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Pech des optischen Raketenwagens.

WieRak 4" verunglückte.

Wie aus Burgwedel gemeldet wird, ist das neue Opel-Fahrzeug9iat 4" bei der Versuchsfahrt am Samstag vormittag etwa 600 Meter nach dem Start aus dem Gleise gesprungen und zerstört worden. Eine der eingesetzten Raketen war krepiert, das Raketenrohr gebrochen. Als infolgedessen Kurzschluß entstand, entzündeten sich sämtliche Raketen auf einmal, flogen heraus und lvarfen den Wagen von den Schienen. Da die Absperrungsmatznahmcn streng durchgeführt waren, kam niemand zu Schaden. Von dem anfangs beabsichtigten Start desRak 5" wurde Abstaud genommen.

Weitere Einzelheiten.

Wie aus Burgwedel berichtet wird, war Fritz v. Opel mit seinen Gästen gegen 4 Uhr früh auf dem von der Eisen- bahndirektion zur Verfügung gestellten Bahngelände em- getroffeu, wo bereits mit dem Montieren des Raketen Wagens begonnen worden war. Mitglieder der Eisenbahndirektion fuhren mit einer Maschine die Strecke ab, die völlig in Ord­nung befunden wurde. Sofort nach dem Start hüllten Rauchwolken das Fahrzeug ein und entzogen es den Blicken der Zuschauer. Plötzlich stieg ein Schwärm von Raketen auf, schärmiend und pseiffend, flammende Kugeln leuchteten in der Dtorgenfrühe. Alan wußte,Rak 4" war verunglückt.

Der Wagen war dicsesmal schwerer wie beim ersten Versuch. Er hatte ein Gewicht von etwa 80, Kilo. Die Raketen waren vorsichtigerweise so gelagert, daß die Stöße beim Abbrennen nach Möglichkeit herabgemindert wurden. Die Anordnung war so getroffen, daß zunächst zwei Raketen m^ündct wurden, deren Brenndauer 3^ Sekunden betrug. Bevor diese Zeit erreicht war, entzundern sich dann die nächste und übernächste. Von der Einfügung eines Lebe- Westus in den Wagen hatte man diesmal Abstand genommen.

Ein tapferer Seefahrer.

Im Faltboot über den Ozean.

Der deutsche Schiffskapitä« Romer von der Hamburg- Amerika-Linie hat, wie bereits bekarmt, in einem kleine» Faltboot den Atlantischen Ozean überquert.

Zu der kühnen Fahrt des Kapitäns Romer schreibt die Vereinigung deutscher Klepperöootklubs Berlin:

Romer hat den O^ean in 85 Tagen überquert und dabei etwa 5300 Kilometer zurückgelegt. Mit einem Leinen, nur 6,50 Meter langen und 95 Zentimeter breiten zerlegbaren Klepperboot hat Kapitän Römer, 3. Schiffsoffizier bei der Hamburg-Amerika-Linie mit dem Patent für große Fahrt, eine sportliche Großtat vollbracht, die eine physische Leistung und eine Nervenprobe voraussetzte, die unfaßbar erscheint. In 70 Togen völliger Einsamkeit war er auf dem weltweiten Ozean.

Kapitän Romer hat für seine gefahrvolle lange Reise ein Klepperboot auserwählt, das ihm nach feinen Erfahrungen seetüchtig und stabil genug erschien, um mit ihm die Reise über den Ozean wagen zu können. Mann und Klepperboot haben durchgehalteu und damit einen neuen Beweis für deutsche» Mut, Ausdauer und deutsche Arbeit erbracht.

Kapitän Romer über seine Fahrt.

In einer Unterredung mit einem amerikanischen Preffe- vertreter gab Romer eine interessante Beschreibung seiner gefahrvollen Fahrt. Er erklärt, daß er kurz nach der Abfahrt von Las Palmas, von wo er sofort Kurs aus New Dort nahm, in schlechtes Wetter hineingeriet, das fast mit wechselnder Stärke während des größten Teils des Weges anhielt. Manch­mal hatte er gegen Stürme, die fünf Tage lang mit gleicher Heftigkeit tobten, anzukämpfen. Während solcher Zeiten gab es seinen Schlaf, itnb es war auch fast unmöglich, etwas Nah­rung zu sich zu nehmen. Die Kissen und das Segeltuch, womit er seinen Brotvorrat und Wassertrank bedeckte, wurden über Bord gespült. Auch wurde ihm der Hut vom Kopf gerissen. Somit hatte er fast einen Monat lang nichts aus dem Kopf und fürchtete, als die See ruhiger wurde und er in heißere Zonen kam, daß er einen Sonnenstich erleiden würde. Doch heftige Regensälle machten die Lage in dieser Beziehung er­träglicher.

