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^Amtliche Bekanntmachungen

xgndratsamt.

N K Das schwere Flugzeugunglück am Breiten Feld hat bei VMW itr gesamten Kreiebevölkerung lebhafte Anteilnahme und Todß herzliches Bedauern ausgelöft. Es ist mir ein Bedürfnis, 1 feÄn zahlreichen Helfern, die bei dem Rettungswerk und bei diM Versorgung der bedauernswerten Opfer in selbstloser st Weise Hilfe geleistet haben, meinen herzlichsten Dank auszu-

Tod!

Veü! «tchen.

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Schlächtern, den 27. August 1929.

Der Landrat: Dr. Müller.

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Mr. 7664. Der Herr Kreiömedizinalrat wird am

bis einschließlich 4. September 1929 von vormittags 812 Uhr im Rathaus Zimmer Nr. 3 zur Einsichtnahme aus.

Schlächtern, den 28. August 1929.

Der Magistrat.

Bekanntmachung.

Rm Donnerstag, den 29. August 1 929, nach­mittags 51/2 Uhr wird das Grummetgras von den städtischen Grundstücken an Ort und Stelle verkauft. Zu­sammenkunft der Kaufliebhaber an der Dreschhalle.

Zchlüchtern, den 28. August 1929.

Der Magistrat.

te bt >mstag, den 3. September d. Js. von 930 Uhr ab im hie- «f bt gen Kreishaufe Sprechstunden halten.

iertli Schlächtern, den 27. August 1929.

bwi Der Landrat. 3. V.: Schultheis.

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. 3.=Hr. 7496- Die Herren Bürgermeister und Gutsvorste- 16 tr, sowie die Herren Gemeinderechner werden zu einer Be= °" iredjung dienstlicher Angelegenheiten (Verteilung der Ge- linden auf die vom Arbeitsamt geplanten Trwerbslosen- Westellen, Aufstellung vo Bebauungsplänen, Verein- 1 hung der Staatsgelder) auf

k°m Montag, den 2. September b. 3s-, 91/2 Uhr vorm., r 6ti1 kn Sitzungssaal des hiesigen Kreishauses eingeladen.

vie Herren Bürgermeister ersuche ich, die Gemeinderech- ik hiervon zu verständigen.

Bekanntmachung

Rm Mittwoch, den 4. September 1929, nachmittags 4 Uhr, wird im Rathaus Zimmer Nr. 2 die städtische

Fischereigerechtsame

auf 6 Iahre öffentlich verpachtet.

Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben.

Schlächtern, den 19. August 1929.

Der Magistrat: Gaenßlen.

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S^lüdjtern, den 22. Ruguft 1929.

Der Landrat: Dr. Müller.

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Kreisausschuß.

1. W 0 h n u n g s b e w i r t s ch a f t u n g.

mderlaß des Ministers für Volkswohlfahrt vom 17. 10. mb« 126, betr. Berücksichtigung des Wohnungsbedürfnifses des Hauseigentümers II 7. 1124.

Die Novelle zum Mieterschutzgesetz hat die Aufhebung , nes Mietverhältnisses bei Räumen, die zu gewerblichen y necken vermietet sind, besonders für den $all erleichtert, I^ ch der Vermieter beabsichtigt, den Raum selbst in Ge-

Mch zu nehmen oder ihn Angehörigen zum Gebrauch zu Klassen (§ 4 Abs. 1 Satz 4 und 5 des Mieterschutzge- K in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. 6. 926 - R®Bl. I S. 347).

Dem Sinne dieser neuen Bestimmung des Mieterschutzge- ^s entspricht es, wenn in Zukunft dringenden Belangen Hauseigentümers auch bei Anwendung der Vorschriften Wohnungsmangelgesetzes in weiterem Maße Rechnung Nen wird, als das bisher gemeinhin der Fall war. Erfreuliche Verhältnisse zwischen Vermieter und Mieter, ^naturgemäß zu gesteigerter Inanspruchnahme der Miet- , migungsämter und Gerichte geführt haben, sind insbeson- H ite dort auf getreten, wo Hauseigentümer trotz drinqen- g eigenen Wohnungsbedürfnifses zur Vermietung frei- ardender Wohnungen in ihrem Haufe zwangsweise ange- iten worden sind.

^ an Uebereinstimmung mit einem Beschlusse des Preu- ; ^ Wn Landtags ersuche ich daher unter gleichzeitiger Ruf= Mn9 meines Runderlasses vom 22. 6. 1920 II. 6.

~), die Gemeindebehörden anzuweisen, von der In- Muchnahme freiwerdenden Wohnraums für sonstige Woh- ^ ?"^suchcnde Abstand zu nehmen, sofern der Hauseigen- H ^ .^^uen dringenden Bedarf an Wohnraum nachweist W ^ H dem Erwerb des Grundstücks zwei Iahre vsrflos-

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^b. Unter letzterer Voraussetzung sind weiterhin bei w Zuweisung von Wohnungssuchenden verheiratete Kinder Hauseigentümers in erster Linie zu berücksichtigen.

