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Nr. 63

Schlüchterner Zeitung

3 Blatt

Pariser Schlutzarbeit.

Das Ergebnis.

Zm Hotel Georg V. werden zwar noch nicht Schreib- Maschinen zufammengepackt und Bürotische ausgeräumi, aber man weiß in den Bürozimmern des Hotels, den Zim­mern des obersten Stockwerks, die den Sachverständigen- Delegationen zugewiesen wurden, daß nur noch Tage bis 'um Abschluß der Konferenz vergehen. Die Washingtoner Lrklärung, daß man für den Ersatz der Besatzungskosten ein langsameres Tempo bewilligt, daß also von den ein­zelnen deutschen Jahresleistungen ein etwas kleinerer Teil .r Verfügung der europäischen Eläubigermächte steht diese Washingtoner Meldung hat mitten in den Beratun- aen der Eläubigervertreter noch einmal kleine Aenderungen bes Berechmungsschlüssels erforderlich gemacht. Aber nach dieser Wachingtoner Meldung werden nun kaum noch neue Momente erwartet. Die Eläubigervertreter sind, wie es scheint, untereinander immer noch nicht einig geworden, in ihren Diskussionen werden wohl noch Vorschläge und Gegenvorschläge auftauchen von außen her erwarten sie keine Anregungen. So konzentrieren sich die Schlußarbeiten der Konferenz auf einige ganz bestimmte Aufgaben: Man wird dem deutschen Delegationsführer Dr. Schacht mit» teilen müssen, was man in den Geheimberatungen der Eläubigervertreter diskutiert und beschlossen hat, er wird seine Stellungnahme dazu erklären, und dann wird man aus Erklärung und Gegenerklärung die letzten Kapitel oder Leiten des Gesamtberichts zusammenstellen müssen. So herrscht also, auch wenn die Eläubigervertreter noch nicht so weit gekommen sind, daß der Termin für diese letzten Formalitäten feststeht, das Vorgefühl des baldigen Ab­schlusses im Hotel Georg V.

Die Sachverständigen, aber auch die Regierungen, die sie beauftragt hatten, werden, mag auch die Schlußbericht­erstattung noch fehlen, eine ganze Reihe von Erkenntnissen schon während der Abschlußarbeiten gewonnen haben, Erkenntnisse, die, auf die Dauer gesehen, für die Behand­lung der Reparationsfrage vielleicht noch größere Bedeu­tung haben als die Zahlen, die der neue Young-Plan brin­gen wird, Zahlen, die ja doch die Notwendigkeit einer spä­teren neuen Revision mit sich bringen. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieser Sachverständigenkonferenz, daß der Revisionsgedanke sich durchgesetzt hat, gleichviel, ob eine förmliche Revisionsklausel der deutschen Delegierten anerkannt werden wird oder nicht die Existenz und die Arbeit der jetzigen Sachverständigenkommission waren, von allen Formalitäten abgesehen, ein handgreiflicher Beweis dafür, daß die Notwendigkeit, Kriegsschuldenverträge den wirtschaftlichen Verhältnissen nach Ablauf bestimmter Fristen anzupassen, von allen Beteiligten anerkannt wird. Und diese Tatsache wird, wie bei dem Dawes-Plan, ebenso auch bei dem kommenden Poung-Plan ausschlaggebend sein für das Verhältnis zwischen Zahlungsvorschriften und wirtschaftlichen Verhältnissen. Der Revisionsgedanke, der über jeder künftigen Kriegsschuldenvereinbarung stehen wird, ist aber einstweilen noch durch sehr feste Grenzen Srankt. Sie liegen einmal in dery Wunsch der euro^ hen Gläubigermächte, an den deutschen Zahlungen zu verdienen, zum anderen in der Notwendigkeit wiederum für die europäischen Gläubiger, ihre eigenen Schulden an Amerika abzuzahlen.

