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A Darmsradt. (Eine BauerndemonstratioL) Hier fand eine vom Landbund veranstaltete Bauerndomon-- stration statt, die von 12 000 Personen besucht war und in der folgende Entschließung gefaßt wurde:12 000 in der städti­schen Festhalle in Darmstadt versammelte hessische Landwirte haben vier Notjahre mit Geduld ertragen. Unsere Geduld ist zu Ende. Wir Verlangen umgehende und unverzügliche Wiederherstellung der Rentabilität unserer Berufsarbeit. Insbesondere fordern wir gerechten Zollschutz und aus- reichende Sicherheiten dafür, daß die Lage der deutschen Land­wirtschaft durch neue Handelsverträge nicht weiter ver­schlechtert wird. Wir erwarten schleunigst Maßnahmen zur Senkung der ungeheuren Steuerlast. Sind Regierung und Parteien nicht fähig, der Not des bäuerlichen Berufsstandes zu steuern, gelingt es nicht, unsere gerechten Forderungen auf gesetzmäßige Weise zu verwirklichen, dann wird der deutsche Bauer zur Selbsthilfe gezwungen."

A Darmstadt. (E i n gemeinsamer Flugplatz Frankfurt-Da r m st a d t?) In der Stadtverordneten- Sitzung wurde von der Stadtverwaltung mitgeteilt, daß mit der Stadt Fraesturt aussichtsreiche Verhandlungen schweben über die Anlage eines gemeinsamen Flughafens an einer Stelle, die von beiden Städten gleich wein entfernt ist und besonders geeignete Bodenverhältmsse aufweist. Die meteoro­logische Flugstatron würde allerdings in Darmstadt bleiben, da die hierfür noteerAigen Einrichtungen bei der Technischen Hochschule vorhanden sind.

A Jdstein t Taunus. (Das Rathaus m u ß ab­getragen werden.) Es scheint nicht möglich zu sein, das Rathausgebäude, ohne es abzutragen, wieder sachgemäß herzustellen. Die jetzt noch zwischen dem Rathaus und der Felswand liegenden Felsblöcke haben sich keilartig zwischen Rathaus und Felswand geschoben. Ihre Entfernung wird wohl erst nach dem vollständigen Abtragen des Gebäudes möglich sein. Zunächst werden Süllerungsärbeiten an dem Erker des Torbogengebäudes ausgeführt.

A Büdingen. (E in Mark st ü ck beim Ballspie - le n v e r s ch l u ck t.) In dem Dorfe G c l n h a a r nahm ein sieben Jahre altes Mädchen ein Markstück, das es zum Brot- einholen von der Mutter erhalten haue, auf dem Wege zum Bäcker in den Mund, um unterwegs besser mit dem Ball spie­len zu können. Im Eifer des Spiels verschluckte das Kind das Geldstück, das in der Speiseröhre stecken blieb und sich dann tm Kehlkopf festklemmle. Da ein sofort hinzugezogener Arzt die Münze nicht entfernen konnte, mußte das Kind nach Gie­ßen in die Klinik überführt werden, wo durch eine Operation die verschluckte Mark aus ihrem ungeeigneten Aufbewahrungs­ort Widder herausgebracht werden soll.

A Frankfurt a. M. (Frankfurter Etats" b e r a t u n g e n.) Nachdem der Oberbürgermeister vor weni­gen Wochen den mit rund 189 Millionen abschließenden Etat der Stadt Frankfurt der Stadwerorducren er^mmlung vor­gelegt hat, sind nunmehr die Etatsberatungen, in den,Aus­schüssen im vollen Gang. Täglich finden mebrer Ausschuß­sitzungen statt, um den Etat noch rechtzeitig verabschieden zu können. Wie wir erfahren, sollen die Etatsberatungen bis zum 23. März zu Ende sein.

A Oberhöchsiadt. (Nach Japan berufen.) Der langjährige Dirigent des hiesigen Männergesangvereins Ernst Putscher aus Cronberg hat den ehrenvollen Ruf als Pro­fessor für Musikwesen an die Universität Kogoschima in Japan erhalten. Er hat diesen Ruf angenommen und wird in Kürze seine deutsche Heimat verlassen.

