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Nr. 107(L Blatt) Donnerstag, den S. September 1929 81. Iahra-.
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(A Amtliche Bekanntmachungen
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Land rat samt.
Z.-Nr. 7597« Die Ortspolizeibehörden werden auf den
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ben ijim Ministerialbl. i. V. S. 752 veröffentlichten Erlaß des Herrn 77„ Ministers des Innern vom 14. August d. Js. — 11 1611 ’Mhi 79""/ betr. Bekämpfung von Verbrechen gegen das Sprengstoffgesetz hierdurch besonders aufmerksam gemacht.
Schlächtern, den 31. August 1929.
Der Landrat- 3. D.: Schultheis.
Kreis ausschuß.
Bullenfammeltörung betreffend. y
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; 3.*Hr. 3807 K- st. stuf Grund der Regierungspolizei- verordnung vom 19. Oktober 1927, veröffentlicht im ten'S ireirblatt Nr. 135 von 1927, über die Körung der Bub tarnt en werden hiermit die Termine für die diesjährigen Nach- irüf« Rungen der Gemeindebullen wie folgt festgesetzt:
Donnerstag, den 1 9. September 1 929:
t, sch in B r e i t e n b a d) vorm. 8 Uhr (vor dem Vullenstall), für Breitenbad),
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opfd in Wallroth vorm. 81/2 Uhr (vor dem Bullenstall) eit 6 ür Wallroth,
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in hinterste in au vorm. 91/4 Uhr (vor dem Rrieger- diesn lenhmal) für Hintersteinau und Reinhards,
I' inUerzell norm. 101/2 Uhr (Gastwirtschaft Iahn) für kite mi ler^ell, Kressenbach und Neustall,
gettol in UI m b a d]i vorm. 111/2 Uhr (vor dem Bullenstall) ür Ulmbach und Rabenftein,
in Sarrob nachm. 1W Uhr (vor dem Bullenstall) für * Ha> »arrod,
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in Herbersborf nachm. 2 Uhr (vor dem Lullenstall) ür Kerbersborf,
in Romstbul nachm. 2V2 Uhr (im Hofe des Bürger* S -I^^) flb Rom-thal, Mahlert und Marborn,
i . in B a 6 S 0 b e n nachm. 3 Uhr (vor dem Bullenstall) Bab Soben,
in 5 almünste r, nachm. 31/2 Uhr (vor dem Lullen- all) für Salmünfter,
in Ahl nachm. 41/2 Uhr (vor dem Bullenstall) für Ahl, in Stein au nachm. 5 Uhr (vor dem Bullenstall) für üeinau und Seidenroth,
in her 0 lz nachm. 5VZ Uhr (vor der Nau'schen IDirt* M0 für Herolz und Ahlersbach,
in v 0 l l m e r z nachm. 53A Uhr (im Gutshof) für Doll* "Hz und Sannerz,
in Sterbfritz nachm. 6V4 Uhr (vor dem Bullenstall) «S **r Sterbfrit^, Breunings und Weiperz.
