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str. 40

(1. Blatt)

Deutschlands Kampf um feine Ehre.

gilt Franzose über die deutsche Propaganda gegen die Kriegsschuldlüge.

Die französische Zeitschrift für auswärtige Po­litikl'EsPrit International" (Der internationale Geist) veröffentlicht in ihrer Nummer vom 1. April einen bedeutsamen Aufsatz des französischen Ge- schichtsschreiber Renouvin, Professor an der Sor­bonne. Der Aufsatz ist im wesentlichen der deutschen Propaganda in der Kriegsschuldfrage und deren Er­folgen in der internationalen Politik gewidmet, die nach Auffassung des Verfassers sehr hoch bewertet werden müßten.

Dank seiner unermüdlichen Tätigkeit sei es Deutschland gelungen, das Interesse für die Kriegs­schuldfrage in der gesamten Welt wachzurufen und ;ernste Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Versailler. Diktats zu wecken. Insbesondere feien die Bemü­hungen Deutschlands in den Vereinigten Staaten nicht erfolglos geblieben. Eine Reihe von amerikanischen Geschichtsschreibern hätte nach einem ernsthaften Stu­dium der Kriegsschuldfrage sich den deutschen Stand­punkt zu eigen gemacht. Auch auf Italien und Eng­land seien die deutschen Arbeiten nicht ohne Erfolg ge­blieben., Bisher sei nur die öffentliche Meinung Frankreichs völlig gleichgültig geblieben, eine Tat- ache, die allen Ausländern völlig unverständlich er­scheine. Die Massen der Franzosen wüßten so gut wie nichts über die Kriegsschuldfrage. Allzu lange hätte es gedauert, bis Frankreich sich entschlossen hätte, dem Beispiel Deutschlands und Englands zu folgen und seine Kriegsarchive zu öffnen. Gerade dieses Zögern hätte der Sache Frankreichs schweren Schaden zugefügt. Die Auffassung des Auslandes, insbeson­dere der Vereinigten Staaten, hätte nicht selten dieses Schweigen falsch ausgelegt und sich gefragt, ob Frank­reich Angst vor der Wahrheit hätte.

Das anerkennende Urteil Renouvins über den Er- Ag der deutschen ProPagMda gelten luge sollte uns Deutsche zu weiteren Bemühungen an- Pornen, sieht man doch, daß die bisherigen deutschen Arbeiten ein Echo im Auslande finden.

Ane halbe Milliarde Stenerrückstände.

Die Ursache für das Loch in der Reichskasse.

Dem Reichstag ist durch den Reichsfinanzminister ine Uebersicht über den Stand der Erhebungen und Vertreibung der Besitz- und Verkehrssteuern, sowie der Zölle und Verbrauchsabgaben am 1. Januar 1929 ^gegangen.

Im ganzen werden nicht weniger als 508 Mil- uuum Mark solcher Rückstände verzeichnet, eine Summe 7, die hinreichen würde, um der Reichskasse aus allen Schwierigkeiten zu helfen. Die größten Rück- lmnde kommen aus die Einkommensteuer, die allein unt 194 Millionen Mark belastet ist, sodann die Kör- M-schaftssteuer, die 70 Millionen Rückstände verzeich- E' die Umsatzsteuer mit 66 Millionen Rückständen, je Vermögenssteuer mit 36 Millionen, die Erbschafts- er mit 55 Millionen, die Gesellschaftssteuer mit U Millionen, die Obligationssteuer mit 27 Millionen ^ark Rückständen.

. Von den 508 Millionen Gesamtrückständen waren Mundet 304 Millionen aus Billigkeitsgründen, er- Millionen und niedergeschlagen 7 Millio- »en Mark.

An Zöllen und Verbrauchsabgaben waren am Januar 1929 insgesamt rückständig 112 Millio- Mark.

Rückgang der ArbeitSlofiglett.

^ure Folge der milderen Witterung.

