Kein »tritt Parker Werts vor WeWng des SieparationsMIeais.
(Von unserm Berliner Mitarbeiter.)
In der französischen Presse sind verschiedentlich Nachrichten erschienen, die die Ernennung eines Stellvertreters für den Reparationsagenten mit Rüätrittsabsichten Parker Gilberts in Verbindung bringen. Derartige Gerüchte sind, wie wir hören, auch in Berliner politischen Kreisen in Umlauf. An deutscher zuständiger Stelle sind zwar solche Ge- reichte gleichfalls bekannt, doch ist vom Generalagenten bisher niemals in dieser Richtung eine Andeutung gefallen. Man glaubt daher in amtlichen deutschen Kreisen nicht, daß diese Gerüchte irgend einen tatsächlichen Hintergrund haben. Daß Parker Gilbert ewig auf seinen Posten bleiben wird, ist natürlich nicht anzuncbmcn. Wohl aber ist damit zu rechnen, daß er versuchen wird, die Erledigung des ihm gewordenen Auftrages zu beschleunigen. Dieser Auftrag besteht bekanntlich nicht nur darin, die Surc^»^“^ des Dawesplanes zu überwachen, sondern zu nrüfen, ob und nach welcher Richtung er abänderungsbedürftig und abändc- rungsmöglich ist.
Die letzten Berichte Parker Gilberts über die Wirksamkeit des Dawesplanes haben deutlich erkennen lassen, in welcher Richtung sich, die Tätigkeit Parker Gilberts bei Erledigung seines Auftrages entwickelt hat: Festsetzung einer Endsumme der deutschen Reparationsleistungen. Eine Entscheidung darüber ist kaum vor der amerikanischen Präsidentenwahl zu erwarten, weil ja die Reparationsfrage in engstem Zusammenhang steht mit dem Problem der interalliierten Schulden.
Die Verbindung beider Fragen ist i» zahlreichen Ve- sprechungen zwischen Parker Gilbert und Poincare erörtert und man darf jetzt mit ziemlicher Bestimmtheit sagen, festgelegt worden. In gewisser Weise steht damit auch die Frage der französischen Frankenstabilisierung in Zusammenhang.
Es ist nicht ganz unbekannt, daß man sich in deutschen Wirtschaftskreisen sehr eingehend und sehr ernst mit dem Reparationsproblem beschäftigt und die Wege prüft, die aus der zunehmenden Versteifung der wirtschaftlichen Ge- samtlage hinausführen in ein ruhigeres und stabileres Verhältnis der weltwirtschaftlichen Gestaltung. Die Tatsache, daß Deutschland bisher die ihm durch den Dawesplan auferlegten Reparationsleistungen lediglich aus den Ausländsanleihen bezahlte, verlangt auch vom Standpunkt der Anleihegeber eine Neuregelung dieses Problems. Es ist kaum noch ein Geheimnis, daß die vorjährigen sehr eingehenden Besprechungen Parker Gilberts in Amerika in erster Linie .der Frage galten, wre-DcutftbtandFVMungsveopfrch^^Ägen in Uebereinstimmung gebracht werden können mit seiner Zahlungsfähigkeit. Man darf deshalb heute schon sagen, daß Parker Gilbert in Uebereinstimmung mit seinen Auftraggebern der Ueberzeugung ist, daß zwar Deutschland vielleicht vorübergehend die volle Iahresannuität zahlen könnte, daß sich daraus aber zunächst für Deutschland die bedenklichsten Wirtschafts- und finanzpolitischen Erschei- scheinungen entwickeln müßten, denen weder Amerika als Anleihegeber noch Frankreich, Belgien, England usw. als Reparationen empfangende Länder gleichgültig gegenüber stehen könnten. Deshalb ist mit einem Rücktritt Parker Gilberts solange nicht zu rechnen, solange diese Ueberem- stimmung über die Notwendigkeit einer Reparationsreform zwischen Reparationso>rnten,Anleihegebern u.Reparations- empfangenden Ländern noch nicht besteht.
Die Aktion für Aobile.
Der Proviantabwurf über dem Lager Nobiles.
