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Amtliche Bekanntmachungen zandratsaWi.
3.4k. 2662. Die Herren Schulverbandsvorsteher bezw. Bürgermeister werden an die baldige Einsendung der Be- WZgebühren für die Wetterkarten erinnert. ^Schlüchtern, den 26. März 1929.
Der Landrat. I. D.: Schultheis.
z.-Nr. 2736. Der Land- und Gastwirt Fritz Günther L Mottgers ist als Schiedmannsstellvertreter für den Schiedsmannsbezirk Mottgers wiedergewählt und verpflich-
I I kt worden.
k SchLchtern, den 28. März 1929.
a | Der Landrat. I. V.: Schultheis.
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Kreisausschuß. Bekanntmachung.
I 3.»Hr. 568 B. Der Kaufmann Kaspar Mum zu Schlüch- ern beabsichtigt auf seinem Grundstück Fuldaerstraße 33, iartenblatt T. Parzelle Nr. 381/316 der Gemeinde Schlüch- M seinen Lagerraum in ein Schlachthaus mit Wurstküche mzubauen. Ich bringe dieses Bauvorhaben zur öffent- chen Kenntnis mit der Aufforderung, etwaige Linwen- iwirgen binnen 14 Tagen nach Ausgabe dieses Blattes bei mir schriftlich in 2 Exemplaren ober mündlich zu proto- 60II anzubringen. Nach Ablauf dieser Frist können Einwendungen in diesem Vorhaben nicht mehr angebracht werden. Zeichnungen und Beschreibungen der Anlage können
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Während der Dienststunden im Kreisläufe, Zimmer 5 und S, eingesehen werden. Termin zur Erörterung der recht- . I zeitig erhobenen Einwendungen steht am Dienstag, den 23. April 1929, vormittags 10 Uhr, vor dem Unterzeich- tfltllneten an. Im Falle des Ausbleibens des Unternehmers
r der Widersprechenden wird gleichwohl mit der Erör
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Schlüchtern, den 28. März 1929. r , , - - .
Der Vorsitzende des Ureisausschusses. 3. V.: Preist. fernen dadurch «spart rperben.
eitreibung rückständiger Gemeindeabgaben betreffend.
I-Nr. 515 K. A. Da bas Nechnungsjahr 1928/29 mein Ende zugeht, ersuche ich die Herren Bürgermeister Gemeinderechner der Landgemeinden dahin zu wirken, ß die in den Gemeindekassen vorhandenen Nückstände bald zur Einziehung gelangen. Es muß erreicht werden, ß bis zum Iahresabschluß der Kassenbücher sämtliche ilckstände beigetrieben sind. Ich verweise hierbei auf eine Runboerfügung vom 21. 3uli 1926 — I.-Nr. 4182
Bis zum 30. April d. Is. wollen mir die Herren Bürger- eister der Landgemeinden berichten, ob und evtl. welche ilckstände noch vorhanden sind.
Schlüchtern, den 26. März 1929.
Der Vorsitzende des Nreisausschusses. I. v.: preiß.
tadt Schlüchtern.
Bekanntmacklunu
Am Mittwoch, den 3. April b. As., nachmittags sindet eine Uebung für sämtliche Mannschaften k Pfttchtfeuerwehr statt. Zu dieser Uebung haben sich Männliche Mannschaften zu der festgesetzten Zeit an dem @e« wteschuppen im Hofe des Anwesens Fuldaerstraße 47 ein- zufinden.
Von der Verpflichtung zum Erscheinen zu der Uebung und zur Teilnahme an derselben entbindet nur nachgewiesene Krankheit.
Schlüchtern, den 26. März 1929.
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1 I Schlüchtern, ben 2( Polizeiverwaltung:
Der
Ortobrandnieister: Denhard.
Gaenßlen.
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0.
tf^ k - . Abdrift.
. q r lleglerungs-präsident.