. Nachdem der Eintritt milderer Witterung die 5ANahme der Außenarbeiten in gewissem Umfange ttnöglicht hat, zeigt die Zahl der Hauptunterstüt- mgsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und ' der Sonderfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosig- am 15. März dieses Jahres zum ersten Male wie- einen Rückgang. Sie betrug an diesem Tage ins- W 2 324 545 gegenüber 2 460 760 am 28. Fe- Rieses Jahres. Das bedeutet eine Abnahme von Personen oder 5,5 Proz.^Die Krisenunterstüt- kL^eift demgegenüber zum gleichen Stichtag eine ^igerung von 161 493 aus 177 343 Hauptunter- uu^^d^bfänger, also um 15 850 oder 9,8 Proz.

^^ Zunahme ist bei Männern und Frauen ut^ W gleich.

Rumänien soll trocken gelegt werden.

ae!., S^lt 2. April. Aus Gründen der Volks- "dheit hat die rumänische Regierung die Trocken« Rumäniens beschlossen. Die Erzeugung von "^d Branntivein soll eingestellt und der Ver­bot, don Spirituosen, besonders von Slibowitz, ver- werden. Den Fabriken soll eine Uebergangs- öur Umstellung ihrer Betriebe gewährt werden.

8i^^ treffenden Maßnahmen sollen sich nicht auf unb Wein beziehen.

Dienstag, den 2. April 192S

Schweres Grubenunglück in Belgien.

27 Bergleute durch eine Schlagwetterexplosion getötet.

In der belgischen Kohlengrube Waterschei in der Provinz LimbUrg ereignete sich Sonnabend abend eine schwere Schlagwetterexplosion, der bisher 27 Berg­leute zum Opfer fielen.

Das Unglück ereignete sich in einer Tiefe von 700 Metern. Unter donnerähnlichem Getöse, das weithin zu hören war, ging eine größere Strecke zu Bruch. Die Rettungsarbeiten, die sofort in Angriff genommen wurden, gestalteten sich sehr schwierig'. Mehrere der bisher geborgenen Toten waren bis zur Unkenntlich­keit verstümmelt. Bei den Rettungsarbeiten wuriden noch zwei Personen getötet und acht verletzt.

*

Schwerer Grubenbraud in Norwegen.

Wie die Zeitungen aus Drontheim berichten, wurde die Killingdal-Grube in Aalen von einem Brande heimgesucht. Soweit bisher bekannt ist, soll der Schaden Hunderttausende von Kronen betragen.

Won T. Herrick t.

Einem H^rzschlag erlegen.

Im 75. Lebensjahre ist am Ostersonntag nach­mittags 5 Uhr der amerikanische Botschafter in Paris, Herrick, ganz unvermutet einem Herzschlag erlegen.

Myron T. Herrick wurde am 9. Oktober 1854 in ^unhngto« (Ohio) geboren. Er schlug zunächst die Advokatenlaufbahn ein und wandte sich später dem Bankwesen zu. 1894 wurde er Präsident der Spar- $on Cleveland. Politisch trat er als führendes Mrtgned der republikanischen Partei hervor, doch schlug er zunächst alle öffentlichen Aemter aus. Erst 1903 ließ er sich zum Gouverneur von Ohio wählen, für die Amtszeit 1903 bis 1906.

Sm Jahre 1912 ging er dann als Botschafter

Paris, Sommer _ 1914 die Reoie-

-ung nach Bordeaux verlegt wurde und die meisten fremden Diplomaten ihr folgten, blieb Herrick in Pa­ris zurück, wo er die ihm anvertrauten Interessen besser wahren zu können glaubte. Dies sein BerhaV- ten trug viel dazu bei, die in Paris ausgebrochene Panik zu mildern. Zusammen mit seiner Frau wid­mete er sich umfangreichem Hilfswerk. Im Dezember 1914 kehrte er nach Amerika zurück, da inzwischen der Demokrat Wilson Präsident geworden war, auf dessen besonderes Ersuchen er nur einstweilen in Paris ge­blieben war.

