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Llm was es in Südslawien geht.

Der Staat, der kurz Südslawien genannt wird, hetßt offiziell Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Diese Bezeichnung zeigt deutlicher als der gebräuchliche Name Südslawien, saß es sich bei diesem Reich um die Zufamnienfafsung von verschiedenen Rationen in einem einzigen Staatengebilde handelt. Aus dieser Tatsache aber resultieren auch die großen Schwierigkeiten innerpolitischer Art, unter denen dieses Staatswesen leidet. Die mörderischen Revolverschüsse im Belgrader Parlament haben die Situation wieder einmal blitzartig erhellt. Da es anch dem übrigen Europa nicht gleichgültig sein kann, was in seinem Wetter­winkel vorgeht, hat man allen Anlaß, auf die Dinge sorgfältig zu achten.

Der südslawische Staat ist bekanntlich nach dem Weltkrieg entstanden. Er besteht aus dem alten Serbien das wiederum seine staatliche Selbständigkeit erst erringen konnte, nachdem es aus der türkischen Oberherrschaft entlassen war, aus dem jirü bereit selbständigen Montenegro und aus Teilen des alten Oesterreich-Ungarn in D a l m a t i e n. In diesem letzterwähnten Gebiet wohnen die Slowenen und die Kroaten. Während früher Serbien ein Nationalstaat war, ist es das jetzige Südslawien nicht. Es ist eine staatliche Gemein­schaft dreier Völker, die zwar eine Rasse sind, aber im übrigen doch recht verschiedenartige nationale Eigenheiten aufweisen. Um diese drei Völker in einem Staat zusammenzuhalten, bedürfte es einer politisch außerordentlich geschickten Hand. Die regierenden Ntanner müßten sich bemühen, den Eigenheiten und EigentümUchkeitan, den verschiedenen Charaktereigensch af- ihrer Völker so weit entgegenzukommen wie nur irgend mög­lich. Sie müßtesl vermeiden, Reibungen hervorzurusen, weil diese bei dem leicht erregbaren Blute aller Südstawen immer die Gefahr von . sehr; unangenehmen Konsequenzen in sich bergen.

Statt dessen <L«r haben wir erlebt, daß sich der serbische Bevölkerungsteil bes südstawischen Staates als Beherrscher der anderen fühlt und daß er dasKönigreich der Serben, Kroaten und Slowenen" nur als ein vergrößertes Serbien betrachtet. Das hat natürlich auf der Gegeirseite eine gewaltige Erbitte­rung ausgelöst. Statt neuerlich zusammenzuwachsen, sind Kroa­ten und Serben in eine immer tiefere Gegnerschaft zueinander hineingeraten. Die Kroaten dachten nicht daran, einfach zu einem Teil des. serbischem Staates und des serbischen Volkes zu werden, sondern sie verlangten Seldständigbsit, Rücksicht­nahme auf ihre besondere Kultur, wenn auch im Rahmen des neuen südslawischen nicht serbischen! Staates: So scharf wurden die Gegensätze, daß dieser Tage ein Abgeordneter der radikalen serbischen Partei in offener Parlamentssitzung zum Revolver griff und zwei kroatische Parlamentsmitglieder er­schoß, yoei weitere darunter den geradezu vergötterten kroatisches'Bauernführer Paul Raditsch schwer verwundete. Nach seiner Tat hat der Mörder ein Hoch aufGroß-Serbien" ausgebracht und seine Tat damit erkennen lassen, als den Aus­fluß -euer Gesinnung, die gerade auf kroatischer Seite die große Erbitterung hervorrchft: Südslawien müsse lediglich ein ver­größertes Serbien sein. Dabei herrschen selbstverständlich in den ehemals österreichischen und ungarischen Gebieten des heutigen südstawischen Staates seit Jahrhunderten ganz andere wirtschaftliche und kulturelle Zustände als in dem früheren Serbien, und es ist einfach unmöglich, jetzt aus einmal alles über einen Kamm zu scheren. Die Serben, die selber jahr­hundertelang um ihre Freiheit gekämpft haben, wollen aber uüht ihren kroatischen Volksgenossen jene Freiheit in Sprache und Sitte und Kultur ^währen, die sie für sich selber mit Äecht verlangten und auch schließlich errangen.

