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(1. Blatt)

Samstag, den 4. Mai 1929

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N Amtliche Bekanntmachungen

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im 8°ndratsamt.

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Sprechstunden beim Landratsamt: Dienstags: - ~ -----von 9 bis 12 Uhr:

! Sprechstunden beim Landr. -und Freitags, vormittags ,»,--»--»-»»........."'"........... "

' 3.=Kr. 3593. Am Sonntag, dem 12. Mai d. Is. findet in Sterbfrit ein

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Feuerwehr-Führerkursus

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mit folgender Tagesordnung statt:

| vormittags 1/29 Uhr: Schulübungen der Freiwilligen Feuerwehr in Sterbfritz.

kvormittags V2IO Uhr: Vorträge im Gasthaus Simon:

i 1. Dipl.-Ing. Goldbach von der hessischen Brandversiche­rungsanstalt, Kassel, über Brandstellen-Taktik (mit Lichtbildern)

12. Kreisbranbmeifter Schüßler, Hersfeld, über die Her­stellung der Druckschläuche und deren Behandlung. Branddirektor Bliesener, Kassel, über Mineralölbrän- den und Löschen derselben.

14. Waldbrände und deren Bekämpfung.

15. Dipl.-Ing. Goldbach, Kassel, über Fehler der elektri­schen Anlagen (mit Lichtbildern).

- 6. Allgemeine Bussprache.

Nachmittags 2 Uhr: Angriffsübung der Freiwilligen Feu- wehr in Sterbfritz.

Ich ersuche die Herren Bürgermeister, bie Bezirks- und rkbrandmeister zu dieser Veranstaltung einzuladen und

ie M ich Möglichkeit auch selbst an dem Kurse teilzunehmen. ch öi He geringen Kosten, die den Teilnehmern entstehen werden, und d suche ich im Interesse der Hebung des Feuerlöschwesens aus 11 feil in Gemeindekassen zu bestreiten.

^ ® hlüchtern, 23. April 1929. Der Landrat: Dr. Müller.

1. Betrifft veredlungskur

I.-Nr. 1927 K. A. Zu dem in der Kreisbaumschule in r Ate be chlüchtern stattfindenden Veredlungskursus (ein Tag) wer- H^ n noch Bnmeldungen beim Kursusleiter, Herrn Kreisober- *

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irtner Holstein, entgegengenommen.

2. Betrifft Schädlingsbekämpfung.

j Denjenigen Gemeinden und Gbstzüchtern, die die Oua- ät und den (Ertrag ihrer Obsternte erhöhen wollen, ht die vom Kreis beschaffte Motorbaumspritze zur Ver- gung. Die Bekämpfung der Schädlinge findet nach Been­gung der Blütezeit statt. Bnmeldunqen und Auskunft bei nn Kreisobergärtner Holstein in Schlächtern.

3m Interesse der Förderung unserer wirtschaftlichen ver- kniffe ist der ländlichen Bevölkerung dringend zu empfeh-

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n, von diesen Einrichtungen des Kreises regen Gebrauch machen.

| Die Herren Bürgermeister werden um ortsübliche Be= Mntmachung ersucht.

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e I Schlächtern" den 2. Mai 1929.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Müller.

plg. Ortskrankenkasse Schküchtern.

I Die alsbaldige Einzahlung der noch rückständigen Bei- ^ aus den Zahltagen für die Monate Januar,' Fe- W Ar und März 1929 wird hiermit in Erinnerung ge-

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Hebetermine finden statt:

1. In Steinau, am Donnerstag, den 2. Mai 1929, in# 'on vormittags 10 bis 4 Uhr nachmittags, in der Eckartschen

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2. In Sterbfritz, am Freitag, den 10. Mai 1929, 2 ^ nachmittags 3 bis 7 Uhr, in der Böhm'schen Gastwirt- Mast daselbst,

. 8- In Salmünster, am Mittwoch, den is5. Mai von vormittags 9 bis 12 Uhr, im GasthauseZum Engel" daselbst.

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w $n Soden, ebenfalls am Mittwoch, den 15. Mai W ö ^°" nachmittags 1V, bis 4V9 Uhr im GasthauseZur °ffnung" Wirtschaft Wolf, daselbst

Mar wie seither auch für alle den genannten Orten naheliegenden Gemeinden.

'ln den Hebeterminen am 2/5. und am 15/5. bleibt ^Schlüchtern für E i n - und Auszahlungen Mosten.

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AM ^Eände, die nach diesen Tagen noch verbleiben, alsdann unverzüglich zur zwangsweisen und kosten- v ^!lgen Einziehung gelangen.

ibr»» m H^^u Bürgermeister bitten wir, dieses im Interesse ^meindeanqehörigen, wie seither, auch ortsüblich be- '°nntmachen zu lassen.

Schlächtern, den 26. April 1929.

Der Vorstand der Allg. Ortskrankenkaste.

