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Lokales.

Nie wird das Wetter in 1 929? Das Wetter des ^rs 1928/29 hat große AehnlichKeit mit dem Winter 1379/80. Nach einigen Hochwassertagen im November 1879 L in den letzten Novembertagen strenger Frost mit schma­lz Schneefall ein, der' mit kurzer Unterbrechung zu l^naditen Neujahr in unverminderter Schärfe bis mitte Zebruar anhielt. von da an trat Tauwetter abwech- 1^ Regen und Schnee ein. Am 3. und 4. März 188Q Len wolkenbruchartige Regen, der in den Wäldern noch Dorbanbene Schnee schmolz rapide und brächte überall s hr Ijtites Hochwasser. Dem kalten Winter folgte ein srüh.r Wahr, Ende März war bereits schönes Frühlingswetter.

Hoffnung, dem kalten Winter würde ein heiß,r Sommer Wen, erfüllte sich jedoch nicht. Der Sommer war rauh y zeitweise unfruchtbar. Die damaligen Wetterpropheten Men dies aus die großen (Eisberge im Meere zurück. ältere Leute werden sich noch erinnern, daß in dem Winter 1879/80 sehr viele Gbstväume, hauptsächlich Zwetschenbäu- M erfroren und innerhalb zweier Jahre eingingen. 3. St. N.

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Wetterbericht. Der Südteil unseres Gebietes liegt an u, Grenze zwischen warmer und kalter Lust, während der nörd« 1 Teil sich in der Kaltluft befindet. Da diese Trennungzone kalter und warmer Luft Schwankungen unterworfen sein ri^, werden besonders im südlichen Teil unseres Bezirks Tempe« ^rjdjmankungen auflreten. Infolge der stark abweichenden Tem- ;an= Staturen Suden warm, Norden kalt wird es auch weiter» 1^, L ju Bewölkung und NUderschiägen (überwiegend Schnee) kom« / j(n, WUterungsausfichl: Die Weiterentwicklung der Wetterlage I unsicher.

Wasserrohrbrüche. In der oberen Fuldaerstraße und ^ Lohnhossstraße erfolgte je ein Wafferrohrbruch, die bdbe durch gliche Aeparaluracbett wieder behoben werden mußten.

Stadtverordnetensitzung Schlächtern. In der

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m Dienstag Abend ftattgefundenen Sitzung entspann fich bei Punkt d« Tagesordnung: Genehmigung des Baues eines Wohnhauses A j Wohnungen für Ftnanzbeamle und einer 5. Wohnung im bet Weschvtz zur B.rsügung der Stadt eine längere Debatte. Dem ri. ,schloß des Magistrats wurde mir 5 Stimmen dafür und 5 Stim« v oida^egen gestimmt. Zum Bau des Hauses gab die Stimme de» Stadt« Wdnuenoorstehers den Ausschlag. Aus den Ausführung« n des Herrn lltei ^»musler Gaentzlen ist zu bemerken, daß mit der Uebernahme des

aues keinerlei De>pfllchtungen für Die Steuerzahler entstehen, da

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!i lausenden Unkosten stets aus Den Mieleinnahmen gedeckt wer- u können. Zu Punkt 2 wurde dem Magistrat einstimmig be» Vgl Die Gejamtunsalloerstcherung der Schüler (innen) uno Lehr« äste Der Stadtschule und Lateinschule auf Kosten der Stadt, war ^ahre ungefähr einen Betrag von MK 140.- erfordert, adzu- lichen. Bet Punkt Verschiedenes wurde Das der Stadtoerord« lwaerfammlung vorgelegte Gesuch der Anwohner der Breiten« chrstruße Carl Dehler und Bater wegen Legung der Wassertet« ej an Den Magistrat zuruckoerwiesen. Der Magistrat wird erst it Probe den betDen Brunnen entnehmen, um Die verwendbar« It Des Wasser» zu prüfen. Damit war die Tagesordnung der «illichen Sitzung gegen 10*/t Uhr erschöpft und es wurde in die

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Me Sitzung eingetreten.