' \VI. Nr. T286 b. Kassel, den 23. u
L ™f den Bericht vom 18. d. Mts. — 127 — bin ich
ä ' einverstanden, daß für die Stadt Schlüchtern die Urschriften des Wohnungsmangelgesetzes nebst den erlassr- en stusführungsbestimmungen bis zum 31. März 1950 An= Endung finden.
26. März 1929.
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q gez. Dr. Friedensburg.
g Begl. gez. Kalbe, Reg. Uanzleisekretär. Magistrat in Schlüchtern. *
..Ard veröffentlicht.
^luchtern, den 30. März 1929.
____ ________Der Magistrat: Gaenßlen.________
Etadt Steinau.
. Bekanntmachung.
» '»eil habe die Beobachtung gemacht, daß bei der Hessen- "^!!amschen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Der»
sicherte Personen bei Betriebsunfällen, bei denen es sich ;um Nugenverletzungen handelt, entweder zunächst überhaupt keinen 5lrzt oder einen Nichtfacharzt in Anspruch nehmen, hierdurch geht wertvolle Zeit verloren, wodurch sich bei späterer fachärztlicher Behandlung oft keine wesentliche Abruenbung eines dauernden Leidens mehr erzielen läßt. Aus diesem Grunde ersuche ich Sie ergebenste alle Unfallverletzte welche Anzeigen über Nugenverletzun- gen bei der polizeiverwaltung erstatten, zu veranlassen, sofort Herrn San. Rat Dr. Schulte in Fulda aufzusuchen und sich in dessen Behandlung zu begeben.
Die Berufsgenossenschaft wird in allen Fällen bei denen ein landwirtschaftlicher Betriebsunfall (Kugenverletzung) festgestellt wird, die Untersuchungs- und Behandlungskosten übernehmen, auf Antrag auch die Reisekosten nach Fulda erstatten.
Schlüchtern, den 18. März 1929.
Der SektionsDorftanb der Hess.-Nass. Landw. Be= rufsgenossenschaft, Sektion Schlüchtern
Der Vorsitzende. I. D.: Preiß.
*
wird veröffentlicht.
Steinau, den 25. März 1929.
Die polizeiverwaltung: Dr. Kraft.
Betrifft: Eintragung von Wasserrechten.
Um die Wasserrechte gegenüber dem Bezirksausschuß Kassel für die in Frage kommenden Grundstücksbesitzer zur Eintragung ins Wasserbuch geltend machen zu können, werden die Besitzer solcher Grundstücke aufgefordert, dies unter Vorlage des Grundbuchsauszugs des Wasserbriefs und der Ungabe seit wann, in welchem Umfange, mit welchen Beteiligten und auf Grund welchen Nechts im Zimmer des Stadtsekretärs in den Vormittagsdienststunden bis zum
Mittwoch, den 3. April 19 29
Steinau, den 26. März 1929.
Die polizeiverwaltung: Dr. Kraft.
Eine Denkschrift der alliierten Sachverständigen.
Der „Matin" teilt mit, daß die Sachverständigen der alliierten Länder auf einer gemeinsamen Beratung einen Augenblick erwogen hatten, ob es nicht besser sei, ganz einfach „einem Spiel" ein Ende zu machen, das schon zu lange gedauert habe.
Die Sachverständigen hätten dann Olven Aoung eine lange Denkschrift überreicht, in der sie noch einmal ihre Forderungen und die Grenze der möglichen Zugeständnisse nicder- gelegt hätten. Joung werde von sich aus eine zweite Denkschrift ansarbeiten, die er der deutschen Abordnung überreichen werde.
Die deutsche Auffassung.
für W deut sä
Wie aus Berlin gemeldet wird, tverden in sehr gut unterrichteten Kreisen die Aussichten der Pariser Sachverstän- digenverhaudlungen trotz hoffnungsvollerer Pariser Berichte für w e n i g g ü n st i g angesehen. Die entscheidende Frage der deutschen G e s a m t I e i st u n g , die in den noch ungelösten Streitpunkten der Höhe und der Dauer der Jahresleistungen zum Ausdruck kommt, spitzt sich mehr und mehr auf folgende beiden Tatsachen zu:
1. Die deutsche Delegation hat sich nicht bereitgefunden, Zahlen gutzuheißen, die über die im Versailler Vertrag festgelegte Frist wesentlich hinausgehcu unb die Deutschland aus der eigenen Wirtschaftskraft nicht leisten könnte.
