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Z«r AngsstsULenverficherusg-

Laßt eure Anwartschaft nicht verfallen!

Alle Anwartschaften in der Angestellterrverfiche- rung gelten bis einschließlich 1925 als aufrechterhalten ohne Rücksicht darauf, ob für einzelne Jahre zu wenig Verträge oder gar kein Beitrag entrichtet wurde. Erst vom Jahre 1926 an greifen die allgemeinen Borschrif­ten Platz, nach denen der Versicherte vom 2. bis 11. Kalenderjahre seiner Versicherung jährlich mindestens 8, vom 12. Kalenderjahre an jährlich mindestens 4 Bei­tragsmonate zur Erhaltung der Anwartschaft nach­weisen muß.

Die Nachzahlungsfrist für freiwillige Verträge für daS Jahr 1926 enöck mit dem 31. Dezember 1928. Jeder berufsfähige Versicherte, der von 1913 bis Ende 1925 Mindestens 4 Pflichtbeitragswonate Nachweisen kann, hat bis zum Schlüsse des Jahres 1928 noch die Möglich­keit, feine Versicherung wieder mtsleben zrr lassen. Wer An Jahre 1916 oder später in die Angestelltenversiche- rung eingetreten ist, muß für 1926 8 Beitragsmonate nachweifen. Für die bereits 1913 bis 1915 eingetretenen Versicherten genügen für 1926 4 Beitragsmonate.

Freiwillige Beiträge sind für die Zeit vom 1. April 1d28 in der dem jeweiligen Einkommen entsvrechenden Gehaltsklasse, mindestens aber in Klasse V, zu ent­richten. Qn Klasse B können Beiträge nur von sol­chen Versicherten geleistet werden, die ohne Einkommen sind, oder deren Einkommen inst Monat den Betrag von RM 190, nicht übersteigt. Für die Zeit vor dem 1. April 1928 sind freiwillige Beiträge mindestens in der Gehaltsklasse zu entrichten, die dem Durchschnitt der letzten vier Pflichtbeiträge entspricht oder am nächsten kommt. In einer niedrigeren Beitragsklasse ist die freiwillige Westerversicherung für diese Zeit dann zulässig. wenn diese Gessaltsklasse dem Einkom­men b Versicherten entspricht.

Es ist nicht ratsam, die Entrichtung freiwilliger Beiträge Rs zum letztzulässigen Punkt aufzuschieben. Denn regelmäßig ist nach Eintritt des Verficherungs- falles die Stachentrichtunä freiwilliger Beiträge unzu­lässig. Jeder freiwillig Versicherte regele daher mög- lichst laufend, wenigstens aber bis zum Schlüsse jeden Kalenderjahres, feine Versicherung.

Die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft er­forderlichen Beiträge für arbeitslose Versicherte sind nach § 129 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vorn 16. Juli 1927 während des Bezugs der Hauptunterstützung vom Arbeitsamt in Klasse B zu entrichten.

Im Reiche der Wölfen»

Nicht nur der klare, sondern auch der bewölkte Himmel hat feine Vorzüge. Eine schirmende Wolke schützt vor der Sonne Glut, und dunkles Gewölk sendet uns den Regen. Mit Sturmeseile sausen oft die Wol­ken, zerfetzt und zerrissen, dahin und zeigen die Kraft des sie treibenden Windes. Viele analer haben Bilder von Wolkenhimmel entworfen und Farbe und Töne in sie hineingelegt, die allerlei Stimmungen hervor- zurufen vermögen. Solche Betrachtungen erinnern an die Worte Schillers:Aus der Wolke quillt der Segen, strömt bet-Stegen; aus der Wolke, ohne Wahl, zuckt der Strahl!"

Die mannigfachsten Gebilde und Formen weisen die Wolken auf, und es ist zuerst gar nicht leicht, sich in dem Wirrwarr znrechtzufiuöen. Schon vor über 100 Jahren versuchte ein Engländer sie zu klassifizieren, und seine Einteilung hat sich im wesentlichen bis auf den heutigen Tag erhalten. Im allgemeinen unter- scherdet man zwei Hauptarten, Haufenwolken und Schichtwolken. Die ersteren sind hauptsächlich im Sommer zu sehen und fallen durch ihre Kuppen und wagerechten Grundflächen auf; sie ähneln in der Nähe des Horizontes oft entfernten, hohen Gebirgen, die

Ei» edles Frauenlede«.

