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! Mitteilungen lokalen Jntereffes aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik erwünscht.

Vetterbericht. Unser Bezirk liegt zurzeit noch am ziidrande eines Hochdruckgebietes und hat daher allgemein heitere Witterung. Da jedoch bei zunehmender Erwärmung L Luftdruckgegensätze über Europa sich weiter auszu. «leichen scheinen, kann späterhin mit auskommender Ge- Mertätigkeit gerechnet werden. Diese Störungen werden voraussichtlich noch keine Ueberleitung zu anhal- B regnerischer Witterung bringen, sondern es wird der ,«ckene Witterungscharakter des diesjährigen Frühjahrs weiterhin gewahrt bleiben. Vorhersage bis Donnerstag Abend: heiter bis wolkig, auskommende Gewitterneigung, «rm, veränderliche Winde. Witterungsaussichten bis Frei« jag gbend: Fortdauer der Gewitterneigung.

Die Eisheiligen, an deren Existenzberechtigung ^ dem langen Winter Heuer niemand recht glauben wollte, das kalendermäßige Erscheinen des Mamertuö, Pankra- Aus und Servatius ganz gegen die Gewohnheit infolge mil- [(r Tage ausblieb, haben doch, wenn auch verspätet, Spuren ihm strengen Herrschaft hinterlassen. Nicht wenig erstaunt «ren am 2. Pfingsttag Morgen die Gartenbesitzer, als sie W mußten, daß den bereits aufgegangenen Bohnen, To- Naten, Dahlien etc. das Leben genommen war. Ein über Nacht erfolgter Kälteeinbruch, den man wohl als verspätetes Eichen der Eisheiligen ansehen kann, hatte aller Herrlichkeit (in Ende bereitet. Sogar sind Baumblüten teilweise von laKälte gebräunt und ihres Lebens beraubt worden. Auch mit in größten Vorsicht, soweit sie im Garten zum Schutze der Pflanzen anwendbar ist, kann doch der Unberechenbarkeit der Wbeiligen nicht begegnet werden.

Verlängerung der gesetzlichen Schonzei- ten. Der Allgemeine Deutsche Jagdschutzverem schreibt: to 8. Mai 1929 ist nach Verhandlungen des Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvereins und des Preußischen Landjagd- mbandes mit dem preußischen Landwirtschaftör und Kultus- mimsterium eine Verordnung erlassen, die folgende Wildar- im über die gesetzlichen Schonzeiten hinaus für das Jahr 1929 dergestalt unter Schutz stellt, daß sie nur in den nach- fichenden Zeiten bejagt werden dürfen: Männliches Rot-und Damwild 1. August bis 31. Dezember 1929 (im Januar und Februar 1930 geschützt), weibliches Rot- und Damwild, Mdkälber 16. Oktober bis 31. Dezember 1929 (im Januar >930 geschützt), Rehböcke 1. Juli bis 31. Oktober 1929, weibliches Rehwild, Rehkälber 1. Dezember bis 31. Dezem- « 1929, Hasen 1. November 1929 bis 15. Januar 1930, Rebhühner i. September bis Zi. Oktober 1929, wilde Enten . August bis 31. Dezember 1929 (im Januar und Februar 19p geschützt).

Landwirtschaftliche Heerschau Kurhes­sens 1929. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Kur- shessisch-Waldeckschen Landwirtschaftskammer, Rittergutsbesitzer wa.&u^ wird sich in Gersfeld am-

