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E Verurteilung des Farmers ' Langkopp.

Prozeß gegen den ehemaligen Farmer Langkopp, !-in?rreit versucht hatte, sich im Reichsentschädigungsamt Hewalt sein Recht zu verschaffen, und auf den vize- lidenten dieses Rmtes Geheimrat Bach einen Rnschlag s einer Art Höllenmaschine verüben wollte, die aber ® HsM nicht richtig funktionierte, wurde heute das Ickil gefällt. (Es lautet sehr milde. Langkopp wurde zu L ^onaten Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe verur- « Er erhielt drei Iahre Rewährungsfrist zugebilligt, so er also tatsächlich, abgesehen von der Untersuchungshaft, Aei ausgeht.

Sympathiekundgebungen für Langkopp.

Als Langkopp nach Verkündung des Urteils, das er äußer- M gefaßt, aber in offensichtlicher Erregung entgegennahm, Gerichtssaal verließ, wurde ihm von einer Dame ejn Blumenstrauß übergeben. In der Turmstraße at!e sich vor dem Gerichtsgebäude eine größere, von einem erken Polizeiaufgebot zurückgehaltene Menge eingefunden, «dem Farmer Langkopp, der im Wagen seines Verteidigers Mahr, durch laute Hoch- und Bravorufe ihr Mitgefühl be- leugte. Nach Verkündung des Urteilsspruches erklärte der jorsitzende in der B e g r ü n d u n g, daß das Gericht die An- »Mng des Sprengstoffgesetzes verneint habe. Auch eine Be- trafung wegen Erpressung habe nicht erfolgen können, da «S Gericht den Eindruck gewonnen habe, daß der Angeklagte m seinem Recht und dem Bestehen eines Anspruches durch- dilinaen war. Dagegen liege Nötigung und Bedrohung vor, pobei es nicht darauf ankomme, ob Langkopp wirklich sprengen »der schießen wollte, sondern lediglich auf die Auffassung des- Uligen, der bedroht ist. Geheimrat Bach habe sich unzweisel- aft bedroht gefühlt. Der Vorsitzende erklärte zum Schluß, daß des Gericht der Persönlichkeit und dem Charakter des Ange- tegten Langkopp sowie seiner Gemütsverfassung nach Mög­lichkeit Rechnung getragen habe. Der Angeklagte Loof werde ms Mangel an Beweisen freigesprochen.

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Der Bombenanschlag im indischen Parlament.

Bier Verletzte.

Die indische Gesetzgebende Versammlung in Neu-Dehli BMC der Schauplatz eines schweren Bombenanschlages, durch eil, soweit bisher feststeht, ein Engländer und drei Inder ver- etzt wurden. Eine Reihe anderer Personen erlitt unbedeu- enbere Verwundungen. Ueber den Anschlag werden nunmehr olgende Einzelheiten aus Neu-Dehli berichtet:

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Die Sitzung der Gesetzgebenden Versammlung war bis uf den letzten Platz besetzt, da der Präsident durch seine Ver- igung, daß die dem Hause im Zusammenhang mit den Kom- nunistenverhaftungen nach den Vorgängen in Bombay zuge- angene Vorlage für die öffentliche Sicherheit zurückgestellt »erden solle, bis das Verfahren gegen die Kommunisten durch- esirhrt sei, eine schwere parlamentarische Krise ausgelöst hatte. l|W. w Entscheidung hatte im Hause starke Opposition gefunden der. M war von der Regierung selbst als nicht versassunasmäßia lruckgewiesen worden. Für den Montag wurde eine Revi- on der Entscheidung des Präsidenten erwartet. In dem den. Augenblick, als sich nach der Verabschiedung der Gewerkschafts- ^ h Erläge der Präsident erhob, wurden von den Tribünen zwei oird Wmben gegen die Regierungsbänke geworfen, begleitet von st-n Wer kommunistischen Flugschrift -- isianische sozialistifche Republik un

