der sich selbst bezichtigt hat, den Bombenanschlag auf den Reichstag ausgeübt zu haben, befindet sich noch in Frankfurt. Nachdem die Staatsanwalt­schaft das Protokoll über seine Aussagen nach Berlin über­mittelt hat, ist die Angelegenheit für die Frankfurter Staatsanwaltschaft erledigt. Hett ist dem Frankfurter pk)- lizeipräsidium übergeben worden, in dessen Obhut er blei­ben wird, bis von Berlin aus eine Verfügung getroffen ist. Auch die Polizei steht den Angaben Hetts sehr mißtrauisch gegenüber, da man den verdacht hegt, daß, Hett, der bereits mehrfach vorbestraft ist, auch mit Zuchthaus, sich nur zu der Tat bekannt hat, um einmal billig nach Berlin zu kommen.. Hett war auch schon einmal in einer Irrenan­stalt. In der letzten Zeit trieb er sich als Landstreicher in Frankfurt a. M umher.

Mainz. (Iubiläumstagung des Deutschen Buchdrucker- vereins.) Der Deutsche Buchdruckerverein hält in den Ta­gen vom 7. bis 10- September in der Gutenbergstadt, in der vor 60 Iahren seine Gründung erfolgte, seine dies­jährige Hauptversammlung ab. Am Samstag abend wurde die Tagung durch einen Festakt im Akademiesaal des kur­fürstlichen Schlosses seiexlich eröffnet. Hamens des Haupt­vorstandes des Deutschen Buchdruckervereins widmete der Vorsitzende Zickfeld-Gsterwiek der stattlichen Versammlung herzliche Begrützungsworte. Insbesondere begrüßte er die zahlreich erschienenen Ehrengäste und führte dann u. a- aus: Frohen Herzens haben wir die Kunde begrüßt, daß die Stunde der Freiheit auch für das goldene und uns so sehr ans Herz gewachsene Mainz bald schlagen wird, und voll Stolz dürfen deutsche Buchdrucker und Zeitungs- lehUte.wohl-aon sich sagen, daß sie zu diesem Befreiungs- werk ein gutes Stück beigetragen haben. Der Redner gab sodann einen kurzen Ueberblick über die Tätigkeit des Vereins in den letzten zehn Iahren. Wie ein roter Faden ziehe sich der Wille zur sozialen Verständigung mit der Gehilfenschaft durch die Geschichte des Vereins. Der Verein, der bei der Gründung 416 Mitglieder zählte, weise nun einen Mitgliederbestand von rund 6300 auf, bei denen etwa 80% der gesamten Arbeiterschaft des Buck- druckgewerbes beschäftigt seien. Der Kampf gegen das Schleuderunwesen, das das Buchdruckgewerbe in seinen Grundfesten erschütterte, habe nur dann Erfolg, wenn der Gemeinschaftsgedanke auch auf diesem Gebiet voll zur Geltung komme. Oberbürgermeister Dr. külb Mainz über« brächte sodann die Glückwünsche und Grüße der Stadt, die sich mit unbestreitbarem Recht rühmen könne, Wiege der Buchdruckerkunst zu sein. Er übermittelte auch als Vorsitzender der Gutenberggesellschaft dem verein herzliche Glückwünsche und teilte unter Ueberreichung eines Exem­plars mit, daß die Gesellschaft als Zeichen ihrer Hoch­schätzung das diesjährige Gutenberg-Iahrbuch dem Deut­schen Buchdruckerverein zugeeignet habe. Hamens der hessi­schen Staatsregierung überbrachte hierauf der hessische Mi­nister für Arbeit und Wirtschaft korell Grüße und Glück­wünsche.

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.