Hieraus ergibt sich eine weitere wichtige Feststellung. Es ist zwar nicht offiziell eine Verkoppelung zwischen den deutschen Reparationszahlungen und den Kriegsschulden­zahlungen Europas an Amerika vorgenommen worden, aber dieser Wunsch der europäischen Siegermächte, Deutschlands Zahlungen mit ihren Zahlungen an Amerika zu verbinden, hat sich aus den Sachverständigenberatungen nicht aus­schalten lasten. Auch in den ersten deutschen Memoranden an die Konferenz war ein Hinweis darauf, wie die Schul­den Englands, Frankreichs, Italiens und der anderen euro­päischen Staaten getilgt werden könnten, der Hinweis dar­auf, daß nach 37 Jahren deutscher Zahlungen die geplante internationale Reparationsbank aus ihrem Gewinn weitere 21 Jahreszahlungen aufbringen könnte. Dieser Gedanke ist in dem Poung-Plan weiter verfolgt worden, und so hat man in Wirklichkeit schon eine Verknüpfung zwischen Repa- rationsschulden und Amerika-Schulden hergestellt. Die amerikanische Regierung freilich und diese Tatsache wird bei allen weiteren Konferenzen ebenfalls beachtet werden müssen hat nach den Wahlen und dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten ebenso wenig, wie es vorher bei Fall war, diese Verbindung der zwei Schuldenprobleme von sich aus in irgendeiner Form anerkannt. Sie hat sich vollständig abseits gehalten, die amerikanischen Sachver- nandigen vertraten ja auch nicht die amtliche Stelle der Vereinigten Staaten, und so blieb die Höhe der Schuld­verpflichtungen, die die europäischen Siegermächte an Amerika haben, unerörtert. Sie wird weiter eine Ange- Mssheit sein, die nur zwischen den europäischen Sieger- machten und Amerika besteht, mit der Deutschland, der ^eparationsschuldner, nichts zu tun hat, auch wenn ein Sroßer Teil der deutschen Reparationszahlungen zur Wei- terleitung nach Amerika benutzt wird.

Die grundlegende Feststellung aber, an der die Sach- ?"!randigen selbst nicht vorbeikommen konnten, ist die Tat- Mche, daß sich auch auf dieser Versammlung von Finanz- autorüäten gezeigt hat, wie stark die politischen Momente ^"wiegen, und auch das wird ein Leitsatz für alle künfti­gen Behandlungen des Problems sein müssen. Nicht ohne ^/nn von der monatelangen Konferenz werden also so­wohl die Regierungen sein, von denen der Auftrag aus» = M als auch die Sachverständigen selbst, die nun tn der namten Zeit die Hotelzimmer wieder ihrer natürlichen $munG übergeben können, die Hotelzimmer, die schon warten, aus Büroräumen wieder in Salons, Schlaff immer und Badezimmer zurückverwandelt zu werden.

Mir Set®11 "eues Kleinluftschiff. Ein neues deutsches Klein- Nschiss wurde auf der Wasser- und Lustflugzeugwerft G.m.b.H.

\ ®loty fertiggeftcUt. Das von Konstrukteur Naatz NZ konstruierte Kleinluftschiff ist 40 Meter lang, faßt 8R ^meler Gas und wird durch einen 80 PS Siemens », Sternmotor getrieben. Ein Betriebsvorrat für zehn soll dem neuen Kleinluftschiff, bessert Gondel drei ""her der zweiköpfigen Besatzung aufzunehmen ders einc Geschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde Das bereits mit Wasserstoffgas gefüllte Luftschiff deren ^" Feiertagen seine Probefahrten beginnen; nach n Beendrgung, tzird das Luftschiff ngch Berlin übersiedeln.

Druck auf das Deutschtum Südtirols.

Italien enteignet den Boden deutscher Bauern.

Die Enteignungen deutscher Bauern im Etschland Mi­schen B o z e n und M e r a n zugunsten der italienischen Krie- gerfürsorge sollen neuerdings fortgesetzt werden. Es sind 128 Parzellen mit einem Umfange von 125 Hektar dem Zentral­komitee in Rom zur Enteignung in Vorschlag gebracht worden. Sie bestehen zu 80 v. H. aus wertvollen Obstkulturen. Nur 20 v. H. sind unbewirtschaftet. Die Enteignungsquote beträgt nur e i n D r i t t e l des Kaufpreises der Grundstücke im freien Handel. Ein Drittel der Höfe wird dadurch wirtfchasts- unfähig, die anderen werden aus mittleren zu kleineren Be­sitzen, die sich gleichfalls nicht mehr werden halten können.