Das ist der Kernpunkt des innerpolitischen Problems des südstawischen Staates. Da es von den Staatsmännern keiner anfassen will, hat nun der K ö n i g versucht, durch persönliches Eingreifen die streitenden Parteien zu versöhnen. Ob es ihm gelingen wird, bleibt abzuwarten. Die Lage ist jetzt noch schwieriger geworden dadurch, daß die Kroaten jetzt Märtyrer haben, die für die Sache ihres Volkstumes gefallen sind. Wenn nicht von Belgrad aus eingelenkt und ganz besonders behutsam vorgegangen wird, kann aus diesem Märtyrerblut eine für den

Die für einander sind

Roman von Fr. Lehne

16) (Nachdruck verboten)

Lukrezia sah sehr statiös aus in dem dunkel­grünen Sammetmantel mit Metallstickerei und dem großen Federhut, Porzia dagegen kindlich mit den Hängelocken, dem kurzen engen Rock und den Kreuz­bänderschuhen und dem Plüschpelzjäckchen.

Die beiden Schwestern nahmen ihren schönen ge­feierten Vater in die Mitte zu dem sonntäglichen Spaziergang nach der Platzmusik langsam und ge­messenen Schrittes gingen sie durch die Straßen nach dem Wilhelmsplatz. Virgilia war noch nicht mit der Toilette fertig) vielleicht hatte sie auch absichtlich etwas gezögert, um allein gehen zu können. Endlich war sie so weit) sie sah sehr fesch und hübsch aus) das schwarze Sammetkostüm hob ihre gut gewachsene Ge­stalt vorteilhaft. Noch ein Tupfen mit der Puder­quaste über die Wangen, ein leises, geschicktes Nach­ziehen der Augenbrauen und Lider, dann den Schleier um das kleine kecke Hütchen gebunden, und einen letzten befriedigten Blick in den Spiegel!

Lebt wohl, ich gehe!" rief sie nachlässig in die Küche hinein, in der die Mutter und Julia beschäftigt waren.

Sehr langsam ging sie die Treppe hinunter ihre geheime Hoffnung erfüllte sich: Fritz von Bieseneck kam aus seiner Wohnung) er streifte sich gerade die weißen Handschuhe über.

Ah, meine Gnädige, welch' glücklicher Zufall, den ich preisen muß

Es wurde ihm ordentlich warm unter dem koketten Blick, den sie ihm zuwarf.Donnerwetter!" dachte er.

Ich muß nach dem Theater, um zu sehen, wie die Proben angesetzt sind" entgegnete sie.

Es war wohl selbstverständlich, daß sie zusammen das Haus verließen, und Virgilia schwelgte in Wonne, als sie an der »ette des Leutnants über die Straße ging.

Da begegnete ihnen ein hübscher junger Mann, der ehrerbietig den Hut vor ihr zog, sie dabei mit einem schmerzlich-erstaunten Blick streifend. Sie dankte ihm nur mit einem kaum merklichen Neigen des Kopfes, konnte aber nicht verhindern, daß sie rot wurde. Fritz hatte es bemerkt) er wollte sie nun in Verlegenheit bringen.

südslawischen Staat außerordentlich gefährliche Saat hervor­gehen. Was es dann im Verfolg davon man denke nur an die Gelüste Italiens auf südslawischen Boden! auch außenpolitisch an Schwierigkeiten geben kann, braucht hier nur angedeniet zu werden. Man muß daher wünschen, daß es gelingt, den südstawischen Staat innerpolitisch zu Ion* solidicren.

Warnung für Auswanderer.

Nicht auf gut Glück answander«!