3. Mai in Gestalt der 9. Generalversammlung aller der fandwirlschaftskammer Kassel angeschlossenen landwirtschaft- chen Kreisvereine, der Kreivbauernschaflen und der sonstigen lmdwirtschafllrchen Organisationen in Kurhessen und Waldeck die landwirtschaftliche Heerschau Kurhessens für 1929 ab- >fickeln. In Verbindung mit dieser Tagung wird eine Kreie- lierschau abgehalten, die einen Ueberbleck über der Stand der Tierzucht in Kurhessen und Waldeck vermitteln soll und mit hochwertigem Vieh auö allen Kreisen beschickt werden wird: Pferde, Fleck-, Niederungs- und Höhenvieh werden in Wett­bewerb miteinander zu treten haben und einer Prämierung unterzogen werden. Für die Landwirtschaft der Rhön erhält die Veranstaltung eine besonders eindringliche Note dadurch, daß sowohl Oberpräsident Dr. Schwander wie auch Regie- wngepräsident Dr. Friedensburg ihr Erscheinen zugesagt haben und auch der preußische Landwirtschaftöminister Dr. Geiger seine Teilnahme an der Tagung in Aussicht gestellt hat. ^hessisches Jugendtreffen in Schlächtern. und 9, Juni 1929 findet in Schlüchtern, wie bekannt gemacht wurde, das zweite Hessische Jugendtreffen statt. Der Tagungsplan weist ein reichhal- MS Programm aus, u. a.: Sonnabend, 8. Juni: Begrü- Rg, stbendsingen und Laienspiel im Rlosterhof Schlächtern. Sonntag, 9. Juni: Wecken vom Turm, katholischer Gottes- °Mst in Schlächtern, Bbmarsch aus Schlächtern und Steinau N der Bellinger warte, Morgenfeier auf der Höhe Pfarrer £ic. Hermann Schafft, Kassel), Legrüßungsworte «s Regierungspräsidenten und Bnsprache des Bezirksjugend, llegers:Jugend und Volk", Freiübungen für alle, Mär« Singen, Tanzen, Spielen,lebender Rasen", musi« Bbendfeier in der Reinhardskirche in Steinau. Millionen Schulkinder im Deutschen Elch. Jn dem letzten statistisch erfaßten Bbschnitt der Sichre 1921/22 bis 1926/27 haben sich im deutschen N Wesen folgende Veränderungen ergeben: die Zahl der ist von 52 765 auf 52 885 gestiegen, es waren evangelische, 15 281 katholische, 122 israelitische Lmr « gemeinsame Schulen vorhanden. Die Zahl der Mklassen ging von 207185 auf 188 545 zurück. Diese ^b^ von 6 659 769 Schülern gegenüber im Jahre 1921/22 besucht, von den Schülern gq.n 4 023 597 evangelischen, 2 373 723 katholischen, .t? strealitischen und 153 402 anderen Glaubens. Ins« 17-^den 180 964 Lehrkräfte beschäftigt und zwar u ^hrer und 43 791 Lehrerinnen. Die durchschnitt-- ^ilgegangfrequenZ war von 42,9 aus 35,3 Schüler zu.

)^m^^ung der Landwirtschaftskammern. Ic«en r $e-^e9erun9 hat jetzt den ersten Entwurf eines [tei( ^andwirtschaftskammergesetzes an die interessierten Mstimm^ Stellungnahme gehen lassen. Der neue Entwurf J ovtz jeder Berussangehöriae der Landwirtschaft Aoben-: Un^ passive Wahlrecht mit dem 20. bezw. 25. I biahre haben soll. Berufsangehöriger ist jeder, der

in der Landwirtschaft tätig ist, gleichviel, ob Besitzer, tä­tige Landfrau, Inspektor, Bngestellter oder Landarbeiter und tätige Landarbeiterfrau. Es werden zwei Wahlgruppen geschaffen: Jn der einen wählen die Betriebsinhaber und wahlberechtigten Ehegatten sowie die selbständigen Leiter fremder Betriebe zwei Drittel der Rammersttze und in der anderen alle übrigen Berufsgenossen ein Drittel, von die­sem Schema werden Bbweichungen zugelassen, wenn das zahlenmäßige Verhältnis von Selbständigen zu Richtselb- ständigen in einem Rammerbezirk erheblich vom Reichs- durchschnitt abweicht. Der Wahlgruppe der Richtselbstän- digen werden überall Sitze in den Präsidien der Kammern gesichert. Der Staat schaltet sich außerdem kräftiger als bisher mit seinem Bussichtsrecht ein, um die Brbeit der Kammern immer genau beobachten zu können.

Bhlersbach. Bus die Veranstaltung des Wanderver- einsHeimatliebe" Bhlersbach, die im heutigen Inseratenteil angekündigt ist, sei auch an dieser Stelle verwiesen. Ein Besuch von Bhlersbach dürfte sich schon lohnend machen wegen der Maienzeit, die unser verborgen liegendes und von Wald umgebenes Dörfchen in herrlichster Blütenpracht erstrahlen läßt.

Hütten. Der MännergesangvereinSängerlust"-Hütten nahm zu Pfingsten an dem nationalen Gesangswettstreit in Horas bei Fulda teil. Dem verein fiel in der ersten Landklasse im Rlassensingen mit 203 Punkten der 1. Preis und im Ehrensingen mit 92 Punkten der 2. preis zu.