Keichsbahn und Schwer Kriegsbeschädigte, ckamtlich hat die ständige Tarifkomm.ssion der Reichs- ihnhauptverwaltung bisher die allgemein als berüchtigt (erkannten Wünsche der Kriegsbeschädigten auf BKbehal«

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H ng der bisher gewährten Fahrpreisermäßigungen abg> int. Das Neichsarbeitsministerium hatte sich nochmals da« r eingesetzt, daß zumindest den Schwerkriegsb.schädigten (b ben Dberschenkelamputierten die 8.Nutzung der Polster« se zum preise der Holzklasse zugestanden wurde. Wie Verband der Kriegsbeschädigten und Krieg whinterblie»

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nen des Deutschen Reichskrieg rbundesKpffhäuser" von r Üeichsbahnhauptverwaltung erfährt, ist nunmehr auch (er Antrag rundweg abgelehnt worden. Man kann die ellungnahme der Reichsbahngesellschaft nur aus das tiefste dauern.

It. hk. Wagenstandgeld bei der Reichsbahn (Ib Ofady erhöht. Nach Mitteilung der Geschäftsstelle ger mau der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a.

-Hanau hat die Reichsbahndirektion Frankfurt mit so» iger Wirkung eine Erhöhung des Wagenstandgeldes das zehnfache vorgenommen. Die diesbezügliche Mit-

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ung der Reichsbahndirektion lautet:Infolge der außer« wohnlichen Witterungsverhältnisse wird der Wagenpark t Deutschen Reichsbahngesellschaft für Kohlen und andere ^wichtigen Güter stark beansprucht. Da die ordnungs- ^ige Abwicklung des Verkehrs durch Güteranhäufungen l°fern gefährdet wird, als allgemein bei einer großen $ von Güterwagen die Ladefristen erheblich überschritten Rben, sieht sich die Deutsche Reichsbahngesellschaft genö« von der ihr gemäß § 63 Ziffer 8 der Lisenbahnoep« hrsorbnung eingeräumten Befugnis der Erhöhung des Mnstandgeldes Gebrauch zu machen, von sofort an daher das Wagenstandgeld für offene Wagen einschl. r für solche Wagen als Ersatz gestellten Wagen (z. B. ^genwagen) von 2. Mk., 4. Mk., 6. MK. aus .s,Zehnfache also 20. Mk., 40. Mk., 60 Mk. W. Im Reichsbahndirektionsbezirk Frankfurt a. M. zugelassen, daß Wagenladungsgüter aller Art auch 'Wags entladen werden und zwar u. a. auf den Bahn- M Wächtersbach, Salmünster-Soden, Stet» (Krs. Schlächtern) und 5 chlüchtern. Die Der» werden dringend ersucht, die Ladefrist m im Interesse * Allgemeinheit nicht zu überschreiten, damit die unbe- M notwendige Wagengestellung für Kohlen und andere ^^wichtige Güter gesichert wird. Zur Entladung an Magen hat das Polizeipräsidium Frankfurt a. M. seine *mung erteilt, die Polizeibehörden der übrigen (Drte Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. ersucht, die ,lQbung ungehindert zu gestatten."

Kohl env er sorg ung. Die Industrie- und Han- Hmmer Frankfurt a. M.-Hanau hat am 19. d. Mts. an Aeichsbahnzentralamt in Berlin folgendes Telegramm Met, das sie noch durch eine ausführliche schriftliche "gäbe unterstützt hat:Durch wochenlange Schiffahrts- ^ und große Kälte empfindlicher Koksmangel in Frank­em und Ijanau. Erbitten dringend den bei Direktion "'gestellten Antrag der Zeche Mathias Stinnes, Karnap, J Säge für Sonderfahrten zu stellen von dort aufs tat» We zu unterstützen". Es ist zu hoffen, daß durch

Berücksichtigung dieses Antrages die bereits aufg tretenen ernstlichen Schwierigkeiten in der Kohlenversorgung des Be- zirks baldigst behoben werden.

