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Kreis-Kmisblatt * Myememev amtlicher finzeLyev für öen. Kreis Schlüchtem
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Nr. 127 Dienstag, den 26. Oktober 1926
Amtliche Bekanntmachungen.
Landratsamt.
Als nächsten Termin für die Abhaltung von Hufbe- E schlagprüfungen gemäß Bekanntmachung des Herrn Regierun- gungspräsidenten vom 14. September 1924 (Amtsblatt S. 242) bestimme ich Sonnabend, den 4. Dezember 1926, vor-
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mittags 81/2 Uhr, in der Lehrschmiede zu Cassel, Wörth- straße 5.
Meldungen zu dieser Prüfung sind bis spätestens zum
"ü fb. Nov. 1926 Unter Beifügung der in der Bekanntmachung des Herrn Regierungspräsidenten vom 14. September 1924
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Amtsblatt S. 242) vorgeschriebenen Unterlagen Und gleichzeitig mit einer Prüfungsgebühr von 2 5 R. M. an Herrn Veterinärrat Schlitzb er ger in Cassel, Moritzstraße 15, einzusenden.
Die Prüfungsordnung für Hufschmiede kann bei den Lehrschmieden in Cassel, Fulda und Kirchhain eingesehen oder gegen Einsendung einer Verwaltungsgebühr von 2 R. M. Item Veterinärbureau der Regierung in Cassel, Schloßplatz, bezogen werden.
Cassel am 9. Oktober 1926.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für Hufschmiede.
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Z.-Nr. 10033. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht.
Schlüchtcrn, den 20. Oktober 1926.
Der Landrat. I. B.: Schultheis.
J.-Nr. 10050. Der. Herr Medizinalrat (Kreisarzt) wird am Dienstag, den 2. November d. Js. von vormittags 9 Uhr x^ ab im hiesigen Kreishause Sprechstunden halten.
11 Schlächtern, den 22. Oktober 1926.
Der Landrat. J. V.: Schultheis.
J.-Nr. 8993. Für die bevorstehende Unteerichtöper^dv der ländlichen Fortbildungsschulen bestimme ich den 15. No- itii | tonber ds. Js. als Anfangs- Und den 18. Mär; 1927 als Endtermin. Die Zahl der gesamten Unterrichtsstunden wird fonach in den Schulen mit 6 wöchentlichen Unterrichtsstun-
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96 und in den Schulen mit 4 wöchentlichen Unterrichtöden 64 betragen. Diese Stundenzahl ist möglichst einzu- lten.
| Die Herren Bürgermeister werden auf Veranlassung des Mm Regierungs-Präsidenten erneut darauf aufmerksam ae- ^cht, daß die Gemeindebehörden nicht befugt sind, ohne ^ ^cnehmigung der Aufsichtsbehörde den Unterricht in derFort- Mdungsschule auszusetzen oder zeitweise ausfallen zu lassen.
Schlächtern, den 21. Oktober 1926.
Der Landrat. von Trott zu Solz.
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Ttadt Schlüchtern.
I Die Heberolle über die von den Unternehmern land- und Milivirtschaftlicher Betriebe für das Jahr 1926 zu zahlen- Umlagebeiträge liegt in der Zeit vom 26. Oktober 1926
1, k 2 Wochen lang in der Stadtkasse von vormittags 9—12 j lihr öffentlich aus.
9 Schlächtern, den 21. Oktober 1926.
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Der Magistrat: Fenner.
Oeffentliche Mahnung.
An alle Zahlungspflichtigen, die ihre im Monat Ok- r^, 1926 bezw. in den Vormonaten an die Stadtkaffe Dchtüchtern zu entrichtenden Steuern und Abgaben nicht W)(t haben, ergeht hierdurch öffentliche Mahnung.
M ^" Meldung zwangsweiser Einziehung sind sofort zu Wen:
1 '* L Staatliche und städtische Grundvermögenosteuer, HauS- W^muer, Gewerbeertragssteuer, Gewerbekapitalsteuer, Holz- ’e'i Schulgelder, Hundesteuer, sowie alle anderen angcfor- Abgaben.
