Gesangövorträge in der Aula. Für die Schüler der Schulen in Schlüchtern werden am Dienstag in den Vormittagsstunden von n bis i Uhr Gesangövorträge mit Klavierbegleitung durch Herrn Ernst Hudemann veran- staltet. Die Vortragsfolge ist sehr reichhaltig und seien aus ihr erwähnt: Jerusalem, du hochgebaute Stadt; Zwei Königs- linder; Heidenröslein; Lützows wilde Jagd; Der heilige Franziskus; Zu Straßburg auf der Schanz; Ich hab' mich ergeben, und andere mehr. Auch die Eltern der Kinder und Musikfreunde können an der Veranstaltung teilnehmen.
Zur Beachtung für Kaufleute und Käufer. In einer auch für die Polizei bedeutsamen Entscheidung vom 21. September 1928 hat das Kammergericht Berlin zu der Frage des Ablieferns bestellter Waren nach Ladenschluß Stellung genommen. Das Kammergericht vertritt in dem ln der Zeitschrift „Die Polizei" veröffentlichten Urteil erneut den Standpunkt, daß das bloße Abliefern bereits während der Geschäftszeit, also vor Ladenschluß bestellter Waren kein Feilbieten darstellt, weil, wenn jemand die Wre nach Art und Menge fest vorher bestellt hat, keine Handlungen mehr erforderlich sind, um den Abnehmer zum Abschluß willig zu machen, wie dies im Begriff des Feil- bietens (im Gegensatz zum Feilhalten) liege. Voraussetzung hierbei ist allerdings, daß der Tatbestand einwandfrei ergibt, daß dem Käufer nicht erst gelegentlich der Abnahme über den Preis verhandelt wird. Der Käufer muß sich also schon vor der Ablieferung bei der Bestellung mit dem Verkäufer über Ware und Preis vollständig geeinigt haben. Ob dies im Einzelfalle wirklich zutrifft, kann der Beamte ja im Zweifelsfalle leicht fest stellen.
(Einreisevisum nach Frankreich. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Nassau, teilt mit, daß die Kosten für das Einreisevisum nach Frankreich für einen Aufenthalt bis zu zwei Wochen auf X^ 1,05 herabgesetzt sind. Die Kosten für das belgische Einreisevisum bleiben bestehen. Besondere Vergünstigungen für Reisen zu Allerseelen und Totensonntag sind nicht zu erwarten.
Llm. In den Tagen des Amerikafluges des „Graf Zeppelin" freuen auch wir in Elm uns der vollbrachten deutschen Tat, die im Zeitalter der Technik aus den Gedankengängen des Grafen Zeppelin hervorgehend vollbracht wurde, wir erinnern uns gern dieses genialen Erfinders, der anläßlich der Zeppelinlandung in Frankfurt a. M. im Jahre 1909 in den Tagen vom 31. Juli bis 2. August auf Ichloß Bran- denstein bei seiner Tochter, der Gräfin von Brandenstein weilte. Der nächste Besuch von Graf Zeppelin und seiner Gemahlin war am 13. April 1911 und dann noch einmal im Kriegsjahre 1916 am 27. Juli. Alle diese Erinnerungen würden von noch stärkerem Feuer durchglüht sein, wenn er uns Timern beschieden sei, das sich auf dem Bückflug von Amerika befindliche Luftschiff auf seiner Fahrt zur Ila nach Berlin über unserem (Orte und dem Zchloß Brandenstein kreuzen zu sehen, vielleicht läßt es sich durch berufene örtliche Personen durch Vermittlung des Grafen von brandenstein ermöglichen, daß das Luftschiff diesmal seinen Rurs an der Frankfurt-Bebra-Berliner Bahnstrecke entlang nimmt und so unsere Heimat berührt und noch vielen anderen Stählen an dieser Strecke einen Besuch abstattet, kie bisher noch nicht berührt wurden. Sicher würde eine solche Fahrt von nicht minder großem Jubel der Bevölkerung begleitet sein.
Neuhof. Die weitere Ermittlung nach Tätern bei den Güterzugberaubungen in der Nähe von Neuhof führte in Frankfurt zur Verhaftung verdächtiger Personen aus Neuhof, die Verwandte des bereits im Gefängnis sitzenden Haupttäters von Paris sind. Die Verhafteten arbeiten in Frankfurt; in ihren Wohnungen fand man große Mengen gestohlenen Gutes wie Stoffe, Leinen, Leder, Schuhe und Lebensmittel.