A Tillenburg. (Folgenschweres Spreng­ung l ü ck.) Auf der EisensteingrubeStorch und Schöneberg A.-G." in Gosenbach im Kreise Siegen hat sich ein folgen­schweres Sprengunglück zugetragen. Dort stießen die Berg­leute Friedrich Schade und Artur Hafner bei Bohrarbeiten aus ein altes Sprengloch, in dem sich noch Sprengstoff be­funden haben muß. "Es kam zur Explosion, bei der Schade schwere Verletzungen am Kopf und an den Augen davontrug, während Hafner im Gesicht und an den Beinen schwer ver­letzt wurde. Beide mußten ins Kran^nhaus gebracht werden.

Sein Wahrer Namr

Vornan von Erich Ebenster»

Copyright by Greiner & Comp., Berlin W 30.

19) (Nachdruck verboten)

Entschuldige, das hattest du, wenn du mir eine Unterrebung ermöglicht hättest. So aber du bist zu sehr (Segmpdnet, mein Lieber! Uebrigens zu deiner Be­ruhigung: Wir sprachen gar nicht über den Mord, sondern über Familiensachen. Und nun sei so gut, fertige mir einen Entlassungsschein aus. Ich habe eine Menge Dinge vor, die getan werden müssen."

Dr. Wasmut war immer noch ernstlich böse.

Tu verdientest, daß ich e3 nicht tue, und dich zur Strafe ein paar Tage brummen ließe. Natürlich nicht in Eislers Zelle."

Damit würdest du dir nur eine unsterbliche Blamage schassen. Endlich versichere ich dich noch einmal: Dein Fall hat durch mich nicht den geringsten Schaden erlitten. Eisler wird sogar fortan offener sein und dir bereitwilligst auf alles antworten, was du wissen willst."

Eine Viertelstunde später würde der falsche Lajos Nagn entlassen und das Wachorgan, das ihn triumphierend ein­gebracht hatte, besam eine ausgiebigeNase".

Zwei Dinge hatte Silas Hempel gewonnen: die Ge­wißheit, daß Personen existierten, die um das Eisler um­gebende Geheimnis wußten.

Und die zweite Gewißheit: daß der hagere Graubart in der Mordafsäre eine Rolle spielte.

Dr. Richters Gestalt blieb allerdings auch jetzt noch in völliges Dunkel gehüllt.

Hempel hatte eine Nacht im Sammelarrest der Polizei­station und einen halben Tag im Landgericht verbracht.

Nach seiner Enkhaftung begab er sich sofort zum Kom- , - missar Erkinger, bei dem er tagszuvor die Abmeldung über Richter gemacht, und der ihm versprochen hatte, sich der Sache sofort anzunehmen.

Das Ergebnis war, wie er fast mit Bestimmtheit er­wartet hatte: Die Wiener Behörde antwortete auf eine telegraphische Anzeige, daß ein Dr. Richter, Heumarkt 3, unbekannt sei.

Aber er hat ein von mir an ihn dorthin gerichtetes Telegramm vor drei Wochen prompt beantwortet!"

Dann hielt er sich jedenfalls zu jener Zeit bei anderen Leuten, die dort wohnten, auf. Wünschen sie, daß ich die Sache weiter verfolge? Liegt etwas Bestimmtes gegen Dr. Richter vor?"

A Frankenberg. (Neue Bahn.) Die Vertreter der : Gemeinden Frankenau, Löhlbach, Allendors, Dainrode, Ellers- ; Lausen, Luisendorf, Geismar, Frankenberg, Frebershausen, Geilershausen, Kleinern, Albertshauson und Reinhardshaufen ! ballen eine Petition an den Preußischen Landtag gerichtet, in der auf die gelegentlich der Anschlußverhandlungen von 1 Vreußen gegebene Zusage nach Schaffung besserer Verkehrs. I Möglichkeiten hingewiesen und der Wunsch ausgesprochen wwd, die Bahn WiIdungemFrankenberg zu bauen. In der Petition wird darauf aufmerksam gemacht, daß durch die gewünschte Bahnlinie der gewaltige Holzreichtum der Gegend erst rentabel gemacht, die Dachschiefer- und Erzgruben zum Wohle der ganzen Gegend gewinnbringend gestaltet werden würden, wo- durch auch' die Bahn sich rentieren würde.

