Freiherr V.Sünefel- zm OMug gestartet
Ein Gruß an Kühl.
, . ^ißerr ^ Hunefeld hat am Dienstag früh 1.52 Uhr fctiten seit längerer Zeit geplanten Ostflug mir dem ihm ae- %$S ÄÄ^^M^ Type W. 3311 (Europa), dem Schwesterschiff der „Sternen", angetreten. * s^r»^?;^ ^appe soll bis Sofia gehen. An Bord der SRa- schine befinden sich>em Chefpilot, der schwedische Ingenieur
^r Besitzer der Maschme^ sowie der Bordmonteur Langerich, der bereits von den Junkers- wcrkeii beurlaubt war, um die letzten Vorbereitungen^«: Bal- n fs 1A s, . ^ ll^lli ein von allen amtlichen Stellen völlig unabhängiges Unternehmen dar. Das
wurde von der Deuftchen Lufthansa beschafft und zur Verfirgung gestellt.
die Minzer Handelskammer gegen die Tarifpolittt der Reichsbahn.
Mit dem Winterfahrplan einverstanden.
^„L^ber letzten Sitzung der Industrie- und Handelskammer gflen bte ^anferbö^ung der Reichsbahn Stellung Am Berichte heißt es: Bemerkenswert bei der Erhöhung sei vor allen Dingen die Tatsache daß -lgr^erTei der Mslandsiarife von der Erhöhung'aus?-.
^^wodurch eine Verschiebung der Wettbewerbs- Schiffahrt, insbesondere der Rhein-
V ?'.U^ ^ Reichsbahn zugunsten der letzteren eintrete. LLL^E einschneidender wirtschaftlicher und verkchrs- politischer Wirkung für das gesamte hessische Land.
^m übrigen erklärt sich die Handelskammer mit dem r^ahrplan der Reichsbahn für den Winter einverstanden und begrüßt es, daß in mancher Hinsicht eine Besserung eingetreten H — Die Handelskammer fordert, daß baldigst die Durchführung der Gewerbesteuer-Veranlagung auf Grund des neuen Gewerbesteuergesetzes stattsinden^ solle, und kritisiert, daß nicht schon längst eine Herabminderung der öffent* «chen Lasten eingetreten sei.
Die notwendigsten Hilfsmaßnahmen
für die Landwirtschaft.
Der Reichslandbund teilt mit:
Der Bundesvorstand des Reichs-Land. b u n d e s beriet in einer Sitzung am 12. September die aus der Lage der Landwirtschaft sich als notwendig ergebenden Maßnahmen. Er billigte einmütig die vom Präsidium des Reichs-Landbundes bereits eingeleiteten Maßregeln.
Vor allem beschäftigte er sich mit der ungünstigen Preisentwicklung an den deutschen Getreidebörsen und Viehmärkten. Angesichts der bisher erfolgten unzulänglichen Marktstützung und der Unmöglichkeit, die gegenwärtige Notlage durch etwaige auf lange Sicht eingestellte Selbsthilfemaßnahmen^ abzustellen, hielt der Bundesvorstand des Reichs-Landbundes
vor allem eine Droffelung der Getreideeinfuhr
durch die Reichsregierung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für notwendig. Gleichzeitig aber wurde gefordert: Stundung und Niederschlagung rückständiger und laufender Steuern, Verlängerung und Verbilligung der von öffentlicher Hand gegebenen Kredite, Ausgestaltung der Um- schuldungsaktion und Vorbeugungsmaßnahmen gegen die im Ausland vorbereitete Niederrämpfung der deutschen Zuckerproduktion.
Die Lage auf dem Rindermarkt drängt nach weiterer zielbewußter Ausgestaltung des landwirt-
Die für einander sind
Roman von Fr. Lehne
51) (Nachdruck verboten)-
Am nächsten Morgen in aller Frühe reiste er nach Gersfelde zu seinem Oheim und seiner Mutter ab.
Im Laufe des Vormittags verließ auch Walter Schlossermann das Haus.