Wie die Reichsstelle für das Auswanderungswesen mitteilt, sind in letzter Zeit wiederholt deutsche Hand- werker nach der Türkei gefahren, um sich auf diesem Wege nach Afghanistan zu begeben. Sie glaubten, daß Afghanistan ein Land sei, in dem es gerade für deutsche Handwerker beste Arbeits- und größte Ver- dlenstmöglichkeiten gebe. Diese Ueberzeugung haben die Auswanderer scheinbar aus den in übertrieben op­timistischer Weise darstellenden Schilderungen in einem Teil der deutschen Presse gewonnen.

Nach ihren Aussagen steht zu erwarten, daß in ; nächster Zeit noch eine ganze Anzahl deutscher Hand- werker sich aus den Weg nach Afghanistan machen wer­den. Es ist ziemlich sicher, daß es den meisten von ihnen wohl schon aus der Wanderung durch Ruß­land, T u r k e st a n, P e r s i e n und falls sie über­haupt bis Afghanistan gelangen sollten, dort sehr übel ergehen wird. Eine Reise nach Afghanistan anf gut Glück ist völlig zwecklos, da die Anstellungen in der Regel nur aus Grund von in Deutschland ab­geschlossenen Verträgen erfolgen. Die Prüfung sol­cher Verträge erfolgt am besten durch die Auswan­derer-Beratungsstelle n, die auch über Ver- dienünwglichkeiten deutscher Handwerker im Ausland zuverlässige Auskunft geben.

Spielpause.

Sport und Spiet sollen in erster Linie um ihrer selbst willen getrieben werden, aus innerem Erleben, aus innerer Freude heraus, ohne sich verstandesmäßig erst krar zu machen, welche hohen Werte mit der Pflege und Ertüchtigung des Körpers verbunden sind. Aber ebensosehr sind Sport und Spiel undenkbar ohne Kampf. Erst das Kampfmoment schafft Energie, schafft Betriedigung. Natürlich dürfen Kamps und Sieg nicht das alleinige Ziel sein, für das man alle Kräfte ein- setzt, aber man darf wohl behaupten, daß dieses Ziel allein lockend genug ist, seinem Willen und seinem Körper Leistungen avzutrotzen, die, wenn sie vollbracht sind, gleichzeitig ein hohes s e l i s ch e s Erleben be- deuten.

Wer von sich immer das Höchste verlangen wollte, würde sehr bald merken, daß selbst stärkster Wille, (rüstigster Körper sich ausschöpfen, erlahmen. Nur aus der R u h e, dem Ausruhen heraus, kann man seine Leistungen, gleichviel aus welchem Gebiet, steigern, der eine schneller, der andere langsamer und gleichmäßiger, je nach Veranlagung. Und mancher Weg zur Höhe wird erst zum Erfolg führen, wenn mehrfacher e n e r g i e v o l l e r Anlauf genommen worden ist. Nicht jeden führt gleich der erste Sturm und Drang zum Ziel, erst zähe Beharrlichkeit schasst den Sieg.

Das Maß der Dinge kennen zu lernen, zu wissen, was man von sich verlangen kann, ist nicht so leicht, wie es scheint. Gar mancher, und namentlich der Ju­gendliche, den Ungestüm, vielleicht auch Ehrgeiz treibt, mehr zu leisten, als Körper und Wille im gegebenen Augenblick vermögen, bedarf sorgsamer Beratung, wenn er nicht Schaden leiden soll. Und weil nicht überall ein guter Rat auf fruchtbaren Boden mllt, so muß aus dem Weg der Organisation Zwang an­gewendet werden, leben Sportler und Spieler einmal , ini Jahr für eine geraume Zeit dazu anzuhaHcn, daß !

Der^Herrwarwvhlein Bekannter?" fragte er lächelnd.

Ach, bloß von der Nachbarschaft, Herr Baron!" Ich habe ihn aber noch nicht gesehen. Wie heißt er denn?"

Es wurde ihr schwer, wahrheitsgemäß zu antwor­tenHerr Lämmlein vom Kolonialwarengeschäft um die Ecke, wir kaufen dort. Die Leute haben ganz gute Sachen" fügte sie in nachlässigem, gönner­haftem Ton hinzu.

