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Tagung der deutschen Landkreise.

In Rostock trat der deutsche Landkreistag zu einer Haupt­tagung zusammen. Ueber 100 Delegierte und offizielle Vertreter hatten sich versammelt, um neben anderen neu­zeitlichen Problemen der Kommunalpolitik, die infolge der modernen Entwicklung des Verkehrs aktuellen Fragen des Straßenbaues, seiner Finanzierung und der damit verbun­denen Lastenaufbringung zu erörtern. Nachdem der Vor­sitzende des deutschen Landkreistages, Dr. v. Achenbach, in seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung der Tagung hingewiesen hatte, machte Prof. Unipping-Varmstadt in­teressante Ausführungen über technische und wirtschaftliche Fragen des modernen Straßenbaues. Ministerialrat Dr. Ing. Speck, der Dezernent für das sächsische Straßenbau­wesen, behandelte besonders die Aufstellung eines einheit­lichen Instandsetzungsplames auf Grund der durch die Ver- Kehrszählung' ermittelten Verkehrsgrößen. Der Präsident des deutschen Landkreistages, Dr. v. Stempel, betonte, daß die Kraftfahrzeugsteuer als Zwecksteuer so gestaltet werden müsse, daß nicht wie hier und dort die Kosten der Unterhaltungslast der Straßen mit nur ein Dreizehnte! aus der Kraftfahrzeugsteuer And mit zwölf Dreizehnte! aus allgemeinen Kreisfteuern gedeckt werden müssen. Eine ge­rechtere Lastenverteilung zu Gunsten des flachen Landes müsse hier Platz greifen. Der nötigste Umbau der Stra­ßennetzes erfordere 4^2 Milliarden, die in Raten von 1015 Iahren verteilt eine äußerst produktive Anlage darstellten, und unter Zuhilfenahme einer Ausländsanleihe verwirklicht werden könnte. Im Nahmen der Vvrstands- sitzung wurde die Frage der Neichskreisordnung einer ein­gehenden Besprechung unterzogen, hierbei kamen alle wich­tigen kommunalpolitischen Fragen der Gegenwart zur Er­örterung. In der Hauptversammlung nahm zunächst Mini­sterialrat Dr. Stapenhorst vom Neichsverkehrsministerium das Wort. Er führte u. a. aus, daß z. Zt. an die Schaffung einer Neichsstraßenverwaltung nicht im entferntesten zu denken sei. Das Neichsverkehrsministerium stehe auch auf dem Standpunkt, daß die Errichtung von Nur-Autostraßen vorläufig nicht dringend notwendig sei. Es sei zweckmäßiger, im Nahmen der finanziellen Möglichkeiten die bestehenden Straßen zu verbessern und dem modernen Verkehr anzu- passen. Nachdem noch einige weitere Nedner in der Aus­sprache das Wort ergriffen hatten, fand der Standpunkt der Versammlung seinen Niederschlag in einer Entschließung, in der die schleunige Anpassung der deutschen Landstraßen an den modernen Verkehr unter Zurückstellung des Baues von Nur-Autostraßen gefordert wird. Eine grundsätzliche Aenderung in der Vielgestaltigkeit der Trägerschaft der Unterhaltung der Landstraßen sei ohne Aenderung des Fi­nanzausgleiches nicht möglich. Weiter wird die Bereitstel­lung erhöhter Mittel gefordert, die nicht wie bisher aus allgemeinen Steuern, sondern in größerem Maße der Kraft fahrzeugsteuer und aus Anleihen, auch Ausländsanleihen zu entnehmen seien. Die Krastfahrzeugsteuer sei in eine reine Benutzungssteuer umzuwandeln. Wirksame Beschrän­kung des Fahrzeuggewichts und Vorschriften über Bereifung der Kraftfahrzeuge zur Schonung der Straßen seien nicht zu entbehren.

Neutrale Flagge für den ADAd. Der verwal- tungsrat des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (AD : AC) hat in seiner am Samstag nachmittag abgehaltenen Sitzung beschlossen, der Hauptversammlung die Einführung einer neutralen Flagge vorzuschlagen. Mit diesem Beschluß soll die unparteiliche Einstellung des Clubs dargelegt werden.