Julia hatte ihn forgehen sehen. Ernst, mit einem Ausdruck mühsam verhaltener Qual, war sein Gesicht. Sie litt unbeschreiblich bei seinem Anblick; sie hätte ihm nacheilen mögen, ihn um Vergebung anflehen — — sie meinte, nie wieder froh werden zu können, wenn er ihr nicht verzieh.
Und sie legte sich die Demütigung auf, zur Frau Schlossermann zu gehen; doch, wie sie sich schon gedacht: sie wurde nicht angenommen. Frau Rat konnte sie nicht sehen, sie, durch die ihrem Sohne so schweres Leid geworden war!
Da schrieb ihr Julchen. In herzbewegenden Worten erbat sie Verzeihung und legte ausführlich alles klar. Sie schilderte, wie sie gegen die Liebe zu Fritz von Bieseneck, deren Aussichtslosigkeit sie ja sofort eingesehen, angekämpst habe. Sie habe sich gleich gesagt, daß er sie nicht heiraten könne, aber er habe immer noch gehofft, doch Mittel und Wege zu finden, die es dennoch ermöglichten. Seine durch widrige Verhältnisse bedingte Verlobung mit Agathe von Raudnitz sei ein schwerer Schlag für sie gewesen. Sie mache sich die bittersten Vorwürfe, daß sie diese trübe Herzenserfahrung Walter bei seiner Werbung nicht mitgeteiit habe — indessen sei es doch begreiflich, daß man darüber nicht spräche!
Sie habe den ehrlichen, festen Willen gehabt, zu vergessen und zu überwinden und Walter eine gute Frau zu werden — bis dann das Unglück über Fritz von Bieseneck hereinbrach — das sei die alte Liebe mit doppelter Macht erwacht und das heiße Mitleid, ihm zu helfen. An nichts weiter habe sie gedacht und nichts für sich gewünscht. Stets sei sie ihrer Pflicht gegen Walter, den sie verehre und bewundere, eingedenk gewesen! Auf seine eindringlichen Fragen habe sie ihm die Wahrheit sagen müssen — sie habe alles in seine Hände gelegt---und da habe er ihr die Freiheit wiedergegeben --
Sie könne nicht sagen, wie unglücklich sie sei — und wie schwer sie das alles bedrücke! Sie habe keine Wünsche für sich gehaßt — nur das Bestreben, Walter
j schriftlichen Notprogramms gerade in diesem Punkte. Auch hier erscheintals besonders wichtig eine Ein- schränkungder ausländischen Konkurrenz, deren Druck durch die ihr gewährte Umsatzsteuerfreiheit noch erhöht wird. Insbesondere ist neben einer reichsgesetzlichen Regelung der veterinürpolizeilichen Grenzschutzmaßnahmen das Wieder-in-Kraft-Treten des § 12 des Fleischbeschaugesetzes notwendig.
Auf 'dem S ch w e i n e m a r k t ist die Lage keineswegs so gefestigt, daß von einer Sicherung der Rentabilität für die Zukunft, geschweige denn von einer Abdeckung der ungeheuren Verluste des Vorjahres die Rede sein kann. Besonders gefährdet ist der Absatz von erstklassigen Schweinen infolge des großen Ucberangebotes von Fett und Schmalz. Daher erscheint die gegenwärtige autonome Zwischenregelung des Zolles für Fett und Schmalz als überholt, da bei ihrer Einführung ein ausgesprochener Mangel an Fett und Schmalz herrschte.
Mit ernster Sorge betrachtet der Bundesvorstand an- gesichts dieser Lage
die Entwicklung der wiederaufgenommenen deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen.
Das gleichzeitige Verhandeln von Rechts- und Wirtschafts- fragcn gefährdet den von Vertretern der Reichsregierung in aller Oeffentlichkeit ausgesprochenen Grundsatz, nur auf der Grundlage der Beschlüsse des früheren Reichskabinetts verhandeln zu wollen, denn deren wichtigster Punkt ist die Forderung, nicht eher in wirtschaftliche Verhandlungen einzutreten, bevor nicht die Lösung der Frage des Riederlassungsrechtes und der Grenz- verordnung im deutschen Sinne gesichert ist. Es muß auch für die Zukunft entschieden abgelehnt werden, nationale Lebensinterefsen zum Kompensationsobjekt bei wirtschaftlichen Verhandlungen zu machen.