Zum Verständnis der Härte, die in dieser Maßnahme liegt, muß darauf hingewiesen werden, daß nach der ursprüng­lichen Verordnung für die Expropriation nur solche Grund­stücke in Betracht kommen sollten, die aus unkultiviertem Sumpfgebiet bestehen. Als solche sind die fraglichen Besitz­tümer, die erst in den letzten Jahrzehnten entwässert und be- bant worden sind, noch in den Grundbüchern verzeichnet, und diese heute längst nicht mehr zn Recht bestehenden Eintragun­gen hat man nunmehr als Grundlage für das behördliche Vorgehen benutzt.

Deutschland und Polen.

Erklärungen des polnischen Außenministers.

Der polnische Außenminister Z a l e s k i, der zum Besuch der ungarischen Regierung in B u da p est war, gab der Presse daselbst Erklärungen ab über die Beziehungen Polens zu den Nachbarstaaten. Ueber die polnisch-russischen Be­ziehungen erklärte er, daß zwischen beiden Ländern gewisse aus der kulturellen Verschiedenheit herrührende Gegensatze bestän­den, die zeitweise zu Meinungsverschiedenheiten führten. Bezüg- M der Beziehungen zwischen PolenundDeutschland hob Zalesti die schweren Gegensätze hervor, die zwischen beiden Nationen bestünden. Die Zukunft werde sich vielleicht besser gestalten. Die größten Schwierigkeiten würden dadurch ver­ursacht, daß beide Nationen Staatsbürger hätten, die unter die Herrschaft der, anderen Nationen gelangt seien. Außerdem seien auch die persönlichen Eigentümlichkeiten beider Nationen sehr verschieden. Wenn zwei Staaten Industrie- und Agrar- charakter zugleich hätten, wie dies bei Polen und Deutschland der Fall sei, dann sei es sehr schwer, einen Ausgleich zu finden. Was die polnische Ausfuhr nach Deuffchland betreffe, so sei Polen bestrebt, für feine Kohlen und Schweine einen Markt zu finden, während die Industrieerzeugnisie Deutschlands in Polen einen guten Ansatz fänden.

i Bezüglich der Minderheitenfrage erklärte Zalesti, Polen wolle keineswegs seine Minderheiten entnationalisieren, son­dern setze alles daran, daß die Minderheiten ihre spra^liche «nd geistige Kultur bewahrten (??), und verlange von ihnen «m Loyalität dem Staate gegenüber. Zahlenmäßig stünden unter den Minderheiten Ukrainer mit 4 Millionen an erster Stelle, dann folgten die Deutschen, deren Zahl rund eine Mil­lion betrage. .. .:

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Eine neue Entente?

Obwohl amtlich versichert wird, daß die Reise des pol­nischen Außenministers Zalesti nach Budapest keinen besonderen politischen Zweck verfolge, wird ihr in Budapest doch große Bedeutung beigemessen.

Einer Budapester Meldung zufolge spricht man dort von einer eventuellen Bildung einerMittel-Entente" als Gegen­gewicht gegen die Kleine Entente, zn der bekanntlich die Tschechoslowakei, Südslawien und Rumänien gehören. Dieser Mittel-Entente sollen Italien, Ungarn und Polen angehören.

Die Kaltstellung RhkowS.

Der Vorsitzende des Rates der russischen Volks­kommissare, Rykow, hat seinen Posten an das frühere Mitglied des Präsidiums des sibtrifchLll Vollzugsaus­schusses, Syrzaw. abgeben müssen.