°^lin, den 17. 10. 1926-

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Der Minister für Volkswohlfahrt, gez.: Scheidt 3- v. *

^'^ veröffentlicht.

^Htern, den 20. Ruguft 1929.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.

Mr. 3906 K. R. Die l)erren Bürgermeister der Stadt-

^ H. oyuo n.» vie t/errcn jourgerrntuieL u: L j Landgemeinden werden an die Erledigung Jwng vom 9. d. Mts- 2.-Nr. 3624 K. R.

meiner

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,,pmig vom y. 0. uns. u>.»ur. ooz^ n. n. (Kreis- j nr. 97) betr. Berichterstattung über den Bestand an Mhigen Ziegen und sprungfähigen Ziegenböcken mit Stift von 8 Tagen erinnert.

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^luchtern, den 24. Ruguff 1929.

Der Landrat.

^'°dt Schlüchtern.

Bekanntmachung.

t '* Liste über diejenigen Personen der Stadt Schlüch- N die zum Rmte eines Schöffen oder Geschworenen be- werden können, liegt in der Zeit vom 29. Ruguft

Kommt eine Einigung im Haag mit Deutschland?

Haag, 28. 8. (WB) Die Delegierten der sechs einla­denden Mächte sind Dienstag 5 Uhr nachmittags unter dem Vorsitz Iaspars in der Ersten Kammer der Generalstaaten zusammengetreten, um die gegenwärtige Lage der Konfe­renz zu prüfen. Nachdem sie ohne Unterbrechung bis 1.30 Uhr morgens getagt haben, sind die Delegierten der Hauptgläubigermächte zu einem Uebereinkommen ge­langt, das das Ergebnis ihrer gemeinsamen Bemühungen darstellt. Daraufhin ist dieses Ergebnis der deutschen Dele­gation mitgeteilt worden, um deren Zustimmung zu er­langen. Die Erörterung wirk mit der deutschen Delegation Mittwoch 11 Uhr in einer Zusammenkunft der sechs ein­ladenden Mächte wiederaufgenommen. Sobald ein end­gültiges Uebereinkommen abgeschlossen sein wird, wird die Konferenz in der Lage sein, die Prüfung der notwendigen Maßnahmen zur Inkraftsetzung des Poungplanes oorzu- nehmen. Nach Mitteilungen aus Kreisen der Delegierten ergibt die zwischen den Gläubigermächten erzielte Verein­barung eine (Quote von rund 78,5 Prozent der von Eng­land beanspruchten Beträge. Die Iahressumme, die dabei auf die ungeschützten Annuitäten entfällt, soll auf 96 Millionen gegenüber 88,5 Millionen vorigen Angebots erhöht worden sein. Die übrigen Gläubigermächte sollen gemeinsam England einen Iahresmehranteil von 40 Mil­lionen Reichsmark garantieren. Ein endgültiges Abkommen soll erst morgen, vermutlich nach der angestrebten Eini­gung mit Deutschland, festgelegt werden.

Neue Anruhen in Dalästlna.

3 e r u f a I e m, 27. 8. (WB) Nach einer Ruhepause wurde heute Ierusalem wieder zum Schauplatz arabischer Angriffe. In der letzten Nacht wurden die Iuden im Be= zirk Rehavia und in der Gegend der Pemin-Moschee von Arabern angegriffen. In Kastinia wurden heute fünf 3u= den getötet und viele verwundet' die Kolonie wurde von den Arabern in Brand gesteckt. In Iaffa mußten heute Panzerwagen eingesetzt werden, als die Araber die Re- gierungsämter angriffen. Bei diesem Zusammenstoß wur­den drei Araber getötet und 25 verletzt. In Damaskus veranstalteten 20 000 Araber eine Kundgebung gegen die Iuden: eine starke Truppenabteilung wurde eiligst in die bedrohten Stadtviertel entsandt. Bisher ist es zu keinen Tumulten gekommen.

Dolittscher Krawall im Zentrum Berlins.

In der Wallstraße kam es in der vergangenen Nacht gegen 24 Uhr zu einer großen Schlägerei zwischen National­sozialisten und Kommunisten, bei der fünf Personen durch Messerstiche und Hiebe mit Totschlägern verletzt wurden. Auch einige Schüsse fielen. Der Polizei gelang es erst unter Anwendung des Gummiknüppels, Ordnung zu schaffen und die Streitenden zu trennen. Unter den verletzten befinden sich auch ein Schornsteinfegermeister und dessen Frau, die an dem Streit ganz unbeteiligt waren und nur als Pas­santen dazwischen gerieten.

Graf Zeppelin" über Gl Baso.

Ll Paso, 27. 8. (WB) Das LuftschiffGraf Zeppe­lin" überflog die Stadt um 17.15 Uhr (Mittwoch früh 1.13 Uhr MEZ.) mit dem Kurs nach Texas-

Wie die Hamburg-Amerlka-Linie mitteilt, beabsich­tigt Dr. Eckener, vier Tage nach der Ankunft in Lakehurst also etwa am kommenden Sonntag, den Rückflug anzu- treten.

