Braucht Deutschland Kolonien?
Auf einer großen Kundgebung für den kolonialen Gedanken hielt der frühere Reichsinnenminister Dr. Külz, selbst ein alter Kolonialdeutscher, ein vielbeachtetes Referat über Kolonialfrageu. Der letzte Teil seiner Ausführungen galt vor allem der Frage: Braucht Deutschland Kolonien? Er sagte darüber: Das Ziel aller unserer Politik ist es, Deutschland aus feiner wirtschaftlichen und politischen Isolierung. Herauszu- führen und als gleichberechtigter Faktor in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Beziehung in die Weltentwicklung einzugliedern. Ein unerläßlicher Bestandteil dieser Entwicklung ist der Wiedereintritt in die koloniale Wirtschaft. Die Weltwirtschaft wird niemals wieder in geordnete Bahnen kommen, wenn nicht auch Deutschland als normales Glied in ihren Organismus eingereiht wird. Hierzu gehört aber auch die Wiedereinreihung Deutschlands in die Reihe der Mächte mit eigener kolonialer Betätigung.
In einem am 12. Juni 1926 veröffentlichten Aufsatz äußert sich der frühere britische Schatzkanzler Philip Snowden u. a. über die weltwirtschaftliche Seite des deutschen Kolonialproblems in folgenden Hochbedenffamen Ausführungen: „Der Teil des Versailler Friedensvertrages, der Deutschland seiner Kolonien beraubte, bildet nicht nur einen offenen Bruch der von den Verbündeten während des Krieges gegebenen Versprechungen, sondern er ist auch ein offen zugegebener Versuch, das wirtschaftliche Hochkommen Deutschlands zum Vorteil seiner Handelsrivalen künstlich zu unterdrücken. Außer den moralischen Bedenken, die die Frage, Deutschland seiner Kolonien und überseeischen Besitzungen zu berauben, entstehen läßt, und der Unmöglichkeit, ihm im Falle des Eintritts in den Völkerbund diejenigen Rechte zu versagen, die andere Mächte unter dem Völkerbundsvertrage besitzen, besteht die Notwendigkeit, daß man Deutschland einen Zugang zu großen Rohmaterialienaebieten erschließt und ihm Mittel und Wege eröffnet, um sich auszudehnen. Es ist direkt undenkbar, daß friedliche Beziehungen in der Welt bestehen bleiben können, falls Großbritannien, Frankreich, Belgien, Portugal und Italien große Kolonialgebiete besitzen, während man einer Nation wie der deutschen alle Expansionsmöglichkeiten verschließt. Durch den Verlust seiner Uebersee- besitzungen ist Deutschland einiger seiner bestproduzierenden Teile seines früheren Gebietes verlustig gegangen. Gegenwärtig muß es ein Drittel seines hauptsächlichen Nahrungsmittel- und Rohstoffbedarfs aus dem Ausland einführen, seine Bevölkerung wächst und damit die Notwendigkeit einer Expansion."
Auch auf der französischen Seite liegt aus der jüngeren Zeit eine sehr interessante Meinungsäußerung von Edmond Tranin, dem Kolonialsachverständigen der Regierung, im letzten Augustheft der „Deutsch-Französischen Rundschau" vor, in der offen folgendes erklärt wird:
„Kein Mensch gesunden Sinnes kann kugnen, daß Deutschland im Rahmen seiner heutigen Grenzen allzu beengt ist: einmal wächst die Uebervölkerung; daneben bedarf es der Rohstoffe, die nur die Tropenländer liefern können. Die ungeheure Industrieproduktion fordert endlich ebenfalls die ständige Erschließung neuer Absatzgebiete. Das alles zwingt zu der Erklärung, daß Deutschland Kolonien nötig hat. Die Anregung des deutschen RecchSbankprästdenten Dr. Stacht, die auch von anderen hervorragenden Finanzleuten wie Marburg und Bleichröder schon angedeutet worden war, auf enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in der Ausbeutung der Kolonialreichtümer, ist von allen sachverständigen Kreisen günstig ausgenommen worden. Die Elite unserer beiden Länder ist im Grunde längst darüber einig, daß keinerlei Grund vorliegt, die Wirtschaftsverständigung zwischen Frankreich und Deutschland, die in der Bereinigung deutscher Kohle und französischer Erze besteht, nicht ebenso auch jenseits der Ozeane zu suchen. Die Völker bemühen sich heute aufrichtig um das Verständnis der gegenseitigen wissenschaftlichen und künstlerischen Werte; wenn sie über kurz oder lang auch zu entsprechender Würdigung der Wirffchaftsnotwendig- keiten gelangen, so werden bald alle Trennungsmomente zwischen ihnen geschwunden sein."
