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Ausbau der Molkerei Schlüihtrr«.

Die Molkereigenossenschaft Zchlüchtern hielt am Don­nerstag nachmittag im yoeet Stern eine gut besuchte Der- summtung ab. öur Erörterung stand 0er Ausoau der hiesigen tllolherei und damit verbunden das Werden neuer liliiglieber für die Leno^senschaft. Herr Landwirtschafts- rat 11 CüLler leitete die Derjammlung und erteilte nach seinen Begrüßungsworten dem Referenten Herrn Dr. ID.io- mann aus Darm|taot das Wort, der die Anwesenden mit dem Zweck und Oen Zielen der Genossenschaften bekannt machte. Er zeigte anhand seiner von großer Sachverständnis vorgetragenen Ausfüllungen, daß ein tllolßereibeir.eo et­was ganz anderes teilten sann, ais ein landwcrtjchaftcicher Betrieb und baß die Produzenten ihre Milch von der Mol­kerei ganz anders bezahlt bekommen, als es gerade äugen- blicklicy bei der in hiesiger Gegend herrschenden Illuch- schwemme der Fall ist. Der Redner gab verschiedene Anre­gungen über die vielseitigen verwenüungsmögiichkeiten in den Molkereien und betonte, daß neben der Frischmilch das Hauptaugenmerk auf die Herstellung von Butter und Käse gerichtet werden muß. Die Hauptaufgaben der Ge- no^senschaflen müssen aber |ein, vor allen Dingen erzieherisch auf den Landwirt zu wirken, daß z. B. die Milq täglich aus ihren Säuregehalt und in bestimmten regelmäßigen Zeitabuänden auf ihren Fett- und auch Schmutzgehatt ge­prüft wird. Denn ein Hauptersordernis ist, daß wir unoe- dingt durch Erzeugung von Esualüätswa^e die Ronkurrenz des Auslandes bekämpfen. Die Verhältniße auf dem Milch­markt wexden immer schwieriger werden unO es ist unbe­dingt nötig, sich den neuzeitlichen Verhältnissen anzupaßen. Bei der Prüfung von Rreditgesuchen können dann auch nur die Betriebe berücksichtigt werden, deren Anlagen all.n modernen Anforderungen entsprechen und in denen die Gewähr gegeben ist, daß hier (Qualitätsware hergestellt werden kann. Herr Reichstagsabgeordneter £ino von Nieder-Issigheim bei Hanau machte die Anwesenden mit den einzelnen Punkten des neuen Entwurfes für das Milchgesetz benannt, der sich in seinen Ausmaßen durchaus den heutigen Verhältnissen anpatzt. Die Bereitstellung rein staatlicher Mittel für die Vermehrung der Genossenschaften ist zu schwierig, aber innerhalb des Etats sind 12 Millionen Mark zur Zinsverbilllgung bereitgestellt worden, daß alsdann die aufzunehmenoen Kapitalien zu 5% zu verzinsen wären und hierdurch schon eine Rentabilität der Genossenschaft von vornherein gewährleiste würde. Nicht an eins Moder­nisierung, sondern an einen zeitlichen Ausbau der Mölke- reien muß gedacht werden. Die Anlagen müssen entsprecht nd ausgenutzt werden, um eine Verwertung rentabel zu ge­stalten. Der Redner betonte auch wieder, daß es in erst.r Linie nicht so sehr auf die Lieferung von Frischmilch, als auf die Herstellung von Butter und Käse ankommt und daß nur hochwertige (Qualitätsware Absatz findet und ent­sprechend bezahlt wird. An die Ausführungen schloß sich eine überaus lebhafte Debatte an, ein Zeichen, wie sehr di.se $ra"g? allen Landwirten nah.'geht. Hier war es interessant zu erfahren, daß Salmünster schon seit einiger Zeit ver­sucht, seine Produzenten zusammenzufassen und evtl. in Salmünster eine Molkereigenossenschaft für die in Frage kommenden umliegenden (Ortschaften zu gründen. Zweck­mäßig wäre es natürlich, wenn im Kreis Schlüchtern vorerst einmal die bestehende Molkerei ausgebaut würde, was einen Betrag von ca. 40 000 Mark erfordert. Herr Dr. Weidmann machte dann noch verschiedene Ausführungen betreffend der Rentabilitätsberechnung derartiger Unter­nehmungen und gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß sich in Schlüchtern unter den gegebenen Verhältnissen der Ausbau der Molkerei unbedingt rentieren würde. Herr Landwirtschaftsrat Müller forderte noch die jetzigen Mit­glieder sowie die übrigen erschienenen Anwesenden auf, für den Beitritt zur Molkereigenossenschaft zu werben und eifrig Propaganda für den Ausbau der Molkerei zu machen.

