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Die Kälte Halr weiter a«.

*je von Dsten hrrangezogrnen Tiefdruckstörungen haben jm nördlichen und östlichen Teil unseres Bezirks zum Wen von Schneefällen geführt. Das Störungsgebiet,

3t noch über Norddeutschland liegt, wird sich mehr -mehr ausgleichen, sodaß ein nennenswerter Einfluß j^je Witterung unseres Bezirks nicht mehr zu erwarten Mhrend im nördlichen Teil unseres Bezirks die Fröste

vergangenen Nacht nicht wesentlich mehr als 10 ob erreichten, haben sie im südlichen Teil nur unwe- M abgeschwächt. Da der Luftdruck allgemein über ropa steigt, wird es sehr wahrscheinlich auch über Mittel- isxa zur Ausbildung hohen Luftdrucks kommen, scdaß Alte vorläufig in unverminderter Stärke anhält, sich y Teil aber auch verstärkt. Vorhersage bis Montag ^: Neblig, sonst heiter bis wolkig, m ist trocken, Fort» Bcr des strengen Frostes, nordöstliche Winde. Aussichten iDienstag: Zunächst keine wesentliche Aenderung.

Denn auch die Kältegrade nicht mehr die Höhe derer in ersten Tagen der vergangenen Woche aufwe s n, wirken >Mch noch die jetzigen Temperaturen aus Menschen und M unerträglich aus. Die Not des wildes ist groß und M dieselbe durch die Fütterung kaum gelindert werden, besonders der Frost allenthalben für ein großes Wild» ^n sorgt. Den Verlust der verschiedenen Wildarten A man bis jetzt auf 50 Prozent und hat man verschie- M erwogen, auf mindestens zwei Jahre eine weit- bende Schonung aller Wildbestände eintreten zu lassen. minder übel geht es vielen Haustieren. Um sie eint* maßen vor der Kälte zu schützen, ist der ein oder an« b vorsorgliche Tierhalter auf die Idee gekommen, s i« n lluh- oder Ziegenstall mit einemKanonenofen" zu imen. wieder andere sorgen durch künstliche Crwär- ing des Kellers dafür, daß dir Kartoffeln nicht den (Er- uungstod erleiden. Eine besondere Rolle spielt di: Was- . and Kohlennot für viele Einwohner. Dazu haben die [taiiateure alle Hände voll zu tun und werden dies noch h: haben, wenn erst bei eintretendem Tauwett r alle Maden an den Wasserleitungen zutage treten. N.cht «der mit Arbeit überbaust sind die Kohlenhändler, die r gern dafür sorgen, daß den Haushaltungen das Brenn- ierial geliefert wird und wenn dies auch mit rationier« Mengen geschieht, wenn nun die Kälte noch weiter halt, was nach den neuesten meteorologischen Feststel- igen sehr wahrscheinlich ist, werden auch die genannten [seifigen Nöte wie auch weitere im Verkehr und Wirt- sieben voraussichtlich keine Milderung erfahren.

Kälteferien. Wegen der herrschenden Kalte, die § Heizung der Klafsenräume immer noch eine unerträg- i Temperatur auffommen läßt, wurden die Schulen in lüchlern voraussichtlich bis einschließlich Mittwoch ge« offen. ,

tlu f sparsamen Wasserverbrauch wird in n städtischen Bekanntmachung der heutigen Nummer gewiesen. Hoffentlich sind die Einwohner vernünftig ug, um nicht unnötig das spärliche Wasservorkommen ch Baden rc. zu verplantschen.

Allgem. Deutscher Jagdschutzverein. Der voriger Nummer angekündigte Vertrag des Afrika- sters Hauptmann Steinhardt findet am kommenden Merstag nachmittag nicht in Schlächtern, sondern im Eschen Hof" in Gelnhausen statt.

Vertrag. Am Donnerstag, den 21. Februar, abends Ut)r wird Herr Pfarrer Lrz. Bräunlich, Bad Salza, in ilula des Klosters einen Vortrag halten über: »Die Elche Politik der Gegenwart und des kommenden "kordat/ Alle Eoangelischen sind dazu herzlichst ein- aten.