I Die Steuer- und Abgabenzettel sind zur Vermeidung »y^^^"benden Abfertigung unbedingt bei der Zahlung
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Schlächtern, den 21. Oktober 1926.
Der Magistrat. Fenner.
l _ Nachtrag
1,11 Ordnung, betreffend die Regelung des Fcuerlösch-
^ r m der Stadtgemeinde Schlüchtern vom 8. Januar
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1907 — 23. Mai 1913.
Grund Beschlusses des Magistrats vom 3. Juni 11" ""° unter Zustimmung der Stadtverorduetenversamm. 9. August 1926 wird hierdurch gemäß § 68 frd. IUra a69alben‘M^ vom 14. Juli 1893 in der Fas.
®efcH vom 2«. August 1921 (G. S. S. 495) Wh V n& mit dem Gesetze betreffend die Befugnis der We Horden zum Erlasse von Polizei-Verordnungen über
1,1 Be m 7. m öum Erlasse von Polizei-Verordnungen über # I ^pflichtirng bei Hilfeleistung bei Bränden vom 21.
78. Aahrg.
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Dezember 1904 und nach § 13 der Städteordnung für die Provinz Hessen-Nassau vorn 4. August 1897 für den Bezirk der Stadt Schlüchtern nachstehender Nachtrag zu der Ordnung über die Regelung des Feuerlöschwesens erlassen:
1) die Absätze 2—5 des § 3 der Ordnung vom 8. Januar 1907 in der Fassung des Nachtrages vom 23. Mai 1913 werden durch folgende Bestimmungen ersetzt:
„Der Magistrat kann auf Antrag auch andere Personen von der persönlichen Feuerwehrdienstpflicht befreien, wenn sie das 25. Lebensjahr vollendet haben.
In diesem Falle haben die Befreiten eine jährliche Abgabe von 10 0/0 des von Ihnen im vorhergegangenen Kalenderjahr zu zahlen gewesenen Reichseinkommensteuerbetrages mindestens aber von 5 NM. und höchstens von 30 RM. zu zahlen.
Diese Abgaben (Loskaufgelder) sind ausschließlich für Zwecke des Feuerlöschwesens zu verwenden.
2) Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage seiner Veröffentlichung in Kraft.
Schlüchtern, den 3. Juni 1926. Der Magistrat: gez. Gaenßlen, Denhard, Flemmig, Gutermuth.
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Bescheinigung.
Es wird hierdurch bescheinigt, daß vorstehender Nachtrag zü der Ordnung betreffend die Regelung des Feuerlöschwesens in der Stadt Schlüchtern in der Zeit vchn 10. Hs ejüschl. 24. Juni 1926 im Rathaus — Dienstzimmer des Stadtober- sekretärs — zur Einsichtnahme der Gemeindeangehörigen öffentlich ausgelegen hat und daß Einwendungen gegen den Nachtrag nicht erhoben worden sind.
Schlüchtern, den 25. Juni 1926.
Der Magistrat: gez. Gaenßlen.
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Auszug aus dem Beschlußbuch der Stadtverordnetenversammlung zu Schlüchtern. Sitzung am 9. August 1926, zu welcher sämtliche Mitglieder ordnungsmäßig geladen und in beschlußfähiger Zahl erschienen waren.
Nr. 29 Pr. B. Gegenstand: Genehmigung eines Nachtrages zur Ordnung, betreffend die Regelung des Feuerlöschwesens in der Stadtgemeinde Schlüchtern.
Beschluß einstimmig: Der Nachtrag zu der Ordnung, betreffend die Regelung des Feuerlöschwesens in der Stadt- gemeinde Schlüchtern vom 3. Juni 1926 wird in der vor- gelegten Fassung genehmigt.
Der Stadtverordnetenvorsteher: gez. Alt.
Wird veröffentlicht.
Schlüchtern, den 19. Oktober 1926.
Der Magistrat: Fenner.
Stadt Steinau.