Dem polnischen Bestreben, eventuell zu einem Abschluß eines Modus vivendi oder eines Teilabkommens zu gelangen, ist energisch entgegenzutreten, da alle'bisherigen Erfahrungen lehren, daß der Abschluß von Handelsprovisorien nur die Gesamtlage verschlechtert.
MjvreAms WiMn her LlmbeWrektton kn Wölfen und der örmdeMmMung in Kutte.
Da nach dem Staatsvertraa zwischen Preußen und Waldeck der Anschluß Waldecks an Preußen am 1. April 1929 erfolgen und Waldeck auch einen Teil des Bezirksverbandes für den Remerunqsbezirk Kassel bilden Ion. fanden in Gegenwart des Bertreters des Herrn Oberpräsidenten die ersten einleitenden Besprechungen zwischen der Landesdirektion in AroUen und der Lau desverwaltuna in Kassel statt.
Bei dem auf beiden Seiten vorhandenen und auü bei der Verhandlung bekundeten Willen, den ^ntereffer Waldecks und des Bezirksverbandes möglichst aleich- mäßiq gerecht zu werden, ergab es sich, daß besondere Schwierigkeiten bei der Ueberleitung in die provinzielle Selbstverwaltung voraussichtlich kaum entstehen werden.
Die Verhandlungen über die Uebernahme bei Brandversicherung sind bereits zu einem vorläufigen Abschluß gebracht. Eine Geschäftsstelle wird in AroUel bleiben.
Ein Beamter des Bezirksverbandes wird m ber nächsten Wochen an Ort und Stelle wegen der Aufstellung des Straßenbau-Etats für 1929 verhandeln. Au den anderen Gebieten insbesondere auf dem Gebieu der Wohlfahrtspflege, sind noch weitere Feststellungen erforderlich. Nur die Uebernahme des Kinderheims bet Wildungen ist im wesentlichen geklärt. Vor allem wird feist geprüft, auf welchen Gebieten die im Regierungsbezirk Kgsiel geltenden Bestimmungen bereits zum 1. April 1929 eingeführt werden können und wo unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse be sondere Vorbehalte gemacht werden müßen.
f¥n allgemeinen steht schon teut fest daß für den Bezirk 'erband Kassel durch den Anschluß Waldecks keinerle Personalvermebruna bei der Zentrale der Landesverwaltuna erforderlich ist.
glücklich zu machen--aber er habe nun anders bestimmt! Man möge ihr doch verzeihen! Sie wolle aus B. fortgehen, damit ihr Anblick der Frau Rat keine ständige Erinnerung an das Geschehene sei, und sie bitte inständig, es ihre Eltern nicht entgelten zu lassen.
Julchen hatte aus heißem, ehrlichen Empfinden heraus geschrieben, ihr ganzes Innere blosgelegt — man mußte ihr glauben!
Und in ihrem Gerechtigkeitssinn gestand die Rätin sich zu, daß Julchens Unrecht im Grunde gar kein Unrecht war, sondern sich nur durch die besonderen Umstände zu einem solchen entwickelt hatte!
, Jetzt bereute sie bitter, Julia nicht doch schon früher rn ehren Plan, sie mit Walter zu verheiraten, eingeweiht zu haben — sie hätte sich sicher dann mit dem Gedanken vertraut gemacht und gar kein Interesse mehr an dem leichtsinnigen hübschen Leutnant genom- men! Es war der alten Dame ein quälendes Rätsel, wie Fritz es angestellt hatte, mit Julchen anzubän- ~?in« junßc Mädchen war doch fast ständig unter rhrer Aufucht gewesen — kaum eine Stunde, von der sie nicht gewußt, wo sie war!