, $ re11ag, den 20. September 1 929:
IN $ d) [ ü d) t e r n vorm. 8 Uhr (im Uöhler'schen l}of) w Sd)lüd)tern,
in U i e b e r 3 e 11 vorm. 8V2 Uhr (vor dem Bullenstall) h lliederzell,
IN Bellings norm. 9 Uhr (vor dem Bullenstall) h Bellings und Hohenzell,
IN Warjoß vorm. 93/4 Uhr (vor dem Bullenstall) w Marjoß,
'n stltengr 0 nau vorm. 1OV2 Uhr (vor dem Bullen- für Iossa, Heuengronau und stttengronau,
>n Nottgers vorm. 11V4 Uhr (vor der Gastwirtschaft untrer) für Mottgers und Weichersbach, jn^chwarzenfels vorm. 11 % Uhr (vor der Dresch- ^lle) für Schwarzenfels,
h m $ ü n t e r s b a d) nachm. 11/2 Uhr (vor dem Bullen- M für Züntersbach, B e r 3 e 11 nachm. 2 Uhr (vor dem Bullenstall) M Dberzell,
ln ^ e u b a dy nachm. 2V2 Uhr (vor dem Bürgermeister- I für Heubach und Uttrichshaufen,
.InDber Kalb ach nachm. 31/2 Uhr (vor dem Bullen* ™) für ©berbalbad),
°'N Hütten nachm. 41/2 Uhr (vor dem Bullenstall) für ^n und Gundhelm,
'n Elm nachm. 51/2 Uhr (vor dem Bullenstall) für Elm. itu rUf^ren ^^ sämtliche Gemeindebullen, die zum Deh= , fremder Tiere, sei es unentgeltlich ober gegen Bezah- U 9 verwandt werden sollen. Die Bullen müssen mit lenring versehen sein und mit einer Vorführungsstange ^, kurzer Kette vorgeführt werden. Bösartige Tiere sind r n«Oem mit einer Blende zu versehen. Ich mache die du r«! Bürgermeister dafür verantwortlich, daß die Bullen "iich 3ur Stelle sind und weise ferner darauf hin, j b’e Uichtbefolgung vorstehender Unordnung bestraft ^° ^d die nicht norgeführten Tiere später auf Kosten . betreffenden Gemeinden in einem besonders festzu- ^"oen Uachkörungstermin von der Kommission begut- ^ei werben. Den Gemeinden bleibt es dann überlassen, ^ hierdurch entstehenden Kosten auf diejenigen Perso- Kl ^vzuwälzen, die die Schuld für das Uichtvorführen der
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Die Wettfahrt des „Graf Zeppelin" beendet!
21 Tage TU Glunben einschließlich allen Aufenthalts unterwegs.
Der Rückflug ab Latehurst 67/- Stunden. — Mittwoch früh 8.48 Ahr gelandet.
»Graf Zeppelin" an der portugiesischen Küste.
Hamburg, 3. September. Das Seeflugreferat der Deut-- schen Seewarte Hamburg meldet, daß sich das Luftschiff „Graf Zeppelin" am Dienstag um 14 Uhr MEZ. auf 41,5 Grad Nordbreite und 11,2 Grad westlicher Länge, d. h. kurz vor Porto, befand.
Bordeaux, 4. 9. „Graf Zeppelin" hat das Festland erreicht. Das Luftschiff passierte um 16 Uhr Greenwicher Zeit Tap Grtegal, wurde um 17,10 Uhr bei La Toruna gesichtet, überflog um 20 Uhr Santander und nahm Kurs auf Bordeaux, das es um 3A1 Uhr MTZ. überflogen hat.
Bafel, 4. 9. heute früh um 7 Uhr überflog unter lebhafter Begrüßung der Bevölkerung das Luftschiff „Graf Zeppelin" Bafel und steuerte in guter Fahrt in Richtung Friedrichshafen weiter.
Stuttgart, 4. 9. Da um 7,55 Uhr heute früh der Standort des Luftschiffes in Friedrichshafen unbekannt war, ging durch den Rundfunk die Anfrage an das Luftschiff: hallo, hallo Graf Zeppelin, Sie werden gebeten, den jetzigen Standort des Luftschiffes der Merft in Friedrichshafen bekannt zu geben, da alle Vorbereitungen getroffen sind.
stuf den stnruf des Rundfunkes gibt „Graf Zeppelin" bekannt, daß er 7.48 Uhr Schaffhausen überflogen hat.