A Kassel. (DerKurhessischeLandbundgegen eigene Wahlli st e n.) Die Vertreterversammlung des Kurhessischen Landbundes, in der sämtliche Kreise vertreten waren, hat einmütig beschlossen, zu den bevorstehenden Wah­len mit den in Frage kommenden Parteien weiterzuarbeiten. Die Gründung einer eigenen Bauernpartei wurde abgelehnt. ! Es wurde ausdrücklich nochmals hervorgehoben, daß der Kur- hefsische Landend sich streng an seine Satzungen hält und nach wie vor grundsätzlich jeden Anschluß an eine bestimmte polnische Partei ablehnt. Angesichts der Lage der Landwirt- fAaft werden aber alle Mittel angewandt werden, um eine gebührende machtvolle Vertretung der Landwirtschaft in den Parteien zu erzwingen. Bezüglich der in Nassau gebildeten Christlich-nationalen Bauernpartei nimmt der Kurhessische Landbund ebenso wie den anderen Parteien gegenüber strikte Neutralität ein.

A Hünseld. (Große Obstausstellung in Hün - fcld.) Der Obstbauverein für den Regierungsbezirk Kastei hat beschlossen, seine diesjährige Wanderversammlung im Juli in Fulda abzuhalten. Die Bezirksobstausftellung soll in Hün- feld stattfinden.

A Gersfeld, Rhön. (Frostschaden in der R h ö n.) Die starken Nachtfröste der letzten Tage lassen die Landwirte in der Rhön befürchten, daß besonders der Roggen, der recht gut überwintert hatte. wieder schweren Schaden leiden wird, da tagsüber die Sonne auf den schneelosen Feldern liegt.

A Creuzburg (Werra). (Am Schulofen ver­brannt.) In Takterode kam das acht Jahre alte Schul- mädchen Irma Niebergall in der Schule dem geheizten Ofen zu nahe. Die Kleider des Kindes fingen Feuer, wodurch das Kind so schwere Brandwunden erlitt, daß es bald darauf unter qualvollen Schmerzen starb.

Flug einer Frau von Croyden nach Kapstadt. Laut Evening News" ist die Fliegerin Bailey, die Frau eines südafrikanischen Millionärs, allein auf dem Flugplatz Croyden zu einem Fluge von 6000 englischen Meilen nach Kapstadt gestartet, der über Frankreich, Italien, Mqlta, Aegypten und den Sudan mit möglichst wenig Zwischenlandungen durch­geführt iverden soll.

Ei» in Karlsruhe errichteter japanischer Tempel, der ein Geschenk der japanischen Stadt Nagoya ist.

Erwas Bestrurkltes allerdings nicht. . ." meinte Hempel zögernd,höchstens das, daß er falsche Angaben über seinen Aufenthalt machte. Und daß er eben seit­dem verschwunden ist!"

Der Kommissar sah den Detektiv forschend an.

Seien Sie offen Sie bringen den jungen Mann mit dem Morde an der Rabl in Verbindung?"?"

Ja. Aber ich habe nicht den Schatten eines Beweises dafür, wohl aber die Ueberzeugung, daß er uns entschlüpft, wenn er Wind bekommt, daß man einen diesbezüglichen Verbäckst gegen ihn hegt."

Soviel ich mich erinnere, gab er damals an, nichts gehört zu haben, weil er ein Schlafmittel nahm, ehe er zu Bett ging?"

Jawohl Das Mittel Chloralhydrat hat er sich auch tatsächlich tags zuvor durch die Haushälterin holen lassen. Ob er es genommen hat, ist eine andere Frage."

Aber welches Motiv könnte er zu dem Mord gehabt haben?"

