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§rage und Antwort.

Ein Ratgeber für jedermann.

Vevingunge« für Hie Beantwortnii!, von Anfragen: Der $t?6tc Teil der Fragen muß schriftlich beantwortet werden, da ein Abdruck aller Antworten rLutnlich unmöglich ist. Deshalb muß jede Ansrage die genaue Adresse des Fraaestellers enthalten. Anonyme Fragen werden grundsätzlich nicht beantwortet. Außerdem ist jeder Frage ein Ausweis, daß Fragesteller Bezieher unseres Blattes ist. sowie als Portocrsatz ter Betrag von 50 Psa. beizufügen. Für jede weitere Frage sind gleichfalls je 50 Psg. mitzusenden Anfragen, denen weniger Porto beigefügt wurde, werden zurückgelegt und erst beantwortet, wenn der volle Portoersatz erstattet worden ist. Im Briefkasten werden nur rein landwirtschaftliche Fragen behandelt; in Rechtsfragen oder in Angelegenheiten, b-c sich nicht dem Rahmen unseres Blattes anpassen, kann Auskunft nicht erteilt werden. Die Schristleitung.

Frage Nr. 1. Nach überstandener Druse ist mein vierjähriger Wallach sehr herunter­gekommen. Außerdem legt er sich gar nicht hin. Durch welches Futter kann ich ihn bald wieder zu Kräften bringen? Wird er sich später wieder legen, wenn er sich von der Druse erholt hat? E. in G.

Antwort: Zur Hebung des Kräfte- zustandes mochten wir Ihnen raten, dem Wallach durch Ihren Tierarzt einige Plas- marsin-Einspritzungen machen zu lassen. Außer­dem ist Hafer natürlich das beste Kräftigungs­mittel, dem Sie noch einige Löffel vollEquina" (Kraftnährsalz - Fabrik in Göttingen) beifügen können. Es ist möglich, daß sich Ihr Wallach, wenn er sich erst wieder kräftiger fühlt, wieder hinlegen wird, doch gibt es auch Pferde, die sich ihr ganzes Leben lang nicht hinlegen. Bet.

Frage Nr. 2. Bisher habe ich das Winterfutter für die Schweine immer ge­trocknet (Kraut und Rübenblätter), im Win­ter dann gekocht und mit Schrot und Kleie vermengt und verfüttert. Nun stehen mir große Bottiche von 1000 bis 1400 Liter Inhalt zur Verfügung. Wäre es nun möglich, das ganze grüne Futter in die Bottiche zu füllen und zu beschweren, wie Weißkraut, und es dann im Winter gekocht zu verfüttern? Könnte auch ganz junger Klee, den die Schweine grün so gerne fressen, eingelegt werden, und dürfte dieses Futter auch an trächtige Mutterschweine verabreicht werden? B. N. in A.

Antwort: Frische Nübenblätter pflegt man einzusäuern bzw. einzusilieren. Die besten Silagen erhält man in einer gemauerten und auszementierten, wasserdichten Grube. Nötig ist, daß man die Rübenblätter möglichst sau­ber, also am besten gewaschen, in diese Grube bringt. Sehr wichtig ist außerdem, daß die Rübenblätter zerkleinert sind. Bei zerkleinerten Rübenblättern entstehen in der Grube keine großen Hohlräume und es gibt auf diese Weise ein sehr hochwertiges Milchsauerfutter. Auch ein Einbringen von Rübenblättern in Holzsilos ist möglich. Deshalb können Sie auch in große Bottiche Rübenblätter einbringen. Da Sie ja wohl nicht so große Mengen zu verarbeiten haben, sehen Sie aus jeden Fall danach, daß Sie die Blätter schön säubern und auch zer­kleinern. Dann packen Sie die Blätter ganz fest in die Bottiche und verschließen den Bottich. Vielleicht stehen Ihnen große Holzdeckel zur Verfügung. Diese Holzdeckel beschweren Sie noch tüchtig und verschließen die Ränder sorg­fältig mit Lehm und Erde. Das so gewonnene Futter können Sie den Schweinen im Winter geben, wie es aus den Bottichen kommt, ein Kochen ist nicht nötig, nur bei trächtigen Mutterschweinen müssen Sie vorsichtig sein. In den ersten zwei Monaten der Trächtigkeit wird es ja nichts schaden, höher trächtigen Tieren verabreichen Sie es lieber nicht. Es wird ja auch hier wahrscheinlich nichts schaden, aber ein Verlust würde Sie doch empfindlich treffen und deshalb seien Sie lieber vorsichtig. Allenfalls könnten Sie den trächtigen Tieren das Futter auch gekocht verabreichen. Auf jeden Fall f^i Ihgen gher geraten, im ersten Jahr nur einen Teil Ihres Futters in die Bottiche zu bringen, damit Sie, falls aus irgendeinem Grunde etwas mißlingt, im Win­ter nicht ohne Futter dastehen. Auch grünen Klee können Sie wie Rübenblätter einsäuern. Ein Waschen ist natürlich nicht nötig. Wenn Ihnen ein Zerkleinern möglich ist, so tun Sie es ruhig. Andererseits ist zu sagen, daß sich

Alle Zusendungen an die Schrifttett

Grünklee doch noch gut trocknen läßt und daß die Schweine den zermahlenen bzw. zerklei­nerten, getrockneten Klee mit Vorliebe fressen. Sie feuchten das Kleemehl mit etwas Wasser an, vermengen es mit Schrot bzw. den sonstigen Futtermitteln, die Ihnen zur Ver­fügung stehen. Kleemehl ist auch ein bekömm­liches Futter für hochtragende Sauen. Dr. L.