Julias Bries hatte sie dem Sohne mitgenommen, der ihn gelesen, stillschweigend beiseite gelegt und dann die Waldeinsamkeit aufgesucht hatte. Er sprach nicht mehr über das Geschehene — er wollte und mußte allein damit fertig werden. Und doch erfüllte Julia sein ganzes Denken. In Liebe, Zorn und Sehnsucht gedachte er ihrer — und die unstillbare Sehnsucht nach ihr würde er auch wohl mit über das Weltmeer nehmen. Gut, daß er seine Arbeit hatte — die mußte fortan sein Leben ausfüllen! — Der Mutter zuliebe blieb er noch in Deutschland, obwohl er am liebsten sofort wieder die Ausreise nach Afrika angetreten hätte, um dort in seiner Beschäftigung Ablenkung zu finden für den Schmerz, der ihn durchtobte!--
—---— Herr Doktor Schnitze war außer sich, als ihm Julia mitteilte, daß ihre Verlobung mit Walter Schlossermann gelöst sei, Oartuärfig den Grund verschweigend, obwohl er gebieterisch verlangte, ihn zu erfahren. Er fühlte sich blamiert: konnte sich vor niemandem mehr sehen lassen — die ganze Schale seines Zornes schüttete er über die jüngste Tochter aus, die alles gelassen ertrug — deu Grimm des Vaters, die Bissigkeiten, Bosheiten und die Schadeufreude der Schwestern!
Der Mutter hatte sie gesagt - „ich liebte ihn nicht, Mutter, und er hatte es gemerkt."
Die gefährlichen Bleistifte.
Seit einiger Zeit entrüstet sich die chauvinistische PrH 4m Elsaß über einen „neuen Beweis deutscher PrapagaM» tm Oberelsaß, bestehend in schwarz-weiß-roten Bleistiften, tot Besitze der Schulkinder des Dorfes Hagenbach festgestM üvnrden. Schließlich wurde eine Altkirchner Fmna direst dächtigt, diese Vropagandableistiftc eingesührr und verteilt $ haben. Darauf hat diese in der Presse ihre Bezngsqnelft kanntge-geben. Es ist eine gut französische Firma aus Parjz,
Deutschlands Biererzeugung, Bierverbrauch und Bieraussuhr.
Alle durstigen Leute brauchen keine Sorge zu haben, bah eines guten Tages das Bier nicht ausreichen könnte, denn die Biererzeugung ist seit 1924 fortgesetzt, und zwar wie folgt gestiegen: 1924/25 38,1 Mill. Hektoliter Biererzeugung, 1925^6 47,5 Mill., 1926/27 48,3 Mill., 1927/28 51,1 Mill. Hektoliter Biererzeugung. Im Rechnungsjahr 1927/28 wurden dazu 9 595 059 Doppelzentner Malz und 73 255 Doppelzentner Zuckerstoffe verwandt. Der Bierverbrauch pro Kopf der Bevölkerung betrug 1913 102 Liter, 1924/25 45 Liter, 1925/26 75 Liter, 1926/27 76 Liter, 1927/28 90 Liter. Der Verbrauch von 1913 ist also noch nicht wieder erreicht, es fehlen daran noch 22 Liter pro Kopf der Bevölkerung. — Auch auf dem Weltmarkt spielt das deutsche Bier heute eine bedeutende Rolle, Deutschland steht heute unter allen Bierausfuhrländern an der Spitze. Vor dem Kriege (1912) war es England mit 1099 000 Hektolitern Bierausfuhr, während Deutschland 1912 nur 789 000 Hektoliter ausführte. Im. Jahre 1926 führte Deutschland 476 000 Hektoliter aus, dagegen England mit 461 000 Hektolitern etwas weniger. Neben ihnen tritt noch die Tschechoslowakei als Bierausfuhrland auf: 1926 mit 227 000 Hektoliter.
Unnötig.
„Minna, haben Sie den Fisch auch gewaschen, bevor Su chn gekocht haben?" fragt die Hausfrau das neue Mädchen,
„Wozu denn?" erwidert diese erstaunt, „man wird doch nicht ein Ding waschen, das sein ganzes Leben im Wasser verbrecht hat."
Der Vorsichtige.
Beim Tanz. — Sie: „Ernst, wenn ich so gut mit Dir tanze, da entflammt mein Herz!" — Er: „Vorsicht! Ich haww! mir dän Kopp üben mid Bedrolejum jewaschen!"
Humor des Auslandes.