Das weiß ich noch nicht. In diesem Fall ist so vieles dunkel, und rätselhaft, daß ich mich vorläufig nur an Tat­sachen halten kann. Er wohnte im Hause, kannte also alle Gewohnheiten der Ermordeten. Er besaß einen eigenen Torschlüssel. Befaß die Möglichkeit, das Verbrechen auszu- führen. Zog vier Wochen vor dem Mord ins Haus und verschwand wenige Tage danach wie es bis jetzt scheint, spurlos. Dies sind die Tatsachen." -

Um es offen zu gestehen ich bin auch nicht mehr so ganz fest von der Schuld Eislers überzeugt, wie der Untersuchungsrichter. Der merkwürdige Einbruch nachher gibt jedenfalls zu denken und Richters fast gleichzeitiges Verschwinden erst recht. Uebrigens gibt uns dies doch jetzt die schönste Gelegenheit, seine Wohnung zu durchsuchen. Vielleicht"

Ick habe keine Hoffnung, diesbezüglich. Wenn er irgendwie schuldig ist, wird er sicher alle Beweise sorg­fältig vernichtet haben."

Hempel behielt recht. Eine in Dr. Richters Wohnung am nächsten Morgen vorgenommene Untersuchung verlief völlig resultatlos.

Alles war in bester Ordnung: Kleider, Wäsche und ein - Hausen sprachwissenschaftlicher Bücher, die, zum größten Teil noch unausgeschnitten, Schränke und Laden füllten.

Am selben Tag, spät abends, ließ der Polizeikommissar Hempel noch einmal zu sich bitten.

Und hier erwartete den Detektiv eine große Ueber- raschung.

Erkinger hatte im Anschluß an seine zwei Tage zuvor

Amtes Allerlei.

Der Gewinner des Großen Loses.

In ärmlichen Verhältnissen wohnte der kleine Volksschul- lehrer mit Frau unb zwei Kindern in Königsbach bei Pforzheim. Wie die Zeitungen erzählen, ist über diesen Mann der Segen des Großen Loses gefallen. Schon oft hatte er in Lotterien gespielt, sich aber immer nur auf Teillose beschränken müssen, da seine Mittel ihm keine größeren Ausgaben erlaubten. Da­bei hatte er merkwürdigerweise mehrfach schon Glück gehabt, indem er zwar keine größeren Treffer zog, aber doch im all­gemeinen etwa seinen Einsatz wieder herausholte. Durch diese Zufälle ermutigt, wagte er sich nun an ein ganzes Los heran, hatte jedoch vor den Vorwürfen seiner Frau Angst und be­auftragte den Lotterieeinnehmer Göhringer in Pforzheim, falls fein Los gewinnen sollte, ihm dieses nur mündlich und persönlich mitzuteilen. An seinem schulfreien Nachmittag fuhr der Lehrer nach Pforzheim, um Besorgungen zu machen. Sein Weg führte ihn auch bei dem Lotterieeinnehmer vorbei, in dessen Fenster die Glückslose aushingen, die in den letzten Tagen und Stunden gezogen worden waren. Während der Lehrer diese Listen überflog, wurde eine Schiefertafel ins Schaufenster gehängt und zeigte die Nummer 305 845. Ziem­lich gedankenlos holte der Lehrer sein Los aus der Tasche. Waren seine 40jährigen Augen plötzlich getrübt? War in seinem Gehirn etwas in Unordnung geraten? Er starrte sein Los an, starrte die Schiefertafel an: es ließ sich nicht leugnen, die beiden Zahlen stimmten genau überein. Der Lehrer ging in das Geschäft hinein, verglich nochmals sein Los mit der Gewinnliste und ging wieder hinaus, ging planlos durch die ihm so vertrauten und heute plötzlich beinahe fremd ge­wordenen Straßen, das Herz von einem ungeheuren Glücks­sturm durchbraust. Er wußte nicht, was beginnen, wem sich eröffnen. Schließlich vertraute er sich seinem Schwager an, der ebenfalls sorgsam Los und Gewinnliste verglich und dem glücklichen Lehrer bestätigte, daß er nicht verrückt sei, sondern das Große Los, 400 000 Mark, gewonnen habe. Indem kam auch schon der Lotterieeinnehmer, der inzwischen in das Haus des Lehrers gelaufen war, aber eingedenk des Auf­trages dort nichts von dem großen Ereignis verraten hatte, sondern nach Pforzheim zurücklief und den Gewinner fand und beglückwünschte. Dann gab es bei den Lehrersleuten ein schönes Wiedersehen.

Wie zwei biedere Pfälzer Preußen wurden....

