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m wtliche Bekanntmachungen

c ^" »ndratsamt.

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Z.-Nr. 7883. Nach § 38 der Polizeiverordnung zum ch jb^eieigesetz (Fischerei-Ordnung) vom 29. März 1917 (Reg. uA m M S. 165) müssen Entenbesitzer ihre Enten von frem- e H« i Fischgewässern fernhalten, wenn ihnen der Fischereibe- !te, bi chte die Einlassung nicht gestattet hat. Juwiderhand- ^cn sind nach § 53 der genannten Verordnung strafbar :hr vii it können die Beschädigung oder Tötung der Enten nach hatte, 128 des Bürgerlichen Gesetzbuches nach sich ziehen.

Die Ortspolizeibehörden weise ich an, diese Vorschrift er-

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p «es gt öffentlich bekannt zu machen und ihre Durchführung überwachen.

Zu dieser Ueberwachung können die Ortöpolizeibehörden enn jj, Mitwirkung der Landjägereibeamten gemäß Ziffer 122

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! 123 der Dienstvorschrift für preußische Landjägerei vom Juli 1906 in Anspruch nehmen.

Schlächtern, den 3. September 1929.

Der Landrat. 3. D.: Schultheis.

^W jjlr. 7828. 3m Monat August sind folgenden Personen

Meine ausgestellt worden:

1 a. Iahresjagdscheine:

^ Willi, Metzgermeister, Frankfurt a. M.,

^ Ufer, Kaspar, Schuhmachermeister, Marjoß, p iraf Desfours-Walberode aus Prag, z .Zt. Uttrichs-

^ ^, loerlift, Gskar, Bad-Soden,

>enhardt, Konrab, Sattler, Steinau, Nm ^el, Leonhard, Wagner, Eckardroth, nuß, Wltheis, Gustav, Prokurist, Sannerz.

b. Unentgeltliche Jagdscheine: ichter, Forstmeister, Marjoß,

Zuschlagserteilung bleibt vorbehalten-

Schlüchtern, den 5* September 1929.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Stadt Steinau.

Bekanntmachung.

Gefunden

1 Geldbörse mit Inhalt.

Steinau, den 4. September 1929.

Der Magistrat. 3. V-: weitzel.

Verdingung.

Für den Neubau der beiden Sechsfamilienhäuser am Bahnhof, sowie des 2 Familienhauses in der Siedlung der Stadt Steinau sollen nachfolgende Arbeiten vergeben werden:

1. Erd- und Maurerarbeiten,

2. Zimmererarbeiten,

3. Dachdeckerarbeiten,

4. Spenglerarbeiten,

Angebotsformulare sind von Montag, den 9. d. Mts- ab im Zimmer des Stadtsekretärs gegen Entrichtung von 1. $M Schreibgebühren zu haben. Daselbst sind auch die Pläne dinzusehen. Die Angebote sind verschlossen mit Namensaufschrift bis zum 1 9. September 1 9 29 1 2 Uhr mittags einzureichen. Anschließend findet die Geff- nung der Angebote im Amtszimmer des Bürgermeisters statt.

Steinau, den 5. September 1929.

Der Magistrat. 3. V-: Weitzel.

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m He Ähnick, Reoierförster. Ureuzgrund, impredjt, Förster, Jossa,

uk m kuriert, Förster, Jossa,

Ka« Hepne, Förster, Altengronau, «gfried, Förster, Marjoß,

) ftb lenner, Förster, Marjoß,

-whn, Förster, Thalhof,

eben! liiere, hilfsförster, Marjoß, $ ^e, Förster, Weichersbach.

Dchtern, den 4. September 1929.

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Der Landrat. 3. D.: Schultheis.

Kreisausschuß.

Abführung des LosholzgelbeS betreffend.

istri« x^r" .4002 K. A. Die Herren Vbärgermeister der Ljj Gemeinden mache ich auf die Erledigung der Kreis= Verfügung vom 8. Januar 1897 I.-Nr. 70 K. A. Kreisblatt Nr. 2 von 1897) betreffend Anzeige über Mhrung des Losholzgeldes an die Forstkassen auf-

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Züchtern, den 5* September 1929.

^er Vorsitzende des Ureisausschusses: Dr. Müller-

tadt Schlüchtern.

Ausschreibung.

Schreiner arbeiten für den Neubau einer ^ '^schule für die Stadt Schlächtern sollen vergeben

-15.45

^ebotsformulare, Bedingungen, Zeichnungen pp. lie- 1 Stabtbauamt, Schloßgasse Nr. 15, während der Wunden zur Einsicht offen. Angebotsformulare Kön- daselbst Empfang genommen werden.

Angebote sind bis spätestens Mittwoch, den September 1 92 9, vormittags 1 0 Uhr dem ?i b a u a m t verschlossen einzureichen.

-^ Deffnung der Angebote geschieht daselbst zu der wi >, n^ festgesetzten Zeit in Gegenwart etwa erschie- )pef 5 Bewerber.

Wlagserteilung bleibt vorbehalten.

Mchtern, den 2. September 1929.

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Der Magistrat: Gaenßlen.