Major Maddalena berichtet, daß er beim Ueberfliegen des Lagers Nobiles fünf Personen gesehen habe, die vollkommen munter waren, gestikulierten und auf das Herab- werfen von Proviant warteten. Ueber die Verproviantierung der Gruppe Nobile meldet Maddalena, daß er der Gruppe 300 Kilogramm Vorräte verschiedener Art übermitteln konnte. Maddalena ist darauf nach Kingsbay zurückgekehrt.
Proviantversorgung für Nobile geglückt.
Die italienische Gesandtschaft in Oslo hat von der „Citta di Milano" eine Meldung erhalten, nach der es dem italienischen Flieger Maddalena geglückt ist, Proviant in das Lager Nobiles abzuwerfen.
Das Schicksal der „Latham".
Wie aus Paris gemeldet wird, ist man ohne jede direkte Nachricht von dem Verbleib des Majors Guilbaud, der mit Amundsen vor zwei Tagen in Tromsö aufgestiegen ist, um Nobile zu suchen. Man neigt jetzt zu der Befürchtung, daß sie das gleiche Schicksal wie Nobile erlitten haben und irgendwo im Eismeer haben niedergehen müssen.
Wilkins und Eielson über Amundf-..J Verschwinden.
Die beiden Polslieger Wilkins und Eielson sind in Bergen eingetroffen. Sie erklärten, sie fürchteten durchaus nicht für das Schicksal Amundsens. Sie seien sogar darauf gefaßt, daß sie noch einige Tage nichts von ihm hörten.
Norwegische Maßnahme« zur Auffindung Amundsens.
Oslo, 2'1. 6. (W. B.) Der Kreuzer „Tordeuksjold", der ursprünglich am 7. Juli nach Spitzbergen und Island fahren sollte, Hajt vom Verteidigungsminister den Befehl erhalten, sofort von Pforten auszulausen, um nach der „Latham" zu forschen. Hn Bord des Kreuzers befindet sich eins Wasserflugzeug, das zwischen Norwegen und Spitz- bergen suchen soll. Die beiden norwegischen Flieger, die
sich zurzeit auf der Suche nach Nobile befinden, haben Befehl erhalten, längs der Westküste von Spitzbergen nach der „Latham" zu suchen. Das Mitglied der Bmundsen- Lxpedition, Kapitän Wisting, der zu Schiff nach Spitzbergen unterwegs ist, telegraphierte, daß Nmundsen nicht unmittelp bar das Lager von Nobile aufsuchen wollte, sondern die Nbsicht hatte, von Tromsö direkt nach Kingsbai) zu fliegen.
— Zwei französische Kriegsschiffe sind nach Spitzbergen ausgelaufen, um Nachforschungen nach dem Flugzeug „Latham'" mit Guilbaiud und Nmundsen an Bord anzustellen.
” Der Mord im südslawischen Parlament.
Schon krachen wieder verdächtige Schüsse in Belgrad. In der Kammer Südslaviens. Ein Gespenst steht auf. Entfesselten nicht serbische Bomben den grausen Weltkrieg? Der montenegrinische Abgeordnete Ratschitsch erschoß den kroatischen Abgeordneten Paul Raditsch und verwundete seinen Onkel und Kampfgenossen Stefan Raditsch schwer. Warum? — Die Kroaten verlangen Autonomie ihres Landes innerhalb des serbischen Großstaates. Nur so glauben sie, einen Schuhwall gegen Italien aufrichten zu können. Die Dalmatier sehen nur in einem zen- tralisierten Großstaat den Schuh gegen Italiens Ansturm. Das sind die Gegensätze. Am 28. läuft die Frist ab für die Ratifikation des Vertrages von Nettuno. England und die Kleine Entente pressen Iugoslavien, den Vertrag zu ratifizieren, da nur so die italienisch-jugoslavische Span- nug beigelegt werden könne. Die Ratifikation ist entschei- dend für die Zukunft Iugoslaviens. Daher die höchste Erregung der beiden widerstrebenden Elemente
Große Bestürzung lösten die Schüsse in Bukarest aus, wo die Vertreter der Kleinen Entente soeben zur Veratnug zusammensaßen. Schon war die Politik der Kleinen Entente auf einen toten Punkt gekommen. Die gemeinsamen Interessen dieser neuen ungemein vergrößerten Staaten, ihren Bestand gegen Ungarn, Bulgarien und Deutschland gegenseitig zu sichern, schwanden immer mehr. Dagegen traten die egoistischen Interessen mehr in den Vordergrund. Das schweißte die ungarisch-italienische Freundschaft wieder zusammen. Alle Staaten der Kleinen Entente haben nun das größte Interesse an dem Ausgang der italienisch-jugoslavischen Gegensätze. Wird es gut gehen? Werden die Sch üsse von Belgrad nicht wie die von Sarajewo eine neue Zeit wecken? And wird ihre Geburtsstrnde nicht vom Dunst blutiger Kämpfe erfüllt sein.