Gin neues Notprogramm.

Amtlich wird mitgeteilt: Unter dem Vorsitz des Reichs­kanzlers befaßte sich das Reichskabineti in erster Aussprache mst den Vorschlägen des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft zur Behebung der Notstände der deutschen Land­wirtschaft. Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt. Die Beratungen werden fortgesetzt.

Vier Personen verschüttet. Ein Toter.

Nach einer Mitteilung des Teutsch-Oesterreichischen Alpen« vereins Garmisch-Partenkirchen an die Bergwacht München ist am Schachentorkopf auf dem Wege zum Schachen eine Lawine niedergegangen. Vier Skiläufer wurden verschüttet. Drei der Verschütteten konnten sich wieder aus den Schnee« Massen herausarbeiten. Der vierte, der Skiläuser Martin Schwabe aus Partenkirchen, wurde als Leiche geborgen.

# Was die Kälte kostet. Die große, langandauernde Kälte hat uns alle ärmer gemacht. Jeder Haushalt, jeder Betrieb, jede Gemeinde, jeder Staat ist zu mehr oder minder großen Sonderausgaben gezwungen worden, für die es keinen genügenden Ausgleich, keine entsprechende Einsparungsmög« lichkeit auf eine andere Weise gibt. Welche Summen hier in präge kommen, läßt sich natürlich schwer oder gar nicht schätzen, jedenfalls hat uns die Kälte einen Verlust von unge. Wählten Millionen zugefügt. Im österreichischen Nationalrat ' ist mitgeteilt worden, daß die unmittelbaren Mehrausgaben l des österreichischen Staates allein infolge der Kälte sieben Millionen Schilling ausmachen, das sind vier Millionen 200 000 Mark.

Ein ganzer Viehbestand vernichtet. Auf dem Schlögel- hanser Hof bei Unteribental (Baden) verbrannten fünf­zehn Stück Großvieh, 15 Schweine und 20 Ferkel, ferner zehn Schafe und Kleinvieh. Bei dem Brand ist ein Kind ums Le­ben gekomnren. Das Kind, ein Mädchen, wollte aus dem brennenden Haus seine neuen Schuhe holen und fand dabei den Tod in den Flammen.

D Raubübersall auf einen lohtringischen Pfarrer. In Merlenbach (Lothringen) verschafften sich zwei gut geklei­dete Männer unter dem Vorwande eines seelsorgerischen An­liegens Einlaß in die unweit des saarländischen Grenzwaldes gelegene Wohnung des Pfarrers Nicolas. Im Empfangs­zimmer versetzte der eine von ihnen dem Pfarrer hinterrücks, offenbar mit einem Gummiknüppel, einen Schlag über den Kopf. Auf den Hilferuf des Verletzten eilten die Haushälterin und der im Nebenzimmer befindliche Schwager des Pfarrers herbei. ©ister versuchte, den einen der Eindringlinge festzu­halten, wuroe jedoch durch einen Pistolenschuß des Räubers getötet. Die Täter sind bisher noch nicht ergriffen.

Der deutsche DampferLippe" gesunken. Der 8000 Tonnen große deutsche Fracht- und Personendampfer,^LiPpe" des Norddeutschen Llohd, der von Chile nach Antwerpen unterwegs war, ist nach einem Zusammenstoß mit einem eng­lischen Dampfer bei Bath gesunken. Die Mannschaft, 70 Köpfe stark, wurde von einem belgischen Schlepper gerettet- Das englische Schiff ist stark beschädigt vor Anker gegangen.

A Gelnhausen. (V. H. C. - T a g u n g.) Der Gesamt­verein desVogelsberoer Höhen-Klubs" hält am 25. und 26. Mai d. Js. in Gelnhausen seine Jahreshaupttagung ab. Zu dieser Veranstaltung, zu der die Vorarbeiten bereits im Gange sind, werden weit über 1000 Tagungsteilnehmer in den Mauern der alten Barbarossastadt erwartet.