** Der deutsche Außenhandel im April 1929. Der deutsche Außenhandel hat sich im April sowohl in der Einfuhr wie in der Ausfuhr ganz wesentlich gehoben. Die Einfuhr betrug 1255 Millionen gegen 1022 Millionen im Vormonat. Die Ausfuhr 1231 Millionen gegen 984 Millionen im Vormonat. Die Ausfuhr ist einschließlich 67 Millionen gegen 53 Millionen Reparationssachlieferungen berechnet, so daß sich unter Aus­schaltung der Reparationssachlieferungen der Einfuhrüber-- schuß wiederum auf 91 Millionen. genau wie im Vormonat

belauft. Im einzelnen betrug die Einfuhr an Lebeusuuuem Ulid Getränken 251 gegen 263 Millionen, an Rohstoffen und halbfertigen Waren 662 gegen 563 Millionen und an fertigen Waren 200 gegen 188 Millionen. Die Au-^uhr an Lebens­mitteln und Getränken 84 gegen 49 Millionen, an Rohstoffen und halbfertigen Waren 270 gegen 223 Millionen und an fertigen Waren 876 gegen 709 Millionen Reichsmark. Bei der Zunahme der Ein- und Ausfuhr handelt es sich wohl über­wiegend um einen Ausgleich für die infolge der abnormen Witterungsverhältnisse niedrigen Außenhandelsumsätze im Februar und Mär»,

30 Jahre Akademischer Ingenieur Verband.

Zu Pfingsten beging der Akademische Ingenieur-Verband in München die Feier feines dreißigjährigen Bestehens. Am 9. Januar 1899 wurde der verband imHotel Stern" in Schlächtern an der Einzig unter dem Gesichtspunkt der Zusammenfassung von wissenschaftlichen Korporationen gegründet. Der AJV., der sich die Ausgabe gestellt hat, die jungen Jngenieurstudenten zu tüchtigen und brauchbaren, für ihr Vaterland begeisterten Deutschen zu erziehen, kann in der Zeit seines Bestehens auf erfreuliche (Erfolge in dieser Richtung zurückblicken. Am Samstag morgen fand ein feierlicher Festakt in der Technischen Hochschule statt, nach­mittags eine Führung durchs Deutsche Museum; abends ver­einigten sich die Korporationen zum Festkommers im Saale des Studentenhauses. Als einziger Teilnehmer von den Gründern des Verbandes nahm Herr Dber- ingenieur Theodor Frobenius aus Düren an der Tagung teil. Zum Jubiläum erschien eine Festschrift mit wertvollen Beiträgen, u. a. mit einemDie Gründung des Akad. Ingenieur-Verbandes in Schlächtern, persönliche Er­innerungen von Th. Frobenius", in welchem der Verfasser auch auf die Schönheiten der Gegend um Schlächtern hinwies und zu einem Besuche einlub. Für den Bildschmuck dieses Beitrages lieferte die Firma ph. u. ED. Freund-Schlüch- tern zahlreiche Unterlagen.