Das Blumenwunder.

Ein Film über Entstehen, Werdegang und Sterben der Blumen.

Der FilmBlumentounber" ist keine Vorführung, dem irgend eine Begebenheit zu Grunde liegt, sondern führt b.n Beschauer in das Reich der Blumen. Seine Entstehung ver­dankt er dem Zufall. Bei der Ausnahme von Düngungser- gebnissen wurden die Bewegungen der Pflanzen bei ihrem Wachstum festgestellt. Diese Beobachtungen wurden auf die verschiedensten Pflanzen ausgedehnt und gaben das Bild­material zum Blumenwunder.

Die Blumenfilme wurden in der Badischen Anilin- und Sodafabrik ausgenommen. Das Vorspiel und die Tänze sind Aufnahmen der Unterrichts-Film-Gesellschaft m. b. h. in Berlin.

In bewundernswertem Zusammenhang werden Vorgänge aus dem Pflanzenleben gezeigt, zu deren Aufnahme Tage und Rächte, Wochen, Monate und Jahre erforderlich waren. Ls ist unmöglich die Bewegungen zu beschreiben, dieses Suchen, Kämpfen und Greifen der Schlingpflanzen, die Krampfberoegungen der Knospe vor der Entfaltung und das Sterben der Blumen.

Die Blumenfilme find die ersten, bei denen die Lntwicke- lungsperiode von Pflanzen, vom Einsetzen des Samenkorns bis zur vollständigen Reife in ununterbrochener Folge festge­halten peurde. Die Aufnahme der Tabakpflanze erforderte 105 Tage mit 5306 Einzelaufnahmen.

Ludwig Fulda schreibt zu dem Film:

Der FilmBlumenwunder" stellt nach meinem Empsin- den in der Gattung der Naturfilme, die ich für die eigent­lichste und höchste Ausgabe der Rinomatographie halte, einen bisher unerreichten Gipfelersolg dar.

Es ist ergreifend, ja erschütternd, wie hier die tiefsten Geheimnisse des Werdedrangs, der ganze Ernst und zugleich

die ganze Schönheit organischer Entwickelung sich vor uns enthüllen.

Auch das ein Drama! Rur wahrer, stärker und größer als ein beträchtlicher Teil der Rinodramatik. Dieser Fum muß jedem, der ihn sieht, namentlich unserer Jugend, ein unvergeßliches (Erlebnis bedeuten".

Den Bemühungen des Gbstbauvereins Schlüchtern ist es zu danken, diesen wertvollen und lehrreichen Film durch Vermittelung der Reichsbundes für den deutschen Garten­bau für Schlüchtern zu gewinnen. Jeder Ratur- und Blu­menfreund sollte nicht versäumen, der Vorführung beizu- wohnen.

Der Film läuft am 21., 22., 23. und 24. Februar, vormittags, nachmittags und abends, in den U.-L.-Licht- spielen in Schlüchtern. Näheres durch die Annonce in der nächsten Nummer der Schlüchterner Zeitung.