Fulda. Der Samstag-Schweinemarkt hatte eine Zufuhr von 224 Ferkeln zu verzeichnen. Die preise stellten sich je nach dem Alter der Tiere auf 12, 18 und 24 Mark bas Stück. Bei flottem Handel blieb wenig Ueberstand.
B a d (D r b. Am Freitag Abend traf Herr Regierungspräsident Dr. Friedensburg gelegentlich einer Dienstreise in Bad (Drb ein und hat im Badehotel Schneeweis und BlüHer, aus einige Tage Wohnung genommen. In seiner Begleitung befanden sich noch zwei weitere Begie- rungsbeamte von Kassel, und zwar Herr Oberforstmeister Aßmann und Herr Begierungs- und Forstrat von Sachs.
Gemünden. (Tätlicher Unfall bei der Ueichsbahn.) Freitag Abend wurde der Lokomotivführer Michael Bitter des Bahnbetriebswerks Aschaffenburg in der Station Ge- münben beim Ueberschreiten der Geleise überfahren und schwer verletzt. Ein Bein wurde abgefahren. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde er in das Städtische Krankenhaus Aschaffenburg gebracht. Eine halbe Stunde nach seiner Tinlieferung starb er.
Büdingen. (Ein Zentner Eicheln 10 Mark.) Die Eichen zeigen in diesem Iahr einen außerordentlich guten Behang. Da in manchen Gegenden Mangel an gutem Lichel- saatgut besteht, läßt die Oberförsterei Konradsdorf die Eicheln sammeln und zahlt für den Zentner 10 Mark. Bei dem massenhaften Abfall der Eicheln in der letzten Zeit bildet das Tichelsammeln für manche Familie einen lohnenden Nebenerwerb.
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 29. 10. 1928. Der Austrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1434 Bindern, darunter 280 Ochsen, 72 Bullen, 649 Kühen, 4Z3 Färsen, ferner 531 Kälbern, 111 Schafen und 5440 Schweinen. Marktverlauf Binder und Schweine langsam, Ueberstand, Kälber und Schafe ruhig ausverkauft. Bezahlt wurden: Ochsen A I 55—57, II 48-54, B 1 40-47; Bullen A 47-51, B 43-46; Kühe A 44-47, B 37-43, L 50-36, D 22-29; Färsen st 55-58, B 48—54, L 42-47; Kälber st —, B 70-74, L 64-69, D 55—63; Schafenichtnotiert; Schweine st76—78, B 76 - 78, L 77-79, D 73-76, L 70—74.
Frankfurt a. M. In der vergangenen Woche wurde der Generalbebauungsplan der Stadt Frankfurt a. M. dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt vorgeführt. Der Generalbebauungsplan sieht eine Scheidung von Wohn- und Industriegebiet vor. Das Hauptindustriegebiet wird sich am Osthafen befinden. Umfangreiche Siedlungen sind vor allem im Niddatal sowie in der Gegend von Griesheim, ferner bei Schwanheim und Oberrad vorgesehen. Der Sachsenhäuser Berg östlich des Hainerwegs soll unbebaut bleiben.
Frankfurt a. M. (Neue Straßenbahnstrecke.) Nach dem mit der Gemeinde Fechenheim abgeschlossenen Lin- gemeindungsvertrag hatte die Stadt Frankfurt die Verpflichtung übernommen, eine Straßenbahnverbindung nach dem neuen Vorort herzustellen. Mit einem Kostenaufwand
von 700 000 Mark bis zur vorläufigen Endstation ist diese Straßenbahnlinie nunmehr fertiggestellt und dem Verkehr übergeben worden. Als am Samstag nachmittag der erste festlich geschmückte Straßenbahnzug mit einer Beihe geladener Gäste in Fechenheim eintraf, wurde er von der dortigen Bevölkerung freudig begrüßt. Bei einer kleinen Feier im Gasthaus „Zum Schwanen" wurde in mancherlei Reben bem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die neue Verbindung dazu beitragen möge, das Gefühl der Zusammengehörigkeit aller Bürger Groß-Frankfurts zu stärken.