An alle Zahlungspflichtigen, die ihre im Monat! Oktober bezw. in den Vormonaten zu entrichtenden Hauszins- und Grundvermögenssteuern, sowie ihre sonstigen Rückstände an Holz-, Pacht- und Wassergelder usw. noch nicht bezahlt haben, ergeht hierdurch öffentliche Mahnung.
Um zwangsweise Einziehung zu vermeiden, wird um Einzahlung der Rückstände bis zum 30. Oktober d. Js. an die hiesige Stadtkasse ersucht.
Steinau (Kr. Schlüchtern), den 22. Oktober 1926.
Der Magistrat. Dr. Kraft.
Eine Kindesmörderin verhaftet.
Dresden, 25. Oktober. Am 12. Oktober war unterhalb der Kaditzer Neberfähre ein neugeborenes ermordetes Kind tot aus der Elbe gezogen worden. Als Täterin wurde jetzt die Mutter des Kindes festge- nommen. t , o
Hannover und der Typhus.
Hannover, 25. Oktober. In der Woche vom 17. bis 23. Oktober wurden 42 neue Typhnssälle und Fälle von Tnphusverdächtigcn amtlich gemeldet. „In derselben Zeit wurden in die Krankenhäuser «Verfuhrt 35 und aus den Krankenanstalten entlassen 199 Personen. Gestorben sind 16 Personen. Die Zahl der in den Krankenhäusern befindlichen Kranken beträgt noch 1329
Am Mittwoch Danziger Senatswahl.
Danzig, 25. Oktober. Nach dem vom Nettesten- Ausschuß des Volkstages ausgestellten Arbeitspro- gramm soll am Mittwoch der neue Senat gewählt werden. In der gleichen Sitzung soll auch ein neuer Vizepräsident für den Volkstag anstelle des verunglückten Vizepräsidenten Splett gewählt werden. Als Nachfolger wird der Zentrumsabgeordnete Neubauer vorgeschlagen. Am Donnerstag wird dann die Vereidigung der neuen Regierung stattfinden, und am Freitag wird die neue Negierungserklärung abgegeben. Da der zu wählende Senat nur die im Ermächtigungsgesetz vorgesehene Sanierung der Finanzen durchzuführen und dann abzutreten hat, wird diese Erklärung wahrscheinlich nur kurz sein und sich auf wenige Aeußerungen beschränken.
Neues vom Tage.
— Die Schneestürme in Oberschlesien haben im Eisenbahnverkehr zum Teil erhebliche Verspätungen zur Folge gehabt. Im oberschlesischen Industriegebiet sind zahlreiche Telegra- phenverbindungen gestört.
— Ein Großfeuer äscherte in Gräfenthal bei Saalfeld neun Wohnhäuser und 20 Nebengebäude ein. 15 Familien sind obdachlos.
— Ueber die unmittelbare Umgebung von Schanghai ist das Kriegsrecht verhängt worden.
— Auf dem Bahngleis bei Marburg wurden eine große Anzahl schwerer Steine entdeckt, die den dreiviertel Stunden später diese Strecke passierenden Berliner D-Zug zur Entgleisung hätten bringen können. Als Täter wurden zwei Mädchen im Alter von zehn und zwölf Jahren und ein neun Jahre alter Knabe festgestellt.
— Bei einem am Samstag in Armenien stattgefundenen Erdbeben wurden in Leninakan 15 Personen getötet und 80 schwer verletzt. Etwa die Hälfte der Häuser wurde zerstört. Im Kreise Lininakan mürben 300 Personen getötet und 300 verwundet. Zwölf Siedlungen mürben zerstört.
— Die Sowjetunion beabsichtigt, eine neue Flagge eins zuführen, und zwar eine rot-grüne mit goldener Umrandung und mit Hammer und Sichel im Mittelfelde.
— In Mailand wurde die deutsche Schule feierlich eröffnet. Generalkonsul Dr. Schmitt hielt die Festrede.
— Bei der Feier des 50jährigen Bestehens der Offen- bacher Rudergescllschaft „Undine" erlitt der Frankfurter Stadtrat Ernst Bernecker einen Schlaganfall, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Die Feier wurde abgebrochen.