2. Die Gegensätze unter den Kriegsentschädigungs- gläubigern, insbesondere was die Vorzugsforderungen Frankreichs für den sogenannten Wiederaufbau 'angeht, sind unve r- Ut iNdert geblieben.
Unter diesen Umständen scheint es, als ob es zur Annahme eines Einheitsgutachtens in Paris kaum kommen dürste. Die Berhandlungstaktik der deutschen Sachverständigen wird, wie verlautet, von der Gegenseite insofern durchaus anerkannt, als die deutsche Delegation im Gegensatz zu den bisherigen politischen Delegationen der internationalen Verhandlungen in aller Klarheit den Punkt aufzeigt, über den Hinauszugchen, sie nach ihrer sachlichen Ueberzeugung nicht glaubt, verantworten zu können. Wenn die endgültige Bereinigung des Reparations- Problems in Paris nicht zu erreichen ist, dann würde diese Aufgabe wieder in die Hände der Politiker überzugehen haben.
Osterserien.
Die Sachverständigen traten am Donnerstag um 12 Uhr mittags zu einer kurzen Vollsitzung zusammen, die einen rein formalen Charakter als letzte Sitzung vor den Osterserien hatte.
Am Nachmittag verließ die Mehrzahl der Sachverständigen Paris, um in ihre Heimat zu reisen. Reichsbankpräsident Dr. Schacht, dessen Familie zurzeit in Paris weilt, wird nicht nach Deutschland zurückkehrem
politißhe Sßergedanlen^
Die großen religiösen Festtage erlebt der Mensch M fW sich und seinen kleinen Kreis allein. Er stellt sie hinein in sein ganzes Weltbild und forscht den Beziehungen nach, die zwischen des Ewigkeitswerten des Festes und der irdischen Wirklichkeit bestehen. Wie könnte das anders sein gerade beim Osterfest, das mit so elementarer Sprachgewalt auf die Seelen der Menschen einstürmt und die ganze Vorstellungskraft des menschlichen Gedankenkreises, die ganze AdeenwÄt menschlichen Kämpsens und Strebens so tief berührt?
Politische Ost erged anken ? Wacht nicht schon bei diesem Wort die schwere Tragik deutschen Lebens in uns auf? Was anders könnte in unser politisches Denken und Wünschen am Feste der Auferstehung eingeschlossen sein, als die heiße Sehnsucht, wieder ein freies, wahrhaft selbständiges und unabhängiges, im Rate der Völker gleichberechtigtes Volk zu sein, das seine Geschicke selbst bestimmt, das den Lebens, räum, die Entfaltungsmöglichkeit, tue Stellung in der Welt cinnehmen kann, die ihm nach seiner Volkszahl, nach seiner Geschichte und Vergangenheit, nach seiner kulturellen Bedeutung unter den großen Nationen Europas, aber auch nach den ungeschriebenen Gesetzen wahren Völkerfriedens und dauerhafter Wohlfahrt dieser Welt gebührt?