Friedberg. (Die gefährlichen Masern.) Seit Frühjahr dieses Iahres gehen in Steinfurth die Masern um, von denen nur wenige Kinder verschont blieben. Die Krankheit nahm nicht immer den normalen Verlauf, sondern hatte häufig gefährliche Komplikationen, wie Mittelohrenentzündungen, Lungenentzündungen usw. im Gefolge. Mit erschreckender Häufigkeit traten anschließend an die Masern besonders Mittelohreiterungen bei Kindern auf, die teilweise schwere Operationen zur Folge hatten. Auch jetzt tritt die Krankheit noch vereinzelt auf.
Alsfeld. (vor einem Wildschweinkrieg in Oberhessen.) hier fand eine Sitzung von Vertretern der Ministerial-Forst- abteilung, der Amtsvorstände der staatlichen Forstämter Alsfeld, Ludorf, Göringen, Grebenau und Bomrod sowie der leitenden Forstbeamten der Graf Görtz'schen und Freiherr!. Biedesel'schen Forstverwaltung statt, die den Zweck hatte, Mittel und Wege zur Vertilgung des stark überhand nehmenden Schwarzwildes in den Waldungen des nordwestlichen Teils von Dberhessen zu beraten. Es wurden eine Beihe von Maßnahmen vorgesehen, von deren Anwendung man sich bei einem schneereichen Winter, der als Voraussetzung für das Gelingen des Planes gilt, eine wesentliche Verminderung des Schwarzwildes, vielleicht sogar seine Vertreibung verspricht.
Gerstun gen. (Ein Komplott Iugendlicher.) hier wurden einige Iugendliche verhaftet, die im Besitz von Schlagringen, Gesichtsmasken und Gift waren. Nach ihren Angaben sollte das Gfft dazu dienen, die Wachhunde in den Gehöften zu töten, wo sie einbrechen wollten. Als nächsten Einbruch planten die Burschen nach ihrem eigenen Geständnis einen nächtlichen Besuch bei einem Landwirt, der eine Kuh verkauft hatte, und bei dem sie Geld vermuteten. Die Burschen wurden vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt.
Kassel. (Wahlkreisparteitag der Deutschen Demokratischen Partei.) Der diesjährige ordentliche Wahlkreisparteitag der Deutschen Demokratischen Partei für Hessen- Nassau und Waldeck-Wetzlar findet am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. November in Kassel im Restaurant Kleeblatt, Frankfurterstraße 20, statt. Es spricht Beichstags- abgeordneter Dr. Beinhold-Dresden am 4. November über „Die politische Winterarbeit unter besonderer Berücksichtigung der auswärtigen Politik und der Finanz- und Steuerfragen."
Kassel. (Neue Leitung bei Henschel.) Der Generaldirektor der Firma henschel u. Sohn Dr. h. c. Bernhard Beyer ist wegen vorgerückten Alters von seinem Amt zurückge- treten. Zu seinem Nachfolger ist Dr. Ing. Tanaris von den Maffeiwerken in München gewählt worden.
Kirchlicher Anzeiger.
Mittwoch, den 31. Oktober, Reformationstag.
8*/4 Uhr vormittags: Schulgottesdienst Hr. Pfr. Burhenne.
K. 7/192 8. —2— Am 20. Dezember 1928, vormittags 9’/^ Uhr soll an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. i, das im Gründlich von Ahl Band 1 Blatt 22 (eingetragener Eigentümer am 20. Oktober 1928, dem Tage Eintragung des Versteigerungövermerks:
Holzbildhauer Adam Noll zu Romsthal, Kreis Schlüchtern) eingetragene Grundstück: Gemarkung Ahl, Kartenblatt 0, Parzelle 266/184, Ede am Wievelsrothen, — jetzt bebauter Hof- ^um, Haus Nr. u, 3,86 ar groß, Nutzungs- 60,00 Mk., Grundsteuermutterrolle Artike
"6, Gebäudesteuerrolle Nr. 52, zwangsweise versteigert werden.
Salmünster, den 20. Oktober 1928.
Preußisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Vt-malS lose, nur in to bekannten Packung mit bem Henkel-Löwe».
tat verfangen, sondern immer
Freitag, den 2. November 1928 vormit-
——tags li1/, Uhr wird
ein fetter
Mü Bulle
öffentlich meistbietend gegen alsbaldige Zahlung
des Kaufgeldes verkauft. Desgleichen
ein A seniler Schafbock.
Treffpunkt beim städtischen Bullenstall.
Besichtigung der Tiere kann vorher erfolgen.
Salmünster, den 26. Oktober 1928.
Der Magistrat.
