Die Ame ie in der Zeitung ist ein Schnell"user, der sich vertausendfacht und nach allen Richtungen eilt. Viele dieser Schnelläufer rennen über den Ort hinaus, einzelne bis in entfernte Gegenden. Andere legen sich schlafen und erwachen erst nach Tagen, Monaten, selbst nach Jahren Penn manche Offerte springt erst aus dem Einwickelpapier ins Auge des Lesers! Andere Anzeigen überrumpeln den Reisenden auf der Straßenbahn. auf dem Bahnhöfe, im Schnellzug, auf dem Schiff. Noch andere Inserate gesellen ijcf) zum Gast an den Biertisch, zur Krankenschwester beim nächtlichen Dienst, zum Patienten in dem Wartezimmer des Arztes. Tausend Möglichkeiten sind gegeben, daß ein Inserat m denen gelangt, die es gerade wünschen! Es gibt keine Stunde am Tone und in der Nacht, in der ein gutes Inserat nicht seine Wirkung tut. Aber dann bedenke man auch, daß her geworbene Kunde oft neue Kunden wirbt, so daß sich die Kundschaft wie ein Schneeball vergrößert, ohne daß der Anzeigende oft ahnt, woher diese Wirkung stammt. Ein Zettel ant Hause wird nur einer bescheidenen Anzahl Vorübergehender bemerkbar. An der Straßenecke verteilte Zettel wirken zweifellos schon besser. Eine aus dem Flugzeug herausge- I^üttete Mengc von Zetteln ist noch ersolgversnrechender. Aber eine Zeitungsannonce wirkt doch sicher ganz anders und kommt Tausenden zu Gesicht, weil iedes Zeitungsblatt für eine ganze Familie bestimmt ist, oft noch weiter gegeben wird, in den Wirtshäusern ausbängt und noch als Einschlagpapier Verwendung findet. Das Zeitungsgebäude ist einem riesenhaften Bienenkörbe vergleichbar, aus dem zu bestimmter Stunde eine Riesenmenge von Bienen ausschwärmt und zvar in allen Richtungen der Windhose — in die nächste Nähe, wie m die weiteste Ferne!
Über die Zucht des veredelten Landschweines.
Vor kurzem hielt der Landesverband Sachsen zur Zucht des veredelten Landichweines in Dresden eine Züchterver- sammlung ab. in der Geheimrat Dr. Franz Lehmann viel Bemerkenswertes über die Theorie und Praris der Schweinemast sagte. Der Vortragende ging von den Göttinger Mastversnchen aus und meinte, die Erfahrungen, die man bei der Kuh gemacht habe, müßten auch bei der Sau in Betracht gezogen werden. Der Grundsatz muh sein, daß das Tier seine Milch nicht aus Abnahme an Lebendgewicht erzielt, sondern aus seiner Nahrungsaufnahme. Bei einer Zufuhr von sechs Kilogramm Gerstenschrot und etwas Fischmehl war der Ausgleich hergestellt. Die besten Sauen waren freilich die, die trotz der starken Fütterung noch an Gewicht verloren. Verblüffend ist nun die Entdeckung, die ein Vergleich der Ferkelerzeuguna mit der Mästung ergeben hat. Die Menge dc- Nährwert-Einheiten, die erforderlich sind. um die gleiche «n-eugung von Lebendgewicht hier beim Ferkel, dort beim Mastschwein zu sichern, ist die gleiche. Die Substanz des Zuwachses ist aber verschieden: beim Mastschwein wächst sur 5äHte reines Fleisch, zur Hälfte Fett zu, wogegen das nerkel seine Nahrung zu % in Fleisch und nur zu Ä in Fett fumfeht. Andere Forschungen haben ergeben, das, die Sau mit ganz geringwertiger Nahrung vorlieb nimmt, wie sie in leber auch der kleinsten Wirtschaft abfällt. Daher kann die
- Eung recht eigentlich als die Sache des landwirt- uhaftlichen Kleinbetriebes betrachtet werden. Weiter ist zu bemerken, daß die Zufuhr von Fisch- und Fleischmehl eine un- । gemeine Ersparnis an Gerstenschrot bewirkt. Die Sau ist mind:,tens acht Wochen vollkommen säugefähig: gutgefütterte bauen können zehn Wochen lang bei ihren Ferkeln gelassen werden. Die Fähigkeit der Tiere zu ausdauernder Milch- M^vnnq wird mit der Erünsülterung gesteigert (ebenso wie sie Rieche das Tier fähiger zur Ausnahme von Futter macht, also seine Tragfähigkeit erhöht). Bezüglich des Grünfutters m zu jagen, bah das Grünfutter die beste Vorbereitung des eaimeines zur Mästung baritellt. Im Sommer soll man
Tier auf die Weide schicken und dazu eiweißreiche Nahrung geben: im Winter soll man Sauerfutter geben. Die Vor- »e'tiing dauert zwei Monate. Dann folgen drei Monate voller Mast. Auf diese Weise erzielt man 110 Kilogramm: „f.amnmtiger Vorbereitung erzielt man Schweine von v qramm- Aber jede Mast hat eine Grenze. Es hat pen elmed, die Mast fortzusetzen, wenn die Grenze erreicht
Em Irrtum ist, bah die Tiere im Stall eingeschlossen rieben sollten: Mast mit Bewegung ist das beste. Daß das bchwein auch Reinlichkeit liebt, ist selbstverständlich.