Bad Soden bei Salmünster. Der zweite Pfingstfeier- tag gab dem GesangvereinLiederkranz"-Soden Veranlas­sung, an einem in Horas bei .Fulda arrangierten Gesangs« Wettstreit teilzunehmen. Bn dem Wettstreit, der im Diet- rich'schen Saale stattsand, beteiligten sich in der 1. Stadt­klasse 3 vereine, in der 2. Stadtklasse 3 vereine, in der 1. Landklasse 2 vereine, in der 2. Landklasse 6 vereine und in der Sonderklasse 2 vereine. Die Leistungen der verschie­denen vereine waren durchaus gut und anerkennenswert, was auch aus den hohen Punktzahlen hervorgehen dürfte. Liederkranz" Bad Soden sang in der 1. Stadtklasse und wurde ihm hier im Rlassensingen mit 206 Punkten der 1. Preis, im Ehrensingen mit 93 Punkten der 2. Preis, im höchstehrensingen mit 98 Punkten der 1. preis und dem Dirigenten mit 299 Punkten der 1. preis zugesprochen. Mit diesem Ergebnis dürste der verein für seine Mühe und Brbeit reichlich und verdient entlohnt und damit zu weiterer Pflege des Männergesangs angespornt sein.

Bltengronau. (Pfingstfahrt des F. v. Viktoria Bl- tengronau nach Ffm.-Lckenheim.) Bltengronau 1. gegen Ffm.-Lckenheim 2. 1 :3 (0:0). Bltengronaus l.Mann­schaft war von Viktoria Ffm.-Lckenheim auf den l.pfingst- seiertag zum Freundschaftsspiel eingeladen, welcher Einla­dung Bltengronau auch Folge leistete. Bm 1. Psingstsei- ertag fuhr B. bei trübem Wetter und trüber Hoffnung nach Ffm.; denn B. mußte wieder mit 3 Ersatzleuten wie folgt antreten: Schüßler; heil, Ruppert; B. Grosch, Maier, J. Hahn; König, B. Hahn, Maienschein, F. Röder, Liiert. In Ffm. angekommen, wurden wir am Bahnhof abgeholt und in das Vereinslokal gebracht, wo wir alle herzlich begrüßt und bewirtet wurden. Inzwischen trat das schönste Pfingstwetter ein, das schließlich dazu beitrug, eine große Zuschauermenge auf den Platz zu locken. Um 3 Uhr war Spielanfang, und Lckenheim trat ebenfalls mit 4 Mann Ersatz an, der für sie keine Schwäche war, da selbiger aus der 1. Mannschaft war. Um 3 Uhr ruft der Schiri die Spielführer zur Wahl zusammen. B. hat Platzwahl und wählt den leichten wind im Rücken. L. legt gleich mit flottem Tempo los und kommt vor B. Tor. Doch scheint B. Torhüter heute wieder Großes leisten zu wollen, denn er kann gleich einen scharf geschossenen Ball im letzten Mo­ment noch zur Lcke abwehren. Die 1. Ecke verläuft ergeb­nislos. Jn der 10. Minute ist vor L's. Tor eine sehr gefährliche Situation. Doch der Erfolg war B. nicht beschie- den. Es gibt ein schönes Feldspiel und auf beiden Seiten gefährliche Momente, doch beide Torhüter sind nicht zu schlagen. Ohne Tore geht es in die Halbzeit. Nach Wieder­beginn hat L. den wind im Rücken und kann in der L Minute das 1. unhaltbare Tor erzielen. E. wird nun immer gefährlicher, doch die Verteidigung und der Tor­hüter B.'s leisten vorzügliches. Jn der 20. Minute kommt L. zu einem Abseitstor. Dasselbe wurde vom Schiri über­sehen und als 2. Tor gewertet. B. versucht mit aller Energie den Busgleich zu erzielen, kann aber an (Ls Ver­teidiger nicht vorbei. Jn der 35. Minute kommt E. aus einem Gedränge heraus zum 3. Erfolg. Line Minute später holt sich B.'s Mittelstürmer den Ball, spielt vor das L. Tor, täuscht den Verteidiger und den Tormann und kann das Lhrentor für B. buchen. Noch 10 Minuten bis Schluß. Mit aller Lnergie geht es um den Busgleich. L. muß sein Heiligtum sehr schützen. Lin Handelfmeter für B. wird nicht gegeben. 3 Minuten später fällt der Schlußpfiff. B. hat sich tapfer gehalten, was von allen Seiten bestätigt wird. Bbends versammelten sich beide Mannschaften zum gemütlichen Beisammensein und werden uns diese Stunden unvergessen bleiben.