Ich weiß die Firma ist mir bekannt) mein Bursche holte mir dort meistens das Abendbrot! Der junge Lämmlein scheint ein netter Mann"

Es machte ihm Spaß, Virgilias Verlegenheit zu beobachten) er hatte Julia schon mehr als einmal bei der Frau Rat von Franz Lämmlein als den Verehrer Virgilias sprechen hören!

Neckend sah er ihr ins Gesicht.Nun, sind Sie nicht auch der Ansicht?"

aber ich bitte, Herr Baron, der Mann muß doch seine Kundschaft grüßen"

und er müßte kein Lämmlein, sondern ein Schaf sein, wenn er nicht bemerken würde, was diese Kund­schaft für hübsche Augen hat! und sein Interesse ist zu begreifen"

Mit einem schrägen, koketten Blick streifte sie ihn.

Was geht mich Herr Lämmlein an! Ich bitte Sie! Julia wäre da eher etwas für ihn sie, die so hausbacken, paßt hinter den Ladentisch nicht aber ich--"

Nein, Sie sind zu Höherem geboren, ich begreife es vollkommen obwohl es auch keine üble Sache ist, hm, so ein gutgehendes Lebensmittelgeschäft-- ich würde es mir an Ihrer Stelle doch überlegen, Fräulein Virgilia!"

Was wollen Sie nur, Herr Baron! Ich habe doch nichts mit Herrn Lämmlein zu tun! Möchten Sie mich ärgern?" vorwurfsvoll schlug sie die braunen Augen zu ihm auf.

Aber gnädiges Fräulein Damen, und noch dazu eine so schöne junge Dame, zu ärgern, das brächte ich doch nicht übers Herz*

Er scherzte noch hin und her, bis er sich dann unter irgend einem Vorwand verabschiedete, sonst wäre er die Virgilia wahrhaftig nicht los geworden!

Die kleine Schauspielerin war noch nicht lange allein weiter gegangen, als ihr merkwürdigerweise Franz LäWmlein wieder begegnete. Er war im besten

er sich ausruht, seinem Körper und seinen Nerven s Volung gönnt von den Strapazen, die ihnen »uae» tet wurden, Ruhe verschafft für kommende Arbeit " strebenswerte Leistungen. '

So gibt es denn fast in allen Sportarten, die tb, Natur nach das ganze Jahr über getrieben wer? können, von den betreffenden Verbänden angeoS 3 wan gspau s e n, in denen nicht gespurtet, vcrpielt werden darf. Nicht um ein Verbot im meinen Sinne handelt es sich hierbei, sondern um en im Interesse der Gesundheit und Leistungsfähig des Sportlers und Spielers liegende wohlerwv'g Maßnahme.

Die Ozeanflieger über ihren Amerikaflug.

Oeffentliche Vorträge in Berlin.

Die Ozeanflieger Hauptmann Köhl, Frhr. v. Hüne seid und Fitzmaurice veranstalteten in Berlin in Philharmonie einen öffentlichen Vortrag über ihren & nach Amerika, der den großen Saal der Philharmonie bis n den letzten Platz gefüllt hatte.

Hauptmann Köhl hob besonders hervor, daß der Am theoretisch und praktisch gründlich vorbereitet gewesen sei daß er selbst Gelegenheit gehabt habe, umfassende Erfahrin gen über den Nachtflug zu sammeln, und daß er dem Studium der Wetterverhältnisse auf dem Ozean lange und gründlich, Studien gewidmet habe.

Hierauf plauderte Frhr. v. H ü n e f e l d über das Oraa- nisatorische und Menschliche, das bei dem Amerikaflug eint besondere Rolle gespielt habe, wobei er u. a. erwähnte, bie Luft in der Kabine infolge der Ausdünstungen des Auspus- rohrs auf die Dauer unerträglich geworden war, so daß er eine regelrechte Benzolnarkose erlitt. Dann schilderte er die mannigfachen Schwierigkeiten, denen er bei der Organisation des Fluges begegnet war.