Frankfurt a. M. (Der Stand der Grippe in Frankfurt«. M.) Der seit einigen Tagen beobachtete Still­stand der Grippe-Erkrankungen hat sich in den letzten Tagen zu einem langsamen Rückgang entwickelt. Gegenüber dem seinerzeitigen Höchststand von 940 Grippekranken ist die Zahl der dieserhalb in den städtischen Anstalten Verpflegten zurzeit nur noch 800. Bei diesem Krankenbestand und bei der Unsicher­heit der ganzen Lage müssen die seitherigen Hilfskrankenyäuser vorläufig in bisherigem Umfang durchgehalten werden.

Butzbach. (DieGambacherZigeunerschlacht vor Gericht.) Vor dem hiesigen Amtsgericht hatten sich mehrere Zigeuner zu verantworten, die, wie noch erinnerlich, vor einiger Zeit in Gambach, als man ihnen für ihre Bären die Unterkunft verweigerte, flandaliert hatten und rabiat ge­worden waren. Die braunen Gesellen wurden seinerzeit von der Polizei festgenommen und ins Butzbacher Gefängnis ein« geliefert. Die Zigeuner wurden jetzt zu drei Wochen Gefängnis verurteilt, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Wie bekannt wird, hat der Polizeipräsident von Berlin das gewerbsmäßige Umherführen von Tanzbären für die Stadt Berlin untersagt. Abgelaufene Erlaubnisscheine werden nicht mehr erneuert. ES wäre zu wünschen, daß diese Maßnahme in ganz Deuffchland Nachahmung fände.

W a l l r o t h. Die Gedenkfeier unserer Gefallenen gab Herrn Lehrer Hölzer Anlaß, am Samstag Mittag und Abend die Orts­einwohner in den Schulsaal zusammenzurufen. Dort hatte er einen Radiolaulsprecher aufgestellt, der die Gefallenengedenkfeier am Mit­tag aus dem Reichstagsgebäade in Berlin und am Abend eine solche vom Frankfurter Sender vermit elte. An der Mittagsfeier nahmen auch die Schulkinder teil, wobei einige Gedichte derselben zum Dortrag kamen, die auf die Anwesenden ergreifend einwirkten. Zu dieser Feier wie auch am Abend war der Iudrang so stark, daß der Saal die Besucher n cht alle aufnehmen konnte, Der Vor­sitzende des Kriegervereins und ein weiterer Kamerad gedachten in Ansprache und Gedicht der gefallenen Helden. Es ist Herrn Lehrer Hölzer zu danken, daß er die Teilnahme an diesen Feiern ermög­lich! hat und zu wünschen, daß den Einwohnern noch weitere er­bauende Darbietungen durch den Lautsprecher geboten werden.

F u l d a. Am Volkstrauertag mußte der Hauptgottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche kurz nach der Liturgie abgebrochen werden, da Kohlenoxydgase in das Gotteshaus eingedrungen waren, unter deren Einwirkung mehrere Kirchenbesucher ohnmächtig wur­den. Die Ursache des Dorfalls ist darauf zurückzuführen, daß aus der Lettungsanlage Kohlenoxydgase, die infolge der stuckten Witte­rung durch den Schornstein nicht abziehen konnten, in ben Kirchen- raum eingedrungen waren. Alle Erkrankten befinden sich außer Gefahr.

Kassel. Die 38. Vollversammlung der Landwirtschaftskam- mer wurde am Montag nachmittag in Anwesenheit sehr zahlreicher Vertreter der Staats- und Prootn,-Regierung durch den Vorsitzenden, Rittergutsbesitzer von K udell-Eschwege, eröffnet. Nachdem Mi- nisterialrat Dr. Backhaus vom Landwirtschaftsministerium die Grüße des Ministers Dr Steiger entboten hatte, und betonte, daß auch besten Sorge die ungünstige Wirtsckaftslagt der Landwirtschaft bilde und die Rentabilität der Landwirschaft nur durch Aufbietung aller Kräfte wieder hergestellt werden könne, umriß der Vorsitzende von Keudell die Wirtschaftslage der kurhessischen Landwirtschaft. Die Verschuldung in Kurheffen sei stark fortgeschritten. B-i 287 von der Buchstelle der Landwirtschaftskammer erfaßten Betrieben in den besten kurhessischen Kreisen betrug die durchschnittliche Belastung mit Schuldkapital 478,50 Mark für je einen Hektar, so daß der