Frage Nr. 3. Mein 15 Wochen alter Hirtenhundwelpe hat einen dicken Hals be­kommen. Bis zu acht Wochen war nichts zu sehen, heute ist die Geschwulst so dick wie eine Mannesfaust. Gibt es ein Mittel, diesen dicken Hals zu vertreiben? Eine Operation würde sich bei dem Welpen nicht lohnen. W. D. in <E.

Antwort: Höchstwahrscheinlich leidet Ihr Welpe an einer Vergrößerung der Schilddrüse, sogenanntem Kröpf, der vom Tierarzt auch ohne Operation durch jodhaltige Einspritzungen oder Schilddrüsensubstanz geheilt wird. Det.

Frage Nr. 4. Habe ein Paar schnee­weiße Angora-Kaninchen, die in der ersten Zeit von den Kindern gekämmt und gebürstet wurden, was aber seit zwei Monaten nicht mehr geschehen ist. Nun hat sich die Wolle der Kaninchen zu faustdicken Klumpen zu­sammengeballt, die so fest sind, daß sie nicht mehr auseinander gekämmt werden können. Die Haut ist ganz normal und scheint gesund zu sein, auch beim Durchschneiden der Wollklumpen ist nichts festzustellen, was auf Ungeziefer schließen läßt. Bitte um Angabe, ob es sich hier um eine Krankheit handelt. D. in L.

Antwort: Die Verfilzung des Haares ist dadurch entstanden, daß Ihre Kaninchen nicht regelmäßig gekämmt worden sind. Es bleibt Ihnen nun nichts anderes mehr übrig, als die Kaninchen zu scheren. Hierzu können Sie eine Haarschneidemaschine benutzen. Das verfilzte Haar hat keinen Wert. Es ist immerhin mög­lich, daß sich durch die Verfilzung auch Un­geziefer gebildet hat. Waschen Sie darum der Vorsicht halber die Kaninchen nach dem Scheren mit einer fünfprozentigen Mordax- lösung. Kl.

Frage Nr. 5. Es ist viel Asche, von Braunkohlenbriketts herrührend, vorhanden. Kann man dieselbe mit Stalldünger von Schweinen vermischen und dann auf den Acker bringen? Oder ist es besser, wenn ich die Asche tief untergrabe? Besitzt die Asche Dünge- stoffe? F. V. in A.

Antwort: Asche wird stets am besten verwertet, wenn man sie auf den Kompost- haufen gibt und hier mit verarbeitet. Asche besitzt Dungstoffe, besonders Kali und Kalk. Der Gehalt ist gering; die Düngerwirkung der Asche wird in der Regel überschätzt. Mit Schweinemist würde ich sie nicht vermischen, weil der in der Asche enthaltene Kalk im Mist vorhandenes Ammoniak austreiben würde. Haben Sie ein Feld vor Winter in rauher Furche liegen, so können Sie die Braunkohlenasche ausstreuen und obenauf lie­gen lassen. Im Frühjahr wird sie mit ein­geeggt. Wollen Sie dann noch zu Kartoffeln abmisten, so können Sie das nach dem Ueber- eggen tun, ohne daß die Asche jetzt dem Mist schaden würde. Dr. E.

Frage Nr. 6. Meine Iohannis- und Stachelbeerhochstämme sind stark mit grünen Läusen befallen, die sich hauptsächlich an den jungen Trieben festsetzen. Die Bäumchen zei­gen ein mattes Aussehen. Außerdem find die Stachelbeeren mit Meltau befallen. In dem Gartenboden zeigen sich viele Drahtwürmer. Was kann ich dagegen tun, auf welche Weise und Zeit? R. K. in O.

Antwort: Ihre Sträucher sind von Blatt- und Schildläusen befallen. Da sich die Blätter wohl schon gekräuselt haben, so ist eine Bekämpfung nur durch Eintauchen der Zweige in vier- bis fünfprozentige Schmier- seifenlösung möglich. Hierbei werden gleich­zeitig die um diese Zeit aus den Eiern schlupfenden jungen Schildläuse abgetötet. Den weiteren Schildläusen, die zwischen den Aesten sitzen, ist nur im Winter durch Spritzung mit 25prozentigem Obstbaumkarbolineum veizu-

Ug, auch Anfragen, sind zu richte» a« den Verlag I.