Die Wiederbeteiligung Deutschlands an der kolonialen Wirtschaft ist zweifellos auch ein Bestandteil der sogenannten Locarno-Politik. So wollen wir den kolonialen Gedanken wachhalten als eine Sache des deutschen Rechtes, als eine Sache der deutschen Ehre, als eine Sache der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Wir wollen nicht müde werden, diese große deutsche Frage wieder zu einer deuffchen Volkssache zu machen und sie vor unseren Feinden und vor der Welt zu vertreten als ein Gebot, ohne dessen Erfüllung ein wirklicher Rechtsfrieden in der Welt nicht denkbar ist. Wie der Gesamtwille der deutschen Nation auf Ausrottung der Kriegsschuldlüge gerichtet sein muß, so muß auch das ganze deutsche Volk der Welt zeigen, daß es den Verlust der Kolonien nicht etwa mit fatalistischer Gleichgültigkeit als eine ein für allemal unabwendbare historische Taffache hinnimmt.
□ Ein Vater erschlägt seine beiden Söhne. In Mannheim hat der 37 Jahre alte verheiratete Straßenbahnschaffner Alban Fehr sein 2& Jahre altes Söhnchen in seinem Garten mit einem Beil erschlagen. Nach der Tat ging der Mann in seine Wohnung, wo er unter einem Vorwand seine Frau weckte und dann auch seinem 8jährigen Sohn so schwere Kopfverletzungen beibrachte, daß er wohl kaum mit dem Leben davonkommen wird. Der Mann hat sich entfernt und ist seitdem verschwunden. Die Ursache der Tat konnte noch nicht geklärt werden.
□ „Vagabundentag" in Stuttgart. Eine merkwürdige Organisation, die sich Bruderschaft der Vagabunden" nennt, ist jetzt in Süddeutschland ins Leben gerufen worden. Die Vereinigung strebt den Zusammenschluß aller Vagabunden an und hat sogar schon ihre erste Tagung für den 21. bis 23. Mai in Stuttgart festgesetzt. Zu der Veranstaltung, die sich nach dem „Kunden , dem Organ der Vagabunden, „Erstes europäisches Vagabundemreffen" nennt, sind die Dichter der Landstraße Knut Hamsun und Maxim Gorki geladen worden. Im Rahmen der Tagung wird eine Vagabundenausstellung mit Bildern vom Leben auf der Landstraße veranstaltet.
□ Der „Fliegende Schottländer" Überfahrt eine« Last, wagen. Der Schnellzug von London nach Schottland, der sogenannte „Fliegende Schottländer", hatte Dienstag abend bei einer Bahnüberquerung in der Nähe von Dunbar, 28 Meilen von Edinbourgh, einen schweren Verkehrsunfall. Ein Last- wag n wollte in dem Augenblick die Gleise überqueren, al» der „Fliegende Schottländer" heranbrauste. Der Lokomotivführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, und der Lastwagen wurde vom Zuge erfaßt. Der Führer wurde auf der Stelle getötet, die Lokomotive schtver beschädigt.
Die Militärmacht des Ostens.
Es ist unbedingt notwendig, so schreibt Dr. Seipp in einer Militärzeitschrift, sich einmal mit dem militärischen Aufbau der europäischen Oststaaten zu befassen, zumal deren Kenntnis von gewisser Bedeutung für eine richtige Beurteilung der militärpolitischen Verhältnisse in Osteuropa ist.