Er widmete sich dann wieder seinen umfang­reichen geschäftlichen Interessen und der Kriegsfür­sorge. Im Jahre 1921 schickte ihn der neue republi­kanische Präsident Harding abermals als Botschafter nach Paris.

Aeberführung der Leiche Herricks nach Amerika.

Paris, 1. 4. (U)B) Für den verstorbenen Botschafter der Vereinigten Staaten, Meyron T. Herrick, findet am Donnerstag vormittag in Paris eine Totenfeier statt, bei der Ministerpräsident Poincare im Hamen der Regierung sprechen wird. Die sterbliche Hülle des Botschafters wird auf einem französischen Kreuzer nach den vereinigten $taa= ten überführt werden.

Die Frage der Nachfolge Herricks und HoughlonS.

New Pork, 1. 4. (D)B.) Associated Preß meldet aus Washington: Angesichts des Ablebens des Pariser Bot­schafters herrick bestehe die Möglichkeit, daß der pariser Posten General Dawes und der Londoner Botschafterposten Kellogg angeboten werden würde.

Ratrsizicruug des Litw uew-Protokotts durch Polen und Rumänien.

Kewuo, 2. April. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat am Sonnabend der polnische Geschäftsträger im Außenkommissariat die polnische und im Auftrage der rumänischen Regierung die rumänische Ratifizie- rungsurkuude des Litwiuow-Protvkolls überreicht.

Die SchMUggierwave derJ'm alone" war nicht ver­sichert.

London, 2. April. Wie derEvening Stan­dard" hört, war der versenkte britische SchonerJ'm alone" auf dem Londoner Versicherungsmarkt mit einer hohen Summe versichert. Die Frachtladung war dagegen nicht versichert.

Augzufammeustofi auf Bahnhof Gchneibemühl.

Am ersten Osterfeiertag früh gegen 7 Uhr stießen auf dem Kangierbahnhos in Schneidemühl zwei Güterzüge zu­sammen. Der Anprall war so stark, daß sich fünf wagen ineinander schoben und vollständig zertrümmert wurden. Der im Bremshäuschen des letzten Waggons befindliche Schaffner Meek erlitt schwere Ouetschungen, der Zugführer Stenber eine Kopfwunde und einen Nervenchok.

Ehamberlain in Florenz.

Florenz, 1. 4. (WB) Zu Ostern ist in Florenz Staats­sekretär des Aeußeren Thamberlain mit Familie einge­troffen.

81. Jahrg.

Schwere Wetterschäben in Berlin.

Der orkanartige wind, der am ersten Osterfeiertage und in der Nacht zum zweiten Festtage herrschte, hat in Berlin und Umgegend schwere Schäden verursacht. Die Feuerwehr mußte in zahlreichen Fällen eingreifen. Am Sonntag Abenb riß der Sturm in der Königgrätzer Straße ein etwa 7 Meter hohes eisernes Gerüst für Neklamebeleuchtung aus der Verankerung. An der Michaelkirch-Brücke stürzte eine etwa 50 Meter lange und drei Meter hohe Mauer, die an einem i Stichkanal entlang führt, um und fiel auf das Bollwerk, das schwer beschädigt wurde. An einem Hause des Schiff- bauerdamms lockerte der Sturm ein Baugerüst derart, daß Einsturzgefahr bestand. Der Verkehr mußte bis zur Beseitigung der Gefahr gesperrt werden. In Karlshorst fiel ein Schornstein um und durchschlug das Dach. Verletzt wurde niemand. In der Umgebung Berlins hat der Sturm zahlreiche Bäume entwurzelt. In der Nähe der Großfunk- station flauen wurde ein Kraftwagen auf der Chaussee von einem plötzlich einsetzenden Wirbelwind erfaßt, sobaß der Führer die Gewalt über die Steuerung verlor und mit voller Kraft gegen einen Baum fuhr. Dabei erlitt ein Gberlandjäger so schwere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Seine Frau trug innere Verletzungen davon und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert.