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gegen die Regierungsbänke geworfen, begleitet von lmunistischen Flugschrift mit der Aufschrift:Hindu- nn- I^'"^ |V6iuu]ii|u)e m^guvnl und Armee". Die Wirkung der ann s^?^u ü»ar ungeheuer. Die drei vordersten Regierungs- ktanke wurden in Stücke gerissen. Im ganzen Hause entstand time Panik. Die Tribünenbesucher flüchteten in größter Er­legung. Die Sitzung wurde unterbrochen. Beim Wieder- Wsammentritt war das Haus jedoch noch so mit dem Rauch der Bomben angefüllt, daß der Präsident auch im Hinblick «us die allgemeine Erregung die Verhandlungen auf Dienstag ertagte. Während der Pause hatte die Polizei das ganze Miamentsgebäude abgeschlossen und sofort eine Unter- pchung angestellt, in deren Verlauf zwei Männer verhaftet m»- ^fpen, bei denen Bomben und Revolver gefunden wurden, litt sollen der Polizei gegenüber bereits ein volles Geständ-

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"^ ». ünter den ernsthaft Verletzten befindet sich der Engländer ! -7^^^ Schuster, Finanzmitglied der indischen Regierung, ^" »»^'^vertretende Sekretär des indischen Zentralausschusses, Ien. IM und zwei andere führende indische Mitglieder. Sir John b« I^r Vorsitzende des englischen Berfassungsausschusses IWh*^ mehrere andere Mitglieder des Ausschusses eig: l?7? ^" Verhandlungen bei und saßen unmittelbar hinter A | »;^^ ",^enen Bänken. Sie wurden jedoch bei dem Anschlag F1®^ Die Verwundung des Finanzmitglieds der indi- Sir Georges Schuster, ist nach weiteren umngen aus Bombay verhältnismäßig leichter Natur. ^?^k, Murde von einem Bombensplitter am Arm getroffen. Zünden des verletzten Inders Sir Bamanjee Dalal ist ^orguiserregend. Die Aerzte befürchten sein Ableben.

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. Duell in den Lüften. In einer Zeit, in der die ^zwmgung des Luftreiches noch nicht zur absoluten Selbst« ^MndlichKeit gehört, bedeutet ein Luftkampf immer noch n$ der packendsten und erschütterndsten Erlebnisse. Um Stau willen, die den unversöhnlichen Haß zweier heraufbeschworen hat, beschließen die Gegner ein .eil in den Lüften auszukämpfen. Dieses Duell, das in M unerreichten Realistik ein noch nie gesehenes, nerven- fpeitschendes Schauspiel bietet und mit dem tödlichen eines der Gegner endet, bildet den Schlußakt. Die Wfiguren dieses Films sind die Künstler Mady Ehri- und Gabriel Dabrio. Die Rufnahmen, die zum Teil ^.unrs gedreht wurden, zeigen eigenartige und roman- , ^lder der grandiosen Einsamkeit der Wüste und geben üenh v künstlerischen Begabung Mady Lhristians Gele- w>h^ großes Können, das auch von allen ausländi- u» üarbeitern uneingeschränkt anerkannt wird, voll tonJr aLten Es steht zweifellos fest, daß dieser interna- h^^ Eroßfilm berechtigtes Rufsehen bildet und selbst läufst Erwartungen gerecht werden wird. Der Film p^. h^üag und Sonntag Rbend 8 HZ Uhr in den U.-T.-

plus Stadt, Kreiß u. Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses au8 dem KreiSgebiet find für diese Rubrik erwünscht.

Gemeinsame Schä-!!»ssberämpfung.