Roman von Carola Weiß.

Copyright by ©reiner & TvAp. Berlin W 30.

Nackdru-k verbot«. ^

Es war ein Glück, daß die Herren so von dem Gegen­stand in Anspruch genommen waren, sie wären betroffen gewesen von dem Ausdrucke tiefster Erschütterung, der jetzt auf dem Antlitze der Schwester lag. Durch unausge­setztes Anfeuchten der Wunde mit lauwarmem Wasser wurde endlich die erstarrte Kruste erweicht und die Locke konnte ohne Gefahr entfernt werden.

Das Büschel Haare hat ihn gerettet," sagte der Chef­arzt, mit einer gewissen Bewegung die gelbe, lange Strähne betrachtend.Ob es wohl die Spenderin geahnt, wozu es ihm dienen würde, als sie es ihm in einer glück­lichen Stunde gab?"

Eine Stunde später lag der Verwundete verbunden aus einem Lager in einer abgeteilten Zelle, und Schwester Pia hatte vorerst den Pflegerinnendienst.

Fahren Sie unausgesetzt mit den Belebungsversuchen fort und achten Sie genau, ob die Kräfte sich heben," sagte der Chefarzt, als er die Zelle verließ. Er hatte noch hinzugefügt, so lange der Atem in der Menschenbrust weile, könne man hoffen. Dieser Ausspruch galt aber mehr ihrer Person, als er allgemein gehalten war. Er hatte ihr sogar leise über das Haar gestrichen, als ahne er irgendeine Verbindung zwischen ihr und dem bewußt­losen Manne und hatte sich mit dem Versprechen ent­fernt, noch im Laufe des Tages nachzuseheu. Sie hatte während der ganzen Zeit nicht aufgeblickt, seine Silbe erwidert, als fürchtete sie, dadurch die tiefe Erschütterung ihrer Seele zu verraten. Jetzt, als sie allein war, kniete sie vor dem Lager nieder und legte auf einen Moment still ihr Antlitz auf das regungslose Gesicht des Mannes. Dann aber erhob sie sich, und obwohl ihre Züge sehr bleich waren und unaufhaltsame Tropfen in ihre Augen kamen, begann sie mit festem Willen ihr Pflegerinnenamt. Denn sie dachte der Worte des Arztes und wieviel von jeder Minute abhing. Während sie aber an seinem Lager saß, sein Haupt stützte nnd von Zeit zu Zeit seine bleichen Lippen mit einem Tropfen Wein befeuchtete, dachte sie, wie oft seine verdursteten Lippen nach einem Tropfen Wasser verlangt haben mochten, wie oft sich sein irrender, hilfesuchender Blick nach den kalten, glänzenden Sternen gerichtet haben mochte, als er die ganze Nacht hilflos verblutend unter freiem Himmel lag.

von der Sonne beschienen werden. IN" DKWschNM betrügt ihre Höhe über 1^ Kilometer. Sie bilden sich in aufsteigendeu feuchten Luftströmen,' dabei wird die Luft ausgedehnt und abgekühlt, so daß sich der Wasser- dampf verdichten muß und als Wolke erscheint. Einen anderen Anblick bieten die Schicht- oder Schleier- wolken, die, wie ihr Name sagt, oft in langgestreckter!, weißlich- oder graugefärbten Schichtungen den Himmel überziehen und deren Höhe zwischen ein und acht Kilo­meter liegen kann. Ihre höchsten Ausläufer sind die zarten, weißen Federwolken, die aus Eisteilchen be­stehen. Kommen sie rasch aus Westen heran, soll Regen zu erwarten feilt Eine Zwischenakt, die hellen Schäfchen Wölkchen, welche als kleine zusaur- mengeballte Staffelt in großen Mengen manchmal den Himmel bedecken, versprechen dagegen vorwiegend schönes Wetter. Sie schweben etwa 3000 bis 7000 Meter hoch. Die Schichtwolken entstehen an den Grenzflächen verschieden temperierter und feuchter Luftströmungen durch Mischung. Die hier genannten Wolken erzeu­gen durch Verbindungen mehrere Unterarten, so daß die Wissenschaft zehn Hauptformen und mehrere Son- Lerarten unterscheidet. Eine ist die Regenwolke, ein dunkles, forruloses und tiefliegendes Gebilde, aus der andauernd Regen fällt. Bekannt sind die mächtigen Gewitterwolken, die sich drohend in Gestalt von Bergen oder Türmen erheben und deren Gipfel bis zu 8000 Meter ansteigen.