Rußland: Die Rote Armee hat eine Friedensstärke von rund 750 000 Mann. Sie besteht aus 21 Schützenkorps und 3 Kavalleriekorps, die im Frieden aber nur über die Hälfte des Mannschaftsbestandes verfügen. Die andere Hälfte bilden sogenannte Territorialdivisionen. Die vorgenannten Korps sind in Militärbezirke zusammengefaßt, von denen sieben im europäischen und zwei im asiatischen Rußland liegen. Jedes Schützenkorps umfaßt im allgemeinen drei Infanterie-, jedes Kavalleriekorps zwei Kavalleriedivisionen, deren Gliederung und Stärke im wesentlichen derjenigen anderer Heere entspricht. Schwere Artillerie, Flieger und Kampfwagen sind den Korps und Militärbezirken unmittelbar unterstellt. Rußland besitzt mindestens 300 schwere und 250 schwerste Geschütze, 600 Flugzeuge und 100 Kampfwagen. Die Bewaffnung ist nicht einheitlich. Sie besteht in der Hauptsache aus dem vom Weltkrieg her noch vorhandenen und dem den verschiedenen gegenrevolutionären Armeen abgenommenen Material.
Ein eigentliches Offizierkorps gibt es in der Roten Armee nicht, sonder nur Kommandeure, die nach ihrer Dienststellung bezeichnet und in jüngere, mittlere, ältere und höchste Kommandeure eingeteilt werden. Ihre Ernennung erfogt durch den revolutionären Kriegsrat, wobei größter Wert auf Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei gelegt wird.
Rußland könnte bei Einberufung sämtlicher 2f wehrfähigen Jahrgänge etwa sechs Millionen Mann aufstellen. Da aber für diese Zahl die zur Zeit vorhandene Bewaffnung und Ausrüstung nicht im entferntesten aus reicht, wird man im Falle einer russischen Mobilmachung zunächst wohl nur mit einer Verdoppelung der Friedensstärke rechnen können.
Polen: Die polnische Armee hat eine Friedensstärke von rund 19 000 Offizieren und 250 000 Mann. Sie besteht aus 30 Infanterie- und vier Kavalleriedivisionen, sowie einer Anzahl selbstä' diger Kavalleriebrigaden. Flieger und Tanks sind mit sechs Fliegerregimentern — davon je eins in Posen und Thorn — und einem Tankregiment reichlich vorhanden. Im Mobilmachungsfalle kann Polen z w e i M i l l i o - n e n gut ausgerüstete Mann aufstellen. Die Organisation des polnischen Heeres ist das Werk einer
französischen Militärmission, und damit ist polnische Heer fernem ganzen Aeutzeren nach Abbild der französischen Armee, ohne sich aber dieser messen zu können.
Finnland: Friedensstärke: 1610 Offiziere 26 300 Mann mit 112 leichten und 24 schweren
das ein mit
und
Ge-
schützen, rund 1200 Maschinengewehren, 30 Kampfwagen ulld 70 Flugzeugen. Außerdem ein Schutzkorps von 120 000 Mann.
Litauen: Friedensstärke: 1300 Offiziere und 20 000 Mann mit im ganzen 52 leichten und 12 schweren Geschützen. 900 Maschinengewehren, 32 Kampfwagen und 44 Flugzeugen. Kriegsstärke: 200 000 Mann.
Lettland: Friedensstärke: 1800 Offiziere und 17 700 Mann mit rund 98 leichten und 12 schweren Geschützen, 750 Maschinengewehren, 25 Kampfwagen und 30 Flugzeugen. Kriegsstärke: 150 000 Mann.
EstIand: Friedensstärke: 1600 Offiziere und 18 500 Mann mit 36 leichten und 82 schweren Geschützen, 1000 Maschinengewehren, 16 Kampfwagen und 57 Flugzeugen. Kriegsstärke: 90 000 Mann.
Das ist in großen Zügen der militärische Aufbau Rußlands. Polens, Finnlands und der Randstaaten. Er zeigt die Rote Armee und das polnische Heer als die entscheidenden Machtfaktoren in Osteuropa, gleichzeitig damit aber auch die Heere Finnlands und der Randstaaten als eine Kraft, die vereint wohl eine erhebliche Rolle spielen könnte.
teilte Universalerfindnns.