Aber wie weit ist von solchen Osterwünschen bit Wirklichkeit entfernt! Längst ist ganzen deutschen Volk erk
es ohne Unterschied der Partei im
erkannt worden, daß unsere außen-
politische Lage sich durchaus ungünstig entwickelt hat, daß selbst bescheidensten Hoffnungen und Erwartungen Enttäuschung und Rückschläge folgt ' '-----K—
ien. Noch immer wird dem
deutschen Volke wirkliche Gleichberechtigung versagt, noch immer lebt und wirkt die Kriegsschuldlüge fort, noch immer macht uns die Besetzung zu Gefangenen im eigenen Hause, noch immer wird fremdes Regiment im deutschen Saarland aufrechterhalten, noch immer müssen die abgetrennten deut- scheu Minderheiten um ihre elementarsten Natur- und Menschenrechte zittern, noch immer trachten unsere Gegner nach Reparationen, die das deutsche Volk und seine Arbeitskraft aus Menschenalter hinaus versklaven. Es ist nicht zum ge- rmtme.n Ane. lvvlaemvckmtL dieser au tzuupoftiiichen. Serttgichut*
gesuchr werden und wenn Unruhe und Gärung sich zeigen.
O st e r g e d a n k e n — wir können sie auch im politischen Leben nicht trennen von Befreiung und Erlösung, von Erneuerung und Wiedergeburt, von Auferstehung und neuem Leben. Nie ist mehr gesprochen worden als heute von Völkerfrieden, Verständigung und Zusammenarbeit, von Mensch- Heitsgedanken und Weltgesinnung. Aber, wie weit sind wir doch entfernt von jenem Völker 0 stern , das die Welt genesen lassen könnte! Genesen lassen und auferstehen von dem Siechtum, in das die vermeintliche Bereinigung des Weltkrieges, die vermeintliche Neuordnung Europas vor einem Jahrzehnt sie geworfen! Heute leidet Deutschland und nicht nur es unter einem Geiste, der nichts gemein hat mit der Osterbotschaft des Glaubens und der Liebe. Die Welt redet zwar immer wieder von diesem Geist, aber ihre Taten stehen in einem seltsamen Gegensatz dazu. Trotz Völkerbund, trotz Kellogg-Pakt ist noch zu viel Haß in der Welt!
Aber trotz alledem: das Osterfest heißt uns h 0 s f e n ! Auf Golgatha ist die Auferstehung gefolgt. Es ist ein Gesetz des Lebens, daß der Weg nach oben durch Finsternis und Trübsal, durch Not unb Sorgen geht. So lebt auch in der deutschen Seele die Osterhoffnung auf Wiedergeburt, auf neuen Ausstieg unseres B ■ .es und Landes. Getragen von dieser Zuversicht wollen iv r Die Feiertage begehen.
Froh« V st e r n !
Geständnis eines Mörser-.
Kassel, 30. März. Die Untersuchung der Bluttat son Groß-Almerode an dem' Oberlandjäger Ullrich sind zu Ende geführt worden. Unter dem Druck eines Kreuzverhörs und im Verlauf eines Augenscheintermins am Tatort gestand der Arbeiter Walter Schmidt, den tödlichen Schuß auf den Oberlandjäger Ullrich abgegeben zu haben, als dieser ihn auf der Rückkehr von dem Einbruchsdiebstahl ertappte. Damit ist die Bluttat nunmehr restlos aufgeklärt.
Der Elefant im Zigarrenladen.
Köln, 30. März. Beim Umladen einer Elefantengruppe flüchtete ein Elefant in das Schaufenster eines Zigarrenladens und zertrümmerte die Scheibe, ohne sich zu verletzen. Das Tier blieb ruhig im Laden, bis es abgeführt wurde. Der Inhaber hatte schleunigst das Weite gesucht.
Der Polarflug des „Graf Zeppelin" im März 1930.
Kowno, 30. März. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die internationale Gesellschaft zur Erforschung der Arktis den Polarflug mit dem „Graf Zeppelin" auf den März 1930 festgesetzt. „Graf .Zeppelin" soll in Leningrad starten und über die Arktrsnach Nordamerika fliegen. Unweit Leningrads werden Werkstätten, ein Brennstofflager und ein Ankermast errichtet
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werden. v „ . . , , . .
— Der Dresdner Urimmalpouzet gelang es, tn der Uönigsbrücker Straße in Dresden eine Falschmünzerwerk- ftättc großen Stils auszuheben, in der eine Tagesproduktion bis zu 70 000 Mark Falschgeld geleistet wurde.