Friedrichshafen, 4. 9. 810 Uhr. Das (Eintreffen des „Graf Zeppelin" dürfte dadurch eine Verzögerung erfahren, daß er einem sehr starken Gewitter ausbiegen mußte. In Friedrichshafen sind die Straßen von Tausenden von Menschen verstopft. Für die Landung des Luftschiffes sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ^genossen worden. Die Spannung wächst von liimum zu Minute. Flieger umkreisen den Landungsplatz und die Haltemannschaften stehen zum Empfang des Luftschiffes bereit, stuf dem Dache der Luftschiffhalle ist in großen Lettern geschrieben: lvir gratulieren! Willkommen! Die Halle ist ferner mit allen Flaggen der Länder geschmückt, die das Luftschiff auf seinem Weltflug überflogen hat. Die Uirchenglocken von Friedrichshafen rufen dem Luftschiff ihren ehernen Willkommengruß zu. stuf dem Flugplatz stehen 300 Mann Schutzpolizei bereit, um für Absperrung und Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Die Zahl der Automobile, die die vielen Fremden aus allen Teilen des Reichs nach hier gebracht haben, wird auf 10 000 geschätzt.
Ueberlingen, 4. 9. „Graf Zeppelin" hat um 8 Uhr die Insel Reichenau überflogen. Es hat den Anschein, daß das Luftschiff den Bodensee umfliegt.
Gelandet!
Friedrichshafen, 4. 9. Um 8-20 Uhr kam das Luftschiff von Westen her über den Bodensee in Sicht. Der im gleisenden Sonnenschein glänzende Schiffsrumpf bot einen prächtigen Anblick. Begeisterte Zurufe: „hoch Graf Zeppelin" schallten aus der nach Tausenden zählenden Zuschauermenge dem Luftschiff entgegen. Um 8.25 Uhr befand sich das Luftschiff über dem Flugplatz, wo es von 12 Fliegern umkreist wurde. Langsam wurde das Luftschiff von den Haltemannschaften herabgezogen, fo= daß es um 8.48 Uhr in die tfaRe eingebracht war-. Hochrufe der begeisterten. Menschenmenge b egrüßen die Weltfahrer. Es folgt der gemeinsame Gesang bes Deutschlandliedes, worauf eine Musikkapelle „Wir treten zum Beten" spielt. Das Landungswetter für den „Graf Zeppelin" war so günstig wie selten zuvor.
Die Herren Bürgermeister oder deren Stellvertreter wol- 1 len bei der Vorführung der Gemeindebullen anwesend sein und das Sprungregister sowie das Bullenverzeichnis mitbringen.
Für alle nach der vorjährigen Bullensammelkörung (13. September 1928) erworbenen Bullen ist der Abstammungs- nachweis mit Körbefd}cinigung des Fleckviehverbandes versehen, vorzulegen.
Schlächtern, den 3. September 1929.
Der Landrat: Dr. Müller.
— Reichspräsident v. Hindenburg, der seinen Aufenthalt in Dietramszell infolge des Ablebens seiner Schwester vorzeitig abbrach, ist Dienstag abend in der Reichshaupt- stadt eingetroffen.
Wie aus Limburg a. d. L- gemeldet wird, löste sich auf der Grube der Gewerkschaft Struth bei Linter plötzlich ein Tonblock und begrub vier Arbeiter unter sich. Drei von ihnen wurden getötet, der vierte schwer verletzt.
In der Luftschiffhalle fand eine offizielle Begrüßung ber, Besatzung und Passagiere durch Vertreter der Reichs- regierung, durch Verkehrsminister Stegerwnld, des Landes Württemberg, der Hapag und der Stadt Friedrichshafen statt.
Als erster begrüßt und beglückwünscht Graf von Bran« denstein-Zeppelin im Namen der Regierung und der Luftschiffwerft die Führung und Besatzung, hebt die hervorragenden Leistungen hervor und spricht dem Erbauer Dr. Dürr und seinen Mitarbeitern sowie den verschiedenen Regierungsstellen der Länder, die das Luftschiff auf seinem Weltslug berührt hat, für alle entgegengebrachten Sympathien seinen Dank aus.
Gräfin von Brandenstein-Zeppelin, die Tochter des Grafen Zeppelin, sprach für die vollbrachte Tat ihren wärmsten Dank aus und gab ihrer Freude besonders Ausdruck, daß die Gedanken und Zukunftspläne ihres Vaters verwirklicht wurden und fernerhin sich zum Segen des Vaterlandes auswirken möchten.