Die Zeitlose.
Wenn sich die ersten feuchten Zerbstnebel über die Nis- berungen legen, dann erhalten auch die Wiesen zugleich ihren letzten, ebenso reizenden, wie eigenartigen Blumenschmuck, bann erhebt die Herbstzeitlose ihre zartgefärbten, edel gebauten Blutenkelche über die kurzen, von glitzernden Geweben behan- Men Grashalme, auf denen die Sonne nur noch immer mrzere Zeit täglich ruht, nachdem der Sommer seinen Ab- la>ied genömmen hat. Die Nächte sind lang und kühl ge- woroen. Und darum haben es wohl auch die Sommerblumen °U'g gehabt, die welk ihr Köpfchen hängen, um zu schlafen, sie ein neuer Frühling wieder zum Grünen und Blühen kmladet. Nur die Herbstzeitlose scheint nicht zu merken, bah um sie herum ausruhen will und sie sprießt empor, als UM es dem Lenz, nicht aber dem rauhen, grimmigen , entgegen. Träumerisch scheint sie ihre Zeit vergessen U haben. Diese auffällige Abnormität hat wohl auch An- zu ihrer Bezeichnung gegeben, wie sich ja auch der Volks- mund den Hergang dieses Vorganges in der Natur in poeti- lvlvr und sinnreicher Weise erklärt. Als die Jahreszeiten m k traten, um ihren Anteil am Werden und Vergeben Über Natur zu empfangen, da besamen sie alle auch eigenen S nmuitbmud. Selbst der Winter erhielt zu seinen Eis- ° umen, die er sich selbst gemalt hatte, die unter dem Schnee Monde weihe Schneerose und den gelben Winterling. n°?iÄ ^ hatte nur der Herbst auf eigenen Blütenschmuck " müssen, weil der Winter drohte, jede Blume des oervftes zu töten, noch ehe sie ihre Frucht ausreifen könne c !Q$ dann sterben müsse. Dazu wollte sich aber feine mfcijlicjjen, denn aussterben wollten sie alle nicht und so he sich alle in den blumenreichen Sommer zurück. So E °er Herbst allein da, ohne Blumen und verstummt in ^°mer Betrübnis, ob solchen Undankes, da er doch die AMe Erde mit seiner Fruchtfülle überschüttete und jegliche des Sommers reifte. Da trat der Frühling an eine r Masten Blumen heran und überredete sie, dem Herbste damit er nicht so einsam feine Zeit verbringen a Er riet ihr, sich beim Herannahen des Winters, der
Stimmigster Feind fei und mit dem er alljährlich einen ^nen Kampf auszujechten habe, in den Schutz der Mutter er iu begehen, sobald aber feine Zeit kommen würde und weckp?? ^eaiment übernehme, dann wollte er sie zuerst wieder zu ,ikaus ?em Wmieiiaiiüie. Auch oet summet cevele ihr
"^sprach, ihre Frucht zu reifen, damit ste nie dem ch-n Mg° ameih, sein könne. So schloß sich dieses Blum- !ch°rk°7 ^ ^'bvoll dem Herbste an, der ihm zum Schutz einen iieroLab, damit die Menschen es nicht ansasien. die nicht fressen sollten. Vor dem Winter aber fürchtete
sich das Blümchen nicht und M sich vor ihm in den Schutz der Erde zurück und so ward es die „Zeitlose". die im Herbste blüht, im Frühling Blätter trägt und ihre Frucht im Sommer reift. Sie paht gut zu den Herbstnebeln, zu Den müden Sonnenstrahlen. den Herbstfäden und dem matten Fächeln des Windes: echt herbstlich deutet sie mit ihrer zarten Farbe die Vergänglichkeit an in der Sterbezeit des Jahres. Das kluge Vieh Iaht auf der Weide die Herbstzeitlose stehen und schiebt selbst deren trockene Blätter zurück, wenn sie sich doch in die Stallfütterung verirren sollten. Diese letzte Zierde des Herbstes ist also durchaus gefährlich.