Ehrliche Absichten. „Anna, die vielen Männerbesuche von Soldaten, Briefträgern, Feuerwehrmännern usw. müssen jetzt aber aufhören". - „Aber, bitte sehr, gnädige Frau, die haben alle ehrliche Absichten und wollen mich heiraten!"
Wie ein Ei dem anderen .. „Entschuldigen Sie, Frau Johnson, wer ist bloß der Schafskopf drüben auf dem Sofa, der so unverschämt auf Sie und mich herübergrinst?" — „Das ist mein Mann!" - „Verzeihung, wußte nicht" . . . „O, das macht gar nichts! Ich werde Sie mit ihm bekannt machen. Sie werden sich schon verständigen. Sie gleichen ihm wie ein Ei dem anderen".
Der Wunsch der dicken Dame. „Können Sie mir keine Wohnung nachweisen, möglichst fünfter Stock oder noch höher in einem Hause ohne Fahrstuhl'?"
Keine Ausnahme. „Glaubst du wirklich, daß mich John liebt?" — „Natürlich, du Dummerchen, - warum solltest du eine Ausnahme sein?"
Nach der Reihe. „Ich komme mit der Rechnung für das Wenden des Anzugs!" — „Unsinn, erst muß der Schneider bezahlt werden, der ihn gemacht hat".
Aha! „Fräulein, Tag und Nacht träume ich von Ihnen!" — „Ach, deswegen sehen Sie immer so verschlafen aus!"
Da hatte die Muttter sie mit ihren stillen, guten Augen forschend angesehen, sich erinnernd, wie verstört das Julchen bei dem Bericht des Burschen vom Leutnant Bieseneck gewesen war.
„Dann wohl einen andern, mein Kind?"
Stumm hatte Julia genickt, und die Mutter hatte sofort begriffen.
In Julia lebte eine stille Freudigkeit. Sie hatte einen Brief von Fritz bekommen, der ihr die schweren, ungemütlichen Tage jetzt erleichterte. Er schrieb:
„Mein Julchen, ich darf Dich wieder so nennen, öa es kein Unrecht mehr gegen einen andern ist, wenn ich mir die Berechtigung dazu nehme!
Deine Verlobung mit Walter Schlossermann ist ge^ löst, ich weiß es, und bin froh darüber, weil ich nun das Recht habe, Dich, mein Julchen, zu bitten: laße es so werden, wie wir es uns einst gedacht! ,
Du hast mir das Leben neu geschenkt und dadurch die Verpflichtung auf Dich genommen, Dich meiner weiter anzunehmen — denn ohne Dich finde ich mich nicht mehr zurecht! Die Gewißheit, daß Du mein sein willst, mußt Du mir geben — sonst sind alle OM umsonst!
Ich weiß, ich verlange von Dir — zu viel in meiner jetzigen Lage! Aber ich will um Dich dienen, mein Julchen — ich will Dich mir verdienen in unermüdlichem Streben und Fleiß! Ich will versuchen, Deiner und des großen Opfers, das Tu mir gebracht, würM zu werden — Du sollst nicht enttäuscht werden! MeM Leichtsinn ist geschwunden; ich bin ein anderer geworden! Wärest Du nicht gewesen, mein Julchen. meM liebes, tapferes Mädchen! Und tausendmal danke w Dir dafür, daß Tu mir mein Unrecht vergeben han unter dem ich schwerer gelitten habe, als Du vielleicht denkst!
Ich reise zu Mutter und Onkel nach Gersfelde. S" gern würde ich Dich gesehen und gesprochen haben. Doch mit Rücksicht auf die Sachlage muß ich für fetzt darauf verzichten. Von Gersfelde komme ich nochmals nach hier, und dann wirst Tu mir hoffentlich Gelegenheit geben, mit Dir über unsere Zukunft zu sprechen die ja größtenteils davon abhängt, was ich bei Lnke erreiche. Sollte er unerbittlich sein, nehme ich es auw hin; denn ich fühle mich so stark und glücklich in Deiner Liebe, daß ich unverzagt auch den Kampf mit den größten Schwierigkeiten aufnehmen werde!
Viele Male küsse ich Dich in unaussprechlimer Darikbarkest, Dein Fritz,