Verkehrsminister Stegerwald hieß mit dem Gefühle der höchsten Bewunderung das Luftschiff und seine Besatzung willkommen und feierte den Flug als eine Tat im Höchsten Sinne des Wortes, die nicht nur in der Luftschiffahrt sondern in der Weltgeschichte weiterleben wird.
Der Vertreter Württembergs, der Heimat Zeppelins, läßt seine herzlichen Begrüßungs- und Dankesworte an die Besatzung in dem Rufe ausklingen: „Gruß Gott Graf Zeppelin!"
Während noch ein Vertreter der hapag Führern und Besatzung des „Graf Zeppelin" für die vollbrachte Großtat ^ute uno sie zum Besuche der vunfaftabt Hamburg ein» ftidt, Kann noch zum Schlüsse der Stadtschultheiß von Fried- ''ichshafen die lieben Zeppeliner in der Heimat begrüßen. Indem er in Dankbarkeit der Besatzung des Luftschiffes und auch der Länder gedenkt, die dem Luftschiff liebevolle Aufnahme gewährten, klang seine Ansprache mit einem hoch auf Dr. Eckener und die Besatzung aus.
Den Abschluß der erhebenden (Empfangsfeier bildete der Gesang des Deutschlandsliedes.
Stuttgart und Frisdrichshafeu im Flaggenschmuck.
Das Württembergische Staatsministerium hat augeord- net, daß am Tage der änhwft des Luftschiffes „Graf ZeppÄin" in Friedrichshafen die staatlichen Gebäude in Stuttgart und Friedrichshafen zu flaggen haben.
Zwei Deutschlandfahrteu des „Graf Zeppelin" im September.
Wie ein Sonderberichterstatter erfährt, wird „Graf Zeppelin" noch im September zwei Deutschlandfahrten unternehmen, und zwar wird das Luftschiff auf der ersten Reise von Lriedrichshafen über Schlesien nach Berlin fahren und dort am Ankermast festinachen. Die zweite Reise führt dann von Berlin über Ostpreußen nach Friedrichshafen zurück. Die Plätze für diese beiden Reisen find bereits ausverkauft. An den Fahrten werden 22 Passagiere teilnehmen. Am 17. September wird Dr. Eckener vorauDchtlich wieder in Deuffch- land eintreffen.
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Auch wir freuen uns mit ber Einwohnerschaft bes Kreises Schlüchtern und des Deutschen Reiches dieser großen Tat des Weltfluges, die dem Geiste des Grafen Zeppelin entsprungen und durch hervorragende Leistungen des Kon= strukteurs Dr. Dürr und des Führers Dr. Eckener und ihrer gesamten Mitarbeiter vollendet wurde. Willkommen in der Heimat! Die Redaktion.
Belgische RaumungSbefehle.
Der vorwärts meldet aus Brüssel: Amtlich wird mitgeteilt, daß die Durchführung der haager Beschlüsse die belgischen Truppen im Rheinland zum Teil Mitte September und zum anderen Teil Anfang Oktober das Rheinland verlassen werden. Ende November dürfte die Räumung des deutschen Gebietes durch die belgischen Truppen vollzogen sein.
Schweres Autounglück in Belgien. — 17 Verwundete.
Brüssel, 4. September. Bei der Stadt Fosses in der Pro- Vinz Namur überschlug sich ein Lastkraftwagen mit 17 Personen, die alle verletzt wurden. Zwei Personen befinden sich in Lebensgefahr.
— In der Kabinettsfi^ung am Dienstag erstatteten die Reichsminister Dr. Strefemann, Dr. Hilferding, Dr. Turtius und Dr. Wirth Bericht über die Ergebnisse der Haager Konferenz. Der Reichskanzler, dem Staatssekretär Dr. pünber in Bühler Höhe eingehend vortrag gehalten hatte, ließ durch den Staatssekretär in der Kabinetts* sitzung der deutschen Delegation aufrichtigsten Dank und Anerkennung aussprechen.