Fortschrittlich ist der Mensch, 'fortschrittlich sein Werk, das bewies der Frankfurter Kutt. Mit Hilfe seiner Erfindung ist es möglich, Land- in Wasserpartien umzuwandeln; denn das von ihm konstruierte Fahrrad eignet sich auch für Paddelfahrten. Sollte man dar Unglück haben, dabei von Krokodilen angefallen zu werden, kann man in höchster Not auch noch auf Bäume klettern.
E» nahen die langen Tage! Am 22. Mai geht nie Sonne punkt 4 Uhr auf, 7.51 unter. Am 27. Mai erhebt sie sich 3.54 und verschwindet punkt 8 Uhr. Immer weil er spann* sich der Bogen unseres Taqesqcstirns; immer fühlbarer wirkt auf uns eine Strahlenfülle. Die schönsten Tage in Fed und Wald sind gekommenI
Schweres Srandnnglück in einem Krankenhaus in Lleveland.
Bisher 95 Tote und 100 Verwundete festgestellt.
Infolge einer Explosion entstand in einem Krankenhaus im Eleve land (Ohio) ein Brand, der sich mit großer schwindigkeit ausbreitete. In dem Krankenhaus lagen ins, gesamt 350 Kranke. Zahlreiche Insassen sind unter den Trum, mern begraben worden. Mehrere Personen wurden durch L Gewalt der Explosion, die im Röntgen-Laboratorium eni- standen ist, weit fortgeschleudert. Die Löscharbeiten gestaltete» sich außerordentlich schwierig, da fortgesetzt neue Explosion von Chemikalien erfolgten und Giftgase ausströmten. Während die in den oberen Stockwerken liegenden Kranken vor der Feuerwehr über Leitern hinweg gerettet werden konnten sind alle Insassen der im Erdgeschoß liegenden KrankeM getötet oder verwundet worden. Zahlreiche Feuerwehrleute und Krankenhausinsassen haben Vergiftungen oavongetragen Mehrere Kranke befanden sich im Augenblick der Katastropb- auf dem Operationstisch.
Bisher 118 Todesopfer des Explosionsunglückes in Clevelmd,
ist nunmehr aus 118 gestiegc so schwer verletzt, daß an ih den muß. Da im Auaenblic
London, 17. Mai. Die Zahl der Todesopfer des Expl» sions- und Brandunglücks im Krankenhaus von Clevelach ist nunmehr auf 118 gestiegen. 40 Personen sind außerdem so schwer verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt hx^ den muß. Da im Augenblick die Aufräumungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, wird selbst die Zahl noch nicht als endgültig angesehen. Der Gouverneur von Ohio, Eoota kündigt an, daß alle' staatlichen Körperschaften angewiesen sind, eine Untersuchung einzuleiten. Unabhängig hierdon wird von den Grafschaftsbehörden unter Leitung des zustm- digen Bezirksarztes eine zweite Untersuchung eingeleitet werden.
Die Untersuchung.
Die Untersuchung des Brandunglücks im KrankenhM zu Cleveland hat folgendes ergeben: Die erste Explosion mit anschließendem Ausbruch eines großen Feuers erfolgte durch £ie Entzündung eines großen Stapels von Chemikalien, durch die etwa 25 Kranke, Pfleger und Aerzte in den untem Räumen getötet wurden. Darauf erfolgte eine zweite Explosion, aber die Hauptverheerungen wurden durch die dritte an« gerichtet, da durch sie Giftgase entwickelt wurden, die sich über das ganze Krankenhaus verbreiteten. Im Augenblick toeif man noch nicht, ob es sich hierbei um Bromin- oder Nitrozei gehandelt hat. Der Anstaltsleiter nimmt an, daß es Phosgen- gas gewesen ist. Das Gas hatte jedenfalls bräunliche Farbe
Die Verunglückten wiesen zunächst gelbe, dann grünlich Hautfarben auf. Das Gas hatte entsetzliche Wirkungen. Nah- rend in den unteren Räumen Feuer wütete, versuchten verzweifelt Kranke aus den oberen Stockwerken das Freie zu erreichen. Es entstanden regelrechte Kämpfe. Die Feuerwehr fand spater das Treppenhaus mit Leichen übersät, die ineinander verkrampft waren. Das Unglück wurde durch das wütende Großfeuer noch erhöht. Der Dachstuhl wurde in di« Lust geschleudert. Die Feuerwehr konnte nur mit Gasmasken Vordringen. Das Gas trat auf die Straße hinaus, um unter unzähligen Neugierigen den Tod zu bringen. Ein Schutzmann verlor das Augenlicht. Sobald bekannt wurde, daß Giftgase ausaeströmt waren, entstand unter den Zuschauern eine an» l rschreibliche Panik. Ganze Straßenviertel wurden freiwillig geräumt.