Kommen. Da hierdurch auch die FruchtknosM mit vernichtet werden, so müssen Sie nächste Jahr auf den Ertrag verzichten. M Meltau bekämpfen Sie im zeitigen FrühjchI bevo* die Knospen schwellen, mit dreiproWi tiger Solbarlösung. Nach der Blüte und banl noch ein- bis zweimal in Abständen von bis vierzehn Tagen ist mit einprozentigül Lösung zu spritzen. Die Drahtwürmer mJ nichten Sie mit Schwefelkohlenstoff. In M ständen von 20 cm im Quadrat werd«! 15 cm tiefe Löcher im Erdboden gemacht, ii| jedes Loch wird 10 bis 15 g Schwefel Kohlenstoff hineingegossen und sofort zugemchi Da dieses Mittel sehr feuergefährlich ist, muß die größte Vorsicht beachtet werd», Außerdem ist der Garten gut zu düngen uni zu kalken. Bei längerer Trockenheit ist ein Bewässerung durchzuführen. Rz.

Frage Nr. 7. An der Weichselkirsche und Schattenmorelle befinden sich sehr niete tote abgestorbene Zacken, wie eingesandt. 6; handelt sich wohl um die sogenannte Monilis Krankheit. Könnte ich vielleicht um eine Aus Kunst bitten, wie ich diese im nächsten Iahn bekämpfen kann? An der Weichselkirsche da finden sich Zacken, die angesetzt haben. An den Sauerkirschbäumen ist nichts zu sehen. B»! der Krankheit ist der Erdboden reichlich ga kalkt worden. Etwas wunde Stellen M Harzfluß kommen immer wieder vor und roer« den mit Essigsprsi behandelt. Die toten Zweig! habe ich abgeschnitten und verbrannt, dies ist aber eine sehr langwierige Arbeit. Was soll i$ tun? ' W.M.inK.

Antwort: Der eingesandte Zweig um von der Monilia-Krankheil befallen. Zur Bs Kämpfung sind die erkrankten Teile abzr- pflücken und zu verbrennen. Im zeitigen Früh­jahr, bevor die Knospen schwellen, sind du Bäume mit zweiprozentiger Kupferkalkbrüht oder dreiprozentiger Solbarlösung zu spritzen. Nach der Blüte werden diese Spritzungen in Abständen von vierzehn Tagen noch zweimal wiederholt. Da der Pilz aber sehr oft wäh­rend der Blüte in das Zweiginnere gelangt, i« sind diese Spritzungen nicht immer erfolgreich, es müssen dann eben die erkrankten Teile ab> geschnitten werden. Die Wunden sind nicht mit reinem Essig auszuwaschen, sondern dieser muh mit Wasser verdünnt werden. Rz.

Frage Nr. 8. Ich sandte einige Zweig- stückchen mit einem Schädling, der sich in den neuen Trieben eines Apfelbaumes befindet, ein und bitte um Auskunft, wie er heißt und wie er vertilgt wird. F. S. in M.

Antwort: Die eingefandten Teile waren vom roten Knospenwickler befallen. Die Ver­nichtung dieses Schädlings kann, außer Ab- schneiden der befallenen Triebe, nur durch Be­spritzen mit arsenhaltigen Mitteln, wie Urania- grün, Zabulon oder Nosprasen, geschehen. Die- fes Jahr müssen Sie den Baum von jetzt ab noch einige Male bespritzen, im nächsten Jahre schon gleich nachdem sich die Knospen zu entfalte» beginnen. Erhältlich sind die Mittel in jeder Drogerie oder größeren Samenhandlung. Unter­kulturen und auch Früchte, die in sechs Woche» geerntet werden, dürfen nicht gespritzt werden. Rz-

Frage Nr. 9. Ich habe Stachelbeerwein gemacht. Derselbe ist etwas herb und etwas säuerlich. Woran liegt das und wie kam dem abgeholfen werden? Der Wein ist noch im Ballon und nicht abgefüllt. Eine Weinprobe habe ich mit gleicher Post eingesandt. M. §. t"

Antwort: Die übersandte Probe, die 9,8 Volumenprozent Alkohol enthielt, ist etwas essigstichig geworden. Dies tritt meistens ein, wenn der Wein beim Lagern auf irgendeine Weise Luftzutritt gehabt hatte. Beim längere» Lagern nimmt der Essigsäuregehalt zu. Da in diesem Falle die Krankheit noch nicht zu weit vorgeschritten ist, um den Wein als genußunfähig zu erklären, raten wir zunächst den Ballon mit Wein in einem Waschkesset auf 70° zu erwärmen, da hierdurch die Essig' bakterien abgetötet werden. Um den Essig' gehalt herabzudrücken, ist der Wein sodann mit einem neuen Ansatz von Saft, Wasser und Zucker zur gegebenen Zeit unter 3uM von guter Reinhefe umzugären. Prof. Dr. M

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4 e>l man», Neiidain» (Bej. Fso.).