Zinsendienst nahezu 48 Mark pro Hektar betrage. Das seien wahr« hast eischreckende Ziffern. Hinzu komme die große No an Arb.its» personal. Gesponnsührer und Dienstmädchen seien keine zu haben; wo sie noch einen Dienstoertrag schließen, sei der Dienstherr niemals davor gesichert, daß er bei der ersten Gelegenheit im Stiche gelassen werde. Di.se Berichte, die darüber der Landwirtschaftskammer vor­liegen, seien geradezu e-schütternd. Es sei kein Zwe.sel, daß Das Arbeitslosen-Dersicherungsgesetz in seiner gegenwärtigen Form oer» heer.nd aus diese Zustände sowie auf den Arbeitswillen und die Arbeitsmoral eingewirkt hat und schleunigst geändert werden muß, wenn nicht ein kaum wieder gutzumachender Schaden für die AU« gemeinheit eintreten soll. Aus einem weiteren Vertrag von Dr. Kutscher, Vorstandsmitglied des deutschen Landwirtschaftsrates, über die deutsche Agrarkrise als nationale Wirtschaftslage ging hervor, daß die Verschuldung der Landwirtschaft unter Einwirkung der dritten S.euernotoerordnung eintrat. Die Steuern mußten aus der Substanz bezahlt werden, so daß eine Kapitalverknoppung kam, aus der sich die Landwirtschaft nicht mehr erholen konnte, weil nicht sie die Preise für ihre Erz.ugniste wie Brotgetreide und Vieh bestimme, sondern das Aus land. Eine schwere und dauernde Belustui.g seien ferner die Daveslasten, die auf lange Sicht die Einnahmen der Land­wirtschaft mindern werden. Sodann beleuchtet Redner die Berhalt- niste auf dem Arbeitsmarkt, die sich noch erheblich verschärjen durf­ten. Landwirftchaftsrat Dr Heßling, der gleschialls auf die un­günstigen Rückwirkungen der Ardetrslosenunterftutzung hin- und an Hand zahlreicher Beispiele aus der Praxis nochwte», betonte, daß das jetzige Berficherungssystem in der Land- und Forftwirtschuil zur Aldeitsunlust erziehe. In der sehr ausgiebigen Aussprache rügte Gutsbesitzer Wegmann, Röhrigshof (Kreis Schluchtern die Be- wtüigungsfreuDtgkeit der Landbürgermeister den Arbeite losen gegen« über, Freiherr von der Malsburg-Eschederg hob hervor, duß der Weizenpreis unbedingt durch politische Maßnahmen gehoben und siadili» fierr werden müsse, denn der fei der Barometerstand für Die Wt.tschofl« lichkeit der kleinen und großen landwirschaftlichen Betriebe. Diese Forderung wird von weiteren Rednern unterstrichen. Der Vorsitzende von Keudell wies daraus hin, daß die Ausgadenseite dauernd sehr drückend sei, denn die Gemeindesteuern hängen von den Kreissteuern und diese wieder von den Bezirkssieuern ab. Wahrscheinlich mußten nun auch noch die Bezirkssieuern erhöht werden. An den Landeshauptmann wird das Ersuchen gerichtet, den Etat der Bezirk-Verwaltung doch so vorsichtig auszustellen, daß eine Er­höhung Der Bezirkssteuer aufgeschoben werde. Landeshauptmann Dr von Gehren versicherte, daß der Haushaltsplan der B zirks- verwaliung mit äußerster Sparsamkeit ausgestellt würde, daß aber die oi len zwangsläufigen Ausgaben doch wohl eine Erhöhung der ®ejhbesteuern erzwingen werden. Einzelheiten lassen ftiy heute noch nicht sagen, aber Die Wiederinstandsitzang und Fahrdaryullung zahlreicher Straßen des Bezirksoerbandes werden Hogr An>ordc- rangen an den B-zirksverband stellen. N chdem noch ine Anzahl Mitglieder der Kammer zu diesen Ausführungen eingehend «t»t- lung genommen hatten, wurde eine Entschließung angenommen, die fich mit der katastrophalen Gestaltung der Arbeite roerhaltnisje in der Land- und Forpwirtschaft besaßt. Als besonders nachleilig werden die Bestimmungen über die berufsübliche Arbeitslosigkeit bezeichnet, so auch der Zustand, daß Saisonarbeiter die Fürsorge in Anspruch nehmen. Ebenso müßte, um niat die Ardei slo|enfutfotge der tatsächlich infolge wirtschaftlicher Verhältnisse in Not gt rahmn Arbeitnehmer zugunsten der Arbeilsunwilligen zu gefäorben in j ein einzelnen Falle das Bedürfnis geprüft und nur im Falle der Se» Dürftigkeit die Unterstützung gewährt werden.