Rassel. Am 25. und 26. Mai findet in Rassel der 7. hessische Junglehrertag statt. Dem Lhrenausschuß der Ta­gung gehören u. a. der Regierungspräsident und der Ober­bürgermeister an. Auf der Tagesordnung der Verhand­lungen, die am Sonntag, den 26., vormittags 9 Uhr, be­ginnen, stehen außer den eigentlichen Besprechungen zwei wichtige Vorträge: 1. Die schulpolitische Aufgabe des Leh­rers, 2. Der gegenwärtige Stand der Junglehrerpolitiki. Reben der Arbeitstagung dienen noch zwei gesellige Abend* Veranstaltungen und mehrere Führungen durch Rasseler Sehenswürdigkeiten (u. a. Henschel u. Sohn) der Unterhal­tung der auswärtigen Gäste.

>A 0 m s t h a l. Bei dem am zweiten Pfingstfeiertag in Horas bei Fulda veranstalteten nationalen Gesangswettstreit, an dem 16 Vereine teilnahmen, errang der GesangvereinToncordia"-Romsthal in der 2. Landklasse im Klassenfingen mit 175 Punkten den 2. Preis; im Ehrensingen mit 90 Punkten den ?. Preis; im Höchst- ehrensingen mit 98 Punkten den 1. Preis.

Rauchen ober Nichtrauchen?

von Zan.-Rat Dr. Teichmueller, Spieglowken/Gstpreußen.

verehrter Leser, schöne Leserin, Sie werden erstaunt aus­blicken und fragen:Sollen wir uns das etwa überlegen? warum? es raucht doch die ganze Welt, und da machen wir natürlich auch etwas mit." Ich möchte Sie nun doch bitten mir etwas zuzuhören. Ls wurde nicht immer geraucht von Adam und Lvas Zeiten an, sondern erst um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts haben spanische, aus Amerika heimkehrende, Seeleute den Tabak mitgebracht. Jn Deutsch­land versuchte man es noch mit behördlichen Verboten, aber die Macht des neuen Genußmittels war stärker.

Also wir rauchen heute ftöhlich die Marke, die uns unser Geldbeutel vorschreibt. Nicht wahr, das ist auch Ihre werte Bnsicht?

wir sind doch alle äußerst aufgeklärt und klug. Linige meinen sogar, daß durch das Rauchen eindringende Krank* Heitskeime vernichtet werden könnten! wenn wir also, sehr zufrieden mit uns selbst, rauchen, so möchten wir uns vielleicht fragen, aus versehen wohin gelangt denn der Rauch? Die Antwort lautet, ein Teil des Rauches wird vom Mundschleim gebunden, und gelangt in den Magen, ein anderer Teil in die Lunge, was sagt denn der Magen dazu? Der Mundschleim soll bei den Mahlzeiten zum gründlichen Kauen verwendet werden und sich dabei den Speisen beimischen. Jm übrigen bittet der Magen ihn doch nach Möglichkeit zu verschonen mit feinen Tabacksauzen, die außerhalb der Mahlzeiten ihm noch eine Lxtraarbeit aufbürden. Lr behält sich jedenfalls vor, für diese Lxtra­arbeit auch bei besonderer Gelegenheit eine Lxtrarechnung zu senden und bittet Sie höflichst, dazu Ihr gütiges Linver- ständnis zu erklären.

Run wenden wir uns an die Lunge mit der Frage, ob sie nicht sehr beglückt ist über den milden schönen (Qualm, den wir ihr so gern spenden.

Die Lunge erzählt uns freundlich und geduldig, daß sie in ihren Luftröhrenästen an ihrer inneren Schleimhaut ausgerüstet ist mit allerkleinsten Härchen, die eine soge­nannte Flimmerbewegung nach oben haben. Auf diese Weise könne sie Staub und Ruß wieder herausbefördern und ihre Jugendkraft sich erhalten. Gegen schwerere Staub­sorten, wie Steinstaub und dergleichen sei sie leider macht, loser.