Kassel. (Für Erhaltung des Hauptgestüts Beberbeck). In einer Sitzung des Vo.ftaab^s der Landwi.tschaslrkammer wurde die Frage aufgeworfen, ob Nicht durch Oie Verle­gung des Landgestüts Dillenburg nach Beberbeck eine Er­haltung des letzteren möglich sei. Wie ja bekannt ist, wird nach Beschlüssen des preußischen Landwirtschaftsminiperiums uno des Landtages das Beverbecker Haupigestüt eingehen. Da man verschiedene Pläne zur Ausnutzung der umfang- reichen Ländereien und Stellungen, wie z. B. Umwandlung in dine Domäne, Einrichtung einer Musterweidewirts chaft, Austeilung der Ländereien für Siebter, wegen Unrentaoi- lität wieder hat fallen lassen, erwägt man, dem Kaff. Tagebl. zufolge, zu versuchen, daß man wenigstens bie Rartblutzucht in Beberoeck als Hauptgestüt für die hur- hessische uno waldeckische Landwirtschaft erhalten sollte. Am zweckmäßigsten erschien es dem Vorstände, wenn das Landgestüt in Villenburg nach Beberbeck verlegt würde. Die Ausgabe eines Landgestütes besteht im Gegensatz zum Hauptgestut, das Hengste heranzieht, darin, baß es die Hengste hält und pflegt, um sie während der Deckzeit im Interesse der Landespferdezucht den einzelnen Deckstatio­nen zu überweisen. Diese Deckstationen, von denen es in Rurhessen 42, in Waldeck 8 und in Nassau (Bezirk Wies­baden) 15 gibt, erhalten je nach Umfang 2 bis 3 Deck» Hengste aus dem Landgestüt Dillenburg irtitte ober Ende s April überwiesen, um sie während der Deckzeit bis Mitte | ober Ende Juli zur Verfügung zu haben, worauf tye I Hengste wieder den Stellungen in Dillenburg zugeführt weroen. Die Stellungen in Villenburg liegen innuhen der Stabs, so daß hier eine Verwendung viel leichter möglich wäre als in Beberbeck. Dillenburg Legt außerdem in einem Gebiet, das für die Pferdezucht üoerhaupt gar nicht mehr in Betracht kommt, wie ja auch schon die geringe Zahl der Deckstationen für ganz Nassau mit 15 gegen 50 in Rurhessen und Waldeck erkennen läßt, würden die rund 150 bis 155 Deckhengste aber aus Dillenburg nach Beber­beck überführt, so könnten hier die für das aufzulösende Hauptgestüt sonst ohne Verwendung stehenden Stellungen ausgenützt und die gesamten Anlagen in Beberbeck doch wenigstens erhalten werden.

Rassel. (Februarsitzung des Landesausschusses.) Bei Eröffnung der Sitzung widmete der Vorsitzende dem ver­storbenen Landesdaektor des Freistaates Waldeck, Präsiden­ten Schmieding, einen warmen Nachruf. Line Vorlage an den Rommunallandtag über die Abänderung der Satzungen der Ruhegehaltskasse und der Witwen- und Waisenkasse der Rommunalbeamten des Regierungsbezirks Rassel wurde ge- nehmigt. In gleicher Weise wurde eine Vorlage an den Rommunallandtag über die Abänderung der Satzungen der Sterbekasse für die Rommunalbeamten des Regierungsbe­zirks Kassel genehmigt. Aus Mitteln der hessischen Brand­versicherungsanstalt wurden 30 978 Mark an Beihilfen für 20 Gemeinden zur Förderung des Feuerlöschwesens gench- migt. Line Beihilfe zu den Rosten der Bereitstellung von preisen auf der Ausstellung der Lehrlingsarbeiten in Hanau wurde bewilligt. Darlehen aus Mitteln der wertschassen­den Arbeitslosenfürsorge für Notstandsmaßnahmen im Stra­ßenbau in den Kreisen Rotenburg und hanau sollen ausge­nommen werden. Entsprechend der Erhöhung des staatlichen Flußregulierungsfonds für 1928 wurden weitere 20 000 Mark aus dem Meliorationssonds als Anteil des Bezirks­verbandes bereitgestellt. Die Beteiligung des Bezirks- verbandes an der Rraftoerkehrsgesellschaft Hessen soll auf 50 000 Mark erhöht werden. Die nicht den Hauptvoran- schlag direkt berührenden Voranschläge der Landeskredit­kasse, des Landesleihhauses Rassel und der Landesrenterei- verwaltung wurden zur Vorlage an den Rommunallandtag genehmigt.