II

Weitere Tumulte in Berlin

Heftiges Feuergefecht in Neukölln. Panzerwagen und Maschinengewehre gegen die Barrikaden.

Berlin, 3. 5. (H)B) Die Kommunisten halten auch weiterhin ihre starken Barrikaden in der Hermannstratze besetzt. Außerdem haben sie starke Kräfte abgezweigt, die mit Schußwaffen und großen Steinvorräten augenblicklich . versuchen, das Polizeirevier in der Teltowerstraße Ecke Zchillerpromenade zu stürmen. Die Fensterläden des Re= viers sind bereits völlig demoliert. Um sich die Arbeit zu erleichtern, haben die Kommunisten auch hier sämtliche Straßenlaternen zerschlagen, sodaß jetzt ganze Stadtteile Neuköllns in völliges Dunkel gehüllt sind. Die Polizei erhält aus den Barrikaden ab und zu Feuer und muß sich selbst immer wieder durch Schüsse wehren. Buch in der Schillerpromenade kam es nachts gegen 1 Uhr zu einer Schießerei zwischen Kommunisten und schwachen Polizei- Kräften. während bisher nur schwache Polizeikräfte vor­handen warenL die von weitem die Barrikaden beaufsich­

tigten, rückten nachts gegen 1,15 Uhr Panzerautos an" und die Polizei geht an die Bekämpfung des Bufstandsherdes an den Barrikaden. Die Polizei bestreut mit Maschinenge­wehren die Barrikaden. Die Kommunisten werfen mit Fla­schen und großen- Pflastersteinen von den Dächern.

Berlin, 3. 5. (WB) Unmittelbar hinter dem Panzer­wagen, der um 1/^2 Uhr in der Hermannstraße eintraf, folgten auf Lastkraftwagen drei Hundertschaften Schupo sowie ein Schnellkrastwagen mit einem Uebersallkommando. Eine Hundertschaft sperrte, in Schützenlinien vorgehend, mit schußbereitem Karabiner die Selchowerstraße ab und säu­berte sie von den einzelnen Trupps, die sich in der Selchower- und den angrenzenden Straßen Herumtrieben, um das Po­lizeirevier, das von dem Pöbel mit Steinen bombardiert setzen. Unterdessen hatten e'

Burschen innerhalb der Barrikaden liegen den Viertels in verschiedenen Läden die Schaufensterscheiben eingeschlagen und die Bus lagen geplündert. Das Panzerauto fuhr die angrenzenden Straßen ab und zerstreute durch scharfe Schüsse aus dem Maschinengewehr die Herumtrei­ber. Ebenso feuerte der Panzerwagen auf die Barrikaden.

Stadt Schlüchtern.

Bekanntmachung.

Die Heberolle über die Restbeiträge zur Hessisch-Nassau- ischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Iahr 1928 liegt in der Zeit vom 4. Mai bis einschl. 18. Mai d. Is. im Rathaus Stadtkasse zur Einsicht der Be­teiligten öffentlich aus.

Schlüchtern, den 1. Mai 1929.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Deulfchnallonale Frattionssitzung.

Die deutsch-nationale Reichstagsffaktion hielt Donners­tag Bbend eine mehrstündige Sitzung ab, in der sie sich mit organisatorischen Fragen beschäftigte. Der Landtags­abgeordnete v. lvinterfeldt, Mitglied des Parteivorstandes, schlug eine engere Verbindung zwischen Parteiführung und Reichstagsfraktion vor, was einer Busdehnung der Kompe­tenzen des Parteiführers hugenberg gegenüber der Reichs­tagsffaktion gleichkommen würde. Diesem Vorschläge wurde besonders von dem Fraktionsvorsitzenedn Gras lvestarp ent­gegengetreten. Nach längerer Debatte wurde schließlich der Antrag von Winterfeldt mit großer Mehrheit abgelehnt.

Dte Wirbelstürme in Rmerita.

Tolumbus (Dhio), 2. 5. fVB) Die Stadt wurde von einem starken Sturm heimgesucht. Zwei Wände des städti­schen Gefängnisses wurden teilweise niedergerissen, wobei vier Gefangene getötet und sechs verletzt wurden,' zwölf werden vermißt.

Iohnson Tity (Tennessee), 2. 5. (WB) Ein Tornado suchte den benachbarten Grt Embreeville heim. Zwei Per­sonen wurden getötet, fünf verletzt, vier Häuser wurden zerstört.

Richmond (Virginia), 2. 5. (WB) Ein Tornado suchte das Städtchen Ryecove heim. Das Schulhaus wurde zer­stört,' 50 Kinder sollen dabei ums Leben gekommen sein. ~ ...... «utokusuvfall i« Dresden. -----,

Dresden, 3. Mai. In Dresden-Lauben kam ein städti­scher Autobus, der mit 15 Personen besetzt war, einem Liefer- kraftwagen entgegen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste der Führer des Autobus stark und riß den Wagen' nach rechts. Dabei wurde zwar ein Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge verhindert, doch stieß der Autobus an einen Baum und kam zum Stehen. Durch die Erschütterung und die zer­brochenen Fensterscheiben erlitten der Führer und acht Fahr- gäste zum Teil erhebliche Verletzungen. Die Schwerverletzten wurden nach dem Krankenhaus gebracht.