Eine Wolke ist nichts Beständiges, ein fortwähren­des Werden und Vergehen. Ihr Schweben erklärt sich dadurch, daß die kleinen Wassertröpfchen ständig zur Erde fallen, andererseits aber durch den aufster- genden Luftstrom getragen werden. Tritt die Bewöl­kung am Erdboden aus, so spricht man von Nebel, den vielfach eine Abkühlung des Bodens oder die ihm an­liegenden Luftschichten verursacht.

Das U^olii&Hjiff» Dreizehn Monate auf einem Schoner.

An einem der letzten Septembertage ist der schwe­dische DreimastschonerF i d e s", ein Schiff von 312 Tonnen, in Moreton Bay bei B r i s b a n e vor Anker gegangen, 13 Monate, nachdem eS den Heimathafen in Schweden verlassen hatte. Am 31. August 1927 hatte dieFides" die Reede von Gotenburg mit einer Holz­last für Australien verlassen. Die Abenteuer/ die Schiff und Besatzung erlebten, könnten gut und gern in jedem Knabenlesebuch stehen.

Zu Anfang November geriet der Schoner in einen furchtbaren Sturm und verlor den größten Teil seiner Takelage, so daß die Weiterfahrt allein »on einem kleinen Hilfsmotor abhängig war, der aber auch nach kurzer Zeit versagte. Einen ganzen Monat trieb das Schiff nun hilflos auf dem Meere umher, bis es gerade am Weihnachtsabend den Hafen von P a r a in Brasilien erreichte. Hier mußre die Fahrt für drei Monate unterbrochen werden, bis die nötigen Ausbesserungsarbeiten beendet waren. Ein Teil der Besatzung erkrankte unterdessen,' aber, nachdem die Schäden wieder heil waren, setzte das Fahrzeug die Reise fort und segelte durch den Panamakanal in den Stillen Ozean. Volle 72 Tage hatte es nun mit starken nordwestlichen Stürmen zu kämpfen. Die ganze Be­satzung, vom Kapitän bis zum jüngsten Schiffsjungen, wurde krank; die Lebensmittelvorräte gingen zur Neige, und auch das Apothekerschränkchen wurde völlig leer. In verwahrlostem Zustande kam das Schiff schließlich in P a p e e t e auf Tahiti an. Hier wurde ein Matrose wahnsinnig und verletzte einen anderen aufs schwerste. Aber auch nach der Abfahrt von Tahiti wurde das Unglücksschiff weiter vorn Unheil verfolgt­es hatte noch vor den Tonga-Inseln einen Sturm zu bestehen. Wenn sich die Besatzung nicht geradezu aufgeopfert hätte, wäre ein Schiffbruch unvermeidlich gewesen. Aber noch zwei Sturmzeiten mußte Schiff

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Als nach einigen Stunden der Chefarzt wiederkam, ließ er sich Bericht erstatten.

Ich habe keine Veränderung wahrgenommen," sagte das Mädchen.

Er beugte sich über den Verwundeten und legte das Ohr an seine Brust.

O doch," versetzte er, als er sich dann nach einiger Zeit erhob.Der Zustand hat sich verändert, der Herz­schlag ist bedeutend stärker. Wenn die Kräfte des Mannes mit seiner riesigen Gestalt im Einklang stehen, kann er vielleicht gerettet werden," fügte er hinzu.

Glauben Sie, Herr Doktor ... daß ... daß mit dem Bewußtsein sich auch die Fähigkeit des Erkeunens einstellen wird?" Das Mädchen tat die Frage mit leiser Stimme nnd stockend und ohne die Blicke zu heben.

Der Chefarzt sah sie forschend an. Wo war die Klar­heit, die milde, besonnene Ruhe geblieben, die ihr ganzes Wesen auszeichnete? Sie war seit Monaten in dem schweren Beruf tätig, und er hatte das Mädchen wie eine Tochter lieb gewonnen. Ihn beunruhigte der Mißton, der das gewohnte .Gleichmaß Ihres Sich-Gebens plötz­lich störte.

' Was war die Ursache dieser Veränderung?

Warum stellen Sie diese Frage, mein Kind?" fragte der alte Herr nach einer Pause.