Die für einander find

Roman von Fr. Lehne

48) (Nachdruck verboten)^

2 2. Kapitel.

Als Julia aus des Leutnants Wohnung trat, schreckte sie zusammen drüben an der Vorsaaltür der Frau Rat stand ihr Verlobter mit tiefernstem Ge­sicht.

Ich habe auf Dich gewartet!" sagte er. Merkwürdig gepreßt klang seine Stimme.

Du bist schon zurück?" fragte fieTeise und zaghaft, indem sie ihm die Hand reichte.

Weil ich Sehnsucht nach Bibi" doch er brach kurz ab und biß sich auf die Lippen,bitte, tritt ein, Mutter- ist längst da! Wir haben Dich oben bei Deiner Mutter gesucht und hörten, was sich ereignet zu unserer größten Verwunderung"

Ich wollte einen verzweifelten Menschen vor dem Aeußersten bewahren!"

Walter machte eine unbestimmte Bewegung. Frau Schlossermann hatte ihren gewohnten Fensterplatz inne.

Mit wohl zum ersten Male vorwurfsvoller Stimme wandte sie sich Julia zu.

Du hast wohl gar nicht bedacht, Kind ..."

Nein, Mama, ich habe nur bedacht, ein Unglück zu verhüten! In Todesangst kam des Leutnants Bursche zu uns--"

Und hattest Du ein so warmes Interesse daran, den Mann von seinem Vorhaben zurückzuhalten? Wer so weit ist, den soll man seinen Weg ruhig gehen lassen! Morsche Zweige taugen nicht am Baume des Lebens! Lasse sie fallen"

Tu bist hart, Walter!" sagte Julia leise.

Ach sie fühlte sich ja so übitlMg ihm gegenüber! Sie wagte kaum, ihn anzuschen, ihm, der so unbequem forschend in ihrem Gesicht suchte, als müsse er ein Rät­sel, das ihm heute aufgegeben, lösen.

Ich weiß fa, daß ich etwas sehr Ungewöhnliches getan habe, doch es ist kein Grund, Walter, mir darüber böse zu sein!"

Julchen ist sehr impulsiv, mein Sohn, und ich finde es schließlich erklärlich, daß sie durch Fritz von Biesen- ecks Burschen geängstigt, nicht bedacht hat, was sie tat" Frau Rat billigte durchaus Julchens Hand­lungsweise nicht; sie hatte sich sogar vorgenommen, mit

Sie Ausschreitungen fiWfWr Vesatzungsangehöriger.

Die Bilanz hat sich verschlechtert.

Die starke Häufung der Ausschreitungen französischer Besatzungsanaehörigcr gegen friedliche Einwohner in der Pfalz nach den Reichstags^wohlen im Mai zeigt eine Zu- iammenstellung der Zwischenfälle vom 1. März bis Ende August d. Js. und ein Vergleich der Zahl der Ausschreitungen und Zwischenfälle vor und nach den Reichstagswahlen und feit Beginn der Räumungsdebatte. Während'die Zahl der Ausschreitungen im März und April d. Js.nur" mit zwei Notzuchtverbrechen, zwei Mißhandlungen, zwei Fällen groben Unfugs im Stars und mit cirrer Belästigung, einer Mißhand­lung, einem Ueberfall (Freiheitsberaubung) im April normal" war, hat sich im Wahlnwnat Mai keine Ausschrei­tung ereignet. Im Juni dagegen ist die Zahl der Aus­schreitungen mit acht über dieNormalziffer" gestiegen und hat im Juli noch eine weitere Steigerung erfahren.