Große Erregung über die Bkuttat im Parlament.
Belgrad steht unter dem Eindruck der Schreckensszene in der Skupschtina. Durch die Schüsse des radikalen Abgeordneten Punica Raschitsch, der aus feinem Revolver sechs Schüsse auf die chm gegenüber befindliche erste Bankreihe der Opposition abgab, wurden fünf Abgeordnete der Raditsch-Partei getroffen, und zwar der Abgeordnete Dr. Basarilschek, der innerhalb weniger Minuten im Sitzungssaal starb, Paul Raditsch, der nach Uebärführung ins "Krankenhaus seinen Verletzungen erlag, die Abgeordneten Stephan Raditsch und Dr. Pernar, die beide schwer verwundet wurden, und schließlich der Abgeordnete Grandja, der leichtere Verletzungen davontrug.
Der Ministerrat trat zu einer Sitzung zusammen, um über die Lage zu beraten, und beschloß, die verstorbenen Abgeordneten Basaritschek und Pavlerawitsch auf Staatskosten zu beerdigen und ihren Familien staatliche Unterstützung zukommen zu lassen. Von einem führenden Regierungsmitglicd wurde erklärt, die Regierung gedenke nicht zurückzutreten, da sie für die Mordtat keinerlei Verantwortung trage. Trotzdem wird die Lage der Regierung als unsicher angesehen. Das Parlament wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
Der Abgeordnete Raschitsch, der die verhängnisvollen Schüsse abgegeben hat, hat sich selbst dem Minister des Innern gestellt. Der Minister des Innern rief einen Polizeipräfekten herbei, der den Abgeordneten festnahm.
Die Stimmung in Agram.
Aus Agram, der kroatischen Hauptstadt, wird gemeldet, daß dort die Nachricht über die Ermordung der kroatischen Abgeordneten eine ungeheure Erregung hervorgerufen hat. Zum Zeichen der Trauer über die Ermordung der kroatischen Politiker wurde der Verkehr eingestellt und alle Betriebe wurden geschlossen.
Die Leichen Basariceks und Pavlerawitschs sind nach Agram übergeführt worden, wo Freitagnachmittag die Beerdigung stattfindet. Wie aus Kreisen der Ratitsch-Partei verlautet, werde die Partei das Ersuchen der Regierung, daß die Familien der getötete» Abgeordneten eine staatliche Unterstützung erhalten, ablehncn, ebenso, daß das Begräbnis der Getöteten auf Staatskosten stattfindet.
Der Abgeordnetenklub der Kroatischen Bauernpartei hat die Annahme der Beileidsschreiben der Regierungspartei und selbst des Ministerpräsidenten abgelehnt. In den Kreisen der Bauernpartei wird erklärt, man habe Beweise dafür, daß die Mordtat vorbereitet und organisiert worden sei.
Explosion in Mexiko. — 31 Tote.
Mexiko, 22. Juni. Eine Kesselexplosion in einer Wäscherei hat weitaus mehr Todesopfer gefordert, als zunächst angenommen worden war. Bei den Aufräumungsarbeiten wurden 31 Lerchen geborgen. Die Explosion des Dampfkessels war durch die Nachlässigkeit eines betrunkenen Heizers verschuldet.
Vor einem deutschen Ozeanflugverkehr.