Ich . . . ich habe Grund, nicht gleich . . . überhaupt nicht erkannt zu werden." Eine heiße Glut übergoß plötz­lich ihr ganzes Gesicht.

Das haben Sie fürs erste nicht zu befürchten," sagte der Arzt ruhig, und als merke er ihre Verwirrung nicht. Die rein physischen Funktionen sind es, die zuerst ins Leben treten werden, um den Gang der Maschine zu .regeln; dann wird sich Fieber einstellen, und da sind alle seelischen Kräfte in Wirrnis und Betäubung. Soll­ten sich meine Voraussetzungen nicht bewahrheiten, so kann Sie eine andere Schwester vertreten. Besser wär's, wenn die Pflege in den ersten Tagen in Ihren Händen bliebe; bei einem solchen schweren Falle sind Umsicht und Ausdauer die Hauptsache."

Sie erfüllten sich buchstäblich, die Schlüsse des alten Herrn, als hätte er das stockende Leben bis ins tiefste erforscht und belauscht.

Am Abend zeigten sich die ersten Zeichen des erwachen­den Lebens. Es äußerte sich zuerst in einem leisen Be­wegen und einem kaum vernehmbaren Stöhnen. Während der Nacht verschärften sich die Symptome, die Bewegnn- gen verstärkten sich, die Laute wurden deutlicher, und mit gierigen Zögen...trank.der Kranke das. was man ihm

und Besatzung bestehen,' erst als man sich der ätfa schen Küste näherte, wurde das Wetter etwas 6efo Satz man wenigstens, wenn auch ohne Korn2 drücke, die der letzte Sturm über Bord gespült s den Hafen von Brisbane erreichte. H 7

< Mangelnde Sicherheit im EinschreibebriefverkHr die seit 1. Mai bei der Reichspost in der Beförderung^" schreibebriefen vorgenommenen Abbaurnaßnahmen der zahlenmäßige Nachweis der Einschreibebriefe. Das L Postministerium hat diese Kontrollmaßncchmen mit der dung abgebaut, dafür an anderer Stelle Berkehrsverbefst^ einzurichten. Nun sind seit 1. Mai dieses Jahres £ lüfte an Einschreibbriefen erheblich gewachsen, wie auS» den wiederholten Klagen in der Oeffentlichkert yervorgellk größere Sicherheit ist auf diesem Gebiet schon deshalb erU lich, weil als Einschreibebriefe Urkunden, Dokument«, L briefe, Lagerscheine usw. gesendet werden, deren WerpM vielfach schwierig ist, wobei aber die Hauptsache gar M Wert, sondern die Sicherheit ist, daß diese Urkunden auch H in die Hände des Empfängers gelangen. Die SinrklW eingeschriebenen Briefe wurde ihren Zweck verfehlen, Abftnder oder Empfänger von vornherein Zweifel früher gewährten Sicherheit haben müßten. Der ReiHs^ der Deutschen Industrie hat daher das ReichsPostmmPiz gebeten, ausreichende SccherhectsmaßnaHwW für her ti jchrechebriefverkehr wieder zu

----------- »V.

Rundfunk-Aachrichte».

Rundfunk. Frankfurter Seuder.

Donnerstag, den 29. November. 6.30: Morgengymnastik l schließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 1314.00: Mih Konzert des Rundfunkorchesters. 15.0515.35: Stunde d« s gend. 15.5516.05: Haussrauendienst. 16.3518.05: Bon 8 gart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.1018.30: Lesest» 18.3518.45:Ueber die Frost- und Tanwettervorhersage', h trag von Dr. W. Mahrt. 18.4519.15: Von Kassel: tah 19.1519.45: Stenographischer Fortbildungskurses für Sttfin und Fortgeschrittene. 20.15: Sinfonie-Konzert des RuH orchesters. (Sinfonische Werke als Charakterstücke). Anschlich Von Kassel: Gesangs-Konzert Marta Körner.