— Bet der furchtbaren Giftgaskatastrophe in Cleve- land (Dhio) ist nach den letzten Meldungen die Zahl bei Todesopfer auf 125 gestiegen. Stündlich werden neue Todesfälle gemeldet. Man befürchtet, daß die Zahl der Goten auf 150 steigen wird.
Was feinten die Wüstentiere?
Gemeinhin ist die Ansicht verbreitet, die Tiere bei Wüste tränken überhaupt nichts; sie hätten sich den Verhältnissen dort so weit angepaßt, daß sie völlig ohne Wasser leben könnten. Durch Forschungen in da jüngsten Zeit ist dieser Irrglaube jedoch gründlich widerlegt worden. Selbst wenn verschiedene Tiere der Wüste nicht unmittelbar trinken, so nehmen sie doch wenigstens mit der Nahrung hinreichend Flüssigkeit in sich auf.
Eines der vielen Wüstentiere, das jedoch tatsächlich Wasser trinkt, ist die Sand wachtel, ein kleiner Vogel, der tief in der Wüste wohnt, wo es überhaupt nichts Trinkbares gibt. Dieser Vogel legt jedoch täglich ungeheure Strecken zurück — bis zu 200 Kilo' Metern, nach zuverlässiger Beobachtung —, um , nächste W a s f e r st e l l l e im Finge zu erreichen. Don versieht sich der Vogel mit so viel Wasser, wie er irgem in sich aufzunehmen imstande ist, lind außerdem baoei er sich gründlich. Dabei bleibt eine nicht unbetracht' liche Menge Flüssigkeit zwischen den BrustfedM zurück, und diese besitzen die Eigenschaft, das Wasser vor Verdunstung zu schützen. Mit seinem Wasser flieg nun der Vogel zum Nest zurück und tränkt dann M
Jungen.
Aehnlich verhält sich die Wüstenmaus. § Gelehrter hat festgestellt, daß dieses winzige Tierchen
Gelehrter hat festgestellt, daß dieses winzige TieM» seinen Durst an den T a u t r o v f e n stillt, die sich den Wüstengräsern in den frühen Morgenstunoe finden.
DerGiraffe genügt die Feuchtigkeit, die sich 7 der Nahrung findet. Auch das Kamel begnügt wie wir wissen, mit einer ganz kleinen Wassermeng - dafür schwitzt es aber auch nie.
Der Nahrungsarmut der Wüstengebiete ’ meistens auch der Körperbau der Wüstenbewohn angepaßt. Die Tiere jener Gegenden sind me & hervorragende Dauerläufer, z. B. Giraffe, Kamel Strauß. Diese Schnelligkeit und Ausdauer gilt nur der Flucht vor Feinden, sondern ebenso : schnellen Ueberwindung nahrungsloser Strecken, die Fähigkeit zu hungern ist bei diesen Tieren 6
Vorläufig nur 300 Millionen Neichsanleihe.
Berlin, 17. Mai. Wie die „Vossische Zeitung" »« soll die neue Neichsankcil-e am 24. Mai zur Zeichnung U gelegt werden. Der Neichsfinanzminister habe die uichi den vollen Betrag der vom Reichstag gebilligten Ant V zu begehen. sondern zunächst nur 300 Millionen und den i der Anleihe zu einem späteren Zeitpunkt, wenn dü läge es erforderlich machen sollte.