Innere Mission. Eine seltene Gelegenheit, einen Einblick in die vielgestaltige Arbeit der inneren Mission zu gewinnen, bietet sich in Fulda. Denn dort findet vom 26.-28. September die Südwestdeutsche Konferenz für Innere Mission statt. Gleichzeitig ist mit ihr die Tagung des Landesvereins für Innere Mission in Hessen Kassel verbunden. Was ist denn eigentlich Innere Mission? Sie ist freiwillig geleisteter Hilfsdienst, um die Notstände in unserem Volk zu bekämpfen, die lebendigen Kräfte in den Gemeinden für diesen Kampf zu wecken und zu sammeln und die gottenlfremdeten Massen wieder für den Glauben zurückzugewinnen durch Bolks- mission und Liebesarbeit. Eine sicherlich in unserer Zeit sehr notwendige Aufgabel Die Tagung der Inneren Mission in Fulda beginnt mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche, in dem Landesbischof Korlener-Wiesbaden predigen wird. Es schließt sich um 11 Uhr ein Kindergottesdienst daran an, und um 2 Uhr nachmittags folgt eine Iugendfeier, die von dem Landesjugendpfarrer Lic. Dr. Neubauer geleitet wird. Darauf zieht die Jugend gemeinsam zur Grillenburg. Eine öffentliche Abendversammlung im großen Stadtsaal wird einen sicherlich sehr interessanten Vortrag von Pastor Werbeck-Eiberseld über: „Soziale Aufgaben der Kirche" bringen. Außerdem werden Pfarrer Möhl-Hofgeismar über Stechen- pflege und Pfarrer Koch-Marburg über weibliche Fürsorgeerziehung berichten. Am Montag, den 27. Seplember, findet um 10 Uhr vormittags die öffentliche Hauptversammlung des Landesvereins für Innere Mission im Evangel. Vereinshause statt, in der Pastor Heyen- Bremen einen Vortrag über: „Das evangelische Bolksbildungs- wesen" halten wird. Dieser Vortrag wird in der am Nachmittag um 4 Uhr stattfindenden Hauptversammlung der Südwestdeutschen Konferenz ergänzt werden durch den Vortrag von Pastor Burck- hardt-Barmen über: „Das evangelische Volkshochschulwesen". Am Abend wird im großen Stadtsaal ein öffentlicher Gemeindeabend Veranstalter werden mit Filmvorführung aus den Arbeitsgebieten der Inneren Mission: 1. Bom unsichtbaren Königreich. 2. Sprechende Hände Der letzte Tag, Dienstag der 28. September, wird Besprechungen über Zusammenarbeit von Innerer Mission und öffentlicher Wohlfahrtspflege, über städtische und ländliche Wohlfahrtspflege gewidmet sein. Wer irgend Zeit hat und wem soziale Liebesarbeit am Herzen liegt, versäume es nicht, die seltene Gelegenheit zu benutzen, diese Tagung zu besuchen 1
Das Frankfurter Künstlertheater für Rhein und Main begang am 1. September sein 7. Spieljahr, und die Eröffnung der Spielzeit mit einem Lustspiel ist nun schon Tradition geworden. Diesmal bringt die erste Ausführung: „Dame Kobold", Lustspiel in drei Auszügen von Calderon. Auch im vorigen Jahre krachte das Theater mit der „Donna Diana" von Moreto ein spanisches Lustspiel zur Darstellung. Während aber das Drama Moreios durch den Dorwurf von der Zähmung einer Widerspenstigen hauptsächlich eine Wandlung von Charakteren behandelte, ist die „Dame Kobold" Calderons mehr ein lustiges Spiel mit Dingen und Menschen, in dem sich Herz zu Herzen findet. Geheime Türen, verbundene Augen, ein rollender Schränk spiele eine wichtige Rolle, Menschen von Fleisch und Blut werden für Gespenster g> halten oder geben sich wenigstens in der Not der äußeren Umstände dafür aus, und daß der ganze unnatürliche Spuk von einer Dame herausbeschworen wird, würden alle die für natürlich halten, die den Versen Calderons zustimmen : „Die Frauen haben doch das ganze Jahr den Teufel nur im Leib — nun zeigt der Teufel sich einmal als Weib I“ Daß es um Ritterehre und grauendienft, um Duelle und Liebeszenen geht, versteht sich bei einem altspanischen Lustspiel von selbst; die flinke Zofe, der komische Diener, die liebeskranken Herren und Damen — das find die willkommenen alten Figuren des immer jungen Spiels, und die fest und lustig gebaute Handlung sorgt für feinen munteren Ablauf. Die Aufführung findet am 30. September um 8 Uhr in der Turnballe statt. Vorverkauf: Werner Stern.