Haag aufdemtotenPunkt

Berlin, 27. August. Die neue Krise im Haag hat so­wohl in Haager Konferenzkreisen als auch in Berliner poli- schen Kreisen wiederum eine ziemlich pessimistische Stimmung aufkommen lassen. Man ist der Auffassung, daß die dreiwöchige angestrengte Arbeit noch keinerlei positives Ergebnis gebracht hat und daß die Ver­handlungen scheinbar endgültig auf dem toten Punkt angelangt sind. Loucheur hatte, wie erinnerlich, das Angebot derOpfermächte" als das letzte Wort bezeichnet. Obwohl dieses letzte Angebot seitens Snowdens eine brüske Ablehnung erfuhr, die man auf der Gegenseite offenbar nicht erwartet hatte, glaubte man in Haager Konferenzkreisen doch noch aus verschiedenen Wen­dungen der Antwort Snowdens sowie aus einer weiteren Erklärung Loucheurs entnehmen zu können, daß die Ver­handlungen weitergehen, zum mindesten sich aber noch ein­mal ein ausführlicher mündlicher Gedankenaustausch über das Angebot der vier Mächte entspinnen würde.

Diese Hoffnungen haben sich am heutigen Dienstag nicht erfüllt. Snowdens scharfe Kritik an dem Vorschlag der Mächte, die er in das eine Wort Unzulänglich" kleidete, hat offenbar in den Kreisen derOpfermächte" eine gewisse Erbitterung hervorgerufen, die vorläufig den Eindruck vermittelt, daß die vier Mächte neue Angebote zu machen ablehnen wer­den und sich ihre Haltung immer mehr darauf versteift, die Engländer endlich einmal zur Ueberreichung eines Vor­schlages zu veranlassen, der natürlich nach der Meinung der vier Mächte ein Kompromißvorschlag sein müßte. Nicht ganz mit Unrecht wird demgegenüber auf der englischen Seite betont, daß es sich bei den sog. Opfern der vier Mächte um Zugeständnisse handelt, die auf K 0 st e n an­derer gemacht werden. Ziemlich unverblümt fordert SvVvd.W die vierOpfermächte" auf, aus ihrer eigenen Tascye zur Erfüllung der britischen Forderungen beizu- tragen, dann würde die englische Delegation mündlichen Verhandlungen geneigter sein.

Was die Haltung der deutschen Delegation anbelangt, so ist man nach hier vorliegenden Informatio­nen selbstverständlich weiter bemüht, den Fortgang der Konferenz zu sichern, auch unter Außeracht­lassung des nahe bevorstehenden Termins der Völkerbunds­tagung. Man weist aber in Kreisen der deutschen Delega­tion erneut darauf hin, daß, wenn die vier Mächte sich etwa veranlaßt sehen sollten, aufs neue mit gewissen Vor­schlägen an Deutschland heranzutreten, die Kosten des finan­ziellen Ausgleichs zu tragen, sie auf strikte Ableh­nung stoßen würden, da eine Verschlechterung des Poung- Planes für Deutschland nicht in Frage kommt.

In französifchs-n Konferenzkreisen gewinnt allem An­schein nach die Auffassung an Boden, daß es am besten sei, die gesamten Verhandlungen bis zu einem günstigerenZeitpunktaufzuschieben. Es ist daher nicht von der Hand zu weisen, daß bei einem Scheitern der heutigen Bemühungen, die Verhandlungen wieder in Fluß zu bringen, die Möglichkeit besteht, daß morgen oder übermorgen in einer Vollversammlung die vorläufige Vertagung der Konferenz doch noch beschlossen wird, was einem Abbruch der Konferenz nicht viel nachstehen würde.

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Deutsch-englische Berhandlungen über die englische Sonderräumung.

Zwischen der deutschen und der englischen Abordnurrg haben in letzter Zeit eingehende Beratungen über die Durch­führung des Abtransports der englischen Besatzungstruppen aus dem Rheinland stattgefunden. Die technischen Fragen, wie Eisenbahntransport, Uebersührung der englischen Lazarette und übrigen Einrichtungen, sind in allen Einzelheiten erörtert worden.

Bisher liegt als einziges sachliches Ergebnis dieser Kon« serenz die Tatsache vor, daß England unter allen Umständen seine Truppen aus dem Rheinland in kürzester Zeit zurück» führen wird.

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" Noung-Plan und Reichshaushalt.

Reichsfinanzminister Dr. Hilferding erklärte vor Presse­vertretern, die Kafsemaae des Reiches fei keineswegs, wie in einem Berliner Blatt behauptet werde, ab 1. September außer­ordentlich ernst. Es seien keine Vorkehrungen für den Ueber- gang vom Dawcs- zum Doung-Plan getroffen worden.

Im Gegenteil seien die Datves-Zahlungen im Haushalts­plan voll für die nächste Zeit eingesetzt worden, so daß auch die Ablehnung des Houng-Plancs keine Schwierigleiten für den Reichshaushalt herbeiführen würde. Der dcutschc Antrag, ein UebergangSstadium zu schaffen, falls der Koung-Plan vorläufig abgelehnt würde, ser ausschließlich aus politischen Erwägungeu unternommen worden.