In dieser Gegend, wo avch der Sturm anfgehört hatte, wurde er von Haifischen belästigt. Einmal erschienen vier von diesen gefährlichen Raubtieren, die dem Boot lange Zeit nach- schwammen. Ein Hai machte einen Angriff auf das Boot, ver­fehlte es jedoch und glitt, ohne Schaden anzurichten, unter dem Kiel hindurch.

Jedoch konnte Romer deutlich fühlen, wie der Hai sein Schiff streifte. Schließlich wurde ihm dies zu bunt, er riß den Flaggenstock los und schlug damit den nächsten Hai auf die Schnauze. Dies hatte einen vollen Erfolg, denn die Tiere ver­schwanden sofort in die Tiese und ließen sich nicht wieder blicken. Infolge des schlechten Wetters, das er wieder beim Annähern an die Küste antraf, war Romer gezwungen, hier zu ankern. Er beabsichtigte, ungefähr einen Monat hier zu bleiben und dann Kurs auf New Dork zu nehmen.

Zum Schluß der Unterredung über die Rationalisierung seiner Lebensmittel befragt, erklärte Romer, daß er täglich ein abgemessenes Liter Wasser trank und einige eingemachte Früchte. Die Leine Stadt, die wohl als Kohlenhafen viel von Ueberscedampfern angelaufen wird, aber sonst ein ereig­nisloses Dasein führt, ist voll von der Heldentat Römers.

W Aburteilung wegen Totschlags. Der 53jährige Hilfs- arbeiter Josef Böck von Gelting, der am 27. März seine 48 sichre alte Ehefrau in der Scheune seines Anwesens mit einem Handbeil niedergeschlagen und dann durch Kvei Hiebe auf den Kopf getötet hat, wurde vom Schwurgericht in München unter Zubilligung mildernder Umstände wegen ^otschlages zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Ge­richt billigte dem Angeklagten zu, daß er an der Seite seiner tfian jahrelang ein Märtyrerleben geführt hat.

^"' Jahre Zuchthaus wegen Verrats militärischer Geheimnisse. Der Strafsenat des Bres lauer Ober- tandesgerichts verurteilte den Postsparkassenbeamten Georg Lamot aus Schoppinitz (Polnisch-Oberschlesien) wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse zugunsten Polens zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust.

. (^ Dillenburg. (Im Scherz die Mutter erschos-

^^^orngbac^, Kreis Siegen, nahm ein 15jähriger Bursche das väterliche Jagdgewehr und legte im Scherz auf die Mutter an, die mit einem kleinen Kind auf dem Arm in der Plötzlich ging ein Schuß los. Die Schrotladung aö9^f Karr in Brust und Kopf; der Tod trat auf der Stelle e«l. Das,K»ü> Web unverletzt.