Auch im August wurden sieben Ausschreitungen und Zwischenfälle zur Anzeige gebracht. Nicht mitgerechnet sind dabei der Fall des Polizeiobcrkommrssars Bauer, die anderen Verhaftungen deutscher Staatsangehöriger, die vom franzö­sischen Kriegsgericht in Landau und dem Militärpolizeigericht gegen deutsche Beamte und Zivilpersonen im Juni, Juli und August ergangenen Urteile, das Auslieferungsbegehren gegen die vier im Zweibrücker und Maximiliansauer Zwischenfall im Abwcscnhcitsverfahren verurteilten Deutschen und nicht zuletzt die Aufdeckung des großen Jndustriespionagefalles der französischen Surete in der I. G.-Farbcnind«strie.

13 Schwerverbrecher aus einem amerikanischen Zuchthaus ausgebrochen.

Im staatlichen Zuchthaus von Baton Rouge, der Hauptstadt des Staates Louisiana, gelang es 13 Schwerver­brechern, nachdem sie ihre Wächter Überfällen und Schußwaffen aus dem Wachthaus herausgeholt hatten, auszubrechen.

Nach wildem Feuerkampf zwischen den Wächtern und den Ausbrechern gelang es diesen, den Mississippi zu erreichen und auf einem bereitliegenden Schiff das andere Ufer zu gewinnen. Bei dem Gefecht sind sechs Ausbrecher getötet und v i e r Be am tc sowie vier Ausb r c ch er schwer ver­letzt worden.

Unangenehmes Erlebnis eines Berliners in der Schweiz. Auf der Straße zwischen Rothenturm und Sattel im Kanton S ch w y z geriet ein Berliner Automobilist mit den Begleitern einer von der Alp kommenden Viehherde in Streit. Die Hirten behaupteten, daß ihr Vieh beschädigt worden sei und griffen den Automobilisten tätlich an und schlugen auch auf die im Auto sitzende Dame ein. Im Handgemenge zog der Automobilist einen Revolver und verletzte einen Hirten leicht. Der Berliner Automobilist wurde in Schwhz verhaftet.

Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Auf­trieb des Hauptmarktes dieser Woche bestand aus 1611 Ninder, darunter 421 Ochsen, 105 Bullen, 665 Kühen, 394 Färsen, ferner aus 564 Kälbern, 92 Schafen und 5631 Schweinen, verglichen mit dem Auftrieb des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren 100 Kinder weniger ange­trieben, dagegen standen 40 Kälber 10 Schafe und 830 Schweine mehr zum verkauf. Ninder mäßig rege, nahezu ausverkauft, Schweine ruhig, Ueberstand: geringe Tiere stark vernachlässigt. Kälber und Schafe lebhaft, geräumt. Bezahlt wurde per Zentner Lebendgewicht: Ochsen A 1 56 60, 2 5255, B 1 4651, Bullen A 5053, B 4649. Kühe A 4850, B 4044, T 3539, D 2734, Färsen A 5660, B 5255, T 4651, Kälber B 7780, T 7276, D 6071, Schweine A 7880, B 7880, T 7880, D 7679, E 7276, G 6068.

ihr noch allein ein ernstes Wort darüber zu sprechen - für jetzt wollte sie dem Sohne nur unangenehme Er­örterungen ersparen, darum beschönigte sie.Julchen kannte ja Herrn von Bieseneck ganz gut! Manchen Abend hat er hier bei uns gesessen, wenn wir arbei­teten"

So? Davon weiß ich ja gar nichts, Bibi! Das hast Du mir nicht erzählt" bemerkte Walter und sah die Braut scharf an, die jetzt rot wurde und seinem Blick auswich. Da schlug seine Eifersucht in jäh lodernder Flamme empor. Denn dieses Bild von einem Mäd­chen und ein junger leichtsinniger Leutnant sollte der eine solche holde Blume, die an seinem Wege blühte, übersetzen haben?

Es war doch so nebensächlich, Walter, und so we­nig interessant für Dich! Ich habe gar nicht daran ge­dacht!"

Doch, es ist mir interessant!" beharrte er,also Du hast Herrn von Bieseneck öfters hier gesehen und sonst"

Und sonst?" wiederholte sie mit versagender Stimme,ich verstehe Dich nicht, Walter"

Ich meine: und sonst hast Du ihn wohl auch noch öfter gesehen"

Er hat bei den Eltern Besuch gemacht es ist doch alles natürlich! Was willst Du nur, Walter?" Fast schrie sie das in ihrer Verzweiflung heraus. Ihr Herz tat rasende Schläge. Er nahm ihre Hände und legte sie vor seine Brust.