He evangelische Volksdienst woche in der

zu Schlüchtern fand unter dem LeitgedankenSinn s Kreuses" mit dem Vormittagsgottesdienst am Sonn« i ihre Einleitung. Herr Landespfarrer D. Fuchs hatte $ die predigt übernommen und legte er derfelbm die aus dem 17. Vers des 1. Kapitels des 1. Ko» Grbriefes zu Grunde:Christus hat mich nicht ge- zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen; mit klugen Worten, auf daß nicht das Kreuz Christi * lichte werde." Der Herr Landespfarrer schickte fei« 11 Predigt voraus, daß diese außerordentliche Notzeit ^reichlichere Verkündigung verlange, da das von Wirr» umgebene Volk nicht mehr das Volk und auch nicht die Gemeinden unserer Väter seien. Das Wort vom R von Golgatha, das auch in den weiteren vorträ» } den evangelischen Christen verkündigt werde, müsse M nur aus kurze Dauer sondern für da; ganze zeitliche p ernst genommen werden. Der vortrag im Abend» ^dienst von Herrn Pfarrer Zeidler-Kassel verbreitete s über das Thema:warum mußte Jesus sterben?",

ihm das Bibelwort aus Lukas 24 Vers 25 vor» Wellt war:Mußte nicht Christus solches leiden und kleiner Herrlichkeit eingehen", hierbei verstand es der in sehr fesselnder und ergreifender w ise zu schil- ^ß schon seit Jahrtausenden der Drang der Mensch» i Ku^m und Sucht nach irdischen Gütern gerichtet l^d bischeute die Seele mit Sehnsucht auf Labung harre. L pn Hörer war es eine Erbauung, den tief in die Seele künden Ausführungen des religionskundigen Redners P^n. Die weiteren Vorträge am MontagDas mo- Golgatha", am DienstagKreuz und Glaube" und k Ettwochhin zum Kreuz! will mir jemand nachfol» r» finben jeweils abends 8 Uhr in der Aula des laugen Seminars statt. Die Verlegung von der Kirche Hn wurde wegen der herrschenden Kälte vorgenomm n. L a dtverordnetensitzumg Schlüchtern. Am 1^8, den 18. d. Hits., abends 8 Uhr findet eine

Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mit nachstehen­der Tagesordnung statt: 1. Genehmigung des Baues eines Wohnhauses mit 4 Wohnungen für Finanzbeamte und einer 5. Wohnung im Dachgeschoß zur Verfügung der Stadt. 2. Abschluß einer Gesamtunfallversicherung der Schüler (innen) und Lehrkräfte der Stadtschule und La­teinschule aus Kosten der Stadt betr. 3. Zustimmung zu der vom Bezirksausschuß an die Genehmigung des Dar­lehens für den Voltrsschulneubau von 101 500 9131 bei der Stadtsparkasse Hanau geknüpften Maßgabe (Tilgung mit 1 x/2 % jährlich zuzüglich ersparter Zmsen), 4. Antrag aufs Einführung des ununterbrochenen Fernsprechdienstes beim Riesigen Postamt betr. 5. Verschiedenes.

Vorsicht im Konkurrenzkampf! Ein Brieger Nähmaschinenhändler hatte wiederholt die Fabrinate der Singer Nähmaschinen Gesellschaft alsausländische Fa» briRate" bezeichnet. In einem gegen ihn angestrengt.n Prozeß wegen unlauteren Wettbewerbes Hut das Goer- landesgericht in Breslau durch rechtskräftiges Berufungs« urteil dem Beklagten unter Androhung einer Strafe bis zu 1000 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung ver­boten, die Nähmaschinen der Singer Aktiengesellschaft im geschäftlichen Verkehr alsausländisches FabrckaN zu be­zeichnen. Das Dberlandesgericht hat den sehr verständigen Standpunkt eingenommen, daß die Bezeichnungauslänoi- sches Fabrikat" für in Deutschland herg.st.llte waren eine schwere Derunglimpfung bedeutet; ajo Vorsicht im Kon* kurrenzkampfl

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Herolz. Am 20. Februar feiern die Eheleute Herr Werkmeister Kaspar Zmkanb und dessen Ehefrau Karoline geb. Kolb das Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren!

Veitsteinbach. Von einem Schadenfeuer wurde Freitag Abend das Anwesen des Almmermanns Peter Pappert betroffen. Infolge Wassermangels konnte jedoch die Feuer­wehr nichts ausnchlen. Damit das Wohnhaus vor Schaden bewahrt blieb, mußte das Wirtschaftsgebäude nrebergelegt werden.