Huttener Tagung vom 23. bis 27. Aug. 1926. Wie schnell ein Jahr verfliegt, Herbst und Winter und wieder Sommer, so kurz nur schien eö, und schon hat sich wieder eine kleine Gesellschaft zusammengefunden und acht Tage in Hütten gelebt. Als uns Herr Hix voriges Jahr rief, da waren wir Neulinge und ließen die Tagung an uns vor- übergeben wie einen schönen Traum. Aber diesmal waren wir wissender und hatten alle Sinne aufgetan und lauschten und fühlten und suchten. Wir sage ich und meine diejenigen, die schon die erste Tagung mitgemacht haben, und mögen uns auch manche „die Auserwählten" genannt haben, nötig war es meiner Ansicht nach diesmal noch, daß dieselben kamen, um eben genauer sehen zu können und zu fühlen, was gut ist für das Leben und Wachsen der Tagung. Ja, ich glaube sogar, daß auch die Jugendlichen mehr wie einmal teilnehmen müßten, damit nicht in einem Sommer nur etwas Anderes als der Alltag an ihre Herztür klopft und sagt: „Besinne dick!" Und zum Besinnen war so schön Deit in Hütten für jeden, der es wollte. Nicht ein Vergessenwollen des Alltäglicken durfte und darf es sein, sondern ein Abstandnehmen vom Vergangenen, ein Betrachten und Erkennen. Dies Erkennen ist das Wichtige und wird gefördert durck das Ausspannen vom „Ich" und vom Beruf und der Tretmühle des Lebensmechanismus, dies Ausspannen in der Sonne und herrlichen Luft da oben, dies Breiten der Arme lichtwärts, dies Ruhen deö Körpers auf der atmenden Erde ohne Sorgen, dieses gar nicht zweck- betonte Spielen und Singen und Schwimmen mit einer Seele voll Lust und Freude, nur weil der Tag so schön war. Dies alles wurde mir köstliches Erlebnis. Und so Herzlick wenig wurde gesprochen, eigentlich nur von dem stellvertretendeii Herrn Landrat Dr. Hausmann bei der Begrüßung und von Herrn Pfarrer Sckafft am Donnerstag im Saal zwifcken den Liedern. „Was ist und was fein,., sollte." Sprechen ist ja auch wie ein Pfad im Meer und Hütten soll mehr werden als Rede. Tat am Körper und am Geist, und Tat war schon der Hürdenlauf, den Schafft, der zweiundvierzigjährige, uns verlief und das Wassergefeckt zwischen Herrn Hausmann und Herrn Schafft im Schwnnm- becken. Tat allein nur kann Herzen aufschließen, körperliche und geistige Tat und zusammenbinden mit dem Bande
des Vertrauens. Und das ist das Andere, was die Huttener Tagung will. Abstand nehmen vom Ich des Getriebes der Mußwelt war das Erste und das Dehnen der Seele wie Flügelbreiten und Händereichen und das Glücksfühlen einer Gemeinschaft ohne Hinterhalt und Ueberfall und Gewalt und Raub, das ist das Andere. Wenn beide Wünsche Wirklichkeit würden im Laufe der nächsten Jahre, dann brennte im Kreise Scklüchtern eine Flamme, an der sick zu wärmen, die Jugend Wundergedanken bekäme und Opfer brächte nicht mehr dem Geist des Verderbens, der Gewohnheit und des Lästerlichen, sondern dem Geiste des Lebens, der nur aner- kennt das, was getan wird, ohne Falsck, Ehrsucht und Niedertracht, im Dienste der lichthoffenden Menschheit. Möge darum den weiteren Tagungen erhalten bleiben die Stille, der Atem der Natur, die Lösung vom Alltag, und möge vor den Teilnehmern aufquellen die Fülle des Lebens, das nur wenige Menschen erst leben, das aber allein wert ist, gelebt zu werden: „Allgemeinschaft." Wenn ich nun noch kurz den äußeren Verlauf der Tagung streifen soll, so könnte ick einfach auf den vorjährigen Bericht verweisen. Der Vollständigkeit halber möge aber eine Uebersicht folgen: 8 Uhr: Kaffeetrinken. 9—1130: Turnen, bezw. Leichtathletik: Freiübungen, Dauerlauf, Waldlauf, Wettlauf, Hocksprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, Diskus.