Dieses Jahr werden mich wohl die Schädlinge in Ruhe lasten, sie sind ja alle erfroren! damit tröstet sich der Klein- gattenbesitzer und leider auch eine große Zahl der berufsmäßigen Obstzüchter. Die Folge ist, daß auch die Schädlinge in Ruhe gelassen werden und nun Gelegenheit haben, sich ungestört fortzupflanzen, den Erfolg wird man sichtbar schon im Laufe oes Sommers, spätestens aber im nächsten Jahre verspüren. Gerade jetzt, solange die Bäume noch unbelaubt sind, hat man Gelegenheit, Rindenriste, Astwinkel, Spaliergestelle, Zäune usw. einer näheren Besichtigung zu unterziehen, und man wird er­staunt sein, was für Seben sich trotz der überstandenen sibirischen Kälte schon wieder regt. EinSpaziergang" durch den Garten, für welchen man sich mit einer scharfen Drahtbürste, einer Baumscharre bewaffnet, ist jetzt besonders lohnend und kann indirekt mehr Gewinn bringen als manche Fuhre Dünger. Man muß natürlich scharf acht geben, denn die Anpassungs­fähigkeit der einzelnen Schädlinge an die Form und Umgebung ihrer Brutstätte ist sehr groß, z. B. sieht die Raupe der Kupfer­glucke genau aus wie der Ast, auf dem sie sitzt. Nötigenfalls nehme man bei derJagd" eine größere Lufx zur Hand. Namentlich auch das alte abgefallene Laub dient als gern aufgesuchter Schlupfwinkel. Wie im Kampf gegen alle äußeren Feinde, so heißt es auch' hier: getrennt marschieren, vereint schlagen. Der einzelne kann nicht viel ausrichten, wenn nicht der Nachbar desgleichen tut, beide zusammen wiederum nicht, wenn nicht die gesamte Kleingarten- oder Dorfgemeinde, Stadt- und schließlich Staatsbehörde in ihrer Gesamtheit mithilft. Nicht polizeiliche Verordnungen bringen die Feinde aus der Welt, sondern organisierte Selbsthilfe. Diese wurde im Kleinen im gemeinsamen Bezug der geeigneten Bekämpfungsmittel und Werkzeuge bestehen, wie z. B. tragbare oder fahrbare Baum­spritzen. und für Bekämpfung im ganz großen Maßstabe so^ar Motorbaumspritzen. Aehnlich der freiwilligen Feuerwehr müß­ten auch freiwillige Schädlingswehren von Vereinen, Gemein­den und Behörden ins Leben gerufen werden, die mit ollen erprobten Mitteln und Apparaten ausgerüstet, auf einen Hilfe­ruf energisch gegen Schäolingsherde vorgehen. Daß ein sach­verständiger und geübter Konttollbeamter, Pflanzenschutztech­niker usw. hierbei einen gelinden Druck auf die einzelnen Obst­züchter ausübte, indem er die Obstzüchter in beratender Weise auf die Seuchenherde aufmerksam macht, wäre mehr als wün­schenswert. Es ist hohe Zeit, daß in unserem sonst so hervor­ragend organisatorisch eingestelltem Vaterland, auch in dieser wichtigen volkswirtschaftlichen Frage bald mehr geschieht! Warum immer erst Amerika?

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Wetterbericht Im Bereits; eines von Lüdskandi- navien südostwärts ziehenden Tiefdruckgebietes ist auch bei uns vorübergehende Verschlechterung der Witterung zu er­warten. Es kann damit gerechnet werden, daß die von der West-, später Nordseite des Wirbels vordvingenden Luftmassen auch bei uns wieder zunächst Rbkühlung brin­gen werden. Vorhersage bis Donnerstag Rbend: Nach­lassen der Bewölkung, nur noch vereinzelte Niederschläge, bei östlichen Winden auch tagsüber nur mäßig warm. Witterungsaussichten bis Freitag Rbend: Nach vorüberge­hender Besserung wieder Rufkommen unbeständiger, zu Niederschlägen neigender Witterung, etwas wärmer.

Städtische Lateinschule Schlüchtern. Die zweite Rusnahmeprüsungfür die für Sexta nachträglich angemeldeten Schüler (innen) findet Don­nerstag, den 11. Rpr»l 1929, nachmittags 27, Uhr, statt.

Zuschneidekurfus. Montag, den 8. Rpril nach­mittags 4 Uhr hat imGasthaus Hafner" zu Schlüchtern derVoll-Zufchneidekursus" der Ersten Frankfurter Zu­schneider-Vereinsschule begonnen. Herr Obermeister Weber begrüßte die Damen und Herren und gab einen kurzen Ueberblick über Zweck und Ziel des Kursus und wies die Rursisten darauf hin, daß nur Fleiß zum Segen des Hand­werks gereiche. Der Leiter Herr Rrnold begrüßte ebenfalls die Kurfiften im Namen der Schulleitung und dankte insbe­sondere Herrn Obermeister Weber für die Unterstützung seitens der Innung und wies eingehend darauf hin, was für Vorteile unser Kursus bringen solle und müsse. Denn heute, wo die Technik immer schneller fortschreite, muß auch das Schneiderhandwerk in der Lage sein, (Qualitätsarbeit zu liefern. Herr Lehrer welker schloß sich den guten wünschen an und bat die Teilnehmer, sich im Kursus wie auch später in allen Sachen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen» Interessenten können sich an den Kursus noch anschließen.