Freitag, den 30. November. 6.30: Morgengymnastik! schließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 1314.00: A Platten-Konzert. Volkstümliche Musik. 14.1515.00: ©ä musik:Das neue Klavierbuch", Vortrag und Vorführung Helma Autenriech-Schleußner. 15.0515.35: Stunde der gend. 15.5516.05: Haussrauendienst. 16.3517.35: fy frauen-Nachmittag. 17.3518.05: Von Stuttgart: KoM Rundfunkorchesters. 18.1018.30: Lesestunde. 18.30-18. Wie kann das Publikum dazu beitragen, die Briefzustelluq erleichtern, zu beschleunigen und die Zahl bet unzustellbare» s düngen zu verringern?", Vortrag von Oberpostinspektor Sto 18.4519.15: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. 19.15 19.45:Geistige Grundlagen der Arrgestelltenversicherung", i trag von Emil Kranz. 19.4520.05: Zwanzig fOlinuten) schritte in Wissenschaft und Technik. 20.0520.15: Film-W schau. 20.15: Bunter Abend. Mitwirkung u. a.: Astred Sei (Humorist), das Rundfunkorchester. Anschließend: Lieder-N John Armstrong. Darauf: Uebertragung vom Frankfurter Ä Tage-Rennen. Anschließend: Tanzmusik. 0.301.30: Nacht!« des Rundfunkorchesters.

Samstag, den 1. Dezember. 6.30: Morgengymnastik schließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.4513.15: 9 funk: Deutsch. 13.1514.15: Mittagskonzert des Runds orchesters. 15.0515.35: Stunde der Jugend. 15.55-16 Haussrauendienst, 16.3518.05: Nach Stuttgart: Sonett Rundfunkorchesters. (Italienische Opern). 18.1018.30: 1 stunde. 18.3018.45: Briefkasten. 18.4519.15: EW Unterricht. 19.1519.45: Franz Diettrich: Vorlesung aus ei# Dichtungen. 19.4520.15:Der Sternenhimmel im Dezem Mars in Erdennähe", Vortrag von Prof. E. D. Sittig. A Gas", 1. Teil. Drama von Georg Kaiser. SpielleituU Spanier. Anschließend: Uebertragung vom Frankfurter 9 Tage-Rennen. Darnach bis 0.30: Tanzmusik.

reichte. Am andern Tage stellte sich das Wundst ein und die Hitze, die jetzt durch seine Pulse zu t« begann, die den Schlag des Herzens erhöhte, versp auch scheinbar alle physischen Kräfte und weckte dieM tätigkeit, aber die dunkle, die verworrene. Das 1 Beben der Lippen hatte sich in ein Flüstern und d zu einem lauten Reden verwandelt.

Die Pflegerin schien ihre Kräfte zu verdoppeln, verdreifachen, sie mußte die Zeit zwischen den alten > den ueu übernommenen Pflichten teilen. Sie sonnte Tätigkeit dem Saale, der ihrer besonderen Obhut vertraut war, nicht ganz entziehen, da die Kranken» nach ihr verlangten. Ihr bloßer Anblick war bis, eine Beruhigung für die Leidenden gewesen, wie V man sie ganz missen können? Der Chefarzt hätte' nicht zugegeben und sie hätte es selber nicht geN sehr sie auch mit ihrem ganzen Fühlen und DenN dem Kranken in der einsamen Zelle sein mochte.

In den Stunden, wo sie nicht dort war, vertm die junge, blasse Nonne. ,

Es ist merkwürdig," sagte eines Tages der M zn einem der anderen Aerzte, als er bei dem war,daß er nur immer den einen Namen wieder Und der merkwürdige Schlußsatz, bm er daran füll' dem gewöhnlich Tage der tödlichen Abspannung . . . Er scheint jemand zu suchen und ist von dicsc»^ danken beherrscht, daß er sein ganzes Seelenleben füllt. Es ist ein ganz merkwürdiger Fall, so merfwi wie er mir in meiner ganzen Praxis noch nicht " kommen ist."

18. Kapitel.

Einige Tage später gegen die Abendstunde Chefarzt, von der Nonne begleitet, in die Kranken.

Draußen schüttelte ein leichter Wind die BaM^ Klostergartens, und die Aeste schlugen leise rait|d)L das Fenster, drinnen lag der verwundete Mann ü* regungslos auf seinem Lager; kein Bewegen, w"> leiseste Zucken einer Muskel verriet, daß er den ve an gehörte.

Die Krisis wird vor Mitternacht nicht eintreicw der Chefarzt, nachdem er ihn lange betracht^/ können sich einige Stunden Ruhe gönnen," wa< sich dann an die Schwester Pia.

Ich bin gewohnt zu wachen, Herr Doktor"

(Fortsetzung folgt.)