— Im Taunus und den benachbarten Gebieten ind am Samstag und Sonntag gewaltige Schneemassen niedcrge- gangen. An zahlreichen Stellen hat der Schnee eine Höhe W fast cinenr halben Mieter erreicht.
— In Germersheim hat sich ein neuer Zwkschenfall ereignet.
— Die Handelskammer in Metz hat sich gegen die vorzeitige Räumung des Saargebietes ausgesprochen, da dadurch die zahlreichen wirtschaftlichen Interessen des französischen Kapitals und der französischen Industrie im Laargebict schwer geschädigt würden.
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Die WiWaslSivoche.
Trotzdenr die berufsmäßige Spekulation und' ein Teil der Bankenkundschaft mehrmals in der vorigen Woche an den Effektenbörsen zu Realisationen schritt, blieb die Tendenz auf der ganzen Linie fest, wenn auch die Kurssteigerungen sich von Wochenmitte an nur noch vereinzelt fortfctztcn, und wenn auch hier und da nach besonders starken Erhöhungen Abschläge cin- traten. Das Hauptinteresse beanspruchten nach J. G. Farben und Montanwerten die Bankaktien auf die Nachricht hin, daß das Halbjahresergebnis der Deutschen Bank ein sehr günstiges Resultat ergeben werde. Recht fest lagen auch die Aktien der Maschinenbauanstalten und der Automobilfabriken, insbesondere Daimler und Adler. Gegen Wochenschlnß schritt die Spekulation wiederum zu Abgaben, doch konnten auch diese einer merkliche Abschwächung der Tendenz kaum herbeiführen.
Der Devisenmarkt blieb sehr still. Größere Umsätze fanden nur in englischen Pfunden statt, die einen weiteren beträchtlichen Rückgang aufzuweisen hatten. Der ftanzösische Franken zog mehrmals an, was auf Interventionen der Bank von Frankreich und auf umfangreiche Eindeckungen der Spekulation zurückzuführen sein dürfte.
Die Geldflüssigkeit hielt an. Tägliches Geld bedang zwischen 3 und 5 Prozent. Der Satz für Monatsgeld — 5,75 bis 6,75 Prozent — hat sich nicht verbilligt, weil sich die Banken nicht über den Ultimo festlegen wollen.
Am Weltmarkt hielt die Haussebewegung für Weizen an. An den deutschen Produktenniärkten blieb das Angebot vom Jnlandc außerordentlich klein, während die Exportfrage anhielt und täglich manches in Weizen und Roggen nach "England, Frankreich und nach nördlichen Distrikten zum Abschluß kam. Der Absatz für Weizeninehl hielt seine Besserung aufrecht. Für Roggenmehl sind die Forderungen der Mühlen erheblich gesteigert. Die handelsrechtlichen Lieferungspreise maren für Weizen bis zu 4,50 Mark, für Roggen 1—3 Mark höher. Gerste blieb in fester -Haltung. Auch Hafer blieb fest.
Die Lage auf dem Häutcmarkt hat sich stabilisiert. Die letzten Auktionen brachten noch leichte Schwankungen, so ließen in Berlin schwere Häute etwas nach, während leichtere wcucr anzogen. Im ganzen hielt sich aber das erreichte Preisniveau und es herrscht die Ansicht vor, daß in nächster Zeit nicht mit größeren Aenderungen zu rechnen sei. Die Lederindustrie begrüßt natürlich das Einlenken der Häntchausse in ruhigere Bahnen, da auch die europäischen Auslandsmärkte für Häute gute Preise erzielen, dürfte durch Einfuhr kein Einbruch in das Preisniveau zu erwarten sein. Ileberdies bestehen oic Ausfuhrbeschränkungen weiter fort und neue werden eingeführt.
Die Lederpreise, die die rasche Aufivärtöbewegung auf dem Häutcmarkt nicht im gleichen Schritt hatten mitmachen können, sind fest und neigen eher nach oben, als nach unten. Die Schuhindustrie, deren Beschäftigungsgrad sich allmählich bessert (er betrug int Juli zirka 80 Prozent der letzten Borkriegsjahre) tritt auf dem Ledermarkt entsprechend als Säufer auf.