Einfuhr von Getreide im LHalbjahr

C arsre-undHafer

Eine Gegenüberstellung der amtlichen Einsuhrzifsern für Getreide weist, wie auch das obige Schaubild klar zum Aus­druck bringt, einen stetigen Rückgang der R o g g e n e i n fuhr gegenüber der von Jahr zu Jahr anwachfenden Wei­zeneinfuhr auf. Diese Entwicklung bestätigt die auch auf anderen Gebieten unserer Nahrungsmittelversorgung aufgetretene Erscheinung, die vielfach als zunehmende Ge­schmacksverfeinerung der Derbraucherschaft angesprochen wird. In erfreulichem Gegensatz zu dieser Zunahme der Ge­treideeinfuhr steht die ständige Abnahme der Einfuhr von Weizenmehl; diese betrug in der ersten Jahreshälfte 1928 210 Tonnen gegenüber 347 Tonnen bzw. 562 Tonnen im gleichen Zeitraum der Jahre 1927 bzw. 1926. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich um Weizenfeinmehle, die durch­weg als Auszugsmehle gehandelt und zur Herstellung von feinstem Weizengebäck und Kuchen verwandt werden. Die trotz des erwähnten Rückganges doch noch außerordentlich hohe Einfuhr von Weizenmehl, die gegenüber derjenigen im ersten Halbjahr 1913 mit rund 83 Tonnen fast dreimal so hoch ist, verurteilt bei dem gegenwärtig unzureichenden Zoll­schutz unser Müllereigewerbe noch immer weitgehend zur Un- rentabilität und schädigt unsere Handelsbilanz insofern be­trächtlich, als für Mehl höhere Beträge und damit auch mehr Devisen ins Ausland fließen als für die Einfuhr von Ge­treide. Gegenüber der Einfuhr von Weizenmehl hat die Einfuhr von Roggenmehl stets nur eine untergeordnete Rolle gespielt; sie betrug in der Berichtszeit 1928 5 Tonnen und ist damit gleich derjenigen des ersten Halbjahres 1913. Der Rückgang der Einsuhr von G e r st e und Hafer hat seine Ursache einerseits in der stärkeren Verwendung von Kartoffeln und Getreide zur Viehfütterung, die zwangsläufig infolge der Witterungsschäden im Jahre 1927 erfolgen mußte, andererseits in der infolge der allgemeinen Notlage der Landwirtschaft geringeren Kaufkraft der deutschen' Vieh­züchter,

Offenbach. (Brandstiftung durch einen siebenjährigen Jungen.) Im Stadtteil Bürge! ent­stand in der Scheune des Landwirts Kopp Feuer, das bald auf benachbarte Anwesen Übergriff. Insgesamt innren zwei Scheunen und zwei Ställe vollkommen vernichtet, ein Wohn­haus ist ohne Dachstuhl und Decken. Außerdem wurden große Vorräte an Getreide, Heu und Stroh ein Raub der Flammen. Das Feuer ist durch Brandstiftung entstanden. Ein 7 Jahre alter Junge steckte in einer Scheune ein Streichholz an, wodurch das Stroh in Brand geriet. Der Wind trieb dann die Flam­men aus die anderen Gebäude über.

A Weiterstadt. Kiefernspannerbekämpfung.) In den Waldungen der Gemeinde Weiterstadt wird in der Woche vom 6. bis 12. August der Kiefernspanner durch Be­stäubung mit arsenhaltigen Mitteln vom Flugzeug aus be­kämpft werden. In dem Distrikt Täubcheshöhle Abt.' 47 und 1215 sowie angrenzenden Distrikten besteht deshalb auf längere Zeit die Gefahr der Vergiftung von Mensch und Tier durch den Genuß von Beeren, Pilzen und sonstigen Wald­früchten. Auch das Abpflücken von Blumen und Zweigen ist mit der Gefahr einer Infektion oder Blutverglftuuq verbun­den. Die Gefahrdistrikte werden durch Warnungstafeln kennt­lich gemacht. ' " '

Q Gebern. (Sämtliche Finger einer Hand a bg e s ch n i t t e n.) In Wenings geriet der 22jährige Albert Ruppel beim Holzsägen mit der linken Hand in die Kreissäge, wobei ihm fünf Finger der linken Hand abgeschnitten wurden. Der Verunglückte kam ins hiesige Krankenhaus; es ist zweifel­haft, ob die Hand erhalten werden kann.

Dillenburg. (Mi t dem Auto gegen die B r ü ck e n m a u e r.) In der Dunkelheit fuhr ein Kauf- niann aus Herborn mit seinem selbstgesteuerten Wagen vor Dillenburg in einer .Kurve mit voller Wucht gegen die Brückenmauer der Dill. Der Wagen wurde vollständig zer­trümmert und die vier Insassen in hohem Bogen auf die Straße. geworfen. Dabei erlitt ein junger Banklehrling derart schtvere Verletzungen, daß er starb, bevor Hilfe zur Stelle war. Alle anderen Insassen kamen mit Fleischwunden davon. Angeblich ist der Wagen in der Kurve ins Rutschen geraten, wodurch die Bremswirkung nicht voll in Erschei­nung trat.

A Hanau. (Ein Todesopfer des Hanauer M o t o r r a d u n f a l l e s.) Der Massensturz aus der Land­straße LangenselboldHanau, über den wir bereits berich­teten, und bei dem ein Motorradfahrer und vier Radfahrer zu Fall kamen, hat jetzt ein Todesopfer gefordert. Der Motor­radfahrer ist an den Folgen des Schädelbruchs, den er sich beim Sturz zuzog, nunmehr im Krankenhaus gestorben.