^äußeren Putz-und äußeren Anst reicher- Wen für den Neubau eines Sechsfamilienhau- ,r die Stadt Schlüchtern sollen vergeben werden, ^botsformulare, Bedingungen, Zeichnungen pp- lie- h8ä5 btadtbauamt, Schloßgasse Nr- ,15, während der Lt Kunden zur Einsicht offen* lAngebotsformulare kön- 5 J selbst in Empfang genommen werden-.

Angebote sind bis spätestens Mittwoch, den ^ ePtember 19 2 9, vormittags 9 Uhr dem pduamt verschlossen einzureichens-.

^, Deffnung der Angebote geschieht daselbst zu der >.^ festgesetzten Zeit in Gegenwart etwa erschie- bewerben

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Die Internationale Kirchentonferen;.

Eisenach, 5. 9. (WB.) In der ersten Vollsitzung der Internationalen Uirchenkonferenz wurde ein Begrüßungs- telegr»mm-ds^lmchsi»u»mmu!sters Levering un den Präst Pensen des Deutschen evangelischen Uirchenausschusses ver­lesen, in dem der Minister namens der Neichsregierung die Mitglieder des Exekutiv- und Fortsetzungsausschusses in Deutschland herzlich willkommen heißt. Die Neichsre- gierung hege den Wunsch, daß die Beratungen in Eisenach dazu beitragen möchten, den Gedanken der Einheit und Solidarität der gesamten Menschheit weiter zu verkünden, die Annäherung und verständnisvolle Zusammenarbeit der Völker zu stärken und so einem wahren Völkerfrieden zum Siege zu verhelfen. Das Auswärtige Amt spricht in einem Begrüßungstelegramm den Wunsch aus, daß den Bestrebungen, die Beziehungen der Völker zueinander auf der Grundidee christlicher Ethik mit dem Geiste freiwilliger Brüderlichkeit zu durchdringen, weiterer Erfolg beschieden sei. Die Internationale Nirchenkonferenz verlegte heute ihren Sitz auf die Wartburg, wo Oberbürgermeister Dr. Janson-Eisenach in seiner Begrüßungsrede mitteilte, daß der schwedische Erzbischof Söderblom wegen seiner Ver­dienste um die Erhaltung der Wartburg zum Ehrenbürger der Stadt Eisenach ernannt worden sei.

Der RelchSlagsattenläter verhaftet?

Nach einer Meldung der Voss. Ztg- soll sich Don­nerstag abend bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt a. M- ein Kaufmann namens Josef Hett gestellt haben, der angab, das Bombenattentat auf den Reichstag in Berlin verübt zu haben. l)ett wurde zur Verfügung der Berliner Behörde in Ijaft genommen.

« Dank des Reichspräsidenten an die deutsche Mwrd- itttitg im Haag. Amtlich wird mitgeteilt: Reichspräsident von Hindenburg emps ng den Reichswirtschaftsminister Dr. Cur- tius, der ihm in Vertretung des Reichsaußenministers Dr. ©trefemann Bericht erstattete über den Gang und das Ergeb­nis der Haager Konferenz. Der Herr Reichspräsident sprach dem Minister zugleich mit dem Ersuchen um Uebermittlung an die übrigen Mitglieder der Delegation feinen Dank für die in schwierigen und mühevollen Verhandlungen geleisteiete Arbeit aus. Insbesondere gab der Herr Reichspräsident sei­ner Befriedigung darüber Ausdruck, daß endlich das Recht Deutschlands auf Befreiung des Rheinlandes vom Sruc! fremder Besatzung in nächster Zeit erfüllt werden soll. Der Reichspräsident sprach ferner die Erwartung aus, daß von der jetzt erreichten Etappe aus die Lösung der noch offenen Rc- Parationsfrage und die volle Wiederherstellung der deutschen Staatshoheit erkämpft iverden möchte.

Der Nellogg-Pakt ist am Donnerstag von dem französischen Ministerpräsidenten Briand dem Generalsek­retär des Völkerbundes zur Eintragung in das Völker­bundsarchiv amtlich übergeben worden.

3n Bochum ereignete sich in einer Gruppe von Wohnhäusern eine Explosion, durch die die Innenwände und Treppen einstürzten und sämtliche Fensterscheiben zer­trümmert wurden. vier Personen wurden z. T. lebensge­fährlich verletzt.

Rede Irlands in Genf.

Die Genfer Volkerbundstagung.

Auf der Vollversammlung des Völkerbundes in Genf ergriff am Donnerstag der französische Ministerpräsident und Außenminister Briand das Wort zu einer längeren Rede. Er begann mit der Feststellung, daß der Völkerbund die zehn Jahre seines Bestehens nicht nutzlos habe verstreichen lasten. Er habe seine Aufgabe erfüllt, habe seine Tätigkeit auf alle Gebiete des politischen und nichtpolitischen Lebens ausge­dehnt. Der Kelloggpakt sei heute unbedingt mit dem Völker­bund verbunden. Es bleibe aber eine Lücke offen, die jetzt ae- schloßen werden müsse.