Schwere Kämpfe zwischen RegierungStruppen und Aufständischen in Mexiko.

New Pork, 1. 4. (WB) Affociateb preß meldet aus Mexiko-Stadt: Zwischen starken Streitkräften der Bundes­truppen und der Nufständischen tobt seit 6^30 Uhr morgens ein Kampf um Ikminez. General Talles sendet von seinem Hauptquartier in Bermajillo fortlaufend Berichte mit Ein- zelheiten über den Verlauf des Kampfes. Sein letzter Bericht vom Nachmittag besagt, die Bundestruppen hätten, obwohl sie auf starken widerstand stießen, die Oberhand. Die Kampffront betrage zwei Meilen. Der Hauptkampf finde eine Meile südlich von Iiminez statt. Der linke Flügel der feindlichen Truppen sei bereits in die Stobt zurückgedrängt, wo es zu einem Straßenkampf gekommen sei. Ein gefangen genommener Hauptmann der Aufstän­dischen gab an, daß sich die Streitkräfte der Aufständischen auf 5000 Mann beliefen.

Gasvergiftungen.

Gestern haben sich einige Fälle von Gasvergiftung ereig­net. So wurden in der Gemeinde Deflingen, Amt Säckingen, durch Gasrohrbruch ein Ehepaar getötet und zwei andere Personen betäubt. In Berlin-weißensee wurde ein 42 jäh­riger Arbeiter mit seiner Frau und seiner 14 jährigen Tochter durch Gas, das einem defekten Gasschlauch ent­strömte, getötet.

Bevorstehender Kampf um Kabul.

Aman Ullah befindet sich mit 30 000 Mann auf dem Vormarsch nach Kabul. Habib Ullah bereitet sich auf die Verteidigung der Hauptstadt vor.

Hungersnot im belgischen Mandatsgebiet.

Ueber eine katastrophale Hungersnot in dem belgischen Mandatsgebiet von Ruanba berichtet ein englischer Missio­nar, das erein Land lebendiger Skelette" nennt. Tau­sende von Eingeborenen strömten auf den mit Leichen besäten wegen nach Uganda. Frauen und Kinder brechen erschöpft zusammen und fallen den Hyänen zum Opfer.

Tätliche Gtrastenunfälle.

In England wurden während der Osterfeiertage bei Straßenunsällen 12 Personen getötet und 34 verletzt, in Frankreich 8 Personen getötet und 23 verletzt.

Bevorstehende Aebergabe eines Automobils an den Bapst.

Rom, 1. 4. (WB) In den nächsten Tagen wird dem Papst von einem Vertreter der Fiat-Werke und der Arbeiter­schaft ein Automobil für seine bevorstehenden Fahrten über­geben werden. Der Wagen ist ein. sechssitziges, sechszylin- driges Toupe, dessen Inneres mit rotem Samt ausgeschlagen ist. Die Vordersitze sind so angebracht, daß die Sitzenden dem Papst nicht den Kücken zukehren.

Bros. Bruno Möhring gestorben.

Der Berliner Architekt Bruno Möhring ist im 66. Le­bensjahre gestorben. Seinen Ruf hat er sich besonders durch seine Arbeiten für die deutsche Abteilung auf der Pariser Weltausstellung im Iahre 1900 und für die vier Iahre später abgehaltene Ausstellung in St. Louis begründet. Die Bonner Kheinbrücke, die Moselbrücke Traben-Trarbach u. a. sind seine bedeutendsten Schöpfungen. Auch den Bahnhof der Schwebebahn Elberfeld hat er entworfen.

Walbeck ist preustisch.

In Arolfen wurde am 1. April die Uebernahme des Freistaates Waldeck in den preußischen Staatsverband unter großer Beteiligung der Bevölkerung festlich begangen. Die offizielle Feier fand um 12 Uhr mittags vor dem Kegie- rungsgebäude statt.