12 Uhr: Mittagessen. 1 — 3: Pause und Singen 3—430: Spiel. 430—53n: Baden und Schwimmen. 730: Nachtessen. 830—930 Lichtbild, Unterhaltung, Lied. Die turnerischen und sportlichen Uebungen leitete Turn- und Sportlehrer Bettin aus Schlücktern in anregender und fördernder Weise. Jeder Teilnehmer wird wohl berichten können, daß er ausgiebig bewegt worden ist und daß er morgens beim Aufstehen Muskeln spürte, deren Vorhandensein bis dahin wenig aufgefallen war, auch von Sonnenbrand könnte erzählt werden und nierkwürdig vorsichtigem Kragen- und Hemd- und Rockanziehen bei manchen, die sonst mit der Belichtung ihrer Brust- und Rückenansicht bedeutend vorsichtiger sind. Und doch hats keinen gereut, das spürte man, als es am Freitag Abschied nehmen hieß und mit Dankeswort und Scherdegruß ein Händesckütleln war und ein frohes: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!" schallte. H. K.
Hersfeld. (25 Jahre Lullusbad.) In diesem Jahre kann das Lullusbad fein 25 jähriges Jubiläum feiern. 1901 ließ der damalige Bürgermeister die Akten über die schon im Mittelalter berühmt gewordenen Lullusbrunnen bearbeiten. Nach Einholung eines Sachverständigen-Gutacktens und Gründung einer Gesellschaft mit einem Aktienkapital von 100000 Mark wurde mit den Bohrungen begonnen. Schon bei der zweiten stieß man in einer Tiefe von 405 Meter auf Plattenarbeit und fand den Lullusbrunen wieder. Nach Erhöhung des Aktienkapitals auf 3 20000 Mark wurden prächtige Anlagen und mehrere Logierhäuser geschaffen. Das Lullusbad hat sich dann im Laufe der Jahre zwar langsam aber in stetig ansteigender Linie entwickelt; der Plan, ein Kurhaus zu schaffen, das schon lange vorgesehen ist, hat sich bis heute allerdings noch nicht verwirklicken lassen.
Jubiläum der Perfllroerke in Düsseldorf. Das weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus bekannte Düsseldorfer Jndustriewerk Henkel begeht in diesen Tagen die Feier seines 50jährigen Bestehens. Am 26. September 1876 legte der Kaufmann Fritz Henkel in Aachen den Grundstock des Unternehmens, das sich in wenigen Jahrzehnten zu einer der größten Firmen der deutschen chemischen Industrie und zu einem Hause von Weltgeltung entwickeln sollte. Wasch- und Reinigungsmittel sind die Haupt- erzeugnisse der Firma. Besonders ist es das bekannte selbsttätige Waschmittel Persil, das den Ruhm der Firma begründet hat; sein Erscheinen leitete eine vollkommene neue Epoche der Wäschebehandlung ein. Heute ist Persil in jedem Kulturland ein wohlbekannter Begriff. Seit dem Jahre 1878 befindet sich die Firma in Düsseldorf, wo auch der gesamte Verwaltungsapparat seinen Big hat. Tochterfabriken bestehen in Genthin (bei Magdeburg) und Pratteln (Schweiz). Das Werk darf mit Recht von sich sagen, daß kaufmännischer Wagemut, gepaart mit erstem wissenschaftlichem Streben, das Grundgefüge des stolzen Unternehmens ist, das nunmehr Rückschau halten kann auf ein halbes Jahrhundert überaus erfolgreichen industriellen Wirkens.
Ein Wink für die Frau. Es liegt in der Natur der Wäschepflege, daß die einz inen Stücke zunächst vom Schmutz befreit und danach gebleicht werden, wie es eben bei der Rasenbleiche üblich ist. Die gleiche Reihenfolge sollte auch dann eingehalten werden, wenn die natürliche Bleiche fehlt. Die Mittel hierzu find bekannt: Zum Reinigen der Wäsche Dr. Thompson; Seisenpulver mit dem Schwan und zum Bleichen „Seifix". Beide Mittel enthalten keine schädlichen Bestandteile.
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Man verlange ausdrücklich Maggi's Würze
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