Versammlung der Lebensmitteleinzel­händler in Schlüchtern. Rm Sonntag, den 7. Rpril hielt der Lebensmitteleinzelhandel des Kreises Schlüchtern eine gut besuchte Versammlung in Schlüchtern im Restaurant Zum Löwen" ab. Herr Kaufmann Schneider aus Sal- münster eröffnete die Versammlung und erteilte dem Syn­dikus des Landesverbandes des Kolonialwaren- und Fein­kosteinzelhandels, Herrn Dr. Tripp-Frankfurt a. M. das Wort zu einem Dortrag über Zweck und Ziele des Landes­verbandes und Selbsthilfebestrebungen im Lebensmittelein­zelhandel. Nach den etwa einstündigen Rusführungen fand eine lebhafte Russprache statt, insbesondere über die Kon­kurrenz der Konsumvereine, über Steuerfragen und über die Frage des gemeinschaftlichen Einkaufs der Lebens­mittelhändler im Kreise Schlüchtern. Die Versammlungen sollen jetzt öfters wiederholt werden, um die Einzelhändler des Kreises einander näher zu bringen und zur Besprechung der wichtigsten Berufsfragen.

DerelnS-Druckfacheo.

Einladungskarten, Fett- und Konzertpro- gramme, Zirkulare, Eintrittskarlen, Plakate, Diplome, Tanzkarten und -kontrouer, Fest­schriften und alle anderen einschlägigen Drucksachen.

3u beziehen in guter Kurführung durch

Duchbru<teret 6. Gtetnfelt Söhne

Schlüchterner Zeitung.

Erlaß von Rentenbankzinsen. Der Reichsfi­nanzminister hat, wie die Deutsche Beamtenbund-Korre­spondenz erfährt, dem Reichslandbund am 26. März 1929 folgendes Schreiben S 7714 IV 1/2653 zugehen lassen: 3d) bin zu meinem Bedauern nicht in der Lage, meinen Runderlaß vom 13. September 1928 IV 1/8862, der Richtlinien für den Erlaß von Rentenbankzinsen ent­hält, aufzuheben. Die Rufstellung von Richtlinien zum Begriff des ungewöhnlich niedrigen Linheitswerts und der besonders hohen dinglichen Belastung war eine Notwendig­keit, um die Gleichmäßigkeit des Verfahrens bei dem Erlaß von Rentenbankzinsen soweit als möglich zu gewähr­leisten und das erforderliche Rufkommen von Rentenbank­zinsen sicherzustellen. Ich weise aber daraus hin, daß nach Nr. 5 des Runderlasses vom 13. September 1928 ein voll­ständiger oder teilweiser Erlaß von Rentenbankzinsen im Einzelfalle auch dann gewährt werden kann, wenn sonstige Gründe vorliegen, die die Rnwendung des § 108 der Reichs- abgabenordnung rechtfertigen (Lrntejchäden, Unglücksfälle, allgemeine Notlage oder dergl.).

Kreisliga gegen Gauklassen 0:3 (0:2). Rm Sonntag, den 7. Rpril kamen obige Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Schlüchtern zusammen. Der Zweck dieses Spieles war, die Einnahmen aus diesem Spiel dem Verbandsjugendheim zufließen zu lassen. Die Kreisliga hat ihre Mannschaft aus drei vereinen, (Schlüchtern, Sab Münster und Neuhof) zusammengezogen. Die Gauklas^e aus acht vereinen der R. und B. Klasse. Bedauerlich war, daß bei einem solchen Tressen der vom verband angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war. Herr Brand, Schlüch­tern, sprang dafür ein. Zum eigentlichen Spiel wäre zu sa­gen, daß die Gauklasse eine Klasse besser war als die Kreisliga. Gleich bei Anfang fand sich die Gauklasse zu­sammen, was dem Gegner bis zum Schluß nicht gelang. In der 30. Minute konnte Schwarz (Sterbfr.tz) den ersten Erfolg buchen. Kurz darauf kam Maienschein (Rltengro- nau) zum 2. und so ging es in die Pause. Nach Platzwechsel war es die Kreisftga, die zu drücken anfing, Tormann und Verteidigung hatten harte Rrbeit zu leisten. Rlle Spieler der Gauklasse hatten ihr äußerstes mitgebracht, was ihnen auch zum Siege verhaft. In der 25. Minute der zweiten Hälfte bekommt Maienschein eine Flanke von links und der 3. Treffer war sicher. Darauf verließen die Spieler von Neuhof ohne weiteres das Spielfeld, was bei der Kreisliga keinen guten Eindruck hinterließ. Die Gau­klasse hatte nicht einen schwachen Punkt. Den einen zu loben hieße den anderen zurücksetzen. Ein solches Spiel könnte den vereinen nie schaden, und es wäre zu wünschen, den vereinen in anderer Aufstellung solche Spiele anheim zu stellen.