Marjoß. Die außerordentliche und langanhaltende Kälte hat in unserer Landgemeinde große Notstände her- oorgerufen. Besonders macht sich die Wassernot bemerk­bar. Die Wasserleitungen sind nicht nur in den Häusern, sondern auch vielfach schon unter der (Erbe eingefroren. Rohrbrücke gehören zur Tagesordnung. Die Brunnen sind ebenfalls vereist und können auch den Bedarf an Wasser nicht decken. In vielen Fällen wird bereits Wasser zum Kochen sowie zum Tränken des Viehs aus der Jsssa ent­nommen. Die ärmere Bevölkerung steht, wenn die Kälte so weiter anhält, vor großer Not, da auch die Wintervor- räte an Heizmaterial durch den bedeutenden Mehrver­brauch sich ihrem Ende zuneigen. Auch die Arbeitslosigkeit macht sich bedenklich bemerkbar, da die Forsten ihre Ar­beit wegen allzu großer Kälte einstellen mußten. Gerade dieses macht sich bei uns besonders fühlbar, da 60% der Bevölkerung sich aus Waldarbeitern zusammenstellen. Hof­fentlich haben die Meteorologen mit ihrer Behauptung, daß der Höhepunkt der Kälteperiode überschritten ist, recht, sonst werden die Verhältnisse besonders in den Gebirgslagen einfach katastrophal.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 18. 2. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus: 1462 Rinbern, darunter 342 Dchsen, 70 Bullen, 610* hen, 390 Färsen; ferner 468 Kälber, 149 Schafen und 3967 Schweinen. Marktverlauf: Rinber ruhig, Ueber» stand. Kälber und Schafe langsam, ausverkauft, Schweine etwas rege, geringer Ueberftand. Es wurden gezahlt: (Vchsen A 1 5356, 2 4952, Bullen st 5052, B 46 48, Kühe st 4246, B 3740, L 3236, D 2631, Färsen st 5356, B 4852, C 4347, Kälber st B 7074, L 6568, Schweine A 7276, B 7277, T7277, D 7376, E 7115. Schafe wurden nicht no­tiert.

Ein deutscher Dampfer überfällig. Seit einer Woche ist der deutsch« FrachlLampferWachtel", der mit einer Stückgut- Labung von Memel nach Riga unterwegs ist, überfällig. Auf Bitten der Schiffahrtsaefellschaft hat die estnische Regierung einen Eisbrecher ausgesandt. Man hegt große Befürchtungen, daß der Dampfer untergegangen ist, oder daß feine Kohlen- und Lebensmittelvorräte^ ausgegangen sind. Estnische Militär­flugzeuge haben sich auf die Suche begeben, doch leider ohne Erfolg.

Schützt Leben und (Äesundtzeit!

REKHSUNFALLVERHÜTUNSS W0CHE*2MEBRr3.MÄRZm9

VERANLASST VON DEN VERBÄNDEN DER DEUTSCHEN BERUFSGENOSSENSCHAFTEN.

© Kammerfensterlu nichtrechtswidrig". Die Straf, rammer des Landgerichtes Straubing hatte sich mit der Berufung verschiedener ländlicher Dienstboten zu befassen, die vom Amtsgericht wegen nächtlichen Radaus beim Kammer» fensterln, der als Hausfriedensbruch betrachtet wurde verur­teilt worden waren. Das Gericht verurteilte die Angeklagten nur wegen groben Unfugs zu geringen Strafen und stellte fest:Das Betreten eines Hofes beim Kammerfensterlu ist mcyt rechtswidrig, sondern ein ländlicher Brauch".

© Verurteilung eines WeinpanscherS. Vor der G r o ß e n Strafkammer zu Koblenz hatte sich ein aus Kreuz- nach stammender Weingutsbesitzer zu verantworten der im Jahre 1928 einen als Naturwein bezeichneten Wein zur Ver» steigerung brächte. Die von Sachkund.gen vorgenommenen Zungenproben des Weines, ergaben, daß eS sich um gefälschte Ware handelte, da der Weingutsbesitzer in unzulässiger Weise den Traubenwein mit Birnenwein verschnitten hatte. Es wurde sofort die polizeiliche Beschlagnahme von 30 Fässern Wein augeordnet. Ferner wurden die Kellerbücher in Un» ordnung vorgefunden. Der Sohn des Weinhändlers hatte den beschlagnahmten Wein im Werte von rund 30 000 Mark auslaufen lassen, in der Absicht, den Vater vor einer Bestrafung wegen Weinfälschung zu bewahren. Das Gericht verurteilte den Weingutsbesitzer zu vier Monaten Gefängnis und 1400 Mark Geldstrafe. Der Sohn wurde wegen Arrest- bruches zu vier Monaten Gefängnis verurteilt

3 Eine 22köps ge Einbrecherbande verhaftet. Einem Kriminalbeamten der Landespolizeistelle Dortmund ist eS gelungen, von den in Werl uns Umgebung in den letzten Jahren ausaeführten zahlreichen Einbruchsdiebftählen 235 auf- wtlaren und alle Täter, 22 Personen, zu verhaften, die dem Amtsgericht in Hamm zugeführt wurden. Die Verbrecher traten bandenmäßig auf und schreckten vor nichts zurück, so daß sie seit Jahren ein Schrecken für Werl und Umgebung waren. Bei mehreren Geschädigten haben die Täter wiederholt einge» brochen. Von der Bande war auch ein Postraub in Werl geplant, der jedoch rechtzeitig vereitelt werden konnte.