Läadlich-Hauswirtfchaftltche Fortbildungskurse.

3m Landjugendheim heiler des Verbandes ländlicher Hausfrauenvereine für den Regierungsbezirk Kaffel haben bereits zwei von der Regierung veranstaltete einjährige ländlich-hauswirtschaftliche Kurse für Lchulamtsbewerberin- nen stattgefunden, die mit einer Prüfung ihren Abschluß fanden deren Bestehen zum hauptamtlichen Unterricht in den praktischen Fächern an ländlichen Mädchenfortbildungs­schulen und Volksschulen berechtigt. Ein dritter Kursus beginnt im April d. 3s. In dem idyllisch gelegenen Heim werden die jungen Lehrerinnen mit den praktischen Ar­beiten der Landfrau vertraut gemacht und unterrichten gleichzeitig an der ebenfalls vom heim aus geleiteten frei- willigen ländlichen Mädchenfortbildungsschule. Der Gar­ten und die Geflügelzucht des Heims geben Gelegenhüt zur Uebung auch in diesen Fächern, die an der Mädchenfortbil­dungsschule auf Wunsch auch berücksichtigt werden. Eine Reihe von Kursistinnen der vergangenen Jahre hat An­stellung im Mädchenfortbildungsdienst gefunden und un­terrichtet nach dem Urteil der zuständigen Stellen mit sehr gutem Erfolg.

Gremmtls'scher IHmtrdior

Männergesangverein Schlüchter«

Mittwoch Abend 8 Uhr Gesangstunde. Vollzähliges Er­scheinen erwünscht. Der Vorstand.

Reichsbund"

der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmern und Kriegshinterbliedenen.

Kreisoeretnigung Schlüchlern.

Sonntag, den 3. März nachmittags l/*3 Uhr Kreiskonferenz in Steinau in der GastwirtschaftRoßbach Bahnhofstraße. Alle Ortsgruppen müssen ihre Delegierten entsenden und find alle anderen Milgtleder herzlichst willkommen. Die Kreisleitung.

^ Wdan-Knkiil Schliuhttt» 1110 L

Mittwoch, den 27. Februar 1929 abends 8'/, Uhr in der Gastwirtschaft Ros-nberger

Monatsversammlung.

Tagesordnung wird in der Derasmmlung <2-*" W (^1 bekannt gegeben. Anschließend Spielersitzung. Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung dringend erforderlich. Der Vorstand.

Müüer-Zwangsinnung.

Die Innungsversammlung findet am Donnerstag, den 28. Februar 1929 vormittags 10 Uhr im »Hotel Deutscher Kaiser" statt.

Sftrimilligt ftutimhr Sdjiiiitjtfrn.

Samstag, den 2. März abends 8'/, Uhr findet im Gasthaus zum Löwen die

Jahresversammlung

statt. Tagesordnung wird in der Versammlung 6e» gegeben. Der Vorstand.

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Lteinfeld.