Berlin, 22. Juni. Bei den Dornier-Werken am Bodenfee befindet sich zurzeit ein Riesenflugboot mit einer Leistung von 5000 PS. im Bau, mit zehn Motoren ausgerüstet, das auf der geplanten Transozeanroute eingesetzt werden soll. Das Flugzeug, das in riesigen Abmessungen gehalten fein wird, soll imstande sein, auf dem Ozean zu landen und wieder vom Ozean zu starten. Den Transozeanverkehr wird die Deutsche Lufthansa in enger Zusammenarbeit mit dem Reichsverkehrs- ministerium einrichten. Leiter dieses deutschen Transozean- flugverkehrs wird Hermann Köhl sein.
— Der Tod Tschangtsolins ist den Generalkonsuln am Donnerstag offiziell bekannt gegeben worden.
— Dr. Strefemann hat Donnerstag abend Berlin zu einem längeren! Erholungsurlaub verlassen.
A Bad Orb. (Weihe eines Badehausess» Kinderheilanstalt Bad Orb beging am MontagnaMi? feierlich die Weihe ihres im Laufe der letzten Monate neuen Badehauses, verbunden mit einem Eigengebäiidi? neuzeitliche Heilbehandlung. Der Vorsitzende des VoiM? der Anstalt, Pfarrer Boos (Hanau-Kesselstadt), i)ie[t $ Weihereoe, nachdem er mit warmen Worten der wkr»« Gründer der 1884 als „milde Stiftung" ins Leben Anstalt, der Brüder Hufnagel, gedachte, wurden die Grii? und Glückwünsche der Behörden und Körperschaften gebracht. ■
A Bad Nauheim. (Der Nauheimer Uebe Zu dem mißglückten Autoraub bei Steinfurth erfahren m noch folgendes: Nach den bisherigen Ermittlungen sollte Naubüberfall bei Steinfurth auf den Frankfurter Chansim anscheinend nur eine Etappe zu einem folgenden großen L brechen darstellen. Es wurden nämlich bei den Verhaft, Aufzeichnungen und eine Karte vorgefunden, die daraus & ßen lassen, daß die Räuber einen Raubüberfall auf die L ßener Stadtkasse geplant hatten. Das Auto sollte ihnen» einer schnellen Flucht dabei verhelfen. Einer der Täter m bei der Vernehmung gestanden, daß er bereits borbeftraft » Es ist bisher noch nicht erwiesen, ob die in bezug aus Herkunft gemachten Angaben richtig sind. Die Verhafte!« wurden inzwischen ins Landgerichtsgefängnis gebracht.
A Kassel. (Von herab st ürzenden Erdm aHe5 erschlagen.) In einem Steinbruch bei Wolfsanger hat ein schwerer Unglücksfall ereignet. Im Steinbruch war 21jährige Arbeiter Martin Heimanns aus Wolfsangel y Abraumarbeiten beschäftigt, als plötzlich eine größere Lehm- masse nachgab und herabstürzte. Ehe H. sich abweirden konnte war er von der schtveren Masse begraben worden. Die in Nähe befindlichen Arbeitskollegen des Verunglückten macht!» sich sofort an die Bergungsarbeiten, hatten die herabgestür;!, Lehmmasse auch bald beseitigt und konnten ihn bergen. 6 gab zwar noch leise Lebenszeichen von sich, verschied ach kurz darauf.
Lokales.
Sonntagsworte.
Aus dem Evangelium des 3. Sonntages nach Trinitatit richt das herrliche, tiefe Gleichnis Jesu vom verloren« ohn, zu unserer Seele. Im verzweifelten Elend, bettelarm und siech darbt der Sohn in der Fremde. Die Heimat tixir ihm zu eng geworden, die Welt versprach ihm so viel, da Eltern Zucht und Mahnung dünkten ihm lästige Fesseln, Im (orderte er sein Gut und wanderte in die lockende Freiheil die ihm so golden schien. Das Glück, das er ersehnte, fand er nicht. Das Leben, das er so leicht zu gewinnen glaubte, zerschlug ihn an Leib und Seele. Nur eins ist ihm geblieben in all seiner Not, und das wird ihm zur Rettung: Tat Heimweh! Es ist stärker als alles andere, das ihn N! schließlich ganz zu Boden gezwungen hätte. Es führt ihn nach Hause, wo Vatertreue seiner wartet, Vaterliebe nach im ausschaut!