Wie sehr die Haltung des irischen Volkes, vom Präsi­denten bis zum einfachsten Arbeiter herab, sein menschliches Verstehen, sein Sportgeist, seine Kameradschaftlichkeit und Freundschaft zur Unterstützung des Fluges beigetragen haben lasse sich nicht in Worte kleiden. In den Vereinigten Staaten sei ihnen jeder, vom Dockarbeiter bis zum Präsidenten hinaus, mit Herzlichkeit begegnet, und sie seien dankbaren Herzens zuruckgckommen. Man sei in Amerika willens, die noch von den Jahren 1914/18 herrührrnden Irrtümer zu vergessen oder wieder gutzumachen. In Amerika liebe jeder sein Land mit heißer Seele, und nur der Patriot könne auch den Patri­oten verstehen.

!T Zubilligung des Armenrechts für den Grafen Karolh.' Die Königliä-e Tafel in Budapest gab dem Ersuchen des AAwaltes des Grasen Karoly auf Zubilligung des Armen- rechts statt. Ein Ersuchen auf Wiederaufnahme des Kon- fiskalionsprozesses ist von der Königlichen Tafel abgelebt worden.

~ Fliegernotlandung. Die beiden amerikanischen Nd Stultz und Gordon, die in einem Militärflugzeug L e Bouv- g e t verlassen hatten, um nach London zurückzukehren, mußten an der Küste wegen stürmischen Wetters über dem Kanal bei Boulogne-sur-mer landen und haben die Reise nach London mit dem Schiff fortgesetzt.

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Sonntagsstaat, trug einen modischen weiten Ulster, tadellos neue, rotbraune Glacehandschuhe und eine neue grün und blau karierte Krawatte mit einer Korallennadel.

Gräßlich!" dachte sie, als er sie nochmals grüßte und dann wagte, stehen zu bleiben.

Fräulein Schnitze--"

Wie klang das! Doch nicht ein bißchen Lebensart hatte er! Konnte er nicht, wie das üblich war,gnädi­ges Fräulein" sagen?

Ich habe nicht viel Zeit!" entgegnete sie hoch­fahrend.

Der junge Mann blickte sie betroffen an. Sie war doch sonst freundlicher gewesen!

Ich habe Sie so lange nicht gesehen, Fräulein Schultze und vor acht Tageu habe ich vergebens auf Sie gewartet eine ganze Stunde in den Bahn­hofsanlagen, und Sie hatten mir doch fest versprochen zu kommen"

Sie lachte spöttisch auf.

Ich? Davon weiß ich nichts! Das müssen Sie sich Eingebildet haben, Herr, Herr Lämmlein"

Nein, Fräulein Virgilia!" versetzte er schüchtern, ich hatte Ihnen auch Zigaretten, die Salem AleikuM, mitgebracht, und Milka-Schokolade, die Sie doch so gern essen, weil Sie mir Ihr Kommen bestimmt zugesag! hatten"

Der Gedanke an die Älilka-Schokolade stimmte einen Augenblick etwas nachsichtiger doch wenn jetzt der Baron sie zufällig hier mit Franz Lämmlein zu­sammen sehen würde, was mußte er denken! Nein, war unmöglich--darum auf dieMilka" ver­zichten!

Sie sah ihn mit einem ziemlich hochmütigen Blick an.

Ah, man sagt so manches hin! Ich kann mich üstt nicht erinnern! Sie müssen mich falsch verstanden haben! Auf Wiedersehen, Herr Lämmlein, ich muß nach dem Theater!"

Kurz ließ sie ihn stehen, und betroffen starrte er ihr nach. Er konnte sie nicht begreifen. Wie war m doch imm-"- nett aewesen. und wie freundlich baue sie seine Geschenke angenommen, wenn er ihre harmlov geäußerten Wünsche so auftrrerkfam verstanden!

Sollte der Leutnant? Unwillkürlich ballte die Hände. Künstlerinnen wurden immer sehr verehrt, und solche große und schöne Künstlerin wie Virgilla Schultze mußte ja Verehrer haben! Sein ehrliches