Da die Barrikaden in der völlig dunklen Hermann­straße in der Nacht ohne Opfer an Menschenleben nicht einzunehmen sind, wurden die Polizeibeamten wieder zu­rückgezogen und die Säuberung der Hermannstraße auf die Morgenstunden verschoben, um nach Tagesanbruch den Ver­kehr wieder zu ermöglichen. Privatautos und Butodroschken, * die, aus der Stadt kommend, durch das Kampfgebiet fahren wollen, werden von dem Pöbel mit Steinen beworfen und müssen Umwege um die mit Barrikaden gesperrten Stra­ßen machen.

Wieber 3 Tote und 20 Verletzte.

Nach Blättermeldungen sollen die neuerlichen Unruhen in Neukölln bis Mitternacht drei Todesopfer gefordert ha­ben. Etwa 20 Personen sollen verletzt worden sein.

Die Gewerkschaften gegen den Streik.

Die Berliner Ortsausschüsse des A. D. G. B., der Afa und des A. D. B. haben in einem Aufruf ihre Anfänger aufgefordert, etwaigen Parolen zum Streik keine Folge zu leisten. In gewerkschaftlichen Kreisen legt man dem Streikaufruf des sogenannten Streikkomitees keine Bedeu­tung bei.

Ein sorialdemotratischer Rufruf an Deutschlands Rrbeilerfchaft.

Der Vorstand der S. P. D. und der Vorstand der sozial­demokratischen Reichstagsfraktion veröffentlichen einen Auf= ruf, in dem es heißt: Die Toten und Verletzten Berlins sind für die Kommunisten Agitationsmaterial und nichts auf Befehl der kommunistischen

mtrale gefallen! Das ist die Wahrheit! Arbeiter, laßt euch von der bankerotten kommunistischen Partei und ihren Moskauer Drahtziehern nicht zu Handlungen mißbrauchen, die letzten Endes nur den geschworenen Feinden der Repu­blik und des Proletariats zugute kommen!

Gewerbesteuer-Notverordnung.

Der Ständige Busschuß des preußischen Landtages be­schäftigte sich am Donnerstag mit der Notverordnung, die von der Regierung erlassen worden ist, um für die weitere Erhebung der Gewerbesteuer die gesetzliche Unterlage zu schaffen. Die Notverordnung deckt sich inhaltlich mit den Beschlüssen, die in der vergangenen Woche in der zweiten Lesung bei der Beratung der Regierungsvorlage über die Gewerbesteuer gefaßt worden waren. Sie bringt bekannt­lich eine Erleichterung für die unteren Steuerstufen. In der Notverordnung, die mit 15 gegen 14 Stimmen ange­nommen wurde, ist die Besteuerung der freien Berufe nicht enthalten.

Gerüchte über von Kühlmann

In der Nummer 115 vom 29. April derMünchen-Bugs- burger Bbendzeitung" wird das in Berlin angeblich in sehr bestimmter Form umhergehende Gerücht erwähnt, daß der ehemalige Staatssekretär von Kühlmann als Vertrauens­mann Dr. Strefemanns sich in Paris aufhalte und dort hinter dem Rücken des abwesenden deutschen Delegations- führers mit den Franzosen verhandele, und zwar in dem Sinne, daß, wenn auch die deutschen Wirtschaftssachverstän­digen nein sagen, die Politiker schon noch rechtzeitig ja sagen würden.

hierzu bemerkt das Wolff-Büro: Diese von derMün- chen-Bugsburger Bbendzeitung" wiedergegebene und kom­mentierte Meldung ist unwahr. Herr Staatssekretär a. D. von Kühlmann ist nicht der Vertrauensmann oder Beauf­tragte des Reichsaußenministers. Von Verbandlungen der genannten Art durch Herrn von Kühlmann ist an amtlicher Stelle nicht das geringste bekannt.

wie wir aus Kreisen des Herrn von Kühlmann erfahren, hält er sich jedoch zur Zeit in Paris auf.

Amn 80. Geburtstage bes Fürsten Bülow.

'Eine aroße Bnzahl der Berliner Blätter widmet dem heute 80 jährigen Fürsten Bülow Leitartikel, in denen sie einen Rückblick auf das Lebenswerk des ehemaligen Reichs- Kanzlers werfen und besonders jener Zeit gedenken, als Fürst Bülow mit einer konservativ-liberalen Reichstags­mehrheit, dem sogenannten Block, auf dieser breiten par­lamentarischen Basis eine Ausgestaltung des Bismarckschen Reiches in die Wege leitete.

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