Rassel. Mittwoch Abend kurz nach 1/28 Uhr brach im Hause Mittelgasse 58 im Lagerraum der Buchhandlung Malkus Feuer aus. Die sofort alarmierte Feuerwehr traf nach wenigen Minuten ein, jedoch waren die oberen Stock­werke schon so stark verqualmt, daß die dort wohnenden Familien in großer Gefahr schwebten. Der versuch, die Leute über die Treppe' ins Freie zu bringen, mußte wegen der starken verqualmung ausgegeben werden. 13 Personen mußten von der Feuerwehr mit Hilfe mechanischer Leitern aus dem Hause gerettet werden. Zahlreiche Person n hatten unter den Einwirkungen des Rauches Schaden genommen und mußten der ärztlichen Behandlung zugeführt werden. Nach zweistündiger, schwieriger Arbeit der Feuerwehr ge­lang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken und ein Uebergreifen auf andere Räume bes Hauses zu verhin­dern. Der Inhaber der Buchhandlung wurde unter dem verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung verhaftet.

Wie aus Konftantinopel gemeldet wird, soll Trotzki demnächst nach Angora gebracht und dort in einem kleinen Gebäude neben der sowjetrussischen Botschaft interniert werden.

. Bei Sinblingen rannte ein Auto beim Ueberholen ge­gen einen mit Eisenschienen beladenen Wagen und wurde vollständig zertrümmert. Der Führer des Personenwagens und die beiden Insassen erlitten schwere Verletzungen-

Sonntagsworte.

z Die Glocken des Sonntages Jnvokavit läuten die PassivnLzeit ein.

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Die kirchliche Sitte ruft uns auf, diese ernste, stille des Kirchenjahres vor a^lem dadurch recht zu feiern, u r wir uns still und andächtig in das Leiden und Sterben versenken. Nicht, um uns das Aeußere daran in der E taste auszumalen, seine Schmerzen, seine Wunden, Seelenkämpfe, damit ist weder ihm noch uns gedient,^ sondern, um in die Art und Weise einzudringen, w i e er und um das Maß der Liebe zu erwägen, das ihn in j(, Leiden trieb. Es geht Kraft vom Heilande aus, wann imL wir zu ihm bittend aufschauen, aber die größte Gewalt & tot. unsere Seelen gewinnt er, wenn wir ihn auf seinem 3k Ji sionswege sehen. r I 1

Vor dem Kreuze Christi wird ein Doppeltes erlebt: T« Ernst Gottes und das Erbarmen Gottes, eint richtende eine rettende Wirkung, eine, die uns innerlich erschüttert y demütigt und eine andere, die uns innerlich erhebt und Vertrauen segnet. Das ist es, wessen die Jünger trotz Rätselvollen doch von Anfang gewiß waren: Er leidet Gottes und um unsertwillen. In Leidem war er treu an den Tod: Im Gehorsam gegen den Vater und in Liebe zu den Sündern. Daß er von Gott nicht ließ, das sein Sieg! Daß er von den Sündern nicht ließ, das ist nch, Rettung! Aber sein Werk an uns ist vergeblich, wenn um vom Kreuze her nicht die Frage ins Gewissen trifft und n einem Leben dankbarer Gegenliebe treibt: ^Tas tat ich f dich, was tust du für mid)?"

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^Wetterbericht. Vom Mittelmeer sind über bet Balkan hinweg mildere Suftmaffen nordwestwärts vorgestch, und haben auch in Deutschland zum Auftreten von Beirsi kung und verbreiteten Scbneefällen geführt. Gleichzeitig^ sich der starke Frost etwas gemildert. Da das nordöstl^ Hochdruckgebiet in voller Starke erhalten geblieben ist, mit! sich die zurzeit lokal unterbrochene Nordostströmung ball wieder allgemein herstellen, so daß eine stärkere Abschwäih ung der Fröste nicht zu erwarten ist. Vorhersage bis Saim

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tag Abend: Wolkig bis aufbeiternd, zeilweise noch leiG Schnecf.ill, Fröste wieder anziehend, nordöstliche Wink Witterungsaussichten bis Sonntag Abend: Fortbestand du

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Späterer Schulanfang. Die Regierung in sel hat die Schulleiter sowie die Leiter der ihr unmitklbii unterstellten Schulen ermächtigt, den Unterricht tnsbefonbt für die jüngeren Schulkinder eine Stunde später beginn« zu lassen, so lange die starke Kälte andauert.