Laienlehrkräfte für ländliche Mädchen­fortbildungsschulen. Die Mädchenfortbildungftchule mit hauswirtschaftlichem Lharakter hat in der hiesigen Gegend neben anderen Gründen auch aus Mangel an Lehr­kräften auf dem Lande kaum Eingang gefunden. Die Zahl der weiblichen Lehrkräfte an den Volksschulen ist in un­seren kleinen Landstädtchen und Dörfern bedauerlicherweise besonders gering und von diesen Lehrerinnen sind außerdem bisher nur wenige in der Lage, hauswirtschastlichen Un­terricht zu erteilen. In anderen Provinzen hat man schon seit längerer Zeit mit der Rusbildung von sogenannten Laienlehrkrästen" begonnen, die nach einer kurzen (oft allerdings allzu kurzen!) Rusbildungszeit, da man praktische Erfahrungen bei diesen persönl.chkriten voraus- setzt, in der Lage sind, wenigstens den praktischen Unter­richt in Kochen und Nähen zu erteilen. Für den Regierungs­bezirk Kassel beginnt am 1. 5. d. I. ein Kursus für Laienlehrkräfte von viermonatlicher Dauer im Landjugend- Heim Hailer, Kreis Gelnhausen. In diesem Kursus werden die praktischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen erweitert und durch Unterricht in Gartenbau, Geflügelzucht und Milch­wirtschaft ergänzt. (Es werden außerdem theoretische Stun­den in Gesundheits-, Kranken- und Säuglingspflege, Nah­rungsmittel- und Ernährungslehre erteilt und alle prak­tischen Rrbeiten durch die entsprechenden Belehrungen be­gründet. Zur Uebung im Unterrichten werden nach einer kurzen Einführungszeit praktische Stunden an Schulkinder und Fortbildungsschülerinnen von den Teilnehmerinnen des Kursus gegeben. Rlles Nähere ist durch die Geschäftsstelle des Verbandes ländlicher Hausftauenvereine für den Re­gierungsbezirk Kassel, Weißenburgstraße 12, 1, zu er­fahren, an die auch die Rnmeldungen zu richten sind.

Herolz. Dem übz. Förster Götz in Herolz, O. F. Mottgers-Süd, wurde die Försterstelle Giesel, O. F. Fulda- Süd, übertragen.

Steinau. Unweit der Stadt kam ein mit mehreren Personen besetztes Ruto ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Dabei zersplitterte die Scheibe und verletzte einen der Insassen stark im Gesicht, sodaß dieser ärztliche Hilfe in Rnspruch nehmen mußte. Der schon von Schlüch­tern gemeldete Transport der beiden großen Braukessel war in unserer Stadt ein besonders interessantes (Ereignis, da die riesigen Rusmaße der Kessel d.e Durchfahrt beinahe unmöglich gemacht hätten. Rn der engsten Stelle der Stadt bei der Walkmühle blieben nur einige Zentimeter Spiel­raum. Die Bedeutung der neuen Rutostraße trat wieder einmal in Erscheinung.

Bad O r b. (Vom Bahnbau Bad OrbPartenffein-. Seit Freitag hat die Vereinigte Eisenbahnbau- und Brtti'- gesellschaft in Berlin, welcher die Bearbeitung des Bahnbau­projektes Bad OrbJoßgrundLohrhauptenFrammers- bach^Partenfletn übertragen ist, mit ihren Ingenieuren die Arbeit begonnen. Es ist damit zu rechnen, daß nach einer Anzahl von Wochen das Projekt, welches eine Strecke von ca. 36 Km. betrifft, fertiggestellt ist, sodaß dann in die finanziellen Verhandlungen mit dem bayrischen Staat und den auf preußischer Seite interessierten Stellen begonnen werden kann.