A Seligenstadt. (Verb r ü h t.) Das sechsjährige Mäd­chen des Schneiders Kühn in Froschhausen wollte sein zehn Monate altes Schwesterchen aus dem Kinderwagen heben. Dein Mädchen entglitt das Kind, das in eine Bütte kochender Seifenbrühe fiel. Das Kind erlitt schwere Brandwunden und starb bald nach dem Unfall.

Eine Riesenfunkstation im Bau. In Oslo wurde m t der Errichtung einer neuen norwegischen Radiostation be­gonnen, die bis zum März nächsten Jahres fertig sein wird. Die Masten sollen eine Höhe von 150 Meter erreichen und ein Abstand von 200 Meter haben. Die Wellenlänge soll 46114 sein, während die Antennenenergie 6') Kilowatt unö die Reichweite für Detektoren 130 Kilometer betragen soll:

Der Konflikt in Südflawien.

Neue Beschlüsse der Kroaten gegen Belgrad.

Das kroatische Gegenparlanlent in Agram hielt wieder eine Vollsitzung ab, in der mitgeteilt wurde, daß die föderalistische« kroatischen Abgeordneten Dr. Trumbi und Dr. Pavelitsch der bäuerlich-demokratischen Koalition beigetreten sind.

Nach einer längeren Aussprache wurde beschlossen, daß der | geschäftssührende Ausschuß ständig zusammenbleibt. Außerden, wurde ein Propaganda-Ausschuß von 25 Abgeordneten gewählt, der die Aufgabe hat, den Kampf der gesamten Oeffentlichkeit gegen das Belgrader Regime in die Wege zn leiten. In einer Geheimsitzung fand eine längere Aussprache über die etwaige Einrichtung einer Personatttnion zwischen Kroatien und Serbien statt, wie sie von Radisch gefordert wird^ Ein Beschluß wurde nicht gefaßt.

In einem ausführlichen Bericht aus Belgrad vertritt der Berichterstatter des halbamtlichenGiornale d'Jtalia" die Ansicht, daß die innerpolitische Lage in Südslawien stets be­sorgniserregender werde und er kaum noch an die Möglichkeit einer Ueberbrückung des Bruches zwischen Agram und Belgrad glaube.

Raditschs Gesundheitszustand besorgniserregend.

Der Gesundheitszustand Stefan Raditschs gibt immer mehr zu Besorgnis Anlaß. Die Zuckerkrankheit ist durch seine Verletzung verschlimmert worden. Auch leidet er an Wasser­sucht. Die Lungen sind stark geschtvollen, außerdem ist eine Herzschwäche eingetreten.

Nach Ansicht des Wiener Professors Chwostem ist es frag­lich, ob Naditsch gerettet werden kann. Im besten Fall wird aber mit einer längeren Krankheit zu rechnen sein. Der Ge­sundheitszustand ist derart ernst, daß jetzt jeder Besuch unter- fagt werden muß.

Der französische Marineminister teilt amtlich mit, daß die Nachforschung nach Amundsen und dem Flieger Guilbaud von Schiffen und Flugzeugen solange fortgesetzt werde, als es die Lage des Eises und die atmosphärischen Bedingungen -Matten.

In einem Rundschreiben, das Mussolini an die Präfekien und der Generalsekretär der faszistischen Partei an die Provin- zialverbände gerichtet haben, untersagen beide in bestimmter Form jede Herabsetzung der Arbeitslöhne.

Ueber große Telle Spaniens ging ein Orkan nieder, der überall großen Schaden anrichtete. Telephon- und Eisenbahn­verbindungen find zum Teil unterbrochen.

In Kielce (Polen) wurde die Druckerei des dortigen RegierungsblattesOpinia" von unbekannten Tätern völlig zerstört. Die Zeitung hat ihr Erscheinen bis auf weiteres ein- stellen müssen.

In dem Gebiet um Smyrna und in Smyrna selbst sind nach Meldungen aus Konftantmopel neue starke Erdstöße verspürt worden. Ueber das Ausmaß des hierdurch angerichteten Schadens ist noch nichts bekannt.