Henko ist um ein Mehrfaches ergiebiger und deS» halb billiger! Seit SO Jahren wird Henko- «Vleichsoda in gleichbleibender Güte hergestellt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 31. Oktober 1928 sollen
Um 9 Uhr vormittags bei der Steinbrücke zu
Schmidtmühle
1 Kuh, 8—10 Zentner Hafer und etwa
5 Zentner Gerste
Um U.Uhr vormittags in der Gastwirtschaft Iobst
m Uerzell
K^chlachtschwein, 1 Kuhrind, 1 Kleider-
Ichrank und etwa 50 Zentner Kartoffeln
2 ^r.P."chmittags in der Gastwirtschaft Happ m Ulmbach
1 AsHrrad (neu), 1 Kleiderschrank, 1 Sofa,
1 Nähmaschine und
4 in^Echa^d^^th ^ ^ Gastwirtschaft Noll
1 Kühlschrank
weil-llleistbietend gegen Barzahlung zwangs- versteigert werden.
-^belach, Obergerichtsvollzieher in Steinau.
Bekanntmachung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen zu Altengronau am Mittwoch, den 31. d. Mts. vormittags 9 Uhr
1 Bücherschrank, 1 Schreibtisch, 1 Chaiselongue mit Decke, 1 runder Tisch und 1 Blumenkrippe
öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden.
Zusammenkunft der Kaufliebhaber in der Gastwirtschaft des Herrn Grösch.
Schlüchtern, den 29. Oktober 1928.
Kirschner, Obergerichtsvollzieher in Schlüchtern, Fuldaerstraße 64.
pL|n_. J. beseil.übl.Mundaeruchu. VnlOrOaOni Häßl. gefärbt. Zahnbein-,
Gutes
»I w«*e5 Ftertzrges, sauberes,
A 1 a m kinderliebes
0 Ws Mädchen
Fleißiges, sauberes,
Jj; 3u mieten ge- c^k Gefl.Mngeb. an ^ss- Anacker, «ahnhofstraße 3.
nicht unter 17 Jahren zum 15. November
gesucht.
Zu erfragen in der Exped. d. Jtg.
Bekanntmachung.
Am Mittwoch, den 31. Oktober 1928 vormittags 11 Uhr werden in der Gastwirtschaft Freund in Vollmerz gegen sofortige Barzah- ung 1 Schreibmaschine und um 2 Uhr nachmittags in der Gastwirtschaft Grösch in Altengronau 1 Glasschrank zwangsweise versteigert.
Schlüchtern, den 29. Oktober 1928.
Finanzamt (Dollstreckungsdienststelle).
Bekanntmachung.
3m Wege der Zwangsvollstreckung sollen zu Schlüchtern am Donnerstag, den 1. November d. 3s. nachmittags 3 Uhr
1 Standuhr, 1 Büffet, 1 Kredenz, 1 Spiegel- schrank, 2 Schreibmaschinen, 2 Schreibtische, 1 Nähmaschine, 20 Hühner, 1 Partie Glas- und Porzellanwaren, 10 neue Mistgabeln, 1 Stoßkarren, 80 neue Rechen, li Bier- träger, 1 Typendruckapparat, 1KI. Füllofen, 2 Pferdehalfter, 30 Pfd. gebr. Kaffee, 2 Sessel, 1 Kommode, 2 Bertikows, 1 Waren- schränk, iFahrrad, 1 Glasschrank, 1 Wäscheschrank, 1 Blumenkrippe u.n.a. Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden.
Zusammenkunft der Kaufliebhaber in der Gastwirtschaft „Adler" hier.
Schlüchtern, den 29. Oktober 1928.
Kirschner, Obergerichtsvollzieher in Schlüchtern, Fuldaerstraße 64.
Apotheke, Fuldaerstr. I G. Baader, Drogerie. ]
. , BUTTE Weiteste VERBRerreNe
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 1. November 1928 sollen um 9 Uhr vormittags in der Gastwirtschaft Staaf in Niederzell
1 Kuhrind, 1 Nähmaschine, 1 Kommode um IOV2 Uhr vormittags in der Gastwirtschaft Kohlhepp in Hohenzell
3 Kalbinnen und 1 Schwein und um 12 Uhr mittags in der Gastwirtschaft J. Kreß
in Bellings
3 Kalbinnen und 1 Kuh öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise versteigert werden.
Knobelock, Obergerichtsvollzieher in Steinau.