Wie Du mich quälst, Walter! Mama, war es denn gar so schlimm, was ich getan?" wandte sie sich an die Rätin.

Nein, mein Kind!" entgegnete die alte Dame, sich erhebend,ich werde jetzt selbst einmal zu ihm hinüber­gehen,- er soll sehen, daß er nicht ganz verlassen ist"

Merkwürdig, was dieser Mensch doch für eine Macht über Euch Frauen hat!" sagte Walter sarkastisch.

Als die Rätin, die dem Sohne wohl nur Gelegen­heit zur Aussprache mit der Braut geben wollte, das Zimmer verlassen, nahm Walter Julchen in die Arme.

So, mein Bibi, nun beichte mir einmal wie lange wohnt der Leutnant hier im Hause?"

Du weißt doch alles von Mama!" Sei dem Herbst! Was soll das denn?"

also seit dieser Zeit kennst Du ihn! Ist er Dir da nicht nun, wie soll ich sagen hat er da nicht manchmal Deine Nähe gesucht? Denn Du bist schön, Julchen"

Sie war erzürnt. Das aina ihn nichts an. Das

Schweres Eisenbahnunglück

in Sübmähre».

19 Todesopfer geborgen. 30 Schiververletzte. 40 bis 50

Leichtverletzte.

Der Schnellzug PragWienBudapest, der Brunn um 12.52 Uhr verließ, ist am Montag kurz vor 14 Uhr in der süd- mährischen Station Saitz zwischen Brunn und Lundenburg mit einem Güterzug zusammengestoßen. Beide Maschinen und drei Wagen des Schnellzuges wurden zertrümmert. Aus Brunn und Lundenburg wurden sofort Hilfszüge entsandt.

Auf dem Platze des Unglücks.

Der Schauplatz des Unglücks bietet ein furchtbares Bild der Zerstörung. Die Schienen waren einige Meter weit aus den Schwellen herausgerissen. Ein Signalmast war wie ein Zündholz geknickt; die beiden Lokomotiven und ihre Tender und die drei ersten Wagen des Güterzuges sind völlig zertrümmert. Der Zustand der meisten Schwerverletzten ist derartig, daß an einem Aufkommen ge­zweifelt werden muß. Aus den Trümmern ertönten laute Hilferufe, Stöhnen und Schreien, das leider oft erst ver­stummte, wenn die Schwerverletzten ihre Augen für immer schlössen. Gendarmerie und Feuerwehr sperrte die Unglücks­stelle ab. Aus der näheren und weiteren Umgebung von Saitz hatten sich sofort Aerzte und Pflegepersonal an der Unfall­stelle eingefunden.

Die Schwerverletzten wurden in Krankenwagen ins Krankenhaus nach Brunn gebracht. Der Rettungswagen mußte den 60 Kilometer langen Weg einige Male zurücklegen. Der Lokomotivführer und der Heizer des Schnellzuges waren sofort tot. Einen furchtbaren Tod erlitt der Heizer des Güter­zuges. Er hatte eben die Feuerungstür der Maschine geöffnet, als der Zusammenstoß erfolgte. Der Unglückliche wurde durch die Wucht des Anpralles in die Feuerung hineingepreßt und verbrannte. Von den Fahrgästen sind 17 tödlich verunglückt.

Nach den bisherigen Feststellungen befinden sich unter den

Opfern des Unglücks

die folgenden Reichsdeutschen:

UnterdenToten: Reichsbahnsekretär Josef Röhrig- Berlin; Reichsbahnsekretär Alfred Kader-Breslau; Kaufmann Hermann Urban-Berlin.