Da die heutigen Autos aber schon sehr viel Staub machen, bittet die Lunge sehr ergebenst, sie nicht mit Lxtrarauch noch so teuerer Marken zu beglücken, da sie mit der Verarbeitung des Tagesstaubes genügend zu tun habe und voll beschäf­tigt sei.

Buch sie bittet, gegebenen Falles, nicht erstaunt zu sein, wenn sie seiner Zeit fordern wird eine Rechnung zu beglei­chen. Sie hätte eine äußerst gewissenhafte Buchführung und wäre sogar nach 30 Jahren noch in der Lage eine genaue Aufstellung zu machen über Lxtraarbetten, die ihr aufgelegt wurden.

find am Schluß; und da Sie schöne Leserin den größeren Linfluß in der Welt haben wie der Mann, so wende ich mich jetzt ausschließlich an Sie.

Bedenken Sie, ebenso wie Ihre feinen, zarten Gardinen in Ihren schön gepflegten und gelüfteten Zimmern nicht besser werden durch vielen dicken Tabackqualm, so werden auch die Rörper-Drgane des Ihnen anvertrauten lieben, jungen und alten Menschen dadurch nicht widerstands­fähiger gegen alles, was das tägliche Leben schon allein mit sich bringt.

Gelnhausen. (Fortgang der Kinzigregulie- rung.) Die größtenteils vollendeten Arbeiten der Kinzig- regullerung im Gelnhäufer Stadtgebiet wurden dieser Tage durch eine Abordnung des Fuldaer Kulturbauamtes in Augen­schein genommen. Anschließend fand eine Besprechung mit Vertretern der Stadt Gelnhausen statt, wobei aus Mitteln des Hochwasserschutzfonds der Stadt ein Staatsgeschenk in Höhe von 40 000 Mark in Aussicht gestellt, und weiterhin über den zweckmäßigen Fortgang der Arbeiten verhandelt wurde. Die Finanzierung der bisherigen Arbeiten ist gesichert.

Marburg. (Tödlicher Unfall in einem Uni­versitätsinstitut.) Bei Versuchen mit Blausäure, im Chemischen Institut der Universität glitt ein Student auf einer Apfelsinenschale aus, wobei ihm die Splitter der mit Blau­säure gefüllten Flasche in die Hände drangen. Er starb bereits auf dem Transport ins Kr-ankenhaus an Dlausäurevergiftung.

Frankfurt a. M. (Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruchs der Gemeindearbeiter im Rhein-Mai n--Bezir k.)Jn Sachen des Streiks der G«- Meindearbeiter hat nach Verhandlungen in Darmstadt der Schlichter im Einverständnis mit den Parteien den Schieds­spruch der Berliner Zentralstelle das ist eine Erhöhung um 3 Pfg. für gelernte und angelernte und 2 Pfg. für ungelernte Arbeiter und Frauen für verbindlich erklärt mit der Maß­gabe, daß die Laufdauer des Tarifs auf ein Jahr beschränkt bleibt. Ferner wurde zugesagt, daß die Arbeiter, die die Arbeit sofort wieder aufnehmen, keine Maßregelung und keine Lohn­kürzung erfahren.

A Wiesbaden. (Erste Landung von deutschen Flugzeugen.) Zu einem besonders freudig begrüßten Ereignis wurde die seit Friedensschluß erste Landung von deutschen Flugzeugen in Wiesbaden. Dieses Anstiegen ist be­kanntlich von der Besatzungsbebörde verboten und war in. diesem Falle nur besonders erlaubt. Die beiden Raab-Katzen- stein-Flugzeuge mit den Piloten Katzenstein und Sachsenberg sind die ersten also, die auf dem noch in der Vollendung be­griffenen Flugplatz der Städte Mainz-Wiesbaden nt Erbenheim gelandet |tnb" Sie unternahmen mit Vertretern bet Mittel­rheinischen Verkehrs-Luftfahrtgesellschaft und der Presie mehrere Schanstüge.

Nach einer vom Vatikan ausgestellten Liste beträgt die Zahl der Bürger des neuen Kirchenstaats etwa 400, darunter befinden sich 25 Kardinäle.

Der polnische Außenminister Aases« ist zum Besuch der ungarischen Regierung in Budapest eingetroffen und feierlich empfangen worden. Er hatte, wie gemeldet wird, wichtige Be­sprechungen mit dem ungarischen Autzenminister und dem Ministerpräsidenten.