Das Gleichnis ist ein erschütterndes Bild der gottfremd und heimatlos gewordenen Menschenseele. Unzählige Menschen von heute haben schon kein rechtes irdisches Heima!- Smehr, geschweige denn ein Himmlisches. Sie haben
Weg und keinen Führer. Wenn aber alles verbrauch!! ist, wenn alle Kräfte verzehrt sind, der Rausch der Weltseligkeit seinen Zauber eingebüßt hat, dann bleibt schließlich nur eine arme, elende, sieche Seele übrig. Warum fliehen immer wieder auch junge Menschen aus Sem Leben, in einer Zeit die sich rühmt, das Diesseits erobert und hier das Parodie» gefunden zu haben? Warum sind so viele, die zwar noch ein äußeres Band an dieses Leben kettet, so Hoffnungslos, so innerlich zerrissen und verzweifelt? Sie haben keine Heimat hier nicht und droben nicht. Ihr Leben ist gelöst von de« Urgrund alles Lebens, von dem lebendigen, ewigen Gott um seinem heiligen Willen. Da gibt es nur eine Hilfe: „Ich ®“ mich aufmachen und zu meinem Vater gehen!"
„Das Vaterhaus ist ewig nah, So wechselnd auch die Lose, Es ist das Kreuz von Golgatha: Heimat für Heimatlose!"
Von Floras Kindern.
Wie im ganzen Leben, so ist auch in unseren Gärten e!« ewiges Kommen und Gehen. Der Goldregen, die duftende" Fliederdolden sind in den meisten Gärten verblüht. Aber ® ihrer Stelle haben sich neue Schönheiten aufgetan. Wie vs« weißen Sternen übersät, steht der Jasminstrauch mit fern« zarten Blüten da, die ihren betäubenden Duft weithin ausströmen lassen. Der echte Jasmin (Jasminum grau®' florum) ist eine südastatische Pflanze, die bei uns nicht Freien wächst. Es handelt sich bei dem in unseren Gärten im Anlagen blühenden Jasmin um sogenannten wilden Jasnm den Pfeifenstrauch, , ..
Auch der prachtvolle Holunderstrauch mit seiner WE Doldenfülle, sie weithin duftet, hat seine Bluteze^ Seine Blüten haben eine große Heilkraft. Bei trockene Wetter gesammelt, . geben sie einen Tee, der W schweißtreibend wirkt. Die Blüte selbst ist gegen die GiNM der Witterung recht widerstandsfähig. Sie verliert ihr rein Weiß erst dann, wenn sich der Fruchtansatz entwickelt hat.« unter Zuhilfenahme von Holunderblüten hergestellte Holum milch und die aus den Holunderbeeren bereitet Holundcrsup^ sind in vielen Gegenden beliebte wohlschmeckende und geiu heitsfördernde Speisen. Weniger angenehm ist die betauven. Schwindel erregende Wirkung, die von ihm nach einer vo tümlichen Auffassung auf denjenigen ausgehen soll, der I unter einem Holunderstrauch zum Schlafen oder Ruhen nu legt; er soll nicht wieder erwachen. „ .
An Hecken, Rainen und Waldsäumen blüht jetzt Hundsrose, die ihren Namen davon hat, daß sie früher g 8 Hunde- und Schlangenbisse gebraucht wurde. Um die rose ranken sich viele Sagen. Sie sei dadurch entstanden, ^ Maria die Windeln des Jusnkindes zum Trocknen aus eu Dornenstrauch aufgehängt hat, der dann lauter kleine z Röschen trieb. Wo weiße Röslein duften, haben die T der büßenden Magdalena die Rosafarbe abgewaschen. Aua; » es wilde Röslein mit rosafarbener Rinde. Die Nostw seien Blutstropfen des Heilandes. Die Röslein der Hunvs sind sehr wohlriechend, die Mütter haben einen süßen > Ihre Früchte sind die Hagebutten. Die Rostnblätter g einen guten Gesundheitstee,