Wenn der Völkerbund nicht alle Maßnahmen und Vor­kehrungen treffe, daß ein Krieg in Zukunft völlig ausges/ Ros­sen sei, werde er seine Ausgabe niemals erfüllt haben. Im Haag seien neue wesentliche Bemühungen zur Sicherung r s Friedens gemacht worden. Nicht alle Tage im Haag waren heiter. Unter stürmischem Beifall erklärte Briand, kein ein­ziger Delegierter der Haager Konferenz hätte es wagen können, wegen geringer Differenzen diese Konferenz scheitern zu lassen. Zwischen Deutschland und Frankreich sei, nachdem jetzt einige noch taufende Fragen bald geregelt sein werden, ein neues Buch begonnen.

Briand wandte sich sodann der Abrüstungsfrage zu und betonte, der Artikel 8 des Völkerbundspaktes enthalte eine heilige Verpflichtung der Mitglieder des Bundes zur Durch- führung der Abrüstung. Aber es gebe noch das schwierige Problem der Minderheit, das oft als Haupthindernis für die Abrüstung angesehen werde. Wenn ein Abkommen über die Seeabrüstung zwischen den großen Seemächten zustande komme, dann werde die vorbereitende Abrüftungskommission unmittelbar zusammentreten können, um die Einberufung der endgültigen Weltabrüstungskonferenz für einen naheliegen­den Zeitpunkt voi^ubereiten.

Unter allgemeiner Aufmerksamkeit ging Briand dann auf die Schaffung der

~ Vereinigten Staaten von Europa

ein. E» muge'el ommen werden, eine gewiffe

Gruppe von Völkern untereinander mit einem festen Band zu verbinden, um mit gemeinsamen Kräften gemeinsame Ziele M erörtern. Doch könne die Tätigkeit derartiger Völkergrup­pen sich nur auf wirtschaftliche Fragen beziehen. Aus "einer derartigen Gemeinsamkeit dieser Art könne dann die euro­päische Solidarität entstehen, ohne daß der Völkerbund in irgendeiner Weise hierdurch geschädigt würde.

Zm» Schluß erklärt Brrand, daß die französische Regie- *mg die Schioosgerichtsklanjel des internationalen Haager Gerichtshofes ebenso wie die englische Regierung «och im Ver­laufe dieser Tagung der Völlermmdsversammlung unter­zeichnen werde. Ebenso werde Frankreich den allgemeinen Akt des Völkerbundes über die fr«dliche Regelung von inter­nationale« Strettigkeiteu ratifiziere«. Briand schließt seine Rede mit einer enthusiastischen Verteidigung des Schieds- gerichtsgedaukens.

Deutschland und die Minderheiteurechte.

Wie aus Genf gemeldet wird, hielt die deutsche Ab­ordnung unter dem Vorsitz Dr. Stresemanns eine Sitzung ab, in der die Deutschland besonders interessierenden Fragen, die auf der Tagesordnung der Vollversammlung stehen, erörtert wurden. Dr. Stresemann wird voraussichtlich erst am Frei­rag das Wort zu einer längeren Rede ergreifen, in der er tote bereits auf der Märztagung des Völkerbundes den grundsätzlichen deutschen Standpunkt in der Minderheiten­frage darlegen wird.

Mau will auf deutscher Seite zunächst durchsetzen, daß der 6. Ausschuß der Völkerbundsversammlung für politische Fragen sich mit den verschiedenen Anregungen, betreffend die Minderheitenfragen, grundsätzlich befaßt; jedoch besteht auf feiten des Sekretariats des Völkerbundes ein heftiger Wider­stand dagegen. Man will vielmehr in leitenden Völkerbunds­kreisen die durch Deutschland eingeleitete Minderheitenaktion mit den Madrider Ratsbeschlüsien als endgültig erledigt an­sehen. Somit sind in der Minderheitenfrage noch Kämpfe zu erwarten, in denen Deutschland von vielen anderen neutralen Mächten Unterstützung finden wird.

Rücktrittsabsichte» Stresemanns?

Dr. Stresemann hat in einer Unterredung, die er mit dem Korrespondenten desNieuwe Rotterdamsche Courant" gehabt hat, sich über seine persönliche Einstellung zu seinem Amt ausgesprochen und dabei zum Ausdruck gebracht, daß seiner Meinung nach niemand länger als fünf Jahre im Mi­nisteramt sein Jolle, da die gegenwärtige Zeit ganz andere An­forderungen in dieser Hinsicht stelle.

Auf seine eigene politische Laufbahn übergehend, betonte Stresemann, daß er es nicht leicht gehabt habe, daß er aber jetzt gegen Angriff nicht mehr empffndlich sei und ohne Be­dauern' aus seinem Amt scheiden würde, wenn man ihn dazu zwänge. Unter Umständen könne er einen Rücktritt als ein wirkliches Freiheitsideal betrachten, weil er auf diese Weise seine eigenen Wünsche und persönlichen Angelegenheiten mehr berücksichtigen könnte als das bisher der Fall gewesen sei. Weiter erwähnte Stresemann, daß, wenn es nach Briand und ihm allein gegangen wäre, die Abkommen im Haag wahr­scheinlich früher dem Locarnovertrag gefolgt wäre«.