An den Jubelfeierlichkeiten nahmen neben,dem erwähn­ten Gründungsmitglied Gberingenieur Frobenius, der einen fesselnden Ueberblick der Verbandsgeschichte verbunden mit Lichtbildern gab, u. a. teil: der Rektor der Technische« Hochschule München, Geheimrat Dr. Dänischer, die, Pro­fessoren Geheimrat Dr. Zenneck, Geheimrat Dr. Tibner, der Vorstand der chemischen Abteilung der Technischen Hoch­schule Dr. Bucherer, Gberbaudirektor Kleeblatt, Dberre- gierungsrat Dr. Schmauser von der Technischen Hochschule, und Fabrikbesitzer Mosenthin-Leipzig,, Vorstandsmitglied des Stahlbau-Verbandes, Verbandsmitglieder aus ganz Eu­ropa hatten sich eingefunden; sogar das ferne Asien war vertreten. Zum Festakt am Samstag, dem eine musikalische Feier und Begrüßung porausging, überbrachte der Rektor der Technischen Hochschule, Geheimrat Dr. Dänischer, dem Jubel-Verband die Glückwünsche der Technischen Hochschule; er hob hervor, daß der verband, dessen vereine sich zum Ziele gesetzt haben, die wissenschaftliche Fachausbildung zu pflegen und die Mitglieder zum Standesbewußtsein zu er­ziehen, in den dreißig Jahren außerordentlich viel geleistet hat. Die weiteren Ausführungen des Rektors waren dem Verhältnis der Technik und Kultur gewidmet, vor dreißig Jahren sei die Technik voranstürmende Jugend gewesen, die sich die Welt erobert habe. Jedem ihrer Jünger sei es eine Freude gewesen, dieser geistigen Strömung anzugehören. wer aber heute die geistige Strömung aufmerksam ver­folgt, fände eine gewisse Müdigkeit für technisches Denken, fände die Technik mehr oder weniger in Opposition zu dem, was man Kultur zu nennen pflege. Man klage die Technik an, sie sei schuld an den sozialen Mißständen, sie habe den Menschen entseelt, sie habe wohl die Zivilisation bereichert, aber den Menschen innerlich, ärmer gemacht. Wenn man mit geschärftem, kritischem Blick näher zusähe, werde bald klar, daß es nicht die Technik sei, die all das schlimme in die Welt gebracht habe, Technik sei zu, allen Zeiten der Ausdruck der Mittel gewesen, mit denen sich die Menschheit mit den Röten der Erde und der Schwere des Daseins abgefunden hat. Allmählich sei nur , die Technik zur Herrin geworden. Letzten Endes sei es die Form der wirtschaft, die die Technik industrialisiert habe. Keine Macht der Welt sei imstande, die umgestaltenden Kräfte der technischen Erfindungen aufzuhalten; die Technik werde deshalb zum Schicksal unserer Zeit. Der Ingenieur müsse sein Streben weltanschaulich zu erfassen verstehn, und auf der anderen Seite müßten die, die sich, Vertreter der Kultur nennen, sich damit abfinden, daß die Umgestaltung des Lebens durch die Technik weitergehen wird. In dem Su­chen nach neuen Ideen sieht Geheimrat Dr. Vantscher eine der wichtigsten Aufgaben der geistigen Technik und ihrer Anhänger.

(::) Nach einer Meldung aus Essen betraute der Ausschuß des Gesamtverbandes der christlichen Gewerk- s ch a f t e n den bisherigen Generalsekretär deS Verbandes, O t t e, mit dem Vorsitz als Nachfolger des zum ReichsverkehrS» minister ernannten Abg. S t e g e rw a l d, der 28 Jahre lang die christlichen Gewerffchaften geführt hat. Der Ausschuß beschloß außerdem, die diesjährige Tagung der christlichen Gewerkschaften am 15. September und den folgenden Tagen in Frankfurt am Main abzuhalten.

Die teutsche Reichsregierung hat ten i» Paris getroffenen Abmachungen über das neue Beschwerdeverfahren bei Minder- Heitenbeschwerde« ans Oberschlesten ihre Zustimmung gegeben.

In Prag begann bet Kongreß des bau dem ehemaligen Ministerpräsidenten Swehla gegründete» Internationalen Agrarbüros, das eine Vereinigung der landwirtschaftlichen Par­teien in verschiedenen Staaten Europas darstellt, insoweit diese Parteien fich $ur parlamentarischen Demokratie bekennen.

Im Internationalen Institut für geistige Zusammen­arbeit in Paris wird am 27. und 28. Mai eine Konferenz ab* gehalten, die der Förderung der internationalen Schülerkorre- spondenz dienen soll. Delegierte aus allen Ländern haben ihre Zusage erteilt.

Die katholische« Zeitungen Mailands kündigen für die bevorstehend« Ratifizierung der vertrage Mischen Italien und dem Batika« eine Snigliche Amnestie au.

Nachrichten aus Belgrad wissen davon zu berichten, daß der Präsident der kroatischen Bauernpartei, Dr. Matschek, m Agram verhaftet worden sei.

I» Anatolien wurde ein heftiges Erdbeben verspürt. Aus den Orten Karshissar, Teschebine und Souschehir werden 53 Todesopfer und 45 verwürfet« gemeldet. 800 Häuser find zerstört worden.