70. Geburtstag. Frau Witwe Elise Hahn gi Urbach, Schlüchtern feiert am 15. Februar ihren 70. Geburt tag. Wir gratulieren!

Wegen Erhebung der Brandsteuer wq auf das Inserat der Landesrenterei Schlüchtern in heutig Nummer hingewiesen.

Unsere Heimat. Anfang nächster Woche erscheii Nr. 1/2 vonUnsere Heimat", den 21. Jahrgang der ZriW schrift eröffnend. Inhalt: Ein Neujahrswunsch M Grimm Doktor Interim, Luthers letzter Gegner. DieDi Eiche" bei Heubach. Mein letztes Gefecht in Deuisch-§ß afrika. Oems Hirtehaus. Joh. Hartmann, der letz Herr von Hütten zunt Steckelberg. Quellen und Verzeih nisse zum Leben und zu den Werken v. P. Lotichius Se Zwei heimatliche Glashütten des 18. Jahrhunderts. 4 Schlüchterner Pfarrerpersonalien aus dem Visitationsprotii soll der Grafschaft Hanau-Mainzerberg von 1562. Vo« der Demut.

Den Mitgliedern des Heimatbundes geht die Zeitschn^ portofrei zu. Der Mindestjahresbeitrag beträgt 2 Mk. New anmeldungen nimmt entgegen Konrektor Schäfer in Schluß tern. Zahlungen sind zu richten an den Heimatbund Schlü tern, Postscheckkonto 80311 Frankfurt a. M.

Volksdienstwoche. Der an der evangelische» Volksdienstwoche am 17. bis 20. Februar in Schlüchter» milwirkende Pfarrer Zei dler-Ka ssel nimmt nicht nur af«^» Kanzelredner ein hervorragende Stelle ein, sondern ist ou4

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durch seine Vorträge bekannt, die in Kassel meist vor üben füllten Sälen stattfinden. Diese Vorträge, die von seinn vielseitigen Begabung und seinem umfangreichen Wissen Aeuß! nis ablegen, behandeln die verschiedensten Gebiete. So h«i! er in diesem Winter religionsgeschichtliche Vorträge über Sch"' sucht und Heinrkehr zu Gott, ferner kirchengeschichtliche übn die religiöse Entwicklung Deutschlands von der Einführung des Christentums bis zur Jetztzeit und über den ProtestM tismus im heutigen Deutschland. In den Progammen d« Fichtehochschule sind seine literaturgeschichtlichen Vorträge an> gekündigt über Fremdheit und Abkehr von der deutschen Literatur und Über das Vermächtnis der Väter, beutst Geistesleben im Spiegel der Literatur. In der letzten sprach er im evangelischen VereinvhauS über die soziale Vn> antwortung der Kirche und erzielte auch auf diefem Gebiü mit seinen Ausführungen einen durchschlagenden Erfolg, dessen Widerhall in der Berichterstattung der Kasieler Presse jum Ausdruck kommt. Es ist daher dankbar zu begrüßen, daß dieser vielbegehrte und vielbeschäftigte Mann sich auch zu einer Vortragsreihe in Schlüchtern bereitgefunden hat.

Herabsetzung der deutschen Einwande« rungsquote. Die Abstimmung über das Inkrafttreten der Ursprungsklausel im amerikanischen EinwanderungSauS« schuß ergab vier Stimmen für und sieben Stimmen gegen einen Aufschub, so daß der Antrag im Senat abgelehnt und vom 1. Juli ab die deutsche Einwanderungequote von rund 51000 auf rund 2 4 000 jährlich herabgesetzt wird.

Die dünnen Damenstrümpfe. In Nauen sind «einem jungen Mädchen beide Beine bis zu den KnieN herauf erfroren. Das Mädchen glaubte, auch in dieser K^" mit hauchdünnen Florstrümpfen gehen zu müssen. Nun noer» den ihr aller Wahrscheinlichkeit nach beide Beine abgenom­men werden. Vom Berliner Gesundheitsamt erfährt dtt »Deutsche Zeitung" hierzu, daß auch in anderen Fällen jenigen Frostschäden erlitten haben, die zu leichte Slrümpn trugen».