Neberfall auf die Staatsbank in Leningrad. Eine Abteilung der Staatsbank in Leningrad wurde von einer Schar Banditen überfallen, die in einem Auto ange­fahren kamen. Sie erschossen den Kassierer, verwundeten zwei Beamte und enttarnen mit einer Stute von etwa 100 000 Rubel.

Ein englisches Bombenflugzeug verunglückt. Ein großes sechssitzges Bombenflugzeug der britischen Luftstreit- kräste überschlug sich in der Nähe von Harrow (England) bei der Landung. Das Flugzeug ging in tausend Stücke. Von den fünf Insassen, die beim Umschlag der Maschine heraus­geschleudert wurden, sind zwei schwer verletzt worden, während die übrigen drei mit leichteren Verletzungen davonkamen.

Zahlre'che Pcstopfer in China. In der Provinz Schansi ist die Pest ausgebrochen. Nach halbamtlichen An­gaben sind im Lause von zwei Tagen über 100 Personen gestorben.

Fünf Geisteskranke verbrannt. Wie au3 Tokio gemeldet wird, sind bei dem Brande einer Anstalt für Geistes» kranke fünf Kranke verbrannt. Das Gebäude ist vollkommen zerstört worden.

Zu dem Wiener Wassenfund. Auf Grund des Ergeb­nisses der Haussuchung im sozialdemokratischen Parteihaus in Wien sind gegen den Geschäftsführer der Waffenhandlung des Arbeiter-Verbandes und unbekannten Täter Strafverfah­ren - einaeleitet worden. Sowohl im Geschäft als auch im Kellerlokal des Gebäudes derArbeiterzeitung" wurden Waffen gefunden, die vornehmlich, wenn auch nicht ausschließlich Jagd­zwecken dienen können. Die Beschlagnahme dieser Waffen er* folgte, weil sie entgegen den gesetzlichen Bestimmungen versteckt gehalten worden waren und weil ihr« Anzahl unverbältmS» mäßig groß war. Die anderen gefundenen Waffen sind Militär» Waffen aus dem Kriege. Auch Spaten, Beilpiaen und Tornister Iowie 700 Ochsenziemer mit Drahteinsätzen wurden gesunden.

Buntes Allerlei.

Beim Buchhändler.

Ich möchte ein Strafgesetzbuch!"

Das ist leider vergriffen aber wenn Sie mir sagen, was Sie ausgefressen haben, kann ich Ihnen angeben, welche Strafe darauf besteht!"

Abgeschreckt.

Was Brown macht? Der hat die Dame geheiratet, die er damals bei dem Bootsunglück auS dem Wasser zog!"

Ist er glücklich geworden?"

Nein, nur wasserscheu!"

Gefahr!

Ist dort nicht ein Ochse am anderen Ende der Wiese?" ruft Elise ängstlich dem Freunde zu, mit dem sie auf dem Ausflug am Wochenende ist.

Jawohl," erwiderte er.Laß nur ja den Lippenstift in der Tasche."

Zu viel verlangt!

Ein dick eingemummelter Herr, der, die Hände tief in die Taschen seines Pelzes vergraben, in einem Gehölz einen Sva- ziergang machte, wurde von einem Strolch gestellt, der ihm mit vorgehaltenem Revolver ein energischesHände hoch" zurief. Ohne aus der Fassung zu geraten, bemerkte der Ueber* fallene jovial:Aber, Mann, Sie können doch bei der Tem» Peratur nicht verlangen, daß ich die Hände aus der Tasche nehme!"

Schwedischer Humor.

Unter Freundinnen.

Frau Lund:Ich freue mich wirklich, daß Ihre Schwester sich in unserem Hause so wohl fühlt!"

Frau Larsson:Ach ja, sie ist von jeher so anspruchslos gewesen!"

Das Tischgebet.

Lehrerin:Weiß jemand von euch ein Tischgebet?", Keine Antwort. Lehrerin: ^Hat denn keiner von euch «hört, wie sein Vater oder seine Mutter zu Gott sprachen, als daS Essen auf den Tisch kam?"

Karlchen meldet sich eifrig:Gestern fegte mein Vater: Herrgott, soll das Fleischbrühe sein?"

Der Sportfanatiker.

Du hast nichts als dein Tennisspiel im Kopf. ES gib» doch schliehlich noch ernstere Dinge auf der Welt als aus­gerechnet Tennis ' .

Weiß ich, weiß ich, Papa aber Boxen liegt mir nun ein­mal nicht..."