In einem kleinen pfälzischen Orte war es. Da kam der Kaminfeger und wollte beim Bäckermeister kehren. Der Bäcker hatte aber gerade seine Brötchen in den Backofen ge­schoben und befürchtete, daß sie durch den Ruß zuMohn­brötchen" werden würden. Er untersagte daher dem Kamin­feger das Kehren. Dieser hatte aber vom Hauswirt andere Weisung, und bald lagen Bäcker und Kaminfeger im Streit. Er endete mit einem regelmäßigen Ringkampf, in dem bald Schwarz, bald Weiß siegte. Nach derSchlacht" sparen beide durch das gegenseitige Abfärben schwarz-weiß geworden. Aus den beiden handfesten Bayern waren also Preußen geworden. Gute Deutsche blieben sie aber trotzdem, was sie durch ihre Uneinigkeit bewiesen.

Postbeförderung unter der Erde.

In der vergangenen Woche ist in London eine ganz neu­artige Untergrundbahn für die Beförderung von Poststücken von einem Postamt zum andern eröffnet worden. Der Bau her Bahn wurde in den ersten Kriegsjahren begonnen und erst kürzlich fertiggestellt. Die Bahn ist die erste dieser Art, hat eine Länge von 6% Meilen und geht vom Postamt Paddington im Westen Londons bis nach Witechapel im Osten. In einem neun Fuß großen zweigleisigen Tunnel verkehren Züge von drei Wagen mit zwei Motoren, die vollständig automatisch arbeiten. Die Bremsen sind so konstruiert, daß sie bei der Ein­fahrt in den jeweiligen Bahnhof, der immer etwas höher liegt als die Strecke, selbsttätig angezogen werden. An den Bahn­höfen liegt jedes Gleis in einem besonderen Tunnel. Die führerlosen Züge werden von Schalträumen an den Bahnhöfen bedient. gestellte telegraphische Anfrage ein Schreiben von der Wiener Polizeibehörde bekommen.

Darin wurde mitgeteilt, daß laut Aktenberichi vom 25. Mai Schiffer am Praterspitz die Leiche eines gutge­kleideten Mannes aus der Donau zogen, in dessen Rocktasche sich mehrere auf den NamenDr. Ernst Richter, Privat- gelehrter" lau ende Visitenkarten vorfanden.

Die Leiche mittelgroß, breitschultrig, schwarzhaarig, mit kleinem, englisch verschnittenen Schnurrbärtchen - war mehrere Tage in der Kühlanlage ausgestellt geblieben, und da sich niemand meldete, schließlich begraben worden.

Hempel starrte verblüfft auf den Bericht.Wir haben ihm also doch unrecht getan," sagte der Kommissar,er ist tot. Selbstmord oder Unglücksfall das wird wohl nie mehr aufgeklärt werden."

Nicht unrecht getan!" murmelte der Detektiv zwischen den Zähnen.Seine Angaben von der sterbenden Muiter waren doch auf alle Fälle falsch! Und wenn er tot ist, st beweist das höchstens, daß der andere der Graubari sein wahrscheinliches Werkzeug nun nicht mehr brauchte!"

Er stand auf.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung, Herr KoM' missar. Der Fall Richter ist nun allerdings erledigt. Mast aber der Fall RablErster."

Sie wollten ihn auf eigene Faust weiter verfolgen - Selbstverständlich. Ich habe noch nie die Flinte im Korn geworfen, ehe das Wild zur Strecke kam! Marge" reise ich nach Wien zurück, denn hier gibts nun nichts nW' was mich vorwärts bringen könnte."

Zwei Spuren waren Silas geblieben: die des gra"' bärtigen Mannes und die der Anna Bardolf.

Und die letztere nahm ihren Ausgangspunkt jedenfalls in Wien, denn dort hatte Frau Eislers Bekanntschaft nw der Bardolf angefangen.

12. Kapitel.

Melitta Braukow hatte es auf Mauerberg nicht schlecht getroffen.

Baronin Lauterbeck, die Besitzerin des Schlosses, w1 eine sanfte, kränkliche und etwas unselbständige Dame, trotz ihres Reichtums das Leben nicht zu genießen versta"^

Sehr glücklich verheiratet gewesen, war mit bem Tod ihres Mannes für sie einfach alles zu Ende. Sie zog nach Mauerberg zurück, wurde sehr fromm und lebte W1 eine Nonne.

(Fortsetzung folgt)