Im nordwestlichen Teil der Vereinigten Staaten herrscht seit einigen Tagen große Hitze, die durch ungewöhnliche Luft­feuchtigkeit noch vcrfchlimnrert wird. Bisher sind in dem Gebiet zwischen New Iork und Chicago 17 Todesfälle infolge Hitzschlages zu verzeichnen. Auch aus Italien wird eine ungewöhnliche Hitze gemeldet.

G Starke Zunahme der Bärenplage in Nordrußland. Nach Meldungen aus Leningrad hat in Nordrußland in den letzten Monaten die Bärenplage stark zugenommen. In man­chen Gehöften zerrissen die Bären bis 12 Stück Klein- und Großvieh. Nach Feststellungen des Leningrader Jägerverban­des hausen in zwei besonders heimgesuchten Bezirken ungefähr 600 Bären. Die Bauern haben wiederholt um Entsendung von Bärensängern gebeten, da sie ihr Vieh nicht auf die Weide schicken können.

Ein neuer Bombenanschlag in Ostoberschlesien. In R a d o s ch a u im Kreise Rybnik ereignete sich am Donnerstag ein neuer Bombenanschlag. Als der Landwirt Johann Els die Dreschmaschine in seiner Scheune zum Antrieb bringen wollte, erfolgte plötzlich eine starke Explosion. Der Landwirt wurde zur Seite geschleudert und blieb bewußtlos liegen. Ver- letzt wurde er glücklicherweise nicht. Die Dreschmaschine wurde vollständig zertrümmert. Die Ursache der Explosion ist daraus zuruckzuführen, daß von unbekannter Hand eine Handgranate in die Dreschmaschine gelegt worden ist, die beim Antrieb der Dreschmaschine losging.

0 Bau eines 400 Meter hohen Turmes in Barcelona geplant. Wie aus Barcelona mitgeteilt wird, beabsich­tigt man dort für die große Ausstellung 1929 einen 400 Meter hohen Turm zu bauen, dessen Fundament 170 Meter tut Umfang betragen würde. Der Turm würde aus sieben Ab­teilungen bestehen; in den drei ersten würden Hotels unter­gebracht, werden, in der vierten ein Theater, in der fünften ein Museum, in der sechsten eine Bibliothek; die siebente Ab­teilung würde eine Radiostatton aufnehmen. Der Turm, der ganz aus Eisen hergestellt wird, soll 12 Millionen Kilo­gramm wiegen.

Für 82 000 Mark Juwelen erschwindelt. Ein Edelstein­händler aus Pforzheim ist in diesen Tagen von einem raffi­nierten Gauner um Juwelen im Werte von 82 000 Mark be­trogen worden. Der Schwindler nannte sich Hokok Gurewitsch und wollte kanadischer Abkunft fein. Die Berliner Kriminal- Polizei hat festgestellt, daß der angebliche Gurewiffch in den Monaten März bis Juni in verschiedenen Berliner Pen­sionaten in der Augsburger und Joachimsthaler Straße g^ wohnt und beträchtliche Schulden hinterlassen hat. Mitteilun­gen über seinen Aufenthalt und über das Auftauchen der er­gaunerten Juivelen, unter denen sich ein Birmasaphir von 30,5 Karat, in Platinfassung mit Brillanten geschmückt, ferner ein Smaragd von 12,62 Karat in sechseckiger Form befindet, erbittet Kriminalkommissär Dr. Riese im Polizeipräsidium.

, Munition- und Waffensund in Berlin. Das Polizei­präsidium Berlin teilt mit: In dem Keller eines Hauses w der Friedrichstraße wurden von den Beamten der Politische Polizei 742 Gewehre, Patronen und eine Parabellum-Pistole vorgefunden und beschlagnahmt.

Auf der Flucht vor der Eisenbahn in den Tod. Zu dein Autounglück-bei Loyhow, bei dem die Bankiersgattin Helene Frege aus Leipzig getötet ivurde, wird noch bekannt, daß dft Ehepaar Frege mit fünf weiteren Personen aus Leipzig die Fahrt zunl Besuche ihrer in Garmisch weilenden Tochter des­wegen nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto nnternoM- meu hatte, toeil es durch die letzten schiveren Eisenbahnunsäuf bemiruhigt war. Der tragische Zufall hat es nun gewollt, daß die Frau Frege auf dieser Flucht vor der Eiserlbahn den mt Auto gefunden hat.