Unter den Schwerverletzten: Anna Kohlberg, die aus Deutschland stammt, deren Heimatsort aber noch nicht ermittelt werden konnte, und die in einem Alter von 46 Jahren steht; Ferdinand Liedke, der zwar als Ausländer angeführt ist, dem Namen nach aber Reichsdeutscher sein könnte; Ingenieur Seemann-Berlin-Schöneberg; Martha Kahlert-Neustadt in Oberschlesien. Unter den Leichtver­letzten ist noch ein Herr Wikisch aus Breslau angeführt.

Der rumänische Ackerbauminister beim Eisenbahnunglück knapp dem Tode entgangen.

Wie gemeldet wird, ist der rumänische Ackerbauminister Argetoianu nur durch einen Zufall der Katastrophe entgangen. Der Minister hatte sich kurz vor dem Zusammenstoß aus seinem Abteil in den Speisewagen begeben, der ziemlich un­beschädigt blieb.

Die Ursache des Unglücks.

Wie gemeldet wird, bemühen sich die amtlichen Stellen, Einzelheiten des furchtbaren Eisenbahnunglücks zu unter­drücken.

Der Weichensteller Ficbich, der für das Unglück ver­antwortlich ist, versuchte nach der Katastrophe, seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. Herbcicilende Bahn- bedienstete knüpften ihn wieder ab. Fiebich gebärdete sich wie ein Wahnsinniger. Er konnte erst nach längerer Zeit und mit großer Mühe beruhigt werden, worauf er der Gendarmerie Übergeben wurde. Die Ursache des Unglücks war falsche Weichenstellung.

war vorbei, abgeschlossen. Sie suchte sich aus seine« Armen zu befreien.

Walter, Deine Art zu fragen, beleidigt mich!"

Das beabsichtige ich nicht, Bibi! Begreifst Du aber nicht, daß Deine Aufregung mir zu denken gibt? R sehe es Dir wohl an, daß Du erregt bist! Nein, wende Dein Gesicht nicht weg! Geht Dir das Geschick in^ ses leichtsinnigen Leutnants so zu Herzen?" *

Er hielt sie fest und küßte sie; zu lockend leuchtete ihr roter Mund.

Bibi, als ich Dich sah, liebte ich Dich schon und kannte Dich kaum nur aus den Erzählungen meiner Mutter! Ich wußte nichts von Dir und Deinem Dem ken und bist mir doch alles geworden! Ich fühle aber, Du bist rein und wahr Deine Augen lüge« nicht! Darum sage es mir offen: ist etwas in Deinem Leben, von dem meine Mutter doch nichts weiß? nehme Dich mit mir in ein fremdes, fernes Land! wu sind allein auf uns angewiesen, und da muß ich alm> wissen, was Dich bewegt, erfreut und vielleicht auch be­kümmert hat! Dein Freund, nicht blos Dein Man« will ich sein, Bibi"

Seine in ernst-gütigem Tone gesprochenen Wow peinigten sie unsagbar. Am liebsten hätte sie ihm rm Gesicht geschrienja, es ist in meinem Leben etwas- von dem niemand weiß: meine heiße Liebe zu ilM die sich durch nichts hat töten lassen, nicht einmal durm seinen Treubruch, und die jetzt stärker aufgelodert, m ich ihn im Unglück weiß! Gib mich darum frei, dauw ich in seiner Not bei ihm sein kann! Denn Dich ich nicht!"

Julchen, hast Du kein Vertrauen zu mir? Warum sprichst Du nicht?"

Es drängte ihn etwas in seinem Innern zu frage« und zu forschen. Er sah, daß sie befangen, unsicher war und seine einmal erwachte Eifersucht witterte vervo« gene Dinge. War er wirklich der erste, der zu ihrem Herzen gesprochen, der erste, der ihren blüheMU Mund hatte küssen dürfen, wie seine Mutter W>n. sichert und was ihn mit so unbeschreiblicher SeliglZ erfüllt hatte? Hatte ein anderer in ihrem Leben vM schon eine Rolle gespielt?

Wie kommst Du nur auf das alles! Wenn ich rsi Vertrauen zu Dir hätte, Walter, so wär ich doch nltv Deine Braut geworden"

Vertrauen, ja! aber Liebel Julchen, lirm Du mich denn überhaupt?"

(Fortsetzung folgt.)